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Apple 12″ Notebook ohne Tastatur

von Reto Hartinger

Apple kommt mit einem 12″ Notebook heraus. Wenn es Apple mit einer neuen Revolution ernst ist, hat das Ding keine Tastatur sondern die grössere Variante der iPhone-Tastatur im berührungssensitiven Display und kommt mit Flashspeicher. Damit entfällt das Gewicht und der Platz für Tastatur, Mauspad und Harddisk. Es könnte also extrem leicht, hauchdünn und viel viel kleiner sein. Aber teuer – Flashspeicher sind nicht billig und die berührungssensitiven Bildschirme auch nicht.

Wer will, kann immer noch eine Tastatur, ne Maus und einen externen Bildschirm anstöpseln. Das wäre das ideale Gerät für unterwegs. Damit könnte man doch tatsächlich überall unterwegs arbeiten und nicht erst dann, wenn man es irgendwo hinstellen kann.

Termin? Entweder im August, wenn wie meist die Consumer-Geräte herauskommen oder mit dem Launch des neuen Betriebssystems im Herbst. Damit könnte man doch schön die neue Oberfläche demonstrieren.

Aber das munkelt erst die Gerüchteküche.

Virales Marketing im Netz

von Christoph Oertli

Virales Marketing ist eine Marketingform, welche sich hauptsächlich real existierende soziale Netzwerke zu Nutzen macht und somit letztlich auf Mundpropaganda innerhalb der Zielgruppe setzt.

NIVEA hat sich die erhöhte Glaubwürdigkeit von Kommunikation innerhalb des eigenen Netzwerkes und der schnellen Ausbreitung der Botschaft beim viralen Marketing erfolgreich zu Nutze gemacht. Unter www.nivea.ch/beautydeo kann das Resultat bestellt werden. (Vermutlich nichts für die Leser(innen) dieses Blogs.

Für die gezielte Auslösung dieser viralen Effekte sind ein attraktives Kampagnengut („der Köder“), gut abgestimmte Rahmenbedingungen sowie die richtigen Weiterempfehlungsanreize entscheidend.

Als Kampagnengut wurde eine zweiteilige Internetseite aufgeschaltet, auf der Tops (eine Art T-Shirts) online gestaltet und im zweiten Teil der Seite bewertet werden können (hot or not). Die Bewertung (das Voting) war, wie sich zeigte, der optimale Weiterempfehlungsanreiz. Es führte dazu, dass immer mehr junge Frauen (die angesprochene Zielgruppe) Tops gestalteten und ihr Design als Link an Freundinnen weiterleiteten, mit der Bitte, für ein möglichst günstiges Voting zu sorgen. Diese Freundinnen wiederum gestalteten ebenfalls ihr eigenes Design und die virale Verbreitung beginnt…

Das Resultat: über eine Million Votes in knapp 7 Wochen, (Cheats waren ausgeschlossen) zehntausende von Designs und dementsprechende Visits innerhalb eines Monats. Der springende Punkt für NIVEA: nach einigen gezielten Startkommunikationsmassnahmen läuft das Marketingvorhaben von selbst und immer ganz Nahe an der Zielgruppe, da die jungen Frauen die Seite meistens nur gleichaltrigen Freundinnen empfehlen. Zudem kann von einem hohen persönlichem Involvement der Teilnehmerinnen ausgegangen werden, da für das Gestalten der Designs zeitweilig mehrere Stunden aufgewendet wurden.

Das Ganze ist wiederum ein weiterer Beweis dafür, dass das Web für simple Bannerwebung eigentlich viel zu schade ist – quasi so, als würde ein Flugzeug nur auf der Piste bewegt.

Kommunikationsmassnahmen im Web sollten vielschichtig sein, den Rezipienten berühren, Mehrwert für Zielgruppen generieren, aber sicherlich nicht nur ein modernes Abbild der Tradition von 250 Jahren Printwerbung sein.

To go

von Harald Taglinger

Motorola setzt mit einer neuen Kampagne des Namens Seamless Mobility zur Frage schon etwas älteren aber langsam wieder aktuelleren Frage an, wie man die Inhalte plattformübergreifend darstellen kann. Möglichst ohne spürbaren Medienbruch. Damit würde die Aufmerksamkeit auf die Technik dahin kommen, wo sie hingehört: Sie löst sich auf, weil verschiedene digitale Kanäle unter einander so kompatibel sind wie ein Stromnetz (Niemand frägt mich beim Einstecken meines Rasierapparats, welchen Provider ich für Energie habe, die Adapter sind universell, einfach, Energie ist überall angemessen verfügbar und in Verwendung. Commodity eben.). Derzeit ist man aber schon glücklich, wenn man über eine Website händisch die Koordinaten eines bestimmten Ortes als GEO-Daten zurückbekommt. Wir haben da noch ein bis zwei Schritte vor uns, gelt.

P.S.: Damit gehe ich bis August in die Ferien. Allen frohe Plantsch-Entchen und ein Zitronen-Eis !

USN

von Harald Taglinger

Es hat einfach eine Zeit gebraucht, und nun kommt scheinbar Google auf die Idee (Reto, wir haben mal im Frühling drüber gesprochen…): Mit Socialstream wird es ein Meta-Netzwerk geben, das Interaktionen in verschiedenen Social Networks zeigt, ein Unified Social Network. Das bringt Usern eine Plattform für die Verwaltung von allen Aktivitäten und Google eine neue Poolposition. Oder Yahoo, die arbeiten auch ein einem solchen Projekt. Bereits heute bietet Hey!Spread eine einzige Eingabe an, um Videos auf den 10 bekanntesten Plattformen gleichzeitig upzuloaden. Fortschritt ist Reduktion von Komplexität – um neue zu schaffen.

Wie online bist Du ?

von Harald Taglinger

Was vor 10 Jahren eher als Krankheitsbild gehandelt wurde, ist heute eine soziale Benchmark. „Wie online sind Sie“. Und daher ist es nur logisch, dass die ersten Tests dazu in der Manier von „Könnte ich meinen Nachbarn flachlegen“ entstehen. Zum Beispiel Career Distinction, das suggeriert, dass nur noch die mit 400000 Treffern in Google eine Chance im Bewerbungsgespräch haben. Na, denn man los und die ganzen Urlaubsfotos auf Flickr gepostet, vielleicht hilft es was.

Suchen für Freunde

von Harald Taglinger

Suchmaschinen sind eine tolle Sache. Man gibt etwas ein, und im Normalfall kennt das dumme Teil weder die passende Seite noch seine Nutzer. Da hat sich seit 10 Jahren wenig getan. Swicki will das ein wenig ändern, indem es vom Verhalten der Nutzercommunity lernt, zu der man sich dazurechnet. Schöne Idee an sich, man will ja auch den Nutzen der Web 2.0-Welle spüren. Interessant bleibt dann schon die Frage, ob der Anspruch die Wirklichkeit auf dem Bildschirm trifft. Swicki für Arme wäre dann aber wohl:

IF
User = MANN
THEN
PRINTF „Bier-Links“
PRINTF „Mädels“

END IF

IF
User = FRAU
THEN
PRINTF „Ohne Männer“
PRINTF „Diät“

END IF

Websites und deren Businessmodelle hinterfragt

von Reto Hartinger

Sie stampfen wieder aus dem Boden, die Websites und die Relaunches. Es wird wieder investiert – aber wie wird refinanziert? Wie rechnen sich Websites in einem so kleinen Markt wie der Schweiz? Ich habe heute mit einem Verantwortlichen einer grossen Internetagentur gegessen und er sagt, dass wieder soviele Projekte da sind wie zu Hypezeiten (und keine Mitarbeiter um sie abzuwickeln, in der Schweiz wie in Deutschland). Der Unterschied sei, dass sie nicht mehr innerhalb von 3 Monaten online sein müssen. Der Kunde kann heute warten, bis die Agentur den Auftrag abwickeln kann.

Zu Hypezeiten musste kaum über die Refinanzierung des Projektes gesprochen werden. Das Businessmodell war auch kein Thema. Nicht so heute. Heute wird nicht wild darauflosgecodet, es muss sich rechnen. Aber wie?

Fressen die Kosten die Einnahmen vorzu weg? Wann dreht die Site ins Positive? Welches Businessmodell hat erfolg? Harald Taglinger zückt den Taschenrechner und spielt verschiedene Szenarien in unserem Internet Briefing vom 4. September anhand einiger Projekte durch. Dabei stellt er seine Ueberlegungen zur Diskussion:

Der Schweizer Onlinemarkt

- Kostenrechnung
- Warum der Markt schwer skalierbar ist
- Beispiele und Zahlen von Corporate Websites

Businessmodelle

- All for free, free for all
- Warum reine Werbefinanzierung schwierig ist
- Broad, but no reach
- Warum Portale mit Bezahlinhalten schwierig sind
- Flattail: Geringe Grundkosten, lange Return-on-investments
- Seeding: Alle helfen allen. Wie Inhaltsmodule die Kunden erreichen

Wie rechnen sich Websites
- Wenig im Web ist wertschöpfend
- Web für Wenige : Nischenmärkte
- Digitale Services im Schweizer Markt

Danach diskutieren wir unsere Erfahrungen insbesonderen auch

- Auswege aus dem Massenproblem
- Wie Kunden generieren und halten
- Ist Internationalisierung eine Chance? Wie? Welche Probleme?

Ich würde es begrüssen, wenn wir hier bereits unsere Erfahrungen diskutieren. Mach mit, schreib Deine Meinung im Kommentar.

Werbeplattform Contaxe gestartet

von Tom Brühwiler
Contaxe Logo

Mit einigen Tagen Verspätung ist Contaxe, eine neue Schweizer Werbeplattform, heute online gegangen. Ähnlich wie Google AdSense will auch Contaxe auf den beteiligten Webseiten kontextsensitive Werbung schalten und könnte so durchaus zu einem (lokalen) Konkurrenten von AdSense heranwachsen.

Dazu ist allerdings eine breite Akzeptanz sowohl von Affiliates wie auch von Merchants vonnöten, die natürlich zuerst aufgebaut werden muss. Das von mir zu Testzwecken in der Sidebar (von BloggingTom) eingebaute Contaxe-Werbefeld lässt immerhin die Vermutung aufkommen, dass es in Sachen zusätzlicher Merchants noch einiges zu tun gibt. Einerseits kann ich bis jetzt nur sehr bedingt einen Zusammenhang zwischen Beitrag und Werbung entdecken und andererseits scheint ein Grossteil der Merchants aus Deutschland zu kommen, was für uns Schweizer nicht unbedingt von Vorteil ist.

Allerdings darf man ja am Starttag nicht gleich Wunder erwarten und so beobachte ich mal, wie sich Contaxe weiter entwickelt…

Ach, und wer sich bei Contaxe als Affiliate oder Merchant anmelden will, tut das natürlich am besten über diesen Link. Nur so krieg ich nämlich auch etwas Provision ;-)

(Dieser Beitrag wurde ursprünglich bei BloggingTom publiziert.)

Rom-ROM

von Harald Taglinger

Echte Männer hängen seit gestern Abend vor dem Fernseher, um „ROME“ zu sehen. Aber echte Freaks kennen Real Time Rome. Ein Projekt, das mit Daten aus Handies und öffentichen Verkehrsmitteln die Dynamik der dort lebenden Bevölkerung visualisiert. Das ist in einem Handy-Land wie Italien sicher machbar. Vermutlich müsste man in der Schweiz die RFID-Daten aus Rivella-Flaschen dazurechnen. Vor allem wenn Züri-Fäscht ist.

Ebay: iPhone für 12′500 Dollar versteigert

von Reto Hartinger

Wann bitte bricht die iPhone Mania endlich ab? Neueste Spekulationen berichten bereits von 900 000 verkauften iPhones über das Wochenende. So reicht der Range von 200 000 – 900 000. Keine der Angaben ist irgendwie seriös. Apple will bis Ende Jahr 2 Millionen Stück verkaufen. Wieviel hat Apple bestellt? Wieviel konnte überhaupt produziert werden? Kann schon sein, dass 1 Million bestellt wurden und wenn alle davon ausverkauft sind – wie das zu hören ist – dann könnten die 900 000 Stück bis heute stimmen. Wie schnell kann Apple nachproduzieren? Darüber kann ich nichts lesen. Apple soll die Onlinebestellungen in 2 Wochen ausliefern, wohl nicht alle. Andererseits hat ja AT&T 1 Million iPhone Anfragen gehabt.

Auch die Spekulation, dass Apple 55 % Gewinnmarge auf dem iPhone macht, ist Spekulation, weil einige der Kosten da gar nicht drin sind. Umgekehrt – rechnet man die Marge von unten, also zum Apple-Umsatzes in deren Geschäftsbücher und nicht vom Enduserpreis, dann sind 32 % Gewinnmarge durchaus drin auch nach Abzug der nicht berechneten Kosten.

Das iPhone könnte aber auch noch andere Einnahmequellen öffnen. So fordert Apple eine Beteiligung an den Einnahmen durch den Datenverkehr sowie auf bezahlte Umsätze über iPhone-Applikationen (dies sickerte aus Verhandlungen mit europäischen Telekomprovidern durch).

Wir müssen wohl bis zum 25. Juli warten, dann stellt Apple seine Zahlen vor.

Für 4500 Personen ist der Preis des iPhones ein Schnäppchen, haben sie doch über EBay ein iPhone für 705 bis 12500 (!) Dollar ersteigert. Bis jetzt haben vor allem die Fans gekauft. Einige Analysten rechnen damit, dass die verkauften Stückzahlen aber über den Sommer gar noch zunehmen werden, wenn auch die ganz normalen Handykäufer sich für das iPhone entscheiden.

Wie stark hat sich dieses Momentum auf die anderen Apple-Produkte ausgewirkt?

Apple kommentiert gar nichts. Was für ein Absturz der Aktien, wenn die Zahlen übertrieben wären. Die Gratiswerbung und der Hype wird durch Produktetest weiter angeschürt. Ich glaube allerdings, dass Apple tatsächlich liefern kann, was versprochen wird.

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