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COOP ohne Hosen

von Harald Taglinger

Die Hosen herunter gelassen hat Ende letzter Woche die COOP mit einem Schreiben an bestehende Kunden der coop.ch . Man müsse, so das Schreiben, nach einem halben Jahr schon wieder eine Anpassung der Lieferbedingungen vornehmen. Kurz: Die Kunden bestellen zu selten im Wert über 100 CHF (Dieser Schwellenwert ist eigentlich seit 1995 durch ein Statement der AOL bekannt und hat sich nicht verändert.), deshalb würden solche Kunden nicht mehr beliefert. Und für alle anderen sei neu eine Gebühr von 18 CHF angesagt. Erst ab 500 CHF sei die Lieferung gratis. Mit anderen Worten: Die COOP hat sich verkalkuliert. Peinlich. Als Kunde frage ich mich nun, ob es nicht billiger ist, selbst z.B. bei der MIGROS einzukaufen und ein Taxi nach Hause zu nehmen. Für 18 CHF komme ich damit fast durch die Stadt.


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7 Kommentare zu “COOP ohne Hosen”

  1. Roman schrieb:

    Ja, die Kostenwahrheit holt eben alle irgend wann mal ein.

  2. Rafael schrieb:

    Ich war bis letzte Woche Kunde bei Coop. Jetzt lohnt sich das wirklich nicht mehr für mich. Ich gebe einer Nachbarin jetzt 20 Franken pro Woche, dafür kann ich ihr meine Einkäufe durchmailen und habe es sogar schon im Kühlschrank wenn ich nach Hause komme. Ich überlege mir sogar schon, ob ich daraus ein Business machen soll.

  3. ThomasKolb schrieb:

    @raffael:
    Durchaus ernst gemeint — wenn auch größenwahnsinnig…
    Visualisier mal:
    Sowas in der Art “Sim City” oder “RailroadTycoon” — eine Karte mit “Demands” und “Supply”… Kühlschank-Icons oder verschiedenartig hungrige Mäuler und entsprechende “Rohstoff”-Vorkommen bei den Märkten.
    Dazwischen Transportwege — am besten mit Auslastungs- und Routenoptmierung…
    Alles über ein fettes Portal in Server-Farmargigem Ausmaß abgewickelt… klar — und Sendungsverfolgung…
    Das wär doch was — oder?

    Okay — ich gebe zu, dass man um sowas zu realisieren, wohl eine Crew von einigen Köpfen bestimmt mal ein halbes Jahr lang ohne Sonnenlicht nur von Bildschirmen beflimmert von der Außenwelt hermeitsch abriegeln lassen müsste…
    aber dafür kann man ja die Belieferung schonmal intern ausführen. Ich würd hier — Silicon-Valley-Klischee-like — bei Pizza anfangen.

    Wobei — auch das durchaus ernst gemeint — bei Bio-Produkten frisch vom Erzeuger (Bauern) macht das am meisten Sinn. Wenn jeder für 20 frische Eier im eigenen PKW fährt und entsprechend CO2 in die Luft pustet ist das — global gesehen — auch wenig “bio”.

    Nachtrag:
    Vergiss bitte meine ursprüngliche Visualisierungs-Idee (geprägt von meiner alten aktiven Spiele-Zeit).
    Kartenmäßig kennst’ ja bestimmt was konkretetes (und elegenateres) vor Augen, was Dir bekannt vorkommt ;-)

    Dort dann überall Bananen-Icons rein für Obst-Lieferanten (warum nicht z.B. Marktstände?) ….
    *lach* und so würde die Schweiz dann zur Bananenrepublik!

    Sonnige Grüße aus dem “Schlepp-It-Yourself-Nachbarland”
    Thomas

  4. ThomasKolb schrieb:

    Nachtrag: sorry für den falsch geschrieben Namen! Wollte keine Raffgier unterstellen.

    Ich sehe in der digitalen Abbildung einer EFFIZIENTEN Versorgungslogistik ziemlich viel Zukunft.

    Sehr sehr viele Leute könnten sich sehr viel Zeit, Stress und PKW-Abnutzung sparen! Und “ganz nebenbei” wäre es eine gute Sache für ein besseres Weltklima…

    Von der eigenen Überzeugung her fänd ich ja ein Rohrpost-System am besten. Auf Vakuum-Basis mit Linear-Antrieb…. (ein 1 zu 10 Swiss-Metro) wobei das wohl ein klein wenig was kosten tät….

    Grüße

  5. Reto Hartinger schrieb:

    Es ist erstaunlich – Migros/LeShop meldet immer steigender durchschnittlicher Warenkorb.

    Ich verstehe die Kalkulation con Coop nicht. Für den Onlineladen müsste Coop doch mit einer geringeren und weniger teuren Fläche wirtschaften können, weniger Kassenpersonal etc. etc. Mit diesem Anteil kann Coop den Versand unter seinen Kosten subventionieren.

    Könnte aber auch schlicht sein, dass das Herumfahren mit eigenem Personal sich nicht lohnt und dass Migros/LeShop mit der Postlogistik besser fährt.

    Vielleicht kannst Du uns aufklären Pierre, wie die Kalkulation aussieht. Du hast immer gemeint, dass es besser wäre, selber auszufahren.

  6. Pierre Rappazzo schrieb:

    Das Problem sind nicht nur die Lieferkosten, sondern auch das “Picking”. Aber das Hauptproblem liegt einmal mehr im fehlenden Wettbewerb. Migros und Coop können es sich leisten, Online-Shopping ineffizient zu betreiben und die Kosten den Kunden zu überwälzen. Wie hiess das schon wieder früher Anbietermarkt. Ihr werdet sehen, es wird die Zeit kommen, da macht es irgendeiner richtig! Siehe Beispiel Musik-Download und dann gehts richtig rassig.

  7. Internet Briefing Blog / 2007 wird Leshop 100 Millionen Umsatz überschreiten schrieb:

    [...] Neukunden dazu gewonnen (+ 54%). Mit Fr. 225.- pro Bestellung (+ 1.4%) hängt Leshop Coop auch in diesem Bereich locker ab. Hier noch eine Beurteilung des Coop [...]

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