Goldbach kauft orange8
Die Bieler Internetagentur orange8 (die übrigens mit der gleichnamigen Mobiltelefoniefirma nichts zu tun hat – hallo Mike Schwede, kleiner Scherz, die gut abgestandenen sind eben die besten), wurde heute verkauft an den Vermarkter Goldbach Media, wie diverse Online-Medien berichten (das «Bieler Tagblatt» am ausführlichsten).
Eine interessante Entwicklung, denn sicherlich kann man nicht nur gegenseitiges Cross-Selling machen, sondern Goldbach hat nun auch eine Agentur im Haus, die ihre Vermarktungsideen auch gleich umsetzen kann. Und vermutlich wollte orange8 schon lange mal nach Zürich, denn von Biel ist es ja doch ein ganzes Stück zu fahren.
«Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart», heisst es immer so schön. Wir schalten daher jetzt um zu Reto Hartinger, der hier für uns, exklusiv und im kleinen Kreis, sicher eine gute Schätzung über den Kaufpreis abgeben wird. (orange8 hat 30 Mitarbeiter und hat seinen Umsatz 2007 um 37% gesteigert, aber man weiss nicht, auf welchen Betrag. Was schätzen wir? 4 Millionen?)



Thomas Lang schrieb:
4 Mio Umsatz oder Kaufpreis? Denke, Du gehst von zweitem aus. Aber ich bin mal gespannt auf Retos Einschätzung.
Goldbach hat mit Orange8 sicher eine sehr gute Wahl getroffen und es wäre schön, die Orangen öfters in Zürich antreffen zu dürfen.
Kommentiert am 24-Apr-08 um 9:03 pm | Permalink
Peter Hogenkamp schrieb:
Ich ging von Umsatz aus. Kaufpreis könnte aber ähnlich sein.
Kommentiert am 25-Apr-08 um 9:25 am | Permalink
Thomas Lang schrieb:
Ich schätze den Umsatz etwas höher ein – aber warten wir doch auf Retoooooo! Ist der noch in den Ferien und badet seine Füsse in der Südsee?
Kommentiert am 25-Apr-08 um 9:33 am | Permalink
Reto Hartinger schrieb:
ha – ich hatte tatsächlich 4 tage kein internet und keinen computer – im schönen sosoua (man hére, das erste Mal) habe ich die Füsse ins Wasser gehalten (in ein all inclusve Hotel – bitte nicht weitersagen).
Zum Preis kann ich ganz präzsise sagen – es war zu wenig (für den Verkäufer – ja stimmt, ist immer so). Tatsächlich kenne ich die Metrics in diesem Geschäft weniger. Schätze Mal, dass es x Mal den Gewinn war. Das X wird von der Notwendigkeit eines Verkaufs (war hier wohl nicht der Fall) und der Konjunktur (die stimmt geradenoch) und der Phantasie des Käufers zusammen. Wichtig ist auch, ob die Firma ein gutes Wachstum aufzeigen kann (vor allem beim Gewinn), dann ist das KäuferX grösser. Mike wird aber sicher keinen schlechten Preis bekommen haben – aber so wie ich die Goldbach-Jungs kenne, ist die Währung grösstenteils in Aktien. Sie haben wohl beide Ihre letztjährigen Bilanzen verglichen (das +X Gewinn angeschaut) und dann konnte jeder sehen, wie sich der Firmenwert wohl entwickelt. So hat auch der Käufer mächtig mit seinem PhantasieX gespielt.
Ich war ja eigentlich nie sehr positiv für die Goldbach Aktie, musste mich aber eines Besseren belehren lassen. Jetzt gilt nur noch die Frage zu klären – wie lange müssen die Orange9-Jungs die Goldbach-Aktien behalten.
Kommentiert am 28-Apr-08 um 1:33 am | Permalink