Google Analytics Einfluss auf Suchergebnisse
Habe ich es doch vor 2 Jahren bereits oraktelt – irgendwann wird Google die Erkenntnisse die sie aus Analytics gewinnt für die Suchmaschine nutzen. Logisch oder? Das Terrain dafür wird vorbereitet. Unter dem Titel Google Analytics Data Sharing “darf” der Analytics-Betreiber seine Daten anderen Google-Diensten zur Verfügung stellen.
Neu erscheint bei Oeffnune von Analytics eine gelbe Info-Box:
Google Analytics-Datenfreigabeeinstellungen
Um Ihre Erfahrung mit den Google-Produkten zu verbessern, hat Google Analytics seine Richtlinie für die Datenfreigabe aktualisiert. Sie haben jetzt die Möglichkeit, Ihre Google Analytics-Daten für andere Google-Services freizugeben. Dadurch werden die Integration verbessert, zusätzliche Funktionen im Werbeprogramm von Google (einschließlich Google Analytics, AdWords und AdSense) aktiviert und Ihre Erfahrung mit diesen Produkten verbessert.Drücken Sie “Zustimmen”, um die Datenfreigabe zwischen Google Analytics und anderen Google-Services zu aktivieren. Wählen Sie “Mehr Datenfreigabeoptionen”, um weitere Optionen anzuzeigen.
und wer es genauer wissen will
Was bedeutet Datenfreigabe?
Sie können entscheiden, ob Sie Ihre Google Analytics-Daten für Google freigeben möchten, und haben auch die vollständige Kontrolle darüber, wie Sie sie freigeben. Öffnen Sie die Seite Konto- und Datenfreigabeeinstellungen bearbeiten in Ihrem Konto, um Ihre Daten nur mit Google-Produkten oder anonym mit Google-Produkten und dem Benchmarking-Service freizugeben.Was hat Google mit meinen Daten vor?
Freigegebene Daten werden zur Verbesserung der Services genutzt, die wir Ihnen anbieten, und unterstützen uns dabei, leistungsfähigere Funktionen für Sie zu erstellen. Sobald die Services und Funktionen verfügbar sind, haben nur die Nutzer Zugriff darauf, die ihre Daten für Google freigeben. Die bevorstehende Veröffentlichung des Branchen-Benchmarking und einer erweiterten Version des Conversion-Optimierungstools von AdWords bieten den Kunden, die entschieden haben, ihre Daten freizugeben, bessere Einblicke und Flexibilität.
Google dementiert
Hat die Freigabe meiner Daten direkte Auswirkungen auf das Ranking meiner natürlichen Suchergebnisse, den Qualitätsfaktor der Anzeigen oder die Anzeigenplatzierung?
Die Daten ihrer Website werden nicht dafür verwendet, Ihre natürlichen Suchergebnisse, den Qualitätsfaktor der Anzeigen oder die Anzeigenplatzierung zu beeinflussen. Zusammengefasste Daten mehrerer Kunden werden zur Verbesserung unserer Produkte und Services herangezogen.
natürlich nicht – noch nicht. Schliesslich hiess es ja auch, dass die Analytics-Daten nur gerade “Dir” zugänglich sind. Der Schritt die Daten auch für die Rangierung und Klassifizierung zu verwenden wird in Zukunft gemacht werden. Nichts ist gratis.
Warum sollte ich meine Daten freigeben?
Viele Kunden haben Benchmarking und auf Conversion basierende Werbefunktionen angefordert. Wählen Sie die entsprechenden Datenfreigabeeinstellungen aus, wenn Sie uns dabei unterstützen möchten, unsere Services zu verbessern. So können Sie diese erweiterten Funktionen nutzen, sobald sie verfügbar sind.
aha. Ich werde die Daten noch nicht freigeben. Dazu bin ich wohl zu fest Schweizer (mal luegä cha ja dänn immerno). Man muss Google anerkennen, dass sie die Nutzer fragen. Ich bin auch 100 % überzeugt, dass ich den Schritt machen werde (Schliesslich habe ich doch auch einen französischen Pass – aber eben nur durch Heirat)



Beat Muttenzer schrieb:
Klar kann man der Datenfreigabe für das Benchmarking aus verschiedenen Gründen kritisch gegenüberstehen. Und natürlich soll sich jeder Website-Betreiber überlegen, wem er seine Daten wie zur Verfügung stellt. Und Google täte einmal mehr gut daran, etwas mehr Transparenz herzustellen. Aber obiger Post hört sich IMHO doch eher nach Verschwörungstheorie oder – wie selbst gesagt – Orakel an.
Etwas deutlicher sagt es Timo Aden (Customer Analytics Manager, Google Hamburg) in seinem Blog:
“Es kursierten immer wieder Gerüchte, dass die Nutzung von Google Analytics Einfluss auf das organische Ranking oder die Platzierung der AdWords Kampagnen hätte (beides ausgemachter Blödsinn!).”
Kommentiert am 06-Mrz-08 um 5:48 pm | Permalink
Reto Hartinger schrieb:
Jaja – es haben schon Leute gesagt dass Google nie und nimmer Bidlwerbung machen werden – jetzt sind wir bereits bei Videowerbung. Auf lange frist machen Amerikaner immer das was Sinn macht. Zurzeit macht es noch keinen Sinn – in 3 Jahren schon. Wer geht mt mir eine Wette ein? Spätestens in 5 Jahren sehen wir den Einfluss von Analytics auf die Suchresultate – ich habe nicht nur den Einfluss auf die Suchresultate vor 1 1/2 Jahren angekündigt. Wir sind also voll im Fehrplan.
Die bei Google glauben auch zu wissen was ihr Unternehmen tun wird. Ich habe mit einem Googlemann gewettet das Google Bildwerbung machen wird – er hat die Wette bereits nach 2 von 5 Jahren verloren.
Kommentiert am 06-Mrz-08 um 5:53 pm | Permalink
Lukas Stuber schrieb:
Lieber Reto, diese Wette gehe ich gerne ein (was ist der Einsatz?).
Der Einbau von Analytics-Daten in den Ranking-Algorithmus würde die Rankings notwendigerweise verzerren, da die Kriterien nicht auf den gesamten Datenbestand angewendet werden könnten, sondern nur auf einen Teil. Somit würde Google auf einmal Äpfel mit Birnen vergleichen.
Und der Natural Search ist Googles Kernprodukt: Wenn dort die Qualität nicht stimmt, wandern die User ab, worauf die Einnahmen aus der Werbung – ob jetzt Bild oder Text – sinken würden.
Falls aber Google dennoch einen Weg findet, mit Hilfe von Analytics-Daten die Trefferrelevanz zu verbessern, ist allen gedient, und dann begleiche ich den Wetteinsatz gern.
Den Vergleich mit der Bildwerbung kann ich übrigens nicht nachvollziehen. Im Werbeprogramm sind Googles Rahmenbedingungen und Zielsetzungen denn doch ein bisschen anders als im Natural Search.
Kommentiert am 07-Mrz-08 um 11:13 am | Permalink
Reto Hartinger schrieb:
Heute weiss Google nicht – wieviel Traffic eine Site bekommt. Die Wichtigkeit von einzelnen Unter-Seiten nur über deren Verlinkung ist nicht ausreichend für die wirkliche Relevanz. Das Wissen wann eine Seite Traffic bekommt und wann nicht mehr, steigert die Relevanz auch.
Du siehtst es gibt sehr viele Ansatzmöglichkeiten. Ich möchte mit meinem Post nicht sagen, dass das evil ist – ganz und gar nicht. Es ist aber einfach naiv zu denken, dass Google etwas in Zukunft nicht machen wird nur weil Google sagt sie würden es nicht machen. Wenn es im Interesse besserer Suchresultate ist – wird es Google machen. Wenn Analytics allgegenwärtig ist, haben sie damit einen Konkurrenzvorteil der nicht mehr einzuholen ist.
Ich setze gerne Fr. 200.- oder gar Fr. 500.-, dass Google in den nächsten 5 Jahren Analyticsdaten in die Rankingkriterien einbezieht und/oder Analytics-Daten bzw Erkenntnisse sogar in den Trefferlisten sichtbar macht.
Du kannst Deine Wette gerne nach Deinem Gusto umformulieren
Kommentiert am 07-Mrz-08 um 12:21 pm | Permalink
Reto Hartinger schrieb:
Der Vergleich mit der Bildwerbung kommt nur daher weil es für 99 % der Leute (z.B. auch für Bernie) undenkbar erschien, dass Google das machen würde.
Wir haben das dann während der Verkaufsverhandlungen mit Google nochmals diskutiert (Bernie und ich). Das Argument, dass Google machen wird was Google nützt und dass der Werbemarkt für Branding viel grösser ist als für Performance-Werbung – Google deshalb irgendwann an seine Grenzen stösst, hat bei ihm dann gestochen. Er hat sich sogar noch weiter Gedanken gemacht und hat gesagt, dass Google demnach sogar versuchen wird, den ganzen Werbemarkt zu dominieren – also das System auch auf Print, Radio etc auszudehnen. Das fand ich dann sehr gewagt und habe ehrlich gesagt auch nicht ganz begriffen, wie das Google bewerkstelligen wird.
Google hat 2 Jahre später sogar genau das gemacht: Auktion von Printanzeigen.
Kommentiert am 07-Mrz-08 um 12:27 pm | Permalink
Frank schrieb:
Hi Reto,
glaube nicht wirklich daran, dass Google die Analytics Daten zur Beeinflussung der Suchresultate heranziehen kann oder wird. Dafür ist die Nutzung von Analytics nicht flächendeckend genug & kann nur kleinste Marktausschnitte abbilden.
Ich gehe eher davon aus, das letztlich in erster Linie das Adwords Conversion Tracking durch die Analytics Freigabe verbessert werden soll, bzw. der User unterstützt werden soll, seine Adwords Kampagnen im Zusammenspiel mit Klickpfaden & Landingpage Optimierung effektiver zu gestalten.
Natürlich nicht völlig uneigennützig von den Googlern, da höherer ROI = höherer Werbebudget Einsatz = höhere Adwords Einnahmen …
Wegen Deines Wettvorschlages: auf den Vorschlag aus Deinem Kommentar Nr.4 mit 3 Jahren (statt 5 Jahren, damit es zeitlich überschaubar bleibt – Du orakelst es ja schon seit 2 Jahren ;-)) & 300 Fränkli würde ich mich auch glatt einlassen.
Der Analytics & Ranking Zusammenhang sollte dabei offiziell von Google kommuniziert werden & darf nicht auf “SeOrakel Spekulationen” beruhen.
Wobei ich (falls wir tatsächlich wetten) ggfls. prima fände, den Gewinn an eine gemeinnützige (Datenschutz-)Organisation Deiner/meiner Wahl zu spenden … bei mir wär´s der CCC ;-)
Wäre sinnvoll investiertes Geld, ist zumindest in D steuerlich absetzbar (& kein verbotenes Glücksspiel in der Öffentlichkeit ;-)) & man könnte nen netten Bog-Artikel draus machen, wenn´s denn soweit ist …
Kommentiert am 07-Mrz-08 um 1:18 pm | Permalink
Severin Ulrich schrieb:
Habe gestern meine Anonymisierten Daten freigegeben, sonst kann man das neue Feature für den Branchenvergleich ja scho mal nicht nutzten.. So läuft das halt mit den Daten.. für mehr Funktionen muss man mehr geben..
Jetzt heisst erst mal:
Benchmarking wurde für Ihre Website aktiviert. Daten von anderen Websites, die Benchmarking aktiviert haben, werden jetzt erfasst und kombiniert. Branchenstatistiken werden in diesem Bericht innerhalb von zwei Wochen angezeigt.
Fazit: Für 2 wochen share ich meine Daten mindestens, mal gucken was dabei rauskommt..
Die Umschreibung ist mal wieder ziemlich schwammig, was heisst wohl der letzt Satz?
Aktivieren Sie Benchmarking in Google Analytics, indem Sie Ihre Website-Daten anonym freigeben. Google entfernt alle Daten, die mit Ihrer Website in Verbindung gebracht werden können, kombiniert die Daten mit Hunderten von anderen anonymen Websites in vergleichbaren Branchen und erfasst Gesamttrends im Benchmarking-Service. Google verwendet diese Daten außerdem anonym zur Verbesserung unserer Produkte und Services.
Kommentiert am 07-Mrz-08 um 4:20 pm | Permalink
Lukas Stuber schrieb:
@ Reto: Naturalien sind mir lieber – ein Nachtessen irgendwo im Bereich des von Dir erwähnten, der Wettsieger wählt den Ort?
Dass Google nicht weiss, wie viel Traffic eine Site bekommt, stimmt nicht: Toolbar, Such-Sessions, Surfen nach einloggen in den Google Account… damit dürfte eher eine kritische Datenmasse zusammenkommen, als wenn man isolierte Analytics Accounts auswertet.
Time will tell.
Kommentiert am 07-Mrz-08 um 4:50 pm | Permalink
Reto Hartinger schrieb:
du hast recht lukas –
nehme dein vorschlag an – gewinner wählt aus
Kommentiert am 07-Mrz-08 um 6:06 pm | Permalink
Google AdSense und die Opt-In-Sache | Google AdWords | Suchmaschinenmarketing Blog von Angelink yourposition schrieb:
[...] in Google Analytics kürzlich das Data Sharing Feature lanciert wurde, gabs Diskussionen, auch hierzulande, und die Art und Weise, wie Google dabei den Opt-In-Prozess gestaltet, wurde schon mehrfach mit [...]
Kommentiert am 28-Mrz-08 um 10:14 am | Permalink
Hallo gläserner Surfer, diese Website nutzt nun google Analytics « Tobi goes Web 2.0 schrieb:
[...] http://blog.internet-briefing.ch/2008/03/06/google-analytics-einfluss-auf-suchergebnisse/ [...]
Kommentiert am 26-Nov-09 um 10:00 pm | Permalink
Lukas Stuber schrieb:
Lieber Reto. Unsere Wette läuft noch ca. 3 Jahre. Im Augenblick sieht es gut aus für mich: http://www.youtube.com/watch?v=CgBw9tbAQhU
Kommentiert am 05-Feb-10 um 9:10 am | Permalink