Wenn Du einen Blick in die Statistik Deiner Adwordskampagne wirst, stellst Du fest, dass nur wenige Keywörter wirklich gutes Geld abwerfen. Tja, von denen gibt es leider zu wenig Suchabfragen. Es gibt aber Tricks, wie Du mehr Keywörter zu Cash-Cows machen kannst. In unserem nächsten Internet Briefing gehen wir darauf ein.
Lukas Stuber vermittelt grundlegendes Know-how, wie Google Keywords und Klickpreise behandelt und diskutiert die zentralen Punkte einer AdWords-Kampagne von Buchung über Keyword- Definition und Anzeigentexten bis hin zum möglichen Benefit für SEO-Massnahmen. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis verdeutlicht er, wie ein allzu blindes Vertrauen in die Google-Mechanismen die Performance einer AdWords-Kampagne beschädigen kann. Vieles wird einfach automatisch von Google gemacht, ohne dass Dich Google informiert. Du musst bewusst unnütze Dinge ausschalten, um die Performence zu erhöhen. Lukas stellt uns 10 solcher sogenannter Fallen vor, die uns Google stellt:
Die Buchungsfalle: zu breite Streuung Ohne den Werbekunden darauf hinzuweisen, werden AdWords-Kampagnen per Default auch ausserhalb von Google selber eingeblendet. Die Folge: stark gesteigertes Volumen, stark verringerte Performance.
Die Tagesbudget-Falle: unkontrollierter Budget-Einsatz Werbekunden führen oft nur wenige Kampagnen parallel, oder stecken gleich ihr ganzes Budget in eine einzige AdWords-Kampage. Resultat: tendenziell schlecht performende, aber volumenstarke Begriffe absorbieren den grössten Teil des Budgets.
Die Keyword-Falle: 90% der Klicks erfolgen über nie gebuchte Keywords Wer ein Keyword bucht, bucht im Schnitt 9 weitere gleich dazu, ohne dass er davon weiss: Googles Behandlung von weitgehend passenden oder verwandten Begriffen sowie die Berücksichtigung individueller Suchhistories führt dazu, dass ein Werbekunde Klicks für Begriffe berappt, von denen er keine Ahnung hat.
Die Messfalle: Google legt die tatsächlichen Suchbegriffe kaum offen Dieses Wissensdefizit (s. Punkt 3) geht darauf zurück, dass Google die entsprechenden Informationen, welche Suchbegriffe zu Klicks geführt haben, weitgehend unterdrückt, resp. nur sehr umwegig liefert. Wer deshalb seine Google-Kampagne nur mit Google-Tools misst, misst Mist.
Die Textfalle: Schreibfehler en masse Eines der mächtigsten Instrumente zur Performance- Steigerung einer Kampagne sind die «Embedded Keywords» ? die Möglichkeit, den konkreten Suchbegriff gleich live in den Anzeigentext einbinden zu lassen. Folge in der Praxis: Selbst weltbekannte Brands werben orthographisch falsch.
Die AdSense-Falle: Wer Googles riesiges Partnernetzwerk bewusst einsetzen will (vgl. auch Punkt 1), verwendet zumeist die selben Anzeigengruppen, Anzeigen, Texte und Keyword-Listen, die für AdWords definiert worden sind. Mit fatalen Folgen: Die Google-Software die für kontextsensitive Einblendungen im Content-Netzwerk sorgen soll, wird dadurch höchlichst verwirrt, was die Kampagnen-Peformance senkt.
Die Quality-Falle: wer zu breit wirbt oder unsauber verlinkt, bezahlt zu viel pro Klick Für die Berechnung der Einblendposition und des Klickpreises bezieht Google den so genannten «Quality Factor» mit ein, der unter anderem berücksichtigt, wie relevant die Zielpage für den jeweils beworbenen Suchbegriff ist. Wer folglich allzu euphorisch Begriffe bucht, die nur peripher mit dem Content der beworbenen Website zusammenhängen, oder wer sich um keyword-sensitive Verlinkung nicht schert, bezahlt zu viel pro Klick.
Die SEO-Falle: AdWords-Kampagnen liefern Marktforschungsdaten ? doch kaum einer nutzt sie. Wer Google AdWords einsetzt, betreibt Marketing und Marktforschung zugleich: Kaum ein anderes Instrument liefert so viele und so wertvolle Daten zum Userverhalten, zur Denkweise meiner Zielgruppe und zu den Inhalten meiner Website. Doch nur selten werden diese Erkenntnisse auch auf die Inhalte einer Website umgemünzt: Dank AdWords liesse sich viel effizienteres SEO betreiben, was zugleich ? siehe Punkt 7 ? Klickkosten sparen würde.
Fazit: es läge noch sehr viel mehr drin. Die Fehler, die im Zusammenhang mit AdWords-Kampagnen begangen werden, sind Legion. Teils hängen sie mit Mechanismen zusammen, die Google zu wenig offen legt, teils mit der Unkenntnis der Werbetreibenden, wie das Instrument zu benutzen ist. Die Begeisterung für Google AdWords ist grundsätzlich berechtigt ? aber es läge noch viel mehr drin.
Es würde mich freuen, wenn du bei diesem Treffen auch dabei wärst und mitdiskutieren würdest.
Infos und Anmeldung
Die AdWords-Falle: Was Google Dir nicht sagt und Geheimnisse für erfolgreichere Kampagnen
03.06.2008 17.30-20.00 anschliessend gemeinsames Abendessen
Zunfthaus zum Grünen Glas, Zürich