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Fr. 200.- Rabatt am “Intranet 2.0 FORUM” für Internet Briefing Mitglieder

von Reto Hartinger

Intranetverantwortlich werden nicht grosszügig mit Veranstaltungen bedient. Man kann auch nicht wie bei Websites einfach einmal nachsehen was die Konkurrenz tut. So ist der Erfahrungsaustausch umso wichtiger. Das ECM Forum ist deshalb eine wichtige Grösse im Kalender der Intranet-Verantwortlichen. Dieses Jahr ganz im Zeichen von 2.0. Unser Mitglied Leila Summas Vortrag zum Beispiel segelt unter dem Titel Wanted: Mitarbeiter 2.0 – wenn Technologien auf Nutzer warten und Jürg Stukers Beitrag unter Vertrauensbasierte Zusammenarbeit in Enterprise Wikis – konsolidierte Praxiserfahrungen aus über 20 Projekten. Das Programm ist spannend – Titel wie Ajax und Web 2.0-Technologien: Potentiale und Ansätze in einem bestehenden Intranet und Die Rolle des Intranet Leiters: vom Webmaster zum moderierenden Wissensmanager lassen mich aufhorchen. Der Veranstalter bietet den Mitgliedern des Internet Briefings einen Rabatt von Fr. 200.- an (Fr. 799.- statt Fr. 995.-), einfach im http://www.ecm-world.ch/veranstaltungen/intranet-20-forum/anmeldung.html beim Gutscheincode Intranet Briefing eingeben. Nichts wie hin am 07.12.2007 ins Marriott Hotel in Zürich.

Friedhof der Zukunft – Gedenken im Jahre 2050

von Jürgen Köhler

In einem unserer Think Tanks kam jemand auf folgende Idee zum Thema Friedhof.

Der Tod. Ein meist unbehagliches Thema. Für die meisten von uns. In jungen Jahren denkt man meist nicht daran. Doch es betrifft jeden. In unserem Mobilen Leben bleiben wir meist nicht mehr an einem Ort. Nach dem Abitur, kommen mehrere Stationen im In- und Ausland und auch das Arbeits und manche Partnerschaft verschlägt einen in neue Orte. Da geht der Kontakt zu den verstorbenen Angehörigen verloren. Kaum ein junger Mensch geht regelmäßig ans Grab seiner Großeltern, Freunden und Bekannten.

Wie könnte die IT das Gedenken verändern?

Das Schweizer Logistik Unternehmen Gilgen baut Lagersysteme u.a. um in Bahnhöfen Koffer einzulagern. In rechteckiges Metallboxen wird dann das Gepäck im Keller Bombensicher aufbewahrt. So könnte eine Katakombe der Zukunft auch aussehen. Urnen werden vollautomatisch eingelagert in persönlich gestalteten Boxen. Auf Knopfdruck wird die Box in einen der 5 Gedenkräume (je nach Thema) transportiert. Kerzen zünden sich automatisch an und Blumen werden geliefert. Über eine Webcam kann man Video Nachrichten im Gedenkbuch hinterlassen und eine direkte Verbindung mit dem Verstorbenen aufnehmen. Ich sehe zwar nur ein Pixelbild, jedoch ist der Entscheidende Mehrwert die direkte Verbindung.

Wo immer ich bin, ich kann das Grab auf dem Handy ansehen, Musik spielen oder einfach ein Gebet sprechen. Dann könnten wir alle in einer Friedhofscommunity weiterleben und das virtuelle Jenseits bereichern…

News als Kitt für Soziales Netzwerk – geht das?

von Reto Hartinger

Verlage definieren sich langsam neu – Ringier hat mit Cash daily den Anfang gemacht. Man setzt auf Jederzeitnews auf allen Kanälen mit allen Medien. Da gilt es die Redaktionen und den Verlag zu beüben. Im Zentrum der Strategie steht das eigene Unternehmen. Es wird für die E-Paper-Hardware ready gemacht.

Im Zentrum der Tamedia Initiative facts.ch steht nicht das eigene Tun, sondern der Leser und man setzt auf zwei Mega-Trends im Internet: User Generated Content und Soziale Netzwerke. Wieso nicht gleich die beiden verbinden? Projektleiter Christoph Lüscher erläutert uns seine Ueberlegungen:

Vor dem Internet war das Newsuniversum des Einzelnen auf zufällige, aber beruhigende Art endlich: die abonnierte Tageszeitung auf dem Frühstückstisch, vielleicht eine Wochenschrift vom Kiosk und im Flugzeug gabs ab und zu die Herald Tribune. Heute ist die Berichterstattung der NewYork Times einen Klick weit entfernt, genau wie der Politblog zu den Amerikanischen Wahlen oder die Thurgauer Zeitung. Nach der Informationsbeschaffung wird die Informationsfilterung zur neuen Schlüsselkompetenz im Umgang mit der Nachrichtenflut. Erfolgreiche Individuen filtern besonders effizient und verpassen dennoch wenig Wichtiges. Journalisten und Medienhäuser sollten sich Gedanken darüber machen, wie sie ihre Kompetenz als Schleusenwärter am Infofluss besser in den Vordergrund stellen können.

Bei facts 2.0 wählen die Leser nicht nur über RSS genau das von den Medien die ihnen am meisten zusagen aus (das individualisierte Newsangebot, das Beste von jedem), die Newsjunkies verknüpfen sich auch untereinander und kommentieren und bewerten News aus den verschiedensten Quellen. Sie sehen wer aus ihrem Netzwerk gerade online ist und schreiben sich untereinander oder gar einen eigenen Artikel. Bei mir sind jetzt gerade marcelbernet, Patrick, Philuh online – immerhin 3 aus meinen 6 Kontakten.

So heisst es auch

FACTS 2.0 IST…
1. Nachrichtenradar
2. Newsbewertung
3. Tribüne
4. Treffpunkt

Wenn das funktioniert, hat Tamedia zu extrem tiefen Kosten der Konkurrenz den Meister gezeigt. Ob es funktioniert, zeigt uns Christoph Lüscher anlässlich unserer Tagung:

“User Generated Content” – Keine Angst vor dem Kunden
22.11.2007 15.00-19.15 anschliessend gemeinsames Essen
bei der NZZ an der Falkenstrasse

Christoph Lüscher bespricht:

Facts 2.0: Experimente mit News und Lesern

Web 2.0 in der Schweiz und das erst noch mit Fokus auf “ernsthafte” Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – kann das funktionieren? Christoph bespricht erste Erfahrungen mit dem Aufbau eines durch und durch interaktiven Meinungs- und Hintergrundmediums.

- Wie lässt sich eine kritische Masse aufbauen?

- Wie kann eine “ernsthafte” Diskussionskultur in einer Online-Community etabliert werden?

- Welche Technologien müssen einer funktionierenden interaktiven News-Community zur Verfügung gestellt werden?

- Wie konsummieren Web-User News? Wie stark können die etablierten News-Konsumgewohnheiten durch neue, den Möglichkeiten des Internets angemessenere Tools verändert werden?

Mehr Infos zur Tagung

Weitere Blogeinträge zu Themen und Referenten der Tagung:

Beeinflussen Kommentare Blogger, Redaktionen und Marke?
Wie Du erfolgreich Kommentare in Blogs abwürgst
Hilfe meine Kunden beurteilen meine Produkte: Abmotzerei oder Businesschance?
Achtung – Das Mitmachweb kommt

Und tschüss Betty TV

von Reto Hartinger

Es gelang also nicht einmal Betty TV zu verschenken oder mit einem Päckli Geld jemanden zum weiter betreiben zu überlassen. Die in München noch verbliebenen 70 Nasen werden vor die Türe gestellt, den Kunden bleibt das Geräte als “Universalfernbedienung” erhalten.

Die Kunden sowie die Geschäftspartner von Betty TV werden in den nächsten Tagen genauer informiert.

Wieso dann eine Pressemitteilung, wenn man nur zu sagen hat, dass man 70 Leute auf die Strasse stellt? Verstehe ich nicht. Ist man so mitteilungsbedürftig, dass man bei Swisscom noch die nächsten Tage abwarten kann um dann eine Lösung zu kommunizieren? Ist das ein PR-taktischer genialer Zug, dass die Presse die Entlassung und Einstellung des Dienstes kommuniziert und sich danach nicht mehr über eine vielleicht für Kunden schlechte Lösung kümmert? Oder möchte die Swisscom einfach so häufig wie möglich in die Presse, egal ob positiv oder negativ? Man erkläre mir das. Ich halte weder Grund A noch B für gut.

China ruft auf’s iPhone an

von Reto Hartinger

Die letzen zwei Tage hat’s die Apple-Aktien unglaublich gebeutelt -5 % und 7%. Heute die freudige Ueberraschung als ich mein Depot wieder anschaute: + 10 %. Was ist passiert, sofort ein Blick in die Nachrichten.: China Mobile will das iPhone in China vertreiben. China Mobile ist nicht irgendwer sondern die Nr.1. Zurzeit gibt es noch Differenzen beim Revenue-sharing (bei wem nicht?).

Geholfen hat auch, dass Googles Mobile Plattform Android nicht der grosse technologische Wurf ist, den man aus dem Hause Google hätte erwarten können. Ein solides Toolkit das sich noch beweisen muss.

Feindliche Übernahme von Gruppen bei Xing

von Jürgen Köhler

Einzelpersonen, die eine Gruppe bei Xing eröffnen tragen ein Risiko. Sollte die Gruppe mit ein paar hundert Mitgliedern nicht erfolgreich genug sein und zu selten Kommunizieren, wird diese geschlossen und unter ähnlichem Namen wiedereröffnet. Nur, daß die Moderatoren von Xing gestellt werden.

Hier die Nachricht von Xing:

Update: Xing verlangt, daß das Zitat nicht veröffentlicht wird, was gegen die AGBs verstoßen soll. Xing will klar stellen, daß keine Willkür hinter derartigen Schließungen steht, sondern das Ziel der Qualitätsverbesserung. Das Argument, daß durch Gruppenschließungen die Qualität für Mitglieder erhöht würde, sehe ich nicht. Es steht doch jedem Mitglied frei einer Gruppe beizutreten.

Natürlich kann jedes Mitglied Gruppen eröffnen und verwalten (sofern diese bewilligt wurden). Aber das Xing sich interessante Themen raussucht (z.B. Alumninetzwerke) und Konkurrenten schließt finde ich zweifelhaft. Die privaten Gruppen müssen ja nicht geschlossen werden und Xing kann parallel dazu eine eigene Gruppe eröffnen – wenn es sein muß auch zum gleichen Thema. Doch Konkurrenzgruppen schließen, um Sie dann in eigene Gruppen zu integrieren kommt einer feindlichen Übernahme gleich.

Was ist das Minimum an Mitgleidern die eine Gruppe in Xing haben muß?

Wieviele Nachrichten müßen diese Mitglieder austauschen damit die Gruppe bestehen bleiben darf?

Wieviele Gruppen wurden bei Xing schon geschlossen und von Xing selber wiedereröffnet?

Es sollte transparente Kriterien geben. Beispiel. Innerhalb von 6 Monaten muß die Gruppe 500 Mitglieder haben und 200 Nachrichten ausgetauscht haben, sonst wird die Gruppe geschlossen. So können sich die Gruppenmitglieder den bestand regelrecht verdienen. Oder gibt es einen anderen Weg?

Steve Ballmer liest und beantwortet die Mails von Internet Briefing Mitglied und vermittelt Kontakt

von Reto Hartinger

Internet Briefing besteht nicht nur aus den Veranstaltungen. Viel Networking wird betrieben und der eine oder andere Auftrag ist so schon geflossen, neue Mitarbeiter wurden gefunden oder Kooperationen eingegangen. Heute mich ein Mail eines Mitglieds ereicht das mich besonders freut:

Kannst Du mir einen zuverlässigen Webhoster empfehlen, der bei Supportanfragen schnell reagiert?

Ok, solche Anfragen gibt es immer. Der wirklich gute Hoster soll sich bei mir melden. Das Mail geht aber noch spannender weiter:

Vielen Dank nochmals für das super Internet Briefing mit Steve Ballmer. Er hat meine Email tatsächlich gelesen und weitergeleitet. Habe den entsprechenden Microsoft-Mitarbeiter vorletzte Woche getroffen in Redmond. Ist gut gelaufen, er findet xxxxxxx gut. Wird trotzdem sehr schwierig sein bei Microsoft reinzukommen.

Manchmal hat man die richtigen Connexions oder ist einfach Mitglied des richtigen Networks. ;-)

Was macht die eine Site besser als die andere?

von Reto Hartinger

Am Podium von letzen Mittwoch Erfolgreiche Internet-Geschäftsmodelle habe ich mich darüber geäussert, wieso die eine Website besser ist als die andere.

Youtube vs Google Video
Als Beispiel habe ich angeführt, dass youtube das ältere Google Video geschlagen hat, obwohl ja Google Video vom prominenten Vater profitiert der viel mehr User auf seinen Dienst schaufeln kann. Beide haben dasselbe gemacht – offensichtlich war kein Unterschied. Oder doch? Was hat die User in Scharen zu Youtube gebracht? Ganz einfach – man konnte sich länger auf youtube aufhalten, der Empfehlmechanismus “related videos” hat die besseren Videos vorgeschlagen – hat sie prominenter angezeigt. Die Verweildauer war einfach grösser. Youtube wurde “in”, es gab mehr User generated Content.

Facebook vs Myspace
Danach habe ich mich über die stickiness von Facebook geäussert. Einfach nur ein Gerüst für User Generated Content zu liefern macht noch kein Facebook. Das kann es nicht sein, dass Facebook die anderen sozialen Netzwerke abhängt.

Facebook stickiness
Ich habe ein Facebook-Widget auf iGoogle geladen und sehe ständig die Befindlichkeiten meiner Freunde.

Dominique is back in Otelfingen. 2:05pm
Michael is working at the technopark. 1:03pm
Laurent is wearing a suit today.. 11:46am
Sandro is at work. 9:19am
Patrick is is working at the technopark.. 8:41am
Amir is having a lovely dinner prepared by Shubhaa.. 9:42pm
Sandrine is contente de son WE relache. 8:02pm
Sandrine has updated her profile. 11:17pm

Ich gehe deswegen öfters ins Facebook und einmal habe ich bei einer Freundin nachgefragt, wieso bei ihr hmmm steht. Sie hat gerade mit ihrem Freund schluss gemacht. Facebook bringt es fertig, dass man immer sieht was die Freunde machen – welche Applikationen sie heraufladen etc. Ja – und ich probier diese dann auch aus, lade sie auch hoch. Empfehlungsmarketing der höchsten Stufe. Keine andere Site macht das so konsequent. Abgucken bitte.

Google Maps vs map.search.ch
Das Kartenmaterial ist eines – die Nützlichkeit eine andere. So lange Google keine Oeffentlichen Verkehrsmittel auf der Map anzeigt, bleibt sie für mich unbrauchbar. Map hat die relevanteren Informationen. Verknüpft vorhandene Informationen besser. Wer bringt aber mehr User Generated Content drauf? Ich kann auf Google Maps meine eigene Karte mit meinen Informationen machen und veröffentlichen. Wer die Informationen von seinen Nutzern veredeln lässt, wird gewinnen.

Google Lokal vs tel.search.ch vs swissguide
Am Mittwoch wird Google mit grossem Bimborium Google Local ankündigen. Ein Verzeichniss mit Geschäftsadressen – verknüpft mit den Maps. Jetzt wird’s eng für Swissguide – wenig Differenzierungsmöglichkeit. Tel.search.ch sollte mit einem blauen Auge davonkommen. Für den User ist Telefonbuch Telefonbuch. Er unterscheidet nicht über Gelbe- und Weisse-Seiten. Ein reines Branchentelefonbuch wird immer weniger gut sein wie ein umfassendes Telefonbuch. Telsearch muss sich aber weiter verbessern und könnte dadurch weiter zulegen. Wieso aus tel.search.ch nicht ein Social Network machen? Z.B. jeder kann sein eigenes Telefonbuch anlegen mit seinen Freunden (die müssten aber davon Wind bekommen) – sich mit seinen Freunden verbinden. Ha, jetzt wird es kein Telefonbuch mehr sondern ein Personenbuch. Ebenen schaffen, was öffentlich ist und was nur Freunde sehen können etc.. Damit wird das grösste Problem von telsearch gelöst: Endlich werden die Eingetragenen einen Sinn sehen, den Eintrag zu pflegen. Sehr spannend.

Mit dem Thema Stickiness und Userpartizipation befasst sich unser Kongress
“User Generated Content” – Keine Angst vor dem Kunden vom
22.11.2007 15.00-19.15 anschliessend gemeinsames Essen

Google Pagerank Update: Einige Beobachtungen und Testergebnisse

von Beat Z'graggen

Seit dem Florida Update vor 4 Jahren führt Google jedes Jahr im Oktober/November einen grösseren Update durch. Dieses Jahr waren vor allem Internetauftritte betroffen, welche Links verkaufen. Doch was hat sich geändert?

Google LogoZugegeben: Beim Florida Update wurde viel mehr geändert und es waren viel mehr Internetauftritte betroffen. Es ist aber auffällig, dass Google immer um diese Jahreszeit herum einen grösseren Update vornimmt (s. Warum Linkverkäufer Ihren Pagerank verlieren)! Dieses Jahr waren also die Linkverkäufer das Hauptziel der Anstrengungen von Google, bessere Suchresultate zu liefern.

Doch was hat sich bei diesem Update geändert? Gemäss unseren Tests bisher eigentlich “nur” der Pagerank von Linkverkäufern. Deren Ranking war soweit wir dies beobachten konnten nicht betroffen. Die meisten Seiten, welche an Pagerank verloren haben, hatten seit einiger Zeit den Käufern der Links nicht mehr das gebracht, was sie erwartet hatten.

Der Google PageRank welcher über die Google Toolbar angezeigt wird, ist immer veraltet. Google aktualisiert den Pagerank intern zwar ständig, die veröffentlichte Pagerank wird aber nur wenige Mal im Jahr aktualisiert. Wir vermuten, dass die derzeit über die Toolbar angezeigten Pagerank Daten von der Zeit von Anfangs Oktober stammen.

Man kann sich den Pagerank wie das Fahrzeug vorstellen, welches man fährt. Dieses sagt nicht viel über die Fähigkeiten des Fahrers aus, wohl aber über den Status, welchen er auf sein Umfeld ausstrahlt. Seiten mit einem tieferen Pagerank haben (mit wenigen Ausnahmen) nicht schlechtere Voraussetzungen eine gute Position für einen Begriff zu erhalten. Aber Seiten mit hohem Pagerank werden von vielen als Seiten mit gutem Status angesehen (was ja auch der eigentliche Zweck des Pagerank ist). Der Pagerank wird also von vielen dazu verwendet, den eigenen und anderer Internetauftritte zu beurteilen.

Im Verlauf des Oktobers hat Google nun viele Internetauftritte zurückgestufft, welche als Link-Verkäufer erkannt wurden. Dies schmerzt die Werbetreibenden und senkt die Einnahmen des Linkverkaufs, welchen Google seit langem öffentlich bekämpft. Trotzdem, bisher betrachtet Google die bestraften Seiten immer noch als relevant für die eigentlichen Themen, welche dort angeboten werden. Der tiefere Pagerank hatte also bisher in den meisten Fällen keine Auswirkung auf das Google Ranking.

Das Google Ranking hängt nicht vom Pagerank ab. Suchen Sie nach irgend einem Begriff und Sie werden feststellen, dass dort häufig auch Seiten in den Top 10 gelistet sind, welche einen Pagrank 0 haben. Der Pagerank hat mehr mit dem allgemeinen Vertrauen zu tun, welches Google einem Internetauftritt entgegenbringt und beeinflusst das Verhalten des Roboters.

Hier einige Beobachtungen zum aktuellen Pagerank Update:

  • Viele Internetauftritte von Link Brokern haben 1 – 4 Pagerank Punkte verloren. Wer dieses Jahr an meinem Internet Briefing Vortrag war, kann sich vielleicht erinnern, wie wir gewarnt hatten, dass Google Link Broker und die dort gekauften Links gut erkennen kann.

  • Viele Internetauftritte welche öffentlich Links verkauften verloren 1 – 3 Pagerank Punkte.
  • Die Pagerank Daten, welcher derzeit angezeigt werden, stammen aus der Zeit zwischen dem 20. September und dem 5. Oktober.
  • Internetauftritte, der PageRank reduziert wurde, haben kaum Besucher verloren.

Was hat sich also geändert?
Wenn Sie Links wegen dessen Pagerank gekauften haben, sind viele davon nicht mehr das Wert, was Sie dafür bezahlen. Ein Bekannter von mir, der ein Unternehmen betreut welches stark mit Link-Brokern zusammengearbeitet hat, wollte es genauer wissen. Er fand heraus, dass mehr als 85 % aller Links, welche über Link Broker gekauft wurden, eine Reduktion des Pagerank erlitten haben. Fast 1/4 davon verloren den gesamten Pagerank. Nur 4% dieser Links hatten einen höheren PageRank.

Wir werden immer wieder gefragt, ob man nun bestraft worden sei, wenn der eigene Pagerank zurückgegangen ist. Wenn Sie keine Links verkaufen, ist der Grund dafür am ehesten, dass Seiten, welche Links auf Sie setzen selber Pagerank verloren haben und dies über den normalen Pagerank Algorithmus zu einer Reduktion Ihres eigenen Pagerank geführt hat. In der Regel hat dies keine Auswirkungen auf Ihr Ranking bei Google.

Solange Ihre Positionen bei Google nicht schlechter werden, besteht also kein Grund zur Beunruhigung. Versuchen Sie nicht, Links nur wegen dem Pagerank zu erhalten sondern achten Sie auf die Qualität der Links.

Ursprünglich publiziert unter
Google Pagerank Update: Was hat sich geändert?
Google Pagerank Update: Einige Beobachtungen und Testergebnisse

iPhone ohne Harry Potter Zauberkraft

von Reto Hartinger

Magie, reine Magie hat Steve Jobs beim amerikanischen Verkaufsstart des iPhones hingezaubert. In Deutschland gab man sich bescheidener, der Verkaufsstart wurde zwar auch zur Geisterstunde, aber nur in Klön, inszeniert. Es gab zwar sowas wie eine Schlange und einen Hype – aber nicht so wie geplant. Fancars die iPhonesüchtige aus allen Teilen Deutschlands nach Klön hätten karren sollen, blieben in den Garagen. Immerhin gingen innerhalb von 24 Stunden 10′000 iPhones in den rund 700 Telekom-Läden über den Tresen. Im Harry Potter Land war der Zauber völlig vorbei. Keine Warteschlangen und keine Verkaufszahlen meldete der Britische Exklusivverkäufer O2. Zaubern kann hier nur Harry Potter.

Swisscom Chef Carsten Schloter rechnet in der Schweiz mit einem Absatz von 100 000 iPhones pro Jahr – egal wer Exklusivpartner wird. Hoffentlich verrechnet er sich nicht.

In den letzten Tagen hat der Apple Börsenkurs deutlich nachgegeben – alleine gestern -5,75 %.
Heute verliert Apple gleich nocheinmal -7.08 %

Ein einormer Wertverlust.

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