Larry Page in Zürich und wir bei Google
Gestern haben wir uns zum 2x bei Google getroffen. Zur gleichen Zeit wie die Internet Briefing Mitglieder eintraffen, war auch Larry Page mit einigen gewichtigen Executives von Mountain View in den Gängen. Larry selber war nicht zu sehen, ich konnte es mir nicht verkneifen nach hinten zu gehen um ihn zu sehen. In Windjacke stand er um so 20 Executives herum und hat gesprochen. Alle in Jeans – jeder mit mindestens 3 Mia Vermögen :-) Wohl ziemlich aussergewöhnlich für eine so grosse Firma. Anscheinden ist Larry dann während Bernies Vortrag sogar hereinmarschiert. Er war aber gerade am Telefon und hat Bernie nicht unterbrochen. Schade, das wäre wohl die ultimative Show gewesen: “Larry Page spricht vor Internet Briefing”, nachdem dies ja bereits Steve Ballmer getan hat. Dieser krönende Abschluss war uns vergönnt.
Die Führung durch das Gebäude war dementsprechend schlechter als beim ersten Treffen. Zu nervös waren die Google-Leute, sie wollten uns nicht in den Gängen rumstehen sehen. Ich wurde mit meiner Gruppe in 3 Minuten herumgeführt. Das hatte vielleicht aber einen positiven Einfluss auf die Diskussion nach Bernies Vortrag, die sich dann ausschliesslich um Entwicklungsthemen kreiste und genauso interessant war die der Vortrag.
Hier die Eindrücke des ersten Treffens von Bruno Giussani



Markus Tressl schrieb:
Larry ist mir nicht aufgefallen bei unserer Fuehrung.
Dafuer ist meine Gruppe an einem Office vorbeigekommen, in dem Marissa Mayer sass.
Ziemlich cool, solche ‘Celebrities’ des Internet so nahe zu sehen.
Auf jeden Fall war es ein interessanter Event! Danke.
Kommentiert am 23-Okt-07 um 2:00 pm | Permalink
Bernhard schrieb:
Google ist eine coole Firma, und wie bei Google Software entwickelt wird, ist auch entsprechend cool. Aber dazu braucht es sicher entsprechende Mitarbeiter und Teamleader, die das ganze vorleben.
Ich habe mir die 10 Punkte von Bernie gut gemerkt. Einige sind auch für uns interessant. Ich werde versuchen, dass wir unsere Entwicklungskultur in diese Richtung lenken.
Insgesamt ist sicher zu sagen, dass die Kombination der verschiedenen Punkte das Ergebnis ausmachen. Man kann schon den Source-Code jedem zugänglich machen und erlauben dass jeder Änderungen anbringen kann. Aber dann braucht es auch entsprechende Unit-Tests, Reviews, Codeing-Standards und sonstige Checks, damit die Qualität des Codes stimmt.
Summa sumarum muss ich sagen: Wenn “intelligente” Leute programmieren, dann kommt auch intelligente Software heraus.
Kommentiert am 23-Okt-07 um 2:12 pm | Permalink
Denis DeMesmaeker schrieb:
@ Bernhard: Es muss ja nicht gleich alles aufs mal sein. Wir arbeiten schon länger so, unittests haben wir erst kürzlich langsam eingeführt. Codingstandards haben wir mehr oder weniger. Dafür werden die commits an die Personen gemailt, welche es wünschen und damit gibts auch ein Review vor dem Liveschalten.
Wenn die Firma grösser ist, dann ists klar, dass es noch etwas mehr braucht. Aber alles aufs mal zu wollen, ist imho ein Fehler.
Die Qualität wird ja nicht per se schlechter, wenn mehr Leute Zugriff darauf haben. Schliesslich können die Coder auch miteinander reden, wenn sie irgendwo nicht sicher sind ;-)
Kommentiert am 23-Okt-07 um 2:33 pm | Permalink
Pierre Rappazzo schrieb:
Ja bei +- 15′000 Mitarbeiter finde ichs schon noch cool, wie bei Google entwickelt wird, das ist direkte Demokratie pur, wenn ich das richtig verstanden habe.
@Reto: Normalerweise stimme ich ja sofort in dein Lied, “grosse Unternehmen sind nicht inovativ…” bei Google scheint mir diese Grossunternehmenskrankheit tatsächlich “noch” nicht ausgebrochen zu sein.
Eine Frage hätte ich noch gehabt, wir hatten doch hier im Blog mal ein Post von Dani Ebneter http://blog.internet-briefing.ch/2007/02/25/125/ Gibt es auch so was wie einen Ort, bei dem man solche Fälle transparent anschaut, oder ist man den Google Techis voll ausgeliefert?
Kommentiert am 23-Okt-07 um 3:50 pm | Permalink
SilviaHagen schrieb:
Ich fand den Anlass gestern sehr interessant und anregend. Nicht nur die spannende und witzige Präsentation von Bernhard Seefeld, auch die Diskussion unter den Teilnehmern war den Besuch wert.
Es ist schwierig, sich in einer Stunde wirklich ein Bild von einer Firma zu machen. Aber da wird ein kreativer, offener Geist spürbar, der mir gefällt. Da sind neue Organisationsmodelle und Zusammenarbeitsformen spürbar, welche es meines Erachtens dringend braucht. Freiheit und Eigenmotivation aus Freude an der Arbeit, statt Kontrolle von oben und Gehorsam aus Angst um den Arbeitsplatz. Andere Unternehmen sollten sich etwas abgucken davon. Speziell die 20% Regel finde ich nachahmenswert und führt offensichtlich zu kreativen Leistungen. Danke Reto für das Organisieren dieses Anlasses. Silvia Hagen
Kommentiert am 23-Okt-07 um 4:35 pm | Permalink
Bernhard Pertl schrieb:
Von so einer Firma wie Google profitiert natürlich auch der Standort Zürich sehr stark. Ich meine, viele der Entwickler kommen ja auch von hier oder bleiben dann in der Schweiz.
Das Know-How, das hier aufgebaut wird, auch durch solche Führungen wie gestern, ist sicher beachtenswert.
Kommentiert am 23-Okt-07 um 5:29 pm | Permalink
Google’s Engineering Culture schrieb:
[...] war relativ kurz. Erst am Dienstag habe ich erfahren warum das so war! Denn zur selben Zeit war Larry Page bei Google in Zürich zu besuch. Da ist es verständlich das die Gruppen schnell durch die Gänge gejagt werden [...]
Kommentiert am 25-Okt-07 um 6:51 am | Permalink