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101 weniger glückliche Business-Entscheide

von Thomas Lang

CNN-Money veröffentlicht die Liste der 101 Business-Entscheide des Jahres 2006, welche – sagen wir mal vorsichtig – etwas unglücklich waren.

Darunter finden sich wahre Trouvaillen, natürlich aus us-amerikanischer Optik.

Hier die Top-5:

  1. Wal-Marts “politische” PR-Kampagne
  2. Northwest Airlines Geiz-ist-geil-Guide
  3. McDonalds’ Geschenk: MP3-Player inkl. Virus
  4. GMs grandiose virale Marketing-Aktion (nicht gleicher Meinung wie CNN war jedoch Jägi)
  5. Kazachische Banknoten mit Tippfehler

Auch einige web-related Einträge haben’s in die Liste geschafft wie z.B.

  • GoldmanSexachs Website (Nr. 31)
  • Wal-Mart Blog (Nr. 54)
  • YouTubes Copyright Bestimmungen (Nr. 58)
  • und der eine oder andere E-Mail Fauxpas

Die komplette Liste bei CNN-Money -)

Microformats

von Harald Taglinger

Nicht neu aber anwendbar. Microformats sind festgelegte Datenstrukturen IN WEBSITES, also zum Beispiel die eigenen Kontaktdaten, damit diese besser durch Searchengines gefunden und semantisch zugeordnet werden können. http://suda.co.uk/projects/microformats/cheatsheet/microformats.cheatsheet.pdf zeigt ein paar dieser Datenformate. Das Konzept wird erklärt unter: http://microformats.org/ Die Idee zeigt, woran das Konzept eines semantischen Webs nach wie vor scheitert. Technisch ist via XML ein Standard möglich, um Inhalte semantisch zueinander zu gruppieren, allerdings gibt es bisher kein semantisches Modell, nach dem Nutzer und Anbieter im Web vorgehen, so wie das bei SourceCode der Fall sein muss, um im Web zu programmieren und eindeutig darzustellen. Generell stellt sich die Frage, ob Sprache und damit Semantik/Semiotik als dynamisches System überhaupt via zentralem Formalismus zu organisieren ist. Das Wesen von Sprache ist dessen eigener Umbruch.

2 sind 3 mehr

von Harald Taglinger

Während http://google.com/coop/cse/ eine konfektionierbare Search-Engine anbietet (Was auch schon schön ist.), verbindet http://en.pediax.org/ zwei wichtige Eckpfeiler der Web 2.0-Blase: Wikipedia und Google Maps. Artikel des Online Lexikons werden auf einer Weltkarte angezeigt. Anwendungen im Web werden dann stark, wenn Sie gleichgewichtet eine oder mehr Brücken zu anderen Anwendungen bauen. Sie erhöhen den Nutzwert.

Google Ads werden flexibler

von Reto Hartinger

Nö, Werbung möchten viele User eigentlich keine oder zumindest wenig. Google war ja eigentlich immer sehr zurückhaltend mit Werbung. Ist dir aber auch aufgefallen, dass jetzt oberhalb der Suchresultate mehr Werbung eingeschaltet wird. Anscheinend hat goolge das sogar so im Griff, dass sie bei Usern die mehr auf Werbung klicken auch mehr Werbung anzeigen also solche die nie oder fast nie klicken. Genial, das hilft allen.

Microssoft die erste Freeware der Geschichte

von Pierre Rappazzo

“Seinen Auftritt am letztjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos nutzte Microsoft-Chef Bill Gates für eine Kampfansage gegen die Software-Piraterie in Asien.“ Wird er dieses Jahr wieder sein bestes Marketing aller Tage schädigen?

Meine Theorie lautet nämlich, dass der Erfolg Microsofts gerade darauf beruht, dass deren Software so häufig raubkopiert wurde.

Wie war es denn damals in den 80iger Jahren? Welches war die beste Software und welche installierte man sich? Genau, Apple nannte die beste Software ihr eigen, die war so gut, man konnte sie nicht so einfach raubkopieren. Also nahmen wir die schlechteren Microsoft Produkte, die jeder grünschnablige Student kopieren konnte. Der Microsoft Siegeszug begann. Und später als man es sich leisten konnte, wurde die Software dann bezahlt und man stieg mehrheitlich nicht mehr auf Mac um.
Weil die Jungs von damals zu Mitarbeitern, Vorgesetzten und Besitzern von Firmen wurden, kauften auch Firmen die schlechten Microsoft Produkte. Anfangs hatte man noch verschiedene Systeme und die Anbieter und Benutzer beklagten sich über die Inkompatibilität der Systeme. Mit der zunehmenden Marktmacht, drängte Microsoft die Konkurrenz in die Nischen. Gleichzeitig drängte Microsoft mit neuen Produkten in neue Märkte und definiert heute einen de-facto Standard, bezüglich Betriebssystem, Netzwerken, Internetanschluss und Software.

Genau gleich aber bewusst agieren Firmen mit Freeware Produkten heute. Beispielsweise MySQL wie mir der MySQL ex-Chef Europe Peter Stevens anlässlich unseres monatlichen Networking Treffens bestätigte. So gilt bei MySQL heute, dass etwa jeder 300ste Benutzer Dienstleistungen bei MySQL selbst einkauft. Da hat es Bill besser, der jedes zweite Produkt verkauft.

Fazit: die beste Freeware ist keine echte Freeware, sondern geklaute “Freeware“. Vielleicht ist Billiboy ja doch cleverer als man denkt und die Empörung über die Raubkopierer ist lediglich inszeniert um den Umsatz zu steigern?

wikio neuer news search Dienst in Französisch, Deutsch, Italienisch, Spanisch und Englisch

von Reto Hartinger

Das Thema Suchmaschine kommt immer mehr in Fahrt. Pierre Chappaz, der Gründer des an Yahoo verkauften E-Commerce-Vergleichdienstes Kelkoo, hat einen neuen Dienst lanciert: wikio.fr,wikio.de, wikio.com etc, ein Newsdienst der Digg, Technorati und Google news kombiniert. Wikio.fr zum Beispiel sammelt Daten aus über 13 000 französischen Quellen (google news bringt es auf schlaffe 500) kategorisiert und taggt sie nach semantischen Mustern. Das Suchresultat kommt automatisch mit einer Tag-Cloud, auf der man weiter surfen kann, User könnnen News kommentieren, bewerten und in einem kleinen Wiki sogar bearbeiten. und eigene News erfassen. Die Qualitätskontrolle der Quellen erfolgt aber durch Menschen. Podcast, Fotos und Videos sollen demnächst dazu kommen. Wiko hat bereits 1 Mio Nutzer.
Hinter wikio stehen klingende Namen der Web-Szene. Gründer Chappaz befindet sich dabei in bester Gesellschaft mit Loic Le Meur (Französischer Überblogger), Martin Varsavsky, Freddy Mini, Ouriel Ohayon (TechCrunch France Journalist), und Jeff Clavier sind die Angel-Investoren hinter dem Projekt. Lightspeed Venture Partners und Gemini Israel Funds haben kürzlich 6 Mio Schweizer Franken Finanzierung eingeschossen. Das Unternehmen hat ein Dutzend Angestellte.

Ich wünsche mir, dass unser local heroe search.ch sich das einmal ansieht. Vielleicht kann man das eine oder andere ja abschauen. Z.B. die semantische Tag-Cloud, z.B. auch eine Tag-Cloud mit der Region und verwandten Sites bzw. verwanten Suchen. Jungs, nach Telefonbuch und Map wäre dringend wieder die Suchmaschine dran. Wikio zeigt, dass ma n mit neuen Ideen auch wieder punkten kann. Vor allem in Nischen.

ausgegoogelt in Deutschland

von Reto Hartinger

Gestern hatten einige Sufer in Deutschland einen Schock: statt der Startseite von google Deutschland hat sie ein Bild von Mirko Nontschev angelächelt mit dem Text: “Für diese Domain wurden keine Inhalte hinterlegt”, eine Umleitung auf die Hosteradresse goneo.de. Hääääää?

Tatsächlich war google.de gestern für einige Stunden down. Der Grund ist simpel. Am 13. Jänner hat ein Kunde des Providers Goneo die Domain google.de reserviert, was promt bzw. automatisch an den deutschen Domainverwalter Denic weitergeleitet wurde. Dieser schickt ein Mail an den Domainhalter (google), reagiert der Domainhalter nicht innerhalb von 5 Tagen, wird dies als “einverstanden” aufgefasst. So geschehen gestern Montagabend um 19.33 Uhr. Von einer Site-Entführung oder einem Hack kann keine Rede sein es wurde lediglich gängige Praxis ad absurdum geführt.

Es kommt noch schlimmer. Nachdem bei Deon Reklamationen eingegangen war, wurde Denic sofort alarmiert. Die haben natürlich sofort reagiert und google.de promt auf den Provider Favo umgeleitet. Hääääää? Ja, von dort war ein weiterer Domainumzugsantrag für google.de am laufen.
Das ist übrigens nicht das erste Mal, eine Privatperson hat bereits einmal ebay.de gekapert. Domainentführung als Gesellschaftspiel in Deutschland?

Geht das in der Schweiz auch?

Einfach

von Harald Taglinger

iPhone und Wii starten eine neue Runde: Ich bediene die Dinge einfach. Sie bedienen mich nicht mit Nutzerführung.

“Swiss Blog Awards” vor dem Aus?

von Christoph Hugenschmidt

Blogbloglboblblobgob. Seit längerem zweifle ich an der Relevanz der viel gelobten “Blogosphäre”. Wieviele wirklich neue Geschichten hatten denn die helvetischen Blogger in den letzten 12 Monaten? Und wieviele die klassischen Medien?

Passend dazu die Nachricht von heute, die BloggingTom (eine löbliche Ausnahme unter den Bloggern, die Blogger kommentieren, die wiederum klassische Medien kommentieren) aufbrachte. Nämlich, dass die “Swiss Blog Awards” vor einer ungewissen Zukunft stünden. Denn die drei Organisatoren haben das Handtuch geworfen – eine neue Trägerschaft des Anlasses ist (noch?) nicht in Sicht.

Mitorganisator Nick Lüthi sagte gegenüber inside-it.ch (that’s us), der Aufwand sei ihm und seinen Gspönli schlicht zu gross geworden, die Reaktionen (aus der Romandie) zu gehässig und überhaupt habe sich die Blogosphäre in der Schweiz nicht entwickelt. Stimmt.

Nur frage ich mich: Hat sich die Blogosphäre überhaupt, nicht nur in der kleinen Schweiz, entwickelt? Sind Blogs die mediale Aufmerksamkeit als revolutionärer Kommunikationskanal wert, die sie bekommen? Muss man tatsächlich bloggen, um überhaupt noch wahrgenommen zu werden?

Vom bloggen leben kann man auf jeden Fall nicht. Siehe dazu die interessante Umfrage, die Basic Thinking unter deutschen Blogs durchführte. Einzig ein “Erotik-Blog” – was immer das ist – kommt auf Einnahmen, von denen man leben kann.

MacOs von Apple auf normalen PC’s

von Reto Hartinger

Richtig – der Titel ist etwas komlipiert und sagt eigentlich nichts weiter als: Bald könnnen alle PCs auch das Macintosh Betriebssytem ausführen. Dies verspricht die amerikanisch/russische Softwareschmide Parallels (eine Tochter von VMware). Basierend auf der Virtualisierungstechnologie ist es gelungen, das MacOS auf Dell und HP-Rechnern laufen zu lassen und zwar gleichzeitg mit Windows. Es gibt keinen technischen Grund, wieso das nicht laufen sollte, meint Parallels CEO Beloussov. Wieso das Produkt noch nicht auf dem Markt ist, ist einzig und allein auf Apple CEO Steve Job’s Einwände zurückzuführen. Beloussov meint aber, dass der Druck vom Markt her dies nicht wird verhindern können und wenn die Virtualisierungs-Technologie weiter fortschreitet, wird es auch Jobs Einverständnis nicht mehr brauchen.

Heute bereits stellt Parallels Software zur Verfügung, die das Mac und Windows-Betriebssystem paralell auf einem Mac ausführen. Mitte Februar kommt Parallels mit einer neuen Version, bei der man das Betriebssystem gar nicht mehr zu switchen braucht. Egal ob Mac oder Window-Software, sie läuft einfach in einem eigenen Fenster, paralell zu allen anderen Fenstern. Das Interesse von grossen Firmen an diesem Produkt sei hoch, weil das Mac-OS das am einfachsten zu wartende und modernste Betriebssystem sei, so Beloussov. Sie sind anscheinend in direkten Gesprächen mit zahlreichen ganz grossen Firmen.
Ich habe mir immer Gedanken gemacht, ob Apple eine reine Hardware- oder reine Software-Firma wird. Zurzeit haben sie das beste Briebssystem aber niemand schreibt dafür Software. Eigentlich das Todesurteil für jedes Betriebssystem. Dieses Manko erübrigt sich aber mit der Parallels Software. Ich frage mich, ob Apple nicht nochmehr an Software-Lizenzen verdienen kann, wenn viele x86-Rechner das MacOS fahren.

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