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Firma professionell starten für Fr. 10′000.-

von Reto Hartinger

Als ich die Start-up Konferenz zusammengestellt habe, haben sich Gaby Stähli und Priska Schoch von GRYPS Offertportal mit dem Referatsvorschlag “No Funds? Mit 10 000 Franken professionell loslegen” gemeldet. Ich war skeptisch, traute den beiden Gründerinen aber einiges zu und schliesslich teilen sie das Leid der meisten Start-ups, man muss zuerst alles aus der eigenen Tasche bezahlen und da ist jeder Tipp wie man Geld sparen kann wertvoll. Ich war mir sicher, dass sie absolut alles bei ihrem Start sehr gut evaluiert haben – aber wie soll man mit zehntausend Fränkli

AG Gründung
Logo und Briefschaften
Internet Buchhaltung (OpenSource Tools und günstige Buchhaltungs-Services)
Büro
Telefonie (VOIP-Modelle)
Homepage/Online-Shop
Marketing Bekommt man das für 10′000 CHF hin? Wir sagen ja – aber mit Kompromissen.
Risiken und Nebenwirkungen einer Low Budget Gründung

AG Gründung, Logo und Briefschaften, Buchhaltung, Homepage/Online-Shop, Marketing, Büro und Telefonie hinkommen?

So, nun habe ich den Vortrag vor mir und bin bass erstaunt. Sie legen alle ihren Evaluationen dar – immer schön aufgeteilt in lowcost, mittel und hoch – wo die einzelnen Probleme liegen. Zum Schluss beschreiben sie was sie tatsächlich gemacht haben und welches die Nebenwirkungen von “billig” sein können: Es braucht vor allem Zeit. Diese Zeit kannst Du abkürzen wenn Du ihren Vortrag an der Start-up Konferenz besuchst. Wenn ich es richtig zusammenrechne haben sie noch 400 Franken übrig.


Suchmaschinen haben sich letzthin grundsätzlich verändert

von Reto Hartinger

Das “sofort” Netz hat auch die Suchmaschinen wesentlich beeinflusst. Seit wir twitter kennen ist die Information unmittelbar. War es für Suchmaschinen früher wichtig, den relevantesten Link zuoberst zu listen, kommt heute der aktuell relevanteste dazu. Sonst würden die Suchmaschinennutzer auf Twitter suchen oder alles bereits schon aus Twitter und Facebook wissen und nicht mehr suchen. Dabei funktioniert die eingehenden Links als Rankingkriterium zu benutzen nicht mehr. Die schnellste News hat noch gar keinen Link. Eine gewaltige Herausforderung für Google und Co. Das bringt natürlich auch mit sich, dass sich die Voraussetzungen für die Suchmaschinenoptimierung wesentlich verändert haben. Die von der IAB herausgegebenen  10 wichtigsten Rankingkriterien 2010 muss man meines mit vorsicht geniessen. Das soll jetzt nicht als Angriff auf die gute Arbeit gelten, sondern einfach dokumentieren, dass sich in einem so schnell wandelnden Business ein Blick zurück keine Topplatzierung garantiert. Wer vorne dabei sein will muss sich mit den aktuellsten Trends füttern, am besten von der Quelle. Deshalb habe ich John Müller von Google gebeten, uns  an der Internet Briefing Suchmaschinen Optimierungs Konferenz vom 13. Oktober einen Einblick zu geben. Er ist seit 2007 als Webmaster Trends Analyst bei Google Zürich und arbeitet eng mit den Teams von Webmaster Central, Sitemaps und Search Quality zusammen und betreut unter anderem die englishsprachigen Google Webmaster Help Diskusionsforen und hilft Google die Anliegen von Webmaster besser zu verstehen sowie auch Webmaster, die Bedürfnisse von Google besser zu verstehen und umzusetzen.

“Stand der Dinge” in Google’s Suchmaschine
John Mueller, Senior Webmaster Trends Analyst, Google Schweiz

Google’s Suchergebnisse werden ständig erweitert, sie bieten immer wieder neue Möglichkeiten für Benutzer, Webmaster und SEOs an. Googler John Mueller analysiert die aktuellen Entwicklungen in 2010 und bespricht die neuen Möglichkeiten für Benutzer und Webmaster innerhalb der Suchresultaten bis hin zu Änderungen in den Suchalgorithmen.

Das wird kein Marketinggesülze. John spricht auf technischem Niveau. Das ist für Webmaster, Programmierer und Projektleiter interessant und bleibt nicht an der Oberfläche hängen. So habe ich das in der Schweiz noch nie gesehen.

Das solltest Du Dir nicht entgehen lassen. Melde Dich an. Empfehle die Konferenz weiter. Empfehlungen unter Weitergabe des Links http://internet-briefing.ch/seokonf

Google findet dich scheisse

von Reto Hartinger

Ich möchte kurz auf kiosk.vtx.ch, mein Mail und Internet Provider, eine bezahlte SMS abschicken. Das habe ich schon oft gemacht, neu ist, dass mich google vor kiosk.vtx.ch warnt.

Diese Seite könnte gefährlich sein. Hm. Ich lese den Google Report zur Seite:

Safe Browsing

Diagnostic page for vtx.ch

What is the current listing status for vtx.ch?

Site is listed as suspicious – visiting this web site may harm your computer.

Part of this site was listed for suspicious activity 2 time(s) over the past 90 days.

What happened when Google visited this site?

Of the 39 pages we tested on the site over the past 90 days, 6 page(s) resulted in malicious software being downloaded and installed without user consent. The last time Google visited this site was on 2010-08-26, and the last time suspicious content was found on this site was on 2010-08-25.Malicious software is hosted on 1 domain(s), including rzurpur.co.cc/.

1 domain(s) appear to be functioning as intermediaries for distributing malware to visitors of this site, includingvtxnet.ch/.

This site was hosted on 1 network(s) including AS12350 (VTX).

Has this site acted as an intermediary resulting in further distribution of malware?

Over the past 90 days, vtx.ch did not appear to function as an intermediary for the infection of any sites.

Has this site hosted malware?

No, this site has not hosted malicious software over the past 90 days.

How did this happen?

In some cases, third parties can add malicious code to legitimate sites, which would cause us to show the warning message.

Next steps:

Nun frage ich mich, ist sich VTX diese Problems überhaupt bewusst? Hat es tatsächlich Malware auf der Site gehabt oder waren das einfach irgendwelche blöden Prozesse die etwas heruntergelanden haben ohne dass der User das weiss oder hat Google ganz einfach eine Meise und versteht es nicht?

Immer erfolgreichere Schweizer Internet Firmen

von Reto Hartinger

Jetzt wurde bekannt, dass die  Zürcher Softwareschmide für mobile Bankapplikationen Vipera von Ricmore Capital übernommen wird und in London an die Börse kommt. Vipera war im Besitz der Gründer und wird mit 8,8 Millionen Pfund bewertet. Ich gratuliere Silvano Maffeis zum erfolgreichen Verkauf.

Das Offert-Portal GRYPS wurde vor sechs Monaten gegründet und hat bereits  2 Mio Auftragsvolumen vermittelt. Thomas Brändle war mit Runmyaccounts von Anfang an mit einem Angebot bei GRYPS dabei und meint “Ich habe von GRYPS schon ein paar Leads erhalten, welche alle sehr gut qualifiziert waren. Nicht ganz jeder Lead hat schliesslich zum Erfolg geführt – aber das ist ja normal. Ich bin von GRYPS überzeugt und werde weiterhin Leads entgegennehmen wie auch Offerten über das Portal einholen.”  Umgekehrt ist es  David Hablützel vom HardwareShop Ernst ergangen: “ganz so überzeugt bin ich davon nicht…. (nach eigener Erfahrung)- na ja, vieleicht bin ich hald nur ein Pechvogel und muss mich weiterhin auf meinen bisherigen Weg konzentrieren. Je nachdem in welcher Sparte man sich befindet, hat man mehr oder weniger “Glück”.

 

GRYPS halte ich für einen sehr gelungenen Start. Das Konezpt ist zwar nicht bahnbrechend oder neu, es zeigt aber, dass der Schweizer Markt durchaus gross genug ist, um erfolgreich ausländische Konzepte zu lancieren. Ein noch fulminanteren Start hat DeinDeal, ein Groupon Clone, hingelegt. Innerhalb von wenigen Monaten haben sie  tausende von Kunden und Partnern glücklich gemacht. Wie und ob sie es selber auch sind, zeigen sie uns in diesem Referat.

Von Groupon ist bekannt, dass sie mit einer extrem hohen Marge operieren.

 

Wir präsentieren DeinDeal am nächsten Internet Briefing:

 

7.9. 17.30-20.00 DeinDeal: Wie man erfolgreich ein Schweizer Webdienst launcht

  

 DeinDeal.ch ist der Marktführer des Groupbuying Konzeptes in der Schweiz. Der erfahrene Internetunternehmer weiss dass die Entwicklung der Website nicht das Massgebende ist. Die grosse Herausforderung sind User, Umsätze, Kunden und Partnerschaften. Zwei der Mitgründer, Amir Suissa (CEO) und Flavio Rump (Head of Client Relations) zeigen in diesem Vortrag wie sie es mit bescheidenen Mitteln geschafft haben innerhalb von wenigen Monaten über 10′000 Käufer und mehr als 100 Partner-Unternehmen von diesem neuartigen Konzept zu überzeugen. Konkret erzählen sie über die ersten Stunden der Idee, wie Sie das Team aussuchten, Partnerschaften akquirierten, Strukturen und Prozesse aufsetzten und auch im Sales richtig Gas gaben. Bei schnellem Wachstum laufen auch ein paar Dinge schief – spannende Learnings sind die Folge.
Das sind aber nur die ersten Schritte – von da an muss viel weiteres in Angriff genommen werden: Prozesse optimieren, Wachstumsmanagement betreiben, Investorengespräche führen, strategische Kooperationen uvm.
 

Sei dabei, lerne aus den Erfahrungen dieser Serial Entrepreneurs, wie man ein erfolgreiches Internet Venture in der Schweiz aufzieht. Übrigens habe ich erfahren, dass sich die Investoren um eine Beteiligung an DeinDeal gestritten haben, wie mir ein unterlegener Venture Capitalist erzählt hat. Bravo! So soll es sein.

So wird dein Startup finanziert

von Reto Hartinger

Der Markt in der Schweiz ist zu klein für ein Internet Startventure. Venture Kapital gibts nur für US-Firmen. Die Entwicklung in der  Schweiz ist zu teuer. Man könnte die Gründe, wieso man es lieber gleich bleiben lassen sollte mit vielen solchen (Vor)Urteilen verlängern. Ja sie stimmen, aber nicht für alle. Es gibt immer wieder erfolgreiche Beispiele. Letzte Woche wurde Day Software für 250 Mio an Adobe verkauft und es gibt auch Serial Entrepreneurs in der Schweiz, die immer wieder gute Projekte lancieren.

Viele Hürden gibt es zu überspringen, bis ein Start-up erfolgreich lanciert ist. In einer speziellen Konferenz betrachten den ganzen Weg dorthin, besprechen die Hürden die es zu meistern gibt und zeigen Lösungen auf. Diese interaktive Konferenz wird von Praktikern an konkreten Beispielen gestaltet, mit vielen Tipps die Du für Dein Venture umsetzen kannst. Es gibt sie die positiven Beispiele und wir zeigen, wie sie es gemacht haben.  Schau Dir das Programm an, melde Dich an und mache Dein Umfeld auf die Konferenz aufmerksam.

Start-up Konferenz: Finanzierung, Rechtliches, Lancierung

07.09.2010 11.30-22.00
Restaurant Falcone, Birmensdorferstrasse 150, Zürich
10.45-11.30 Registrierung und Networking

11.30-12.15 Memonic: Finanzierung eines Internet Start-ups
12.15-13.15 Diskussion
13.15-13.45 Mittagessen
13.55-14.00 Registrierung und Networking
14.00-14.40 Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten
14.40-15.00 Studie: Die Schweizer VC-Szene
15.00-15.35 Auf was die Finanzierer achten
15.35-15.50 Pause und Networking
15.50-16.20 Juristische Fallen in VC-Verträgen und Termsheets
16.20-16.50 Key-Learnings: Aufbau bis Exit eines Internetplattform in der Schweiz
16.50-17.15 No Funds? Mit 10 000 Franken professionell loslegen
17.15-17.45 Registration
17.45-18.45 DeinDeal: Lancierung eines Schweizer Internet Dienstes
20.00 gemeinsames Essen

Anmeldung: Start-up Konferenz
Kosten: Für Mitglieder und Sponsoren Fr. 60.- + Konsumation, Gäste bezahlen Fr. 180.- für die Vorträge plus Konsumationen

Memonic: Finanzierung eines Internet Start-ups
Dr. Dorian Selz, CEO & Mitgründer, Memonic

Memonic hat kürzlich für den nächsten Ausbauschritt 1 Mio. Franken aufgenommen. Dorian Selz, Mitgründer und CEO von Memonic, erzählt über seine Erfahrungen bei der Suche nach Kapital. Was hat funktioniert, auf was haben die Investoren angebissen, was sind Fallen, die zu vermeiden sind, welche Investoren und Investorennetzwerke sind sie angegangen. Er erzählt aber auch über Erfahrungen die eher nachdenklich stimmen im Zusammenhang mit der Kapitalsuche. Nach diesem Vortrag hast Du gelernt, was es heisst eine Kapitalrunde erfolgreich aufzugleisen.

Startup finanzieren: Strategien, Finanzierungformen, Fördermöglichkeiten, Unternehmensbewertung
Jan Fülscher, Geschäftsführer, Business Angels Schweiz

Wer in der Schweiz ein ICT-Startup finanzieren möchte, der sollte den Markt kennen. Jan Fülscher gibt in seinem Referat einen Überblick über die verschiedenen Finanzierungsinstrumente, die zur Verfügung stehen, und erläutert Strategien, um Startkapital zu finden. – Wenn dann Investitionsinteressenten gefunden wurden, so ist ein häufiger Diskussionspunkt die Unternehmensbewertung. Im zweiten Teil schildert der Referent einige wichtige Bewertungsmethoden und gibt Tipps, wie man als Startup verhandeln sollte, um zum Ziel zu kommen.

Studie: Was Venture Capital in der Schweiz leistet, was nicht
Dr. Pascal Sieber, CEO, Dr. Pascal Sieber Partners

Zur Venture Capital Szene gibt es viele Äusserungen, die den wahren Bedürfnissen und Lücken nicht gerecht werden. Die einen meinen, es gäbe in der Schweiz zu wenig Venture Capital und greifen damit die Finanzdienstleister oder die öffentliche Hand an. Andere finden, das Land brauche mehr Unternehmergeist und üben damit Kritik an den Schweizer Ausbildungsinstitutionen. Dr. Pascal Sieber hat im Auftrag von Avenir Suisse die Venture Capital Szene in der Schweiz untersucht und berichtet in seinem Vortrag darüber, welchen Beitrag die Venture Capitalists zum wohl der Schweiz leisten, wie das Zusammenspiel zwischen der Industrie, den Start-Ups, den Universitäten, der öffentlichen Hand und den Venture Capitalists funktionieren soll und kann. Der Vortrag zeigt alle Teilnehmern am Markt wie das “Klima” in der Schweiz zu beurteilen ist und was daraus für das eigene Verhalten am Markt zu schliessen ist.

  • Gibt es zu wenig Seed-money für Start-ups?
  • Braucht es steuerliche Förderung von Risikokapital?
  • Gibt es zu wenig interessante Deals?
  • Fehlt der Schweiz eine Entrepreneurial Society?

Auf was achten die Finanzierer
Nicolas Berg, Managing Partner, Redalpine Venture Partners AG

Venture Capitalist und Serial Entrepreneur Nicolas Berg bespricht die Erwartungen der Geldgeber. Was sie in einem Businessplan sehen wollen und wieso beziehungsweise wann ein VC kein Geld spricht.

  • Intro zu Seed- & Startup-Finanzierung: Bedeutung von FFF, Angels, VC und Förderinstitutionen
  • Deal-flow eines europäischen Early-stage VC in der Schweiz: 1000+ Businesspläne jährlich
  • Die 3 wichtigsten Entscheidungskriterien: Team, Idee, Businessmodell
  • Fallstricke bei der Ansprache eines Angels oder VC: Via Türöffner, Telefonat oder Email?
  • Bedeutung von Businessplan (Powerpoint, Word, Excel) vs. Pitch vs. Verhandlungsführung
  • Die Entscheidungskriterien im Detail erläutert anhand von Beispielen
  • Idee: unik? verständlich? relevant? bahnbrechend (disruptiv)?
  • Technologie: reif? überlegen?
  • Markt: gross? attraktiv? wachsend? umkämpft?
  • Geschäftsmodell: wer zahlt wem wie viel wofür?
  • Skalierbarkeit relativ zu Kapitalbedarf: sehr hoch bzw. moderat?
  • Team: unternehmerisch? komplett? winning? ausdauernd? ehrlich? überzeugend?
  • Exit: klare Idee? attraktiv im Verhältnis zu Skalierbarkeit, Risiko, Kapitalbedarf und Bewertung?

Juristische Fallen in VC-Verträgen und Termsheets
Florian Gunz Niedermann, Managing Associate, Walder Wyss & Partners AG

Verträge mit VCs sind ein komplexes Zusammenspiel zwischen ökonomischen Realitäten und juristischen Formulierungen. Besonders schwierig ist dabei die Abgrenzung zwischen Klauseln, welche aufgrund gleichlaufender ökonomischer Interessen kaum eine Gefahr darstellen können und solchen, welche dem Missbrauch Tür und Tor öffnen. Gerade Jungunternehmer sind im Rahmen von Finanzierungsrunden oft im “operativen Stress” oder scheuen die Kosten anwaltlicher Beratung und sind dann nicht selten gegenüber erfahrenen VC’s strategisch im Nachteil. Umgekehrt sichern auch VC’s ihre Interessen manchmal nur ungenügend ab. Florian Gunz Niedermann, der sowohl Start-ups als auch VCs bei Finanzierungsrunden berät, gibt einen Überblick über mögliche Problemfelder, Fallen sowie Schutzmechanismen bei der Formulierung von Term Sheets und Investment- und Aktionärbindungsverträgen. Behandelt werden dabei insbesondere die folgenden Bereiche:
  • Term Sheets: Binding oder non-binding, Timing und Exklusivität
  • Gewährleistungen beim Investmentvertrag
  • Schutz des VCs vor zu optimistischen Bewertungen (Liquidation und Sales Preference, Anti-Dilution Clauses)
  • Fallen für Jungunternehmer bei zu optimistischen Businessplänen (Call-Options bei Verfehlen von Milestones, Verlust der Mehrheit bei weiteren Finanzierungsrunden)
  • Lähmung der Gesellschaft durch unpraktikable Aktionärbindungsverträge (Quoren, Vetorechte, Deadlock-Situationen, Anzahl Aktionäre, Fehlen von Call-Optionen)
  • Fallen beim Drag-Along
  • Umgehungsmöglichkeiten bei Vorhandrecht und Tag-Along
  • Poison Pills für weitere Finanzierungsrunden

Key-Learnings: Aufbau bis Exit einer Internetplattform in der Schweiz
Marc P. Bernegger, Serial Entrepeneur, usgang.ch, amiando.com

Im Jahr 2000 hat Marc P. Bernegger mit usgang.ch eine der ersten Entertainment-Plattformen der Schweiz gegründet. Komplett eigenfinanziert, ohne Businessplan und parallel zum Studium betrieben, wurde aus einem Hobby innert kurzer Zeit eine der meistbesuchten Internet-Seiten der Schweiz. Usgang.ch wurde im 2008 vom börsenkotierten Medienunternehmen Axel Springer gekauft und beschäftigt heute 16 Fulltime-Mitarbeiter und mehrere Dutzend Freelancer. Aktuell baut Marc P. Bernegger mit amiando ein weiteres Internet-Startup auf, welches von renommierten Investoren finanziert wurde, bereits diverse Auszeichnungen gewonnen hat und 35 Mitarbeiter beschäftigt. Im Referat werden anhand der gewonnen Erfahrungen Key-Learnings vorgestellt, welche im Internet-Geschäft zu beachten sind, um als Startup erfolgreich zu sein.

  • Persönliche Key-Learnings als Unternehmer nach einem erfolgreichen Exit: Was ist wichtig im Hinblick auf den Aufbau und Verkauf eines Internet-Unternehmens in der Schweiz?
  • Geschichte und Entwicklung von usgang.ch von der Gründung bis zum Exit
  • Internet-Exits in der Schweiz: Eine kurze Übersicht

No Funds? Mit 10 000 Franken professionell starten
Gaby Stäheli,  Mit-Inhaberin, GRYPS Offertenportal AG

Ist zu Beginn kein Investor und kein volles Sparschwein zur Hand, kann man sein Startup auch mit kleinem Budget gründen und aufsetzen. Wir geben praxisrelevante Tipps und Hints wie man es schafft für 10′000 CHF die AG-Gründung, den Firmenauftritt inkl. Logo, die Briefschaften und Homepage, sowie Infrastruktur zu meistern und trotzdem einen professionellen Auftritt hinzulegen. GRYPS Offertenportal AG wurde Anfang des Jahres von Gaby Stäheli und Priska Schoch gegründet und bis heute aus eigenen Mitteln finanziert. Die Gründerinnen von GRYPS zeigen anhand eigener Erfahrungen sowie gewonnener Marktkompetenz aus 6 Monaten Offertenvermittlung auf, wie mit minimalem Budget eine AG Gründung samt professionellem Auftreten möglich ist. Sie liefern konkrete Tipps und Empfehlungen zu folgenden Themen:

  • AG Gründung
  • Logo und Briefschaften
  • Internet Buchhaltung (OpenSource Tools und günstige Buchhaltungs-Services)
  • Büro
  • Telefonie (VOIP-Modelle)
  • Homepage/Online-Shop
  • Marketing Bekommt man das für 10′000 CHF hin? Wir sagen ja – aber mit Kompromissen.
  • Risiken und Nebenwirkungen einer Low Budget Gründung

DeinDeal: Wie man erfolgreich ein Schweizer Webdienst launcht
Amir Suissa, CEO & Flavio Rump, Head of Client Relations, DeinDeal.ch

DeinDeal.ch ist der Marktführer des Groupbuying Konzeptes in der Schweiz. Der erfahrene Internetunternehmer weiss dass die Entwicklung der Website nicht das Massgebende ist. Die grosse Herausforderung sind User, Umsätze, Kunden und Partnerschaften. Zwei der Mitgründer, Amir Suissa (CEO) und Flavio Rump (Head of Client Relations) zeigen in diesem Vortrag wie sie es mit bescheidenen Mitteln geschafft haben innerhalb von wenigen Monaten über 10′000 Käufer und mehr als 100 Partner-Unternehmen von diesem neuartigen Konzept zu überzeugen. Konkret erzählen sie über die ersten Stunden der Idee, wie Sie das Team aussuchten, Partnerschaften akquirierten, Strukturen und Prozesse aufsetzten und auch im Sales richtig Gas gaben. Bei schnellem Wachstum laufen auch ein paar Dinge schief – spannende Learnings sind die Folge.

Das sind aber nur die ersten Schritte – von da an muss viel weiteres in Angriff genommen werden: Prozesse optimieren, Wachstumsmanagement betreiben, Investorengespräche führen, strategische Kooperationen uvm.
Anmeldung: Start-up Konferenz

Twitterern über, von, während und nach der Konferenz mit Hashtag #Startupkonferenz

Sehe hier was bereits über die Startupkonferenz getwittert wurde

Geekness zur #startupkonferenz vom 7.9. http://cocaman.ch/wp/2010/08/startup-konferenz-finanzierung-und-hilfestellung/less than 10 seconds ago via web

iAd, youAd, noAD

von Reto Hartinger

Wie zu erwarten war, bekundet Apple einige Mühe, iAd an den Werber zu bringen. Zwar hat Appel vollmundig erste Erfolge verkündet, nachgekommen ist aber nicht viel. Apple bekundet sogar Mühe, die abgeschlossenen Deals abzuwickeln. Zu mühsam ist es für einige Agenturen,  Apple in den Gestaltungsprozess einzubinden und sich Vorschriften machen zu lassen. Sollten die Werbeauftraggeber spühren, dass iAd nicht abhebt, werden sie sich noch weniger darauf stürzen.

Dabei ist iAd zwar teuer aber auch erfolgreich. Genauso wie für Werbetreibende die sich über eine höhere Klickrate und ein bessere Beachtung als bei Onlinewerbung freuen, wie auch für die App-Entwickler, die mit zulassen von iAd-Werbung Kasse machen können.

Ich selber habe schon auf einige Werbungen auf meinem iPad geklickt. Es hab mich aber noch keine gestalterisch aus den Socken gehauen. Apple macht auch Unterbrecherwerbung. Die stört mich komischerweise viel weniger als auf Internetseiten – vielleicht auch deshalb, weil ich sie tatsächlich wegklicken kann. Auf der Tagesanzeiger App vermisse ich geradezu die Werbung und fürchte mich vor dem Tag, wo diese eine Abogebühr von mir wollen.

Die Bandbreitenschlacht ist eröffnet

von Reto Hartinger

Ich habe es in letzter Zeit immer wieder angetönt, dass es zu einer Schalt um Bandbreite kommt. Via Mobil-Netzerke ist sie schon verloren. Die Mobil-Netze vor allem in Amerika werden der kommenden Streaming-Datenwelle nicht standhalten. Deshalb haben die Carrier bereits die Flatrate abgeschafft.

Jetzt droht dasselbe via Kabel auch noch. Sobald Apple und Google und Co. Musik,  Video, TV und Videotelefonie massiv einsteigen, dann gibt es auch hier einen Kampf um die Bandbreite. Oft ist bereits ein Videochat in Skype mühselig. Will sich ein Anbieter abheben, muss er eine gute Bandbreite garnatieren können. Und genau hier entsteht die nächste Schlacht. Google bringt demnächst ein Musikstreaming Dienst. Gegenüber Apple wird er sich nicht wesentlich vom Inhalt oder in der Programmierqualität abheben – das wird nicht reichen um die Massen begeistern zu können. Deshalb sind Google und Verizon im Gespräch, dass der Google Traffic priorisiert wird. Bye bye Skype,  au revoir iTunes-Cloudservice. Google ist bereit dafür zu bezahlen (Das würde aber vor allem auf dem mobilen Netz Sinn machen, weniger auf dem Landweg).  Bereits nächste Woche wird gemuckelt, stellen Google und Verizon einen solchen Deal vor.

Ein Schlag ins Gesicht der Netzneutralität-Lobby und aller anderen Internetsites. Die Frage die sich mir stellt, müsste oder kann das via Gesetz unterbunden werden? Sollte man das überhaupt?

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Wallstreet glaubt Apple nicht mehr

von Reto Hartinger

Für das 4. Quartal möchte Apple sage und schreibe 47% mehr  Umsatz machen, das heisst satte 18 Milliarden. Apple macht aber schlussendlich immer durchschnittlich 11 % mehr als sie voraussagen. Letztes Quartal lag die Differenz zwischen angesagtem Umsatz und tatsächlich erzieltem Umsatz um 19 % höher. Wallstreet Analysten kalkulieren das in ihren eigenen Schätzungen ein, deshalb müssten diese bei 20 Mia liegen, tun sie aber nicht, sie liegen zwischen 18 und 19,5 Mia. Entsprechend dümpelt die Aktie derzeit im Range von 250-265 Dollar und weit entfernt von den 280 Höchstwert.

Damit ist Apple günstig bewertet denn

- Trotz Antenagate verkauft Apple so viele iPhone 4 wie es produzieren kann.

- Das Antennenproblem ist in den USA ein Problem, im Rest der Welt mit besserer Signalstärke nicht

- Das iPad läuft wie geschmiert. Auch hier kommt Apple mit Produzieren nicht nach und kann weitere Länder nachschieben sollte die Nachfrage einbrechen.

- Notebooks und iPads zusammen, ist Apple zum 3grössten Mobilcomputerhersteller geworden. Das iPad kanibalisiert zwar den Netbook- und Notebook- Markt, aber nicht jener von Apple sondern jener der Konkurrenz. Apple verkauft sogar noch mehr Notebooks, die Konkurrenz weniger.

- Für das Weihnachstgeschäft hat Apple ein weiteres Produkt in petto. Dieses wird wie üblich 3 Tage vor Ende des letzte Quartals (Ende September) auf den Markt kommen. Ein Apple-TV? Das iPhone White? Cloudstreaming?

1. August

von Daniel Niklaus

Wie die meisten hier wuchs ich in einer neuen Welt auf. Schon früh als Kind ging ich auf Entdeckungsreise ins Marioland. Eroberte fremde Welten in Elite und spielte Gott in Populous. Eine Kindheit voller Möglichkeiten. Möglichkeiten die mit dem Internet noch grösser wurden. Mit einem Klick, ein MIG-29 Flug gebucht oder den Crand Canyon besucht.

Heute bringen wir mit dem Internet den Leuten die Welt auf den Bildschirm. Wir verbinden Sie mit Freunden und Verwandten in der ganzen Welt und schrumpfen Distanzen per Videotelefonie auf das Nebenzimmer. Eine Welt voller Möglichkeiten.

Verbunden mit Schweizer Werten, am 1. August dürfen wir diese für uns in Anspruch nehmen, zahlt sich dies auch in barer Münze aus. Cleverness. Dominik Grolimunds Wuala wird auf der ganzen Welt installiert und er verkaufte es erfolgreich an LaCie. Hartnäckigkeit. Michael Moppert hielt mit seiner Day durch und schaffte es, dass der Software-Riese Adobe mehr als 200 Millionen für Day auf den Tisch legt. Gute Idee, gut umgesetzt. Und manchmal genügt es, eine gute Idee gut umzusetzen und das macht zum Beispiel doodle. Hut ab.

Die Schweiz versteht es aber auch, ausländischen Mitbürgern eine Chance zu bieten, grossartiges zu verwirklichen. Ein leuchtendes Beispiel schloss dieses Jahr für immer seine Augen. Nicolas Hayek. Ein vorbildlicher Schweizer, der die Uhrenwelt revolutionierte. Manchmal revolutioniert die Schweiz nicht nur die eigene kleine Welt, sondern verändert alles. So wie Tim Berners Lee in Genf das WWW erfand und uns eine grossartige Branche schenkte.

Diese Schweiz ist weit weg von konservativ und mutlos. Diese Schweiz ist richtiggehend experimentierfreudig. Und das oft auch dort, wo man es gar nicht erwartet. Wenn die alte Tante NZZ alle überrascht und den Querdenker Peter Hogenkamp engagiert.

Eine mutige Schweiz. Eine optimistische Schweiz. Eine Schweiz voller Möglichkeiten.

Aber nicht alle Schweizer und Schweizerinnen leben diese mutige und optimistische Schweiz. Nicht alle wollen diese weltoffene Schweiz. Es gibt eine andere Schweiz. Eine, in der aus drei Türmchen ein nationaler Angriff auf unsere Werte konstruiert wird und in der wir unsere eigenen Werte der Verfassung wie Rechtsgleichheit blindlings über Bord werfen. Denn Rechtsgleichheit sollte auch für Baugesuche von Moslems und Christen gelten – selbst wenn dies nicht der momentanen Stimmung im Land entspricht. In unserer Verfassung steht:

    Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
    Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religiösen, weltanschaulichen oder politischen Überzeugung oder wegen einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung.

Heute, am 1. August 2010, stecken wir mitten im Wahlkampf 2011. Die SVP bombardiert uns mit tendenziösen Wahlbefragungen und am 28. November stimmen wir über die Ausschaffunginitative ab. Es ist eine andere Schweiz, die da am Werk ist. Eine Schweiz, die sich einigeln will, die Angst vor dem Abenteuer hat, eine Schweiz die uns bei Parlamentswahlen lieber mit Geheimplan in Geisselhaft nimmt, als darüber zu sprechen, wie sich die Schweiz in der Welt positioniert und ihre hervorragende Stellung noch verbessert.

Gehört das auf einen Internet-Blog? Ich meine Ja. Ich bin überzeugt, es ist sogar eine Pflicht.

Wir Schweizer und Schweizerinnen haben das Privileg per Volksabstimmung unser eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen. Mit diesem Privileg kommt auch Verantwortung. Verantwortung uns gegenüber, der Verfassung gegenüber und gegenüber allen Menschen, die in diesem wunderbaren Land leben.

Wir entscheiden, welche Schweiz wir wollen. Die ängstliche, mutlose und fremdenfeindliche Schweiz oder die weltoffene, mutige und abenteuerfreudige Schweiz. Die Schweiz, die voller Selbstbewusstsein an ihre eigenen Fähigkeiten glaubt und dafür arbeitet, dass auch morgen unsere Kinder in einer Welt voller Möglichkeiten aufwachsen und grossartige Abenteuer erleben.

Ich wähle die weltoffene Schweiz.

En schöne 1. August.

Heavy iPhone-User trifft iPhone 4

von Daniel Niklaus

Heute nahm ich es in die Hand – das iPhone 4. Ich spielte damit, ich schrieb damit, ich surfte damit. Ich hätte es kaufen können – stattdessen legte ich es zurück.

Kein besseres Display, kein HD-Video, nicht schneller, nicht neu? Oder lief der alte Vertrag noch?

Der Vertrag ist ausgelaufen. Es hatte ein schöneres Display, es leistet HD Videos, es ist schneller und es wäre auch neuer – das iPhone 4. Aber es ist kantig und liegt hässlich in der Hand. Die Auflösung mag wohl besser sein, nur bringt sie beim Surfen nichts. Es ist, wie der Microsoft Mann erkannte, Apples Vista.

Ja, es ist besser als der Vorgänger – aber dennoch hat das iPhone 4 die (hohen) Erwartungen verfehlt.

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