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Stream me up, Scotty

von Harald Taglinger

Mit Kyte.tv ging diese Woche das erste Handyfernsehen via Internet auf Sendung. Bei der Grösse der User-Bildschirme wird nun aber die „Sendung mit der Maus“ eher zur „Sendung mit dem Mäuschen“.
YouTube ist eigentlich eine Online-Videothek. Es geht auch „liver“. Ustream.tv bietet die Möglichkeit, sich Livestreams via Internet anzusehen, die jedermann in einem Channel anbieten kann. Das erinnert ein wenig an das Stadtfernsehen der 80er. Allerdings weitaus billiger im Betrieb. Das dürfte sich dann auch schnell in Richtung von Live-Übertragungen von Parties für ein Publikum von 20 Menschen einpendeln. Nebenbei: Google hat diese Woche einen schwedischen Anbieter für Videokonferenzen gekauft. Erst unter einem solchen Blickwinkel könnten ähnliche Angebote vielleicht auch im klassischen Business-Bereich funktionieren.

COOP ohne Hosen

von Harald Taglinger

Die Hosen herunter gelassen hat Ende letzter Woche die COOP mit einem Schreiben an bestehende Kunden der coop.ch . Man müsse, so das Schreiben, nach einem halben Jahr schon wieder eine Anpassung der Lieferbedingungen vornehmen. Kurz: Die Kunden bestellen zu selten im Wert über 100 CHF (Dieser Schwellenwert ist eigentlich seit 1995 durch ein Statement der AOL bekannt und hat sich nicht verändert.), deshalb würden solche Kunden nicht mehr beliefert. Und für alle anderen sei neu eine Gebühr von 18 CHF angesagt. Erst ab 500 CHF sei die Lieferung gratis. Mit anderen Worten: Die COOP hat sich verkalkuliert. Peinlich. Als Kunde frage ich mich nun, ob es nicht billiger ist, selbst z.B. bei der MIGROS einzukaufen und ein Taxi nach Hause zu nehmen. Für 18 CHF komme ich damit fast durch die Stadt.

Kein SPAM mehr – hat jemand etwas bemerkt?

von Reto Hartinger

Es ist fast einen Monat vergangen, dass wir per Gesetz vor SPAM geschützt sein sollten. Hm, die SPAM-Flut hat bei mir nicht abgenommen – subjektiv auf jeden Fall nicht. Damit ist wohl das Problem nicht gelöst worden, wir haben uns aber etwas anderes eingehandelt: Die Geschäftsanbahnung via Internet wurde verunmöglicht oder massiv behindert. Und was ist SPAM was nicht? Ist SPAM wenn ich mich belästigt fühle – das ist wohl das subjektive Empfinden für SPAM – mit dem Gesetz hat das überhaupt nichts zu tun. Wenn mir jemand den ich nicht kenne ein gutes Angebot macht, dann empfinde ich das sicher nicht als SPAM, wenn ich irgendwo eine flüchtige Geschäftsbeziehung hatte oder an einem Wettbewerb teilgenommen habe und erhalte deshalb Angebote die mich nicht interessieren, dann kann ich das als SPAM empfinden. Wer weiss schon, wem er wann und für wie lange einem Optin zugestimmt hat? (Eine Zeitspanne wird ja nicht erwähnt, weder beim Optin oder durch das Gesetz festgelegt).  Das wäre dann per Gesetz kein SPAM.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht bezüglich Anzahl SPAM, Geschäftsanbahnung etc.

students.ch vom Axel Springer Verlag übernommen

von Thomas Lang

Der Axel Springer-Konzern, vertreten in der CH u.a. durch die Verlagsgruppe Handelszeitung / Jean Frey AG, übernimmt 100% des Kapitals der Amiado AG, der Betreiberin der Studentenplattform students.ch.

Das Management der Amiado AG bleibt bis auf weiteres unverändert. Na, da kann man Frank Renold und seinem Team nur gratulieren :-)

Quelle u.a. persönlich.com

Alter Esel mit neuen Hufeisen

von Harald Taglinger

Lycos versucht nach seiner seiner glücklosen Position als ewige Suchmaschine im Mittelfeld nun ein neues Feld aufzutun: E-Mails, Community, Chat, Date, Pages und ein eigenes Telefonie-System sollen Lycos Europe wieder zurück ins Spiel bringen. Besonders neu ist das alles nicht. Portale wie Web.de sind hier in Deutschland schon um einiges weiter. Und die Web 2.0- Blase liefert hier auch nur heisse Luft. Neue Anwendungen oder ein Killerfeature ist soweit noch nicht in Sicht. Mal gucken, was sich noch tut. Aber festhalten kann man: Ohne die Web 2.0-Standards traut sich heute kaum noch jemand auf`s Netz. Das ist schon einmal bemerkenswert.

tel.search.ch öffnet sich

von Reto Hartinger

Wow, telsearch stellt eine kostenlose Schnittstelle (Atom-Feed) zur Verfügung, womit die Telefondaten in andere Applikationen oder Websites integrieret werden können. Als Datenquelle muss einfach telsearch angegeben werden. Die Resultatzahl ist pro Abfrage auf 200 Einträge beschränkt, genau so wie bei einer normalen telsearch-Abfrage. Sonnst könnte man das Telefonbuch sehr einfach exportieren.
Und worauf basiert das Business-Modell? Klar, per Gesetz muss Swisscom Directories unstrukturierte Daten zur Verfügung stellen. So gesehen könnte nun jedermann ein Telefonbuch aufbauen. Die Konkurrenz von XING ist langfristig auch nicht zu unterschätzen und Google könnte auch ein Telefonbuch zur Verfügung stellen. Der Schritt erstaunt mich aber trotzdem. Denis, erklär uns doch den Hintergrund.

Dell veruchts mit YouTube-Usability

von Thomas Lang

Heute ist mir folgendes Detail auf einem Banner von DELL aufgefallen (kompletter Banner anzeigen):

Dell-Banner Play-Button

Interessant daran scheint mir die suggerierte Interaktion durch die Verwendung eines “YouTube-Play-Buttons”. Die Marketing-Experten von DELL scheinen zum Schluss gekommen zu sein, dass alleine die Anzeige dieses Buttons zu einem Klick animieren kann.

YouTube-Play-Button

Interessant wäre, ob man dies statistisch belegen kann. Klicken wirklich mehr Besucher auf solche Banner resp. Elemente, wenn diese ihnen vertraut vorkommen? Hat jemand Erfahrung damit?
Bekannt – und langweilig – sind ja seit längerem die Scrollbars in den Bannern, die den interessanten Teil des Inhalts im scrollbaren Bereich nur ansatzweise erkennen lassen. Diese YouTube-Buttons sind aber eine neue Qualität und appellieren an das Unterbewusstsein des Anwenders, dass es hier “etwas tolles” zu sehen gibt.

Konnte jemand Erfahrung sammeln mit solchen neuen Elementen?

(Crossposting auf Wunsch von Reto)

Bezahlter Produkte-Verriss

von Tom Brühwiler

Der Graus jedes Auftraggebers von bezahlten Blog-Posts: Trotz der bezahlten Moneten wird das Produkt vom Blogger in der Luft zerrissen. Klar, der Blogger darf das, er muss gemäss den einschlägigen Richtlinien der verschiedenen Vermittler wie Trigami, BlogPay & Co. dabei nur fair bleiben und keine unwahren Tatsachen verbreiten.

Donvanone hat den Anfang gemacht und für 80 Euro Prämie die “Blogger-Zeitschrift” BlogInside von BlogPay in die Mülltonne geschmissen. Interessant wäre nun, wie sich das auf weitere Aufträge von BlogPay an Donvanone auswirkt. Ob wir das jedoch jemals erfahren werden ist zumindest fraglich, denn Donvanone hört sich nicht so an, als dass er weiter mit BlogPay geschäften möchte…

Beitrag ursprünglich publiziert am 19. April 2007, bei BloggingTom

Apple verkauft 30 % mehr PCs

von Reto Hartinger

Die neue Produktepalette mit Intel-PCs von Apple schlägt ein. Apple verkauft gemäss Marktforschungsinstitut Gardner 30 % mehr Macs im ersten Quartal und steigert seinen Marktanteil in den USA von 4 % auf 5 %. 741.000 Macs sind laut Gartners Schätzung in den USA von Januar bis Ende März 2007 über den Ladentisch gegangen. Damit ist Apple erstmals wieder drittgrösster PC-Hersteller der Welt. Mit 5 % bleibt Apples Marktanteil aber weiterhin sehr diskret.

Seit Jahren gibt es keine Softwareschmiede mehr, die für den Mac entwickelt; zu gering ist die Verbreitung des MacOS. Das Problem wird sich auch bei steigendem Marktanteil nicht lösen. Mit den Intel-Macs sind auch immer mehr Macianer auch Windows-User. Erst wenn Apple sein Betriebssystem auch anderen Herstellern lizensiert, werden die Softwareunternehmen in die Entwicklung von MacOS-Software investieren.

Die Appleaktionäre kümmert das kaum: Eine solch satte Umsatzsteigerung lässt die Gewinne sprudeln. Apples Bruttogewinnmarge ist deutlich höher als die der Konkurrenz. Und mit diesem positiven Signal verabschiedet sich Apple kaum aus dem PC-Markt, auch wenn die Computersparte immer weniger zu Umsatz und Gewinn von Apple beiträgt.

Microsoft Vista hatte noch nicht den erhofften positiven Einfluss auf die PC-Verkäufe der anderen Hersteller. Insgesamt wurden 8.9 % mehr PCs verkauft als in der Vergleichsperiode des letzten Jahres.

Seiten leichter aus Google entfernen

von Daniel Ebneter

Google macht es Website-Betreibern einfacher, Seiten aus dem Index zu entfernen oder gecachte Kopien zu löschen. Innerhalb von Webmaster Central gibt es dafür neue Werkzeuge. Sie sind bei SearchEngineLand sehr gut beschrieben.

[Crossposting vom eBusinessBlog auf Wunsch von Reto]

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