Aus für Google Docs und Spreadsheet
Microsofts Antwort auf OpenSource-Konkurrenten wie OpenOffice und Google Docs heisst Microsoft Works 9.0, das es bald gratis auf jedem Computer vorinstalliert geben wird. Wenn Microsoft eine Software nicht verkaufen kann, dann gibt sie diese Gratis ab – als Beilage zu Microsoft Office. So geschehen mit Powerpoint, Access usw. Das geht in diesem Fall nicht, denn Office wird ja gerade durch diese Konkurrenten abserviert. Da hat Microsoft aber noch andere Pfeile im Köcher. Wenn das Produkt nicht ins Betriebssystem integriert wird, dann kann man es wenigstens jedem neuverkauften Computer beilegen (siehe Inernet Explorer).
Dieses Mal will Microsoft aber Geld verdienen und blendet bei Benutzung der Software Werbung im unteren Bildrand ein. Nö – sie ist nicht wie bei Google kontextsensitiv und deshalb nicht sehr relevant.
Welche Chancen hat das Gratis-Works?
Es ist eine Bedrohung für Google Docs und Spreadsheet. Ehrlich – Gogle Docs ist nichtmal eine halbfertige Software. Ernsthafte Dokumente lassen sich damit (noch) nicht machen. Punkt. Aber es ist eine Frage der Zeit, bis Google Docs und Spredsheet Office zur Bedrohung wird. Microsoft macht im richtigen Moment den richtigen Schritt. Sollte Microsoft Works online multiuserfähig sein, dann wechsle ich sofort von Google auf Works. Microsoft Office ist für mich aber trotzdem oder gerade deswegen so gut wie gestorben.
Google Docs ist weit abgeschlagen
Mit Works verfügt Microsoft über ein voll integriertes Produkt – mit einer Datenbank. Das lässt Google Docs und Spreadsheet alt aussehen.
Gratis Bürosuiten ohne jede Chance
Openoffice hat sie nie und wird es in keiner Version durchsetzen. StarOffice, OpenOffice und wie sie alle heissen sind besser als Works und ebensogut und gratiser als Microsoft Office. Trotzdem haben sie sich auch nicht einigermassen durchgesetzt. Es gibt einfach kein vernüftiges Distributionsmodell für gratis Burosuiten und keinen Grund, Mitarbeiter umlernen zu lassen. Privatanwender besorgen sich lieber eine Raubkopie als das legale Openoffice.
Verdient Microsoft damit Geld?
Nö, dies gelingt auch Google kaum – vorerst. Zu schwach sind die Möglichkeiten Werbung einzublenden. Microsoft schaltet wenigsten Bildwerbung – die muss weniger kontextsensivit sein und Microsoft kann auf grosse Netzwerke zurückgreifen (Doubleklick zum Beispiel, das immernoch oder bald Google gehört). Microsoft sieht das als Test – wie es das Google Geschäftsmodell schlagen kann. Nur wenn das gelingt, wird Microsoft Google aufhalten können.



Peter Nathschläger schrieb:
Für Produktion Flamewars bin ich zu alt – und eindeutig zu wenig motiviert. Aber: Ihr kleiner Bericht ist schon sehr parteiisch und fokussiert. Ich bin Autor und schreibe vor allem lange und einfach formatierte Texte. Raubkopien kommen für mich per se nicht in Frage. Und OpenOffice.ORG kann alles, was ich brauche. Ich bin überhaupt dazu übergegangen, Kurzgeschichten und andere Texte, die nicht über 70 Seiten lang werden, auf google.docs zu schreiben. Gerade die überschaubare Einfachheit der Funktionalität plus die mannigfaltigen Speichermöglichkeiten, die Unterstützung des OpenDocument Formats begeistern mich.
Es gibt auch andere OnlineOfficeAnbieter wie zum Beispiel ZOHO.COM, die mit einer umfangreichen Suite überzeugen können. Microsoft ist da garantiert nicht der Weisheit letzter Schluss – und dass sage ich als MCSA.
Liebe Grüße
Kommentiert am 22-Aug-07 um 10:01 am | Permalink
Reto Hartinger schrieb:
Ja das ist parteiisch. Ich liebe Google Docs, benutze es fast täglich und hätte es gerne weiter als es ist. Deshalb bin ich Realist. Microsoft kann das jeden Tag einfach kontern, weil sie nunmal jahrzehnte länger daran entwickeln als Gogle und die anderen. Mit allen Open-Suiten kann ich nichts anfangen. Aus einem einfachen Grund – siehe dazu das Video eines Vortrag des Googlers Steve Yegge an der OSCON2007 (ich hoffe der Link funktioniert wieder)
Kommentiert am 22-Aug-07 um 10:44 am | Permalink