Wer nutzt Identity 2.0?
Mein Kollege Jörg Resch hat mir neulich erzählt, dass er es geschafft hat, den OpenID-Benutzernamen “Joerg” bei Verisign zu bekommen. Ich war etwas später dran, “Martin” war leider schon weg. Aber alles andere, was mir so einfiel, ging noch. Gut, ich heiße auch nicht “Müller”, sondern “Kuppinger”, was einfach nicht ganz so häufig ist.
Das führt aber zu der zwangsläufigen Frage, wer eigentlich schon OpenID nutzt, außer einigen ambitionierten Bloggern. Oder andere Ansätze von Identity 2.0, wie die Infocards, die im Rahmen von Microsoft’s CardSpace, aber auch bei den von Novell und anderen getriebenen Open Source-Projekten wie Higgins und Bandit eine wichtige Rolle spielen. Wir (also Kuppinger Cole + Partner) unterstützen OpenID immerhin bei unseren eigenen Blogs. Und auf unserer European Identity Conference 2007 hatten wir einen sehr interessanten Praxisvortrag zur CardSpace-Implementierung beim Online-Shop des OTTO-Versands. Aber sonst?
Meine Gespräche beispielsweise mit Don Schmidt von Microsoft oder Dick Hardt von Sxip Identity laufen zwar immer darauf hinaus, dass diese ein stark steigendes Interesse verspüren. Aber von der breiten Adoption der Ansätze sind wir noch ein gutes Stück entfernt. Aktuell haben wir deshalb auch eine Umfrage laufen, die das hinterfragt.
Aber unabhängig vom aktuellen Status bin ich davon überzeugt, dass diese Technologien auf Dauer sehr großes Gewicht haben werden. Denn sie machen dem Anwender das Leben leichter. Sie führen dazu, dass sich Anwender schneller auf Web-Sites identifizieren und ihr Verhalten damit besser nachvollziehbar wird – und damit auch besser auf die Bedürfnisse der Anwender reagiert werden kann. Und sie haben auch hohe Bedeutung für das Business, weil man beispielsweise Infocards in absehbarer Zeit auch aus dem Active Directory heraus wird generieren können und damit einen netten “Netzausweis” für die Identifikation der eigenen Mitarbeiter bei Business-Partnern mit kontrollierten Informationen darauf hat.
Es lohnt sich in jedem Fall darüber nachzudenken, was man alles mit Identity 2.0 besser machen kann – und das ist viel mehr als eine einfachere Anmeldung für die Kommentare in Blogs.



Gordo's Weblog schrieb:
OpenID – Kommentare im Blog abgeben…
Nachdem ich OpenID vorstellte, wurde ich auf das zusätzliche Feld in der Kommentar-Sektion aufmerksam gemacht:
Wenn man auf den Link OpenID Enabled klickt, erhält man folgende Hilfe:
If you have an OpenID, you may fill it in here. If your …
Kommentiert am 10-Okt-07 um 1:56 pm | Permalink
OpenID 2.0 läutet nächste Generation im digitalen Business ein schrieb:
[...] > Ohne Identität kein Web 2.0 > Oliver Wagner bloggt ab und an über OpenID > Wer nutzt Identity 2.0 von Martin Kuppinger > Der Dienst fürs Leben – Personalisierung mit OpenID > Ver- und [...]
Kommentiert am 06-Dez-07 um 10:19 am | Permalink