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Zune schlägt iPod und iPhone – Apple kontert

von Reto Hartinger

Microsofts iPod-Konkurrent Zune, hat sich bereis 1 000 000 x verkauft. Eine Zahl die erst für Ende Juni vorgesehen war. Zune ist ernstzunehmen, das ist mehr als ein Achtungserfolg.

Microsoft schlägt Apple

Microsoft hat Übung im Aufholen von Marktpositionen. Aus dem Nichts kommend, ist Microsoft im Gamebereich an Sony vorbeigeschossen. Die Xbox ist heute Marktleader. Apple hat den Coolnessfaktor, Microsoft die langfristig bessere Marktstrategie. Eines ist klar: man braucht nicht das beste Produkt, um Marktführer zu werden. Sonst hätte sich DOS, VHS und Konsorten nie durchgesetzt.

zune
Mein Gott wie hässlich man Geräte bauen kann.

Steve Jobs Strategie geht nicht auf

Macht Steve Jobs beim iPhone den immergleichen Strategie-Fehler? Für 5 Jahre (in Worten “fünf”) hat sich Apple in den USA mit AT&T ins Bett gelegt. Nur die 47 Millionen Handyuser von AT&T können das iPhone ohne Aufpreis kaufen (von insgesamt 150 Mio). Alle anderen berappen eine Kündigungsgebühr von 100 bis 150 Dollar. Zuviel, denn das iPhone ist schon viel teurer als seine Konkurrenten. Apple wird sich die Bindung mit einer hohen Marge und einer grossen Markanstrengung (sprich Werbekampagne) von Seiten AT&T erkauft haben. 10 Millionen iPhones möchte Apple bis Ende nächstes Jahr verkaufen. Damit müssten immerhin 21 % der AT&T-Kunden innerhalb von eineinhalb Jahren zu iPhone-Besitzern werden. Aha. Wer das für möglich hält, soll die Hand aufhalten.

Microsoft hat immer mit allen Geschäfte gemacht, sich selber konkurrenziert und immer das Bestverkaufte gewinnen lassen. Das Beste hat und hatte Microsoft eh nie. Bei Microsoft entscheidet der Markt, bei Apple Steve Jobs. Um die Leaderposition zu halten, müsste AT&T gewaltig Marktanteile gewinnen. Marktanteilgewinne sind AT&T zuzutrauen, gewaltige nicht. Vor allem nicht über die fünf Jahre. Am Ende gewinnt also doch Microsoft.

Microsoft ist bei den Jungen bekannter

Und der iPod? Auch der iPod wird so mit der Zeit den Coolnessfaktor verlieren. Zuallererst wird er vom iPhone kanibalisiert und Zune wird mit trendigeren Produkten aufkreuzen. Angesagt sind bereits pink- und wassermelonenfarbige Zunis (ok, das sind noch nicht die Bringer). Microsoft wird mit Flashversionen kommen und Hardwareseitig immer mindestens mit Apple mitziehen. Zune hat mehr Community-Charakter als der iPod. Darin ist Microsoft mit Xbox und MSN stärker sowie näher und verbreiteter bei der Zielgruppe.

Apple schlägt zurück

Apple muss zu einem stärkeren Consumerbrand werden. Der neue Markt heisst Multimedia (ja dieser Begriff erhält eine neue, wirklich umfassende Bedeutung). Wer nicht überall, jederzeit alles anbieten kann, der verliert.

Apple drängt in den Game- und Spielkonsolenmarkt

Da liegt es nahe, dass Apple auch die Spieler besser bedient. Das wird vorerst über das iPhone geschehen – mit eigens für das iPhone optimierten Spielen. Aber auf AppleTV könnte sich zur Gamekonsole entwickeln oder ein speziell zu diesem Zweck gebautes Gerät. Es könnte auch ein upgrade-Pfad für den iPod sein, dass es sich für Multiuserspiele in Verbund im iPhone, Macintosh und AppleTV entwickelt. Damit wäre der Tod des iPods aufgeschoben und Apple bekommt den Comunity-Charakter.

Apple floppt bei der Software

Die ganze iLife-Palette ist bis anhin ein Flopp. Apple kann keine Software in einem breiten Markt etablieren. Nicht einmal die Macuser wissen über die Vorzüge von iLife, .mac und Co bescheid. Apples iChat nutzt niemand. Dabei wären diese die beste Multimedia-Software. Aber niemand interessierts. Es braucht eine Hardware, welche die Software pusht und das kann nicht der Macintosh sein.

Apple kommt mit iTV-Fernseher

Apple muss dass Wohnzimmer erobern – mit dem iTV – dem neuen Fernseh(gerät). Damit ist der Fernseher tot, es wird ein Multimedia-Gerät sein (Teile von iLife inklusive). Die totale Vernetzung bzw. Verknüpfung mit allen anderen Geräten. Nicht umsonst heisst das was Apple in diesem Bereich heute anbietet Apple TV. Erst wenn iTV eine neue Markt-Kategorie schafft, darf es iTV heissen. Dabei müsste eine Display-Innovation her, sonst wird das nichts. Nur das coolste Multimedia-Gerät mit super Software reicht nicht.

Der Verlierer in diesem Spiel wird nicht Apple oder Microsoft heissen sondern Sony. Multimedial hat Sony zuwenig zu bieten.

Wenn man bedenkt, dass Apple Sony mehrmals zum Verkauf angeboten wurde, die aber dankend abgelehnt haben. Es war schliesslich Microsofts Finanzspritze, welche Apple vor dem sicheren Untergang gerettet hat.

Nieder mit WebtoAdliazing!

von Christoph Hugenschmidt

Gestern hatte ich ne Sitzung. Mit unserem Online-Vermarkter. Ich schlug folgenden Deal vor: Lieber Vermarkter: Du bekommst mehr Werbeflächen bei uns, die darfst du exklusiv vermarkten (das heisst im Büro sitzen und warten, bis MEIN Kunde bei DIR bucht) und dafür müssen wir nicht mehr soviel bei dir abdrücken. Also nicht mehr – äh – im Vertrag steht, ich darf nix vom Inhalt desselbigen sagen – also sagen wir nicht mehr mehr als die Hälfte des Ertrags, sondern weniger. Wesentlich.

Und dann all meine Argumente: Wir sind cool, die Finanzindustrie liest uns und schon nur 1 (einer) unserer geschätzten Leserschaft (jaja – es sind nicht soviele wie bei 20 Minuten – nur 25′000 unique visitors pro Monat) hat mehr Informatikbudget als sagen wir – 100′000 Kiddies, die irgendwo ein Tool herunterladen. Das kann ich sogar beweisen. Nur: Mein Argument lässt sie kalt, weil es ihre Kunden, die Agenturen kalt lässt, weil die sagen: “Wir wollen billige Klicks”. Who cares, dass die viel umworbenen CIOs nicht auf Werbung klicken aber es trotzdem wichtig ist, in ihren Köpfen präsent zu sein? Dafür macht unser Vermittler nun “User-Profiling”. Um da dabei zu sein, sind wir aber zu klein – und eh – die Preise sinken dadurch nur, sagt meine Gesprächspartnerin.

Also: Sie blieb knüppelhart. Das Delkrede könnte ihre Firma vielleicht selbst übernehmen, und wenn wir den Kunden selbst auf ihre Schlachtbank schleiken, dann hätten wir ein bisschen weniger als “technische Gebühr” abzudrücken. Sonst gibt’s nix. Vogel friss oder flieg (raus). Was sollen wir tun? Wechseln zum nächsten Blutsauger?

So hocken wir denn da und rudern zwischen Skylla und Charybdis. Gottseidank vermarkten wir die wirklich guten Sachen (S-P-O-N-S-O-R-I-N-G) selber. Klar: Wir könnten im Duo-einhalb-Pol ein bisschen herumwechseln. Wir könnten zu jener Ostschweizer Vermarkter-Firma, die mit viel besseren Konditionen lockt. Leider war deren Approach zu uns nicht glücklich: “Wir haben einen Kunden, der will Euch. Aber wir sagen nicht wer, und wenn ihr nicht unsere Bedingungen erfüllt, dann ist der Kunde Tschüss.” Dann lieber bleiben, wo wir sind.

Was werden wir tun? Wohl die Kröte schlucken – weiterhin unserem Online-Werbevermarkter viel zu viel Marge abdrücken, an unseren Inhalten arbeiten (das ist nämlich das Ding, wovon alle leben!), die Site verbessern und direkt verkaufen, was immer wir können. Direkt! Dafür haben wir die Plattform (Selbstbedienung für Werbekunden) mit ihren Schwächen und Stärken. Und hoffen, dass erst die Vermarkter, dann die Agenturen, dann die Kunden, den Wert von Qualität zu schätzen lernen. Oder so. Vielleicht. Irgendwann mal.

Terroranschlag in Second Life

von Reto Hartinger

Wer hätte das gedacht – in der Gutwelt Second Life ist eine Insel durch eine Bombe restlos zerstört worden. Unglaublich – das zeigt doch auch, wie mächtig die Behaviors der Scriptingsprache ist. Es können damit nicht nur Zauberstäbe und Pistolen gemacht werden – sondern auch Bomben mit einer Wucht, die seinesgleichen sucht.

Ziel war die Insel des amerikanischen Fernsehsenders ABC. Im Gegensatz zur realen Welt, konnte die Second Life Betreiberin Linden Lab die Insel aus einer Datensicherung heraus wieder herstellen.

Second Life Terror

Die Second Life Gründer Philip Rosedale und Cory Ondrejka sehen Second Life nicht als Spiel sondern als die bessere Welt – besser als die reale Welt. Für sie ist Second Life deshalb besser, weil alles aus dem Server gemacht wird und daher kein Geld von jemanden gestohlen werden kann.

Jetzt hat das reale Leben auch Second Life ins Alzumenschliche zurückgebombt. Es scheint so, dass auch in Second Life reale Menschen mit ihren realen Problemen leben und diese in Second Life übertragen. Der Mensch kann hingehen wohin er will, er nimmt sich selber immer mit.

In Deiner Nachbarschaft

von Harald Taglinger

Warum nicht Web 2.0 nutzen, um ein Problem zu lösen? In Oerlikon stehen zu viele Wohnungen in den neuen Betonburgen leer. Komisch, das liegt trotz Wohnungsmangel vielleicht an der Lage zwischen Bahngleis, Autoschlange und Müllverbrennungsanlage. Aber Abhilfe soll eine Website bieten, die den zweiten Mangel beheben könnte: Es gibt scheinbar zu wenig WGs in der Schweiz. Deshalb bringt http://www.wg-leutschenbach.ch Menschen zueinander, die sich schon immer wegen dreckigem Geschirr und der nächsten Sonntagsdemo streiten wollten. Das erinnert ein wenig an http://talicious.com , wo Talente für Medien gesucht werden. Vielleicht braucht es auch nur http://www.adbox.ch, um ein sauberes „habe Wohnung frei für WG“-Inserat in die Medien zu bringen.

Technorati unbrauchbar geworden

von Reto Hartinger

Welch ein nützliches Tool diese Blogsuchmaschine Technorati, zeigt einfach alles was über einen bestimmten Begriff in Blogs geschrieben wurde. Jetzt sind die Ambitionen gewachsen – seit gestern findet es auch Webseiten, Videos und Fotos und listet sie auf einer Resultatseite. Aha – nur leider findet es die Blogeinträge nicht mehr. Jedenfalls so wie ich suche. Zum Beispiel

http://www.technorati.com/blogs/tag/orbit+iex

gibt mir grademal 2 Resultate. Hey dafür kann ich jetzt auch Fanpunkte vergeben. Wie toll doch Web2.0 ist.

Aber wie heisst es so schön. Weniger ist mehr. Wie ergeht es Euch?

Von Zockern und Tänzerinnen

von Reto Hartinger

Auf meiner Wanderung durch die Orbit-iEX bin ich zum Gemeinschaftsstand “Online Marketing für Business People” gelangt. Viel Know-how von Angelink Crossover, Angelink yourposition, Blick Online, Mailprofiler, MySign, Netbreeze, 24/7 Real Media, TradeDoubler, web2com. Sie bieten auch Vorträge am Stand zu Themen wie: Leads-Gewinnung durch Viral-Marketing oder Tracking-Technologie oder die Steigerung des ROIs.

Emarketing Stand

Zeit für ein Gespräch mit Ueli Weber und Reto Baumgartner

Gleich gegenüber die search.ch-Jungs. Sie hatten derart Respekt vor Ueli Webers Stand, dass sie nur mit ihrem tel.search.ch Angebot aufwarten. Von Onlinewerbung erzählen sie nichts. Schade.

Search-Stand

Ob dieser Entscheidung kratzt sich sogar Franz Römer (Verkäufer Onlinewerbung) am Kopf.

Richtig gut wurde es am Stand von help.ch – Andy Rauch hat ein BlackJack-Tisch aufgestellt. Ich habe alle Chips verloren. Es ging aber sogar der Asiatin hier am Tisch gleich – sie ist von Beruf Croupière :-)

Help

Und am Netzwoch/Simsa-Stand trafi dann Heinrich Meyer im Gespräch mit Rafael Azzati und Markus Rusterholz.

Netzwochegespräch

Wenn die Messe ihre Türen schliesst, erwacht die Orbit-iEX erst richtig. Dann gehen die Aperos und Standpartys über die Bühne. Die grossen Aussteller laden ihre besten Kunden zu Wein, Weib und Gesang ein. Am SIMSA-Apero trifft sich die Branche

Aperoaufdermaur

Rolf Auf der Maur wollte nicht aufs Bild. Das wird er auch als Jurist nicht verhindern können. Wer sich an einem öffentlichen Ort aufhält muss damit rechnen, dass er abgelichtet wird.

Party gabs bei Novell mit Brasil-Band und Tänzer(innen)

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hr sehen will findet hier noch ein Bild

Doch kein Börsengang von Goldbach Media?

von Reto Hartinger

Die Orbit-iEX bringt es mit sich, dass man mit vielen Leuten Gespräche führt, fachsimpelt und sich mit Gerüchten auf dem neuesten Stand hält. Ganz spannend fand ich den Hinweis, dass es anscheinend Kaufinteressenten für Goldbach gibt und es vielleicht nicht zum Börsengang kommt. Das habe ich doch stark bezweifelt. Ein Blick auf die Umsatzzahllen zeigt, dass Goldbach sehr vom TV-Geschäft abhängig ist.

Umsatz Goldbachmedia

Publigroup oder Swisscom wissen, dass der Vermarktungsvertrag mit ProSieben.Sat1 durch ihre Marktmacht direkt und günstiger bei den Deutschen direkt abgehohlt werden kann. Es wird ein Spiel der besseren Nerven oder des besseren Angebots, wer den Vertrag bekommt. (Bis wann ist er noch bei Goldbach?). Swisscom müsste an Goldbach eher interessiert sein (sie haben aber bereits einmal abgewunken). Anscheinend sind jetzt zwei neue Interessenten ins Spiel gekommen, die weniger aus der Branche sind und vor allem durch die Wachstumsraten des Internet beeindruckt sind:

Umsatz Internet Goldbachmedia

Zudem hat Goldbach Media mit Gründung und Kauf eine Reihe anderer Firmen sein Portfolio ergänzt z.B. um Ingame-Werbung. Die neuen Standbeine wachsen stark, sind aber noch klein.

Kleine nette Dinge

von Harald Taglinger

Sven Kilian hat Spannendes in Japan entdeckt: Die iPod Docking Station, die auf Knopfdruck zum Nutzer gedackelt kommt. Auch online kaufbar. Ich freue mich schon auf Kaufhausdurchsagen wie „Der kleine iPod kann an der Fleischtheke abgeholt werden.“ Ganz in den 3-D-Raum führt die 3-D-Mouse von MagicHouse. Zooms gehen durch einfaches Vor- und Zurückbewegen der Hand. Man sollte dann aber nur aufhören mit der Hand zur Musik zu fuchteln, oder die Festplatte formatiert schneller als man möchte.

Orbit iEX Wanderung

von Reto Hartinger

Nur gerade einen Kilometer arbeite und wohne ich von der Messe Zürich entfernt, da war es klar, dass ich an die Orbit iEX ging, aum alten Kumpane und Mitgliedern des Internet Briefings die Hände zu schütteln. In der untersten Hallen (Hardware) war gleich (12 Uhr) viel Los – ich war überrascht für den ersten Besuchstag. Die oberen Hallen waren dagegen schon fast leer – ok, über Mittag gehen die Leute futtern. Mich hat überrascht, dass das Internet nicht eine Halle für sich hatte – in der ganzen Messe waren sie zu finden und dort wo sie gehäuft auftraten, mussten sie sich den Platz mit ERP Anbietern wie Sage und SAP (ok auch Mitglieder) teilen. Mein erster Schwatz galt Nico Tschanz von Crealogix:

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Second Life

Nico war gleichzeitig auf dem Stand und in Second Life. Während seiner Demo ist sogar tatsächlich jemand auf seinem virtuellen Stand vorbei gekommen. Vorher waren es bereits 3 an der Messe hatte er erst zwei Kontakte.

Gleich nebenan gabs ein Schwatz mit Mitglied Gerrit Taaks von Unic.

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bei Mitglied Namics war keiner, den ich kannte. Erst am Nachmittag habe ich Urs Bucher und Peter Hogenkamp von Unteraussteller Zeix angetroffen.

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Die sind ja so gross geworden. So jetzt habe ich die grössten abgeklappert. Weiter gehts im nächsten Blogeintrag.

Freude am Brand – lieber nicht online

von Harald Taglinger

Forrester hat es mal wieder begriffen. Die Studie „The Enjoyability Factor“ streicht heraus, wie sehr die Freude an einem Brand-Erlebnis zur weiteren Nutzung führt. Das ist merkwürdig, denn Websites scheinen davon noch nicht besonders beeinflusst zu sein: Support kann in den Augen weh tun. Unabhängig vom Betriebssystem. Wenn ich eh schon “slightly pissed” wegen einer Fehlfunktion bin. Will ich mich dann wirklich durch kaltes Blau und Grau mit einem Monstertext plagen? Wieso straft mich die Marke wie eine strenge Lehrerin ab?

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