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ColdFusion ist zurück!

von Daniel Niklaus

Als sich Microsoft mit .idc und .htx herum mühte und PHP noch nicht einmal das Licht der Welt erblickte, entwickelte man mit ColdFusion in kurzer Zeit tolle Weblösungen. Im Zuge des OpenSource-Hype geriet die mächtige Websprache ins Hintertreffen und fristet in Europa nur noch ein Schattendasein. Mit dem Kauf von Macromedia durch Adobe stellte sich die bange Frage; überlebt ColdFusion zwischen den “Grafikspielzeugen”?

Adobes eindrucksvolle Antwort

ColdFusion 8 heisst das neue Baby und überzeugt. Nach der grossen Javaumstellung hat man viel in die Performance investiert und bis zum 4fachen der Leistung heraus geholt. Dazu gibt es neu einen Server Monitor; langsame Queries und falsche Speichernutzung sind somit endlich effizienter zu finden.

Wie es sich für CF gehört, vereinfacht es mit simplen CF-Tags auch das Handling von Ajax. Und es kamen über 50 neue Tags und Funktionen hinzu, um einfach Bilder zu manipulieren. PDF Forms sowie on-demand Präsentationen machen ebenfalls Laune.

CF hat sich sogar gegenüber Microsoft geöffnet. Ab sofort kann man direkt auf den Exchange Server zugreifen und Termine, Aufgaben sowie Adressen verwalten. Und man kann jedes .NET Objekt verwenden.

ColdFusion 8 ist eine wirklich gelungene Antwort von Adobe. Wir bleiben ColdFusion freudig treu – Tot gesagte leben länger.

Apples neue Geschäftsfelder

von Reto Hartinger

Apple legt ein Glanzresultat hin – noch nie wurden so viele Macs verkauft. Die Apple-Computer-Plattform ist noch lange nicht ausgereizt und ebensowenig der iPod Geschäft. Der iPhone-Start war verhaltener als erwartet. Bis Ende September rechnet Apple mit 1 Million verkauften iPhones.

Die Produktepipeline von Apple ist damit aber noch nicht ausgereizt. Spekulieren wir doch, wo Apple noch investieren könnte

1. Game- und Spielkonsolenmarkt

Apple ist ein Consumerbrand geworden. Da liegt es nahe, dass Apple auch die Spieler besser bedient. Das wird vorerst über das iPhone geschehen – mit eigens für das iPhone optimierten Spielen. Aber auf AppleTV könnte sich zur Gamekonsole entwickeln oder ein speziell zu diesem Zweck gebautes Gerät. Es könnte auch ein upgrade-Pfad für den iPod sein, dass es sich für Multiuserspiele in Verbund im iPhone, Macintosh und AppleTV entwickelt. Damit wäre der Tod des iPods aufgeschoben.

2. iTV – neues Fernseh(gerät). Dabei müsste eine Display-Innovation her, sonst wird das nichts. Die totale Vernetzung bzw. Verknüpfung mit allen anderen Geräten. Nicht um sonst heisst das was Apple in diesm Bereich anbietet Apple TV. Erst wenn es einen neuen Markt schafft darf es iTV heissen. Ist das bereits im Januar 2008 so weit? Das nächste just another thing ….

Wo Apple floppt

Die ganze iLive-Palette ist bis anhin ein Flopp. Apple kann keine Software mehr in den Markt drücken. Aber die Kombination Hardware und Internet-Service scheint zu funktionieren. Apple wird auch für das iPhone einen solchen Dienst aufziehen.

Keine Software mehr für den Macintosh

Niemand entwickelt mehr für den Macintosh. Da helfen auch keine steigenden Verkaufszahlen. Zu gering ist Apples Marktanteil, dass es sich lohnen würde, Macsoftware herzustellen. Neu können Macs ja auch Windowsprogramme abspielen. Noch ein Grund weniger für die Macplattform zu entwickeln. Ist Apple damit zur reinen Hardwarefirma geworden? Es besteht immernoch die Möglichkeit, dass Apple sein Betriebssystem auch auf PCs laufen lässt. Technisch kein Problem. Dann könnte es auch wieder Sinn machen, Apple-Software zu entwickeln.

Apple mit Qualitätsproblemen

Einige Produkte sind nicht über alle Zweifel erhaben. Die iPods verkratzen leicht und die Notebooks haben mit Batterieproblemen zu kämpfen. Eine totale Fehlkonstruktion war die Bildschirmaufhängung einiger MacBooks – bricht leicht ab.
mac-book-problem.jpg

Zum Spezialtarif an den eXperience Event 2007

von Ebneter

Das Competence Center E-Business Basel der Fachhochschule Nordwestschweiz lädt bereits zum vierten Mal zum eXperience Event ein. Am kommenden 11. September geht es um Business Collaboration – Standortübergreifende Prozesse mit Business Software.

Der eXperience Event richtet sich an Entscheidungsträger und Anwender, die Geschäftsprozesse entwickeln und Business Software einsetzen. Ebenfalls willkommen sind IT-/Web-Dienstleister und Hochschulvertreter aus der Wirtschaftsinformatik.

Die Teilnahme an der Veranstaltung kostet 350 Franken (Tageskarte) oder 220 Franken (Morgen- oder Nachmittagssession). Der Networking Lunch und das Buch zur Tagung sind jeweils inbegriffen.

Internet Briefing Mitglieder und LeserInnen dieses Blogs erhalten 50% Rabatt!
Gib bei der Anmeldung einfach den Code DE3125099 ein.

Tagungsprogramm
Veranstaltungsort

teilweise crossposted vom eBusinessBlog
Alignment of Interest: Ich werde ab dem 1.10. am CCEB arbeiten.

Online Marketing in der Finanzbranche

von Beat Z'graggen

E-Banking und E-Trading florieren und dennoch stagniert die Online-Marktbearbeitung. Kann der Online-Auftritt mehr, als “nur” Basisinformationen anbieten und Interessenten in Filialen zuführen? Welche Instrumente sind im Einsatz und wo liegen deren Probleme und Grenzen?

Am ersten Vortrag der Banking Gruppe innerhalb von Internet-Briefing gab Stefan Rüesch, der Leiter des online Kanals von Postfinance, interessante Erfahrungen aus dem Finanzbereich weiter. Der Vortrag stand unter dem Titel “Online-Marktbearbeitung in der Finanzbranche – Instrumente, Chancen und Limiten” gehalten. Hier die wichtigsten Aussagen:

Postfinance hat mit seinen 2,2 Millionen Kunden (davon 300′000 Geschäftskunden) eine breite Verankerung im Schweizer Markt. 800′000 Kunden verwenden auch die online Banking Möglichkeiten von Postfinance. Überraschend war, dass der Anteil der Geschäftskunden, welche die online Möglichkeiten nutzen, nicht höher liegt als derjenige bei den Privatkunden. Stefan Rüesch geht davon aus, dass dies daran liegt, dass sehr viele der Geschäftskunden von Postfinance Kleinstunternehmen sind.

Beim online Marketing von Postfinance geht es nicht darum, neue Kunden zu gewinnen. Trotzdem erhält Postfinance pro Jahr 100′000 neue Anmeldungen für die online Dienstleistungen. Diese kommen quasi automatisch aufgrund von neuen Kontoeröffnungen und dem Interesse der bestehenden Kunden. Dass die Postfinance sich nicht zum Ziel setzt, auch aktiv neue Kunden zu gewinnen, ist eigentlich schade. Denn das Potential an Kunden, welche in der Schweiz online nach Bankdienstleistungen suchen, ist enorm und wird auch von den Grossbanken eher vernachlässigt.

Fonds laufen online sehr gut. Bis zu einem Drittel der bei der Post abgeschlossenen Aufträge für Fonds werden online abgeschlossen. Überraschend war, dass “nur” 1/3 der Yellownet-Kunden (dem online Banking Angebot der Post) über das Internet kommen. Die Erklärung von Stefan Rüesch war aber einleuchtend: Der Grossteil der Neukunden kommt dank den Kontoeröffnungen bei der Post.

Gemäss Stefan Rüesch werden in Deutschland bereits 10 % der von der deutschen Postbank abgeschlossenen Hypotheken online abgeschlossen. In der Schweiz ist man davon noch weit entfernt aber das Potential über online Marketing an neue Kunden zu gelangen ist sicherlich noch gross.

Gute Erfahrungen wurden mit Kampagnen gemacht, bei welchen die Kunden unmittelbar nach dem Login ein Angebot angezeigt erhalten. Bis zu 20 % der Kunden sehen sich solche Angebote an. Nachdem die Kunden mit online Transaktionen angefangen haben, sind diese aber nicht mehr an weiteren Angeboten interessiert.

Eine interessante Aktion wurde im Fonds-Bereich durchgeführt. Wer für mindestens CHF 20′000 Fonds gezeichnet hat, erhielt gratis einen IPod. Die Reaktion auf diese Aktion hat Postfinance überrascht. Das Geschenk war so attraktiv, dass viele Kunden davon Gebrauch gemacht haben, indem in der gewünschten Höhe Fonds gezeichnet wurden.

Die Klickraten bei den bisherigen online Kampagnen liegen bei 0,3 – 3 %. Diese tiefen Werte zeigen, dass die Möglichkeiten der Suchmaschinen Werbung und die Anstrengungen für ein gutes Google Ranking nicht optimal genutzt werden.

Der Newsletter mit seinen 150′000 Abonnenten stösst bei einer Öffnungsrate von 50 % auf reges Interesse. Interessant ist, dass Beiträge zum Thema Sicherheit Klickraten von 10 – 20 % erreichen, während die Klickraten auf die Vertriebszonen von Postfinance noch bei 0,5 – 5 % liegen.

Insgesamt war es ein gelungener Auftakt der neuen Gruppe “Internet und Banking im Fokus”, welche innerhalb der Internet-Briefing Vorträge und Veranstaltungen stattfand. Stefan Rüesch hat offen und kompetent informiert und es fand ein angeregter Gedankenaustausch statt. Besten Dank an Dr. Kornel Szabo, der den Abend moderierte, und an den Organisator, Reto Hartinger!

Der Artikel wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/online-marketing-im-finanzbereich-vortrag-von-postfinance.htm publiziert.

Apple hat nur 146 000 iPhones in den ersten 2 Tagen verkauft

von Reto Hartinger

Die Apple Aktien stürzt heute regelrecht ab -4 %, weil AT&T berichtet, dass es über das Juniwochenende 146 000 iPhone aktiviert habe. Schätzungen gab es bis zu 700 000 verkauften iPhones. Jetzt kommen auch noch Meldungen, dass AT&T und Apple-Läden auf unverkauften iPhones herumsitzen.

Kann sein, dass jetzt negativ übertrieben wird – genauso wie die positiven Meldungen übertrieben waren. Apple jedenfalls hat nie etwas kommuniziert. Heute werden sie die Zahlen selber herausgeben. Das iPhone Marketinglehrstück geht weiter. Was passiert, wenn sich der aufgebaute Hype ins Negative umschlägt, wenn eine Firma nicht liefern kann was erwartet wird? Ich bin gespannt.

iPhone Saga: 90 % der Kunden zufrieden und nur 49 % kommen von AT&T

von Reto Hartinger

Mittwoch 25 Juli gibt Apple die Zahlen für das 3 Quartal bekannt. Spätestens dann wissen wir, wieviele iPhones über das Lancierungswochenede tatsächlich verkauft wurden.

USA Today hat eine Studie herausgegeben um zu sehen, ob die Kunden mit ihrem iPhone zufrieden sind. Es wurden zwar nur 200 Personen befragt – aber davon sind gleich 90 % extrem oder sehr begeistert vom iPhone. Also nix da mit Problemen mit der Tastatur oder dass die Leute das Userinterface nicht akzeptieren würden. 85 % werden das iPhone weiterempfehlen. Die iPhone Nutzer möchten eine längere Batterielaufzeit, mehr Speicherplatz und einen schnelleren Internetzugang. Fast niemand wünscht sich eine Tastatur.

Viele die das iPhone kaufen würden, sind vor dem hohen Preis zurückgeschreckt. Die meisten würden bei 180 $ zugreifen (naja – vorerst unrealistisch).

Wer meint, dass vor allem Apple-Fans das Ding gekauft hat, irrt sich gewaltig. Gerademal ein Drittel hatten früher bereits ein Apple Produkt. Es sind also keine iPhone-Migranten, sondern Telefon- und Smartphone-Käufer.

Noch erstaunlicher – nur 49 % der iPhone-Käufer sind Abonnenten von AT&T. Mehr als die Hälfte haben also den Telekom Anbieter gewechselt. 35% davon mussten 167 Dollar bezahlen, um ihren Vertrag loszuwerden und sie bezahlen pro Monat etwa 35 Dollar mehr als vorher. Der Vertragswechsel ist also eine viel kleinere Hürde als gedacht.

Telekom Provider vor der Kauf eines iPhones:

49% AT&T-Cingular

25% Verizon

11% Sprint Nextel

6% T-Mobile

3% Alltel

2% U.S. Cellular

2% Andere

Die entspricht so ziemlich dem Marktanteil der einzelnen Firmen.

Virgin Mobile 1%

Helio 1%

Bis Ende 2009 soll Apple laut Analysten bis zu 45 Millionen iPhones verkaufen.

Learnings:
1. Der Hypefaktor hat zugeschlagen, nicht wegen des Apple Brands sonder wegen der Coolness des iPhones und seiner Dienste
2. Das Gerät gefällt: Hardware, Usability und Software
3. Apple wird ein iPhone Software Downloadportal etablieren können.
4. Viele Softwareschmieden werden iPhone-enabled Software zur Verfügung stellen. Die Funktionalität des iPhones und damit die Kaufgründe werden stetig steigen.
5. Das iPhone wird laufend günstiger und damit werden immer mehr Leute eines kaufen.
6. Die Carrierexklusivität ist kein Hinderniss – mit der Zeit läuft ja eh jeder Vertrag aus – ein Hinderniss das zunehmend wegfällt.
7. Das iPhone wird für Privat- und Firmenzwecke tauglich.
8. Billigversionen und sinkende Hardwarepreise lösen das Preisproblem
9. Das iPhone kanibalisiert das iPod-Geschäft nicht
10. Die iPod-Migration könnte das iPhone ohne Telefonfunktion werden.
11. Der Telefoncarrier kann sich über das iPhone-Angebot Marktanteile holen.
12. Apple bekommt monatlich 3 Dollar für Eigenkunden – 11 Dollar für Neukunden vom Telekomanbieter. Bei 50 % Neukunden und 49 000 000 verkauften iPhones bis Ende 2009 eine astronomische Summe.
13. Die iPhone-Verkäufe werden die Macintosh- und Apple-TV-Verkäufe weiter ankurbeln.
14. Die Gewinnmarge auf dem iPhone liegt im Rahmen der übrigen Apple-Produkten von ca. 35 %.
15. Der Apple Aktienkurs wird weiter steigen. Angesagt sind über 200 Dollar im 2008.

Mehr Besucher für Deinen Blog

von Reto Hartinger

Bei Webseiten kann man vieles falsch machen, damit man von Suchmaschinenen keine Traffic bekommt. Da sind Blogs schon besser – die meisten Traffic-Killer sind bereits durch das System eliminiert und so optimiert, dass Blogeinträge in Suchmaschinen sehr gut gelistet werden. An der WordCamp 2007 Konferenz gab Googleingenieur Matt Cutts Tipps, wie man mit Wordpress Blogs noch besser gelistet wird.

Das solltest Du tun:

1 – Weblog nicht im Rootverzeichnis der Domain ablegen.

2 – Das Verzeichnis, in dem das Weblog liegt, nicht “Wordpress” nennen.

3 – Am besten Bindestriche für sprechende URLs verwenden.

4 – Alt-tags für Bilder benutzen.

5 – Keywords auf natürliche Art und Weise einsetzen.

6 – Datum der Artikel leicht auffindbar machen.

7 – Aussehen des Blogs auf einem Handy/iPhone prüfen.

8 – Unvollständige Feeds anbieten, um die Page Views zu erhöhen, vollständige, um loyale Leser zu erhalten.

9 – Standarddienste anpingen

10 – Linkstruktur vereinheitlichen (www- und nicht-www-Links nicht vermischen).

11 – Im Fall eines Domain-Umzugs Permanente Umleitungen (301) benutzen.

12 – Keine Datumsangaben in den URLs benutzen.

13 – Bei einem Hosterwechsel warten, bis der Googlebot und neue Besucher kommen, bevor die alten Seiten abgeschaltet werden.

14 – AdSense mit Section Targeting benutzen.

15 – FeedBurners MyBrand-Feature benutzen.

Mehr Tipps von Matt Cutts zum lesen und zum ansehen. Und viele Tipps von Internet Briefing Mitgliedern

zum Beispiel:

Gegenseitige Verlinkung
Der PageRank
Welche Suchbegriffe wählen
Kaufphasen beim Suchen

Mit Kartentechnik durch den Onlineshop?

von Thomas Lang

Das Google-Map Interface einmal anders: Auf Browse Goods Visual ShoppingBeta (selbstverständlich Beta) wird das Produktsortiment in Kartentechnik-Manier präsentiert. Schuhe, Küchengeräte, Uhren, Sportartikel, Spielsachen (more to come…)

Verblüffend einfach, denn jeder der die zahlreichen Kartenanwendungen kennt – und davon gibts ja nun schon eine Menge – findet sich auch damit zu Recht.

Bewährte Usability eingesetzt in einem anderen Bereich. Und Sympathisch dazu, dank dem “mere exposure effect”, wie ich unlängst in einem Kommentar auf ein anderes Posting gelernt habe.

Wo’s funktioniert und wo nicht und weitere Beispiele von Shopping 2.0 am Oktober-Anlass von Internet-Briefing.

Apple bekommt 3 -11 Dollar für jeden iPhone-Kunden von ATT

von Reto Hartinger

Was haben sich die europäischen Carrierer über das Geschäftsgebaren von Apple aufgeregt. Nicht nur sollen sie ihr Service-Portal zugunsten von Apple aufgeben, sie müssen pro Kunden sogar noch eine Monatsgebühr abdrücken. Einige haben das Handtuch geworfen und sind aus den Verhandlungen ausgestiegen. Kein Problem für AT&T – diese bezahlen laut Schätzung von Gene Muster, Analyst bei Piper Jaffrey, 3 Dollar pro iPhonekunden der bereits bei AT&T ein Abo hatte und satte 11 Dollar für jeden Neukunden – monatlich, versteht sich. Ein sicheres Einkommen für Apple, denn ein Vertrag geht über mindestens 2 Jahre.

Man rechne: 525 000 Stück über ein Wochenende verkaufte iPhone bei durchschnittlich 5 Dollar pro Monat = 63 000 000 verdienten Dollars innerhalb von 2 Jahren. Jetzt leuchtet es wohl jedem ein, wieso Steve einen Exklusivvertrag eingegangen ist. Man rechne, was das bei 10 Millionen verkauften Stück wohl ausmacht. Übrigens, der Vertrag gilt 5 Jahre. Es darf nun jeder selber rechnen was das bei 10 Millionen verkauften Stück bis Ende 2008 wird.

Apple verhungert ja auch nicht gerade bei einer Marge von 35 % auf den Geräten. Ehrlich, für so lukrativ hätte ich das iPhone-Geschäft nicht gehalten.

Intel diktiert Apples Produkte- und Innovationszyklus

von Reto Hartinger

Zwei Dinge ist sich Apple nicht gewohnt: Die Preise und den Produktezyklus nicht selber zu bestimmen. Mit den Motorolla/IBM Chips war Apple exklusiv, konnte daher neue Produkte dann bringen, wenn sie angesagt waren und die Preise ein ganzes Jahr hoch halten. Mit dem Erscheinen von neuen Intel CPUs wird Apple von Intels viel höherem Innovationsrythmus abhängig. Intel bestimmt wann Apples Produkte erscheinen oder Apple ist nicht mehr Trendsetter und/oder schlicht zu teuer. Auch das ist ein anderes Phänomen, dass die CPU-Preise stetig purzeln, der gleiche Rechner von der Konkurrenz ständig günstiger angeboten wird. Apple konnte die Preise ihrer Produkte über ein Jahr problemlos halten – das wird immer schwieriger oder Apple muss seine Produkte früher ausmustern.

Intel lanciert die Extreme-CPU für Notebooks. Tja, in welche Produkte solle die Eingebaut werden und wann auf den Markt kommen? Ein chronisches Problem wird bleiben: Kunden müssen ständig auf die Lieferbarkeit der Produkte warten. Auch Intel verfügt mit der Einführung neuer Chips nur über eine beschränkte Menge. Für die Anfang Juni angekündigten 15″ Macs gibts immernoch Wartelisten. Sollte der 12″-Mac mit Touchscreen und Extreme-CPU kommen – wird auch dieses Produkt schnell vergriffen sein.

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