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Schweizer können nicht rechnen – oder die Online-Marketingbranche schläft

von Daniel Niklaus

Über 5.6 Milliarden geben wir in der Schweiz für Werbung aus. Wenn wir uns die Aufteilung ansehen, können wir entweder nicht rechnen oder die Branche schläft.

Wie kann es sonst sein, dass wir mehr als 200 Millionen in Print Adressverzeichnisse & Co. investieren. Aber für Internetwerbung wenig mehr als 50 Millionen ausgeben? Fragen Sie mal in ihrem Freundeskreis; “wann hast du das letzte Mal ein klassisches Telefonbuch oder Adressverzeichniss in den Händen gehabt?” Und dann; “wann warst du das letzte Mal auf tel.search.ch oder directories.ch?”

Und wie kann es sonst sein, dass wir 2′400 Millionen in Printwerbung stecken und nur wenig mehr als 50 Millionen in Internetwerbung investieren, während wir pro Tag nur 32 Minuten Print konsumieren, dafür aber schon 44 Minuten im Internet surfen?

Können wir jetzt nicht rechnen oder schläft die Online-Marketingbranche in der Schweiz?


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7 Kommentare zu “Schweizer können nicht rechnen – oder die Online-Marketingbranche schläft”

  1. Lukas Stuber schrieb:

    Ich glaube: Ein Teil ist Schlaf, ein anderer Teil sind die falschen Zahlen, die wiederum den Schlaf befördern.

  2. Dani Niklaus schrieb:

    Siehste Lukas, du hast schon eine gute Antwort: die Schweizer können nicht rechnen. Es fehlen Zahlen, womit wir dazu kommen, dass die Online-Marketingbranche in der Schweiz schläft…

    Man bedenke, das TV rechnet ihre Einschaltquoten mit ein paar hundert Geräten die in den Haushalten stehen hoch. Von Marketing versteht unsere Branche offenbar wenig.

  3. Lukas Stuber schrieb:

    Ich glaube, es hapert auch mit Lesen: Dort, wo diese 50 Mio. ursprünglich stehen, steht zugleich auch, das sei dann übrigens nicht alles. Bloss werden diese 50 Mio. schon so lange zitiert, dass es mittlerweile jeder glaubt. Und dass Google Schweiz seine Zahlen nicht bekanntgeben darf, hilft halt auch nicht weiter.

  4. Daniel Niklaus schrieb:

    Es hapert überhaupt nicht am lesen. Solange es keine anderen Zahlen hat, ist es nicht seriös Neue zu nennen. Und genau das ist der Punkt, die Onlinebranche schläft und belässt es bei den 50 Mio. Wo bleibt da das Gattungsmarketing?

    Eine erste Aufgabe kann sein, vernünftige Zahlen aufzustellen. Also Lukas, du bist gefordert; eröffne doch den yourposition-Index. Oder rege in diesem Blog ein paar Branchenkollegen zu einem neuen Index an.

  5. Lukas Stuber schrieb:

    Bei Dir haperts schon nicht am Lesen, Dani – Du weisst natürlich, dass diese 50 Mio. nur den kleineren Teil der Ausgaben darstellen, schon klar. Bloss will mir scheinen, bei den Medien komme das jeweils anders an – das war es, was ich meinte.

    Und mit diesen Indizes – von GEMI über web2index bis hin zu unserem Swiss Adex – ist das halt so eine Sache: Es handelt sich eben um Indizes, die keine konkreten Umsatzzahlen angeben. Aus gutem Grund: Man ist Partei. Und eine unparteiische Instanz kriegt eben – s. Google-Beispiel – auch nicht alle Zahlen. Schwer lösbar.

    Andererseits – wenn ich Dein TV-Beispiel ansehe: Irgendwelche hochgerechneten Voodoo-Zahlen täten dem Online Marketing am Ende vielleicht besser…

  6. Reto Hartinger schrieb:

    Beim Internet Briefing Was Du schon immer über Deine Konkurrenz wissen wolltest – Internetforschung: Tools, Analysen, Mediaplanung sind mir aufgefallen:

    - Es ist immer noch nicht bekannt, wie Bild-Onlinewerbung wirkt. Also z.B. welches die gestützte und ungestütze Erinnerungswerte von Bannerwerbung sind und wie diese im Vergleich zur Printwerbung z.B. auffallen.

    - Dass die Branche aufgehört hat, über Werbewirkung von Onlinewerbung zu sprechen

    - Dass immer nach neuen verlässlicheren Zahlen bei Onlinewerbung geschrieben wird, dabei sind und waren sie ja immer härter als die der Konkurrenz

    - Dass die neuen Zahlen besser gebraucht bzw. akzeptiert werden, obwohl sie weniger aussagen als die alten von der WEMF erhobenen Zahlen.

    Es fliesst eh immer mehr Geld in die Performance-Werbung ob Bild oder Adwords und da wird dann halt nicht mehr verglichen. Da spielen dann aber auch die teuren Zahlen keine Rolle.

  7. TJ schrieb:

    Ja, die Internetbranche schläft…respektive die Werbetreibenden sind noch immer fokussiert auf klassische Medien.
    Es gibt wenig Webagenturen, die Online-Werbung vermitteln im Gegensatz zu Mittlern im klassischen Medienbusiness.
    Wenige Firmen beherrschen und steuern den bisherigen Markt.
    Dabei wäre viel mehr möglich!

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