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Schrauben am Businessmodell

von Reto Hartinger

Jedes Start-up schraubt irgendwann am Businessmodell, muss seinen Platz bei Kunden und Investoren finden. Oft funktioniert sogar beides wie bei Zattoo, das schnell viel Geld und noch schneller viele Millionen User gewonnen hat. Plötzlich gibt’s Probleme. Die Finanzkrise macht Investoren nervöser (Investoren sind immer leicht nervös), Geld fehlt und bringt die Expansion plötzlich ins Stocken, das Businessmodell scheint nicht mehr aufzugehen, die Investoren werden noch nervöser. Man hinterfragt was man falsch gemacht hat. Ich bin immernoch überzeugt, dass es richtig ist, einen Dienst gratis zu starten – um viele User zu generieren und dann einen bezahlten Premiumservice anzubieten. Siehe auch Wuala und Collanos. Zattoo verdient heute mit HD-Qualität Premiumangebot – es wird zu wenig sein, aber immerhin. Collanos kommt mit dem Telefon à la Skype und Wuala hat bereits zu Beginn bezahlten Speicherplatz im Angebot. Zattoo und Wuala setzen zu Beginn auf Werbeeinnahmen. Zatto wird fast zum Verhängniss, dass es auf einen Exklusivvermarkter setzt – der spielt dort einfach die Performancedeals ein. Das nervt die Kunden und bringt wenig Kohle. Grundsätzlich ist aber Werbung nicht schlecht, man muss aber Zielgruppensegmentierung anbieten können. Sonst läuft “fast” gar nichts


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