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Desaster: Daten verloren – ich bin handlungsunfähig

von Reto Hartinger

Es passiert ja immer nur den Anderen. So blöd kann man doch nicht sein etc. Ja, ja ich gebe es zu – mir ist der Supergau passiert. Ich habe ein Macbook das schon lange spinnt und habe den Techniker kommen lassen um alles wieder ins Lot zu bringen – schliesslich gehe ich ja wieder in die Ferien. Da ich sehr unter Druck war – habe ich in den letzen 2 Wochen keine Datensicherung gemacht. So – der Techniker hat auf meinem alten gut funktionierenden MacBook das neue System 10.4 installiert. Das dauert halt seine Zeit – ich wollte, dass man gleich danach erst die Daten vom neuen (spinnenden) MacBook auf das Alte überträgt, bevor das neue MacBook repariert wird. Nö – weil er sonst rumgesessen wäre, hat er gleich begonnen den alten Harddisk auszubauen und den neuen grösseren Hardisk in einzubauen. Ja – leider kann seit diesem Zeitpunkt nicht mehr auf die Daten dieses Laufwerks zugegriffen werden. Pech – 2 Wochen Daten futsch – viele Anmeldungen für das Internet Briefing @ Bern – haufenweise Zahlungseingänge und Membermutationen im Nirvana. Meine E-Mails – nicht mehr da. Mit jeder Stunde sehe ich, was ich alles nicht mehr machen kann. Der Techniker versucht verzweifelt, die Daten noch zu retten. So lange kann ich keine Daten mehr verarbeiten.

Software as a Service als Lösung?
SaaS wäre doch die Rettung. Das ist mir bewusst und deshalb habe ich tatsächlich auch alle Mails immer auf GMail umleiten lassen. Mir fehlen jetzt aber meine geschriebenen Mails. GMail ist eben weniger bequem zum Mails schreiben als das Mac-Mailprogramm. Inskünftig werde ich aber immer mehr auf gehostete Services setzen.

Hosting als Lösung?
Tja – vor 2 Monaten wollte ich meine Filemaker-Datenbank eigentlich gehostet über das Internet zugänglich machen. Heute bereue ich, dass ich diesen Schritt nicht gewagt habe. Trotzdem – das setzt voraus, dass ich immer einen schnellen Internetzugang habe, verteuert die Sache auch ziemlich. Wie sieht es mit der Garantieleistung aus? SaaS-Dienste haben auch ihre Maken – z.B. wer garntiert mir, dass ich immer Zugang habe? Böses habe ich ja bereits mit Yahoo und Facebook erlebt: Zugang verweigert, Passwort geändert etc.

Automtisches Onlinebackup
Wäre vielleicht auch eine Lösung – wer bietet das für Macintosh an? VTX ist am Abklären. Wie einfach ist das Zurückspielen, Wiederherstellen der Daten tatsächlich? Was passiert von Unterwegs – in einer anderen Zeitzone, mit weniger Power?

Daten aus der Steckdose – so einfach ist das noch nicht. Wie löst ihr das Problem?


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16 Kommentare zu “Desaster: Daten verloren – ich bin handlungsunfähig”

  1. Denis schrieb:

    mit Time Machine.

  2. Cyrill schrieb:

    Ui, ui… soll ich mich hier und jetzt tatsächlich als Semi-professional outen?

    Aber eigentlich ist es recht einfach: Ich aktualisiere wöchentlich mein Image und synchronisiere täglich meine wichtigsten Ordner des Desktops mit dem Noteboock. Dies ist eh unumgänglich, da ich viel unterwegs bin bzw. verschiedene Arbeitsplätze habe. Klar es gäbe online-Lösungen, aber eben, so richtig angefreundet habe ich mich noch mit Keiner und ich brauche die Daten auch im Zug. Höre ich Aufschreie? Bin gespannt, was hier sonst noch zusammen kommt :-)

    Übrignes, zum Thema Thema “E-Mail Archivierung – ist das nötig” gab es an der Berner topsoft ein Referat von Hr. Peter Brossi. Das PDF zum Referat steht registrierten Usern kostenlos zum Download zur Verfügung: Link: http://www.topsoft.ch/de/fachmesse/fachreferate/download_unterlagen.html

  3. Simon Künzler schrieb:

    oha, ich weiss, wie es ist, wenn man Daten verliert….

    wir nutzen folgende “systeme”

    Daten: Verwaltung und BackUp mit Synology
    Mails: alles über IMAP (!), BackUp ebenfalls über Synology

  4. Rafael schrieb:

    Ich benutze 3 Macs in 3 Büros. Ich habe die über meinen .mac-Account miteinander verbunden und es gibt eine tägliche Synchronisierung oder wie das heisst. Datensicherung brauche ich deswegen keine, denn es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass alle 3 Maschinen gleichzeitig ausfallen. So habe ich immer Zugang zu all meinen Arbeiten, Daten etc. Dazu benutze ich Salesforce für die Korrespondenz mit den Geschäftspartnern und diese Daten sind ja von SF doppelt und dreifach gesichert. Bei den Mails habe ich das mit IMAP voll im Griff, würde nie was anderes machen. Das letzte Backup habe ich 1994 von meinem IBM gemacht, mit dem habe ich dann meinen ersten Mac gefüttert und seither das Wort und die Tätigkeit vergessen….ob .mac auch Filemaker etc. synchronisieren kann weiss ich aber nicht….

  5. Reinhard schrieb:

    Reto, mein Vista-Laptop spinnt nicht, macht aber jeden Freitag ordentlich sein Backup auf externe Festplatte. Demnächst gibt es den Windows Home Server, da kannst Du auch grössere Datenmengen speichern, teilen und per Backup sichern! Viel Erfolg!!!!!

  6. Berni schrieb:

    Mein Beileid.

    Kleiner Tipp wegen den gesendeten Emails: Du kannst auch outgoing email via gmail routen und dann ist alles kombiniert archiviert. smtp.gmail.com, ssl einschalten und mit dem gmail account einloggen.

  7. Severin Ulrich schrieb:

    Gigabank.de wär vielleicht was für dich, hosted im Swisscom Datacenter. Ob Mac bereits supported wird weiss ich nicht, bei Windows gibts einfach ein neues Laufwerk.

    Super finde ich, dass Sie WORM (write once read many) Medien einsetzten, was bedeutet, dass einmal geschriebene Daten nicht mehr verändert oder gelöscht werden können – auch von denen nicht. Glaub aber nicht das das CD-Rohlinge sind ;)

    Link mit Provision für mich: http://partners.webmasterplan.com/click.asp?ref=110710&site=5056&type=text&tnb=7
    Normaler Link ;): http://gigabank.de

    Gruss
    Severin

  8. Severin Ulrich schrieb:

    https://www.gigabank.de/ (scheint ohne www nicht zu gehen)

  9. Arthur Hefti schrieb:

    Wir benutzen Google Apps. Mit Premium Edition werden deine Mails bis 3 Monate archiviert. Mit den Zusatzdiensten von Postini kannst du für relativ wenig Geld deine Mails bis zu 10 Jahren aufbewahren ohne dass sie verändert werden können.
    Senden und Empfangen der Mails über Gmail und deinen bevorzugte Email Client.

  10. Martin Landolt schrieb:

    Für solche Fälle überlegen wir uns gerade den Dienst von http://www.datatrust.ch oder den von Gigabank zu abonnieren. Aber bis jetzt noch niemand gefunden, welcher darüber irgendwelche Referenzen dazu geben könnte.

    @Severin: Wie zufrieden seit ihr mit gigabank? Und habt ihr den Dienst bei datatrust auch ins Auge gefasst?

  11. Peter Hogenkamp schrieb:

    Eben erst entdeckt, sorry to hear.

    Wir (Blogwerk) haben fast alles im Web. E-Mails bei Google Apps, CRM bei Highrise, die meisten Dokumente im Wiki.

    Lokal habe ich nur noch lange Dokumente in Word (die würde ich aber gern aufs Wiki zügeln, Liip hat einen Hack programmiert, mit dem sie Wiki-Dokumente in Confluence im Firmenlayout ausgeben können), Spreadsheets und Präsentationen. Dafür eben Time Machine, wie oben schon erwähnt. Mich nervt nur das Rattern der USB-Harddisk, aber Time Capsule ist mir zu teuer.

    Gmail ist eben weniger bequem zum Mails schreiben als das Mac-Mailprogramm.

    Das stimmt meiner Meinung nach nicht, das ist eine reine Übungssache. Ich lade zwar meine Mails runter, damit ich sie auch lokal habe, habe auch mail.app probiert, aber bin wieder zurückgekehrt. Ich möchte mit nichts anderem mehr mailen als mit Gmail. Es ist paradoxerweise schneller als ein lokaler Client.

  12. Reto Hartinger schrieb:

    Seit gestern denke ich über Virtualisierung nach. Also gleich alles – auch Programme nicht mehr lokal und mit dem Komfort des eigenen Rechners, von überall her. OK, Interentanschluss muss sein.

    Wer hat da Erfahrung? Meinung?

  13. ThomasK schrieb:

    Eine Sparte herausgegriffen:
    Leider dürfte das noch sehr lange dauern, bis man eine echt brauchbare PrePress Umgebung online abbilden kann.
    Nicht nur die Redaktion — auch Bilddaten, Azeigenarchive etc.. und das auch so, dass es mit sämtlichen Schriften, Druckkennlinien, Farbprofilen, Druck- und Exporteinstellungen wie im Schlaf klappt.

    Im Moment — so meine bescheidene Einsicht — ist wohl FTP oder auch DynDNS geeignet für verteiltes Arbeiten in der Druckvorstufe. Mit einem zentralen Redaktions-Server.
    Und schön mühseelig an alle Clients gebrachten Schriften, Einstellungen etc pp…

    Wobei auch das nur teilweise Sinn macht in der Vorproduktion z.B. von Sonderseiten.

    Denn:
    Es ist absolut nicht zu unterschätzen, wie wichtig es ist, im selben Raum zu sitzen.

    Da geht es nicht um Bedienung von Software sondern oft um reines Improvisieren und dazu ist der Blick und Notizen bzw Markierungen auf das gute alte Papier, das an der Wand hängt, unverzichtbar…
    Spätestens dann, wenn es kurz vor Zapfenstreich (wenn die meisten Seiten stehen) heisst: “der Kunde hat seine halbseitige Anzeige leider im Hochformat statt wie bestellt quer geliefert”…

  14. ThomasK schrieb:

    PS: viel Glück beim Recovern, Reto!

    Bin mir sicher, dass es Dich samt sämtlicher Dokumente bald nur noch in zwei Modi gibt: komplett on oder shut-down :-)

  15. martinkast schrieb:

    Reto, keep it simple: Post-it auf dem MacBook Deckel mit “Habe ich mein backup heute schon gemacht?” :-)

  16. ThomasK schrieb:

    Eine Frage zum Thema:

    Kennt jemand zufällig ein Tool (am besten Serverseitig LAMP) mit dem man seine ganzen Postings also Kommentare in Blogs, Foren, Social-Network Profilen gescheit indiziert verwalten kann?

    Ich sehe hier einen Bedarf sozusagen unterhalb der Dokumenten-Ebene…

    Was sehr sehr schmackhaft wäre, wäre ein Verwalten von Links, die man setzt. :)

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