von ReinhardAnton
Dieses Jahr war meine Weihnachtslektüre Robert Scoble/Shel Israel: Naked Conversations, das Buch übers Bloggen im Geschäftsleben. Das Resultat dieses Lesevergnügens ist dieser mein erster Blog und meine Buchempfehlung. Die Idee, übers Bloggen zu lesen, kam mir, nachdem ich einige sehr spannende Bloggs und VideoBloggs von Robert Scoble über neue Technologie-Startups und Produkte gesehen hatte: schauen Sie mal im Internet nach PodTech, Scobleizer und ScobleShow.
Die Autoren beschreiben auf 250 Seiten Blogging als neues und sehr wirksames Instrument zum besseren Dialog mit den Kunden: “Word of mouth on steroids”, und wie Blogging im Zusammenhang mit der jeweiligen Firmenkultur steht. Microsoft und SUN tun es, Google und Apple tun es (praktisch) nicht. Blogging kann sehr wohl dazu beitragen, das Erscheinungsbild des Unternehmens im Markt zu verbessern. Blogging braucht Ehrlichkeit (auch gegenüber dem Wettbewerb) und etwas Mut beim Management. Blogging generiert hin und wieder Schweissausbrüche in PR-Abteilungen und Agenturen. Blogging kann die Feuerwehr sein, wenn Ihr Unternehmen und Ihre Produkte im Markt echte oder vermeintliche Probleme haben.
“Freedom of the press belongs to those who own one” – dies Statement hatte schon bei der Einführung von Desktop Publishing seine Gültigkeit: Blogging ist auch für kleine und mittlere Unternehmen ein extrem preisgünstiges Dialogmedium mit grosser Reichweite und hat häufig viel mehr Glaubwürdigkeit als eine Presseerklärung oder eine sehr statische Webseite. Warum? Blogger sind individuelle Personen, die sich ihre Glaubwürdigkeit täglich erschreiben. – Die Autoren geben dem Leser das komplette Handwerkszeug, weisen aber auch auf potentielle Gefahren hin.
Sie ahnen es: beide Autoren sind Praktiker und begeisterte Blogger – Robert Scoble war einer der ersten Blogger bei Microsoft und hat dort mit etwas Mut und einigem Fingerspitzengefühl die Grösse seines Spielfelds erkundet. Das Werk ist praxisnah und voller Beispiele und Interviews – vielleicht manchmal zu vielen – aber trotzdem auf jeden Fall meine Empfehlung für alle, die den Dialog mit ihren Kunden verbessern wollen. Und wer wollte das nicht?
Uebrigens: Die deutsche Ausgabe dieses Buches erscheint im Februar 2007 unter dem Titel “Business Blogging” im Verlag Finanzbuch.
von Reto Hartinger
Für die “normalen” CeBIT-Auststeller entwickelt sich die weltweit grösste ITC Messe immer mehr zur Gadget-Ausstellung. Der Spiele- und Unterhaltungsanteil sei zu gross, so die Kritik, und das ziehe die falschen Besucher an. Einige grosse Aussteller haben bereits abgesagt.
Das kommt uns doch allen bekannt vor. Die Orbit wusste auch plötzlich nicht mehr was sie war – ging von der Fachmesse zur Besuchermesse und wieder zur Fachmesse. Die Konvergenz lässt grüssen. Ja und fast ist sie dabei drauf gegangen. Nur eine Fusion mit der iEX konnte der Messe einen letzten Ueberlebenshauch einflössen. Die Orbit-iEX ist zwar vom Beatmungsgerät weg, aber noch nicht aus der Intensivstation. Sie braucht 2007 ein gutes Jahr und endlich wieder eine glaubwürdige Konferenz. Der Compress-Verlag hat von der Messe Schweiz die Veranstaltung des Kongress’ übernommen. Eigentlich ein gutes Zeichen – aber, die Compress wurde vom deutschen Verlag Vogel bzw. seiner Schweizer Tochter Fachpresse Verlag übernommen. Damit zieht sich Michael von Babo aus dem Verlag und dem Kongress zurück. Ein schlechtes Zeichen für den Kongress.
Kann die Cebit diesem Schicksal entgehen? Was wird aus der Orbit-iEX und ihrem Kongress? Ist die Zeit der Ausstellungen vorbei? Diese Fragen stellen sich mir. Persönlich habe ich immer eine positive Bilanz an den Messen gezogen – für mich waren sie immer erfolgreich.
von Reto Hartinger
Internet Efficiency wird zu Internet Briefing und trennt sich vom Efficiency Club. Damit entfällt die obligatorische Mitgliedschaft im Efficieny Club. Unsere Erfa-Gruppe ist im 2006 von 204 auf 343 Mitglieder gewachsen. Es gab 5 Austritte. Internet Briefing ist damit die grösste Organisation zu diesem Thema in der Schweiz.
Wir haben zehn Abend-Veranstaltungen mit 72– 118 Teilnehmern veranstaltet zu Themen wie:
- Inhalt im Internet: Wie sag ich’s meiner Zielgruppe
- M-Commerce: Mittels Handy zu mehr Kunden
- Online-Werbung konkret: Wirkung, Konzepte, Resultate
- Onlinewerbung die wirkt: Die besten Bannerkonzepte in der Praxis!
- E-Mailmarketing: Die 10 wirkungsvollsten Massnahmen
- Website Analyse: Mehr Geld pro Besucher generieren
Eher speziellere und technischere Themen behandelten wir in 9 Mittags-Session mit jeweils 12 – 25 Teilnehmern zu Themen wie
- Ubiquitous Computing: Die neue Generation von Devices und Services, die auf uns zukommt
- Künstliche Intelligenz konkret: Was wir heute bereits damit anfangen können.
- Mobile Technologien und Dienste, die die User wirklich wollen
- Semantisches Web: Vom Dokumenten-Web zum Daten-Web
- Web 2.0: Technologien, Konzepte, Businessmodelle
Aber auch Kongresse wie z.B.
- Ajax Business-Konferenz: Neue Technologien verändern das Web radikal!
- Ajax Technologie-Konferenz: Umsetzung, Tools, Debugging, Praxis
Der Mediensponsor Netzwoche beendigt sein Engagement Mitte Jahr und stellt die Berichterstattung über unsere Veranstaltungen ein. Es gibt auch kein Gratis-Abo mehr für unsere Mitglieder.
Unsere Website linkt auf alle Mitglieder, das hat für ihre Webseiten eine positive Auswirkung auf die Position in den Suchmaschnen.
Mitglieder sagen ihre Meinung zum Internet Briefing in Testimonials und im Dezember starten wir mit diesem Blog.
von Pierre Rappazzo
Wer mich kennt, weiss, ich bin keiner der sich anbiedert. Wenn Sie jemals gefragt werden, was Web 2.0 ist, zeigen Sie search.ch das ist Web 2.0 vom feinsten. Super gemacht! Ich werde von google auf search.ch wechseln. Nur den Google Adwords bleibe ich treu ;-)
von Pierre Rappazzo
Christof Kaufmann, CEO von OMD Schweiz AG, der zweitgrössten Mediaagentur des Landes, äussert sich in Persoehnlich.com über die Branche. Google Adwords kennt er auch nicht aber immerhin, er hat festgestellt, dass die Schweizer Medien zu teuer sind insbesondere SF! Hier ein Ausschnitt aus dem Interview:
Welche Relevanz haben die Tageszeitungen überhaupt noch für die Mediaagenturen?
Die Tageszeitungen werden für uns immer unwichtiger. Betrachtet man das Segment Print, so geht heute bereits über die Hälfte unserer Investitionen in die Zeitschriften oder Sonntagszeitungen. Kampagnen, bei denen 15 bis 20 Tageszeitungen berücksichtigt werden, gibt es praktisch nicht mehr.
Warum?
Fakt ist, dass Inserate in den Tageszeitungen heute um 20 bis 30 Prozent zu teuer sind. Doch das ist logisch: Je kleiner die Zielgruppe — und dies bezieht sich auch auf den lokalen Raum –, desto teurer eine Kampagne. Gegen diesen Fluch muss die Lokalpresse ankämpfen. Eine vergleichbare Leistung, die in den Tageszeitungen 800′000 Franken kostet, bekommt man im Fernsehen für 500′000 Franken. Dies ist der Grund, warum wir verstärkt die klassischen Zeitschriften, die Sonntagszeitungen und eben das Fernsehen berücksichtigen.
Welche Medien werden in den nächsten Jahren profitieren?
Sicher weiterhin die Fernsehwerbung. Das Schweizer Fernsehen hat ihre beiden Senderketten sehr gut positioniert. Trotzdem fehlt SF 2 – abgesehen vom Sport – jegliche Swissness. Der Sender hat heute dasselbe Erscheinungsbild wie beispielsweise Pro7. Obwohl man SF 1 diesen Vorwurf nicht machen kann, ist sein Publikum stark überaltert. Dadurch hat der Sender – wirtschaftlich gesehen – einen Teil seiner Konkurrenzfähigkeit verloren. Stellt man gleichzeitig einen Zuschauerrückgang fest, beginnt sich die Negativspirale zu drehen. Deswegen ist es keineswegs überraschend, dass die Publisuisse mit ihren Akquisitionen im Rückstand ist. Die Werbung im Schweizer Fernsehen ist momentan viel zu teuer. Im Gegensatz zur Romandie und dem Tessin, wo die SRG eine Monopolstellung hat, gibt es in der deutschen Schweiz im Fernsehbereich werbemässig durchwegs Alternativen.
Zum ganzen Interview geht es: hier
von June von Bonin
Amerikanische Wissenschaftler haben eine Kontaktlinse vorgestellt, mit der Diabetiker ihren Blutzuckerspiegel überwachen können. Die Kontaktlinse misst die Konzentration des Blutzuckers in der Tränenflüssigkeit und zeigt diese mit einem Punkt im Blickfeld des Kontaktlinsenträgers an.
Gelesen bei www.sciencedaily.com
June von Bonin, www.brainfood.bz
von Harald Taglinger
Ein lustiger Begriff, mit erstaunlicher Halbwertszeit. Vermutlich 2007 nicht mehr zu ertragen. Was bleibt davon? Lass Deine User bestimmen, was Du machst? Ohne Mash-up keine Website? Eigentlich sollte man nur noch bloggen? Alle Applikationen laufen online?
von Andreas Haeuptli
Ich fand das gestrige Referat sehr inspirierend. Daniel Niklaus ist ein wunderbarer Redner. In der Diskussion danach hat sich ein Problem manifestiert, welches wohl das wirklich relevante bei der Etablierung der Online-Werbung sein dürfte.
1. Das Fachwissen bezüglich der klassischen Werbedisziplinen scheint teilweise nicht vorhanden.
2. Als Konsequenz aus dem ersten Punkt: Die Online-Werbung wird überschätzt.
3. Als Konsequenz aus den ersten beiden Punkten: Die Glaubwürdigkeit leidet.
Den Fachleuten aus der (klassischen) Werbeplanung verkauft man gar nichts, indem man die etablierten Werbekanäle mit lückenhafter Argumentation schlecht zu machen versucht. Die Werber sind auch nicht doof, wie gestern vielleicht der Eindruck hätte entstehen können.
Es ist nun ‘mal so, dass alle Mediengattungen ihre Vorzüge haben. Der Aufbau einer Markenreputation kann nicht mit einem Mailing bewerkstelligt werden und eine Abverkaufskampagne wird nicht über Radiospots geführt. Habt Ihr den Swiss-Spot gesehen? Diese Emotionen sind weder in einem Inserat, noch in einem Plakat zu vermitteln. Dafür braucht es TV. Und deren Beispiele gibt es viele.
Ich empfehle, die Online-Werbung mit Respekt vor dem Vorhandenen zu propagieren. Mit diesem Fundamentalisten-Gehabe und zynischen Unterton von gestern Abend führt das zu gar nichts.
von Therese Ruedin
“Was bringt ein Blog?” wurde ich kürzlich gefragt. “Viel, wenn man weiss, wie damit umzugehen” antwortete ich. Denn Surfer suchen gezielt Informationen im Netz und schätzen wertvolle Quellen. Details zu erzielten Kontakten und Angaben zur richtigen Strategie finden sich im Artikel “Kontaktzahlen: Welche Wirkung bringt ein Blog?, publiziert in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift “Marketing und Kommunikation”. Gerne können Sie den Artikel auch als PDF (1 MB) herunterladen. Kontaktzahlen – Welche Wirkung bringt ein Blog.pdf
Thérèse Ruedin, Ruedin Consulting Werbeagentur GmbH, 8704 Herrliberg, www.ruedinconsulting.ch
von Reto Hartinger
Die Stadtverwaltung von Birmingham wollte 1500 Desktop-PCs in Büchereien auf Open Source umzustellen. Nach der Installation von 200 PCs wurde das 500 000 Pfund teure Projekt vorzeitig fallen gelassen. Der Upgrade auf Windows XP wäre 100′000 Pfund billiger gewesen.
- Gibt es Erfahrungen bei Euch mit Linux bzw. OpenSource Projekten?
- Ist die Umstellung tatsächlich teurer?
- Welche Probleme ergeben sich?
- Welche Vorteile?