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Das war das Internet Briefing 2007

von Reto Hartinger

Im März 2008 wird das Internet Briefing 3 Jahre alt. Immer noch bewegt sich viel in unserer Erfagruppe. Wir sind nicht nur die grösste Vereinigung zum Thema Internet, wird sind sicher die engagierteste – dank unseren Mitgliedern. Wir haben jedenfalls wieder ein spannedes jahr hinter uns:

- Internet Briefing ist von 343 auf über 500 Mitglieder gewachsen (genaue Zahl folgt nach Bereinigung mit den Austritten).

- Die Quantität der Events hat zugenommen. Alleine im November gab es 5 Veranstaltungen. Damit wird eine Mitgliedschaft immer günstiger.

- Die Qualität der Treffen hat von einigen neuen Mitglieder, die engagiert mitdiskutieren, profitiert.

- Es hat sich eine Untergruppe Banking gebildet, andere angedachte Untergruppen sind noch nicht zustande gekommen.

- Das Zunfthaus zur Schmiden hat uns rausgeschmissen. Die Suche nach einem neuen Veranstaltungsort war nicht einfach. Mit der Brasserie Lipp und dem Zunfthaus zum Grünen Glas haben wir Ersatz gefunden.

- Die grösste Veranstaltung mit 490 Teilnehmern war Next Generation Internet mit Steve Ballmer am 4.10. Es war Mitgliedern und Gästen von Mitgliedern vorbehalten.

- Ein weiteres Highlight war Google’s Engineering Culture – Wie bei Google Software geschrieben wird. Unser Besuch bei Google musste wegen grossen Andrangs wiederholt werden und war nur für Mitglieder.

- Unser Blog hat sich bei den Mitglieder etabliert. Einige Beiträge werden rege diskutiert. Ich staune auch immer, wie und von wem er gelesen wird. Manchmal schreibe ich einfach – Urs nimm dazu Stellung. Und der angesprochene Urs (wessen Nachnahme ich nicht erwähne) antwortet mit einem Kommentar. Ich schreibe dies nur im Blog – sende also keine Mail zur Aufforderung. Bis jetzt hat einzig Rolf Auf der Maur nicht auf einen solchen Aufruf reagiert. Er liest unseren Blog demnach nicht und auch niemand in seinem Umfeld, der ihn darauf aufmerksam machen würde. Spannende Diskussionen gab es zum Beispiel bei den Posts:

Entwicklungsmethoden in der Praxis
Mein Blog wieder ohne Werbung – dank Google

- Einige Mitglieder schreiben regelmässig im Blog. Es könnten aber mehr sein. Die Chance eines Gemeinschaftsblog ist, dass man nicht ständig etwas zu schreiben braucht und doch wird man von den wichtigen in der Szene gelesen. Das trifft beim unserem Blog sicher zu, Du brauchst nur einen Blick auf die Namen der Kommentierenden zu werfen.

Wo die Reise des Internet Briefings im 2008 hingeht, wird von der Aktualität und den Mitgliedern bestimmt.

Bestimme mit

- Wie kann sich das Internet Briefing noch verbessern?
- Welche Themen sollen wir aufnehmen?
- Gibts es eine Eventform die wir einführen sollten?

werde auch selber aktiv!
- mach Deinen Referatsvorschlag
- schreib mir, wie Du beim Interne Briefing aktiv werden willst: insider@vtx.ch

Suche CMMI-Erfahrung im Club

von Daniel Niklaus

Terminüberschreitungen, Kostenexplosion, unerwartete Probleme liessen das US-Militär in den 80er Jahren ein Modell entwickeln, mit dem sie ihre Hard- und Softwarelieferanten zu einer besseren Produktentwicklung “zwangen”. Die letzten 20 Jahre entstand daraus das CMMI-Modell.

CMMI ist keine konkrete Prozessbeschreibung, sondern definiert, welche Fragen gestellt und beantwortet werden müssen. Es gibt 5 Fähigkeits- und Reifegrade die eine Firma erreichen kann. Laut verschiedenen Studien soll sich das Verhältnis zwischen Investition und Nutzen auf etwa eins zu vier belaufen – wenn die höchsten Stufen erreicht sind.

Nachdem ich mich intensiv eingelesen habe, starten wir bei uns CMMI Projekt. Wir sind noch “Grünschnäbel” in diesem Thema und ich suche Personen mit Erfahrung in CMMI. Gibt es im Club Firmen, die CMMI bei sich schon einführten?

Links und Literatur

Google schummelt bei Adsense

von Reto Hartinger

Der Google Watch Blog hat aufgedeckt, dass Google einen Trick anwendet um mehr Marge bei den Adwords zu machen. Beim Umrechnen und Anwenden von Fremdwährung prellt Google Adsense Kunden:

das mit AdSense verdiente Geld wird in Dollar angezeigt und dann in Euro umgerechnet. So erhalt man zum bei 100 $ nur knapp 69,50 € (Umrechnungskurs 1€ = 1.4393$). Bei Adwords ist es genau anders herum: Hier zahlt der Werbende in Euro. Diese führt dazu das der sowohl der Betrag pro Klick schrumpft, den der Publisher erhält, als auch dass der ausgezahlte Betrag, wie schon oben gezeigt, kleiner ist.

Viele kleine Adsensekunden fühlen sich durch Google auch bei der 100 Dollar Regel betrogen. Google zahlt Adsenseguthaben erst aus, wenn diese 100 Dollar ausmachen. Kommt der Betrag bei kleinen Blogs endlich zustande, kommt die Meldung, dass das Adsensekonto gesperrt wurde, wegen Klickfraud. Das kann ja in Ordnung sein, aber Google zahlt dann auch den Betrag nicht aus, der nicht durch Klickfraud entstanden ist. Der Blogger verliert nicht nur dieses Geld sonder auch seine Einnahmequelle. Pech – dumm gelaufen.

Es ist riskant, sein Geschäftsmodell auf Google aufzubauen. Vielleicht ist das eine Chance für Konkurrenten wie Contaxe.

Mord in Facebook

von Reto Hartinger

Wer bist Du? Das sagt Dir eine Suche in Google mit Deinem Namen oder Dein Profil in XING, Linkedin oder auch immer mehr in Facebook. Nein das sind keine Spielerein mehr. Für viele Nutzer von Sozialen Netzwerken geht es um mehr als nur ein Datenfriedhof – es ist die Selbstdarstellung um zu einem neuen Job oder einem Auftragzu kommen. Es geht darum das private und geschäftliche Beziehungsnetz zu pflegen. Man ist was das Profil hergibt – Punkt. Profile sind elektronische Persönlichkeiten – von real existierenden Menchen.

Was sind sie für den Betreiber von Sozialen Netzwerken? Ein ausgefülltes Formular. Eine monatliche Einnahmequelle. Usergenerierter Content etc. Sie sind aber auch Gefahrenquellen. Profile können missbraucht oder bespammt werden. Sie haben vor allem eines nicht: einen persönlichen Wert – sie gehören zu einem Algorithmus z.B. um profilbasierte Werbungen einzublenden oder um Spam herauszufiltern. Weil sich die SPAM und anderen Angriffe immer wieder ändern, ändern sich auch die Spielregeln immer wieder – ohne dass dies bemerkt wird. So wichtig ein Profil für den Einzelnen ist, so unwichtig ist das einzelne Profil für den Betreiber.

So lese ich eines Morgens beim Besuch meines Facebook Profils:

Your account has been disabled by an administrator. If you have any questions or concerns, you can visit our FAQ page here.

Hä? Gegen welche Regel habe ich verstossen? Zugegeben, ich habe nie irgendeine Allgemeinen Nutzungs-Bedingung gelesen – wie wohl 99 % der anderen Facebook Nutzer auch. Mich trifft es nicht so hart wie es meinen Sohn treffen würde. Jetzt werde ich einfach nicht mehr zu, mir zwar sehr ans Herz gewachsenen, Parties eingeladen. Ich sehe das persönliche Befinden einiger Freunde nicht mehr. Mein Sohn hat alle seine über die ganze Welt verteilten Schulfreunde wieder gefunden, spricht mit ihnen via Facebook und hat regen Kontakt zu vielen Personen. Ich habe weniger Zeit investiert – hatte wohl knapp 100 Kontakte. Schlimmer wäre es, wenn mein Profil auf XING verschwände. Ja man kann es Mord nennen, wenn seine Identität – wenn das elektronische Leben – ausgelöscht wird.

Gibt es ein Recht auf Existenz im Internet? Ich habe in mein Profil in XING wahrscheinlich mehr als 1000 Stunden investiert und wohl noch mehr Zeit auf XING verbracht. Damit habe ich XING oder Facebook oder wie sie immer heissen sollen, Werte generiert. Jetzt hat mich der Facebook Algorithmus getötet. Wann folgt der XING Tod? Rechtlich habe ich keine Chance – ich bin einen Vertrag eingegangen. Mit meiner Geburt bin ich kein Vertragsverhältnis zum Staat eingegangen, aber per Gesetz habe ich Rechte und Pflichten erhalten. Meine Integrität und meine Persönlichkeit werden geschützt. Facebook verwehrt mir das – mit einer simplen Mitteilung. Durchsage der Leitstelle quasi – persönlich – für mich.

Was meint ihr über das Recht auf Existenz im Internet? Wenn sich das Leben immer mehr ins Internet verschiebt, braucht es vielleicht mehr als nur ein schwammiges Vertragsrecht. Identitätsklau wird immer härter bestraft – wie steht es mit dem Identitätsverlust? Es gibt kein Anspruch auf “Existenz” im Internet – oder doch?

Einfache, komplizierte und komplexe Probleme in der Entwicklung

von Daniel Niklaus

Reto sucht die goldene Antwort auf die Frage; “welches ist die richtige Entwicklungsmethode“. Die intensive Diskussion zeigt, die Frage stellen sich auch andere Mitglieder im Club. Ein paar Gedanken zur Unterscheidung von Problemen bei der Entwicklung.

Einfache Probleme
Wer eine Webseite für ein Restaurant erstellt, steht vor einem einfachen Problem. Er kann die Webseiten von Mitbewerber ansehen, ist in der Lage ein verständliches Pflichtenheft zu erstellen und wird dieses bei entsprechendem Fach-Know-how auch in der veranschlagten Zeit umsetzen. Frei nach dem Motto: Problem erkennen, einstufen und reagieren.

Komplizierte Probleme
Schwieriger wird es bei komplizierten Problemen. “Erstellen Sie den besten Suchalgorithmus” ist eine simple Anforderung, stellt aber ein kompliziertes mathematisches Problem dar. Bei komplizierten Problemen gibt es meist mehrere richtige Antworten. Es geht um mehr, als um das erkennen und einstufen des Problems. Viel wichtiger wird die Analyse des Problems. Dazu ist ein Expertenteam mit Fachwissen gefragt. Zeitpläne geraten bei komplizierten Problemen schnell durcheinander. Niemand kann eine realistische Zeitschätzung abgeben. Oft bleiben auch wichtige Grundfragen unbeantwortet, weil sie niemand stellen will. Fragen wie; “wollen wir die beste Lösung in egal welcher Zeit oder wollen wir innerhalb der vorgegebenen Zeit die beste Lösung erzielen.” Auftraggeber erwarten das Maximum und Entwickler liefern, was sie mit dem bestehenden Budget erreichen…

Komplexe Probleme
Reto steht mit seiner Web-Software-Entwicklung wahrscheinlich vor einem komplexen Problem. Der Unterschied zwischen einem komplizierten und einem komplexen Problem ist etwa so gross wie der Unterschied zwischen einem Ferrari und dem brasilianischen Regenwald. Ein Ferrari ist zwar ein komplizierter Wagen, kann jedoch von jedem qualifizierten Mechaniker in seine Einzelteile zerlegt werden und anschliessend ohne Veränderung wieder zusammengebaut werden. Der Regenwald hingegen unterliegt einem ständigen Wandel. Eine Pflanzen- oder Tierart stirbt aus, das Klima ändert sich usw. Genauso verhält es sich mit einer komplexen Software. Eine Anforderung stirbt oder kommt während des Projektes neu dazu, das Kundenklima ändert sich usw.

In einem solchen Umfeld muss jeder wissen, es gibt nicht die richtige Antwort, nicht mehrere Antworten sondern es ist unmöglich die richtige Antwort von vornherein zu wissen. Zuerst muss ausprobiert werden, dann kommt die Erkenntnis und erst anschliessend wird reagiert. Es müssen Umgebungen geschaffen werden, die das Experimentieren erlauben. Der Fehlschlag muss eingeplant und zugelassen werden. Es benötigt Interaktion zwischen Entwicklern, Projektleitern, Auftraggebern und Kunden. Es müssen Methoden gefunden werden, die die Entwicklung von Ideen fördern.

Ich treffe selten Leute, welche die Existenz von komplexen Problemen anerkennen. Viel lieber suchen alle nach einfachen Antworten…und sind dann enttäuscht, wenn ein Softwareprojekt wieder den Abgabetermin verpasst. Dazu gehören übrigens auch die Entwickler, welche die Zeiteinschätzungen abgeben. Auch ich sehe den Unterschied zwischen komplizierten und komplexen Problemen erst seit kurzem. Sollte jemand gute Methoden haben, um komplexe Probleme in den Griff zu bekommen; ich bin dankbar für jeden Hinweis!

XING profilbasierte Angebote werden besser (etwas) – dank Semantik

von Reto Hartinger

Wie sind wir über die profilbezogenen Angebote auf XING hergefallen. Total lächerlich war die Relevanz der Angebote. Kürzlich ist mir aufgefallen, dass ich nur noch 2 – 3 Angebote präsentiert bekomme – habe aber gar nicht mehr nachgeschaut, was mir da angedreht wurde. So geht es Internet-Diensten, die der User als irrelevant abetan hat weil sie zu früh und zu schlecht aufgeschaltet wurden. Heute habe ich aber wieder einmal auf den Marktplatz geklickt und festgestellt, dass mir XING die Tags zeigt, nach welchen sie mir Stellenangebote zeigt.

akquise beratung franchise geschäftsführung personalberatung personaldienstleistung personalvermittlung sales selbstständig selbständig verkauf vertrieb vertriebsmanager

Das macht mich stutzig. Das Wort akquise kommmt sicher nirgens bei mir vor. Nein auch keines der anderen Wörter. Immerhin mache ich Personalvermittlung. Wie wissen sie das? aus einem Link den sie verfolgen können die Infos auch nicht stammen. Selber kann ich die Tags auch nicht verbessern.

Aber werfen wir doch einen Blick auf die vorgeschlagenen Stellen:

Marketplace-Angebote, die zu Ihrem Profil passen
Angebot, Tags Firma Position Standort
Redakteur/Journalist Automobilsektor München

Existenzgründer / Geschäftsführer in der Personalberatung
vertrieb, verkauf, sales, beratung, vertriebsmanager, akquise, franchise, geschäftsführung
Deutschland

Das erste Angebot stimmt mit meinem Profil überein. In meinem Profil steht Freischaffender Journalist. Ha, steckt da Semantik dahinter freischaffender = selbständig, Journalist = Redakteur Inhaber = selbständig (deshalb 2x in den Tags) Marketingleiter = Verkauf und das wiederum akquise,
Inhaber = Existenzgründer und Geschäftsführer

Toll. Das hätte man auch einfacher haben können, bringt aber bei Anderen vielleicht bessere Vorschläge. Immer noch wird der Ort einfach ignoriert.

Wie sieht das bei Euch aus? Wie überzeugend ist das System prorammiert? Ist wirklich Semantic dahinter? Könnte durchaus sein, dass da von Menschenhand auf Tags geklickt wird.

Nachtrag
Neu hat mein Profil dazugelernt nämlich, aus den Tags ist eine Tagcloud geworden und die neuen Begriffe sind gleich die grössten

co2 erde feinstaub klima umwelt

ha, wie hat das XING gemacht? Ein Konzept scheint nicht mehr erkennbar.

Internet Briefing zieht’s nach Bern

von Reto Hartinger

Das Internet braucht wieder eine Leistungsschau in Form einer Messe und einer Konferenz. Und zwar dort, wo die Kunden sind, in den Regionen. Das motiviert mich, zusammen mit der bereits etablierten Messen topsoft und OpenExpo Synergien zu nutzen und in Bern einen Kongress und eine Ausstellung zum Thema Internet zu organisieren.

In den Regionen zu neunen Kunden
Bis anhin waren alle Internet Briefings in Zürich. Internet Briefing hat aber auch viele Mitglieder aus dem Raum Bern und Mittelland. Ich halte dieses Gebiet für die zweitstärkste “Internet” Region, die wir nicht vernachlässigen wollen.

Die topsoft und OpenExpo bieten dem Internet Briefing eine gute Möglichkeit, das Berner Netzwerk stärker zu pflegen. Wir starten mit einer Ausstellung und einem Kongress in den gleichen Räumen der topsoft, der etablierten Fachmesse für Business-Software. Die Topsoft zieht in 2 Tagen ca 2000 Businessentscheider an. Die Besucher sind Geschäfts– und Bereichsleiter, IT-Verantwortliche, IT-Projektleiter, Berater sowie Entscheider und Mitarbeitende aus öffentlichen Verwaltungen und Behörden. Wir werden deren Fokus und das Besucheraufkommen erweitern.

Wir werden unsere eigenen “Interessenten” anziehen, also nicht einfach den Topsoft/OpenExpo Gängern einfach eine neue Kost anbieten.

Meine kleine Umfrage im Vorfeld zum Sinn und Erfolgschancen eines solchen Vorhaben war von Begeisterung bis totale Ablehnung alles drin. Vor allem aber gab es sofortige Zusagen für konkrete Unterstützung den Event bekannt zu machen. Grosse Mailverteiler wurden mir angeboten. Die Berner Szene hat sehr positiv reagiert.

Standkonzept
Als Internet-Briefing-Aussteller profitieren Sie vom «Rund-um-Sorglos-Paket». Es wird Einheitsstände (zu Fr. 4400.-) geben, die vollständig ausgerüstet sind – ein «Rund-um-Sorglos-Paket», einfach kommen PC einstecken und Prospekte auffüllen.

Konferenz “The Best of Internet Briefing”
Starker Part wird eine Konferenz mit unseren besten Themen sein.

E-Commerce Trends: Trends, Erfolgsrezepte, Cases, Technologien, Web 2.0, Userbewertungen, Zahlungssysteme, Logistik
E-Marketingstrategien: Wirkung, Konzepte, Resultate, Studien, Onlinewerbung, Suchmaschinenmarketing, Affiliates etc, E-Mailmarketing, CRM etc.
Websites der nächsten Generation: Cases, Technologien, Usability, User Generated Content und Bewertungen, Video, 3D, Web 2.0, Mash-up, RSS, Ajax, OpenID, Tiny URLs, Semantic etc.

Natürlich bin ich offen für weitere Themen. Einfach Referat anmelden

Networking Apéro
Am ersten Messetag organisieren wir einen Networking-Apéro, der von inside-it.ch offeriert wird.

Haben wir Deine Unterstützung?
Damit das gelingt, brauchen wir die volle Unterstützung aus dem gesamten Netzwerk. Was könntest Du zum Gelingen beitragen?

Entwicklungsmethoden in der Praxis

von Reto Hartinger

Ich lasse seit Kurzem in Indien eine neue Websoftware entwickeln. Ein Team von 3 Seniors (nicht zu 100 %) werden durch 5 neue Juniors ergänzt. Tönt gut, äh – tönt nach Kommunikationsproblemen, Probleme mit der Entwicklungsgeschwindigkeit und der Ueberwachung. Da müssen wir uns doch einiges einfallen lassen. Das ist ja nur ein Teil des Problems. Normalerweise muss man über diese Distanz ziemlich genau Anweisungen geben (Wasserfallprinzip) und den Fortschritt gut kontrollieren. Das können und wollen wir nicht machen.

Was wir wollen
Wir haben uns zuerst zusammengesetz (mein Schweizer Partner in Indien und ich) und die Architektur beschrieben und einige Features, auf was wir besonders Wert legen, dann wo die Prioritäten sind. Dann haben wir bestimmt was ein private Beta und was ein Public Beta können soll und bis wann wir das entwickelt haben wollen.

Kleine Schritte – Wochenziele
Wir haben jeweils Wochenziele festgelegt. Testen dies die nächste Woche und machen die Fixes. Dann definieren wir die nächste Woche und priorisieren neu.

Was machen, damit das nicht aus dem Ruder läuft?
Das Problem ist bzw. war, dass die Inder schneller programmieren können als wir definieren und auch schneller, als wir die Usability und das Design in den Griff bekommen haben. Die Outputqualität nach 2 Wochen war zu schlecht. Bugfixes und Usabilityprobleme warn hohe Hürden (auch in der Kommunikation). Wir können hier nicht die Tester spielen und Kleinigkeiten ausputzen, dafür haben wir weder Nerven noch Zeit.

Kulturelle Probleme
Vieles was in unserem Erfahrungshorizont ist, kann man bei den Indern nicht voraussetzen – sie können das nicht können. Also hat es keinen Sinn sich aufzuregen oder Illusionen zu machen. Besser einen Prozess aufsetzen der funktioniert.

Das Testscript ist die Spezifikation der Software
Es war also keine Lösung, Powerpoint Slides mit Anweisungen und rudimentärem Design zu erstellen. Die Lösung war relativ einfach. Wir haben eine Testerin eingestellt. Statt Powerpoint schreiben wir Testscript – die Testscripts sind gleich die Spezifikation. Alles was gemacht wird, zuerst anhand des Testscripts vom Programmierer überprüft. Danach durchläuft die Prüferin den Prozess noch einmal und kommentiert was nicht richtig läuft. Bevor eine neue Version hochgeladen wird, werden von der Testerin wieder alle Testscripts nochmals durchgespielt – also auch die an denen nichts gemacht wurde. Dies hat sich sofort als sehr zuverlässig erwiesen.

Qualitätssteigerung auf allen Stufen
Es sitzt den Programmieren immer jemand aus ihrem Kulturkeis im Nacken der überprüft was er macht. Er lernt sofort auch selber, worauf die Testperson alles achtet und macht es von Anfang an besser. Wir regen uns weniger auf und haben mehr Zeit um zu definieren – müssen nur noch die gröbsten Usability und Designprobleme lösen.

Da es nur noch ein Dokument gibt das Definition, Testscript und Dokumentation ist – sprechen immer alle vom Gleichen.

Wir werden sehen, welche Probleme sich weiter ergeben und werden uns sicher einige Male anpassen und neu orientieren müssen. Was meint ihr zum Vorgehen? Wie packt ihr das an?

Semantische Applikationen in den Startlöchern

von Daniel Hladky

So wie es aussieht stehen nun verschieden semantische Applikationen in den Startlöchern. Unter dem Titel “10 semantic Apps to watch” stehen diverse Kandidaten zur Auswahl. Eine Kategorie bilden die semantischen Suchmaschienen. Ausser ein paar “Previews” und Einladungen im Privat Beta mitzumachen gab es hier aber noch nicht viel zu sehen. Ein neuer Versuch kommt mit TrueKnowledge wo die semantischen Abfragen (Queries) verglichen werden mit der Metadatenbank welche auch durch die Benutzer gefüllt werden kann (Ähnlich zu einem Wiki?). Wie oft bei diesen semantischen Suchen ist es sehr schweirig alle Möglichen Themengebiete (domains) abzubilden und somit bekommt man für seine Anfrage selten eine richtige Antwort. Viele dieser Systeme sind im Moment auch nur auf Englisch verfügbar und dies zeigt auf, dass Computerlinguistik und semantische Annotation nicht ganz so trivial sind um Mehrsprachig zu arbeiten. Gnosis von Clearforest bietet ein Plug-In an um Internetseiten zu annotieren aber bei einer näheren Betrachtung merkt man, dass Gnosis nur Entitäten (named entities) erkennt aber keine Beziehungen. Aus meiner Sicht sollte aber ein semantisches System genau dies tun, da es ja auf der Basis einer Ontologie genau diesen semantische Inhalt erkennen sollte. Es bleibt aber spannend in diesem Umfeld und das Jahr 2008 hat weider diverse Veranstaltungen zum Thema SemanticWeb. Im Mai startet die Semantic Technology Conference in San Jose wo über 800 Teilnehmer erwartet werden. Der aktuelle Report von Mills Davis welcher an dieser Konferenz vorgetragen wird hat eine Liste von paar Dutzend Firmen welche Lösungen zum Thema Semantic anbieten und somit ist zu erwarten, dass die 10 genannten Apps Konkurenz im Jahr 2008 erhalten werden. Das Jahr 2008 könnte die Wende im Bereich des Semantic Web und Semantic Apps bringen. Es bleibt spannend.

Ringier übernimmt media swiss group (Scout24 / Gate24)

von Thomas Lang

Der Ringierkonzern teilte heute Vormittag mit, dass er die media swiss group übernehme. Damit wird der Verlag zum führenden Schweizer Verlagshaus im Bereich der elektronischen Medien nach eigenen Angaben.

Media Swiss betreibt u.a. die Scout24-Marktplätze in der Schweiz sowie die Gate24 Verzeichnisse.

Erst Anfangs Jahr übernahm Gate24 die Flamatter Xmedia AG als Betreiberin der Scout-Marktplätze (Archiv)

Pressemeldung Ringier inkl. Video-Streams

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