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Für die Medienwelt wirds brutal

von Reto Hartinger

Jetzt üben wir schon mehr als 10 Jahre und es ist noch keine vernünftige Antwort auf den schleichenen Tod des Papiers in der Medienwelt herausgekommen. Haben das die Verlage überhaupt nötig? Sie melden Rekordgewinne. Ist die Chefetage bei dieser Ausgangslage überhaupt noch nervös genug, um radikale Veränderungen anzugehen? Der Kleinanzeigenmarkt war ein Schlachtfeld das viel Geld gekostet und praktisch nichts eingebracht hat. Es ist zu erwarten, dass dasselbe bei den durch Tablet und iTV ausgelösten Veränderungen der Medien wieder passieren wird. Welches Konzept auch immer – es wird um Geschwindigkeit und Interaktivität gehen. Aus Abonennten werden Communities. Verlage müssen lernen dass es keine Kundenbindung Medien zu Konsument mehr geben wird sondern eine Konsument zu Konsument auf der Plattform des bzw der Medien. Diese Community muss sich über alle Devices auf der Plattform austauschen können. Der Redakteur wird zum Dompteur – Joiz macht es vor. Das Medium an sich gibt es auch nicht mehr, das Medium generiert zur Marke das sich über verschiedene Kanäle an seine Community richtet. Radio, TV, Print, Internet verschmelzen zu einer einzigen Marke über Transportkanäle. Eine Zeitung wird auch am TV gelesen und enthält Videos und es ist fast nicht mehr zu unterscheiden ist das jetzt ein TV-Kanal oder Internet oder weiss Gott was. Zugegriffen wird via Handy, Tablet, PC und TV – ja und es gibt ein Abo für alles. Die Medium-Marke, nennen wir sie mal Blick,  wird 24 Stunden News haben – auf allen Kanälen. Sie werden irgendwann einfach als Print (gratis am Abend für alle, für Abonennten eine Version am Morgen, am Donnerstag als Magazin mit mehr Hintergründen und Community Beiträgen und eine Version am Sonntag) zusammengefasst und ebenso als Nachrichten-Sendung auf de TV. Jedes Ressort wird ständig auf allen Kanälen präsent sein. Man kann Beiträge immer ansehen – auch wenn sie vor zwei Monaten gemacht wurden. Das ergibt neue Berufsbilder:

Der Themen-Manager

Weil der Blick nicht mehr einfach ein Durchlauferhitzer ist, gibt es für jedes Ressort Themen-Manager. Diese stellen Dossiers zusammen die Bestand haben und jederzeit aus jedem Medium abgerufen werden können. Schalte ich den Fernseher ein und gehe ich auf den Blick Kanal – sehe ich sowas wie die Frontpage. Das heisst das was gerade live läuft und ich habe Menüpunkte zu anderen Ressorts. Es kann sein, dass diese auch gerade live etwas im Programm haben, sonst kommt eine Konserve oder zum Beispiel nur grade aktueller Text. Fernsehen heisst inskünftig nicht nur bewegte Bilder sehen. Der Themenmanager bereitet Dossier aus Video, Audio und Print so auf, dass immer etwas spannendes zu sehen ist. Zu allem was läuft kann man auch zu Dossiers springen, während oder nach der Sendung. Der Themenmanager gibt Journalisten den Auftrag kurz eine Stellungnahme von einem Spezialisten via Skype zu machen und speist dieses in die Kanäle ein.

Der Community Redaktor

Er lässt Versionen von guten Kommentaren aus dem Live-Chat oder Kommentarfeld (wie bei Blogs) in die verschiedenen Kanäle einfliessen. Er bereitet diese Kanalgerecht auf. So erscheinen Live-Statements von Zuschauern im TV oder im Donnerstag-Magazin kommen grössere Kommentare oder deren Zusammenfassungen kommen in die Print und Internet/Tablet Versionen. Er ist dafür zuständig, dass nichtssagende Kommentare keine Bedeutung erhalten. Überwacht die Likes und gibt Ranglisten aus und macht Umfragen, deren Resultat er den TV Moderatoren oder Themenmanagern weiter gibt. Der Community Manager ist auch besorgt, dass die Sozialen Medien mit Inhalten befeuert werden und so Traffic auf die einzelnen Themen locken.

Die Leser

Der Leser baut eine Bindung zur Marke auf. Blick begleitet ihn über den ganzen Tag. Er kann sich sein Medienkonsum und die Inhalte individualisieren. Das Medium Blick könnte stärker werden als ein TV-Sender oder eine Tageszeitung. Das Packet wird er abonnieren wollen oder Einzelteile daraus.

Der Webemarkt

Für den Werbemarkt heisst das, ganz ganz genau dort sein, wo das Publikum affin ist. Blöd, jetzt wird auch TV Werbung aufwändig zu buchen und es gibt plötzlich präzise Einschalt und Aktivitätsquoten. Es müssen auch für Auftraggeber Abos her. Key-Account-Manager können im besten Sinne des Werbeauftraggebers auf den verschiedenen Medien Werbung platzieren. Schliesslich entsteht laufend neuer Content, der Werbefläche beinhaltet. Er ist befugt verschiedene Werbemittel ohne Rücksprache mit dem Werbeauftraggeber austesten.

Das Geschäftsmodell

Einnahmequellen sind Abos über alle Kanäle und einzeln, Einzelverkäufe von Beiträgen (eventuell über alle Kanäle aber mit x Artikel, Video gratis – danach bezahlt), Werbung, Werbeadministration, Contentpartnerschaften. Richtig gemacht, könnten TVs in arge Schwierigkeiten geraten, gegen eine solche Marke Blick konkurrenzieren zu können. Wie dramatisch sich das Business-Modell in den USA verändert hat, zeigt diese Grafik.

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Realisierbar?

Alles viel zu teuer, alles viel zu weit in die Zukunft gedacht. Ich weiss. Aber wie lange werden die Verlage für solche Konzepte brauchen? Ich beschreibe die Medien 3.0. Wer Strategien will, die heute umsetzbar sind, der besucht:

09.05.2012 – 13.00 – 15.45 , Messe Zürich

Medien 2.0 – ONE Kongress

http://internet-briefing.ch/onemedien

13.00-13.40 Strategien der Verlage im digitalen Zeitalter
Dr. Marcus Garbe, Geschäftsführer, Transaction Consulting GmbH
13.40-14.30 Zwischen Retweet und Dislike: Herausforderungen für die neuen alten Medien
Jacqueline Badran, Geschäftsführerin Zeix AG Andrea Rosenbusch, Partner Zeix AG
14.30.15.20 Individuelle Tageszeitung: von der Projektidee zum Markttest
Roger Wernli, Head Innovation & Business Development, Previon
15.20-16.00 Round Table

Für Internet Briefing Mitglieder und Gäste Fr. 220.-, Nichtmitglieder Fr. 295.-

Anmeldung

Strategien der Verlage im digitalen Zeitalter
Dr. Marcus Garbe, Geschäftsführer, Transaction Consulting GmbH
Durch die fortschreitende Digitalisierung und der immer höheren Reichweite von Smartphones und Tablet-PCs sei – vergleichbar mit der Entwicklung in USA – ein großes Titelsterben zu erwarten.  
Die Generation der über 40-jährigen bleibt den Kernpublikationen der Verlage (insbesondere den Tageszeitungen) treu – und hinter dieser Lesergruppe verbirgt sich bei den meisten Tageszeitungen mehr als 80 Prozent der Auflage. Im Gegensatz dazu ist die Bindung der jungen Zielgruppen an die Printprodukte nicht gelungen. Die Hoffnung, dass die Jugend „später“ zu den Printprodukten findet, hat sich als Illusion erwiesen. Das Ertrags- problem einer „aussterbenden“ Leserschaft wird bei den Verlagen über Vertriebspreiserhöhungen kompensiert.
Bei den Anzeigenmärkten scheint die Lage leider noch hoffnungsloser: Die Print-Rubrikenmärkte sind weitestgehend verloren. Auch die nationalen Werbebudgets schrumpfen und wandern in Richtung Online-Media. Das größte Risiko für die Verlage liegt bei den Einzelhändlern, die verstärkt Alternativen zur Print-Anzeige testen. Dies liegt zum Einen an neuen digitalen Geschäftsmodellen (z.B. Couponing, Rabattaktionen), aber auch verstärkt an dem Aufbau von eigenen e-Commerce Plattformen, bei denen nun performanceorientierte Online Werbung geschaltet wird, um die Kunden auf die Portale zu locken und zum Kauf auf der Plattform zu bewegen. Marcus bespricht mögliche Lösungsansätze:

  • Kerngeschäft: „More of the same – digitally“
  • (Warum die Einführung von Paid Content so schwierig ist)
  • Hybride Geschäftsmodelle: „Less of the same – digitally “
  • (Medien und Live-Entertainment – eine spannende Kombination für Anzeigenkunden und Leser)
  • Neue Geschäftsmodelle: „Something really new – digitally“
  • (Warum nicht Betten vermieten oder Hundefutter verkaufen?)

Zwischen Retweet und Dislike: Herausforderungen für die neuen alten Medien
Jacqueline Badran, Geschäftsführerin Zeix AG Andrea Rosenbusch, Partner Zeix AG
Unser Informationsverhalten verändert sich rasant mit der explosiven Ausbreitung von Social Media und mobilen Lesegeräten. Wie aber verhalten sich junge Mediennutzer heute tatsächlich? Haben die klassischen Medienhäuser noch eine Chance bei ihnen? Und wie werden der Medienkonsum und die Medieninhalte in Zukunft aussehen? Antworten darauf geben die Referentinnen u.a. anhand einer qualitativen Studie, in der Zeix junge Leute über ihren Medienkonsum befragt hat.
Gestützt auf das Userverhalten wird erläutert, inwiefern klassische Medien in den Dialog eintreten und ihre Themenführerschaft bewahren können. Müssen sich Medienhäuser dazu zu IT- Unternehmen wandeln? Jacqueline und  Andrea bieten eine Auslegeordnung für Handlungsbedarf und – spielraum und zeigen auf, welche Konsequenzen die neuen Kanäle für die Inhalte, Datenhaltung und die Interfacegestaltung der klassischen Medien haben. Anhand konkreter Beispiele gewinnt das Publikum einen Eindruck von Trends und Best Practices. Der Vortrag richtet sich an Medienverantwortliche aller Branchen.

  • Die neuen Medienkonsumenten
  • Welche Strategievarianten stehen Medien offen?
  • Was bedeutet dies für die (Web-)Geschäftsmodelle?
  • Wodurch wird eine gute User Experience erreicht, wenn Medien die Kontrolle über die Kanäle abgeben (müssen)?

Individuelle Tageszeitung: von der Projektidee zum Markttest
Roger Wernli, Head Innovation & Business Development, Previon
Die Medienindustrie befindet sich in einer doppelten Krise. Zum einen in einer wirtschaftlichen, weil das klassische Businessmodell der Werbe- und Anzeigenfinanzierung wegbricht und zum andern in einer strukturellen Krise aufgrund des verändernden Mediennutzungsverhaltens.

Oft kann im klassischen Kerngeschäft keine ausreichende Wertschöpfung mehr generiert werden, was neue Geschäftsmodelle verlangt. Durch die rasante Entwicklung der Digitalisierung und dem Aufschwung von neuen Technologien entstehen neue Marktchancen und die Herausforderung diese neue Technik mit Bestehendem zu verknüpfen.

In diesem Referat werden die Rahmenbedingungen dieses Wandels aufgezeigt und die Beschaffung und Nutzung von Informationsquellen untersucht. Die grund­legenden Eigenschaften von personalisierbaren Mediensystemen werden aufgezeigt.

Es werden Aspekte betrachtet, welche im heutigen Medien­nutzungs­verhalten berücksichtigt werden müssen:

  • Individualisierung
  • Personalisierung
  • Targeting
  • Im Geschäftsmodell der individualisierten Tageszeitung wird auf diese Aspekte und Veränderungen eingegangen.

Round Table

Die verschiedenen angesprochenen Thesen werden mit den Teilnehmern diskutiert.

Anmeldung


Die Zukunft des Bankings

von Reto Hartinger

Die Schweizer Banken sitzen auf ihren E-Banking-Koloss-Lösungen. Das sind mächige Dinger, sie können viel, auch wenn die Usability hier und dort besser sein könnte und nicht alle Dienste und Daten untereinander optimal verlinkt sind. Aber ich frage mich, sind die Schweizer Banken zu ihren zukünftigen Kunden noch kompatibel? Heute wird gutes Geld mit den potenten älteren Kunden verdient. Es wächst eine Generation nach, die sich anders informiert, verhält und nach anderen Werten tickt. Wird es ein Social Media Bankkunden geben? Unterschätzen die Banken die Macht der Crowd? So lassen sich doch Kredite für Privaten oder gar Unternehmen jenseits der Banken für viel bessere Konditionen in kleinen Tranchen von Sparern oder Anlegern direkt besorgen. Eine Win-Win Situation, weil der Anleger wie auch der Kreditnehmer bessere Konditionen erhalten. Die Überprüfung der Seriösität des Angebots übernimmt die Crowd. Fertig Bank. Bei praktisch jeder Bankdienstleistung lässt sich die Bank umgehen. Es ist noch kein Massenphänomen, aber es kann rasch eines werden. Bedenken wir, dass eine Bank, so das Problem erkannt ist, fünf Jahre braucht um eine Lösung hinzustellen, könnte die eine oder andere Bank in ziemliche Schwierigkeiten geraten, falls sie diesen Trend verpasst.
Die Silver-Bankkunden haben eine Bankbeziehung seit 30 und mehr Jahren und sind damit fest in der Hand von einer oder zwei Banken. Das Vertrauensverhältnis ist ungebrochen. Ist es das? Wenn Banken Banken nicht mehr über den Weg trauen, ihnen kein Geld mehr anvertrauen, liegt dann nicht auch der Schluss nahe, dass dieser Zweifel auch auf ihre Kunden überspringen könnte? Ist es nicht möglich, dass die Kunden auf die Idee kommen könnten, einen Teil ihrer Werte ausserhalb des Bankzugriffs zu platzieren? Sollte der Immobilienmarkt tatsächlich ins Schleudern kommen, wäre ich lieber durch viele kleinere Kreditgeber finanziert als durch eine Grossbank die mir Knall auf Fall die Hypothek kündet. Es könnte also auch sein, dass sogar die Kunden mit denen heute das grosse Geld verdient wird, in den nächsten Jahren auf andere Geschäftsform abspringen könnten.
Die Silver-Bankkunden
Wie sich Banken für dieses Segement aufstellen muss, besprechen in der Konferenz “Die Zukunfts des Bankings” fünf renomierte Referenten im Rahmen des ONE Kongresses.
Die Zukunft des Bankings
9. Mai 08.45-11.45 – Messe Zürich
http://internet-briefing.ch/onebanking

Die Schweizer Banken sitzen auf ihren E-Banking-Koloss-Lösungen. Das sind mächige Dinger, sie können viel, auch wenn die Usability hier und dort besser sein könnte und nicht alle Dienste und Daten untereinander optimal verlinkt sind. Aber ich frage mich, sind die Schweizer Banken zu ihren zukünftigen Kunden noch kompatibel? Heute wird gutes Geld mit den potenten älteren Kunden verdient. Es wächst eine Generation nach, die sich anders informiert, verhält und nach anderen Werten tickt. Wird es ein Social Media Bankkunden geben? Unterschätzen die Banken die Macht der Crowd? So lassen sich doch Kredite für Privaten oder gar Unternehmen jenseits der Banken für viel bessere Konditionen in kleinen Tranchen von Sparern oder Anlegern direkt besorgen. Eine Win-Win Situation, weil der Anleger wie auch der Kreditnehmer bessere Konditionen erhalten. Die Überprüfung der Seriösität des Angebots übernimmt die Crowd. Fertig Bank. Bei praktisch jeder Bankdienstleistung lässt sich die Bank umgehen. Es ist noch kein Massenphänomen, aber es kann rasch eines werden. Bedenken wir, dass eine Bank, so das Problem erkannt ist, fünf Jahre braucht um eine Lösung hinzustellen, könnte die eine oder andere Bank in ziemliche Schwierigkeiten geraten, falls sie diesen Trend verpasst.

Die Silver-Bankkunden haben eine Bankbeziehung seit 30 und mehr Jahren und sind damit fest in der Hand von einer oder zwei Banken. Das Vertrauensverhältnis ist ungebrochen. Ist es das? Wenn Banken Banken nicht mehr über den Weg trauen, ihnen kein Geld mehr anvertrauen, liegt dann nicht auch der Schluss nahe, dass dieser Zweifel auch auf ihre Kunden überspringen könnte? Ist es nicht möglich, dass die Kunden auf die Idee kommen könnten, einen Teil ihrer Werte ausserhalb des Bankzugriffs zu platzieren? Sollte der Immobilienmarkt tatsächlich ins Schleudern kommen, wäre ich lieber durch viele kleinere Kreditgeber finanziert als durch eine Grossbank die mir Knall auf Fall die Hypothek kündet. Es könnte also auch sein, dass sogar die Kunden mit denen heute das grosse Geld verdient wird, in den nächsten Jahren auf andere Geschäftsform abspringen könnten.

Wie sich Banken für dieses neue Segement aufstellen muss, besprechen am 9. Mai in der Konferenz “Die Zukunfts des Bankings” fünf renomierte Referenten im Rahmen des ONE Kongresses.

Herausforderung Banking 3.0
Daniel Lütolf, Online-Stratege Marktmanagement, PostfFinance
Das Vertrauen der Kunden gegenüber Finanzinstituten und Banken schmilzt dahin wie Schnee an der Sonne. Laut Berufsprestige-Skala sind sogar Politiker in der Öffentlichkeit beliebter als Bankangestellte! Um diesem Negativtrend entgegenzuwirken, investieren Bankinstitute viel Geld, um ihre Glaubwürdigkeit wieder herzustellen. Leider bleibt es insbesondere beim Thema “Transparenz” meistens bei einer Wortwolke, obwohl gerade Social-Media-Anwendungen geradezu optimal wären, um einen glaubwürdigen Dialog führen zu können. Banken scheuen jedoch den professionellen Einsatz von Social-Media-Tools wie der Teufel das Weihwasser. Erschwerend kommt hinzu, dass branchenfremde Firmen das angestammte Kerngeschäft der Retail-Banken angreifen und mit innovativen Dienstleistungen auf Kundenfang gehen.

Daniel Lütolf erläutert anhand von 5 konkreten Thesen, wie sich Schweizer Retail-Banken in Bezug auf Banking 3.0 optimal strategisch aufstellen können und welche Trends bis 2020 in diesem Umfeld zu erwarten sind.

  • In der “Bank der Zukunft” sprechen wir alles, ausser der Sprache des Kunden!
  • Social-Media-Einbindung und deren aktive Nutzung ist ein nachhaltiger Werttreiber!
  • Kunden wollen auch ein Wörtchen mitreden und mitgestalten, und zwar auf Augenhöhe!
  • Der 0815-Kunde braucht mittelfristig keine Bank mehr!
  • Die künftige Grossbank wird Google, Facebook und Co. sein!


Bank 2.0: Von der Vision zur Realität – echt schweizerisch
Dr. Richard Dratva, Strategiechef, CREALOGIX
Bank 2.0: Von der Vision zur Realität – echt schweizerischDr. Richard Dratva, Strategiechef, CREALOGIX
Die Ausgangslage für das Referat ist das neue und veränderte Verhalten der Bankkunden, welches durch die neuesten Technologie-Entwicklungen getrieben wird.Im ersten Teil des Vortrages wird anhand einiger Trends kurz aufgezeigt, wie es auf technologischer und gesellschaftlicher Ebene zu dieser Umwälzung gekommen ist und warum nun endlich auch die Finanzbranche in der „2.0“-Ära angekommen ist.
Im zweiten Teil wird vorgestellt, wie die Banken konkret auf solche Herausforderungen reagieren können und wie eine moderne E-Bank 2.0 IT-Architektur aussehen sollte.Im dritten Teil wird der Fokus auf ein hochattraktives Bank 2.0 Teil-Angebot gelegt: PFM (Personal Finance Management), ein neuer Ansatz zur Verwaltung der persönlichen Finanzen.
Themen in der Übersicht:· Ist Bank 2.0 wieder nur ein Hype?

  • Warum bei Bank 2.0 die IT-Welt Kopf steht
  • Die neuen 2 Ebenen des E-Banking 2.0
  • Von der Transaktions- zur Kundenbetreuungsplattform
  • Das neue Kunden-Cockpit
  • PFM: attraktive Einstiegschance für Banken ins Thema Social Media
  • Wie lässt sich „Social Curiosity“ im Online Banking nutzen?


Content 2.0 – Corporate Rockstars auf die Bühne
Ralph Hutter, Programm Manager e-Channels., Finnova Bankware AG
Der Social Media Hype und das App-Fieber der vergangenen Jahre haben Spuren hinterlassen. Spuren von ersten Gehversuchen: Iconflut auf Corporate Websites, Smartphone Apps mit Crap-Features, verwaiste Twitteraccounts und lahme Facebook Corporate Pages. Ist das alles, was von den visionären Strategien übrig geblieben ist?

Die Geschichte wiederholt sich. Einmal mehr ist es nicht die Technologie sondern die Inhalte und deren zeitgemässe Adaption auf den elektronischen Kanälen. Dabei sitzen viele Unternehmen auf Goldschätzen. Professioneller Content, hochwertige Publikationen und kompetente Autoren verbleiben oftmals auf Hochglanzpapier oder hinter passwortgeschützten Wällen.

Ralph Hutter skizziert eine Vorwärtsstrategie mit den 3 Erfolgsfaktoren für eine zeitgemässes Content Marketing und fordert: “Corporate Rockstars auf die Bühne”.


Welche Bank wünscht sich die nächste Kundengeneration
Dr. Andrej Vckovski, CEO, Netcetera
Die neue Generation von Bankkunden stellt Banken und ihre IT vor neue Herausforderungen. Sie beschäftigen sich mit anderen Finanzfragen, sind aktive Benutzer neuer Technologien, wollen schnelles Feedback, fordern stärkere Interaktion und Transparenz, haben punkto Geheimhaltung und Datensicherheit neue Vorstellungen und konsultieren auch für Finanzfragen Blogs und Foren.

Die Banken von heute sind mit Systemkomplexitäten, Komponenten & Daten-Redundanzen und fehlender Agilität konfrontiert, propagieren Self-Service Portale, können ihre Services nicht über alle Kanäle anbieten und zeichnen sich durch eine fehlende service-orientierte Architekturstrategie aus. Die User Experience leidet aufgrund rigider Frameworks und Manuals, Altlasten diktieren den IT-Alltag und beeinträchtigen die rund um die Uhr Verfügbarkeit.

In diesem Referat geht Andrej Vckovski den Umwälzungen in der Finanzbranche auf die Spur und analysiert die Herausforderungen im Bereich IT im Detail. Er bespricht Lösungsszenarien und zeigt konkrete Empfehlungen auf, wie Banken und ihre IT den Anforderungen der Generation „Y and beyond“ erfolgreich begegnen können.

Cloud Computing für Anbieter und Anwender hinterfragt

von Reto Hartinger

Am nächsten Zürcher Internet Briefing, das ausnahmsweise nicht am ersten Dienstag des Monats stattfindet – wegen Feiertags – sondern am 9. Mai an der ONE Konferenz, analysiert Ronnie Brunner was Cloud Computing heute dem Anbieter und dem Anwender bringen. Ich habe die Slides gesehen und bin beieindruckt wie Ronnie Vor- und Nachteile von Cloud Computing den normalen Anwendungen gegenüberstellt und berechnet, wie und wieso sich ein Cloud-Dienst für Anwender wie auch für Anbieter rechnet. Zum Beispiel rechnet er Grenzkosten, Opportunitätskosten und den Zeitwert des Geldes. Minuziös betrachtet er alle Aspekte, Versprechen und Risiken und zeigt deren Konsequenzen auf. Das solltest du dir nicht entgehen lassen, melde dich an

Danach werden wichtige Cloud-Dienste und deren praktischer Nutzen vorgestellt.

Wie Entwickler viel Zeit, Ärger und Geld sparen

von Reto Hartinger

Manch ein Entwickler denkt, dass er aus Büchern oder dem Web alles lernen kann, um seine aktuellen Probleme bei der Entwicklung von Software oder einer Webapplikation lösen kann. Stimmt. Nur, diese Methode braucht oft sehr sehr viel Zeit. Deshalb habe ich mir gedacht, wie wäre es, wenn der Entwickler die häufigsten Knacknüsse der Softwareentwicklung und deren Lösung kompackt an der ONE Konferenz präsentiert bekommt. Dasselbe mit dem Interface Design. Endlose Diskussionen könnten nach dieser Session ein schnelles Ende finden. Abgerundet wird der Track für Entwickler mit einem Einblick in Test Driven Development und der Cloud Datenbank von Amazon. Diese Session erspart dir viel Zeit, Ärger und Geld. Ein Muss für den modernen Entwickler und Projektleiter.

Web-Development – ONE Kongress

10.05.2012 – 08.45 – 11.45 , Messe Zürich

08.45-09.20 Die 8 grössten Knacknüsse bei der Softwareentwicklung und wie sie gelöst werden
Lukas Eppler, Simplificator
09.20-10.00 7 goldene Regeln für den Aufbau eines funktionalen Interfaces: Konzeption, Technik, Sicherheit, Praxisbeispiele
Ivan Schwab-Germann, CEO, Intersim AG
10.00-10.40 Amazon SimpleDB – Chancen einer Cloud-Datenbank
Louis Brauer, CEO, PIXELTEX
10.40-11.30 Test Driven Development in der Praxis
Markus Gallagher, Entwickler, Edorex Informatik AG

Anmeldung: http://internet-briefing.ch/onedev


Die 8 grössten Knacknüsse bei der Softwareentwicklung und wie sie gelöst werden
Lukas Eppler, Simplificator
Probleme kennen wir alle, Lösungen müssen her. Lukas bespricht wie wir die 8 grössten Erfolgshindernisse bei der Softwareentwicklung in den Griff bekommen:
– Erwartungshaltung: Implizite Anforderungen
– Brainstorming vs Ausführung
– Sichtbarkeit von Problemen für Coder / Kunden
– Aufwandsschätzungen: 80/20 – Paretoverteilung
– Automatisierte Qualitätssicherung
– Outsourcing als Kostenfalle
– Kanäle der Kommunikation: Brief, Mail, Telefon, Skype, face to face
– Unterbrechungen / The State of Flow

7 goldene Regeln für den Aufbau eines funktionalen Interfaces: Konzeption, Technik, Sicherheit, Praxisbeispiele
Ivan Schwab-Germann, CEO, Intersim AG
Wir nehmen eine bekannte und weit verbreitete Problemstellung: Zwei Software-Komponenten brauchen eine Schnittstelle. Leider ist dieses Szenario in vielen Fällen problembehaftet. Die Gründe sind vielfältig, liegen aber oft nicht an der technischen Umsetzung, sondern an der Konzeption, der Performance, der Verfügbarkeit und anderem. Um das zu vermeiden, müssen konkrete Antworten auf folgende Fragen her:

  • Konzeption der Schnittstelle
  • Performance-Aspekte
  • Sicherheits-Aspekte
  • Transport-Layer, Architektur (SOAP, REST)
  • Datenformat (JSON, XML)
  • Change Management

Amazon SimpleDB – Chancen einer Cloud-Datenbank
Louis Brauer, CEO, PIXELTEX
Die Anforderungen an die Einfachkeit, Flexibilität und Skalierbarkeit von Web-Datenbanken steigen ständig, während aber gleichzeitig die Budgets für Know-How, Administration und Redundanz enger werden. Die Amazon SimpleDB, Teil der Amazon Web Services, kann hier eine interessante Lösung darstellen. Ohne Fixkosten, Setups und Administration bietet SimpleDB eine einfache, aber sehr schnellen Key/Value-Datenbank an, welche dank umfangreichen SDKs sehr einfach in bestehende oder neue Web-Applikationen eingebunden werden kann. Neben zahlreichen “For-Free”-Features gibt jedoch auch Einschränkungen, welche berücksichtigt werden müssen. Ein Key/Value-Storage erfordert ausserdem ein “Umdenken” in der Anwendungsentwicklung. Das Referat möchte einerseits aufzeigen, wie heute Dank SimpleDB Web-Applikationen in kürzester Zeit entwickelt werden können, ohne dass auf spezialiertes Datenbank- oder IT-Know-How aufgebaut werden muss. Egal ob Tausend oder 1 Millarde Datensätze, SimpleDB wächste automatisch mit. Anderseits kann SimpleDB einfach in bestehende Applikationen integriert werden um bestehende Infrastrukturen zu entlasten und Entwickler wie DB-Admins das Leben erleichtern.

Test Driven Development in der Praxis
Markus Gallagher, Entwickler, Edorex Informatik AG
Die testgetriebene Entwicklung erlaubt das Erstellen von Software welche die Anforderungen durch minimalen Code erfüllt. Analog zu SCRUM zeichnet sich TDD durch das iterative Vorgehen aus und resultiert in Software von hoher Qualität. Markus bespricht die Grundlagen, dessen Vorteile und zeigt die dazu benötigen Werkzeuge auf. Er erläutert welche Stolpersteine bei der Umsetzung von TDD zu bewältigen sind.

  • Grundlagen und Motivation
  • Was ist Test Driven Development?
  • Wieso sollte man es anwenden?
  • Werkzeuge welche den Prozess erleichtern
  • Komplexe Situation: Isolation der Testfälle mit Stubs und Mocks
  • Gängige Fehler beim Test Driven Development?

Anmeldung: http://internet-briefing.ch/onedev

Die Marke macht sich auf den Sozialen Medien selbständig

von Reto Hartinger

Die Theorie sagt: Über die Marke wird sowieso gesprochen, ob Du mitmachst oder nicht, entweder am Stammtisch oder neu eben in den Sozialen Medien. Vor diesen dummen Sozialen Medien haben jetzt alle Schiss. Man könnte negative Kommentare in Facebook oder in Blogs erhalten. Na und? Wochenlang haben sich Jack Wolfskin und die Bloggerszene Duelle geliefert, bei Shell und BP jagte während über einem Jahre eine PR Katastrophe die andere. Resultat? Ich kannte Jack Wolfskin und ihr Logo nicht, heute kann ich ohne Nachdenken den Namen nennen und kenne ihr Logo. Würde ich einen Bogen um die Produkte von BP und Shell machen? Kaum. Irgendwie habe ich im Laufe der Zeit sogar Mitgleid mit diesen Marken aufgebaut und bin ihnen sogar wohlgesinnt. Das mag anderen anders ergehen. Eine zweite Theorie sagt nämlich: Egal ob negativ oder positiv von einer Marke gesprochen wird, hauptsache es wird gesprochen. Negatives wird wieder vergessen, die Erinnerung an die Marke bleibt und das ist die Hauptsache.

Vielleicht sollte man die Entrüstung über eine Firma sogar noch schüren oder wenn es passiert sollte man es vielleicht so richtiggehend auskosten, Öl ins Feuer legen. Macht das die SVP nicht ständig? Hauptsache alle haben einmal von einem gehört. An der Sozial Media Marketing Konferenz behandeln wir das Thema. Die beiden Referenten werden kaum meiner Meinung sein (aber wer ist das schon?).

Referent Daniel Graf war bei Greepneace und weiss ganz genau wie man eine Kampagne gegen eine Marke fährt und wie Shitstorms aufgezogen wird und Barbara Schwede bespricht wie Krisenkommunikation gemacht wird.

Brandbeschleuniger Social Media: Woraus ein „Shitstorm“ entsteht und wie man darin überlebt
Barbara Schwede, Community Management, barbaraschwede.ch Daniel Graf, Social Media Campaigning, Feinheit.ch
Die nächste Krise kommt bestimmt. Mit Social Media haben sich die Spielregeln geändert: Die Kritik folgt im Sekundentakt. Zwei Fachleute zeigen an Praxisbeispielen auf, wie sich Empörungswellen aufbauen und mit welchen Strategien Unternehmen auf diese Herausforderung reagieren können.

Ganz spannend finde ich auch, wenn Firmen zu lau sind, um die Sozialen Medien richtig zu bedienen und deren Marken von Privatpersonen gekapert werden. So gibt die SBB über Twitter Auskunft über Verspätungen und sonstige Probleme. Nur, der Twitter-Account gehört gar nicht der SBB. Lange hat man gar nicht gewusst, wer dahinter steckt. Ich glaube jetzt ist es den SBB bekannt, wie sie sich mit den freiwilligen “Mitarbeitern” arrangiert haben, weiss ich nicht. Wäre spannend in einem Kommentar zu hören.

Die Coop hat zwar eine Sozial Media Strategie, sie geht aber einigen Fans zu wenig weit. Die haben kurzerhand https://www.facebook.com/CoopKinder eingerichtet und berichten hochprofessionell über Belange der Firma. Sie betreiben Community Management. Eigentlich der Traum jeder Marke, wollen wir nicht solche Ambassadoren, die sich für das Wohl von Firmen und Marken engagieren? Meist ist die Reaktion darauf aber negativ – statt als Freunde, werden sie als Feinde angesehen. Ob das bei Coopkinder auch so war, erfahren wir direkt von den Coopkinder-Machern, die erstmals ihre Identität lüften werden. Spannend.

Coopkinder Im Namen der Marke aber ohne Auftrag
MR, Macher von Coopkinder 

Der Initiant der Coopkinder Social Media Aktivitäten spricht erstmals persönlich über Idee, Beweggründe und Reichweiten. Als Fan der Marke Coop startete er gemeinsam mit drei Kollegen im Dezember 2011 zwar im Namen der Marke jedoch ohne Auftrag. Das Quartett kommuniziert selbständig auf verschiedenen Plattformen und stärkt dennoch das Marketing des Detailhändlers. MR zeigt am realen Beispiel die neue Rollenverteilung der Unternehmenskommunikation auf und dass bisher geltende Kommunikationsregeln aufgelöst werden können.
Die Coopkinder-Macher zeigen die technischen und kommunikatorischen Möglichkeiten und Grenzen einer solchen Fan-Kommunikation auf. Wo liegen Gefahren für Unternehmen, wenn die vermeintliche Corporate Stimme von aussen stark (wahrgenommen) wird.

  • Was ist coopkinder, wer macht was und warum
  • Warum macht Coop nicht mit?
  • Warum sind coopkinder anders als MigrosKinder (Studie FAP Kooperationsbereitschaft)
  • Zusammenarbeit mit Coop und Erfahrungen mit der Coop Geschäftsleitung
  • Nächste Ausbauschritte
  • Gefahren und Möglichkeiten eines Unternehmens mit soetwas umzugehen.

Zwei Aspekte der Markenführung die Neuland sind und über die wir uns ernsthafte Gedanken machen sollten. Ich bin der Meinung, dass wir beides zu defensiv ansehen. Wir fühlen uns einfach bedroht weil wir die Kontrolle über die Ereignisse nicht haben. Wir haben einfach noch nicht die Zweiwegkommunikation gelernt. So lange wir meinen wir können weiterhin in den Sozialen Medien einfach was rausposaunen und die Leute müssen das liken und weiter verbreiten, so lange haben wir die Mechanismen der Sozialen Medien nicht begriffen. Da schliesse ich mich mit ein.

Ich hoffe ich sehe Dich an der Sozial Media Marketing Konferenz.

Internet Briefings am 1. Mai?

von Reto Hartinger

Ich habe mal fröhlich mit Referenten Briefings für den 1. Mai in Zürich abgemacht. Ja, bis ich gemerkt habe, dass der Tag der Arbeit heilig ist. Was machen? Da komme ich doch auf Entzug. So habe ich TechTalk und Briefings einfach an die ONE Konferenz in die Messe Zürich verlegt. Als Mitglied bist Du wie immer gratis dabei. Die ONE Besucher können für CHF 80 teilnehmen. Also wie gehabt, einfach an einem anderen Ort und einem etwas anderen Format. Melde Dich jetzt an, damit Du sicher einen Platz hast, weil diese Sessions mit dem ONE Konferenzprogramm beworben werden.

Internet Breifing

09.05.2012 – 16.30-19.00 , Messe Zürich

Cloud Computing

http://internet-briefing.ch/onecloud

16.30-17.10 Wirtschaftlichkeit von Cloud Computing
Ronnie Brunner, Mitglied der Geschäftsleitung, Head of Solutions, Netcetera
Salesforce Chatter – Eine neue Art der Zusammenarbeit in Unternehmen
Michael Gisiger, Online Communication & Marketing Manager, PARX
17.10-19.00 Cloud-Dienste die den Business-Alltag erleichern
SecureSafe – die hochsichere zentrale Ablage für alle wichtigen Dokumenten
Dr. Tobias Christen, CTO, DSwiss AG
Google Apps for Business – Collaboration in der Cloud mit Google
Beat Käch, Managing Partner, PARX
connex.io: Schluss mit Adressdatenchaos
Marcus Kuhn, CEO und Gründer von connex.io GmbH h
Run my Accounts: Die Cloud-Buchhaltungs-Maschine
Thomas Brändle, CEO, Run my Accounts AG

Für Internet Briefing Mitglieder gratis, Nichtmitglieder Fr. 80.-

Anmeldung: http://internet-briefing.ch/onecloud

Wirtschaftlichkeit von Cloud Computing
Ronnie Brunner, Mitglied der Geschäftsleitung, Head of Solutions, Netcetera
Einer der Haupttreiber, der das wirtschaftliche Potential von Cloud Computing bestimmt, ist der Skaleneffekt. Die Kombination von sehr grossen, dicht gepackten und automatisierten Daten-Zentren, die virtualisiert und standardisiert in Selbst-Bedienung verwendet werden können, mit statisch geglätteter Nachfrage von potentiell Millionen von Benutzern, reduziert die jährlichen Kosten pro Benutzer soweit, dass sie allenfalls sogar durch Werbeeinnahmen gedeckt werden können und somit im Extremfall für den Kunden gratis angeboten werden können.

In diesem Vortrag werden die wichtigen Konzepte aus den verschiedenen Perspektiven vorgestellt. Auf der Anbieterseite: “pay-as-you-go” (keine langen Verträge, Kosten gemäss tatsächlicher Nutzung), Mandantenfähigkeit, Automatisierung; auf der Kundenseite: Verlagerung von Investitionskosten in direkte Ausgaben, verbesserte Aufnahme von ”Best Practices”, einfachere Zusammenarbeit mit Partnern; und auf der Markt-Seite: vom “Freemium” Business-Modell zu behördlichen Auflagen und Datenschutz-Gesetzen im Markt.

Nach einem zusammenfassenden Blick auf das fundamentale Wirtschaftsmodell, das Cloud Computing so attraktiv macht, werden die ökonomischen Konsequenzen aufgezeigt, die eine Verlagerung von IT Dienstleistungen in die Cloud bedeuten, aus der Perspektive sowohl der Benutzer, als auch der Anbieter.

Anmeldung: http://internet-briefing.ch/onecloud

Techtalk:

09.05.2012 16.45-18.00 , Messe Zürich

How to fail at Agile

http://internet-briefing.ch/onefail

This english session is free for internet briefing members, others CHF 80


Scrum is not going to solve your problems, it’s just going to make all of them in-your-face obvious, every day. The challenge of Agile software development lies not in perfection, but in addressing failure. Fail early. Fail often. Don’t to fail the same way twice. Discover concrete ways to inspect and adapt your system. Fail at something new.
Be transparent. Identify failure, and react to it (a wise Texan once said, “The first rule of holes: when you’re in one, stop digging.”)
No-one wants to work on a failing project. Nearly everyone wants to be on a creative project. Make failure OK for your project teams in ways that promote innovation. Show improvements.
It’s not your job as Agile Coach to prevent the team from making mistakes.
It’s your job as Management to be prepared to meet failure head-on.

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Google+ ist deutlich cooler geworden

von Reto Hartinger

Bemerkt hat es niemand, interessiert auch nicht: Google+ ist seit gestern deutlich cooler geworden und hat einen Schritt zum Kommunikationstool gemacht. Facebook wird oft zum Kontaktieren von Freunden benutzt. Man macht schnell was ab. Das kann man jetzt auch problemlos mit Google+. Man sieht wer von seinen Freunden online ist und kann mit ihnen Chatten – Text, Audio oder Video. Google+ ist schon deshalb stärker, weil es Gruppen Videochats gibt. Das könnte ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal sein. Google+ hat auch Eigenschaften von Wave gelernt (hm, ein Vater von Wave arbeitet jetzt bei Facebook). So sind Waveposts die besseren Diskussionen als in Facebook. Man kann heute sagen, dass Google+ in Sachen Ideenaustauschen besser ist als Facebook. Facebook ist – ich zeig auch mal was ich habe, ihr dürft euren Senf dazu geben. Google+ ist: Ich habe diese Meinung/Idee diskutiert/kommuniziert mit mir. Google+ lädt zur echten Kommunikation ein. Da man sich auch einfacher mit Personen verbinden kann, kann Google+ zum Tool zum Austausch von Gedanken über Themen werden. So werden die Kreise endlich spannend. Google+ hat wie eigene Kreise (Interessensgebiete) gemacht z.B. Technik. Man kann darin spannende Personen und ihre Beiträge finden. So zum Beispiel Linus Torvalds und kann diesen einkreisen oder seine öffentlichen Posts kommentieren. Was allerdings der Button “allen folgen” soll, ist mir schleierhaft da man ja gar nicht weiss wieviele Personen sich dahinter verbergen. Könnten gerne 20 000 sein.

Das eigene Profil kommt auch spannender daher als jenes von Facebook. Man wird definitiv durchsichtiger. Es wird die Datenschützer erschrecken.

Google ist eine deutliche Differenzierung gelungen. Aber es herrscht immernoch leere.Ich kann mir vorstellen, dass Google+ mein Businesstool und Facebook mein Privattool wird. Dann aber müssten die Posts in Google+ zunehmen.

Werden Deine Social Media Aktivitäten von der Presse wahrgenommen?

von Reto Hartinger

Beim Berner Internet Briefing zum Thema Facebook im Business hat während der anschliessenden Diskussion hat Monika Dellenbach vom Kursaal Bern eine spannende Story erzählt. Sie hatten nicht viel Geld um das Asiatische Restaurant im Kursaal zu pushen, dafür eine gute Idee. Sie haben während einigen Wochen via Facebook Fanpage. Testesser eingeladen. Diese haben fleissig getestet und gepostet. Das hat dem Kursaal nicht nur viele Sympathien eingebracht, die Presse ist auf die Aktion aufmerksam geworden und alle lokalen Zeitungen und Telebärn haben darüber berichtet. Im Verlaufe der diskussion sind immer mehr erfolgreiche Beispiele erwähnt worden, bei welchem die Presse via Sozialen Medien auf ein Unternehmen oder eine Aktivität des Unternehmens aufmerksam geworden ist. An der Social Media Marketing Konferenz spricht der Blogger und BlickamAbend Blattmacher Thomas Benkö, wie Journalisten auf Stories aufmerksam werden , notabene via Twitter.

Wie Journalisten Twitter nutzen
Thomas Benkö, Blogger und Blattmacher bei BlickamAbend

Twitter hat sich zur Breaking-News-Promi-Quote-Fettnäpfchen-Tritt-Schleuder entwickelt. Egal, dass Facebook eine grössere Nutzerzahl hat als Twitter. Hier sind die Opinion-Leaders. Die Sendungsbewussten. Die Selbstdarsteller. Die oberen 10‘000 des Social Webs. Während man früher Reporter auf die Pirsch nach Quotes von Prominenten oder heissen Storys schickte, flattern sie nun dank Twitter frei Haus in die Redaktion. Es gilt nur, sie zu finden. Dies geschieht auf zwei Arten: Entweder zufällig bei der Sichtung des Twitter-Streams. Oder durch aktive Suche. Aber natürlich gibt es für die einschlägige Klientel Tricks, damit Journalisten eher auf die richtigen Tweets aufmerksam werden.

  • Fallbeispielen, wie Journalisten auf eine Story aufmerksam wurden
  • Wie Viktor Giacobbos Strandung in Capetown medial ausgeschlachtet wurde
  • Wie Politiker dank Twitter ihre Statements losbringen
  • Wie Firmen ohne PR-Agentur Messages rüberbringen
  • Wie man bei Breaking-News zur Quelle kommt
  • Welchen Leuten man folgen soll und welchen nicht
  • Wie man in der Twitter-Spähre selbst wahrgenommen wird
  • Und: Ab wie vielen Followern bin ich cool?
  • Da solltest Du dabei sein – melde Dich zur Social Media Marketing Konferenz an! Es gibt eine ganze Reihe von Journalisten die ein Twitter Account haben. Hier eine Liste von Twitter-Journis.


    Agile Softwareentwicklung

    von Reto Hartinger

    Die Wasserfallmethode hat ausgedient, aber SCRUM oder andere agile Methoden sind vielerorts noch schrecklich im Experimentierstadium. Die Methoden sind einleuchtend, glasklar und mit vielen Tools breit unterstützt. Trotzdem – Scrum ist gewöhnungsbedürftig. Alle müssen zuerst ihre Rollen lernen und einige Probleme sind zu Beginn eher ungelöst. Ich behaupte, dass die meisten ersten SCRUM-Projekte irgendwann und irgendwo in eine Sackgasse geraten, einfach weil vieles noch nicht wie nach Theorie läuft und Best Practices noch unbekannt sind. Ich habe mir überlegt, welches wohl die Probleme sind, die auch bei den Agenturen und Auftraggeber die bereits Scrum im Einsatz haben, noch weitgehend ungelöst sind. So ist die Session SCRUM Einsteiger und SCRUM Erfahrene spannend und zwar für alle Rollen.

    Herausforderungen agiler Softwareentwicklung

    09.05.2012 – 13.00 – 15.45 , Messe Zürich

    Für Internet Briefing Mitglieder und Gäste Fr. 220.-, Nichtmitglieder Fr. 295.-

    13.00-13.45 SCRUM und Agile Software Entwicklung
    Aniello Bove, COO & Partner, INM AG
    13.45-14.35 Agile User Experience
    Philipp Murkowsky, Senior User Experience Consultant, Puzzle ITC, Bern
    14.30-15.00 Wie passt Agile Entwicklung in starre Budgets?
    Timo Bezjak, Projektleiter, Liip AG
    15.00-15.45 Fallstudie: Funktioniert Agile Entwicklung in verteilten Teams?
    Arthur Hefti, CEO,CATsoft Development GmbH

    Wohin geht das Social Web? Dr. Helmut Becker, Vorstand von XING, spricht in Zürich

    von Reto Hartinger

    Früher haben wir es Web 2.0 genannt und nach zwei Jahren fragten wir uns schon, ob das bereits alles gewesen ist. Trend war Web 2.0 bereits, aber so richtig abgefahren ist es, als wir es Social Media zu nennen begannen. Irgendwie stehen wir auch heute nach einigen Jahren Social Web noch ganz am Anfang. Jetzt hat Social Media auch Google erfasst. Fast panikartig haben sie eine Strategie entwickelt und mit Google+ umgesetzt. Gähnende leere herrscht. Wer zu spät kommt wird bestraft. Das wird aber nicht das Letzte sein, das wir von Google in dieser Sache gehört haben. Zu den Frühen im Web 2.0 gehört XING oder damals OpenBC (offener Business Club). Die haben einen guten Börsengang hingelegt, viel Geld in die Kasse bekommen, stehen aber trotzdem unter Innovations-Druck. Facebook und LinkedIN sind hart Konkurrenten. XING musste sich gut überlegen, wohin die Sozialen Medien steuern, um eine Vorwärtsstrategie umzusetzen, die 2012 ausgerollt wird. Dr. Helmut Becker, Vorstand von XING, spricht in Zürich an der Internet Briefing Social Media Marketing Konferenz:

    Dr. Helmuth BeckWohin geht das Social Web?
    Dr. Helmut Becker, Vorstand, Chief Commercial Officer, XING AG
    Über 1 Milliarde Menschen nutzen Soziale Netzwerke. Doch ihr Einflussbereich geht längst über die einzelnen Webseiten wie Facebook, XING, Twitter & Co hinaus. Mittels APIs, Apps und sozialen Plugins hat sich das Social Web zu einer Infrastruktur entwickelt, die nicht nur das Internet, sondern auch unseren Lebens- und Berufsalltag durchdringt. Anhand der aktuellsten Produktentwicklungen von XING – etwa der public API- zeigt Dr. Helmut Becker, wie man heute arbeitet: vernetzt.

    • Das Social Web als Infrastruktur: APIs, Apps und Social Plugins
    • Konsequenzen für die Produktentwicklung von XING
    • Neues von XING

    Ich bin gespannt auf einen Mann, der am Drücker eines Dienstes steht, den ich täglich benutze. Wie wird sich XING in meinem Arbeitsalltag behaupten? Wird XING eine Marketingmaschine für Business, wie Facebook es bereits ist? Entwickelt sich XING eher zu einem Business-Tool? Das solltest Du Dir auch anhören. Sei dabei, bei der Social Media Marketing Konferenz!

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