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Mein Blog wieder ohne Werbung – dank Google

von Daniel Ebneter

Anfangs Woche zählte Google an einem einzigen Tag Dutzende von Klicks auf Inserate beim eBusinessBlog. Üblicherweise waren es nur ein paar wenige.

Am nächsten Tag erhalte ich folgende Mitteilung:

Uns ist aufgefallen, dass ungültige Klicks bzw. Impressionen auf die
Google-Anzeigen auf Ihrer Website bzw. Ihren Websites ausgeführt
wurden. Aus diesem Grund haben wir Ihr Google AdSense-Konto
deaktiviert. Diese Maßnahme wurde ergriffen, um die Interessen der
AdWords-Inserenten zu wahren.

(…)

Ein Publisher, der ein Konto unterhält, das aufgrund ungültiger
Klickaktivität deaktiviert wurde, ist zu einer weiteren Teilnahme am
AdSense-Programm nicht berechtigt und erhält keine weiteren Zahlungen.
Die Einnahmen Ihres Kontos werden den betroffenen Inserenten
zurückerstattet.

Ich hatte in meinen Skiferien keinen Internetzugang, konnte also nicht der Übeltäter sein. Und meine Grossmutter habe ich auch nicht zum Klicken angestiftet. Für die Argumentation in meinem Rekurs hatte Google weitere zwei Tage später aber wieder nur ein Standardmail übrig:

Nach dem Eingang Ihrer Antwort haben wir Ihre Kontodaten gründlich
überprüft. Dabei haben wir erneut festgestellt, dass auf den Anzeigen
Ihrer Website ungültige Klicks generiert wurden.

(..)

Wie Sie sicher wissen, ist ein Publisher, der ein Konto unterhält, das
aufgrund ungültiger Klickaktivität deaktiviert wurde, zu keiner weiteren
Teilnahme am Google AdSense-Programm berechtigt. Aus diesem Grund können Sie kein neues Konto eröffnen.

Beachten Sie bitte ebenfalls, dass nachfolgende oder doppelt gesendete
Einsprüche zu diesem Problem nicht berücksichtigt werden und Sie
möglicherweise keine weiteren Mitteilungen von uns erhalten. Wir danken
Ihnen für Ihr Verständnis.

Mit anderen Worten: Das war’s mit AdSense!

Nicht dass die paar Dollar im Monat wesentlich zu meinem Lebensunterhalt beigetragen hätten – aber ein bisschen machtlos fühle ich mich schon. Schliesslich habe ich nichts Falsches getan.

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?


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48 Kommentare zu “Mein Blog wieder ohne Werbung – dank Google”

  1. rafael schrieb:

    Sorry, aber ich bin grundsätzlich schon gegen Adsense, weil es die Website verhunzt. In deinem Falle hab ich jedoch verständnis für die Formulierung von Google dir gegenüber. Es brachht langsam auch eine natürliche Kritik Google gegenüber.

  2. Reto Hartinger schrieb:

    Adsense ist völlig undurchsichtig. Weisst Du, wieviel Google an Deiner Werbung verdient? Nein. Weisst Du, wieviel % Du davon bekommen sollstest? Nein. Davon steht ja auch gar nichts im Vertrag den Du mir Google machst. Du erhälst einfach Geld. Schön. Leider wenig, viel zu wenig. Ok, niemand erhält genuge Geld für das was er macht :-) Yahoo kommt demnächst mit einem neuen Programm – zurzeit erst in Beta-Test-Phase. Das könnte Konkurrenz und Transparenz schaffen. Beim gleichen Keyword bezahlt Yahoo sowieso mehr als Google, weil schon der Klickpreis bei Yahoo höher ist. Ich kenne Leute, die Adwords bei Google schalten und dann auf Seiten mit Yahoo Werbung leiten und damit Geld verdienen. Auktions- oder Werbe-Arbitrage sozusagen.

  3. Yoda’s Blog » Blog Archive » Gemerkte Links vom 26. 02. 2007 schrieb:

    [...] 1 – Internet Briefing Blog / Mein Blog wieder ohne Werbung – dank Google Einmal mehr schlägt Google zu, ohne dass der “Zwischenmann” etwas dagegen tun kann. Das könnte jedem jederzeit passieren – so scheint es zu sein. (tags: Werbung AdSense Google) interne Tags: none [...]

  4. Daniel Ebneter schrieb:

    TechCrunch schreibt über das neue Yahoo Publisher Network und deckt gleichzeitig eine sehr interessante Verbindung zu MyBlogLog auf, das Yahoo gehört:
    http://feeds.feedburner.com/~r/Techcrunch/~3/95839626/

    Das ist jetzt paranoid, aber ich habe am 20.2. einen MyBlogLog-Account eröffnet. Der Tracking Code ist noch nicht mal auf meinem Blog. Und am 21.2. kickt mich Google aus AdSense…

  5. Marcel Widmer schrieb:

    Ich könnte da ja auch eine Geschichte erzählen … Auch wenn es keinen Spass macht, ohne genaue Informationen ausgeschlossen zu werden: ich habe mich mittlerweile damit abgefunden.

  6. Reto Hartinger schrieb:

    Huch kein Einzelfall. Anscheinend sind sehr viele kleine betroffen. Das stimmt mich nachdenklich und ich werde keine Google Aktien kaufen. Würde jemand einen Adsendse-Klick-Wurm entwickeln, wäre das Businessmodell so ziemlich schnell am Boden. Automatisch würden alle betroffenen Sites abgeschaltet. Der Aktienkurs käme mächtig unter Druck. Dass Google so verwundbar ist, hätte ich nicht gedacht, denn so wie es scheint, habe sie eigentlich keine Möglichkeit zu überprüfen, ob es sich um “fraude” handelt, welcher der Sitebetreiber auslöst oder nicht.

  7. BloggingTom schrieb:

    Würde jemand einen Adsendse-Klick-Wurm entwickeln, wäre das Businessmodell so ziemlich schnell am Boden.

    Solche Scripts oder Programme gibts ja bereits einige. Google schafft sich ja mit solchen undokumentierten Programmausschlüssen auch immer neue Feinde. Da ist es nicht verwunderlich, dass sogar ehemalige AdSense-Publisher solche Scripts entwickeln. Ob damit allerdings irgend jemandem gedient ist, ist dann wieder eine andere Frage.

  8. Pierre Rappazzo schrieb:

    Google verspielt so seinen Sympathiebonus rasch. Freuen wir uns auf Yahoo und weitere, denn es ist soviel Geld mit dem online Verkauf von Werbung zu verdienen, dass der Markt dies rasch regeln wird. Ich wiederhole mich gerne, es wird nicht mehr lange dauern und Werbung wird (fast) nur noch online verkauft.

  9. Pepino schrieb:

    Google betreibt diese “Geschäftspraktik” schon seit einigen Jahren… durfte ich selbst auch erfahren… natürlich kurz bevor ein großer Betrag fällig war…

  10. Thomas Kolb schrieb:

    2 x “Was-wäre-wenn”.

    1. Sprunghafter Besucher-Zuwachs auf natürlichem Wege
    ———————————————————————
    Bestes Beispiel: eine bis dato eher weniger frequentierte Seite wird durch einen TV-Spot beworben und weil dieser so packend ist, steigt schon direkt nach dem Ausstrahlen die Besucherrate sprunghaft an — um vielleicht mehrere 1000% verglichem mit dem bisherigen Durchschnitt.

    Auf dieser Site von $Publisher sind Adsense-Anzeigen die (auf die Konversionsrate runtergerechnet )einen ebensolchen Zuwachs binnen weniger Stunden aufweisen?
    Was wäre denn dann?
    Springt dann ein “unbestechlicher” Zähler-Algo an, der registriert, dass die Zuwachsrate über dem internen Schwellenwert liegt? Wird dann diese Site ebenfalls dem voll durch-automatisierten Ausschuss-Procedere übergeben?

    2. Sprunghafter Besucher-Zuwachs auf unnatürlichem Wege
    ———————————————————————-
    Der Publisher hat einen niederträchtigen Neider (Konkurrenten), der einem Script-Kiddie ein sattes Taschengeld zusteckt, um ein brachial-primitives Scriptlein zu entwerfen… in eine Wiederholungsschleife zu packen, das einfach klickt….. und klickt und klickt?
    ich will hier gar nicht weiter denken….

    ..

    Ein Bild zum Schluss:
    ————————-
    Angenommen Sie fahren mit Ihrem PKW auf der Autobahn.
    Der Bord-Computer überwacht die Beschleunigung und dann wenn Sie das Gaspedal bei endlich freier Fahrbahn so richtig schön durchtreten ertönt ein Warnsignal:
    ******************************************************
    “ALARM! – Sie haben die zugelassene Maximal-Beschleunigung überschritten!!
    Gemäß der Vertragsbedingungen mit dem Automobilhersteller wird der Motor jetzt abgeschaltet!
    Bitte rollen Sie jetzt unverzüglich auf den Standstreifen…..
    ******************************************************

    Ad 2.: und jetzt das ganze bitte in einem Fahrschul-Auto…

    Bitte sage mir jemand, dass ich im Moment vollkommen paranoid bin und mich im Bereich reiner Fiktion befinde…

  11. Reto Hartinger schrieb:

    Fall eins kann nicht zum Ausschluss führen, denn es wird die Klickrate berücksichtigt. Gehen Views und Klicks linear hoch, gibts sicher keinen Ausschluss. Oder täusche ich mich?

  12. Thomas Kolb schrieb:

    Genau das hatte ich mich auch gefragt, Herr Hartinger…
    Sagen wir so: ich hoffe sehr, Sie täuschen sich nicht!

    Niemand wird es letztendlich wissen, da wie Sie so schön sagten, die ganze Sache ja “sooo transparent ist”.

    Es ist für mich verständlich und nachvollziehbar, dass der Ad-Betreiber sich massiv mit Aussagen zurückhält, wie diese Algos funktionieren. Klar…

    Jedoch: ich sehe hier die Sache im Detail — genau im Detail des Programmcodes, der einen Manipulationsversuch aufdecken soll.

    Im Moment hab ich ein gewisses Gewissens-Problem. Ich will hier durch unbedachte Äußerungen keine “Anleitungen” zum Klick-Betrug geben…
    Möglich, dass ich einfach zu viel Fantasie habe im Moment.

    Jedoch:
    Wer kann wirklich sagen, wie das “Katz und Maus-
    spiel” von Klickbetrug und dessn Bekämpfung wirklich konkret aussieht… heute, morgen, übermogen… ?

    Irgendwie erschreckend, wie ein ganzer Markt (der Klicks) im Grenzfall so nebulös sein kann…

  13. Reto Hartinger schrieb:

    Es scheint mir technisch nicht schwierig zu sein, einen schwerer zu entdeckenden Klickbetrug zu programmieren, so dass er eigentlich nur durch die schlechte oder nicht vorhandene Conversion Rate entdeckbar ist. Das würde google nur in den Analytics Accounts oder einem Conversion Tracking Tool sehen. Aber auch nur, wenn diese richtig konfiguriert sind. Jetzt weiss ich endlich, wieso Google so viele Entwickler braucht.

  14. Pierre Rappazzo schrieb:

    Reto, ich bin der Meinung, du solltest offiziell im Namen von Internet Briefing Google anfragen, ob es tatsächlich deren Ernst ist, die Seite eines Werbetreibenden für einen allfälligen Missbrauch verantwortlich zu machen? Es ist Aufgabe der Werbevermittlungsplattform (Google), die Werbenden zu schützen und nicht die der Adsense Partner (Daniel)! Wenn Google bei der Logik dafür Hilfe braucht stehen die Kracks (u.a. ich:-) ) von Internet Briefing gerne zur Verfügung!

  15. Pierre Rappazzo schrieb:

    …. und wir sollten das medial ausschlachten!

  16. Reto Hartinger schrieb:

    Bis anhin habe ich mich immer gehütet, mit dem Internet Briefing für eine ganze Gruppe – eine Branche zu sprechen. Das sehe ich eher als Aufgabe des Branchenverbandes SIMSA. Wenn wir sowas machen, sollten wir es mittels einer Umfrage bei den Mitgliedern abstützen.

  17. Pierre Rappazzo schrieb:

    find i guät! Ich bin dafür :-)

  18. BloggingTom schrieb:

    Die Erfolgsaussichten für eine Stellungnahme Googles sehe ich als äusserst gering an, denn das Problem des “kommentarlosen” AdSense-Ausschlusses existiert ja schon länger. Und da haben sich schon unzählige daran versucht, etwas Licht ins Google-Dunkel zu bringen.

    Aber nützt’s nichts, so schadet’s auch nichts ;-)

  19. Daniel Ebneter schrieb:

    Als “Opfer” in diesem Fall freue ich mich natürlich über die lebhafte Diskussion, die ich hier angestossen habe.

    Allerdings bezweifle ich auch, dass sich Google durch eine wie auch immer geartete kollektive Anfrage zu einer Stellungnahme hinreissen lässt, die uns auch etwas bringt.

    Natürlich ist es nicht die feine Art, wie Google mit den AdSense-Publishern umgeht, aber das Vorgehen ist durch die Terms of Service voll gedeckt.
    Bei TechCrunch habe ich indirekt den Rat erhalten, ich hätte die AGB von Google halt von Anfang an nicht so akzeptieren sollen. Ob das wohl weitergeholfen hätte?

    Pierre hat natürlich völlig recht: Google sollte selbst schauen, dass es keinen Missbrauch gibt, und diese Verantwortung nicht dem Publisher überbürden.

    Nur ist das, wie Reto schon erwähnt hat, nicht so einfach. Einem einzelnen Klick ist die Fraud nicht anzusehen, dafür braucht es Statistik, sprich die CTR des einzelnen Publishers.

    Mal schauen, ob Yahoo das besser in den Griff kriegt.

  20. Pierre Rappazzo schrieb:

    Mir geht es weniger darum, etwas bei Google zu bewirken als vielmehr, die Kompetenz unseres Clubs in der Öffentlichkeit darzustellen. Was auch immer Google antwortet, werden wir (Internet Briefing) mit Kommentar in einer Medienmitteilung an alle Medien senden. Wir wollen schliesslich (fast) alle unser Know-how an den Mann bringen. Die jährlichen CHF 250.- muss ich ja irgendwie wieder reinholen. ;-)

  21. Reto Hartinger schrieb:

    Ich glaube auch nicht, dass Google dazu Stellung nehmen würde. Das könnten sie sonst jeden Tag irgendwo auf der ganzen Welt. Es ginge tatsächlich darum, dem Problem eine Oeffentlichkeit zu verschaffen. Das erreicht man nur, wenn man fundiert darüber Auskunft geben, das Problem mit Fakten erhärten kann. Deshalb die Umfrage. So wird es von der Presse ernst genommen. Wir könnten versuchen, mit Google-Leuten zu sprechen. Vielleicht kommen sie an einen TechTalk kommen und geben uns etwas Insights. Das wäre auch ein Weg. Für das ist Zürich zurzeit aber noch zu unwichtig auf der Landkarte und als Google-Standort. Die Meldung von der Netzwoche, dass Google in den nächsten Jahren 1700 Leute anwachsen wird, ist eine ziemliche Ente. Sie beruht auf der Hochrechnung der m2 Zahlen und auch das nur, wenn man die Raum-Optionen mit einbezieht. Es ist kein Google-Statement.
    Google Zürich ist ein wichtiger Tech-Standort, aber hat nirgends den weltweiten Lead.

  22. BloggingTom schrieb:

    Fast 10% der AdSense-Klicks ungültig

    Was ungültige Klicks und Ausschlüsse von AdSense-Publishern angeht, ist Google ja selten auskunftsfreudig. Im Post “Invalid Clicks – Google’s Overall Numbers” auf dem AdWords-Blog gibts nun trotzdem ein paar wenige Zahlen und F…

  23. PAX schrieb:

    bei mir waren es 600$ . Und ich nerv die seither mit monatlichen Mails, wann mein Geld endlich kommt. Aber es herrscht Funkstille von Seiten Google.

  24. Reto Hartinger schrieb:

    Verstehe ich das jetzt richtig, dass wenn Google Clickfraud feststellt, sie kein Geld auszahlen (müssen). Es keine Handhabe gibt, die Rechtmässigkeit des Anspruchs zu beweisen? Die Beweislast vollkommen bei der Website liegt, diese das aber gar nicht kann (technisch) und auch kein Gehör bekommt? Wird nicht wenigstens der Teil ausbezahlt, der als rechtmässig angesehen wird?

    Ein riesiges Problem, wenn dem nicht so ist. Gerichtstand ist sicher Mountain View. Für einen Einzelnen sicher überhaupt nicht lohnenswert rechtlich etwas zu unternehmen, aus dem Ausland schon gar nicht. Davon müssten aber allein in den USA bereits tausende betroffen sein.

    Wie plausibel meistert das Google? Ist das eine Frage der Zeit, bis es eine Sammelklage gibt? Kaum – es ist und bleibt ein Problem der Beweislage.

  25. Marcel Widmer schrieb:

    ALARM! – Sie haben die zugelassene Maximal-Beschleunigung überschritten!!
    Gemäß der Vertragsbedingungen mit dem Automobilhersteller wird der Motor jetzt abgeschaltet!

    Bei Google ist’s ja noch schlimmer: die “Vertragsbedingungen” sind zwar bekannt, der Wert für die “zugelassene Maximal-Beschleunigung” aber nicht.

    Oder mit einem anderen Bild:
    1) In Googleland wissen alle Autofahrer, dass es Höchstgeschwindigkeitsbegrenzungen gibt
    2) Über die runden Schilder mit rotem Rand hat aber die Googlepolizei Säcke gestülpt
    3) In einer Radarkontrolle erhält man auf die Frage “Wie schnell hätte ich denn fahren dürfen?” die schlüpfrig-arrogante Antwort: “Sie haben sicher Verständnis dass wir alle weiteren Fragen zur Geschwindgkeitsüberschreitung nicht beantworten können.”

    Wieso wollen eigentlich alle nach Googleland?

  26. Reto Hartinger schrieb:

    aha – anscheinend wird google und yahoo doch mit Klagen eingedeckt – bis jetzt aber offensichtlich vor allem von Seiten von Werbeauftraggebern. Das Problem wird sowieso einseitig aus sicht der Werbeauftraggeber gesehen – die Websites (die Bösen Täter können nicht Opfer sein! Die Rollen sind klar verteilt.) lässt man ausser Acht.

    Laut Click Forensics sind 14.2% der Klicks Beschiss – Google selber geht von unter 10 % unbeabsichtigter Klicks aus.

    Dabei können laut Google “unbeabsichtigte” Klicks herrühren aus:

    Shuman Ghosemajumder ist bei Google verantwortlicher Produkt Manager “trust and safety”. Er meint unbeabsichtigte Klicks kommen von:

    - Leuten die auf Werbungen ihrer Konkurrenten klicken um deren Werbebudget aufzubrauchen.

    - Bots und Web-crawler die Links auf der Seite weiterverfolgen

    - Webbrowserfehler

    - Doppelklicken der User

    Und wieso sagt er nicht mehr über den Mechanismus? “The reason we haven’t provided a great deal of information is because we want to limit the knowledge of our techniques to potential criminals. We want to show what our level of commitment is so advertisers know how much we are invested in this.”

    Aha. Eben, nur die Werbekunden werden berücksichtigt. Das sind immerhin weltweit über 500 000 Kunden, die durchschnittlich 350 Begriffe buchen.

    Google wird ein ““Click Quality Team,” bilden, welches sich dem Problem annimmt. Erste Massnahme in die richtige Richtung. Werbekunden können IP Adressen angeben, die nicht klicken dürfen – also z.B. die ihrer Konkurrenten. Das ist erst möglich seit einem jüngsten Gerichtsurteil – vorher galt das Recht auf Redefreiheit (äh, ja, halt). Hoffentlich nützt.

    Webpublisher in Amerika sind sich des Problems bewusst und setzen anscheinend vermehrt eigene Produkte ein. Tja, dann müssen sie diese aber auch selber verkaufen und das können nur die Grossen.

  27. Reto Hartinger schrieb:

    hier der Link zu mehr Infos über Klickfraud von Google:

    http://adwords.blogspot.com/2007/02/invalid-clicks-googles-overall-numbers.html

  28. PAX schrieb:

    das ist ja der fluch an der ganzen sache. ich hab gar kein geld gesehen. auch wenn ich der meinung bin, dass sie ja offensichtlich klar gültige von ungültigen klicks unterscheiden können.
    auf meine frage, was ich denn dafür oder vor allem gegen den betrug machen könnte, sind sie mir leider eine antwort schuldig geblieben.

    dass sie ungültige clicks nicht abrechnen finde ich voll ok. aber dass sie auch das geld für die gültigen clicks einbehalten ist so nicht mal in ihren AGB vorgesehen. und ich hab mir die mühe gemacht, diese wirklich zu lesen, was ich ja auf meinem blog deutlich gemacht habe.

  29. Reto Hartinger schrieb:

    @Denis

    Denis – kannst Du mir sagen, ob der search.ch crawler Ad-Links auf Seiten weiterverfolgt? Gibt es z.B. eine Möglichkeit Goolgle solche Bots und Crawlers zu melden?

  30. Daniel Ebneter schrieb:

    @Reto:
    Ja, das ist so mit der Auszahlung. Wenn das Fallbeil mal runtergegangen ist, werden alle Guthaben des Accounts an die Werbetreibenden rückvergütet. Du verlierst die Kontrolle völlig, weil Du nicht mal mehr an die Daten rankommst. Der Account wird sofort gesperrt.

    Fehlte nur noch, dass wir einen Fall ausfindig machen, wo Google sogar bereits ausbezahltes Geld von einem Publisher zurückgefordert hat. Aber so weit trauen die sich wahrscheinlich nicht auf die Äste raus.

    Das OR wird bei Googles Vorgehen natürlich mit Füssen getreten, aber die Terms of Service halte ich wie gesagt für ziemlich wasserdicht. Und im angelsächsischen Rechtssystem kannst Du mit unüblichen AGB nicht kommen – dort gilt noch viel mehr als bei uns: abgemacht ist abgemacht.

  31. 2ni schrieb:

    @Reto:
    In der Regel wird der Crawler die Adwords nicht weiterverfolge, weil sie normalerweise mit Javascript eingebunden sind und ein bot kein js kann. Google wird sicherlich schon solche Mechanismen haben, wo sie Clicks von Crawler sonst nicht zählt. Wo mans ihnen melden könnte weiss ich nicht, aber sie werden kaum so ne Liste maintainen, sondern das Problem eher global angehen. Wobei es ja de facto keins ist, weil ja mit js eingebunden.

  32. Thomas Kolb schrieb:

    Wow – das Thema und die Diskussion hier hat ziemlich Dynamik… und auch mich nicht losgelassen – auch wenn ich selbst nicht betroffen bin.

    Zum einen muss ich mir selbst eingestehen, dass ich wohl zu einfach gedacht habe – auch in meiner bildhaften Ausführung.

    Böse Absicht will ich niemandem unterstellen bis auf die “wirklichen Klickbetrüger”.

    Ich würde mich freuen, hier noch den ein oder anderen Leser anstecken zu können, die ganze Sache ABSTRAKT zu sehen.
    Google (übertragbar auf anderen Betreiber), den Publisher und die Faktoren, die zu unechten Klicks führen…

    Sehen Sie das doch mal aus Sich eines Webpioniers ;-)
    Vergessen Sie dabei nicht, wie JUNG (frisch, neu) die ganze Entwicklung an sich noch ist.

    Wir erleben im Moment die fast skurrile Situation, dass der Markt da ist — der wirtschaftliche Motor sozusagen “volle Kanne” läuft, viele viele Existenzen und Wirtschaftsunternehmen beteiligt sind… (mit sicher alles anderer als gleicher Verteilung bzw Machtstellung — das liegt auf der Hand…) — der ganze “Mechanismus” als solches — also die Technik, die diesem Markt zugrunde liegt, jedoch alles andere als ausgereift ist.

    Überspitt will ich sogar sagen: einem MASSEN-EXPERIMENT gleicht!

    Ich will mich hier selbst korrigieren: Das mit dem Gaspedal, dem Auto und dem Grenzwert war sicherlich zu einfach… Ich nehme eher an, dass aktuell die Technik des “Fraud-Erkennens” schon einige Runden “Katz-und-Maus-Spiel” weiter entwickelt worden ist (als von mir dargestellt).

    Gut möglich, dass nicht wenige aktuell gerade an der Verfeinerung des Bewertungs-Algos arbeiten.. Ich gehe davon aus, dass Google wohl über sehr viel Hirnschmalz und Entwickler-Potential verfügt – und unterstelle mal, dass man stets dran arbeitet, die ganze Sache technisch zu verbessern… Vielleicht wird ja gerade in diesem Moment eine neue Version getestet die hunderte von Parametern zur Bewertung heranzieht und alles andere als primitv ist…

    Es gibt fieserweise ein viel weitgehenderes Problem bei der Sache — den “Apparat” als solches!

    Also die komplette Ablaufkette vom “kritischen Ereignis, das auf Klickbetrug schliessen lässt” (zu viel verdächtiger Zuwachs an Clicks in zu kurzer Zeit).

    Am Anfang steht die virtuelle Entsprechung eines SENSORS —
    Am Ende der Kette kommt es zum Abschalten des Accounts und der Mail (da ist dann das Relais, das die Guillotiene auslöst).

    In dann scheins nicht so wenigen Einzelfällen eine dezeit subobtimale Ereignis- / Ablaufkette…

    ((ich hoffe, es kann oder will mir noch jemand folgen – es wird gleich anschaulicher))…

  33. Thomas Kolb schrieb:

    (Teil II)…

    Zur Veranschaulichung folgender alt-bekannter Ablauf…

    Man nehme ein Graustufen-Bild und reduziere dies dann auf ein monochromes Bitmap…

    Genau das ist es doch!

    Selbst wenn der “Sensor” am Anfang ausgereift und immer perfekter wird…

    SOLANGE HINTERNRAUS also konkret in der Kommunikaton – shimer noch – vertrags- und finziell relevanten AKTION schlichtweg in SCHWARZ und WEISS ABGESTUFT wird, solange bleibt MASSIVER VERLUST an FAIRNESS schlicht am SYSTEM haften!

    Meine Progronse:
    Die ganze “Apparatur” — und hier sind die Mitarbeiter, Manager und Entwickler durchaus inbegriffen — wird immer nur SO FAIR sein können, wie sie ABSTUFUNGEN zwischen GUT und BÖSE kennt..

    Die Entwicklung (die ständigen Manipulaitonsversuche) zwingen den Betreiber mit Nachdruck dagegen anzugehen…
    und was macht er? — Klar — er geht dagegen an.

    Und genau das macht “die ganze Apparatur SEHR FUNDAMENTALISTISCH”…

    -> Da führen Algorythmen — abgesichert ud legitimiert durch die Vertragsbedingungen — initiiert vom strategischen Kurs des Managements nichts weiter als seinen eigenen KAMPF GEGEN DAS BÖSE!

    -> Das Grundlegende Problem bei der Sache:
    Wenn man die Welt einzig in gut und böse, schwarz und weiss, Freund und Feind einteilt… (und auf dieser Einteilung basierend handelt — bzw den Automatismus handeln lässt)..
    KANN das doch nur zu KOLLATERALSCHÄDEN führen!!
    (spätestens hier darf man auch die Firmennamen weglassen).

    Es kann auf Dauer nur einen adequaten Weg als faire Lösung (für ALLE Beteiligten) geben
    ==> MEHR SENSIBILITÄT!!
    Eben genau die Graustufen zwischen 0% und 100% !!!

    Und zwar VON ANFANG BIS ENDE — den kompletten Prozess abdeckend!

    Liebe Pioniere — denken Sie mal langfristig!!

    -> Ein “Click Quality Team” reicht da nicht…

    -> es geht um nichts geringeres als um AUTOMATISIERTES BEWERTEN UND ABWICKELN VERTRAGSRELEVANTER GRENZ-SITUATIONEN!

    -> Das ist HOCHKOMPLEX!
    (Mein Gehirn meldet mir einen “Stack Overflow Error” wenn ich weiter versuche mir das auszumalen)…
    Ein einziges “Vielleicht” zwischen dem “ja” und dem “nein” zieht ziemlich sicher immer neue Entscheidungs-Weichen nach sich…
    Es müsste die Möglichkeit geben für den Publisher zu reagieren…
    “Uns ist aufgefallen, dass… ” [...] “wir haben zu diesem Zweck folgendes Web-Formular erstellt, in dem Sie dazu Stellung nehmen können….”
    diese Reaktionen wollen wiederum verarbeitet werden, fliessen wiederum in die Bewertung mit ein, ergeben neue Parameter.. etc…

    Das mit dem “Downsamplen” eines Graustufenbildes passt als alte Weisheit — “die Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied”.

    Zum Lösungsansatz tauglich?… owee… noch Meilend avon entfernt!…. viel komplexer das alles…

    Ich nehm an, das ist dann doch letztendlich eines Tages ne Sache irgendwo zwischen Neuronalem Netz und/oder Fuzzy-Logik oder nem Hauch von KI…

    Ein erster Schritt dahin — bzw hin zu einer Besserung
    wäre sicher ein erster Grauwert (ein “Vielelicht”) mit legitimer (legitimierter) Berechtigung zwischen ON und OFF…
    aber bitte KONSEQUENT!
    von A wie AGB bis
    Z wie zurück kommende E-Mail….

    …………………..

    Gerade im “Kampf gegen das Böse” und “der Versteifung auf einen ungreifbaren Feind” darf jeder die ein oder andere Parallele zum Weltgeschehen gerne ziehen…

    Hand auf’s Herz:
    es ist immer einfach “monochrom” zu denken und zu reduzieren… aber so gut wie nie trifft diese Vereinfachung auch den Anspruch “Wahrheit”…

    Schöne Grüße,
    Thomas Kolb

  34. Thomas Kolb schrieb:

    It’s DIGITAL JUDGEMENT…
    at it’s rogh beginning!!

    Wir leben in einer durch-automatisierten Welt…
    vertraglich geregelt und juristisch legitimiert…
    und dennoch einfach nur –> oftmals NOCH VIEL ZU DUMM!!

    Skurrile Situation heutzutage.. oder nicht?

    Und genau deswege ist hier eigentlich JEDER noch Internet-Pionier…
    irgendwann wird man darüber lachen… über diese Anfangszeit..
    und die, die morgen oder übermorgen heinwachsen, werden sich fragen, wie das “damals überhaupt geklappt hat, daraus nen Markt entstehen zu lassen”…

    Tut mir leid für die fast bittere Erkenntnis…
    -> aber auch in diesem Stück Software sind alle Anwendenden Teil des “Experimentes”…

    so long…

  35. Thomas Kolb schrieb:

    Nachtrag:
    oftmals NOCH VIEL ZU DUMM!!
    ist natürlich auf die “durch-automatisierten Apparaturen” bezogen…

    Und wann haben SIE sich zum letzten mal über einen “dummen Computer-Brief” geärgert???

  36. BloggingTom schrieb:

    Eine koreanische Firma hat nun mal den Anfang gemacht und Google wegen der Schliessung des AdSense-Accounts verklagt. Bin ja gespannt, ob durch diese Klage mehr Details zur Schliessung von solchen Konten ans Licht kommen.

  37. Pierre Rappazzo schrieb:

    Nach meinem Rechtsverständnis sollte man Googel Schweiz ebenfalls belangen können. Das Vorgehen wäre:
    - eingeschriebene Mahung, den offenen Betrag auszuzahlen
    - bei ausbleibender Zahlung, Betreibung einleiten
    - Rechtsvorschlag oder Zahlung
    wer kann von sich schon behaupten, mit mit Google vor dem Friedensrichter gesessen zu haben??

  38. alleswasbewegt schrieb:

    AdSense-Schließungen – Der Ärger mit Google

    Immer mehr Blogs berichten, das AdSense den Account geschlossen hat, da es sich angeblich um Klickbetrug handelt.
    Einen ausführlichen Bericht hat Der Rüdnitzer geschrieben. Er hat seinen Blog optimiert und auch die AdSense Einblendungen optimiert und…

  39. Reto Hartinger schrieb:

    Je länger ich mich mit dem Thema befasse desto mehr fasziniert es mich. Vielleicht kommen wir der Problematik auch näher auf den Grund.

    Ein Kriterium für Abschalten ist:

    - Dadurch, dass ein Website-Publisher einen beliebigen Teil des Anzeigencodes oder das Layout, das Verhalten, die Zielausrichtung oder die Schaltung von Anzeigen aus irgendeinem Grund ändert.

    Hey Leute – liegt ein Redesign (Anpassung der Werbung an das neue Design) nicht mehr drin?

    Das könnte einer der häufigsten Gründe sein. Das müsste Google beim Überrüfen aber merken und das Adsenseprogramm wieder zulassen.

    Es ist offensichtlich: Google verdient mit Adsense massiv am Longtail! D.h. an all jenen Sites, welche die 100 Dollargrenze nie erreichen und wie es scheint auch an den Sites die es ausschliesst. Oder bezahlt Google auch die rechtmässigen Klicks den Werbetreibenden zurück? Den Websites anscheinend nicht. Das können wir so nicht überprüfen.

    Hier noch die AGBs:

    https://www.google.com/adsense/localized-terms?hl=de
    https://www.google.com/adsense/policies?hl=de

  40. BloggingTom schrieb:

    @Pierre: Das Problem ist wahrscheinlich, dass Google Schweiz die falsche Anlaufstelle wäre. Die AdSense-Geschichten laufen doch sicherlich über den Hauptsitz in den USA.
    Aber eigentlich hast Du recht, man sollte das wirklich mal durchziehen. Wenn Google meinen Account mal sperren sollte, werde ich das ausprobieren. Versprochen…

  41. Thomas Kolb schrieb:

    //Je länger ich mich mit dem Thema befasse desto mehr fasziniert es mich.//

    Dem kann ich so nur zustimmen…

    Hier schnell ein Link für den, der noch nicht genug hat.
    Dachte mir, ich lass den mal schnell hier.

    http://www.der-ruednitzer.de/index.php/2007/03/02/die-klickbetrueger-und-das-geschaeftsmodell-bei-google-adsense/

  42. Der Rüdnitzer » Update zum “Business Modell” von Google AdSense und Google AdWords schrieb:

    [...] Die rüde Umgangsweise von Google AdSense mit seinen Kunden und die Zechprellerei von Google scheint ein weltweites Phänomen zu sein. In Südkorea muss sich Google inzwischen vor der Fair Trade Commission für seine rüde Geschäftspraxis verantworten. Auch in der Schweiz treten unberechtigte einseitige Kündigungen durch Google massiv auf. [...]

  43. Google macht Blogs werbefrei at Fabian Lorenzen schrieb:

    [...] die gleiche standardisierte Email wie man hier, hier und hier sowie hier und hier (…) nachlesen [...]

  44. Internet Briefing Blog / Google schummelt bei Adsense schrieb:

    [...] anwendet um mehr Marge bei den Adwords zu machen. Beim Umrechnen und Anwenden von Fremdwährung prellt Google Adsense Kunden: das mit AdSense verdiente Geld wird in Dollar angezeigt und dann in Euro umgerechnet. So erhalt [...]

  45. Anschluß der DDR hat viel Geld gekostet - Die beste Demokratie, die man für Geld h… : Wunsch Geld schrieb:

    [...] > …Verschwiegen wird aber, dass über die Rentenkassen seinerzeit > > die deutsche Einheit finanziert wurde… > > Klingt insgesamt gut und schlüssig, ist aber von der Aussage her > völlig [...]

  46. Bernd schrieb:

    Google macht ssowieso was er will.
    meiner Meinung nach ist es sowieso Verschwendung, für Goggle Werbeplatz zu opfern.
    Ich habe keine Lust, mir in den Inhalten dann auch noch von Google was vorschreiben zu lassen.
    Übrigens sind die User sowieso klickblind geworden.

    Aber mal was anderes:
    Der grösste Beschiss ist doch Goggle Adwords.
    In Amerika haben sie dort die ganzen Marketer rausgekickt, wegen Qualitätsmängel…
    Sich mit Google zu beschäftigen ist eben Zeitverschwendung.

    Wenn man sowieso davon ausgehen kann, dass 85% des Traffics im Internet von den grossen quasi umgeleitet werden.

    Die restlichen 15% teilen sich dann 95 % der anderen, ist alles Beschiss!

    Oder man mus eben mitmachen und Traffic umleiten lassen.

    Alles eine Frage des Geldes halt.

  47. JizeSlillap schrieb:

    Read a week ago, I otkommentit, but forgot, but here such a discussion:)

  48. à lextérieur clips porno schrieb:

    à lextérieur clips porno

    Internet Briefing Blog / Mein Blog wieder ohne Werbung – dank Google

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