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Desaster: Daten verloren – ich bin handlungsunfähig

von Reto Hartinger

Es passiert ja immer nur den Anderen. So blöd kann man doch nicht sein etc. Ja, ja ich gebe es zu – mir ist der Supergau passiert. Ich habe ein Macbook das schon lange spinnt und habe den Techniker kommen lassen um alles wieder ins Lot zu bringen – schliesslich gehe ich ja wieder in die Ferien. Da ich sehr unter Druck war – habe ich in den letzen 2 Wochen keine Datensicherung gemacht. So – der Techniker hat auf meinem alten gut funktionierenden MacBook das neue System 10.4 installiert. Das dauert halt seine Zeit – ich wollte, dass man gleich danach erst die Daten vom neuen (spinnenden) MacBook auf das Alte überträgt, bevor das neue MacBook repariert wird. Nö – weil er sonst rumgesessen wäre, hat er gleich begonnen den alten Harddisk auszubauen und den neuen grösseren Hardisk in einzubauen. Ja – leider kann seit diesem Zeitpunkt nicht mehr auf die Daten dieses Laufwerks zugegriffen werden. Pech – 2 Wochen Daten futsch – viele Anmeldungen für das Internet Briefing @ Bern – haufenweise Zahlungseingänge und Membermutationen im Nirvana. Meine E-Mails – nicht mehr da. Mit jeder Stunde sehe ich, was ich alles nicht mehr machen kann. Der Techniker versucht verzweifelt, die Daten noch zu retten. So lange kann ich keine Daten mehr verarbeiten.

Software as a Service als Lösung?
SaaS wäre doch die Rettung. Das ist mir bewusst und deshalb habe ich tatsächlich auch alle Mails immer auf GMail umleiten lassen. Mir fehlen jetzt aber meine geschriebenen Mails. GMail ist eben weniger bequem zum Mails schreiben als das Mac-Mailprogramm. Inskünftig werde ich aber immer mehr auf gehostete Services setzen.

Hosting als Lösung?
Tja – vor 2 Monaten wollte ich meine Filemaker-Datenbank eigentlich gehostet über das Internet zugänglich machen. Heute bereue ich, dass ich diesen Schritt nicht gewagt habe. Trotzdem – das setzt voraus, dass ich immer einen schnellen Internetzugang habe, verteuert die Sache auch ziemlich. Wie sieht es mit der Garantieleistung aus? SaaS-Dienste haben auch ihre Maken – z.B. wer garntiert mir, dass ich immer Zugang habe? Böses habe ich ja bereits mit Yahoo und Facebook erlebt: Zugang verweigert, Passwort geändert etc.

Automtisches Onlinebackup
Wäre vielleicht auch eine Lösung – wer bietet das für Macintosh an? VTX ist am Abklären. Wie einfach ist das Zurückspielen, Wiederherstellen der Daten tatsächlich? Was passiert von Unterwegs – in einer anderen Zeitzone, mit weniger Power?

Daten aus der Steckdose – so einfach ist das noch nicht. Wie löst ihr das Problem?

Projektleiter/in online-Marketing

von Reto Hartinger

Fachleute, die etwas von Online-Marketing verstehen sind zurzeit sehr gesucht. Stellvertretend für viele Angebote soll das folgende stehen. Melde Dich bei mir, wenn Dich diese oder eine ähnliche Stelle interessiert (insider@vtx.ch)

Sie sind begeistert von den Möglichkeiten der neuen Medien und interessieren sich für die aktuellen
Trends im World Wide Web. In Ihrer bisherigen Tätigkeit haben Sie aktiv zum Erfolg von online-
Marketing Projekten beigetragen und möchten sich nun auf die Konzeption und Projektleitung
fokussieren.
Wir bieten Ihnen jetzt die Möglichkeit in einem jungen Team, interessante Projekte mitzugestalten
und dabei für Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen zu arbeiten. Wenn Sie sich
mit Ihrer künftigen Tätigkeit im Bereich Konzeption, Projektleitung und Erfolgskontrolle von Websites
und E-Mail-Marketing Kampagnen mit Leib und Seele identifizieren können und Sie der aktive
Austausch mit Kunden beflügelt, dann möchten wir Sie jetzt kennen lernen!
Das bringen Sie mit:
Fachausbildung oder Weiterbildung im Bereich Marketing (bspw. als Marketinplaner/in)
Erfahrung in der Konzeption von online-Marketing Projekten (Agentur-Erfahrung von Vorteil)
Kreatives, kundenorientiertes Denken
Ausgeprägte Kommunikationsfähigkeiten
Begeisterung für die neuen Medien und neue Technologien
Organisationstalent und strukturierte, selbständige Arbeitsweise
Fähigkeit Eigeninitiative zu entwickeln und im Team Verantwortung zu übernehmen
Sehr gute Microsoft Office Kenntnisse
Stilsicheres Deutsch
Sie möchten Ihr Wissen im Bereich Marketing & Kommunikation bei Ihrer täglichen Arbeit einsetzen
und stetig weiterentwickeln. Mit dem Erreichten geben Sie sich nicht zufrieden, sondern
möchten mit jeder neuen Herausforderung weiter wachsen. Sie sind motiviert, interessante Projekte
für Kunden in verschiedenen Branchen unterschiedlicher Firmengrösse mit zu gestalten und
Ihre eigenen Ideen einzubringen.

Gerne bringe ich Dich bei der entsprechenden Firma ins Gespräch.

Welche Metatags Google wirklich verwendet

von Beat Z'graggen

Fehlerfreie Metatags (z.B. aussagekräftige Titel und Informationen für Roboter) können Google dabei unterstützen, den Internetauftritt besser zu crawlen, zu indexieren und in den Suchergebnissen anzuzeigen. Metatags liefern Informationen an unterschiedliche Clients wie beispielsweise Browser oder Suchmaschinen. Welche Metatags Google beachtet, wurde in einem Beitrag eines Google-Mitarbeiters bekanntgegeben.

Wenn ich an Vorträgen oder Diskussionen darüber spreche, dass Google die Meta-Keywords nicht berücksichtigt, führt dies oft zu Widerstand. Zu viele können sich anscheinend nicht vorstellen, dass das, was sie vor Jahren gelernt hatten, nicht mehr zutreffen soll. Google hat zwar seit seiner Gründung nie besonders stark auf Metatags reagiert und die Meta-Keywords relativ bald aus den Ranking-Kriterien entfernt, trotzdem wird an vielen Schulen auch heute noch das Gegenteil gelehrt.

Bisher musste ich auf mündliche Aussagen von Google Mitarbeitern verweisen oder auf unsere Tests, welche eindeutig zeigen, dass Google nichts von den Meta-Keywords hält. Nun kam endlich eine schriftliche Bestätigung, welche wohl die letzten Zweifler überzeugen wird. In einem offiziellen Beitrag von Google über die Metatags wird erwähnt:

Dabei solltet ihr beachten, dass jeder Client wahrscheinlich nur jene Meta-Tags interpretiert, die er auch selbst verwendet, und die restlichen Tags ignoriert (obwohl diese Tatsache gelegentlich auch nützlich sein kann).

Im folgenden Beispiel seht ihr, wie Google verschiedene Meta-Tags in HTML interpretiert:

[!DOCTYPE …][head]

[title]Traditional Swiss cheese fondue recipes [/title] von Google verwendet, ein korrekter Titel ist für Webmaster hilfreich
[meta name="description" content="Cheese fondue is …"] von Google verwendet, wird ggf. in unseren Suchergebnissen angezeigt
[meta name="revisit-after" content="14 days"] von Google sowie von anderen größeren Suchmaschinen nicht verwendet
[META name="verify-v1" content="e8JG…Nw=" /] optional, in den Google Webmaster-Tools verwendet
[meta name="GoogleBot" content="noOdp"] optional
[meta …]

[meta …]

[/head]

Der Artikel beschreibt auch andere Metatags, welche von Google beachtet werden, die Keywords werden aber – nicht überraschend – gar nicht mehr erwähnt. Explizit erwähnt wird, das der revisit-after Tag nichts bringt. Obwohl im Artikel steht, dass dies “weitgehend ignoriert” wird, gehe ich davon aus, dass die früheren Aussagen von Google Technikern noch stimmen, nach welchen dieser Tag gar nicht beachtet wird.

Ursprünglich publiziert unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/welche-metatags-google-wirklich-verwendet.htm

Im Dienste seiner Genossen

von Reto Hartinger

Die Chinesische Regierung verfügt über einiges Internet-Know-how. Unbestritten. Mit Hackermethoden werden Tibetische Websites aus dem Verkehr gezogen, Leute bespitzelt oder der Informationsfluss gesperrt. Alles Massnahmen, die sich gegen innen richten – die sogenannte virtuelle Chinesische Mauer. Doch die Leute wollen nicht nur den Gwunder seiner Landsleute in Grenzen halten sie sind auch selber gwunderfixige Leute.

So warnte britische Inlandsgeheimdienst MI5, dass Firmencomputer von China ausspioniert würden. Der MI5-Chef Jonathan Evans versandte einen Brief an 300 britische Firmenchefs mit der Warnung, dass ihre Unternehmen über das Internet von “staatlichen Organisationen” Chinas angegriffen würden. Darin erklärt er auch, wie chinesische “Trojaner” zu erkennen sind.

Es ist einfach eine Tatsache, dass was mit technischen Mitteln gemacht werden kann, auch gemacht wird. Deshalb sollten wir vorsichtig sein mit amtlich bewilligten vorsorglichen Spioniermassnahmen – auch bei uns.

Da trifft es sich gut, dass wir als nächstes Thema im Internet Briefing Angriffe aus unsere Server zum Thema haben:

Sicherheitslücken in Webapplikationen – Die grössten Probleme und deren Lösungen
01.04.2008 11.30-14.00 inkl. Mittagessen
Zunfthaus zum Grünen Glas

Bewegung im Rubrikenmarkt Schweiz

von Reto Hartinger

Irgendwie haben die Verlagshäuser nicht vor, den Online Rubrikenmarkt kampflos Branchenfremden zu überlassen. Tamedia und die welsche Edipresse haben siche die Uebernahme der grössten Immobilienplattform bereits 2004 vertraglich gesichert. Edipresse und Tamedia stocken ihre Beteiligung an Homegate von 16,5 Prozent auf jeweils 45,0 Prozent auf. der ZKB-Anteil wird auf die verbleibenden 10 % reduziert und Urs Hügli bleibt als CEO erhalten.

Heute zählt Homegate 46 000 Immobilienanzeigen von 8000 privaten und 1200 professionellen Anbietern. Im Kleinanzeigenmarkt ist Grösse ein entscheidender Erfolgsfaktor. Agregatoren wie map.search.ch konnten der Plattform keine User abjagen. Homegate war besser bedienbar als map.search.ch. Allerdings hat mir Homegate vor dem Redesign besser gefallen – jetzt braucht es mehr Klicks um zur gewünschten Information zu kommen.

Das schlechteste Redesign der Geschichte

von Reto Hartinger

Als ich gestern im Vortrag von Peter Hogenkamp in Internet Briefing @ Bern sah, traute ich meinen Augen nicht. Er stelle eine dem Anschein nach in Frontpage erstelle Amateurpage vor. So etwa die Scheusslichste Einstiegsseite die ich je gesehen habe mit allen Design und Usability Fehlern aus den Anfangszeiten des Webs. Nein, es war nicht die Seite der Padi Oberengringen – es war die neue bluewin.ch Site – immerhin das grösste Portal der Schweiz. Ein screenshot erspare ich empfindlichen Augen.

Schlechte Usability wird sich im Umsatz bemerkbar machen
Die User finden nicht einmal mehr wo sie ihre E-Mails abrufen können – bluewin hat immerhin 1 Mio Mailkunden. Bei anderen Diensten wird das tragisch – der Webumsatz wird zurück gehen. Dass die Menüs nicht gefunden werden hat man bei bluewin auch schon gemerkt – ein hässlicher roter Balken E-Mails hier abrufen klebt unter dem gräulichen Briefumschlag Icon.

Durch eigenes Know How unabhängiger werden von internen und externen Zuflüsterern
Ich schenke den Verantwortlichen bei der Swisscom eine Internet Briefing Mitgliedschaft. Dann wäre das nicht passiert. Allein schon der Besuch des Seminars Die 7 Todsünden im Internet am Internet Briefing @ Bern hätte das Debakel verhindert. Uebrigens eine Gratis-Session.

Mitglieder bei uns sind nicht nur Spezialisten – es sind Manager, die Internet Auftritte verantworten und auch Manager für die das Internet als Kommunikations- und Absatzkanal wichtig ist, die aber nicht direkt im Internetverantwortung tragen oder Geschäftsleiter die sich von ihren Dienstleistern oder internen Abteilungen unabhäniger machen wollen, die eine Second Opinion schätzen und ihr Wissen auf das Niveau bringen wollen dass sie ihre Leute briefen können – ein das geht nicht oder ein das ist zu teuer nicht akzeptieren wollen.

Deshalb ist das Internet Briefing wichtig
Ich möchte hier kein Swisscom Bashing machen – dafür bin ich zu geschockt. Für mich ist dies ein guter Grund den Nutzen des Internet Briefings aufzuzeigen. Bluewin hat viele Mitarbeiter die das Desaster hätten verhindern können. Es hat nichts genützt, weil die Entscheider zu wenig von Internet verstehen. Deshalb ist es wichtig, dass die Internetaffinen die weniger bewanderten Entscheidungsträger in die Briefings mitnehmen. Weiter sollten die Agenturen ihren Kunden das Internet Briefing empfehlen oder diese sporadisch mitnehmen. Je besser das Management über die Internetthemen bescheid weiss umso besser für die Branche.

Am ersten April behandeln wir doch tatsächlich wieder zwei Themen für die sich Manager eigentlich nicht interessieren, sie aber prophylaktisch Bescheid wissen müssten.

Rechtliche Stolpersteine im E-Business – Fälle aus der Praxis
01.04.2008 17.30-20.00 anschliessend gemeinsames Abendessen

Sicherheitslücken in Webapplikationen – Die grössten Probleme und deren Lösungen
01.04.2008 11.30-14.00 inkl. Mittagessen

Vom Osterhammerpreis zum Rohrkrepierer oder von der Printwerbung nie in den Warenkorb

von Thomas Lang

In der letzten Sonntagszeitung warb die Vinothek Brancaia für eine Osteraktion ihres Bestsellers: Brancaia TRE.

Osterhammerpreis Inserat in der SonntagsZeitung vom 9.3.2008

Das Inserat dürfte gem. Mediadaten so zwischen CHF 13′000.- und 20′000.- gekostet haben. Ob jemand von diesem Angebot – zumindest online – profitierte, darf bezweifelt werden. Denn am Sonntag war im Onlineshop das Angebot nicht aufgeschaltet und auch heute – Dienstag 11. März 16h00 – ist das Angebot falsch und nur schwer zu finden:

  • Kein Hinweis auf der Startseite des Onlineshops (Screenshot)
  • In nicht weniger als 3 Klicks findet man das Angebot – falls man weiss, dass sich Brancaia in der Region Toscana befindet
  • Das Angebot weist zwar im Titel auf die Aktion hin, der Preis zeigt aber nach wie vor den CHF 5.- teureren Listenpreis an (Screenshot)
  • Auch im Warenkorb: der alte Preis zieht sich durch den ganzen Checkout bis hin zur Bezahlung (Screenshot)

Eigentlich schade, für so einen guten Tropfen! Da entpuppt sich der Osterhammerpreis zum Rohrkrepierer.

Schneller und v.a. benutzerfreundlicher hat hier heute Romazini reagiert, zwar nicht gar so günstig, jedoch effizient und benutzerfreundlich.

Tipps zum erfolgreichen Checkout und Trends im eCommerce gibt’s am Donnerstag am Internet-Briefing in Bern.

(Crossposting)

noch 2 x schlafen

von Reto Hartinger

Bern wir kommen

Eigentlich habe ich gewusst, dass das Internet Briefing @ Bern eine gute Konferenz sein wird – jetzt habe ich die Präsentationen gesehen: sensationell. Klare Handlungsanweisungen, Tipps die sonst nicht zu erhalten sind. Ich bin total stolz. Die Anmeldungen sind 50 % über dem erwarteten Minimum. Einer reist aus Hamburg an, einige aus Genf und sogar St. Gallen. Es wird definitiv keine Regionalveranstaltngen.

Community-Marketing ist unschlagbar
Das Marketngexperiment – die Veranstaltung nur innerhalb unserer Community per E-Mail zu bewerben, ist aufgegangen. Deshalb ist der Preis auch sehr günstig und Mitglieder durften ihre Kontakte zu Mitgliederkonditionen einladen. Die eingesparten Marketingkosten haben wir so den Teilnehmern weiter gegeben und die Mitglieder konnten sich bei ihren Kontakten mit einem Geschenk in Erinnerung rufen. Am meisten Anmeldungen hat Jäggi (Markus Gabriel, Angelink) geschafft, aber auch Patrick Comboeuf (SBB) war überaus fleissig. Erfolg hatten vor allem die, die nicht regional versandt und das ganze Programm erwähnt haben. Für eine Session reist niemand nach Bern.

Hier ein Auszug aus den angemeldeten Firmen

Autoglobal AG Betty Bossi Verlag AG BKW FMB Energie AG Brunner AG Druck und Medien buch.ch Car4you Credit Suisse CSS Versicherung DCL Data Care AG Die Schweizerische Post ebookers Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA Elektrizitätswerke des Kantons Zürich EKZ Emil Frey AG ExtraFilm AG GE Money Bank Honda Automobiles (Suisse) SA John Lay Electronics AG Kerzenfabrik Hongler Limmatdruck AG MAZ – Die Schweizer Journalistenschule MEDEWO AG Nestlé Suisse S.A. Orell Füssli Buchhandlungs AG Oswald Nahrungsmittel GmbH Pavatex SA Postfinance Publicitas AG Publisuisse Ringier AG SBB AG Schindler Aufzüge AG Scout24 (Schweiz) AG Swisscom AG Swisscom Directories AG Swisscom IT Services AG UBS zur Rose AG

Warum Sie beim Suchmaschinen Marketing nicht auf Gerüchte hören sollten

von Beat Z'graggen

“Gerüchte sind Lügen, die wir zu Wahrheiten machen und danach leben!” So ist es nicht nur im wahren Leben, nein, auch im Suchmaschinen Marketing. Darum sollte man nicht allem Bedeutung schenken, was man irgendwo liest. Hier einige der häufigsten Gerüchte über Google.

Vielleicht kennt der eine oder andere die Geschichte von Ed Moses. Er war zu seiner Zeit ein Hürdenläufer, der von niemandem geschlagen werden konnte. Die 400-Meter-Hürden-Legende errang 121 Siege in Folge. Dies führte dazu, dass man alles kopieren wollte, was er tat (oder auch nicht tat). Nun war es aber ein Athlet, der am liebsten bei McDonald`s ass und einen Lebenswandel hatte, der für einen Sportler eigentlich nicht besonders förderlich ist. Es kam wie es kommen musste – die Sportler, welche versuchten, Ed Moses zu kopieren, wurden dadurch schlechter statt sich zu verbessern!

Ed MosesWas hat das nun mit Suchmaschinen Marketing zu tun? Leider gehen immer noch viele auf Gerüchte ein, welche von irgend jemanden irgendwann in die Welt gesetzt wurden. Nur weil jemand berichtet, er hätte auf seinem Auftritt etwas geändert und dies habe ein bestimmte Auswirkung auf Google gehabt, heisst dies nicht, dass damit eine Ursache aufgedeckt wurde. Auch wenn 10 dasselbe sagen, kann man nicht ohne wirkliche statistisch relevante Tests aussagen, ob etwas hinter der Beobachtung ist oder nicht.

Hier eine Liste von beliebten Gerüchte, welche immer wieder die Runde machen:

  • Je mehr Links man hat, desto weiter oben erscheint man bei Google (in Wahrheit kann das Gegenteil der Fall sein, wenn man nicht auf die Qualität der Links achtet).

  • Die Ausgaben für Suchmaschinen Werbung beeinflussen das Ranking bei Google.
  • Die Meta Keywords beeinflussen das Ranking bei Google.
  • Durch weissen Text auf weissem Hintergrund kann man Suchmaschinen überlisten.
  • Wenn ich mehrere Domains registriere, werde ich besser gefunden.
  • Seit dem Pagerank Update habe ich schlechtere Positionen.
  • Je häufiger jemand auf Google auf meinen Auftritt klickt, desto besser wird meine Position.
  • Google hat Technikprobleme (wird vor allem dann gerne verwendet, wenn Webmaster erklären müssen, dass ihr Auftritt Positionen bei Google verloren hat).
  • Man kann heute mit einem Flash Auftritt in die Top Positionen gelangen wie bei einem statischen Auftritt.
  • Niemand kann Sie bei Google unter die Ersten bringen.

Natürlich gibt es bei Suchmaschinen wie Google immer Änderungen und ein Gerücht könnte auch einmal einen Kern Wahrheit in sich tragen. Deshalb habe ich seit Jahren die Philosophie, potentielle Änderungen bei Google mit Hilfe von Hunderten von Testdomains (echte Internetauftritte, welche für die Besucher interessante Inhalte haben) zu überprüfen, bevor wir etwas bei Internetauftritten von Kunden einsetzen. Zudem gilt die Grundphilosophie: Was im Interesse des Suchenden ist, hat auch bei Google langfristig Bestand. Ich habe zu oft Fälle erlebt, wo jemand aufgrund eines Gerüchts Änderungen vorgenommen hat, und wie im Beispiel von Ed Moses am Schluss schlechter dastand, als wenn er nichts gemacht hätte.

Wer mehr über Suchmaschinen Marketing erfahren will und darüber, was ein Gerücht ist und worauf Google wirklich reagiert, am kommenden Mittwoch ist dies ein Thema am Internet Briefing Kongress in Bern.

Der Artikel wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/warum-sie-beim-suchmaschinen-marketing-nicht-auf-geruechte-hoeren-sollten.htm
publiziert.

Texten im Internet: So werden die Inhalte gelesen

von Beat Z'graggen

Internetbesucher sind ungeduldig. Wenn sie nicht innerhalb von 6 – 8 Sekunden erkennen, dass sie auf der richtigen Seite sind, ziehen sie weiter. Ausserdem unterscheidet sich das Leseverhalten im Internet in einigen Punkten wesentlich von gedruckten Unterlagen. Deshalb ist es nicht nur wichtig, was Sie sagen, sondern auch, wie Sie es sagen!

Beim Texten im Internet reicht es nicht aus, so wie im Printbereich zu texten. Am Bildschirm wird langsamer und ungenauer gelesen. Dies ist das Ergebnis mehrerer Untersuchungen. Die Lesegeschwindigkeit ist gegenüber Papier um 25 bis 30 Prozent geringer. Nur 16 Prozent lesen einen Text von Anfang bis Ende. Der Inhalt wird ungenauer und unkonzentrierter wahrgenommen, maximal die Hälfte des Textes bewusst aufgenommen.

Die meisten überfliegen den Inhalt lediglich und bleiben bei Schlüsselwörtern hängen, nach denen sie suchen. Informationen, welche ohne Scrollen sichtbar sind, finden besondere Beachtung und die Botschaft, weswegen man die Seite lesen sollte, gehört an den Anfang der Seite.

Mit diesem vierstufigen Aufbau werden Ihre Internettexte beachtet

  • Die Überschrift verrät sofort, um was es geht: Internetleser entscheiden meist schon bei der Überschrift, ob sich das Weiterlesen lohnt. Formulieren Sie diese deshalb so, dass der Leser sofort erkennt, ob ihn der Text persönlich betrifft und welcher Nutzen für ihn drinsteckt.

  • Die Einleitung fasst das Wichtigste des Texts zusammen: Konkretisieren Sie den in der Überschrift angedeuteten Nutzen, indem Sie das Wichtigste des Texts am Anfang kurz zusammenfassen. Sorgen Sie dafür, dass sich die Einleitung vom restlichen Text deutlich absetzt, zum Beispiel durch eine fette Schrift.
  • Der Hauptteil liefert die Detail- und Hintergrundinfos: Bieten Sie ohne Umschweife die Fakten. Zum Beispiel eine Produktbeschreibung oder eine Anleitung. Hier einige Hinweise zum online Texten.
  • Eine Handlungsaufforderung gehört auf jede Seite! Mit der Handlungsaufforderung soll eine Reaktion beim Leser ausgelöst werden. Ob er direkt auf eine Kontakt- oder Bestellseite gelenkt wird, hängt vom Inhalt ab. Letztendlich soll er aber auf dem Auftritt bleiben, bis sie den Leser auf Ihr gewünschtes Ziel hingelenkt haben.

Grundsätzlich müssen Sie bei Texten im Internet drei Fragen beantworten: Warum soll Ihr Leser etwas tun? Diese Frage muss bereits in der Überschrift und Einleitung beantwortet werden. Was soll er tun? Beantworten Sie diese Frage im Hauptteil in Form von Lösungsansätzen. Wie geht er konkret vor? Was soll er als Nächstes tun? Achten Sie darauf, dass jede Seite eine Handlungsaufforderung hat.

Internet Texte werden kaum gelesen. In der Regel werden sie nur überflogen. Machen Sie sich diesen Umstand zunutze, indem Sie Ihre Leser mit Schnellstrassen durch den Text leiten und ihnen die Essenz des Inhalts präsentieren. Wie gehen Sie beim Texten im Internet vor? Verpacken Sie Schlüsselwörter und Nutzenaussagen in folgende Elemente:

  • Haupt- und Zwischenüberschriften
  • Hervorhebungen, wie farbige oder fette Textstellen
  • Aufzählungen
  • Hyperlinks
  • Bildunterschriften

Weitere Tipps, die Ihre Internet Texte leichter lesbar machen

  • Kurze Absätze: maximal fünf bis sieben Zeilen, durch Leerzeilen getrennt
  • Schriftgrösse mindestens 10 Punkt: Arial bzw. Helvetica als Schriftart ist am Bildschirm am besten zu lesen
  • Textbreite maximal 12 cm: Zum Beispiel im Rahmen eines Dreispaltendesigns mit dem Fliesstext in der Mitte
  • Einfache Satzkonstruktion: Vermeiden Sie Verschachtelungen. Ein Gedanke, ein Satz und lieber ein Punkt als ein Komma.

Nachdem Sie Ihre Seiten erstellt haben, überprüfen Sie diese mit der bekannten AIDA-Formel (ergänzt mit Zufriedenheit) und überprüfen Sie dies auch regelmässig mit geeigneter Internet Statistik:

  • Aufmerksamkeit: Erhält die Seite die Aufmerksamkeit der Besucher und kommt Ihre Botschaft in 8 Sekunden an?

  • Interesse: Stimuliert die Seite das Interesse des Besuchers und wird er darin bestärkt, dass er am richtigen Ort ist?
  • Desire (Verlangen): Inspiriert die Seite zu einer Handlung, die den Besucher zu einem Kauf, der Kontaktaufnahme (oder anderer Ziele) führt?
  • Aktion: Ist es für den Besucher offensichtlich und einfach, diese Handlung auszuführen?
  • Zufriedenheit: Stellt die nächste Seite, die der Besucher gewählt hat, ihn zufrieden, indem er genau das erhält, was er will, auf genau die Art und Weise, wie er es will?

Ursprünglich publiziert unter
Texten im Internet: So werden die Inhalte gelesen
Texten im Internet: Diese Fragen müssen Sie beantworten

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