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Wieso uns Soziale Netzwerke immer unsozialer machen

von Reto Hartinger

Nein, jetzt kommt nicht so eine Schelte, dass wir wegen Sozialer Netzwerke immer weniger sozialer Kontakte haben. Das stimmt ganz sicher nicht. Wir haben mehr Kontakt online wie offline. Ueber unsere Kontakte wissen wir immer mehr. Wer hat früher schon die politischen Ansichten seiner Kunden gekannt oder gewusst wo der leitende Mitarbeiter eines Lieferanten in die Ferien geht und seine Frau und Kinder aussehen? Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich erfahren habe, dass ein Internet Briefing Speaker oft ins Sprüngli geht um dort Kuchen zu essen, viel Velo fährt. Bei so viel Privatem ist er mir auch als Mensch näher ans Herz gewachsen. Ich konnte ihn besser einschätzen und daher schätzen. Aber was passiert, wenn eine wichtige Kontaktperson anders abstimmt als ich, ja eine total beschissene Meinung hat? Was ihm ja umgekehrt auch so mit mir geht? Wir kennen das alle. Ich muss mir dann allergrösste Mühe geben, die Person immer noch so zu sehen wie vorher, ihr immer noch so positiv im Geschäftsleben zu begegnen wie vorher. Denn eigentlich ist ja nur das interessant und wichtig und nicht was er oder sie teilt.

Wir verkommen in Silos

Wir können uns Mühe geben wie wir wollen. Es wird nichts bringen. Facebook und Google beobachten uns bei allem was wir tun. Sie sind unsere Freunde und tun alles, damit wir uns besser fühlen. Sie achten darauf was uns interessiert und zeigen uns nur noch entsprechende Werbung, andere würde uns ja auch nerven (und hätte für die Werbetreibenden weniger Wirkung) und sie zeigen uns von unseren Freunden auch nur noch die Posts, in denen wir mit ihnen übereinstimmen. Ja sie zeigen uns immer mehr nur noch Posts von Leuten mit denen wir % gemeinsame Interessen haben. Und wer unsere Post nicht mehr anklickt, der wir früher oder später aussortiert, von dem bekommen wir nichts mehr mit. Thematisch teilt uns Facebook in zirka 5 Themen ein (ok, für Werbung kann es locker über 30 sein) für die wir uns zu interessieren scheinen. Facebook merkt, wie ich abstimmen werde und zeigt mir nur noch Posts mit meiner Meinung. Ich kann eine totale Minderheitenmeinung haben und bekomme so das Gefühl, dass die Welt so denkt wie ich. Ganz spannend sind Verschwörungstheorien. Du wirst zugekleistert mit den Verschwörungstheorien deren Inhalte du mal geliket oder geteilt hast. Durch diese ständige Wiederholungen werden sie für dich immer konkreter und immer wahrer. Wenn du während 3 Jahren jede Woche  Chemtrailposts gelesen hast, brauchst du immer mehr geistige Energie um es als Humbug abzutun.

Verzerrtes Weltbild

Wir laufen früher oder später mit immer verzerrteren Weltbildern herum. Es wird immer schwerer, dass sich SVPler und SPler verstehen können. Unsere Meinungen werden immer radikaler, unsere Thesen und Ausdrucksweise immer gewagter und giftiger. In allen Lagern. Je giftiger und radikaler desto mehr Klackeure haben wir. Follower werden zu Jüngern und verbreiten unser verzerrtes Weltbild bei Ihresgleichen.

Selbstexperiment

Versuche diese These einmal selber auszuprobieren. Ganz einfach, widerspreche einmal einem deiner Freund in einem seiner Posts. Der Freund wir dir nicht antworten aber Schimpf, Schlötterlinge und Häme wirst du von seinen Followern ernten. In so einem Fall hat mir einmal eine Person geschrieben, ob ich für Falschinformationen bezahlt werde. Das Buhrufe und die Schlötterlinge möchte ich nicht wiederholen. Ich mache das aber ab und zu. Ich werde nie jemanden entfreunden, weil er eine Gegenteilige Meinung hat und oft werde ich sogar seine Posts liken. Ganz einfach, weil ich sie sonst nicht mehr zu Gesicht bekomme.

.Schwerwiegende Konsequenzen für unsere Gesellschaft

Dieses Silodenken hat schwerwiegende Konsequenzen für unsere Gesellschaft. Die Ansichten werden immer extremer. Donald Trump ist nur ein solches Phänomen. In einer normalen Gesellschaft wäre es gar nicht möglich, dass er so viel Zustimmung erhält. Da er aber immer Teilaspekte adressiert und er tut es so radikal, dass er vielen Leuten in diesem Aspekt geradezu als Messias erscheint. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob es stimmt was er sagt. Er darf unverhohlen lügen. Seine Anhänger werden für objektive Berichterstattung nicht zugänglich sein. Nicht umsonst gibt es den Begriff von Lügenpresse. Damit wird die Presse und ihre Berichterstattung einfach in eine Ecke gestellt.

Donald Trump und die PEGIDA werden nicht widerlegt werden können

Die Presse wir noch so viel und noch so aufklärerisch über Trump berichten können, sie werden die Leute nicht überzeugen können. Die Presse hat als Aufklärer und Meinungsmacher ausgedient. Die Presse wird nicht gegen Meinungs-Silos anschreiben können. Das ist ihr Niedergang und nicht Twitter % Co. Dem ist mit Qualität nicht beizukommen. Die Presse hat ihre Funktion verloren. Was übrig bleibt ist RTL2 und die Arena, der Club. Also entweder hirnlose Formate und Reality Shows oder Politshows die alle Silos bedienen ohne zu werten. Das brauche ich aber nicht zu bezahlen, das bekomme ich in meiner Timeline gratis. überleben werden auch Silomagazine wie Weltwoche, aber ob das wirklich wirtschaftlich zu betreiben ist?

Silodenken für die Werbung nutzen

Wenn wir diese Mechanismen erkennen, so können wir sie ür die Werbung bzw. für das Content Marketing nutzen.

  1. Identifizieren des Clusters die ein Produkt oder eine Idee hat
  2. Aufbauen des Produkts als Helden
  3. Gefahr, Widerstand für den Helden inszenieren
  4. Konflikt beim Personencluster bekannt machen
  5. Zur Handlung auffordern

Identifizieren des Clusters

Im CRM nachsehen, wer ein Produkt gekauft hat oder wer sich dafür interessiert hat. Die entsprechenden eMail-Adressen bei Facebook einlesen und mit den Identitäten verbinden. Den Cluster via Botschaften (im Werbetool) füttern.

Produkt als Held, Konfrontation mit einem Widersacher

Ein Held gibt es wenn er gefeiert wird. Zum wirklichen Helden wird er aber nur wenn er einen Feind hat. Nur die Auseinandersetzung und das Besiegen des Bösen macht Helden. Danach muss aber unbedingt zu einer Handlung aufgefordert werden, sonst bringt es ja auch nichts. Zum Helden wurde Erdogan erst durch den vereitelten Putsch. Danach wäre er auch ohne Säuberung kaum mehr angreifbar gewesen. Die Politik kennt das nur allzu gut. Margeret Thatcher wäre kaum ein zweites Mal gewählt worden ihre Zustimmung dümpelte um 30%. Dann gab es den Falklandkrieg und sie wurde triumphal wiedergewählt. Eine Taktik die später auch Ronald Reagan angewandt hatte. Kleiner als Grenada konnte es nicht sein, gewirkt hat es trotzdem.

 

 

iCar or iCantCar – was ist los mit Project Titan?

von Reto Hartinger

Ist Apple Autoprojekt am abrebeln oder im Endspurt? Es gibt ganz verschiedene Anzeichen und sie ergeben kein klares Bild. Die Frage die sich mir stellt, ist die Leadership von Tim Cook gut genug um ein solches Projekt zu stemmen? Kürzlich haben einige der Projektverantwortlichen gekündigt, Steve Zadesky, er wurde mit Bob Mansfield  ersetzt, sagt die Presse. Bob Mansfield ist aber Chipspezialist und verantwortet laut Apple diesen Bereich. Einige dutzend Mitarbeiter wurden entlassen, ok, bei über 1000 Titanmitarbeiter keine grosse Sache. Gleichzeitig gibt es Gerüchte, dass Apple den britischen Sportwagenhersteller McLaren übernehmen will. Aber mal der Reihe nach.

Was würde McLaren Apple bringen und was nicht?
Ein McLaren kann locker einmal 1 Mio CHF kosten, also keine Massenware sondern da wird vieles von Hand gebaut. Höchste Qualität und gutes Design. Die Leute bei McLaren denken in kleinen Stückzahlen, grossen Motoren und Fahrspass. Apple denkt aber (oder sollte) nicht in Produkte denken, sonder Problemlösung und Konzepte. Probleme sind da z.B. dass man immer im falschen Auto unterwegs ist. Zur Arbeit ist es zu gross, um in die Ferien fahren ist es zu klein etc. Die Anforderungen an das Auto sind eigentlich bei jeder Fahrt anders. Das darum herum eines Autos ist auch viel zu teuer, Parkplätze zuhause und im Geschäft oder wohin man immer hingehen will. Benzin ist relativ teuer und umweltverschmutzend . Kann McLaren so denken? Das Auto sollte als Prozess betrachtet werden.  oAlles für das was A Kaum. Alles für das was McLaren steht, kommt hier gar nicht vor. Hat man den eigenen Projektleiter vergrault, weil man ihm Leute vorgesetzt hat, die von dem was man bei Titan macht überhaupt nichts verstehen? War Cook von der Auto-Kompetenz der McLaren-Leute zu beeindruckt?

Was kann Apple nicht?

Was Apple dringend braucht, ist das Knowhow wie man ein Auto baut und das ist bis jetzt sicher überhaupt nicht vorhanden. Nur, bei McLaren auch nicht. So wie sie Autos bauen kann Apple sicher keinen iCar machen. Es braucht Kenntnisse in Automation, Robotik und Prozessen. Traditionelle Autobauer müssen auch für jede neue Modellreihe eine neue Fabrik bauen. Dauer: 2 Jahre. Und das mit allem Know-how, wie man eine Autofabrik baut. Apple ist also noch nirgends, hat aber kürzlich ein riesiges Stück Land gekauft und die Entwicklungsaufwendungen verdoppelt.

Wird aus iCar Apple Car?

Es ist möglich, dass Apple statt ein eigenes Auto zu bauen, eine Systemplattform macht welche von Autoherstellern lizenziert wird. Hm, Apple würde zum gewöhnlichen Softwareanbieter. Was ist mit denken in Dienstleistungen und Problemlösungen statt in Produkten? Apple hat ja auch mit Tesla gesprochen, die haben die Fertigungsproblematik bereits angegangen. Eine Einigung hat es aber nicht gegeben, zu ähnlich sind sich die Projekte und Visionen. Solange Tesla sich finanzieren kann, hat Apple nichts zu bieten. Aber Apple war noch nie ein Systemanbieter, es ging bei Apple nie um Produkte sondern um Ökosysteme die Produkte, Software und Dienstleistungen umfassten. Aber Apple hat schon beim TV kapituliert, wird das Auto begraben?

Wozu aber dann ein so grosses Gelände?

Apple hat  17 Hektar grosse Fläche bei San José gekauft. Tönt gross, für eine Autofabrik ist das aber eher klein, selbst Teslas Fabriken sind grösser. Die Möglichkeit ist, dass Apple einen Prototypen baut und diesen dann Herstellern zur Produktion anbietet. So macht es Apple ja mit jedem Produkt. Dafür würde die Fläche reichen.  Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit, die von den Fachleuten bisher völlig ausser Acht gelassen wurde. Apple baut eine Chipfabrik. Für 18,2 Millionen US-Dollar hat Apple den Chip-Herstellers Maxim Integrated Products gekauft. Diese ist in, ja in? Klar in  San Jose. Eine 6500 Quadratmeter große Anlage die direkt neben einer Samsung Fabrik steht. Was hat Maxim zu bieten? Eigentlich genau so viel wie McLaren, nix. Der Maschinenpark ist völlig veraltet und der A10 Chip von Apple ist das Beste was zurzeit gemacht wird.

Baut Apple seine Chips bald selber?

Solch ein Chip kann nur TSMC aus Taiwan oder Samsung aus Korea bauen. Dabei ist Samsung Apples Lieferant und gleichzeitig grösster Konkurrent.  Der A10 Chip wird von den Taiwanesen mit 16-Nanometer Technologie gebaut und zwar erstmals nur von TSMC. Frühere Aufträge gingen immer noch an beide Chipbauer. Der erste Chip aus Apple Produktion könnte also erst der A11 oder noch wahrscheinlicher der A12 sein. Ziel wäre es, dass in alle Apple Produkten also iPads und Macs nur noch ein Chip verwendet würde. Beim Chippreis ist der bestimmende Faktor die Stückzahl. Apple verfügt zurzeit über genügend grosse Stückzahlen um zu einem sehr günstigen Preis produzieren zu können. extern wie intern. Das Risiko eines solchen Schrittes ist aber enorm.

Apple iTV kommt am 9. September

von Reto Hartinger

Die Anzeichen verdichten sich, dass Apple mit dem iTV ernst macht. Die Inhalte-Strategie und Partnerschaften stehen, die Displaytechnologie hat Fortschritte gemacht und Apple hat gleich mit 3 Firmen Produktionsverträge mit exklusiven Apple-Teams (denn alle Lieferanten sind auch gleichzeitig Konkurrenten und da soll nichts an die Mutterfirma geleakt werden). Und für den 9. September hat Apple ein 10x grösseren Raum reserviert als gewöhnlich für die Neuvorstellung der iPhones, welche zu diesem Zeitpunkt erwartet werden. Es ist also logisch, dass ein wirklich neues Produkt kommt.

Was ändert sich mit dem iTV?

Apple bringt kein Gerät auf den Markt, ohne dass es ein Gamechanger wird. Was also wird sich ändern, wenn Apple ins Wohnzimmer kommt?

Beginnen wir bei den weniger offensichtlichen Änderungen. Hast Du dich schon einmal gefragt, was passiert wenn auf Deinem Fernseher Dein iTunes Account verfügbar ist?

Du bist schon einmal  identifiziert mit all Deinen Soziodemografischen Daten, mit allem was Apple über Dich weiss und Deine Kreditkarte ist hinterlegt. Alle Apple-Geräte sind synchronisiert.

Ist ja toll, die auf im iPhone geschossenen Bilder auf dem Telefon zu sehen, aber ohne dass Du irgendetwas machst, sind sie auch auf dem extrem scharfen Bildschirm (es gibt eine Bildschirmtechnologie, welche HDTV-Auflösung alt aussehen lässt) in voller Grösse ansehen und bearbeiten kannst. Dasselbe natürlich mit den Videos.

Du kannst wenn Du fern gesehen hast und weg musst, den Film an dem Ort auf dem Tablett unterwegs ansehen, an dem Du auf dem TV aufgehört hast.

Neues Einkaufserlebnis

Noch schicker ist aber, dass Du auf dem Fernseher schoppen kannst. Du hast im Büro die Reisen angesehen, die Du Deinem Partner am Abend auf dem Fernseher präsentierst und klick, bestellst. Du blätterst von einer Seite zur andern auf dem Handy oder gar der Uhr und siehst das gleiche Bild auf dem Fernseher. Du kannst Dir Notizen machen indem Du auf dem Tablett schreibst, alle das Resultat aber auf dem TV ansehen.

Wieso soll ich nicht auch das Telefongespräch auf den TV-Bildschirm werfen? Videoconferenceing ist da nur eine Anwendung. Es ist auch schön, wenn Grosi die ganze Familie sieht und mit ihr spricht.

Split/Screen

Mit dem iTV wird es möglich sein fern zu sehen und gleichzeitig Rodger Federer zu sehen, eine Präs zu machen und jemanden via Skype einzuspielen. Alles dank Splitscreen.

Siri auf dem Fernseher

Mit dem Fernseher kann man sprechen. Wenn es angenehm ist, mit der Uhr zu sprechen, ohne dass immer das Telefon herausrücken muss so ist es auch angenehm, dem Fernseher die Fragen zu stellen, die man sonst Siri auf dem Telefon stellt. Ich möchte heute Abend einen Spielfilm sehen. Siri weiss, was für Dich heute Abend bedeutet, weiss auch, dass Du am liebsten Actionfilme hast.

Gesten steuern den Fernseher

Der Fernseher wird durch Gesten gesteuert, etwa so wie das Microsoft schon lange mit dem Kinect macht. Das ist nicht nur für Gaming spannend. Du wischt mit der Hand in der Luft und der Kanal wird gewechselt. Mit den zwei Händen die auseinandergehen kannst du reinzoomen usw.

Die Apple Watch als Mutmacher

Apple musste zuerst mit der Uhr ausprobieren, ob es gefragt ist Geräte mit den Vorteilen andere Bildschirmgrösse vorzustellen und diese in das Ökosystem einzubetten. So wird ein Gerät erst im Zusammenspiel der Geräte im Ökosystem vollständig benutzbar. Wieso nicht die Daten, den Chip und den Speicherplatz des iPhones nutzen, um Dinge auf dem TV möglich zu machen? Und dies nicht nur von einer Person, sondern von allen Anwesenden. Wieso nicht auf dem Fernseher den Vergleich der Fitness-App mit allen Anwesenden machen? Wieso nicht das iPhone als Zwischenspeicher oder dessen Chip als Rechenpower nutzen? Nur so kann die iTV Hardware günstiger sein und das Ökosystem noch wichtiger werden.

Hätte sich die Apple Watch nicht gut verkäuft, niemals hätte es Apple gewagt, den Apple TV zu bringen. Aber die Apple Watch war proof of concept, dass man inskünftig nicht mehr Geräte anbieten muss, die alles können sondern im Verbund arbeiten.

Neue Dienste

Der Apple TV bringt nicht nur die Computerpower auf den Fernseher, er definiert auch Fernsehen neu. Apple bietet selber Chanels an, welche im Monatsabo gekauft werden können. Und Apple hat Exklusivverträge mit den Hollywood Studios für eigene Kanäle. Man hat alles auf allen iOS Geräten für eine monatliche Gebühr zur Verfügung.

Internet/Fernsehen/Telefonie-Abos werden es schwer haben

Swisscom und Cablecom werden es mit ihren Internet/Fernsehen/Telefonie-Abos schwer haben. Telefonieren kann man mit dem iTV sogar mit dem Bild des Gegenübers. Kostenlos natürlich. Apple kann die Fernseh- und Videokanäle viel günstiger und umfangreicher anbieten. Aber vor allem mit dem Interface auch tatsächlich nutzbar machen. Wer möchte schon durch 500 Fernsehkanäle zappen? Und live-TV wird immer in Konkurrenz zum Archiv stehen. Das macht es für Hollywood interessant, Apple seine Inhalte Exklusiv zu geben – vorerst. Hollywood rechnet damit, dass dadurch mehr ihrer Produktionen (Filme und Serien) angesehen werden.

Realtime Werbung

Apple kann ganz neue Werbeprodukte anbieten. Apple weiss, wieviele und welche Personen vor dem Bildschirm sitzen und weiss auch, wenn jemand eine Werbung am Fernseher sieht, aber auf dem Tablett dann das Produkt ansieht. Apple hat umfangreiche Profile und eine ganze Historie zu den Leuten vor dem Fernseher sitzen. Endlich wird auch am Fernseher ein genaues Targeting möglich und man muss auch nicht mehr auf den nächsten Tag warten bis eine Hochrechnung einer ausgewählten Gruppe angeboten wird. Apple erfasst alle tatsächlichen Geräte (ausser die, die mit einem Androide-Geräte herumsitzen). Es ist also möglich, nicht mehr Werbung einer Sendung zu vergeben sondern Zielgruppen zu buchen.

Packt Apple den Werbemarkt endlich?

Apple war eigentlich noch nie gut im Verkaufen von Werbung. Wird sich das ändern? Wird Apple zu einen Self-Service Werbesystem übergehen, wie es Facebook und Google hat? Es wäre zu hoffen.

 

 

 

Und tschüss Kreditkarte

von Reto Hartinger

Wenn ein Zahlungsmittel nicht mehr aufzuhalten war, dann war es die Kreditkarte. Diese profitiert vom Internetboom und von seiner Omnipräsenz in den Läden. Wieso also dieser doofe Titel?

Die Zahlungsmittel verändern sich. Nicht nur, dass neue Währungen wie Bitcoins dazu kommen, mit den Bonsuprogrammen und Coupons kommen Währungsähnlich Produkte dazu und mit Apple Pay wird die Kreditkarte überflüssig. Zudem könnten grosse Portale wie Facebook ganz einfach eine neue Währung kreieren.  Was heisst das für Kreditkartenfirmen und Banken? Sie haben noch Schonfrist, diese ist jetzt angelaufen und plötzlich wird es ganz ganz schnell gehen.

Ich habe mit zwei Spezialisten gesprochen, beide meinen Apple Pay gehört die Zukunft, Apple hat es einfach begriffen wie Zahlungsabwicklung funktionieren sollte. Noch wehrt sich der Detailhandel in den USA und in der Schweiz braut jeder sein eigenes Süppchen, wie kontaktlos bezahlt werden kann. Das tönt nach vielen Verlierern.

Nicht wegzudenken in der Schweiz ist die Rechnung. Ein leidig umständliches System für alle Beteiligten. Bill Presentment ist bis heute noch etwas für grosse Firmen, das KMU hat das Nachsehen, also kann auch dieses Verfahren nicht so ganz einfach in der Implementierung sein. Wieso hat noch niemand einen Selfservice-Prozess gemacht? Eigentlich unverständlich.

Alle diese Probleme haben mich bewogen, diese in einer Payment und Anreizsystem Konferenz zu besprechen. Wir tippen die Probleme nur an und trotzdem bieten wir neben einem guten Überblick auch handfeste Lösungen, die gleich umgesetzt werden können. Melde Dich jetzt an zu:

03.03.2015 11.30-17.20 , Falcone Konferenzsaal, Birmensdorferstrasse 150, Zürich 

Anreizsysteme und Payment Konferenz

Für Mitglieder CHF 70, Nichtmitglieder CHF 220, Konsumationen extra

12.00-12.40 W3C Web & Payments Initiative 
Stephane Boyera, Web Payment Leader, W3C EMEA
14.00-14.30 Online-Zahlungsart “Kauf auf Rechnung” – Praxis-Tipps für die Evaluation und den Betrieb
Walter Oberli, Senior Consultant & Partner bei Carpathia Consulting GmbH
14.30-15.00 Aktuelle Erfahrungen mit Apple Pay 
Thomas Fromherz,Director Payment & Card Services Netcetera AG
15.00-15.40 Treue: Fremdwort im e-Commerce?
Charly Suter, PostFinance AG undt José Fontanil, Glarotech/PHPeppershop
15.40-16.10 Pause und Networking 
16.00-16.40 Digital Currencies: Die Zukunft des Geldes?
German Ramirez, Consultant, SPARK & STRATEGY
16.40-17.30 Schweizer Startups revolutionieren den Zahlungsverkehr
Moderation: Marc P. Bernegger,Investor, Fintech

Da musst Du dabei sein, als Ecommerce Betreiber oder Payment Spezialist.

 

 

Was sind Sportler nur für Dopinpfeiffen. Es gibt effizienteres

von Reto Hartinger

Keine Tour de France ohne Dopingskandal. In den letzten 50 Jahren hat wohl kein Sportler die Bouclé ohne aufputschendes Mittel gewonnen. Dabei sind die Sportler eigentlich Anfänger oder sie sprechen mit den falschen Leuten. Ärzte haben keine Ahnung, was Technologie heute leisten kann um den Menschen stärker, schneller und intelligenter zu machen. Also zum Beispiel könnte man den Radrennfahrern Nano-Socken verpassen, welche den Muskel unterstützen und diesen gleich 7x mehr Leistung geben. Müde? Nö wird der Radprofi dabei nicht und wenn, dann könnte man ihn mit Hirnströmen pushen. Ein Chip im Hirn (er nimmt seine Leistung aus dem Herzen) gibt bestimmten Hirnregionen Stromstösse ab. Keine unerlaubten Botenstoffe und wenn, sind es körpereigene.

Ich garantiere Euch, solches Doping kommt bald an den Arbeitsplatz. Der Bauarbeiter hat auch einen Bagger zur Verfügung, wieso soll also der Sachbearbeiter oder der Knowledgeworker nicht auch mit mehr Konzentration, mehr Gedächtnis und schnellerem Denken hochgerüstet werden?

Upgrade Mensch, das Internet Briefing vom 9. September in Zürich befasst sich mit dieser Thematik, wie der Mensch in den nächsten Jahren aufgerüstet werden kann. Ich freue mich auf eine spannende Diskussion danach. Das Thema betrifft jeden oder willst Du, dass Dein Kind das einzige ist, das kein Mathegenie ist? Komm, es werden Dir die Augen und der Mund geöffnet.

Gerigate – ein sozialmediales Missverständnis (mit 2 Nachträgen)

von Reto Hartinger

Geri Müller hat etwas getan, was mit den neuen Kommunikationsmedien bzw, den Sozialen Medien öfters vorkommt. Er hat sich in eine Onlinebekanntschaft verliebt oder in etwas verstiegen, was ihn zu Dingen verleiten liess, die er im normalen Leben kaum gemacht hätte. Z.B. hat er Nacktselfies von sich gemacht und versandt. Verwerflich? Wenn die Cyberwelt realer werden soll, dann wird man dazu verleitet. Quasi wie ein Online-Shoppingerlebnis das wir herbeiführen wollen, damit wir online nicht verkümmern, ist ein Nackselfie oder Camsex ein probates Mittel. Wie gefährlich das ist, so solche Beziehungen asymmetrisch empfunden werden oder in die Brüche gehen, musste er selber erleben. Dann kommt schnell einmal die Drohung, dieses Material zu veröffentlichen. Was das für einen Politiker heisst, können wir der heute gezeigten Empörung ablesen. Deshalb tut auch ein Politiker, was bei Normalbürger bei Nötigung oder Erpressung auch tun würde. Er geht zur Polizei. Amtsmissbrauch wird da schnell geschriehen. Aber hallo? Jedem wird geraten sich bei Cyberkriminalität sofort an die Polizei zu wenden. Das darf und kann man einem Politiker nicht absprechen. Und die Empörung über die Nacktselfies kann ich auch nicht verstehen (aber nachvollziehen), der Geri ist Mann und Mensch. Dass Qualitätsmedien hier ein öffentliches Interesse sehen, kann ich auch nicht nachvollziehen aber bei dem Abwärtstrend in dem die Printmedien stecken, verstehen. Es werfe der erste einen Artikel, dem das nicht auch passieren könnte. Praktisch jede bzw. jeder kann in eine solche Situation kommen. Wehe denen, die an einen Betrüger geraten, der dies mit voller Absicht provoziert. Nicht umsonst sind genau diese Nachtbilder bei Jugendlichen das grösste Problem. Den Umgang mit den sozialen Medien/Kommunikationsmitteln muss erst gelernt sein. Der Geri hat nicht viel falsch gemacht, so lange diese Beziehung noch eine Symmetrie hatte. Das Desaster kommt mit dem Einzug der Realität in die Köpfe der Protagonisten.

Nachtrag

Ganz spannend ist, was persönlich.com gemacht hat. Sie hat alle Chefredaktoren der Schweiz befragt, wie sie die Sache beurteilen und ob sie die Story auch gebracht hätten. Nur der Blick hat die Geschichte abgelehnt! Sie wurde ihr bereits Mitte Jun zugespielt. Damit ist klar, dass Geri Müller erpresst wurde. Ihm wird jetzt ein Strick um den Hals gezogen, dass er die Frau nicht strafrechtlich belangt hat. Ich finde einfach peinlich, wie die “Qualitätsmedien” mit dem Fall umgehen. Aber lest die Begründung von

René Lüchinger, Chefredaktor “Blick”
Ich kann dazu folgendes sagen: Wir wissen detailliert von der Geschichte seit Wochen, exakt seit Mitte Juni. Wir haben aus zwei Gründen auf eine Publikation verzichtet:

– ohne in die Details zu gehen: Trotz Chats und Fotos war die Zeugen-Lage und das Verhältnis unter den Beteiligten nicht einwandfrei zu klären.
– es ist ein Grenzfall, was den Persönlichkeitsschutz anbelangt. In den Chats wurde zwar geschrieben, dass die Selfies aus dem Büro des Badener Stadtammanns geschossen wurden. Beweisbar war das aus dem vorhandenen Material nicht einwandfrei.

und natürlich hier noch was die anderen Chefredaktoren geantwortet haben.

Ein spannender Gedanke kommt von Bruno Bucher

Die WeWo via Baur versprach in einem Tweet: “zu gegebener Zeit darüber zu berichten, warum sie die Story nicht gebracht haben.” Bereits im Juni wurde über das Schicksal von Müller wie eine Ware gehandelt. Es gibt also einen Händler. Wie ist er zu dieser Ware gekommen? Hat er sie bestellt? Ich kenne Müller nicht. Aber ist er sexuell hyperaktiv, wie leicht ist es dann, ihn in eine Falle zu locken? War es so, dann ist es eine Social-Media-Geschichte am Ende…

Wenn Brunos Vermutungen richtig sind, dann wird auf GeriGate ein Mediengate und keiner wird sich entschuldigen, dass sie eine Karriere vernichtet haben. Eine andere Frage, ist jetzt nicht die Freundin erst recht suizidgefährdet, wenn alles aus dem Ruder läuft. Es nimmt vielleicht einen ähnlichen Verlauf wie beim Sarasin-Angestellten.

Einige Verleger sehen Geri als nicht mehr tragbar, weil er durch sein Verhalten erpressbar wurde. Hallo? Bei Altbundesrat Delamuraz selig war in allen Redaktionsstuben bekannt, dass er alles vögelt was möglich war. War er dadurch erpressbar? Nein, denn die Presse hat seine Privatsphäre geschützt. Dasselbe gilt für Mitterand – immerhin ein Staatschef mit Atombombenköfferchen. Erpressbar wird ein Politiker nur, wenn wir keine Qualitätspresse haben (ohne Anführungszeichen).

2. Nachtrag: Es geht gar nicht um Pimmel sondern um Politik doch auch unter der Gürtellinie

Bruno hatte voll ins Schwarze getroffen, wie der Tagi jetzt enthüllt

 Ein Spindoktor, der die Frau instruierte, welchen Medien sie ihr Material anbieten soll, ihr zeigte, wie man dabei vorgeht. Dies bestätigte die Frau nun gegenüber dem TA. Sie sei von «Leuten einer Organisation» gedrängt worden, ihnen das Material auszuhändigen. «Vor diesen Leuten hatte ich viel mehr Angst als vor Geri Müller. Sie haben mich stark unter Druck gesetzt.»

Sacha Wigdorovits soll mehrmals versucht haben, Chatprotokolle (an die Fotos ist er anscheinend nicht rangekommen), herumgebogen haben. Davon hat wahrscheinlich Geri Müller auch Wind bekommen.

Die Geschichte war dem «Blick», der «Weltwoche» und der «SonntagsZeitung» im Juli angeboten worden, sie publizierten sie aber nicht. Dann enthüllte die «Neue Zürcher Zeitung» die Affäre um die sogenannte Pornosekretärin in der Bundesverwaltung. Kurz darauf war das Chatprotokoll von Geri Müller wieder im Umlauf.

Dass er daraufhin alles versucht hat diese Veröffentlichungen zu verhindern ist verständlich auch wenn er das ungeschickt gemacht hat. Denn,

Die Zeitung «Schweiz am Sonntag» publizierte die Geschichte nach dem Polizeieinsatz vom 13. August, ohne eine ausführliche Stellungnahme Müllers abzuwarten. Die Chatpartnerin gibt an, dass sie zu dem Zeitpunkt nicht mehr an die Medien gelangen wollte, aber dazu gedrängt worden sei. Sie habe das Material – es handelte sich um Screenshots von Chatprotokollen – der «Schweiz am Sonntag» nicht direkt ausgehändigt.

also nachdem er Druck aufgesetzt hatte. Hätte er kühlen Kopf bewahrt, wäre vielleicht gar nix passiert. Aber was hat Sacha damit zu tun? Es geht nicht um Moral, Sacha zielt auf den Mann, nicht auf sein bestes Stück.

Wigdorovits sitzt im Stiftungsrat der Audiatur-Stiftung, die sich gemäss Darstellung auf ihrer Website «in der öffentlichen Debatte um Israel und den Nahostkonflikt als konstruktive Stimme» versteht. «Sie will im Interesse des Dialogs zu einer ausgewogenen Berichterstattung beitragen.»

Wigdorovits und Müller geraten nicht zum ersten Mal aneinander. In öffentlichen Diskussionssendungen um den Nahostkonflikt traten der Israel-Vertreter und der Palästinenser-Freund wiederholt als Kontrahenten an.

Es geht in Sachen Regionalpolitiker um Weltpolitik, um den Gaza nicht um einen Sexstreifen. Was ziehen wir für einen Schluss? Jeder versuchte für sich etwas herauszuholen und am Ende haben alle verloren. Alle haben sich lächerlich gemacht. Der intrigante kleinliche Strippenzieher, die “Qualitäts”-Medien haben sich wieder instrumentalisieren lassen statt sorgfältiger zu arbeiten.  Die Verleger, weil sie mit vorschnellen Verurteilungen ihre Kompetenz unter Beweis gestellt haben.

Gewonnen haben wir Leser. Endlich blieben wir eine Woche von Blocher und Israel verschont. Israel kommt aber doch wieder mit dieser Story in die Schlagzeilen und Blocher droht mit einem Nacktselfie nachzudoppeln sollten die Medien sich nicht wieder den Ausländernthemen zuwenden

 

 

 

Super Firmen an der Social Media Konferenz

von Reto Hartinger

In zwei Wochen ist wieder das grosse Treffen der Social Media Spezialisten 14 Praktiker geben ihre Best Practices bekannt. Du solltest an der Konferenz 4 Personen kennen lernen. Die Social Media Speialisten dieser Firmen kannst du zum Beispiel kennen lernen:

AKAD Business,ARP, AXA Winterthur,BLKB, Cornèr Banca, Credit Suisse, Debrunner Koenig, Doodle, Galenica,, Helsana, Helvetia, HORISEN, Jucker Farm AG,Kanebo Cosmetics,  McDonald’s, Media Focus, Migros, Neue Aargauer Bank, Neue Zürcher Zeitung , Oswald Nahrungsmittel, PAVATEX,
Postfinance,, RehaClinic AG, Rhätische Bahn, Samsung, SBB, Schweizer Radio und FernsehenSchweizer Milchproduzenten SMPSuva, Schweizerische Post, Swisscanto, Swisscom, UBS, upc cablecom, XING Zürcher Verkehrsverbund

Lerne von den Besten und lerne sie kennen.

Donnerstag 27.03.2014 08.30–17.45 , Kongresshaus Zürich, Gotthardstrasse 5

Social Media Marketing Konferenz 2014

08.30-09.20
Social Media Zukunfts-Szenarien: Big Data, Smart Agents und Artificial Intelligence, und Marketing als… Content
Gerd Leonhard, Futurist, Autor, Blogger, CEO The Futures Agency
09.20-10.00
Wie Social Media für das KMU machbar wird
Dani Niklaus, CEO, Netlive
10.00-10.25
Social Media auf Führungsebene
Salomé Wagner, Founder, Sparkling Stream AG und Christophe Truchet, Gründer/Inhaber Webrelaunch GmbH
10.50-11.20
Social Media Governance
Barbara Müry, Leiterin Social Media Competence Center, Credit Suisse
11.20-11.50
Raiffeisen: Über Geld spricht man nicht. Oder doch?
Dr. Nadine Stutz, Social Media Managerin, Raiffeisen Schweiz
11.20-11.50
Community Building eines Startup: in 7 Monaten zu 4000 Facebook Aktivitäten täglich 
Gian-Franco Salvato, CEO, Attrackting
13.30-
14.00
 
14.00
14.30
Ein Blick hinter das ewig fröhliche SocialMedia Gesicht
Marcel Meier, Inhaber, sutter//meier coaching
Das CRM mit Social Media Daten anreichern
Bruno Jennrich, Geschäftsführender Gesellschafter, Dirage GmbH
14.30-15.00
Co-Creation: The Good, the Bad and the Ugly!
Markus Maurer, Projektleiter Social Media, Customer und Web Intelligence, Migros-Genossenschafts-Bund
16.00-16.30
Vom B2B-Blog zu Social Media
Martin Tobler, Direktor Marketing & Entwicklung, PAVATEX SA
16.30-17.00
Wie aus Usern Superuser werden
Jan Biller, Business owner Social Media / Community Manager, Swisscom
17.00-17.45
AskMcDo: McDonalds Dialog Offensive
Aglaë Strachwitz, Communications Manager, McDonalds
Für Mitglieder Fr. 485.–, Nichtmitglieder Fr. 645.–
Alle Abstracts und Anmeldung: http://internet-briefing.ch/smm14

Ticket Social Media Konferenz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Programm Social Media Konferenz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt anmelden : http://internet-briefing.ch/smm14

 

 

Neue Produkte von Google

von Reto Hartinger

Ich habe vor ca 1 Jahr behauptet, dass Apple vor Google auf 1000 Dollar steigen werde. Begründet habe ich das, dass Google vorwiegend eine One Product Company sei und Apple immer wieder in der Lage sei, neue Produkte zu lancieren. Apple hat nur ihre alten Produkte renoviert, kein neues lanciert. Ich habe behauptet, dass Google eigentlich nur mit Werbung auf der Suchmaschine bzw mit Adwords und Adsense Geld verdient. Stimmt, denn Microsoft macht mit Android mehr Kohle als Google selber. Jetzt hat Google begonnen, die weltweit zweitgrösste Suchmaschine massiv mit Werbung zu bestücken. Niemand kann die Werbung auf Youtube übersehen und die Innovation von Werbemöglichkeiten auf Youtube wie deren Vermarktung stehen erst am Anfang. 2015 erwartet Google, dass 60 % aller Suchresultate auf einem Mobilen Device angezeigt werden. Es ist also so, dass die Cashcow in Gefahr ist. Deshalb diese massive Investition in Youtube-Werbung. Facebook macht es vor, wie man mit Mobilewerbung Geld verdienen kann. Ganz so einfach wird das für Google nicht sein. Herzstück für neue Werbemöglichkeiten ist Google+ bzw. das Google Account. Daraus lassen sich elegant viele soziodemografische Daten und Preferenzen fischen, um den Werbekunden Zielgruppen anbieten zu können.

Neue Produkte von Google? 

Das selbstfahrende Auto, das schon in vielen Staaten der USA zugelassen ist, könnte sich zu einem neuen Produkt entwickeln. Wilde Gerüchte gehen sogar davon aus, dass Google selbst ein Auto baut. Kaum, aber möglich. Bosch zeigt, dass man mit Zündkerzen im Auto sehr viel Geld verdienen kann ohne dass man ein eigenes Auto bauen muss. Aber was hat Google denn genau anzubieten? Es ist nicht das selbstfahrende Auto, es ist das Auto-Betriebssystem!

Das Auto-Betriebssystem

Es hätte von Steve Jobs ausgedacht sein können, denn es wird nicht irgendeine Technik ins Auto eingebaut, welches dieses selbst fahren lässt, das Auto bekommt ein ganz neues Benutzererlebnis. Es wird stressfrei. Man stelle sich das so vor. Ich steige ins Auto und sage, wir fahren zur Arbeit (ist eigentlich auch nicht nötig, denn das Auto merkt sich um welche Zeit wohin gefahren wird und fragt beim Einsteigen, fahren wir zur Arbeit?) oder wir fahren zu Hugo Meier. In diesem Falle sucht sich das Betriebssystem aus der Agenda die Adresse von Hugo und sagt, Freiestrasse 11 in Zürich? Ja. Wir sind in ca 25 Minuten dort. Jetzt kann das System Musik abspielen etc. Je nach Ausstattung verfügt das Auto über mehrere Touchbildschirme (Tablets) welche als onbeard Entertainment  funktionieren oder man unterhält sich oder benutz die selber mitgebrachten Devices.

Es sind wiederum nur Apple und Microsoft, die ein solches System anbieten könnten. Beide sind aber mächtig im Hintertreffen. Microsoft und Apple versuchen das Wohnzimmer zu erobern, Google fährt mit dem Auto an ihnen vorbei. Es kann sein, dass Google einen eigenen Concpetcar baut, um die Industrie unter Druck zu setzen. Welche Rolle kann Motorola hier spielen? Baut Motorola eine Hardware, welche das Betriebssystem beinhaltet? Wieviel Hardware kommt von Google/Motorola? Ganz spannend.

Wo bleibt Apple?

2013 war ein Totalausfall. Doch, doch, die Produkte sind nett. Also mir gefällt vor allem der neue, runde Mac. Wirklich ein guter Wurf, aber ein Nischenprodukt aus vergangener Zeit. Alle Produkte auf Retina Display zu bringen ist auch schön, aber nicht innovativ. Wo bleibt der Fernseher? Wo bleiben die IoT Produkte? Apple muss 2014 liefern! Microsoft und Apple waren und sind noch zu stark mit sich selber beschäftigt, als dass sie neue Produkte auf den Markt bringen konnten.

So drehe ich also meine Empfehlung, Google wird nächstes Jahr der Renner, Apple der Herausforderer und Microsoft wird immer noch um die Rolle kämpfen, die es zu spielen gedenkt.

Innovations-Trends für 2014

Ubiquitous Computing. Allgegenwärtiges Computing. Geht davon aus, dass wir nicht wie bisher ein Gerät hatten, mit welchem wir alles machen (PC/Laptop), sondern die Intelligenz geht in alle Produkte über. Wenn wir das Beispiel mit dem Auto nehmen, dann weiss das Auto wer einsteigt, da es mich am Handy erkennt. Das On-Board Unterhaltungssystem weiss, dass ich auf dem Fernseher gerade eine Serie geschaut habe und wird also, so ich am On-Board Unterhaltungssystem die Funktion Video wähle, den Film an dem Ort abspielen wo ich am Fernseher aufgehört habe. Oder ich schaue die Serie auf der Brille weiter.

Wearable Computing mit möglichen Produkten: Uhr, Brille, Schuhe, Kleider

Internet of Things: Jedes Produkt bekommt einen Chip und einen sensor, wird ansprech-, programmierbar. Dinge können untereinander Daten austauschen, interagieren und selbständig befehle geben bzw ausführen. Wir haben oben bereits das Autobeispiel gesehen, das natürlich mit IoT funktioniert.

Identitätsträger wird entscheidend

Die Schlüsselrolle, man könnte auch sagen das Lock-in, bei diesen Systemen ist der Identitätsträger. Das was mich ausweist als Reto Hartinger. Ich kann nicht jedes mal ein Passwort eingeben wenn ohne mein Hinzutun Dinge etwas für mich erledigen sollten. Bei Apple ist dies die Apple-ID, das i-Tunes Account, bei Google die Google ID bzw. Google+. Da hat Apple auf Google einen Vorsprung. Die Systeme werden untereinander sicher inkompatibel sein. Ich werde nicht mit einer Apple-ID auf einem Androidbasierenden System, oder was auch immer dem Auto für ein Betriebssystem unterliegt, identifizieren können. Die Hardware dazu wird das Handy oder Tablett sein (einfach das Gerät was die ID herumträgt). Ein kleines Schmankerl, natürlich setzen sich 5 Geräte mit 3 verschiedenen IDs ins Auto, aber nur 2 Personen. Aber das ist lösbar. Dämmerts, wieso Google+ ein so zentrales Produkt für Google ist, egal ob auf der Plattform wirklich etwas läuft oder nicht? Hast Du ein Google Produkt, hast Du Google+

Es werden spannende kommende Jahre. 2014 wird der Beginn dieser Produkte sein. Wenn das Tablet die Industrie verändert hat, dann werden es die obigen Technologien noch mehr.

Suchmaschinen Konferenz

04.02.2014 14.00-20.00
Falcone Konferenzsaal, Zürich

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Das CRM mit Social Media Daten anreichern

von Reto Hartinger

Nimmt man alle Sozialen Medien zusammen, sortiert die Dubletten heraus, dann habe ich knapp 6000 Kontakte. Vieleicht sind 300 davon privat. Könnte ich die XING Gruppenmittglieder und die FB Fanpage des Internet Briefings sowie die Kontakte in Gmail auch noch in den Topf werfen, dann ergäben sich vielleicht 8000 Kontakte dies sich für Themen des Internet Briefings interessieren. Welche Themen? Ganz einfach in Google+ habe ich die Leute zu Themengruppen eingekreits, in XING habe ich ihnen Tags zugewiesen, in Linkedin haben die User den anderen Usern selber Kompetenzen zugewiesen und in Facebook habe ich auch Viele in Gruppen eingeteilt. Ja und jedes Mitglied konnte auf der Internet Briefing Page noch seine Interessen ankreuzen.

Ein Fundus an Daten an die ich nur mässig herankomme und die ich nicht zusammenführen kann. Was wenn ich von jeder Quelle das Beste in mein CRM fliessen lassen könnte? Vielen Firmen und Freiberuflern geht es wie mir. Man sitzt auf Schätzen die man nicht heben kann.

Dieses Thema wird von Bruno Jennrich, Geschäftsführender Gesellschafter, Dirage GmbH an der

Social Media Marketing Konferenz 2014

Donnerstag 27.03.2014
Kongresshaus Zürich, Gotthardstrasse 5Mehr Infos

besprochen. Bruno zeigt, welche Daten man wie aus den Sozialen Medien herausfiltern und ins CMS überführen kann. Da solltest Du dabei sein:

Das CRM mit Social Media Daten anreichern

Customer Relationship Management Systeme sind derzeit noch eine Insel. Nahrzu alle Informationen entstammen dem bisherigen Kundenkontakt. Doch das muss nicht so bleiben. Netzwerke wie Xing, LinkedIn, Facebook oder Twitter bieten nämlich zahlreiche Möglichkeiten, den CRM-Datenstamm zu erweitern.
Persönliche Informationen zu den Hobbies und Interessen eines Kunden helfen ihren Mitarbeitern, den Kundenkontakt persönlicher zu gestalten. Aber auch handfeste Vorteile lassen sich gewinnen: Kunden auf der Suche nach Alternativen, Zusatzdiensten oder auch einfach unzufriedene Kunden lassen sich mit Hilfe der Daten aus sozialen Netze ermitteln. Das kann ein Tweet über die Probleme mit dem Produkt eines Mitbewerbers sein, oder ein Xing-Beitrag über Schwierigkeiten mit Ihrem Service.
Fliessen diese Informationen regelmäßig und zeitnah in Ihre CRM-Prozesse ein – entweder durch Erweiterung des bestehenden CRM oder durch Stand-Alone-Add-Ons-, lassen sich pro-aktiv neue Kunden gewinnen, alte behalten und Kundenzufriedenheit und -bindung werden dauerhaft gesteigert.
– Welche Zusatzinfos bieten die sozialen Netze?
– Traditionelle Datenübernahme via Cut & Paste
– So kommt man an bequemer die Daten: Die API’s im Schnelldurchlauf
– Daten sammeln, kategorisieren und aggregieren
– Durch eigene Auswertungsregeln die Problemfälle und Chancen erkennen

Ebenfalls spannend zu diesem Thema ist unser nächstes Internet Briefing mit Jean-Pierre König, Mitgründer der Swiss BigData User Group, Head of Big Data Analytics bei YMC AG:

Big Data

03.12.2013 17.30-20.00

SOMEXCLOUD, Buckhauserstrasse 40, 8048 ZürichMehr Infos

Big Data ist eines der Hype-Themen der IT Branche. Ausgelöst durch mehrere Publikationen von Google entstanden neue Softwareprodukte und ganze Ökosysteme, die den etablierte Markt im Bereich Data-Warehousing und Business Intelligence revolutionieren. Sie ermöglichen die Informationsgewinnung aus Daten, die bislang nicht oder nicht ausreichend beleuchtet werden konnten, z.B. WiFi- und Webserverlogs, Real-time Transaktionsdaten, Soziale Medien und verschiedenste Sensoren.

Jean-Pierre König zeigt auf, wie sich Big Data fassen lässt und beantwortet dabei folgende Fragen:

  • Was versteht man unter Big Data?
  • Welche technologischen Errungenschaften befügeln das Thema, z.B. Hadoop?
  • Was sind die Business Driver (typische Handlungsfelder) für Big Data? Beispiele aus Industrie, Handel und Marketing
  • Welche Chancen und Risiken gehen mit Big Data einher?

Wie aus Usern Superuser werden

von Reto Hartinger

Wir haben User, Followers und Likers, vielleicht sogar massenhaft durch Wettbewerbe und Events generiert. Bravo. Was machen wir jetzt damit?

Letzte Woche war ich an der Sobu Geburtstagsparty im Vis-a-Vis in Zürich. Zwischen 500 und 700 Personen sind gekommen. Nicht schlecht für eine einjährige Firma. Der Aufbau einer Community ist nicht einfach – diese am Leben zu erhalten noch schwieriger.

Eine der eindrücklichsten Communities unterhält die Swisscom. Jan Biller, Business owner Social Media und Community Manager bei der Swisscom wird uns an der Social Media Marketing Konferenz vom 27. März 2014 berichten, wie man aus Community- Member Super-User werden und wie man diese bei Laune hält.

Swisscom Support Community.jpg

Wie aus Usern Superuser werden 

Jan Biller, Business owner Social Media / Community Manager, Swisscom

Das Herzstück einer funktionierenden Community sind die sogenannten Superuser. Diese Stellen den grössten Teil des Contents, haben das ausgeprägteste Fachwissen und verbringen hunderte von Stunden auf “Ihrer” Community.

  • Wer sind diese Superuser?
  • Wie finde ich Sie?
  • Was motiviert oder demotiviert Sie?
  • Wieviel Superuser braucht eine Community?

Jedes Jahr pilgern 250-300 Social Media Spezialisten ins Kongresshaus und holen sich dien neuesten Tipps und Best Practices und sie vernetzen sich untereinander.

Social Media Marketing Konferenz 2014

Donnerstag 27.03.2014
Kongresshaus Zürich, Gotthardstrasse 5Mehr Infos

Social Media Zukunfts-Szenarien: Big Data, Smart Agents und Artificial Intelligence, und Marketing als… Content”

Gerd Leonhard, Futurist, Autor, Blogger, CEO The Futures Agency
Social Media auf Führungsebene
Salomé Wagner, Founder, Sparkling Stream AG
Christophe Truchet, Gründer/Inhaber Webrelaunch GmbH
Social Media Governance
Barbara Müry, Web Strategy Manager, Credit Suisse
AskMcDo: Transparente und authentische Kommunikation
Aglaë Strachwitz, Communications Manager, McDonalds
Wie aus Usern Superuser werden
Jan Biller, Business owner Social Media / Community Manager, Swisscom
Das CRM mit Social Media Daten anreichern
Bruno Jennrich, Geschäftsführender Gesellschafter, Dirage GmbH
Social Media Aggregatoren
Beat Hürlimann, Werber, Social Media Stratege, Publizist, On Search
Ein Blick hinter das ewig fröhliche SocialMedia Gesicht
Marcel Meier, Inhaber, sutter//meier coaching
Co-Creation – The Good, the Bad and the Ugly!
Markus Maurer, Projektleiter Social Media, Customer und Web Intelligence, Migros-Genossenschafts-Bund

Da solltest Du nicht fehlen melde dich jezt an zur:  Social Media Marketing Konferenz 2014

 

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