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Deck Dich doch selber auf

von Harald Taglinger

Die Diskussion um die eigene Datensicherheit im Netz lässt sich in einer Art aushebeln, die Michael Konitzer Mitte der 90er in etwa so beschrieben hat: Wir sind alle gnadenlos transparent. Das muss nicht immer ganz ernst gemeint sein wie bei der Aufforderung, den Bundestrojaner zu installieren und eine Telefonüberwachung dazu gratis zu bekommen (bezieht sich auf die Diskussion des Deutschen Innenministeriums, ob und wie eine unfreiwillige Datenüberwachung rechtens ist. Sieht das Bundesverfasungsgericht ganz anders als Minister Schäuble). Etwas harmloser und lieber ist Selfshare gedacht. Man legt einfach sein Browen offen. Für beide gilt, dass ich einfach nicht weiss, was an einer Einzelperson im Regelfall Interessantes herauszuholen wäre. Anders bei der Vernetzung und Verdichtung solcher Daten. Das geht aber auch entpersonalisiert. Das nennt sich Logfile beim Provider.

Apple und Cisco einig: beide verwenden iPhone

von Reto Hartinger

Der Markenrechtsstreit zwischen Apple und Cisco Systems ist überwunden, die beiden Firmen werden auch in der IT-Sicherheit und Kommunikation zusammen arbeiten. Beide werden für ihre jeweiligen Produkte den Namen iPhone verwenden. Cisco’s iPhone Familie besteht aus schnurlosen Telefonen, aber keine Handys. Mehr war den Firmen nicht zu entlocken. Es ist wahrscheinlich, dass Apple darauf verzichten musste, schnurlose Telefone anzubieten und es war immer der Wunsch von Cisco, dass die beiden Systeme untereinander kommunizieren können. Apple wird eingewilligt haben.

Social Networks und Social Communities

von Reto Hartinger

Mit Web 2.0 entscheidet weniger die Technik über den Wert der Internet Site sondern die Anzahl User. Bestes Beispiel youtube. Technisch quasi kein Unterschied zu google video und doch konnte youtube dem mächtigen Goolge eins auswischen. Trotz grosser UserBasis von Google hatte sein Dienst keine Chance gegen youtube und Goolge musst seinen Konkurrenten für viel Geld kaufen.
Welche sind die kleinen Differenzen die im Web 2.0 Zeitalter eine Community aufzubauen? Welche ist die Kraft von Social Networks? Damit befassen wir uns in unserem nächsten TechTalk, den nicht erst seit Flikr und Youtube sind Web2.0 und Sozial Communities in Mode geraten. Mit dem ganzen Web 2.0 Hype sind viele neue Social Networks entstanden. Einige haben über Jahre versucht erfolgreich zu sein und haben es nie geschafft. Andere werden innert Monaten zu Marktführer und Dominatoren in gewissen Bereichen.

Peter Schüpbach führt uns in das Thema ein. Er ist der beste Kenner der Szene mit der meisten Erfahrung, denn er ist an den beiden grössten Europäischen Social Networks beteiligt StudiVZ und XING/OpenBC, welche für viel Geld verkauft oder an die Börse gegangen sind, beteiligt.
Peter Schüpbach berichtet über seine Erfahrungen:

- Warum diese Unterschiede?

- Was macht den Unterschied aus?

- Gibt es Rezepte wie Social Communities besser aufgebaut werden können?

Danach diskutieren wir:

- Businessmodelle von Social Networks & Social Communities

- Wer kann Social Networks & Communities erfolgreich aufbauen?

- Soll ich eigene Sozial-Network und Social Communty-Feature in mein Angebot einbauen?

- Kann und soll ich meine Website mit Social Networks verbinden?

Es würd mich freuen, wenn Du dabei wärst am

6.03.2007- 11.30-14.00 mit gemeinsamen Essen

Erfolgsrezepte für Social Networks und Social Communities
Im Zunfthaus zur Schmiden, Marktgasse 20, Zürich
Für Mitglieder des Internet Briefings gratis, Gäste bezahlen Fr. 80.- für den Vortrag

Wanna C my house

von Harald Taglinger

Die sehr stimmige Verbindung aus Goolge Maps und YouTube bietet eine amerikanische Immobilien-Site. Gut, wir prusten bei manchen Videos unfreiwillig los und haben scheinbar den Comic Channel des Servers entdeckt. Aber ich sage nur „Mietshäuser in Oerlikon“…die Ptäsentation von Objekten via Video zu einem extrem billigen Produktionspreis macht das Modell auch für Objekte wie Automobile denkbar.

Wird Google Office heute Realität?

von Reto Hartinger

Gerüchten zufolge soll Google heute eine kleine Office-Suite als Service ankündigen, das meint jedenfalls Techcrunch
Sie soll beinhalten:
E-Mail: Gmail

Textverarbeitung: Docs

Tabelllenkalkulation: Spreadsheets

Präsentationsgenerator: Neues Produkt (Codename Presently)
Messenger: Talk

Terminkalender: Calendar

Webdesign-Tool: Page Creator

Domainname & Hosting: Domain

Einzig neu daran ist ja eigentlich nur, dass es jetzt auch noch eine Präsentationssoftware von Google geben soll. Dazu haben wir ja bereits berichtet. Und ein bezahltets Offering an Firmen für solche Dienste wurde ja auch schon gemacht. Zu teuer find ich übrigens, das müsste vorerst gratis sein. Sieht man sich die Userzahlen von Google Docs und Spreadsheet in meinem letzten Artikel an, dann sind die Flaggschiffe der Suite nicht gerade erfolgreich.

Als grösseres Bundle könnten sie etwas mehr Durchschlagskraft erhalten – aber kaum in einer teuren Bezahlversion. Goolge muss erst noch lernen, wie man solche Dienste/Produkte vermarktet. Im Schlafwagen wird das nicht gehen.

Ein Produktmarketing muss her. Das müsste das collaborative Arbeiten mit den Goolge Office Produkten bekannt machen, die Vorzüge der Produkte gegenüber andern offline Produkten darstellen. Google ist eine junge Firma und die Chefs kennen das nicht, sie kommen aus einer marketingfreien Welt.

Update: Google Apps kommt -Tatsächlich, das gibts jetzt in einer Ligth-Version gratis und in einer Extended Version für 50 Dollar pro User/Jahr. Leider ohne Prowerpoint-Clone. Mal sehen was der Google-Aktien-Kurs auf diese Ankündigug hin macht.

Update 2:

Goog Google 475.85 0.00 % Verdikt: keinen Einfluss auf den Aktienkurs. Sollte sich das als gutes Geschäft anlassen, haben die Aktionäre dies bereits eingeplant.
MSFT Microsoft CP 29.39 0.14 %. Ein kleines unbedeutendes PLUS. Nichts Aufregendes. Auch hier: Die Aktionäre verfallen nicht in Panik, sehen das Produkt nicht als Konkurrenten. Dabei könnten gerade solche Applikationen das Business-Modell von Microsoft arg in Frage stellen. Microsoft’s Antwort ist die “live” Strategie, die ich für sehr gut halte. Wie jeder Monopolist wird Microsoft nur so rasch die Produkte auf “live” umstellen, wie der Marktdruck dies verlangt.

Google Adwords hat den „Quality Score„ eingeführt

von Pierre Rappazzo

Seit letztem Freitag gibt es in Google eine neue Spalte im Adwords-Account; den Qualitätsfaktor, der zeigt, wie Google die Qualität deiner Keywords beurteilt.

So schaltest du die QF-Anzeige ein:

  1. Einloggen in Google-Account
  2. Kampagne auswählen, dann Anzeigengruppe und in die Ansicht, djie die einzelnen Keywords anzeigt
  3. Seit Freitag gibt es ganz klein eine Funktion „Spalten anpassen„
  4. Dort kann man den „Qualitätsfaktor„ sich anzeigen lassen, der dann pro Keyword angezeigt wird

Die QF-Stufen sind:

Gering: Die Qualität dieses Keywords wird als viel zu niedrig eingestuft, so dass Google für genau diese Keywords die Klickpreise massiv erhöht hat.

OK: Wird „OK„ eingeblendet, bleibt alles unverändert und man hat eine gute, durchschnittliche Kampagne aufgesetzt

Hoch: Fantastisch sind Keywords, die Google mit dem QF-Faktor „hoch„ beurteilt. Diese sind jedoch nicht leicht zu bekommen und ein solcher Qualitätsfaktor hat den großen Vorteil, dass die Klickpreise erheblich sinken

Wie kann man den Qualitätsfaktor nun beeinflussen? Das ist ein etwas schwieriges Thema, eben weil Google sich hierzu nicht äußert und das System ja auch erst 3 Tage alt ist (den Qualitätsfaktor gab es Google-intern zwar schon länger, er wurde aber nicht als solcher sichtbar nach außen kommuniziert). Als gesichert darf wohl gelten, dass der Informationsgehalt (=Content) der Website eine erhebliche Rolle spielt und, interessanterweise, neuerdings auch die Verweildauer auf der Website desjenigen, der die Anzeige anklickt.

Quelle Newsletter Dr. Oliver Pott (Ist sonst nicht mein Fall, nur dass kein falsches Licht auf mich fällt)

Google Docs & Spreadsheets entäuschende Nutzerzahlen

von Reto Hartinger

Nielsen NetRatings hat die Zugriffszahlen von Google Docs & Spreadsheets unter die Lupe genommen. So verbringen die Nuzter 10 Minuten (Oktober) – 14 Minuten (Dezember 2006) in der Applikation. Auch die absoluten Besucherzahlen sind nicht berauschend:

Besucher Monat im 2006
445,762 Okt
424,785 Nov
432,156 Dez
Die Nutzerdemografie ist sehr interessant – gleicht sie doch jenem der Internet-User der Internetanfänge: männlicher Single mittleren Alters und vermögend – Early Adobters eben
Anteil / Einkommen in $

76 % +50 000

28 % +100 000

Es ist wohl so, dass die Dokumente nicht direkt in Docs & Spreadsheets geschrieben, sondern nur darin übers Netz mit anderen bearbeitet werden – anders lässt sich die derart kurze Nutzungszeit nicht erklären. Ich selber benutze Google Docs & Spreadsheets genau zu diesem Zweck. Sperrig und unübersichtlich wirds bei vielen Dokumenten.

Microsoft Office braucht die Konkurrenz noch nicht zu scheuen. Mit der Betonung auf noch. Aber auch Microsoft wird mit ihrer “live” Strategie Google einheizen. Bei diesen mikrigen Nutzerzahlen wird es aber noch eine Weile dauern. Im Vegleich, google Gmail bringt es im November auf 5,5 Mio Nutzer. Und Gmail hat ein Business-Modell, Google Docs & Spreadsheets noch nicht.

Channels

von Harald Taglinger

YouTube ist kostenlos. Aber das heisst nicht, dass es kein Businessmodell beherbergen kann. Wer den Channel des Musiklabels Lumina abonniert, nur der bekommt MP3s des Labels gratis. Und die Marke wird eindeutig auf YouTube festgelegt. Das unterläuft MTV durch Spartenmusiksender, deren Contents ohne erhöhte Kosten publizierbar sind. Nebenbei: Bis jetzt ist der Channel frei von Klingeltonwerbung. Aber ich bin mir sicher, die tollsten Spots gibt es auch schon unter Yout Tube zum Download.

Virales Marketing – wenn die Chemie stimmt

von Thomas Lang

Heute berichtete nun auch der Tages-Anzeiger vom Phänomen zwischen CokeLight und Mentos. Der Artikel erschien im Wirtschaftsteil, daher geht’s a-priori auch nicht unbedingt um die erstaunliche chemische Reaktion der beiden Produkte.

Vielmehr um das Phänomen des Viralen Marketings. Auf YouTube finden sich mittlerweile Hunderte von Filmen – vielfach mit wunderbarer Choreographie, wie auch dieses Beispiel zeigt. Interessant ist dabei auch die Kommunikation aus den Unternehmenszentralen; während sich die Coca-Cola-Company anfänglich negativ über die Trendwelle äusserte, hat Mentos das Potential erkannt und hat dies von Anfang weg für die eigenen Interessen genutzt.

Der Titel des Artikels heisst denn auch in der Print-Version: “Kontrolle verloren, 100 Millionen Dollar gewonnen” – nicht wie in der Onlineversion “Gratis Werbung dank Jux”.

IBM zum Lachen

von Reto Hartinger

Heute habe ich mich zum ersten Mal über eine Onlinewerbung, die sogar gleich mit Ton gekommen ist, gelacht. Es handelt sich um ein Rectangle mit einem Video über Websphere – huch ich kann mich sogar noch daran erinnern – ungestützt. Nicht gar so cool wie Apple’s TV Spots aber gut. Onlinewerbung hat mit dem Format rectangle einen gewaltigen Schritt gemacht. Das Einbinden von Animationen und Videos macht Sinn – bei Banner oft kompletter Schwachsinn. Achtet auch darauf, wie das IBM rectangle um Aufmerksamkeit schreit – auch das sehr gut gemacht.
Das macht für mich IBM deutlich sympatischer. Ich hoffe, das rectangle von IBM ist hier noch drauf, wenn ihr klickt.

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