Zune schlägt iPod und iPhone – Apple kontert
29. Mai 2007
Microsofts iPod-Konkurrent Zune, hat sich bereis 1 000 000 x verkauft. Eine Zahl die erst für Ende Juni vorgesehen war. Zune ist ernstzunehmen, das ist mehr als ein Achtungserfolg.
Microsoft schlägt Apple
Microsoft hat Übung im Aufholen von Marktpositionen. Aus dem Nichts kommend, ist Microsoft im Gamebereich an Sony vorbeigeschossen. Die Xbox ist heute Marktleader. Apple hat den Coolnessfaktor, Microsoft die langfristig bessere Marktstrategie. Eines ist klar: man braucht nicht das beste Produkt, um Marktführer zu werden. Sonst hätte sich DOS, VHS und Konsorten nie durchgesetzt.

Mein Gott wie hässlich man Geräte bauen kann.
Steve Jobs Strategie geht nicht auf
Macht Steve Jobs beim iPhone den immergleichen Strategie-Fehler? Für 5 Jahre (in Worten “fünf”) hat sich Apple in den USA mit AT&T ins Bett gelegt. Nur die 47 Millionen Handyuser von AT&T können das iPhone ohne Aufpreis kaufen (von insgesamt 150 Mio). Alle anderen berappen eine Kündigungsgebühr von 100 bis 150 Dollar. Zuviel, denn das iPhone ist schon viel teurer als seine Konkurrenten. Apple wird sich die Bindung mit einer hohen Marge und einer grossen Markanstrengung (sprich Werbekampagne) von Seiten AT&T erkauft haben. 10 Millionen iPhones möchte Apple bis Ende nächstes Jahr verkaufen. Damit müssten immerhin 21 % der AT&T-Kunden innerhalb von eineinhalb Jahren zu iPhone-Besitzern werden. Aha. Wer das für möglich hält, soll die Hand aufhalten.
Microsoft hat immer mit allen Geschäfte gemacht, sich selber konkurrenziert und immer das Bestverkaufte gewinnen lassen. Das Beste hat und hatte Microsoft eh nie. Bei Microsoft entscheidet der Markt, bei Apple Steve Jobs. Um die Leaderposition zu halten, müsste AT&T gewaltig Marktanteile gewinnen. Marktanteilgewinne sind AT&T zuzutrauen, gewaltige nicht. Vor allem nicht über die fünf Jahre. Am Ende gewinnt also doch Microsoft.
Microsoft ist bei den Jungen bekannter
Und der iPod? Auch der iPod wird so mit der Zeit den Coolnessfaktor verlieren. Zuallererst wird er vom iPhone kanibalisiert und Zune wird mit trendigeren Produkten aufkreuzen. Angesagt sind bereits pink- und wassermelonenfarbige Zunis (ok, das sind noch nicht die Bringer). Microsoft wird mit Flashversionen kommen und Hardwareseitig immer mindestens mit Apple mitziehen. Zune hat mehr Community-Charakter als der iPod. Darin ist Microsoft mit Xbox und MSN stärker sowie näher und verbreiteter bei der Zielgruppe.
Apple schlägt zurück
Apple muss zu einem stärkeren Consumerbrand werden. Der neue Markt heisst Multimedia (ja dieser Begriff erhält eine neue, wirklich umfassende Bedeutung). Wer nicht überall, jederzeit alles anbieten kann, der verliert.
Apple drängt in den Game- und Spielkonsolenmarkt
Da liegt es nahe, dass Apple auch die Spieler besser bedient. Das wird vorerst über das iPhone geschehen – mit eigens für das iPhone optimierten Spielen. Aber auf AppleTV könnte sich zur Gamekonsole entwickeln oder ein speziell zu diesem Zweck gebautes Gerät. Es könnte auch ein upgrade-Pfad für den iPod sein, dass es sich für Multiuserspiele in Verbund im iPhone, Macintosh und AppleTV entwickelt. Damit wäre der Tod des iPods aufgeschoben und Apple bekommt den Comunity-Charakter.
Apple floppt bei der Software
Die ganze iLife-Palette ist bis anhin ein Flopp. Apple kann keine Software in einem breiten Markt etablieren. Nicht einmal die Macuser wissen über die Vorzüge von iLife, .mac und Co bescheid. Apples iChat nutzt niemand. Dabei wären diese die beste Multimedia-Software. Aber niemand interessierts. Es braucht eine Hardware, welche die Software pusht und das kann nicht der Macintosh sein.
Apple kommt mit iTV-Fernseher
Apple muss dass Wohnzimmer erobern – mit dem iTV – dem neuen Fernseh(gerät). Damit ist der Fernseher tot, es wird ein Multimedia-Gerät sein (Teile von iLife inklusive). Die totale Vernetzung bzw. Verknüpfung mit allen anderen Geräten. Nicht umsonst heisst das was Apple in diesem Bereich heute anbietet Apple TV. Erst wenn iTV eine neue Markt-Kategorie schafft, darf es iTV heissen. Dabei müsste eine Display-Innovation her, sonst wird das nichts. Nur das coolste Multimedia-Gerät mit super Software reicht nicht.
Der Verlierer in diesem Spiel wird nicht Apple oder Microsoft heissen sondern Sony. Multimedial hat Sony zuwenig zu bieten.
Wenn man bedenkt, dass Apple Sony mehrmals zum Verkauf angeboten wurde, die aber dankend abgelehnt haben. Es war schliesslich Microsofts Finanzspritze, welche Apple vor dem sicheren Untergang gerettet hat.
















