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tagesanzeiger.ch erhält Priorität

von Reto Hartinger

Neu leitet der stellvertretende Chefredaktor Res Strehle persönlich die Geschicke von tagesanzeiger.ch. Online wird wieder zur Chefsache. Aufgeschreckt durch den Erfolg von CASHdaily und sinkende Printauflagen – will Martin Kall online Gas geben. Die Onlineplattformen vom Tagi, Finanz & Wirtschaft und Piazza werden ausgebaut. Im Hause gibt es ja bereits VJs und mit Podcast wurde auch schon experimentiert. Reicht das? Ist Web2.0 beim Tagi schon angekommen? Wahrscheinlich. Es freut uns natürlich, wenn zwischen den Verlagen wieder ein Internethochrüsten stattfindet. Aber ein multimedial aufgemotztes E-Paper wird nicht reichen.

Windows Vista ein Renner! Oder doch nicht?

von Reto Hartinger

Stolz verkündet Microsoft, dass sie alleine im Februar 20 Millionen Windows Vista im Consumermarkt verkauft haben. Beim Debut von XP im 2001 hat Microsoft in den ersen zwei Monaten nur 17 Millionen verkauft. Schon, aber seit dieser Zeit hat sich auch der PC-Markt von 51 Millionen auf 91 Millionen fast verdoppel und während des Weihnachtsgeschäftes wurden jedem PC- oder XP-Kaufer ein Gratis-update-Coupon mitgegeben. Viele dieser Coupons wurden im Februar eingelöst. Vista ist exorbitant teuer und sorgt daher auf jeden Fall für mehr Umsatz als sein Vorgänger.

80 % von Microsofts Betriebssystemeinnahmen kommen von PC-Herstellern und diese werden Vista zum Erfolg verhelfen. Obwohl Steve Balmer den Windows Vista Effekt auf den Umsatz herunterzuspielen versucht hat, wird Vista in nächsten Geschäftsbericht für positive Spuhren sorgen. Ob das ein Quartal später wieder der Fall sein wird, hängt davon ab, ob die Firmen mit Käufen zuwarten.

Real geht nur noch digital

von Harald Taglinger

Knut…genau, der kleine weisse Wuschel aus dem Berliner Zoo…Knut ist jetzt auch auf MySpace zu haben. Man muss nicht immer sprechen können, um dort zu landen. Sonst gäbe es ja auch nicht so viele Death Metal Bands auf dieser Plattform. Festzuhalten bleibt: Ohne MySpace-Eintrag und Second Life Insel ist man heute nicht mehr State of the Art im Kontakt mit seinen Fans. Apropos „Second Life“: Um auf den über 5000 Inseln mit 35 Terrabyte Datenvolumen (Stand 30.11.2006) ein wenig Ordnung reinzukriegen, haben die Coldwell Banker jetzt angefangen, den An- und Verkauf von Immobilien in der Simulation ein wenig professioneller aufzuziehen. Die ersten Businesses wachsen dort aus der Amateurliga…

Nach 10 Meilen hört die Welt auf

von Reto Hartinger
Unglaubliche Geschichten werden vom Silicon Valley erzählt. In den Zeitungen stehen nur die zum träumen, in den Gesprächen mit Leuten die da waren und Geld gesucht haben, hört man anderes. Z.B. dass sie nur in Firmen investieren, die gerade um die Ecke sind. Dass man fast alles gratis bekommt, Mitarbeiter, Anwälte und Treuhänder usw. Diese dann aber schnell abkassieren wollen – zu sehr hohen Sätzen oder Löhnen sobald das Geld da ist. Ja und Geld? Bekommt man das. Man meint es – zuerst. Du klapperst mal alle VCs ab (Sitzen bequem alle in einer Strasse) und jeder erzählt Dir, wie Du Dein Business drehen sollst. Was alles nicht läuft und was läuft. Schade, dass Dir jeder etwas anderes sagt. Es keine Meinung gibt die sich durch Wiederholung verifizieren lässt.Viele sind bereichert zurück nach Europa gekommen. Reich an Erfahrung, ärmer an Spesengeldern.

Ein super Bericht hat Andreas Göldi in seinem Blog verfasst. Hier ein Auszug:

clipped from konvergenz.kaywa.com

ist Silicon Valley nicht einfach Provinz mit einem glitzernden High-Tech-Anstrich?

Und was ist mit den vielen Unternehmerpersönlichkeiten? Kamen die wenigstens aus der grossen, weiten Welt und überwanden alle geographischen Hindernisse, um ihre Vision Wirklichkeit werden zu lassen? Mehrheitlich Fehlanzeige. Steve Jobs ist ein “local boy”, der seine Firma gleich um die Ecke seines Elternhauses aufgemacht hat. Yahoo-Gründer Jerry Yang ist auch im Valley aufgewachsen, und Sergey und Larry von Google haben dort studiert. Selbst unter den älteren Valley-Legenden wie Andy Grove oder Hewlett und Packard findet sich kaum einer, der nicht in der Region aufgewachsen oder zumindest sein Studium dort absolviert hat. Wie in jeder normalen Universitätsstadt bleiben die Leute auch in der Umgebung von Stanford einfach hängen und bauen sich dort ihre bescheidene (oder nicht so bescheidene) Existenz auf.
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Dabei ist es jetz in Europa einfacher geworden an Geld zu kommen. Einige amerkanische VC’s haben Niederlassungen beispielsweise in London, Genf oder Zürich eröffnet. Sie suche gezielt nach Europäischen Perlen.

Es gibt aber auch wieder Firmen und Privatinvestoren die nach Projekten lechzen. Letzte Woche waren gleich drei bei mir. Firmen, die Ergänzungen in ihrem Portefeuille suchen – Englische und Deutsche Verlage zum Beispiel und ein Privatinvestor.

Letzte Woche war ich auch an einer Investorentagung der Credit Suiss “Global Outlook”. Erstmals hat ein CS Chefökonom Alis Bischofberger als Lohnenswertes Investment auch Private Equity empfohlen.
Zur guten Stimmung wird auch eine Sendung des Schweizer Fernsehn zum Thema Start-up “Der Weg zur eigenen Firma” beitragen. Ab 16. April 22.20 Uhr auf SF 1 gehts los.
Es gibt auch gute Projekte. Vor allem Deutsche kommen in die Schweiz um Kapital zu suchen. Irgendwie trauen sie das den eigenen Landsleuten nicht zu. Gute, sehr gute Firmen mit wirklich bahnbrechenden Technologien.

XING wird zur öffentlichen Datenbank

von Reto Hartinger

XING stellt seine Inhalte z.B. die XING-Mitglieder-Profil-Daten als Web-Service anderen Programmen zur Verfügung. Damit könnte XING gelingen, was tel.search.ch, directories.ch und local.ch verwehrt blieb: Ein vom Benützern selber auf dem neuesten Stand gehaltenes Verzeichnis persönlicher Daten.

Da der User selber sein Profil erstellt hat, ist auch seine Identifikation damit grösser und die Datenmenge gegenüber öffentlichen Verzeichnissen fast unerschöpflich: Heimadresse, Arbeitgeber und dessen Adresse sondern auch ganz Lebensläufe, Interessen und sein Netzwerk.

Diese Daten können nun automatisch mit Adressdatenbanken abgeglichen werden. Z.B. könnten sich in Deinem Mailprogramm automatisch die E-Mailadresse Deiner Kontakte aktualisieren oder eine geänderte Adresse wird direkt ins CRM übernommen. Das sind Features die schon lange nachgefragt wurden. Es kann selbstverständlich weit mehr mit den Daten gemacht werden. Ja, auch tel.search.ch, local und directories könnten mit diesen Daten Mash-ups machen. Wer weiss, vielleicht erscheint schon bald zu einem Adresseintrag eine Freundesliste, ob und wo jemand gerade online ist und auf der Karte könnte man anzeigen, wo seine Freunde wohnen. Web 2.0 in Adressbüchern.

Youtube Award eher entäuschend

von Reto Hartinger
Die erste Youtube Oscars wurden verteilt.

Bester Kommentar: ja ziemlich komisch, wierd, aber wer sieht sich das bis zum Ende an? Ich nicht.
gerated wird das Video von den User nur mit 3 Sternen
http://www.youtube.com/watch?v=w-rcjaBWvx0

Das Kreativste – ok, sehenswert, originell
http://www.youtube.com/watch?v=pv5zWaTEVkI

Die beste Serie: Totaler Schwachsinn
http://www.youtube.com/watch?v=OEmss2lg-ug

Bester Musikclip: nicht schlecht – Sie kann singen
http://www.youtube.com/watch?v=ARHyRI9_NB4

Das inspirierendste Video: sackstark – das müsst ihr sehen!
http://www.youtube.com/watch?v=vr3x_RRJdd4

Das most adorable ist auch sehenswert
http://www.youtube.com/watch?v=sdUUx5FdySs

Youtube Oscars sind eine gute Sache, gerne würde ich das Beste sehen – leider hats hier nicht geklappt. Wenn das das Beste aus jeder Kategorie im Jahr 2006 sein soll, dann ist Youtube nicht sehenswert. Das ist halt das Problem von Awards – es gewinnen immer die Falschen Aber das wird schon noch.

ja und hier direkt noch das anscheinend lustigste Video. Urteile selbst
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Echtzeit

von Harald Taglinger

Mit neuem Schwung und Elan in die Echtzeit. Wer dem Sonnenschein nicht traut, der kann sich hier eine Wetterwarnung für sein Land abholen oder generell schauen, welche Unwetter wo erwartet werden. Der kleine Happen für den Wetterzyniker zwischendurch. Aber es geht auch netter. Twitter ist lustiger Zeitvertreib mit der Frage „was machst DU gerade“. Und Menschen überall auf der Welt antworten. Hier zeigt eine Karte in Echtzeit, was gerade in hunderten von Büros und Wohnzimmern passiert.

Kongresszentrum in Zürich

von Reto Hartinger
Wie lange haben wir in Zürich ein richtiges Kongresszentrum vermisst. Für die Internet Expo Konferenz musste jedes Mal teuer ein grosser Saal gebaut werden. Fr. 50 000.- hat das jeweils gekostet.

Heuer kommt die Organisatoren das zu teuer. Das Programm muss deshalb in den wenig komfortablen Räumen mit maximal 100 Personen vorlieb nehmen.

Im neuen Messezentrum waren Konferenzräume zwar vorgesehen, das Geld ging aber “en cours de route” aus. Lange gab es in der unmittelbarer Nähe der Messe nichts. Eignet sich der neu gebaute Stadthof11? Eine Mehrzweckhalle.

Jetzt ist ein neues Kongresszentrum im Herzen Zürichs geplant. Das alte wird abgerissen und siehe Foto, dieses soll aufgebaut werden. Na – und schon gibt es wieder Stunk. Den einen ist es bereits wieder zu gross. Ja, daneben erscheinen halt Tonhalle und das Rote Schloss wie Spielzeuge. Aber wir leben in einer anderen Zeit und wir brauche ein g r o s s e s Kongresszentrum. Der Ort ist mir egal. Von mir aus könnte das auch über den Bahngleisen des Hauptbahnhofs stehen. Auch kein schlechter Standort – aber dort kommt es dann wohl erst im Jahre 2051.

clipped from www.zuerichforum.ch

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Kein shut-down am Barcamp

von Reto Hartinger

Trotz Computer-shut-down-day pilgerten ca 150 Blogger zum ersten Zürcher BlogCamp. Ein Happening mit durchaus gutem Inhalt und guten Kontakten. Ich bin mit vielen Anregungen rausgekommen und habe 3 Sessions besucht und 4 neue gute Leute kennen gelernt. Co-Organisator Peter Hogenkamp wollte, dass wir 10 neue kennen lernen – einfach mehr als bei Internet Briefing Veranstaltungen :-)

Es scheint, dass nicht alle angekündigten Sessions auch durchgeführt wurde andererseits war ich in einer sehr interessanten, die nicht auf dem Programm war.
Bruno Giussani über den Bondy Blog. (hier eine gute Zusammenfassung auf Englisch- Deutsch.) Cool das ist bloggen, ich muss das nicht einmal selber schreiben, nur verlinken – ich schreibe lieber über Bruno. Es ist immer spannend, Bruno zuzuhören. Er ist für mich der beste Schweizer Blogger und sicher der einflussreichste. Nein, er verdient kein Geld mit bloggen, aber der Bruno’s Blog “lunch over ip” ist für das was er macht sehr wichtig, denn es gibt ihm einen Teil der Reputation die er hat. Umgekehrt, wäre er vorher nicht bereits sehr Bekannt und Glaubwürdig gewesen, hätte sein Blog wohl wenig(er) Wirkung.
Nicolas Berg - No1 Networker der Schweiz – berichtete über was wir mit unserer Zeit eigentlich anfangen. So hat ein Tag 27 Stunden, wenn wir zusammenzählen wieviel Zeit wir pro Tag für was verwenden – weil wir mehr als nur eine Sache gleichzeitig machen. Publizieren wir etwas, stehen wir in Konkurrenz zu allen diesen Aktivitäten. Wer diesen Blog liest, tut dies obwohl er x andere Sachen machen müsste oder könnte. Wie aber schneiden wir ein Stück Aufmerksamkeit für unseren Blog ab. Nicolas hatte auch keine Ahnung. Ich auch nicht, nur eine Meinung dazu :-) Und huch, just zu diesem Event hat er angefangen zu bloggen. Super Nicolas – schneller als 6 Bundesräte :-)) hier zu seinem Vortrag ein Bild

Verpasst habe ich leider benebits Hackersession “Wie man sich als Blogger unbeliebt macht” (hier eine Zusammenfassung und noch eine) Auch ihm höre ich immer wieder gerne zu und habe ihn gerne bei Diskussionen dabei.

Remy Blaettler hat über ein Buch von 37signals über wie man gute Software entwickelt gesprochen. Für mich die beste Session, weil am aktivsten diskutiert wurde. Die Thesen des Buches sind ja auch prägnant genug für viel Diskuttion. Less is more – gehe nie auf Userrequests ein, denn neue Features machen Dein Produkt nicht besser. Schaue nicht was User wollen sondern was sie nicht wollen und mach einfach ein Produkt ohne diese Features. Hier eine ausführliche Zusammenfassung in Englisch.

Ich werde den Artikel später updaten, sobald ich weiss in welcher dritten Session ich war. Weiss den Namen und Referenten nicht mehr, da die Session nicht im Programm war.

Das nächste BlogCamp soll am 20. Oktober stattfinden. Ich freu mich drauf.
Mehr Bilder vom BarCamp
Ankunft und Registrierung

Fotos auf Flickr

Guerilla-Marketing vom Genialsten — absolut web n.0 tauglich — heut ist Shut-Down-Day!

von ThomasK

Wer das hier heute liest, hat dieses revolutionäre Event des heutigen Tages wohl ebenso nicht mitbekommen wie ich — oder zeigt Abhängigkeitserscheinungen fortgeschrittenen Stadiums.

24 Stunden ohne Computer — als brutalst mögliche Methode den “Homo Sapiens Digitalis” zum Sinn des Lebens im First Life zu bewegen…

Genial ist, wie hier ein Event kreiert wird und welche Wellen das schlägt.

Guerilla-Marketing doesn’t work — tell everybody!

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