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Hilfe, es läuft etwas schief in unserem Projekt

von Reto Hartinger

Jedes Softwareprojekt kommt früher oder später in eine kritische Phase. Wir erreichen die Ziele nicht oder nicht schnell genug. Es werden Schuldige gesucht und vielleicht sogar gefunden. Aber nützt das etwas? Was sollen wir tun, wenn es wieder einmal nicht so tut wie wir es wünschen? Dies ist das Thema unseres nächsten TechTalk am 1. Juli

Projektsanierung – Zucker, Brot oder Peitsche? Wie man ein Projekt aus der Klemme holt
01.07.2008 11.20-14.00
Zunfthaus zum Grünen Glas, Zürich

Peter Stevens führt in das Thema ein:

* Sheriff, Bulldozer oder Trainer?
* Der Teufelsquadrant, und wie man ihn im Griff hat
* Das Team zusammen schweissen
* Der Röstigraben und andere Sprachbarrieren überwinden
* Nachhaltige Verbesserungen
* 5 konkrete Massnahmen, um ein Projekt wieder aufs Kurs zu bringen

Danach diskutieren wir die verschiedenen Rezepte und unsere Erfahrungen
Disktutiere mit, melde Dich an: http://www.internet-briefing.ch/projektsanierung

Unser Blog Nr. 1 bei den IT-Verantwortlichen

von Reto Hartinger

Ich bin schon erstaunt, wer den Internet Briefing Blog alles liest, denn ich werde immer wieder auf die Inhalte angesprochen. Manchmal vordere ich auch jemanden zur Stellungnahme auf, ohne ihm ein Mail zu senden, einfach nur durch Erwähnung im Blogpost. Siehe da, die Leute antworten. Bis Dato hat einzig Rolf Auf der Maur einen solches “bitte kommentiere” nicht beachtet. Es überrascht mich auch, wie gut unsere Beiträge diskutiert werden. Mein Wunsch wäre es, die anregenden Diskussionen an den Briefings im Blog weiterführen zu können.

Dass es unser Blog bei den IT-Verantwortlichen am beliebtesten ist, erstaunt mich doch sehr. Heute bin ich nämlich über diesen Blogeintrag gestolpert:

Ich war heute am ICT-Forum der PR Agentur Farner. Dort wurde die Studie “Das Informationsverhalten von IT-Verantwortlichen – Nutzung und Wirkung von IT-Fachmedien” vorgestellt. Unter anderem wurde auch untersucht, wie sich IT-Verantwortliche online informieren. Blogs sind auch ein Thema, obwohl sie anscheinend noch sehr wenig genutzt werden. Die genauen Zahlen der Blog-Präferenzen habe ich noch nicht, doch die Reihenfolge kann ich Euch schon mal durchgeben.

1. http://blog.internet-briefing.ch/
2. http://blog.namics.com/
3. http://bloggingtom.ch/
4. http://neuerdings.com/

Das ist Ansporn für mich und die Internet Briefing Blogschreiber. Macht das Appetit auch bei uns zu bloggen? Ich finde immer noch, dass ein Blog mit mehreren Schreiberlingen besser ist, als eine Ein-Mann-Geschichte.

Bringt das neue iPhone 2.0 eine weitere Revolution?

von Reto Hartinger

Wir haben es vorausgesagt. Das neue iPhone in Stichworten:

- Der iPhonepreis wird heruntergesetzt
- UMTS und GPS kommen
- Pushnotifikationen (z.B. Mail. Kalender und Finanzinfos)
- iPhone wird zur Game-Plattform
- Branchen-Applikationen
- Storage-Plattform
- Vetriebsplattform für Applikationen

Wie wirken sich die Features auf die Konkurrenz aus?

iPhone als Business-Tool
Der Schlag für Backberry und Co ist nicht etwa die die Pushfähigkeit oder die Exchange-Einbindung. Wirklich hart für alle Business-Organizer ist, dass Apple “Closed-User-Groups” zulässt. So kann eine Firma eine Software schreiben und diese nur für eine Anzahl zugelassener Geräte zugänglich machen. Damit wird das iPhone zum idealen Businesshandy für viele Firmen und es wird einige Branchenapplikationen geben, die dafür eigens geschrieben werden.

Ein Schlag gegen Google und Co. ist, dass sich nun auch alle Apple eigene Software wie die Textverarbeitung Pages und die Tabellenkalkulation benutzen lassen. Es werden weitere Softwareschmieden iPhonevarianten entwickeln. Dokumente können über die Apple-Plattform automatisch mit Pcs (oder Macs) abgeglichen werden. Das macht Handysoftware mächtiger und vom Internet unabhängiger. Rich Internet Applikationen werden weniger wichtig. Internet ist wieder nur noch Transportmittel.

5200 Entwickler, ist eine mächtige Zahl. Nicht jeder von ihnen wird die nächste Killerapplikation für das iPhone schreiben aber Android wird mächtig Wind aus den Segeln genommen. Ist Android 6 Monate zu spät? Gelingt es Apple die mächtigere Softwarebasis zu ergattern?

Das iPhone als Web2.0 Gadget
Erst mit dem iPhone machen lokalisierte Dienste einen Sinn. Die wo bin ich wo bist Du Dienste und wen soll ich kennen lernen oder was kostet es, wo ist es Services bekommen mit dem iPhone endlich das brauchbare Gadget. Sie werden abheben. Cool wenn ich weiss, dass Peter Hogenkamp im selben Zug fährt wie ich (ok Peter, ich werde ein iPhone kaufen), wer alles tatsächlich bei der Veranstaltung bereits ist und mit welchen Freunden diese unterwegs sind etc.

iPhone für grosse und kleine Kids
Bevor Apple eine Konsole baut, entert das iPhone den Spielemarkt. Apple-TV könnte später zur Konsole werden, habe ich auch versprochen. Dieses Gerät wird dann auch noch alle Fernbedienungen obsolet machen – endlich. Aber warten wir auf die MacWorld im Januar (oder kommt da im August bereits etwas? Das wäre der normale Consumerprodukte-Termin. Glaub ich aber nicht).

So jetzt lasse ich euch weiter spekulieren. Oder ist bei euch das iPhone 2.0 einfach als gähn – nur ein Update durchgegangen

Internet Einfluss auf Kaufverhalten und Markenbekanntheit

von Beat Z'graggen

Das Internet nimmt massgeblichen Einfluss auf den Bekanntheitsgrad einer Marke. Dies bestätigt eine neue Studie von Yahoo!. So genannte Brand Advocates – sie treten als Meinungsbilder auf – wirken sich deutlich auf das Kaufverhalten vieler Konsumenten aus und erhöhen damit gleichzeitig die Markenbekanntheit.

Yahoo! veröffentlichte eine Studie zum thema “brand Advocates in Deutschland: Ihre besten Kunden.” Brand Advocates verbringen mindestens 21 Stunden pro Woche im Netz und pflegen ihr individuelles Online-Umfeld intensiv über Blogs, Social Communities und E-Mails. Marketing-Strategen sind sicher gut beraten, diese Zielgruppe im Gesamtkonzept zu berücksichtigen und gezielt in dem jeweiligen Umfeld anzusprechen.

Obwohl sie nur 22 % der deutschen online Bevölkerung ausmachen, haben sie einen massiven Einfluss auf das Kaufverhalten aller. Sie teilen gerne mit, wenn sie gute Erfahrungen gemacht haben. Ein wichtiger Grund dafür liegt darin, dass Sie anderen helfen wollen und noch stärker als die Allgemeinheit davon überzeugt sind, dass die Meinungen anderer viel wertvoller sind als die Werbung selbst.

Brand Advocates setzen sich mit dem Kaufprozess intensiv auseinander: Sie nutzen Suchmaschinen und verschiedene Plattformen und ziehen mehr Informationsquellen zu Rate, nehmen sich mehr Zeit für die Suche nach Informationen und geben letztlich mehr Geld für Produkte aus als Nicht-Advocates. Brand Advocates nutzen 4 online Tools pro Tag, die nicht Advocates nur deren 2. Am häufigsten werden dabei Suchmaschinen verwendet.

Folgende Aktivitäten üben Brand-Advocates mehrfach pro Woche aus:
Aktivitäten von Brand-Advocates

Über alle Kategorien hinweg kommunizieren 24 % der Brand Advocates online über ihre Käufe – bei Nicht-Advocates liegt dieser Wert bei nur 11%. Während Nicht-Advocates durchschnittlich 5 Personen von einem Kauf erzählen, sind es bei den Advocates 7 Personen, die davon erfahren.

Ich habe über Instant Messaging, E-Mail, Blogs, soziales Netzwerk usw. über den Kauf kommuniziert:
Käufe kommuniziert

Advocates und Nicht-Advocates nutzen die gleichen Informationsquellen, erstere nutzen diese aber intensiver. Suchmaschinen sind auch gemäss dieser Studie entscheidend für die Markenbekanntheit bezogen auf ein Angebot. Während Nicht-Advocates Suchmaschinen aber häufiger nutzen als die Website des Herstellers, wird diese von den Advocates leicht häufiger genutzt.

Genutzte Informationsquelle vor dem Kauf:
Informationsquellen vor dem Kauf

Dieser Artikel wurde ursprünglich publiziert unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/internet-einfluss-auf-kaufverhalten-und-markenbekanntheit.htm
http://news.worldsites-schweiz.ch/internet-einfluss-auf-kaufverhalten-und-markenbekanntheit-2.htm

zattfoot

von Reto Hartinger

Eigentlich wollte ich zattoo keine change mehr geben. Als ich es ausprobiert habe, hat es nicht funktioniert und seither habe ich von anderne nur Schlechtes gehört. Gestern habe ich sogar noch von einem neuen Dienst gehört – auch aus der Schweiz – der noch besser sein soll. Ja und heute war wieder alles anders. Noch 15 Minuten bis zum Match Oesterreich – Koratien. In Fanzone gehen war nicht mehr möglich, der andere Dienst kam mir nicht mehr in den Sinn (etwas mit N). In weniger als 3 Minuten hatte ich Zattoo drauf, es funktioniert auf meinem Mac-Mini (zu mehr Ehren ist Zatto nicht gekommen). Erstaunlich, genügend Qualität um den Match ohne Probleme zu sehen. Bravo. Ich werde öfters ins Zatto reinschauen, obwohl ich dann noch mehr Werbung ansehen muss. Zappen ist eine Qual.

Gratis telefonieren mit dem iPhone

von Reto Hartinger

Bis anhin war Apple mit seinem iPhone der Freund der Telcos, auch wenn diese einen Teil ihrer Marge mit Steve teilen müssen. Am Montag wird eine Voice-over-IP System über den iPhone Store erhältlich sein. Das hat gerade noch gefehlt, dass den Telcos die lukrativen Handyumsätze auch noch entgehen. Es wird kaum das letzte VOIP-Angebot für das iPhone bleiben. Skype ist sicher auch schon in den Startlöchern. Liebe Swisscom bzw. Orange, ich bin definitv an einem iPhone interessiert. In der Schweiz soll es bereits 50 000 iPhone besitzer geben. Am letzen TechTalk hat mir ein stolzer iPhone Besitzer berichtet, dass seine erste iPhone-Telefonrechnung satte 800 Franken war – sonst hatte er keine 200. Wer mit der Swisscom kein Datenvolumenvertrag macht, kann ganz böse auf die Welt kommen. Die Swisscom war so kulant, dass sie im Gegenzug zu einen Datenvolumenvertrag auf das Geld verzichtet hat – obwohl es sich ja um gehaktes iPhone handelte. Bravo Swisscom.

RIA Entwicklerkonferenz – Anstrengend aber gut

von Reto Hartinger

Wer meine Konferenzen kennt weiss, sie sind knochenhart, beginnen immer früh und hören spät auf. Ein Vortrag jagt den anderen. Laurent Bugnion, Senior Software Engineer, Siemens Building Technologies meinte: “Es war eine super Konferenz, und es hat mich sehr gefreut, da teilnehmen zu dürfen. Die Diskussion war super interessant. Ich war am Abend erschöpft, aber zufrieden!! Falls du einmal einen anderen Vortrag von mir hören möchtest bin ich gerne zur Verfügung”. Am 2 Tag “RIA Tools und Methoden” haben noch eine Diskussion im Publikum angezogen, die dann bis 19.00 gedauert hat und in Grüppchen ging es danach im Foyer sogar noch weiter :-). Ein Teilnehmer meinte “Die RIA Konferenz vom 29. war wirklich interessant – und die Diskussion am
Schluss hat auch die emotionale Komponente schön gezeigt 8-)”

Was waren meine Eindrücke?
Der erste Morgen war der agilen Software-Entwicklung gewidmet. Wir entwickeln in Indien auch agil, wobei wir unglaubliche Schwierigkeiten hatten, den ersten Sprint erfolgreich abzuschliessen. Niemand konnte das Entwicklungstempo einschätzen und methodisch haben wir doch einiges falsch gemacht. Kein Wunder, über die Kontinente verteilt funktioniert’s nicht so wie im Büro nebenan. Da werden wir nochmals dahinter müssen. Ich habe, wie alle, immer das Gefühl das bei uns einfach zu wenig geht, vor allem zu wenig schnell. Aber welch ein Genuss zu sehen, dass auch Google die gleichen Schwierigkeiten hatten wie wir. Auch sie kämpfen mit der Entwicklungsgeschwindigkeit und mit den ersten Sprints hatten auch sie enorme Mühe. Ein guter
Bericht darüber und über den ersten Konferenztag findet sich in der heutigen Netzwoche (Seite 21).

Hier die Vorträge die ich bereits habe:

Peter Stevens allgemeiner Srum-Vortrag

Bild: Jean Pierre König Wie funktioniert Agile Softwareentwicklung
Vortrag download:
Wie funktioniert agile Software Entwicklung? von Jean-Pierre König namics

Die Slides von Michael Marth zum Tehma Flex on Rails: the Good, the Bad and the Ugly

Der Vortrag Code Reuse, Motivation, Koordination, Kollaboration oder Was Entwicklerteams von Open Source Communities lernen können von Matthias Stürmer hier zum Download

Die Slides: Tools für agile Software-Entwicklung von
Hannes Gassert, CTO und Christian Stocker Vortrag

Michel Wackers Slides zum Beitrag: Entwickeln von Multiuser Applikationen in Flash: Lösungen mit und ohne Java

ich werde die Liste laufend ergänzen

Google Algorithmus: alleine 2007 über 450 Verbesserungen

von Beat Z'graggen

Google ist im Allgemeinen sehr zurückhaltend mit der Herausgabe von internen Informationen, welche den Algorithmus betreffen. In einem Interview hatte aber ein führender Google Mitarbeiter einige interessante Hinweise gegeben. Demgemäss wurden alleine letztes Jahr über 450 Verbesserungen am Such-Algorithmus von Google vorgenommen.

Udi Manber beschäftigt sich seit 1989 damit, wie man einen Such-Algorithmus dazu bringt, immer das richtige Suchergebnis zu bringen. Seit 2006 arbeitet er bei Google und ist verantwortlich für die Such-Qualität. In einem Interview hat er unter anderem erwähnt, dass Google letztes Jahr über 450 Verbesserungen am Such-Algorithmus vorgenommen hat. Zwar war seit längerem bekannt, dass Google jede Woche mehrere Änderungen am Algorithmus vornimmt. Dass es aber über 450 Änderungen sind, ist doch mehr als erwartet.

Der Google Algorithmus hat die Funktion, diejenigen Seiten zuvorderst zu bringen, welche am ehesten den Erwartungen der Suchenden und den eingegebenen Suchbegriffen entsprechen. Als Beispiel einer Änderung, welche im April durchgeführt wurde, nannte er, dass mehr unterschiedliche Ergebnisse angezeigt werden. Dadurch wird ein breiteres Spektrum an Resultaten angezeigt, wenn unklar ist, was ein Suchender gemeint hat. Welche Art von Suchbegriffen von dieser Änderung betroffen sind und ob diese derzeit nur für den englischen Sprachraum gilt, hat er nicht erwähnt.

Udi Manber wäre froh, wenn mehr Auftritte auf das Suchverhalten der Kunden ausgerichtet wären und zumindest die grundlegenden Regeln einer guten Suchmaschinen Optimierung beachtet würden. Dies würde ihm, gemäss seinen Aussagen, das Leben leichter machen.

Er hat auch die von Google immer wieder betonte Philosophie bekräftigt, dass keine Suchresultate manuell verändert werden. Wenn also erkannt wird, dass das Suchergebnis Nr. 4 auf Platz 1 erscheinen sollte, wird dies nicht manuell geändert. Vielmehr wird der Algorithmus angepasst, damit diese Regel auch anderen Suchabfragen zugute kommt.


Artikel wurde ursprünglich unter
http://news.worldsites-schweiz.ch/google-algorithmus-alleine-2007-ueber-450-verbesserungen.htm
publiziert.

Apple mit neuen iPhones und neuen Notebooks

von Reto Hartinger

Nächste Woche steht Apples Entwicklerkonferenz ins Haus. Die iPhones sind ausverkauft, neuen 3G-iPhones wird es geben. Wahrscheinlich auch noch eine iPhone Billig-Variante. Preise werden purzeln. Es ist möglich, dass Apple den Betrag kürzt, den es den Telcos abnimmt, zugunsten von höher subventionierter Hardware. Apple wird langfristig mit Marktdominanz mehr Geld verdienen als mit höheren Einnahmen pro iPhone. Ok, das wissen wir alles.

Gestern war ich in einem Apple Laden und siehe da, das MacBook das ich vor einem Jahr für 3000 Franken gekauft habe steht mit Fr. 1980.- als Aktion im Regal. Wie bitte? Es ist völlig unüblich, dass Apple Ausverkaufsaktionen macht. So muss ich doch schwer annehmen, dass Steve Jobs nächste Woche neue MacBook-Modelle angekündigen wird. Das AirBook verkauft sich schlecht – kein Wunder, zu wenig Computer für den Preis. Wird das neue Teil eine Mischung zwischen AirBook (dünn) und MacBook? Gibt es eine wirkliche Innovation? Apple verdient an Notebooks mehr als am iPhone. Es wird aber ungleich schwerer in diesem Markt mit einer echten Innovation zu glänzen.

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