von Reto Hartinger
Microsoft bringt gerademal alle 5 Jahre ein neues Betriebssystem heraus. Neues? Mein Bruder meinte, dass Windows Vista ihm eignetlich nicht wirklich etwas Neues bringe – nur Ärger, weil Altes neu versteckt wurde. Ja so ist es mir beim Umstieg von MacOs 9 auf X auch ergangen. Einen Monat lang habe ich täglich geflucht. Ich kann den Frust der Zwangs-Vista-User verstehen.
Immer mehr Firmen sagen, dass sie Vista nicht einsetzen werden und Private wollen es eigentlich auch nicht. Wäre Micorosoft kein Monopolist, der Untergang drohte. Was passiert, wenn das nächste Betriebssystem auch wieder flopt? Geht den Betreibssystembauern die nützlichen Ideen aus. Apple hat angekündigt, dass ihr nächstes Betriebssystem gar keine neuen Features haben werde. Wenigsten warten wir darauf nur 1 Jahr.
Kann es auch sein, dass in 5 Jahren Betriebssysteme überhaupt nicht mehr wichtig sind? So wir dann sozusagen alles über das Internet erledigen. Ich tendiere für diese Option. Was genau macht ein Betriebssystem? Drucken, Files verwalten, Kopieren, speichern, RAM-Verwaltung, etc. Ausser Drucken alles Dinge die uns im Internetzeitalter abgenommen werden und für die RAM-Verwaltung brauchen wir kaum neue Features. Datensicherung überlassen wir eh dem ASP-Dienst und Drucken wird nicht das grösste Problem sein, das macht Adobe eh und nicht Microsoft. Welches tolle Feature rettet das Betriebssystem? Was mein ihr?
von Beat Z'graggen
Suchmaschinenwerbung hat weiterhin einen, im Vergleich zu klassischen Werbemassnahmen, hervorragenden Return on Investment (ROI). Dies obwohl weltweit gesehen die Kosten ständig steigen. Während der ROI aber für Suchmaschinenwerbung den Zenit erreicht, nimmt er für die Suchmaschinenoptimierung weiter zu.
Die Firmen, welche aber ihre Statistiken im Griff haben, verdienen nach wie vor sehr gut – sowohl mit Suchmaschinenwerbung wie auch mit der Suchmaschinen Optimierung. Bei einer Umfrage von gegen 2000 Vermarktern stellte sich aber heraus, dass der ROI aufgrund der steigenden Kosten bei der Suchmaschinenwerbung tendenziell rückläufig ist, während er bei der Suchmaschinen Optimierung weiter zunimmt (oder zumindest besser gemessen wurde).
Bei den Resultaten muss allerdings berücksichtigt werden, dass bei der Umfrage besonders viele Teilnehmer aus den USA mitgemacht haben, wo die Kosten noch einiges höher sind als in Europa. Aber auch wir hatten bereits vor Jahren ähnliche Ergebnisse erhalten (siehe z.B. Marketingkosten pro Bestellung bei Suchmaschinen Marketing am tiefsten! oder 90 % des Umsatzes mit CHF 3000 ausgelöst).

MarketingSherpa macht seit Jahren solche Befragungen und die Veränderungen sind doch markant. Im Vergleich zu den Vorjahren hat vor allem der Anteil derjenigen abgenommen, welche angeben, den ROI für Suchmaschinen Optimierung nur schwer messen zu können. Dies dürfte vor allem daran liegen, dass mehr Firmen auf eine gute Internet Statistik achten und Ihr Controlling ausbauen.
Aber auch die Suchmaschinenwerbung hat immer noch einen sehr guten ROI. Der Anteil derjenigen, welche angaben, dass Suchmaschinenwerbung einen guten ROI aufweist, hat weiter zugenommen.
Dieser Artikel wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/suchmaschinenwerbung-im-vergleich-zur-suchmaschinen-optimierung-immer-teurer.htm
publiziert.
von Thomas Lang
Neckermann Schweiz vermeldet via Pressecommuniqué das Ende des Kataloges. Der Versandhändler will sich in der Schweiz zu 100% auf das Online-Geschäft konzentrieren. Was bei meinem Vortrag im Internet-Briefing vom vergangenen Oktober noch zu Diskussionen führte (Votum: “die grossen Verlierer sind die Versandhändler“), scheint nun Konsequenzen und Reaktionen zu zeigen (warNeckermann auch im Saal? ;-)
Das Onlinesortiment von Neckermann Schweiz soll über 115′000 Artikel enthalten. Gem. Mitteilung werden online bereits 55% des Umsatzes generiert.
Der Leiter Marketing & Kommunikation, Martin Gittel, will mit Neckermann zum führenden Schweizer Versandhändler werden und erklärt:
“Wir sind der Überzeugung, dass die Zukunft des Schweizer Versandhandels im Internet liegt.”
Damit übernimmt die Schweiz innerhalb der Neckermann-Gruppe eine Vorreiterrolle und setzt als erste Ländergesellschaft zu 100% auf das Internet.
Strategisch ist dieser Schritt absolut nachzuvollziehen. Der Ende 2007 neu gebaute Onlineshop überzeugt auch bzgl. Funktionalität und SMO.
(Erweitertes Crossposting)
von Reto Hartinger
Wir ziehen um, nö nicht alle 600 Mitglieder des Internet Briefings, nur meine Wenigkeit
Reto Hartinger
Internet Briefing
Luegislandstrasse 591
8051 Zürich
Telefon 044 310 31 40 / 044 310 31 41
Mailadresse: insider@vtx.ch
Bitte ab sofort diese Adresse benutzen
von Reto Hartinger
Was er anpackt hat Erfolg, ok, nicht immer wie Peter Schüpbach zugibt. Aber sein Leistungsausweis ist beeindruckend. XING (Börsengang) StudiVZ (Verkauf), Geneva Logic (Verkauf) und jetzt auch noch der Verkauf von Plazes an Nokia. Selbstverständlich habe ich viel unterschlagen, die Liste ist so lang wie sie beeindruckend ist. Peter ist fast immer auch operativ tätig, legt also selber Hand an wo nötig. Peter ich gratuliere Dir, es ist einfach zu investieren, aber es ist nicht einfach mit Investments Geld zu verdienen. So beurteile man einen Investor nicht an seinem Portfolio sondern an seinen Exits und da ist Peter zurzeit nicht zu schlagen.
von Reto Hartinger
Schon lange beachte ich keine Mail mehr von Paypal – zuviele phising Mails haben mir den Spass verdorben. Also benutze ich Paypal auch nicht (mehr). Jetzt geht dasselbe auch für Google Adwords los. Ein ziemlich gutes Mail erreicht mich:
Dear Advertiser,
We were unable to process your payment.
Your ads will be suspended soon unless we can process your payment.
To prevent your ads from being suspended, please update your payment information.
Please sign in
to your account at http://adwords.google.com/select/login,
and update your payment information.
We look forward to providing you with the most effective advertising available.
Thank you for advertising with Google AdWords.
————————————————-
The Google AdWords Team
Gerade der Link macht einen guten Eindruck – doch der Absender:
Von: adwords-noreply@google.com
Betreff: Please Re-activate your account.
Datum: 20. Juni 2008 02:11:38 GMT+02:00
An: (meine eMailadresse)
Antwort an: firaskas@yahoo.com
verrät das phishing. Wieso sollte man Google an eine yahoo Adresse antworten können? Vor allem wenn oben noch adwords-noreply im Absender steht.
Die Seite sieht dann absolut professionell und von Google gemacht aus. Url: http://www.adwords.google.com.sesson1ws.cn/select/Login/
Da kann ich ja auch nichts Böses vermuten. Firefox 3.0 macht mich allerdings aufmerksam:
Vermuteter Web-Betrug
Diese Website ist gemeldet als Seite, die erstellt wurde, um Anwender dazu zu brinen, persönliche bzw. finanzielle Daten preiszugeben. Falls Sie hier persönliche Daten eingeben, müssen Sie mit Identitätsdiebstahl oder sonstigem Betrug rechnen.
User-Feedback oder die kollektive Intelligent helfen. Bravo! Dennoch, solche Mails untergraben den Markenwert.
von Reto Hartinger
Nie mehr werden die Franzosen gegen die Italiener im Fussball verlieren, habe ich gross angekündigt und Frankreich und Portugal als Finalisten gesetzt. Es kam wie es kommen musst, von Fussball habe ich eh keine Ahnung (meint Rafi).
Es ist nicht die völlig dämliche Aufstellung und Ausrichtung des Teams. Auch nicht das Fehlen von Zizou (die Bleus haben Italien ja auch schon ohne ihn geschlagen) Der wirkliche Grund des schlechten Abschneidens der Franzosen fand bereits vorher statt und zwar in unserem Haus. Meine Frau, sie versteht noch weniger von Fussball als ich, hatten den französischen Schoggi-Kuchen gebacken. Der ist so raffiniert wie die Spielweise der Franzosen, meint sie. Wer gut hinguckt sieht – der blöde Kuche ist abverheit und damit auch die Spielweise der Bleus. Hier der Beiweis im Internet unter Fans kochen für Fans (wahrscheinlich nur noch heute dort). Ich hoffe ihr seid mir gnädig und meine Frau wird beim nächsten Internet Briefing nicht ausgepfiffen oder mit Tomaten beworfen.
von Daniel Niklaus
In vielen Seminaren frage ich die Leute: “wer mag Hover Ads – die Banner, welche über die Webseiten gelegt werden?” Noch NIE hat irgendjemand sich gemeldet. Im Gegenteil, alle finden diese Form der Werbung doof. Nur eine Marketingperson schwärmte von der Klickrate – sie hat bis heute nicht herausgefunden, dass die meisten Klicks erfolgen, weil die Leute das Banner wegklicken wollen.
Ich frage mich an dieser Stelle, wer muss geschlagen werden:
- Die Plattform, welche ihren Besuchern einen solchen Mist zumutet?
- Der Werbemittler, welcher den Kunden eine Werbeform vermittelt, über die sich die Kunden nerven?
- Die Agentur, welche schlechte Werbeformen entwickelt?
- Oder der Auftraggeber, welcher solchen Unsinn zulässt?
von Daniel Niklaus
Über 5.6 Milliarden geben wir in der Schweiz für Werbung aus. Wenn wir uns die Aufteilung ansehen, können wir entweder nicht rechnen oder die Branche schläft.
Wie kann es sonst sein, dass wir mehr als 200 Millionen in Print Adressverzeichnisse & Co. investieren. Aber für Internetwerbung wenig mehr als 50 Millionen ausgeben? Fragen Sie mal in ihrem Freundeskreis; “wann hast du das letzte Mal ein klassisches Telefonbuch oder Adressverzeichniss in den Händen gehabt?” Und dann; “wann warst du das letzte Mal auf tel.search.ch oder directories.ch?”
Und wie kann es sonst sein, dass wir 2′400 Millionen in Printwerbung stecken und nur wenig mehr als 50 Millionen in Internetwerbung investieren, während wir pro Tag nur 32 Minuten Print konsumieren, dafür aber schon 44 Minuten im Internet surfen?
Können wir jetzt nicht rechnen oder schläft die Online-Marketingbranche in der Schweiz?
von Reto Hartinger
Eine schlechte Nachricht für den Online-Werbemarkt: Yahoo und Google machen gemeinsame Sache bei der Vermarktung von Onlinewerbung. Damit hofft Yahoo pro Suchabfrage und Pageview auf Themenseiten mehr zu verdienen. Für Google und Yahoo eine gute bzw. sehr gute Sache. Für Werbeauftraggeber schlecht. Gerade bei einem Auktionssystem ist Verknappung des Angebots der Preistreiber schlechthin. Es ist damit zu rechnen, dass gerade bei guten Keywords die Preise nochmals steigen aber auch dass Yahoo auf den weniger guten Begriffen deutlich mehr verdient.
Mit Doubleclick hat Google auch für Bannerwerbung ein Tool bereit, ob DART auch ein Trumpf in der Allianz ist?
Ebenfalls in den Deal einbezogen wurde, dass Yahoo seinen Instant Messenger mit jenem von Google compatibel macht (ein Zeichen, dass sie die Allianz gegen Microsoft richtet).
Ob Microsoft das Kartellamt zur Hilfe ruft? Sie sind ja dort selber Dauergast.