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Die Totale Überwachung – Spyware spioniert PCs übers Web aus

von Reto Hartinger

Da hab ich gerade einen interessanten Beitrag in neuerdings.com gelesen. Ein Beitrag, wie man PC’s von irgendeinem anderen mit dem Internet verbundenen PC aus live überwachen kann ohne Spuren zu hinterlassen. Es zieht mir fast die Schuhe aus:

Aus der Produktbeschreibung des Herstellers:
“Verbinden Sie einfach den **Produktenamen** (ein USB-Stick) mit dem Computer, den Sie überwachen wollen. Starten Sie danach das Setup-Programm, um die Software zur Überwachung zu installieren. Der ganze Vorgang dauert weniger als 60 Sekunden. Die Programmkomponenten sind vollständig verborgen, und es gibt keinerlei Hinweise, dass der Rechner überwacht wird.
Jetzt können Sie den **Produktenamen**-Stick entfernen und mitnehmen. Wann immer sie sehen wollen, welche Web-Seiten ihre Kinder oder (sic!) Angestellten besuchen, mit wem sie chatten, und worüber sie reden, stecken Sie einfach den **Produktenamen** in irgend einen Windows Rechner mit einer Internetverbindung und einem USB Anschluss ein. **Produktenamen** wird sich automatisch mit dem Ziel-Computer verbinden.
Überwachen Sie beide Seiten von IM-Unterhaltungen in Echtzeit. Oder lassen Sie sich von **Produktenamen** sämtliche Aktivitäten auf dem Zielrechner anzeigen. Überprüfen Sie den Absender und Empfänger jeder E-Mail, die empfangen oder verschickt wurde. Sie können sogar jeden Benutzer vom betroffenen Rechner ausschließen, die Internetverbindung beenden oder zeitliche Beschränkungen einstellen. Sie können auch den Computer ausschalten. Und all dies mit dem **Produktenamen** von irgendeinem anderen Computer aus.
Einfach anzuwenden! Es gibt keine Befehle, die Sie sich merken müssen, keine Passwörter, **Produktenamen** muss nur eingesteckt werden.”

Für dieses Produkt möchte ich nicht zusätzlich Werbung machen, indem ich seinen Namen erwähne – es ist in den meisten Ländern eh verboten. Das mag viele Private (Eltern? eifersüchtige Partner?) und Firmen nicht vor dem Gebrauch abschrecken. Wie sieht das rechtlich aus? Was genau ist verboten? Verkauf, Besitz oder Gebrauch? Ich nehme an, nur der Gebrauch – und das soll zuerst einmal nachgewiesen werden.


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3 Kommentare zu “Die Totale Überwachung – Spyware spioniert PCs übers Web aus”

  1. Thomas Kolb schrieb:

    DANKE!
    Herr Hartinger, dass Sie mit solchen Beiträgen sensibilisieren und wachrütteln! Danke auch für die **.

    Vermutlich bin ich nicht alleine mit dem Gefühl dass die Windows-Plattform sich immer weiter von Dingen wie “Privatsphäre” oder “Datenschutz” verabschiedet…

    Auf lange Sicht sehe ich hier den Bedarf eines Wechsels des Betriebssystems für Sensible oder Sensibilisierte immer wahrscheinlicher. Leider kann sich das ein Angestellter selten aussuchen unter welchem OS er arbeitet.

    Mir stößt vor allem die Art der unverhohlenen Werbung bitter auf – dieses offensichtliche Anpreisen des schieren Abschaffens jeder Art von Privatshäre (bzw elektronischem Postgeheimnis) als “tolles Feature”.

    Was kommt als nächstes?
    Hier meine Anregungen für tolle **Produkt-Name**-Bundles..

    * Ab der 5er-Lizenz:
    =================
    -> bekommen Sie sub7 oder vergleichbares plug&play gratis als Bonus mit dazu.

    * Jetzt NEU: die Corporate-Edition ab der 100er-Lizenz:
    ====================================
    -> Als spezielles Extra nun mit dem Agobot — kinderleicht zu bedienen und out-of-the-box zu praktischen Clustern zusammengefasst.

    * Den Bundestrojaner haben Sie ohnehin auf jedem 7. Stick mit dabei…

    ……….

    da fällt mir — im Moment nach dem Lesen des Beitrages barfuß und mit aufgerollten Fußnägeln nur eines als Fazit ein:

    tell application “Finder” to shut down

    oder auch:
    wie gut, dass der Mac nicht windows-like verbreitet ist…

    Schöne Grüße,
    Thomas Kolb

  2. Pierre Rappazzo schrieb:

    Ganz ehrlich gesagt, ich glaube nicht dass das geht. Man hinterlässt immer Spuren. Ich würde insbesondere Laien davon abraten ein solches Produkt zu nutzen, denn es ist strafbar. In Firmen wird von IT Mitarbeitern schon seit Jahrzehnten ausspioniert während das Management kaum die Maus bedienen kann.

  3. Internet Briefing Blog / RFID Chip so klein wie Staub schrieb:

    [...] Ubiquitous Computing rückt wieder einen Schritt näher. Die Sicherheitsrisiken und Persönlichkeitsschutz-Risiken werden nicht kleiner. Ein serienreifes Produkt gibt es frühestens in zwei Jahren. yigg this! — save to del.icio.us [...]

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