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Yahoo: Aktionäre stärker als Giftpfeile

von Reto Hartinger

Der Uebernahmekampf zwischen Microsoft und Yahoo kommt in eine entscheidende Phase. Yahoo hat einige Giftpfeile gesetzt, die eine Uebernahme extrem verteuern und deshalb unattraktiv machen sollen. Microsoft wartet ab ohne das Angebot zu erhöhen – wie ich das vorausgesagt habe.

Nun wehren sich einige gewichtige Aktionäre, weil sie nicht gegen eine Uebernahme sind und greifen die Geschäftsleitung scharf an. Ein Alleingang kann nur tiefere Kurse bedeuten – das ist nicht im Interesse der Aktionäre und die guten Mitarbeiter gehen bei einem solchen Szenario auch verloren.

Yahoo wird sich innerlich zerfleischen, wehren sie sich noch lange. Es kommt immer mehr negatives Denken in der Firma auf. Viel Energie geht für Sinnloses verloren.


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2 Kommentare zu “Yahoo: Aktionäre stärker als Giftpfeile”

  1. Reinhard Anton schrieb:

    … und die ersten Yahoo-Aktionäre haben gegen das Management geklagt, weil sie dem Angebot noch nicht zugestimmt haben und so ihren Pflichten nicht nachgekommen seien.
    Angesichts der Tatsache, dass Yahoo ein Unternehmen im Sinkflug ist und dass der Aktienkurs nur dank Microsoft’s Angebot einigermassen hoch ist, wurde in den letzten Tagen die Frage aufgeworfen, ob denn das Geld nicht durch die Akquisition von SAP oder einer Reihe von wirklich innovativen Internet-Unternehmen wie SalesForce besser angelegt wäre. Henry Blodget, Silicon Alley Insider, gibt eine interessante Zusammenfassung: http://www.alleyinsider.com/2008/2/microsoft_should_buy_sap_instead_of_yahoo. Allerdings: Yahoo wäre ein Consumer-Deal, die anderen Uebernahmen würden die Stärke von Microsoft im Business-Umfeld weiter steigern …. da würden die “Wettbewerbsschützer” in Brüssel sicher laut aufheulen ….

  2. Daniel Niklaus schrieb:

    Microsoft schädigt seit Jahren ihre Aktionäre. Sie verschwenden Ressourcen und Geld in Märkten, von denen sie schlicht nichts verstehen.

    Das gesamte Onlinebusiness, die Gamesparte, ihre unsäglicher Versuche mit Zune & Web TV Boxen – reine Geldvernichtungsmaschinen. Aber man hat einmal auf einen Markt gesetzt und der Stolz lässt es nicht zu, denn Rückzug zu blasen oder aber das zu machen, was man wirklich kann – zum Beispiel ein Betriebssystem für Spielkonsolen und dann die Hardwarehersteller das Teil vermarkten lassen. “Gut” haben die zwei grosse, dicke, fette Cashcows – dann kann man sogar Yahoo! für viel zu viel Geld kaufen.

    Aber

    Wir setzen Google Sheet schon fast so oft ein wie MS Excel. Google Sheet ist für die online Zusammenarbeit einfach besser… mal schauen, ob auch andere bald so denken und das Kerngeschäft von MS erodiert. Dann bleibt ihnen wenigstens noch Geld mit Onlinewerbung zu verdienen ;-)

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