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Streichen Sie mich aus Ihrer Kundendatei

von Reto Hartinger

Ja- heute habe ich wieder eine unverlangte Sendung von Weltbild bekommen. Versandhandels-SPAM mit realen Gütern. Die Rechnung für den göttlichen Weltbildverlag muss aufgehen. Genügend müssen die unverlangten Bücher bezahlen, sonst würde Weltbild diese Praxis nicht schon über Jahre fortsetzen.

Ich habe heute folgendes Mail an die Kundendienst E-Mail kundendienst@weltbild.ch gesandt:

Hallo Kundendienst

Während meiner Ferien haben sie begonnen mir unverlang Ware zu senden. Teilweise eingeschrieben, teilweise nicht z.B. aus der Schmuck-Kollektion, Dekorieren Feiern Geniessen und heute ist eine weitere Sendung des Bergdoktors eingetroffen. Meine Frau hat zwar vor Wochen telefoniert und auf den Fehler aufmerksam gemacht – leider ohne jeglichen Erfolg.

Das hat leider System – denn es passiert anscheinend nicht nur mir, wie Sei leicht an diesen Links feststellen.

http://www.swr.de/infomarkt/archiv/2007/02/08/beitrag7.html?navigid=270

und hier gibts noch 1420 mehr

http://www.google.com/search?client=safari&rls=de-de&q=weltbild+unbestellte+ware&ie=UTF-8&oe=UTF-8

Ich möchte von Ihnen:

- keine PR-Schreiben
- Keine Newsletter
- Keine unbestellt Ware
- dass Sie mir gemäss Datenschutzgesetz Einsicht auf alle meine gespeicherten Daten geben
- dass Sie mich aus Ihrer Kundendatei streichen

Ich werde Ihnen die Waren nicht zurücksenden, weil das mit unzumutbaren Kosten verbunden ist, nachdem wir Sie auf das Problem aufmerksam gemacht haben. Die Ware halte ich zum Abholen bereit und bitte Sie, zu bestätigen, dass Sie den Inhalt zur Kenntniss genommen haben.

Was weiter passiert, dokumentiere ich auf meinem Blog.

Freundlich grüsst

Reto Hartinger
Viktoriastr.13
8057 Zürich

Mal sehen ob das etwas hilft. Ich glaube nicht, dass die Mails an kundendienst@weltbild.ch gelesen werden und wieso sollte ein E-Mail mehr Wirkung haben als ein Telefonanruf?

Ins Fernsehen hochladen

von Harald Taglinger

Die Verschmelzung von YouTube-Kultur, Social Networks und TV startet zum Beispiel mit Sendern und Websites wie Operator 11. Die TV-Station strahlt die Clips aus, die User schicken, und spielt dazu Werbespots ein. Bei einer weiteren Verschmelzung von Fernsehen mit dem IP-Protokoll dürften solche Konvergenz-Modelle die Regel, nicht die Ausnahme sein. Aber vermutlich will nicht jede Station nur Zuschauervideos senden. Das wäre dann doch ein wenig öde.

Wie bei Google Software geschrieben wird

von Reto Hartinger

Normalerweise sind die Türen zu den Google Labs geschlossen. Google Mitarbeiter gelten als verschwiegen, sie dürfen nichts sagen (das wirkt hochnäsig, ist es aber nicht – sie dürfen einfach nichts sagen).

Am 18. September öffnen sich Googles Türen für die Mitglieder des Internet Briefings. Wir dürfen die Büros ansehen und Bernhard Seefeld wird uns mit seinem Vortrag:

Google’s Engineering Culture – Wie bei Google Software geschrieben wird.
sogar in die Geheimnisse von Googles Entwicklungsmethoden einweihen. Bernie bespricht:
- die 10 Prinzipien der Google Software Engineering Kultur.
- Wie wird hohe Qualität vom Code erhalten?
- Wie häufig wird released?
- Wie funktioniert die Kooperation zwischen so vielen Teams?
und mehr

Anschliessend diskutieren wir ob diese auch für andere Umgebungen Sinn machen und wie Du sie selber umsetzen könntest.

Es ist bereichernd, mit den Google-Leuten Erfahrungen auszutauschen. Nicht alles was Google macht, macht auch bei anderen Teams Sinn – Wir besprechen die besten Entwicklungsmethoden, die Probleme und wie wir damit umgehen. Wir lernen nicht nur von Google sondern auch von den anderen Mitgliedern.

Das Event ist nur für Mitglieder (ein Grund heute noch Mitglied beim Internet Briefing zu werden – hier anmelden). Die Anzahl Plätze ist beschränkt.

Aus Sicherheitsgründen werden nur zum Event angemeldete Personen eingelassen! Bist Du nicht auf der Liste, musst Du wieder gehen – keine Ausnahmen. Es muss vor Einlass auch eine Geheimhaltungserklärung unterschrieben werden.

Melde Dich hier zum Google Besuch an! Ich freue mich auf Dich und eine spannende Diskussion.

PS: In diesem Zusammenhang ebenfalls interessant ist der TechTalk vom 4.9. – Website Kalkulation: Märkte, Kosten, Businessmodelle, Strategien

Werbung auf YouTube

von Harald Taglinger

Überraschend geht Google`s YouTube bei der lang erwarteten Einblendung von Werbung andere Wege. Der Standard für die Zukunft: Die Clips bekommen ihre Commercials nicht vorab, sie werden etwa 15 Sekunden nach Start des Videos halbtransparent 20% des Bildschirms belegen. Advertising bei Video-Downloads kann anders als bei herkömmlicher TV-Werbung von Usern bisher nicht umgangen werden. Wir freuen uns auf den ersten Hack.

A Day for Ajax

von Reto Hartinger

Interessantes lese ich aus dem Geschäftsbericht von Day, dem Schweizer Content Management System Anbieter. Neu kommt Day auch mit Web 2.0 Design Features (sprich Ajax) – womit ihre Kunden bessere Websites bauen können.

Ajax-Konferenz zeigt Wirkung
Dies ist ein direkter Nutzen unserer Internet Briefing Ajax-Konferenz vom letzten Jahr. Der Day CTO David Nüschler hatte bis dann noch nicht viel am Hut mit Ajax, wurde von uns als Speaker eingeladen und musste sich schlau machen. Seither ist er ein Ajax-Fan – was man im neuen Day Communiqué sehen kann.

Lizenzeinnahmen +46 %, Gewinn + 95%
Day ist auch sonst gut unterwegs. Der Umsatz stieg in den letzen 6 Monate um 26 Prozent auf 12 Millionen und der Gewinn verdoppelte sich. Erstmals schenkt auch der Lizenzertrag ein +46 % und dieser sollte sich weiter beschleunigen. Das wird zu einem überdurchschnittlichen Gewinnwachstum führen. Versteuern muss Day die Gewinne (4.79 Mio) noch nicht, kann Day doch noch Verlustvorträge ausgleichen und Reserven füllen.

Witzsche Vidjos

von Harald Taglinger

Mit dieser Analyse kann man schön sehen, dass Menschen „witzige Filme“ mehr und mehr mit YouTube verbinden. Sie suchen nämlich nach zweiterem, wenn sie ersteres meinen. Aber das bedeutet nichts. Mit der Einführung von High Resolution Video durch Adobe via Flash (Das ist die Basistechnologie von YouTube) könten sich die Suchbegriffe schnell wandern. In Richtung „Fernsehprogramm“.

Internet als Wahlkampfthema

von Reto Hartinger

Der Tagesanzeiger hat das Internet als Wahlkampfthema entdeckt und dazu noch eine Möglichkeit zur Blocherschelte gefunden: Blocher verärgert die Internetbranche. Aha – wer ist die Internetbranche? Ebays Karin Schwab meint “Wir sehen uns eines enormen Risikos ausgesetzt, wenn wir nicht wissen, woran wir sind”. Gemeint ist die von meinem persönlichen Freund, Prof. Dr. Christian Schwarzenegger (ja tatsächlich Verwandt mit dem Gouverneur) ausgeheckte Starfnorm gegen Rassismus, Pornografie, Glücksspiel und Gewalt im Internet. Diese nimmt Provider, Hoster und Suchmaschinen in die Pflicht. Diese sollen proaktiv tätig sein und quasi dazu verdammt werden, den Strafbehörden Arbeit bei der Ermittlung und Verfolgung dieser Delikte abzunehmen, weil sie Ueberwachungs- und Meldepflichten bekämen. Quasi eine Privatisierung der Strafermittlung. Plötzlich sollen Hoster entscheiden was harte Pronografie oder Rechtsextremismus ist und eine Zugangssperre und eine Beschlagnahmung vornehmen (Eigentlich Sache des KOBIT, des Ermittlungsorganes des Bundes). Zudem wird verlangt, dass die Hoster und Provider ihre Kunden anzeigen. Tja und wenn sich schlussendlich herausstellt, dass das nicht rechtens war, wird der Hoster bzw. Provider schadenersatzpflichtig.

Die Internetbranche wehrt sich gegen eine unsinnige Gesetzesnorm
Dass sich die Internetbranche für das vorgeschlagene Gesetz ausspricht, ist Wunschdenken. Der Branchenverband SIMSA hat 2005 eine Projektgruppe unter der Führung von Rechtsanwalt Dr. Rolf Auf der Maur zusammengestellt, welche den Sachverhalt besprochen und eine Stellungnahme zur Vernehmlassung geschrieben hat. Diese jubelt nicht über das neue Gesetz sondern schlägt vor, einige Stellen ersatzlos zu streichen und fordert Straffreiheit für Provider, Hoster und Suchmaschinenbetreiber.

Vorauseilender Gehorsam
Das umliegende Ausland hat leider eine schlechte Strafgesetzgebung, was noch lange nicht heisst, dass wir das einfach so kopieren sollen. Die Schweiz ist meist besser gefahren, hat sie die Auswirkungen voreiliger Gesetze in der Praxis der Nachbarländer beobachtet und später ein besseres Gesetz erlassen.

Oft ist es in der Schweiz so, dass sich eine Branche selbst reguliert. Wie Christian Schwarzenegger richtig feststellt, sperren heute Provider den Zugang zu rassistischen oder pornografischen Seiten von sich aus, sobald diese bekannt werden. Dazu braucht es keine Androhung vom Gesetz, das mehr Unklarheit als Klarheit schafft. Oder Christian, möchtest Du die Hoster ausbilden, was harte Pronografie und was Rassismus ist?

Bernardo Stadelmann vom Bundesamt für Justiz hat Recht: die Erfahrungen der letzten Jahre hätten gezeigt, dass «der Handlungsbedarf aus unserer Sicht nicht mehr so akut» sei und die Provider durch die jetzige Situation «nicht besonders benachteiligt» würden und schlägt vor, auf neue Strafrechtsartikel zu verzichten.

Ich befürchte, wenn es ein Gesetzt gibt, wird es nicht gut sein. Wir haben schon ein schlechtes Anti-SPAM Gesetz jetzt wollen wir nicht auch noch ein mieses Netzkriminalitätsgesetz.

Stellungnaheme der Simsa:
simsa-stellungnahme.pdf

Geld-Netzwerk

von Harald Taglinger

Die ursprüngliche Idee von Social Networks („Baue Verbindungen zu Menschen gleichen Interesses via Internet auf.“) dekliniert Spezialsites, die User zu Experten machen und so einen Zweitmarkt für Waren und Dienstleistungen etablieren. Teuer ist, was Aufmerksamkeit hat, aufmerksam wird man auf schwer zu Beschaffendes. Beispiele sind Shoppero, wo User mit ihren Empfehlungen Reichweiten erzeugen (Und damit Klicks = Werbeeinnahmen), die mit dem Betreiber geteilt werden. Oder Sites wie Zivity (Aufgebaut mit Silicon Valley Kapital), die am meisten für die Nacktfotos zahlen, welche die Abstimmungen gewinnen. So werden Teilnehmer an „Social Networks“ zu Dienstleistern mit kleinem Nebenverdienst. Man sollte das vielleicht doch lieber „Service Networks“ nennen. Aber der andere Name klingt eben immer noch up to date.

Second Life mit eigener Boerse

von Reto Hartinger
Second Life überrascht mich immer mehr. The World Stock Exchange sitzt für einmal nicht in New York, sondern auf einer Insel im Second Life und gehandelt werden Hype String, Spontaneous Rich Investments Inc., Ginko Perpetual Bonds, Capital Limited und mehr – alles in der Second Life eigener Währung Linden Labs. Es gibt auch IPOs.

Ginko Financial hat übrigens bereits Pleite gemacht (Verlust 750 000 Dollar). Hä, wie ist das möglich? Ginko hat seinen Depoteinlegern 40 % Zinsen versprochen und zuerst sogar 100 % p.A. bezahlt. Die Sache hat nur einen Hacken – wenn Ginko Geld ausleiht um auch Geld zu verdienen, muss sie dies einem Avatar geben. Tja und wie nun treibe ich Geld ein wenn dieser nicht bezahlen will?

Ein weiterer Ort für Gamblers.

Wir besprechen die Relevenz von Second Life für Firmen in unserem nächsten Internet Briefing vom 4. September. Mehr Infos und Anmeldung:
http://www.internet-briefing.ch/secondlife

Hier eine Tour in die Second Life Börse gemacht von einem TechCrunch Mitarbeiter.

clipped from www.techcrunch.com
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Way back

von Harald Taglinger

Mit einem Schieberegler lassen sich auf der Oakland Crimespotting Map die Zeitbereiche auswählen, die einem interessant scheinen, um sich Zahl und Ort von Verbrechen dort anzuschauen. Nebenbei: macht das Städtchen nicht gerade vertrauenswürdiger. Spannend ist aber die Auswahl auf der Timeline, denn so lassen sich Trends aus Mash-ups oder anderen Datendarstellungen ersehen.

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