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Stakeholder-Orientierung – Was treibt das Identity Management?

von Martin Kuppinger

Eine der Diskussionen, mit denen wir uns als Analysten im Identity Management einerseits selbst intensiv beschäftigen, andererseits auch durch Nachfragen immer wieder konfrontiert sind, ist die nach den Business-Treibern – und den daraus resultierenden Business-Values – des Identity Managements. Die Antwort auf diese Frage wird einfacher, wenn man die Stakeholder betrachtet und deren Perspektiven einnimmt.

Man könnte es auch anders formulieren: Jeder braucht Identity Management. Nur weiß es nicht jeder. Und vor allem ist vielen nicht klar, dass es sich bei dem, was sie brauchen, um Identity Management handelt. Grundsätzlich kann man schon einmal (mindestens) drei Gruppen unterscheiden:

    IT-Verantwortliche in Unternehmen.
    Das Non-IT-Management in Unternehmen.
    Die Endanwender.

Diese Gruppen lassen sich weiter unterscheiden. Identity Management-Themen sind in der Unternehmens-IT beispielsweise für die Identity Management-Verantwortlichen, die IT-Sicherheit, die Anwendungsarchitekten oder die zuständigen Personen für Unternehmensportale – um nur einige zu nennen – interessant.

Beim Non-IT-Management gibt es beispielsweise die Revision oder den Finanzbereich, der Compliance-Anforderungen umsetzen muss, das Top-Management mit dem Ziel der Governance oder den Vertrieb, der mit seinen CRM-Systemen ja einen der größten Identitätsspeicher des Unternehmens betreibt.

Aus Sicht von Endbenutzern ist dagegen vor allem die eigene Identität interessant – sei es im Unternehmen, wo man meist mehr als eine solche Identität für die Authentifizierung benötigt oder sei es im Internet, wo man auch meist mit vielen Identitäten agiert.

Schon an den genannten Interessensgruppen wird aber deutlich, dass die Treiber für das Identity Management und die verwendeten Begrifflichkeiten durchaus unterschiedlich sind. Das eigentliche Bindeglied ist die digitale Identität – von Mitarbeitern, von Kunden, von Geschäftspartnern. Ein CRM speichert Informationen über Kunden oder, genauer, eine digitale Repräsentation dieser Kunden. Identity Management wird aus Sicht von CRM immer wichtiger, um einerseits alle Identitätsdaten von Kunden zusammenfassen zu können und andererseits dem Kunden einen einfachen Zugang zu bieten. Dabei wird die Unterstützung von Technologien wie OpenID und CardSpace schnell an Bedeutung gewinnen.

Man könnte nun von CRM-driven Identity Management sprechen, wenn man diesen Bereich betrachtet. Ein CRM-Businessverantwortlicher wird das Thema allerdings nicht als Identity Management-Thema begreifen. Er sieht es als eine Herausforderung im Umgang mit der digitalen Identität seiner Kunden. Wenn man über die Vorteile – eine einheitliche Sicht auf alle Informationen zum Kunden, einfacheren Zugang der Kunden zum Unternehmen und damit höhere Kundenbindung,… – spricht, wird er dieses Thema aber verstehen. Denn es ist ein wichtiges Thema für ihn.

In gleicher Weise kann man die Relevanz des Identity Managements, die Treiber und die entstehenden Business Values auch für andere Stakeholder definieren. Dabei wird man manchmal eher technisch und mit dem Begriff des Identity Managements, manchmal aber auch wenig technisch und mit ganz anderen Begriffen operieren.

Was bedeutet das in der Konsequenz? Um die Technologien des Identity Managements und um die digitalen Identitäten herum müssen spezifische Sichtweisen entwickelt werden, die aus Sicht der jeweiligen Stakeholder definiert sind. Das setzt voraus, dass man sowohl das Identity Management als auch die Business-Herausforderungen der jeweiligen Stakeholder versteht. Dann ist es gar nicht so schwierig, die Business-Treiber und Business-Values zu definieren – und damit auch Identity Management-Projekte voranzutreiben und die dafür erforderlichen Budgets zu gewinnen.

Mash Maker

von Harald Taglinger

Ausgerechnet die Prozessorenbrutzler von Intel schalten sich in den Web 2.0-Hype ein und präsentieren mit Mash Maker ein Mash-up-Plug-in, das ohne Programmierung auskommt. Die Idee ist simpel. Das Zusatzprogramm zeigt auf Websites der eigenen Wahl, was mit einem Mausklick zum Beispiel zusammen mit einer Karte kombinierbar wäre. Also bedeutet das: zusammenkleben, was die Server von Intel vorschlagen. Aber immerhin… Ein paar Videos zeigen, wie das gehen soll. Ein Anfang für die eigene Information-Architecture.

Agenturen haben ausgegoogelt

von Reto Hartinger

Agenturen erhalten heute für ihre Dienste einen mageren Anteil von 2,5 -6 Prozent von Google. Quasi als Entschädigung, dass sie ihren Kunden das Google Werbesystem vermittelt haben. Das bekamen nur sogenante qualifizierte Qualitäts-Agenturen. Ja und diese Häppchen werden nun auch noch gestrichen. Es ist und bleibt schwierig, mit Google Geld zu verdienen. Google setzt auf das direkte Geschäft. Igendwann kann man von den Kunden auch kein Geld mehr für seine Dienstleistung verlangen. Spätestens dann, wenn die besten Keywords und besten Werbetexte bekannt sind.

Ballmer zeigt Surface am Internet Briefing Event

von Reto Hartinger

Es geistert durch die Presse, dass Steve Ballmer am Next Generation Internet mit Steve Ballmer den Touchscreen-Tisch “Surface” am Internet Briefing zeigen wird – als Europapremiere. Der Surface ist Tisch und Computer ist mit Sensoren, fünf Kameras (welche die Bewegungen auf der Tischplatte erfassen) sowie drahtlosen Bluetooth (zur automatischen Kommunikation mit Objekten die auf die Tischplatte gelegt werden) und Wifi (Verbindung ins Internet) ausgerüstet. Satte 30 Zoll Bildschirmdiagonale (Hurra der Tisch-Computer ist zurück – bis anhin war ja eigentlich Miniaturisierung Trumpf). Surface hat eine ähnliches Interface wie das iPhone – bedient sich ebenfalls der Multi-Touch Technologie und braucht daher keine Maus. Mehrere Personen können gleichzeitig daran arbeiten.

Die Multi-Touch Technologie wird Einzug in viele Userinterfaces halten. Balmers Vision: “Wir betrachten das Ganze als eine Multi-Milliarden-Dollar-Kategorie und stellen uns eine Zeit vor, in der Oberflächen-Computertechnik überall sein wird, in Tischen genauso wie in Spiegeln an der Wand.” Multi-Touch kommt wohl zuerst auf Tablett PCs und andere Consumer-Elektronik-Displays und wird unsere Interaktion mit dem Computer wesentlich verändern. Microsoft wollte einmal auf jeden Tisch einen PC stellen, in Zukunft soll jeder Tisch ein Computer werden.

Ballmer wird aber auch Software zeigen – die Möglichkeiten des hier noch wenig bekannten Silverlight und Expression, mit welchem man Rich Internet Application machen kann und wieso Microsoft glaubt, dass es das Game verändern kann.

Danach werden Sascha Corti und Stefano Mallè anhand konkreter Beispiele und mit neuesten Technologien demonstrieren, wie Websites und Internetapplikationen der neusten Generation gebaut werden:

- Rich Internet Applications an konkreten Beispielen
- Entwickeln, was Nutzer wollen, wie sie es wollen
- Webapplikationen die sich wie Desktopprogramme anfühlen
- Desktopprogramme die sich wie Webapplikationen anfühlen
- Vektoren statt Pixel: Einmal für alle Devices und Bildschirmgrössen gestalten
- Integration aller Medien: Text, Bild Video, 3D

Eine Experten-Runde mit:
Andrej Vckovski CEO Netcetera AG
Bruno Richle CEO Crealogix
Hellmuth Broda Chief Technology Office Sun Microsystems
Johann Kurz Director Business Group Microsoft,
David Nüscheler CTO Day Interactive

bespricht die Konsequenzen, welche Rich Internet Application Technologien für uns haben und auf was wir heute bereits achten müssen. Was passiert, wenn Web und Desktopp zusammenwachsen.

Good morning MTV

von Harald Taglinger

Nachdem MTV in den 90ern bereits zwei Pool-Positions im Bereich downloadbarer Musik und Videos verschlafen hat (iTunes und YouTube sind dankbar eingesprungen.), versucht sich der Musiksender nun im Social Networking. Ein wenig spät, wieder sind andere schneller.

3 Messen in einer Topsoft/Security-Zone/OpenExpo mit erfolgreichem Konzept

von Reto Hartinger

Diese Woche bin ich an die Topsoft/Security-Zone/OpenExpo gepilgert. Fazit: eine Reise wert.

Der Stand welcher mich am meisten interessiert hat, war so gut frequentiert, dass ich unverrichteter Dinge wieder abzotteln musste.

Mir scheint das Publikum interessant – wenn es auch zwischen den drei Veranstaltungen keine bis wenig Symbiose gibt. Trotzdem hat mich das Ganze an die Anfangszeiten der Internet Expo erinnert. Diese findet in der Orbit irgendwie nicht mehr statt. Zu verzettelt ist das Internet in den Hallen – es kommt kein iEx-Feeling auf.

Ich werfe einmal die Frage in den Raum, ob das Internet Briefing bei einer nächsten Topsoft/Security-Zone/OpenExpo ein Internet Briefing mit Konferenz und Ausstellung machen soll? Internet Briefing selbst hat bereits 500 Mitglieder. Eine Konferenz würde viel Leute bewegen und ein Messestand könnte zu vielen guten Leads führen.

Wir würden sicher auch den 3 anderen Messen Schub geben.

Web und Desktop wachsen zusammen. Was heisst das für uns? Expertenpanel nach Steve Balmers Vortrag

von Reto Hartinger

Bei unserem Event Next Generation Internet mit Steve Ballmer steht die Keynote des CEOs von Microsoft zwar im Vordergrund. Wir haben aber danach auch noch ein attraktives Programm mit führenden Vertretern aus der Schweiz.

Wir hören und sehen von Steve Ballmer viel über die Zukunft und das jetzt Mögliche, um schneller, günstiger bessere interaktivere Webseiten und Webdienste zu bauen. Wie sich die Schnittstelle zwischen Internet und Software verändert und wie neue Userinterface (und sogar Hardware) aussehen wird.

Eine Expertenrunde mit:

Andrej Vckovski CEO Netcetera AG
Bruno Richle CEO Crealogix
Hellmuth Broda Chief Technology Office Sun Microsystems
Johann Kurz Director Business Group Microsoft,
David Nüscheler CTO Day Interactive

diskutiert danach

Next Generation Internet: Web und Desktop wachsen zusammen

- Rich Internet Applications – Ein Segen für Websitebetreiber?
- Was bedeutet Rich Internet Applications für die interne IT?
- Rich Internet Applications – Was bringt es Siteowner wirklich?

Rich Internet wirft viele Fragen auf, zum Beispiel wie organisieren wir die Schulung und Support bei Applikationen, die ständig neue Features bekommen oder wenn alles einfach und gratis über das Web verfügbar ist? Plötzlich bringen Mitarbeiter neue webbasierte Applikationen in das Unternehmen ein. Webapplikationen haben keinen Upgrade-Zyklus bei dem man auf der alten Version bleiben kann. Dienste wie Google Docs verleiten dazu Firmen-Daten öffentlich zu machen. Wem gehören die Daten und wie kann ich Daten von einem Dienst in den anderen übertragen?

Müssen wir Unternehmenswebsites und Unternehmenssoftware Rich Internetfähig werden und wie mache ich interne Services mashupable?

Entwicklungsbrüche bringen immer wieder neue Gewinner hervor: Grosscomputer (IBM) – Microcomputer (DEC) – PC (Microsoft) – Internet (Google). Wer wird dieser neue Gewinner sein wenn Web und Desktop zusammenwachsen und was macht er anders?

Rich Internet wirft neue Fragen zur Usability und zu Sicherheit auf.

Das sind mögliche Fragen, die wir diskutieren könnten. Ich möchte das kollektive Wissen anzapfen und frage deshalb: Welche Punkte sollen wir erörten? Welche Fragen soll ich den Exponenten stellen?

Ich bin gespannt auf eine gut Diskussion im Vorfeld.

Umfragen sind Spielzeuge

von Harald Taglinger

Nach einer Umfrage der Werbeagentur JWT unter 1011 US-Bürgern können nur noch 20 Prozent der Antwortenden mehr als eine Woche offline sein oder zu leiden. Das Internet hat sich vor TV und Mobiles auf Rang 1 der unverzichtbaren Kommunikationstechniken gesetzt. Und 20 Prozent der Befragten lassen für einen guten Surf auch ihr Sexleben baumeln. Ja, nu. Vielleicht hilft ihnen dann zur Entspannung Puchi Puchi, ein Spielzeug aus Japan, das das Knacken von Luftpolstern simuliert und bei jedem hundertsten Bubble z.B. stattdessen ein Frauenstöhnen oder Verdauungsgerausche von sich gibt. Gut, das kann peinlich sein. Deshalb besitzt das Gerät eine Automatik die unanständige Geräusche in Zügen unterbindet.

1-2-3-iGoogle Gadget

von Thomas Lang

Beim Besuch bei Google mit Internet-Briefing anfangs dieser Woche war nebst Berni Seefelds Vortrag auch eine Präsentation über iGoogle Gadgets im Programm. Betont wurde immer wieder, wie einfach es sei, solche Gadgets zu realisieren.

Und es ist wirklich sehr einfach: ich benötigte gerade mal 10 Min. für mein eigenes iGoogle Gadget. Google hält zu diesem Zwecke auch ein prima Tutorial bereit.

Benchpark

Dislaimer: ich bin kein Software Engineer ;-)

Virale Mitarbeitersuche

von Reto Hartinger

Java-Entwickler sind ein rares Gut. Ich könnte gleich heute noch mindestens 12 davon vermitteln.
Um einen solchen anstellen zu können, muss man sich etwas einfallen lassen. Das hat Mysign getan. Wieso nicht für die Mitarbeiterwerbung anwenden, was im normalen Marketing auch funktioniert? Reto Baumgarnter CEO von Misign “Wir haben eine etwas unkonventionelle Aktion gestartet, um neue Mitarbeiter zu finden, bzw. um uns überhaupt Gehör auf dem Markt zu verschaffen”.

Sie bezahlen eine Prämie von 5000 Franken dem aus, der MySign einen Java-Entwickler vermittelt. Das wäre noch nicht ungewöhnlich. Begleitet wird die Aktion von einer Viralkampagne.

Baumgartner weiter “Wir haben dazu einen kurzen Werbespot für Youtube gedreht, eine eigene Seite innerhalb der Firmen-Website eingerichtet und für die virale Verbreitung sorgen nun diverse Online-Aktivitäten und eine Pressemeldung”. Das hat bis jetzt noch keinen Mitarbeiter gebracht – aber nächste Woche ein Interview im Infoweek und in der Mittelland Zeitung. Auch facts, persönlich und newsbyte haben online darüber berichtet. Wer kommt schon mit einer Stellenanzeige in den redaktionellen Teil von Zeitungen, Zeitschriften und Portale? Bravo. Dass die Aktion nicht von Anfang an ein Erfolg war, beweisst das Video auf Youtube – dort war noch von einer Belohnung von Fr. 2000.- die Rede. Heute spricht Mysign von Fr. 5000.- und Baumgartner erwägt, den Betrag sogar nochmals zu erhöhen.

“Gute Java-Programmierer als Mitarbeiter zu finden ist heute praktisch unmöglich. Es bleibt oft nichts anderes übrig als viel Geld in Vermittlungsgebühren von Personaldienstleistern zu stecken und sogar dann ist der Erfolg ungewiss”, ist sich Baumgartner bewusst und will seine Aktion nicht als PR-Gag verstanden wissen. Bis anhin haben sich vier ernsthafte Kandidaten gemeldet.

Ich habe im Juni einen Javaprogrammierer einer Tochterfirma einer Grossfirma vermittelt. Ein absoluter Crack. Die Konditionen wurden vorher abgemacht und die Firma war damit einverstanden. Er hat im August angefangen. Jetzt möchte die Firma das Honorar herunterhandeln. Es wäre für mich zu einfach gewesen, ich hätte zu wenig für die Vermittlung gemacht, lautet die Begründung. Es hat wohl keinen Sinn einen Programmierer in diese Firma zu senden, wahrscheinlich werden Programmierer nach Anzahl Codezeilen entlöhnt :-) . Da ist mir Mysign sympathischer – eine Firma die ich nur empfehlen kann.

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