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Google macht ernst mit dem Social Graph

von Michael Marth

In dem Getöse, welches der Micosoft’sche Uebernahmeversuch erzeugt hat, ist eine interessante Ankündigung von Google bisher fast überhört worden: die Social Graph API. Mit dieser API kann eine Applikation die Freunde (also den social graph) eines Benutzers abfragen.

Man hat OpenSocial zunächst als Angriff auf Facebook gewertet und war danach enttäuscht, denn OpenSocial befreit nicht die Daten. Die Social Graph API jedoch bewerkstelligt dies um einiges besser.

Zugrunde liegen die offenen Formate XFN und FOAF. Somit kann jeder auf seinem eignen Blog (und somit unter seinen eigenen Kontrolle) seine eigenen „Sozialen Daten“ verwalten. Dies ist definitiv ein Fortschritt gegenüber den geschlossenen bisherigen Social Networks.

Google macht einen Schritt in die richtige Richtung. „Richtig“ im Sinne von: am Ende siegt das Internet immer über geschlossenen Systeme.

Es bleiben aber Fragen. Eine ist: ist der Ansatz von Google offen genug, um akzeptiert zu werden? Zwar erlauben mir XFN und FOAF selbst zu definieren, wer meine Freunde sind. Der Suchalgorithmus verbleibt aber proprietär bei Google. Insofern werden Xing, Facebook und Konsorten durch einen anderen Gatekeeper ausgetauscht (der auf einer anderen Ebene agiert).


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1 Kommentar zu “Google macht ernst mit dem Social Graph”

  1. ThomasK schrieb:

    Auch wenn es schon mehrere Monate alt ist.
    Ein Interview vom Elektrischen Reporter mit Daniela und Lars Hinrichs.

    http://video.google.com/videoplay?docid=1922323885178308516

    Ab 3:23 ist es passend, da es um das Thema “Datenkäfig” geht. Bzw ca. 5:30.

    Wenn jemand einen neueren Stand hat bzw Widerspruch — nur zu!

    Gruß

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