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Wie war das nochmals mit der New Economy?

von Daniel Niklaus

Mit 35 Leuten ging die Finanzplattform MarketWatch 1999 an die Börse. Ursprünglich wollte MarketWatch nur 10 Dollar pro Aktie. Nach drei Investorenrunden belief sich der Ausgabepreis auf 17 Dollar pro Aktie. Am ersten Tag rissen sich die Investoren die Aktien gegenseitig aus der Hand und das Unternehmen schloss am selben Abend bei 130 Dollar. Die 35 Nasenfirma erzielte an einem Tag einen Marktwert von einer Milliarde Dollar. Bis der Crash kam.

Im Jahr 2000 fiel der Aktienkurs auf unter einem Dollar. Die Firma war nur noch leicht mehr Wert, als sie Cash bessas. Wenn die Firma auch keine “Zukunft” mehr an den Aktienmärkten verkaufen konnte, so bot sie immer noch ein Angebot, welches die Kunden wollten. Im Jahr 2005 verkaufte MarketWatch ihre Firma an CBS für 14 Dollar pro Aktie. Die 35 Mann Firma hielt ihre Versprechen.

Wie sie das machten, welche Erfahrungen sie hatten und welche Learnings sie daraus zogen, gibt Larry Kramer im Venturevoice Interview preis. Äusserst lehrreich mit vielen spannenden Erkenntnissen und Fragen, die ihr für euer eigenes Angebot auch stellen solltet.

Apropos New Economy Crash und dazu die aktuelle Google Chart (klick Historisch).

Wochenendsurf-Tour

von Daniel Niklaus

Wochenende! Da geht’s auf die Wochenendsurf-Tour. Entdeckungen von bekannten Blogs, Linklisten und Interessantes aus Newslettern. Wer mitkommen will, sei eingeladen und darf im Kommentar gerne den einen oder anderen Link Ausgeben ;-)

Hat Ihnen Ihre Partnerin oder Ihr Partner schon mal gesagt, Sie verbringen zu viel Zeit vor dem Computer? Zeigen Sie ihr/ihm zum Valentine’s Tag warum. Bestücken Sie Ihre Website mit Valentin Icons, erstellen Sie eine persönliche Valentinskarte oder ersetzen Sie den Windows-Hintergrund mit einem Valentine Wallpaper.

Wollen Sie eher was lustiges, hier gibt es tolle Fotoeffekte zum Selbermachen.

Dem Thema Navigation wird oft zu wenig Beachtung geschenkt. Darum hier und hier und hier und hier. Eine passende Ergänzung dazu Headers.

Wer über Design im Web nachdenkt, muss sich vermehrt mit neuen Geräten auseinandersetzen. Das iPhone machte erst den Anfang. Ein tolles Beispiel wie in Zukunft Zeitschriften dank Tablet-PC und iPad genutzt werden…

Zum Abschluss ein paar Gedanken zur E-Mail Signatur, CSS3 Tricks I & II & III, was Sie über Bilderkompression wissen sollten, der zweite Teil zur Farbtheorie, die Prinzipien von Kontrast im Web-Design, wie Sie für E-Commerce Zielgruppen Websites bauen, Daten visualisieren, ausgefallene Registrierungsbuttons, 7 Tools für besseres Web-Design und 11 übliche Web-Design Fehler.

Sorry, selbstverständlich noch ein Font-Link.

Achtung ich mache was “verbotenes”!

von Daniel Niklaus

Heute zeigte mir eine Kundin einen Absatz auf dieser Seite. Da will doch einer ernsthaft Dritten verbieten, einen Link auf ihre Website zu machen. Das ist mir Schnuppe. Darum mache ich aus Prinzip hier gratis Werbung für diese Seite.

Dritte dürfen ohne vorherige Zustimmung von Mediscope keine Links zu www.sprechzimmer.ch anbieten. Dabei muss bereits auf der Seite mit dem Hyperlink erkenntlich sein, dass auf www.sprechzimmer.ch verlinkt wird, z.B. mit dem Hinweis www.sprechzimmer.ch.

Gratis Bücher verhelfen dem iPad zum Erfolg

von Reto Hartinger

Es ist ja schön, dass die grossen Verlage Apples iPad mit Inhalt bestücken, der iPad könnte aber das Youtube der Bücher werden. Wieso? Die Möglichkeiten das iPad erinnern mich an meine CD-ROM Zeit zurück. Der iPad kann doch alles was eine CD-ROM kann. Text, Animation, Video etc. Besser als beim CD-ROM – der iPad lehnt sich an das Buch an und hat deshalb ein standartisiertes Format bzw. Interface. Ich habe 5 CD-ROMs gemacht, vier davon veröffentlicht und konnte als Nowbody locker mit Burda, Holzbrink und Konsorten mithalten – auch was den Vertrieb und Absatzzahlen anging.

Die traditionellen Verlage werden weniger moderne Books herausgeben, Platz für neue E-Verleger

Mit dem iPad wird es noch einfacher. Ich bin ziemlich sicher, dass ich die besseren iPad-Bücher machen kann als die Buchverlage, denn ich kenne mich mit Technologie einfach besser aus. Beim Vertrieb hätten wir die gleich langen Spiesse – ich muss nicht mehr mit Distributoren verhandeln – Apple nimmt mir diesen Part ab. Ich kann auch immer noch entscheiden, ob ich das Buch verkaufen oder gar gratis anbieten will. Apple wird dafür sorgen, dass ich mein Buch über Werbung refinanzieren kann. Und wieder verdient Apple mit – die Distribution würde ja auch mitverdienen.

Selbstermarktung und neue technologiegetriebene Verlage entstehen

The Swiss Art CD habe ich für Fr. 25.- verkauft (und habe damit eine Revolution ausgelöst, weil CD-ROMs damals zwischen 250 und 650 Franken kosteten). Dem Buchhandel habe ich 55 % Marge und Distributoren an Grossverteiler (wie Manor, Mediamarkt, Kaufhoft etc.) 70 % abgegeben. Mit dem iPad gäbe ich nur 30 % ab. Für den Abverkaufdruck musste ich selber sorgen, da ich ja mein eigener Verlag war. Ich musste also PR, Inserate und Events machen. Das muss ich beim iPad sicher auch – dabei helfen mir heute aber die Social Media wie Facebook und Co. Einen Teil des Inhaltes kann ich als Teaser auf youtube.com veröffentlichen und ich kann ein Verkaufsvideo machen.

Gratis oder kapitelweiser Verkauf wird das beliebteste Vertriebsmodell für die neuen Verleger und Selbstermarkter

Ich würde die ersten 3 Kapitel des Buches gratis abgeben, erst wer fertig lesen will muss bezahlen. Er könnte die Kapitel einzeln bezahlen. Das könnte ich so machen, dass man 1 Kapitel gratis lesen kann, dann könnte man sich entscheiden ob man jedes Kapitel einzeln bezahlt oder bis Kapitel 3  gratis weiter liest und dann das ganze Buch kauft oder nicht. Vielleicht enthalten die ersten 3 Kapitle Werbung und ich kann mich entscheiden, das Buch gleich zu kaufen und muss dann keine Werbung hinnehmen.

Enorm viele Gratisveröffentlichungen machen den iPad attraktiv für Autoren und User

In Deutsch werden pro Jahr 110 000 Bücher veröffentlicht (inklusive Uebersetzungen ausländischer Werke). Viel viel mehr finden aber nie einen Verlage. Es könnte also sein, dass der Markt der Gratis oder Billigbücher bzw direktvermarkteten Bücher auf dem iPad viel grösser sein wird als jener der Verlage. Es kann sein, dass ein Autor viel mehr an einem selbstvermarkteten Buch verdient, als über einen Verlag.

Beispiel: Andreas Fischers animierten Gedichte “Kutschenfahren”

Ich habe Andreas Fischers Posie CD-ROM “Kutschenfahren” verlegt. Als Buch hätte er keinen Velag gefunden und wenn, hätte er 200 Stück verkauft (bei einer Erstauflage von 300 Stück). Das sind seine Aussagen. Bei einem anderen CD-ROM Verlag, hätte er vielleicht keine 100 CDs verkaut, denn die wollten einen Enduser-Preis von mindesten 60 Franken. Ich habe “Kutschenfahren” für 28 Franken angeboten und ca 800 Stück verkauft. Andreas Fischer hat etwas dran verdient, den Buchverlag hätte er wahrscheinlich bezahlen müssen. Mit dem iPad hätte Andreas seine animierte Poesie selber vermarktet und wahrscheinlich gratis in den Shop gestellt. Es ging ihm ja nicht darum viel zu verdienen, sondern viel gelesen zu werden. Ich schätze, dass er so mehrere 1000 Downloads erreichen würde. Alle gewinnen dabei, obwohl kein Rappen Geld geflossen ist. Für Apple werden die gratis Bücher ein wichtiges Verkaufsargument, der Buchverlag hat keinen Verlust gemacht, Andreas Fischer hat allen seinen Kontakten einen Link auf sein Werk geschickt und wurde viel beachtet und der  Konsument hat gute animiert Poesie erhalten.

Das iPad macht Jörg Eugster wird zum viel gelesenen Experten auch in Deutschland und Oesterreich

Jörg Eugster gibt jährlich ein Buch über Online Marketing via Marketing & Kommunikation heraus. Als Autor verdient er dabei nichts. Ist ihm nicht wichtig. Das Buch ist für ihn ein gutes Marketinginstrument. Für M+K ist es eine Möglichkeit Inserate zu verkaufen. Das Buch hat zwar einen Verkaufspreis, wird aber gratis verteilt. Alle sind happy. Jörg wird sich in Zukunft überlegen, ob er sein Buch nicht über den iPad anbieten soll. Er ist ein guter Selbstvermarkter – deshalb schreibt er es ja. Mit dem iPad hätte Jörg sofort auch Oesterreich und Deutschland erschlossen und würde wahrscheinlich mehr Downloads erreichen. Er könnte sein Buch gratis oder für gerademal Fr. 1.- bis Fr. 3.- anbieten. Bei 10 000 Downloads verdiente er 7′000 Franken. Er wird die erste Version gratis anbieten und die nächste Version vielleicht kapitelweise verkaufen.

Achtung Verlage: Befreit von Einschränkungen, werden Bücher anders (multimedialer) daherkommen (müssen)!

Ja, Apple macht den Büchermarkt kaputt. Falsch, Apple macht den Verlagsmarkt kaputt. Schliesslich hat Apple auch nicht den Musikmarkt kaputt gemacht. Wir hören jetzt sicher mehr Musik als früher, gehen immer noch an Konzerte (vielleicht werden die auch einmal billiger) und ein Bandsterben haben wir auch keines erlebt.

Apple kann ganz neue Economics in diese Märkte einführen, denn Apple verdient an den Geräten gutes Geld. Jeder Hardwareanbieter kann das. Es wird für Apple nicht so einfach, diesen Markt zu dominieren. Aber Apple wird der einzige Hardware-Anbieter sein, der diesen Gratis-Markt  erschafft. Goolge wird das für die anderen Geräte übernehmen (wollen). Wetten dass der Google Markt kleiner sein wird als der Apple Book Store obwohl es mehr Reader auf Android oder Chrome Basis gibt? Chrome wird ziemlich sicher den App-Markt versieben – daran haben die Entwickler höchstwarscheinlich nicht gedacht.

Ich bin gespannt wie Du den Markt einschätzt. Diskutiere mit.

Ich überlege gerade, ob ich ein Konzept das ich für CD-ROMs hatte für iPads anbieten soll. Wenn Appentwickler Interesse haben eine gaaaanz cooole App zu entwickeln, bitte melden. Wer einen iPad Verlag aufziehen möchte, sollte sich auch melden und Autoren mit guter Idee sowieso.

Professional Frontend Engineering by Yahoo!

von Daniel Niklaus

Yahoo! ist weniger bekannt für ihre Innovationen. Das ist schade, denn Yahoo! bietet eine Vielzahl von Tools und Frameworks, die es in sich haben. Auch die Website macht heute einen aufgeräumten Eindruck und bringt die verschiedensten Dinge erfolgreich zusammen. Im Sport würde man sagen, Yahoo! fehlt das Momentum. Nichtsdestotrotz lohnt sich zum Beispiel ein Blick auf die YUI. Ein Library um interaktive Web Applikationen zu schreiben. Und es lohnt sich auch zu hören, wie Yahoo! für die User entwickelt und was sie unter User-Experience verstehen.

In diesem Video sehen wir, wie Yahoo! “User Experience” oder besser gesagt, Front End Engineering definiert. Es gibt konkrete Beispiele und richtlinien, wie bei Yahoo! HTML, CSS und Javascript eingesetzt wird. Die 1 1/2 Stunden lohnen sich auch für geübte Coder.


Nate Koechley: "Professional Frontend Engineering" @ Yahoo! Video

Usability: User-Experience bei Google

von Beat Z'graggen

Google ist dafür bekannt, neue Dinge an einem Prozent der Google Nutzer zu testen. Dadurch fand man z.B. heraus, dass die Farbe des blauen Balkens auf einer Google-Suchseite einen messbaren Einfluss auf die Werbeklicks hat. Doch wie funktioniert der Designprozess bei Google?

Benutzerfreundlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg von Internetauftritten und Web-Applikationen. An einem Internet-Briefing Vortrag hat Simon Raess, einer der Spezialisten bei Google für User-Experience, über das Vorgehen und die Erfahrungen bei Google berichtet.

Eine gute Benutzerfreundlichkeit ist die Basis erfolgreicher Web-Projekte. Denn nur zufriedene Besucher sind auch wirklich zufriedene und treue Kunden. Bei der systematischen Gestaltung und Optimierung der graphischen Oberfläche sollen deshalb die Bedürfnisse und Erwartungen der Benutzer konsequent im Zentrum stehen.

Simon Raess arbeitet bei Google vor allem als User-Experience Designer im Google Docs Team in New York. Er ist aber auch Co-Autor mehrerer Buchkapitel und Artikel zum Thema Usability und User Experience Design. Anhand konkreter Beispiele zeigte er die zugrundeliegenden Prinzipien und Methoden des User Experience Designs. Der Vortrag wurde von einem Schweizer in der Schweiz auf englisch gehalten, was aber in unserer globalisierten Welt auch nichts mehr aussergewöhnliches ist.

Während Google in den Anfangszeiten kaum Designer beschäftigte, sind heute über 100 Mitarbeiter im Bereich User-Experience angestellt.

Simon Raess erläuterte die 10 Prinzipien welche zu einer “Googley” Erfahrung beitragen:

  • nützlich: fokussiere dich auf Menschen, deren Leben, deren Arbeit, deren Träume
  • einfach: Einfachheit ist machtvoll
  • schnell: jede Millisekunde zählt
  • gewinnend: gewinne die Anfänger und ziehe Experte an
  • profitabel: plane für das heutige und das morgige Business
  • Universal: designe für die Welt (alles wird für 40 Sprachen entwickelt)
  • vertrauenswürdig: zeige dich würdig für das Vertrauen der Menschen
  • schöne: erfreue das Auge ohne den Verstand zu stören
  • persönlich: füge einen menschlichen Touch dazu
  • innovativ: getraue dich neues zu erfinden

http://www.google.com/corporate/ux.html

Im Rahmen des Research-Prozesses der User-Experience Spezialisten werden Internetnutzer befragt, wobei man bewusst auch Personen mit sehr wenig Interneterfahrung einbezieht (siehe auch Personas: Auch bei Google Adwords muss Zielgruppe und USP klar sein). Die Benutzerbedürfnisse werden mit verschiedenen Befragungs- und Beobachtungsmethoden untersucht. Diese Informationen dienen unter anderem der Definition von Personas, welche einen zentralen Bestandteil des Designprozesses bilden.

Es ist wichtig, dass das visuelle Design erst gemacht wird, nachdem ein klares Bild der Bedürfnisse vorhanden ist. Auch Google wählt folgenden Ablauf im Design:

  • Informations-Architektur
  • Layout/Workflow
  • Interaction Modelle
  • Visuelles Design

Der Vortrag zeigte, dass auch Google im Bereich User Experience nicht viel anders arbeitet als Usability-Spezialisten anderswo. Der Hauptunterschied liegt darin, dass sehr viel mehr Mitarbeiter zur Verfügung stehen und dass so lange am Design gearbeitet wird, bis alle Entwickler und sonstigen Personen zufrieden sind, welche am Entwicklungsprozess beteiligt sind.

Es kann gut sein, dass für eine neue Funktion duzende verschiedene Varianten ausgearbeitet werden, bis schliesslich eine davon überzeugt. So viel Aufwand betreiben sonst nur wenige. Die Methoden, welche hinter dem Design stehen, sind aber letztendlich nicht anders als anderswo.

Crossposting von http://news.worldsites-schweiz.ch/usability-user-experience-bei-google.htm

Internationales Internet-Marketing

von Beat Z'graggen

Milko van Rijn von Mettler-Toledo International ging in seinem Vortrag am gestrigen Internet-Briefing der Frage nach, wie man internationales Internet Marketing aufzieht und wo kulturelle Unterschiede Probleme bereiten. Er gab interessante Einblicke in die Kundengewinnung des führenden Herstellers von Präzisionswaagen, wo immerhin 40 % aller Leads über das Internet angezogen werden.

Dass Internet-Marketing auch für Industriefirmen wie Mettler-Toledo entscheidend ist, wurde am gestrigen Internet-Briefing Vortrag in Zürich gezeigt. Milko van Rijn zeigte dabei einige der Aktivitäten auf, welche dazu führen, dass Mettler-Toledo 40 % aller Leads über das Internet anzieht. Gemäss von Rijn kommen 50 % der Internet-Leads über Suchmaschinen-Marketing und 16 % über E-Mail Marketing. Der Schwerpunkt des Vortrages lag beim internationalen E-Mail Marketing.

Mettler-Toledo setzt Email Marketing international sehr gezielt ein, um effizient Märkte zu bearbeiten sowie Kunden zu informieren. Alleine letztes Jahr wurden 10 Millionen Mails in 5′500 Kampagnen versandt. 66 Prozent dieser Kampagnen liefen dabei über die einzelnen Ländergesellschaften und der Rest wurde von der Zentrale aus versandt.

Wie bei lokalen E-Mail Kampagnen sind der Inhalt und die Datenqualität entscheidend für den Erfolg internationaler E-Mail Kampagnen. Bei Mettler-Toledo geht man aber noch nicht so weit wie bei anderen internationalen Firmen, welche zum Beispiel die Betreffzeile den unterschiedlichen Vorlieben der einzelnen Märkte anpassen. Vielmehr werden – zumindest bei den internationalen Kampagnen – die Inhalte übersetzt und von den Ländergesellschaften nur auf Inhalt und Wortwahl überprüft.

Bei der Auswahl der Plattform für den E-Mail Versand müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden wie

  • Sprach- und Ländercodes in den Adressen
  • Dual Byte Möglichkeiten, um alle Schriftzeichen korrekt anzuzeigen
  • Abbildung der unterschiedlichen Permission-Regeln:
    • In Deutschland, China, Kanada und Italien gilt z.B. das op-in: Nur bestellte Newsletter dürfen versandt werden.
    • In den USA, Frankreich und Grossbritannien gilt opt-out: E-Mails dürfen versandt werden, bis sie abbestellt werden.

Internationales Internet-Marketing verlangt die Zentralisierung und Homogenisierung von Prozessen, Tools, Inhalten und Datenstrukturen. Vor allem wenn man auch von der Zentrale aus E-Mails versenden will. Beim Versand der E-Mail muss natürlich länderspezifisch vorgegangen werden, damit der für die jeweilige Zeitzone optimale Versandzeitpunkt gewählt werden kann (siehe auch Prime Time im Internet: Tageszeiten der Internetnutzung in Europa).

Kulturelle Unterschiede beachten
Je nach Land und Kultur kommt nicht jede Botschaft gleich gut an. Es bestehen unterschiedliche Ansprüche:

  • Unterschiedliche Designansprüche (siehe auch Einsatz von Flash in Deutschland, Schweiz und China und Kundensprache sprechen und globale Botschaft für lokale Konsumenten anpassen).
  • Unterschiedliche Anforderungen an die Tonalität
  • Kulturelle Akzeptanz von aggressiven und unpersönlichen Verkaufstaktiken (so ist zum Beispiel Hard selling in vielen Märkten verpönt).
  • Unterschiedliche Schmerzgrenzen bei der Kontakthäufigkeit
  • Eigenes Distributionsnetz und entsprechende Kontakthäufigkeit
  • E-Mail Maturität (Folge: in den USA sind die Klickraten nur etwas halb so hoch wie in Europa und in Asien sind sie 1 1/2 mal so hoch wie in Europa).



Crossposting von http://news.worldsites-schweiz.ch/internationales-internet-marketing.htm

Streit um offene oder geschlossene Codecs in HTML 5

von Michael Gisiger

Mit YouTube und Vimeo haben bereits zwei Videoplattformen damit begonnen, mit dem für HTML 5 geplanten <video>-Tag zu experimentieren. Dieser neue Tag ermöglicht es, Videos ohne ressourcenbelastende Plug-ins von Drittanbietern wie zum Beispiel Flash direkt im Browser abzuspielen. Diese ersten Schritte sorgten aber bei Mozilla und Opera für rote Köpfe. Der Grund: YouTube und Vimeo setzen den geschlossenen, lizenzpflichtigen Video-Codec H.264. Die bisherigen Umsetzungen von HTML 5 in Firefox und Opera setzen aber auf den offenen Theora-Codec des Ogg-Containerformats. Nutzer der beiden Browser können also die HTML 5-Seiten der Videoplattformen nicht darstellen.

Kein offenes Internet mehr

Mozilla begrüsste zwar die HTML 5-Experimente von YouTube, verurteilte aber gleichzeitig die Verwendung eines geschlossenen Codecs. Für Mozilla ist klar: Der Einsatz eines solchen Codecs birgt eine Reihe von Problemen für Browserhersteller, Content-Erzeuger und User und widerspricht zudem der Vision eines offenen Internets. Aus diesem Grund favorisiert Mozilla Theora.

“Opera ist davon überzeugt, dass das Web auf offenen Standards aufbauen sollte. Die Verwendung des proprietären Codecs H.264 für die native Videowiedergabe in HTML5 beurteilen wir daher kritisch”, erklärt Opera-Web-Evangelist Bruce Lawson. Wie Mozilla plädiert also auch Opera für den offenen und lizenzfreien Codec. Nach dem derzeitigen Lizenzmodell würde eine Unterstützung des H.264-Codecs die Browserhersteller fünf Mio. Dollar pro Jahr kosten.

Unterstützung erhalten beide diesbezüglich von der Videoplattform Dailymotion, die bereits im Mai vergangenen Jahres mit einem Theora-Ogg-basierten HTML5-Experiment auf sich aufmerksam gemacht hatte.

Lizenzfragen ungeklärt

Für Entwickler wie Opera oder Mozilla ist der Browser das Kerngeschäft. Da fällt ein solcher Betrag stärker ins Gewicht, als zum Beispiel bei Konzernen wie Google, Apple oder Microsoft. Die Lizenzkosten könnten zudem eine kaum überbrückbare Hürde für neue Browser- und Applikations-Entwickler darstellen.

Weitaus schwerwiegender könnte aber das unklare Lizenzmodell die User betreffend. Es ist möglich, dass ab 2011 auch für das Bereitstellen und Produzieren von Video-Inhalten mit dem H.264-Codec Gebühren anfallen könnten. Da werden Erinnerungen an einen vorübergehenden Lizenzstreit rund um das GIF-Format wach, der in den 1990er-Jahren aufgrund kolportierter Zahlungsaufforderungen für Verunsicherung bei Webseiten-Betreibern gesorgt hatte. Für semi-professionelle und professionelle Content-Anbieter könnte das alles also teuer werden.

Google beschwichtigt

Google war indes bemüht, der ganzen Angelegenheit etwas Wind aus den Segeln zu nehmen. Die Unterstützung für HTML5 auf YouTube sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt nur ein Experiment. Der zukünftigen Einbindung anderer Codecs stehe nichts im Wege. Tatsächlich ist Chrome derzeit auch der einzige Browser, der sowohl H.264 als auch Theora für das Video-Element in HTML5 unterstützt. Firefox ab 3.5 und Opera ab 10.5 setzen hingegen nur auf Theora/Ogg. Apple, welches offenbar gemeinsam mit Microsoft an den Patenten am H.264-Codec beteiligt ist, unterstützt mit Safari natürlich nur diesen. Ganz aussen vor steht Microsoft – der Internet Explorer versteht kein HTML 5.

(Crosspost von www.wortgefecht.net)

Kriterien für die Suchmaschinenoptimerung

von Beat Z'graggen

Das Internet Advertising Bureau Switzerland lud 14 Schweizer Experten dazu ein, über 100 Ranking-Kriterien von Google einem umfassenden Rating zu unterziehen. Im Ergebnis liegt damit ein profunder Überblick vor, was bei einer Suchmaschinenoptimierung zu beachten ist.

Die Studie beschreibt über 100 Kriterien für die Suchmaschinenoptimierung in einer verständlichen Sprache und zeigt auch auf, bei welchen Themen unter den Experten ein Konsens herrscht. Die Kriterien werden in der Studie, welche immerhin 65 Seiten umfasst, auch in einzelnen Kategorien verdichtet und kommentiert.

Die 10 wichtigsten Ranking-Kriterien
Auch wenn sich die Kriterien grösstenteils mit einer internationalen Umfrage bei weltweit führenden Experten für Suchmaschinenoptimierung decken (von SEOMOZ zuletzt im vergangenen Jahr aktualisiert) – es sind doch auch einige Unterschiede zur internationalen Studie sichtbar. Während in der internationalen Studie die drei wichtigsten Kriterien nur mit der Verlinkung zusammenhängen, ist das Top-Kriterium der Schweizer Studie der Inhalt der Seite (Einzigartiger Content; Rating: 4.64 von 5).

Natürlich haben auch bei der Schweizer Studie 7 der Top-10 Kriterien mit der externen Verlinkung zu tun. Es ist aber auffällig, dass neben dem gemäss Expertenpanel wichtigsten Kriterium auch zwei weitere Kriterien in den Top-6 sind, welche nichts mit der externen Verlinkung zu tun haben.

Da ich mich als teilnehmender Experte intensiv mit der Studie beschäftigt habe, kann ich mir den Unterschied zur internationalen Studie nur so erklären, dass von vielen Experten die Kriterien anhand von Schweizer Auftritten bewertet wurden. Im kleinen Schweizer Markt reicht es oft aus, die Inhalte zu optimieren, um besser gefunden zu werden (siehe auch Ranking-Kriterien für Suchmaschinenoptimierung).

Bei vielen Punkten folgt die Einschätzung der Studie aber der internationalen Umfrage. Die neue Schweizer Studie hat vor allem den Vorteil, dass sie eine gute Zusammenfassung über die wichtigen Kriterien gibt.

Die 5 Kriterien mit dem höchsten Konsens
Nicht überraschend war, dass der Keyword-Gebrauch im Meta Keywords Tag den letzten Platz belegte (Rating 1.21, Konsens: 83%). Obwohl es heute noch Webdesigner gibt, welche ihren Kunden erzählen, sie hätten den Auftritt für Google optimiert und damit meinen, sie hätten Meta-Keywords eingetragen – Google ignoriert den Meta Keywords Tag seit 2002 (siehe auch Mythen für die Suchmaschinenoptimierung: Anmelden, Pagerank, Metatags).

Den zweithöchsten Konsens (Rating 4.0, Konsens 79 %) hatte die Keyword-Varianz in externen Links. Den meisten Personen mit grundlegenden Google-Kenntnissen ist klar, dass Links wichtig sind. Wer aber einen künstlichen Link-Aufbau betreibt, tendiert dazu, mit grosser Mehrzahl die paar wenigen, aber sehr wichtigen Keywords in externen Links zu platzieren. Dabei wird die “Intelligenz” von Google oft unterschätzt. Sobald der Linkaufbau von Google als künstlich betrachtet wird, werden die entsprechenden Links abgestraft.

Im weiteren herrschte grosser Konsens beim Keyword-Gebrauch in den ersten 50 bis 100 Wörtern des HTML-Texts (Rating 3,79, Konsens: 78 %), beim Fakt, dass eine Adwords-Kampagne keinen Einfluss auf die Positionen bei den eigentlichen Suchergebnissen hat (Rating 1.29, Konsens: 78%) und dass Links von Social Media Plattformen wie Xing für die Suchmaschinenoptimierung nichts bringen (Rating 2.00, Konsens: 77%).

Die 10 schädlichsten Faktoren
Bei den 10 schädlichsten Faktoren mit grossem Potential, bei Google den Ruf zu verlieren, war der Konsens zwar nicht so eindeutig, aber die Liste von schädlichen Faktoren ist sicherlich lesenswert:

  • Cloaking (Schädlichkeit: 4.50, Konsens: 64%); also alle Techniken, mit denen man den
    Suchmaschinen andere Inhalte liefert als dem normalen Besucher (siehe auch Geolocation – Wie Google unterschiedliche Inhalte für verschiedene Länder akzeptiert).
  • Versteckter Text (Schädlichkeit: 4.14, Konsens: 63%)
  • Link-Kauf bei bekannten Link Brokers (Schädlichkeit: 3.86, Konsens: 56%)
  • Ausgehende Links zu Spam Sites (Schädlichkeit: 3.64, Konsens: 68%)
  • Server Downtime (Schädlichkeit: 3.50, Konsens: 64%)
  • Hohe Keyword-Dichte im sichtbaren Text (Schädlichkeit: 3.43, Konsens: 71%)
  • Hohe Keyword-Dichte im Title Tag (Schädlichkeit: 3.43, Konsens: 68%)
  • Starke Verlinkung mit Domains auf dem selben C-Block (Schädlichkeit: 3.23
    Konsens: 47%)
  • Stark parametrisierte URLs (Schädlichkeit: 3.07, Konsens: 53%)
  • Eingehende Links von Spam Sites (Schädlichkeit: 2.93, Konsens: 59%)

Hier die Ranking-Kriterien für Suchmaschinenoptimierung herunterladen.

Cross-Posting von Studie: Ranking-Kriterien für die Suchmaschinenoptimierung

Wochenendsurf-Tour

von Daniel Niklaus

Wochenende! Da geht’s auf die Wochenendsurf-Tour. Entdeckungen von bekannten Blogs, Linklisten und Interessantes aus Newslettern. Wer mitkommen will, sei eingeladen und darf im Kommentar gerne den einen oder anderen Link Ausgeben ;-)

Was unterscheidet Blick, Tages-Anzeiger und NZZ von bluewin.ch? Die ersten drei gehören zu Verlagshäusern, die im Besitz von Druckereien sind und auch Papierhandel betreiben. Letzteres ist ein Onlineportal, gehört zur Swisscom und betreibt keine eigene Druckerei und auch kein Papierhandel. Dafür weiss bluewin, dass es ein CSS Tag für den Printausdruck gibt:

Webdesignerdepot nimmt sich einem oft vernachlässigtem Tag an.

Webdesignledger fasst die kreativsten Werbungen zusammen und bei drweb.de gibt es die schönsten Briefmarken rund um den Globus.
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Wer ein paar Politiker benötigt, hier und hier zum Download und hier ein paar Bilder zum Schmunzeln und Nachdenken.

Statt Links zu Fonts heute mal zu Texturen und Farbschemen und der Farbbedeutung im Webdesign.

Brauchen Sie einen Tipp? Einen Tipp mit Style, auf Ihrer Website, mit jQuery? 30 Stylish jQuery Tooltip Plugins For Catchy Designs.

O.k., jetzt doch noch ein Font-Link. Geniesst die Woche.

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