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BloggingTom wird WritingTom

von Reto Hartinger

Einer der bekanntesten Blogger, Thomas Brühwiler bzw BloggingTom, wechselt ins Fach der seriösen Journalisten. (Wo die sich doch eigentlich immer nur gegenseitig in die Fresse haun). Ja und das noch zum grössten Blogger-Kritiker der Schweiz! Ich gratuliere unseren Mitgliedern Tom und Hugi zu diesem Schritt. Tom wird für inside-it Stories aufmischen, seinen Blog aber nicht vernachlässigen. Christoph Hugenschmitt tritt kürzer, arbeitet einen Tag weniger, er hat angst auszubrennen (fühlt der schon so alt?). Das beweist doch, dass inside-it eine totale Erfolgsstory ist. Guter Journalismus zahlt sich aus, so wie anscheinend auch gutes Blogging

Wer ihn noch nicht kennt. So sieht er aus.NewsImage

Software Engineer / Ajax Spezialist

von Reto Hartinger

Wenn Du in einem kleinen Team wirklich geniale Software entwickeln willst, solltest Du weiter lesen, sonst gibt es hier noch viele andere Blogposts. Dasselbe gilt, wenn Du nicht mit den Besten arbeiten willst. Das ist nicht immer einfach – denn sie fordern Dich dauernd – aber Du wirst dadurch auch gefördert und entwicklst wirklich coole Webdienste. Das musst Du mitbringen:

- Sehr gute Kenntnisse: Linux, PHP, HTML, Javascript, HTTP
- Mehrere Jahre Praxis-Erfahrung, (oder erkennbares Potential statt Erfahrung?)

- irgend ein Projekt sollte schon vorhanden sein
- selbständig, kreativ, innovativ, Freude am Programmieren, liebt KISS
- Fühlt sich in einem kleinen, dynamischen Team ohne Hierarchie wohl
- Kenntnisse in Usability
- theoretische und praktische Erfahrung in Webprogrammierung
- Entwicklung, Implementierung und Support von Web Applikationen
- Erfahung mit hochverfügbaren Systemen

Herausgefordert? Dann sende mir Dein CV an rhartinger@gmail.com

Tastenkürzel im Browser

von Reto Hartinger

Was ich sonst of gebrauche, kann ich mir in Browsern einfach nicht angewöhnen: Tastenkürzel benutzen. Wer ruft schon eine Suche unter dem Menü auf? Aber im Browser erwarte ich immer einen Button oder Link um etwas ausführen zu können oder das Menü des Browsers. Dabei ginge es viel einfacher. Drweb.de hat einige zusammengestellt, die ich hier abbilde:

 

Allgemeingültige Tastaturkürzeln

  • Strg + T (in Safari Cmd + T), um ein neues Tab zu öffnen,
  • Spacebar für einen vertikalen Seitendurchlauf,
  • Strg + Linke Maustaste (in Safari Cmd + Linke Maustaste), um einen Link in einem neuen Tab zu öffnen,
  • Alt + LeftArrow oder Backspace (in Safari Delete), um zu der vorherigen Seite zurückzukehren und Alt + RightArrow (in Safari Shift + Delete), um zu der nachfolgenden Seite zu navigieren.

Tastaturkürzeln in Firefox

Firefox Logo

  • Strg + K oder / (Backslash), um in den Textinhalten der aktuellen Seite zu suchen,
  • Strg + L oder F6, um zur Adresszeile zu springen,
  • Strg + Shift + T, um eine gerade geschlossene Seite im Tab wiederherzustellen,
  • Strg + U, um den Quellcode anzuzeigen,
  • Strg + W, um ein Tab zu schließen,
  • Strg + PageUp (oder Strg + Tab) und Strg + PageDn (oder Strg + Shift + Tab), um zwischen Tabs zu navigieren,
  • , um nach URLs im Quelltext zu suchen (’ und dann URL angeben).

Um sich den Quellcode für ein Fragment der Seite anzuschauen, selektieren Sie in Browsern der Mozilla-Familie den Text im Browser, drücken Sie Shift + F10 und anschließend den Buchstaben “A”. Damit öffnen Sie ein Kontextmenü und selektieren “Auswahl-Quelltext anzeigen” automatisch.

Tastaturkürzeln in Internet Explorer 7

IE Logo

  • Strg + E, um zur Suchbox (rechts oben) zu gelangen,
  • Strg + U oder F6, um zur Adresszeile zu springen,
  • Strg + Q, um sich die Liste von Tabs anzuschauen,
  • Strg + W, um ein Tab zu schließen,
  • Strg + Tab und Strg + Shift + Tab, um zwischen Tabs zu navigieren.

Tastaturkürzeln in Safari

Safari Logo

  • Cmd + Shift + L, um zur Suchbox zu gelangen,
  • Cmd + L, um zur Adresszeile zu springen,
  • Cmd + Option + V, um den Quellcode anzuzeigen,
  • Cmd + Shift + W, um ein Tab zu schließen,
  • Shift + Cmd + LeftArrow (oder Cmd + [) und Shift + Cmd + RightArrow (oder Cmd + ]), um zwischen Tabs zu navigieren.

Tastaturkürzeln in Opera

Opera Logo

  • Shift + F2, um Kürzel eingeben, um ein Lesezeichen per Schnellzugriff aufzurufen,
  • Strg + K oder / (Backslash), um in den Textinhalten der aktuellen Seite zu suchen,
  • Strg + L oder F8, um zur Adresszeile zu springen,
  • Strg + Shift + T, um ein gerade geschlossenes Tab wiederherzustellen,
  • Strg + U, um den Quellcode anzuzeigen,
  • Strg + W, um ein Tab zu schließen,
  • Strg + Tab und Strg + Shift + Tab, um zwischen Tabs zu navigieren.

Tastaturkürzeln in Chrome

Chrome Logo

  • Strg + Shift + N, um ein neues Fenster in Incognito Mode zu öffnen,
  • Strk + K, um die Suche in Default Suchmaschine zu aktivieren,
  • Shift + ESC, um den Task-Manager ein- und auszublenden,
  • Strg + L oder F6, um zur Adresszeile zu springen,
  • Strg + Shift + T, um ein gerade geschlossenes Tab wiederherzustellen,
  • Strg + U, um den Quellcode anzuzeigen,
  • Strg + W, um ein Tab zu schließen,
  • Strg + Tab und Strg + Shift + Tab, um zwischen Tabs zu navigieren.
Eigene Tastenkürzel machen
Es stellt sich die Frage, soll man in seine Programme eigene einbauen? Ich bin dagegen, wenn schon die häufigsten nicht geläufig sind, wieso dann eigene machen die auch nicht gebraucht werden? Obwohl, wer es gebrauchen würde, hätte viele Vorteile. Habt ihr eigene Tastenkürzel und welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Wäre wohl gerade beim browsen auf dem Handy wichtiger – aber geht das auf dem iPhone?

Alles blau bei Microsoft

von Reto Hartinger

Endlich macht Microsoft ernst mit der Konkurrenz gegen Google. Schliesslich ist Google dabei, die Welt der Entwickler für sich einzunehmen und die, die gehört ja eigentlich Microsoft. Damit hat man begonnen, dabei soll es bleiben. Mit Android hat Google ein Betriebssystem geschaffen, das nicht nur einfach nur für Mobile Phones taugt, es wird in vielen Geräten eingesetzt werden, denn Google hat auch mehr als nur eine ziemlich coole Entwicklungsumgebung für Entwickler bereit. Sie passen noch nicht so recht zusammen – aber der Tag wird kommen, wo alles ineinander fliesst.

Es hat einen Betriebssystemflopp gebraucht, damit Microsoft enrst macht mit einem Betriebssystem für das Netz. Azure heisst das Cloud Betriebssystem und untersützt ASP.NET, IIS, Visual Studio 2008 also genau die Tools mit denen die Nicht-Open-Source-Welt arbeitet. Azure dringt aber auch in diese Welt vor und soll Eclipse, Ruby, PHP und Python ready sein, da es auch die Protokolle HTTPRESTSOAPRSS und AtomPub beherrscht. Da es sich um ein Cloud-Produkt handelt, muss man keine Server konfigurieren und hat jederzeit die Hardware-Power  zur Verfügung die man gerade benötigt.

Werden wir inskünftig tatsächlich nur noch für die Cloud programmieren. Wir hätten auf einen Schlag viele der Probleme die wir in unserem nächsten TechTalk “Mehr Performance für Websites und Webservices” ansprechen einfach los. Ok, wir müssen unsere Applikationen immernoch so porgrammieren dass sie Antwortzeiten in Millisekunden hergibt und das ist nicht ganz einfach. Ich habe mir an unserer Entwicklungskonferenz Gedanken zu allen RIA Entwicklungsumgebungen und Goolges verschiedenen Entwcklungs-Plattformen gemacht. Sie haben mich alle nicht restlos überzeugt. Noch nicht. So zwingt einem GEARS in eine Ecke andere Umgebungen in eine andere.

Azur ist bestimmt für unser SaaS Projekt auch keine Lösung (Obwohl Cloud Computing verlockend wäre) – wir sind halt nicht auf Microsoftprodukten – oder doch?

Ja und heute doppelt Yahoo mit Y!OS ( Yahoo Open Strategy) nach. Vielleicht sollten wir eine Konferenz zum Thema Cloud Computing machen.

Google Earth erobert das iPhone

von Thomas Lang

Seit gestern ist die Google-Earth Anwendung auch für das iPhone verfügbar und steht im AppStore zum Download bereit.

Damit kommt eine der beliebtesten Desktopanwendungen aufs Apfel-Handy und den iPod Touch mit folgenden Features:

  • Betrachtungswinkel ändern indem das Gerät geneigt und gekippt wird
  • iPhone Positionierung nutzen und den aktuellen Standort anfliegen

Und natürlich sind die Panoramio-Bilder und Wikipedia-Artikel zu den Orten auch mobil verfügbar.

Die Applikation hat noch ein paar Kinderkrankheiten und auf jeden Fall wird eine schnelle Verbindung (WLAN oder UMTS) empfohlen.

Are you running for president?

von Reto Hartinger

Habe mich fast todgelacht. Thomas Lang hat einen Link getwittert, den ich niemanden vorenthalten möchte. Entschuldigung Thomas, ich habe ihn für mich angepasst. Ich stelle mich nächsten Dienstag zur Verfügung

Technisch total einfach, verbreitet sich viral sicher in windeseile. Es sind eben doch die Ideen, die die Welt regieren. Eine gute Idee sticht Geld “fast” immer aus.

 

Und nun viel Spass

1 000 000 x gratis telefonieren

von Reto Hartinger

Der Markt von lokalen online Telefonbuchverzeichnissen in der Schweiz ist hoch kompetitiv, obwohl einige URLs weggefallen sind. Swisscom Directories mit local.ch und search.ch mit tel.search.ch liefern sich ein Duell, von dem der Konsument nur profitieren kann. Ging der Punkt kürzlich an search.ch mit dem privaten Adressbuch, so punktet local.ch heute mit einer Million Gratisanrufen an Firmenkunden.

Und so funktioniert es:

1. Klicken Sie auf den Detaileintrag einer Firma in den Gelben Seiten auf www.local.ch (Bsp.:http://yellow.local.ch/0443091040)

2. Klicken Sie neben der Telefonnummer auf das Symbol “Gratis anrufen”


3. Tippen Sie im Eingabefeld Ihre Festnetznummer ein


4. Kurz Zeit später werden Sie von local.ch auf Ihre Festnetznummer angerufen. Gleichzeitig ruft der Service auch Ihren gewünschten Gesprächspartner an und verbindet Sie mit ihm.

Folgende Bedingungen sind zu beachten:

  • Der Service und das Gespräch sind kostenlos.
  • Der Service kann nur Nummer von Schweizer Festnetzanschlüssen verbinden. Mobilfunknummern und Faxnummern können nicht verbunden werden.
  • Ein Anruf wird nach 15 Minuten unterbrochen.
  • Es können nur Firmen in den Gelben Seiten auf www.local.ch angerufen werden. Die Privateinträge im Telefonbuch können nicht angerufen werden.

Gut überlegt Swisscom Directories, das kann search.ch nicht nachmachen. Die Jungs müssen sich wieder etwas einfallen lassen. Zudem gibt der Aktion bei potenziellen Werbekunden auftrieb. Marketing at its best. Gratuliere

Hilfe – meine Seite ist im Google Cach

von Daniel Niklaus

Stehen versehentlich die AHV-Nummern der Mitarbeiter im Internet oder – noch schlimmer – die Kreditkartendaten?

Hat der Googlebot die Seiten schon besucht, sind diese im Google-Index abgelegt. Löschen
Sie die Seiten auf Ihrem eigenen Server, sind diese trotzdem über den Google-Zwischenspeicher auffindbar. Das kann zu Verwirrung führen, wenn zum Beispiel die Google Statistik trotz Offlinesite immer noch Besucher zählt.

Wie Inhalte entfernt werden, zeigt Google hier. Ein äusserst nützliches Tool von Google für jeden Webmaster, mit dem Seiten ebenfalls entfernt werden können, ist Google für Webmaster. Für Internet-Briefing Leser gibt es ein exklusives Vorab-PDF ;-)

Noch so ein Märchen: Homo oeconomicus

von Daniel Niklaus

Stellen Sie sich vor, es ist Weihnachten und Sie sind bei Ihren zukünftigen Schwiegereltern zum Essen eingeladen. Die gesamte Verwandtschaft ist da und entgegen allen Erwartungen ist der Abend ein Genuss. Die Kinder spielen fröhlich, die Gesellschaft ist witzig und die Themen spannend. Aber das Beste ist das Festmahl. Die Mutter des Hauses zauberte ein Gedicht auf den Tisch. Alle geniessen Gang um Gang bis zum Dessert. Kurz vor dem Geschenkeauspacken stehen Sie auf und verkünden feierlich, während Sie die Brieftasche zücken; „Schwiegermama das Essen war ein Gedicht, lass mich dir 300 Franken, nein besser 400 Franken dafür bezahlen.“ Innert Sekunden wird aus Ihrer Schwiegermama – Ex-Schwiegermama. Und die nächsten Weihnachten gibt es Lasagne aus der Mikrowelle. Die einzige Hoffnung, die Sie noch retten kann; er spielte zuviel WOW und verlor den Bezug zur Realität.

Warum ist das so?
Würde Schwiegermama wie Homo oeconomicus handeln, wäre doch alles Paletti. Dem ist aber nicht so. Menschen handeln eben nicht wie Homo oeconomicus. Zum Beispiel wollen wir im „sozialen“ Umfeld unter keinen Umständen bezahlt werden. Im Gegenteil, wir helfen, weil es sozial i.o. ist und Bezahlung schadet nur. Einzig ein Gegengeschenk ist akzeptiert.

Sie können dies gleich selbst überprüfen, stellen Sie sich dazu mit einem Lieferwagen und einem Sofa an den Strassenrand und bitten Sie die Passanten Ihnen beim herunterladen zu helfen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit helfen alle. Ja selbst der 75. jährige Opa, der Ihnen von der Seite Anweisungen gibt, wie man es früher machte. Sobald Sie aber den Leuten einen Franken für die Hilfe anbieten, finden Sie niemanden mehr. Auch wenn ein Franken mehr wert ist als nichts. Ja selbst bei 5 Franken laufen Ihnen die Helfer davon. Den jeder Passant macht sofort einen Vergleich; wie viel verdiene ich im normalen Leben und ist es der Aufwand wert? Eine Frage die wir uns vorher nicht stellten.

Was hat das auf dem Internet-Briefing Blog verloren?
Wir erstellen Geschäftsmodelle und dabei vergessen wir oft die soziale Komponente. Google hat diese zum Beispiel beim Wikipedia Konkurrenten Knol vergessen. Anstatt freiwilligen Arbeit wie bei Wikipedia zu leisten, werden die Autoren minimal für ihre Artikel bezahlt. Wenn die Autoren aber bezahlt werden, machen sie umgehend einen Vergleich; ist der Betrag auch meine Arbeit wert? Und fragen sich; „bevor ich freiwillig 3 Stunden an einem Knol Artikel feile, investiere ich meine Zeit wohl lieber woanders, wo ich auch anständig bezahlt werde.“ Umgekehrt ist bei Wikipedia die Arbeit im „sozialen“ Modus. Da wird gerne Zeit investiert. Man tut es ja für etwas „Gutes“. So nehmen auch die Wikipedia-Nutzer die Plattform als etwas „Gutes“ wahr. Und Bloger und Journalisten schreiben positiver über Wikipedia.

Überlegen Sie sich also, wie Sie Ihr Geschäftsmodell aufbauen. Abschliessend ein letztes Beispiel. In Amerika wurden Anwälte von einer Seniorengesellschaft gefragt, ob die Anwälte für 30 Dollar Arbeiten würde. Das Echo war niederschmetternd. Geldgierige Säcke halt. Als man nochmals dieselben Adressen anschrieb und die Anwälte um Gratisarbeit anfragte, erklärte sich eine Vielzahl davon bereit. Die zweite Aktion war ein Erfolg.

Mehr zum Thema: denken hilft zwar, nützt aber nichts.

Und beim nächsten Mal finden wir heraus, warum Ospel ohne Probleme mit 15 Mio. weniger zufrieden gewesen wäre. :-)

Fahrplan + Map-Api ≠ Fahrplan Map-Api. Ein Beispiel aus dem echten Leben.

von ThomasK

Ein in der Schweiz bekanntes passioned Team hat eine Map-Api geschaffen, in der nunmal 5 Minuten weiter nachgedacht wurde.

Lassen wir die News, das Marketing, das Business, die Schicksale außen vor. Dieser Fall ist spezifisch – sehr spezifisch. So spezifisch, wie ihn nur das echte Leben schreiben kann.

Achtung – es wird langatmig. Leider!

Es geht um die Verknüpfung zwischen Karte und Fahrplanauskunft im öffentlichen Nahverkehr – hier  im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes kurz RMV… und um eben diese “5 Minuten” des weiter Denkens, die hier fehlen.

Ich bin aktuell telefonische Auskunftei für meine Freundin (zum Glück mit Handy-Flat). Die Aufgabenstellung ist:

Wie kommt sie von unserer klein feinen Burgstadt (aus der “Nassauischen Schweiz”) zu ihrem Veranstaltungsort in die Landeshauptstadt und zurück.

Ich will nicht meckern: In Sachen Verbindungs-Auskunft ist die RMV-Website in dem Fall erstmal brauchbar.
Ich gebe die Straßenadresse in Wiesbaden ein und bekomme Auskunft. S-Bahn bis zum nächsten Knoten-Bahnhof, (private) Regionalbahn bis Wiesbaden, Bus bis in die Nähe, 8 Minuten Fußweg.

Ein kleines Icon in der Fahrplanauskunft läd mich ein, die Umgebungskarte aufzurufen. Das mache ich. Es wird grausam.

Keine Luftbilder, viel zu wenig Straßennamen, eine viel zu große Stecknadel mit Schattenwurf irgendwo auf einer rosanen Fläche (städtische Bebauung).

Das erste große Problem tut sich auf: Wo genau ist der Bussteig am Wiesbadener Hauptbahnhof, wo sie umsteigen muss. Die angebotene Umgebungskarte zu dieser Haltestelle ist ein Witz – es gibt keine Bussteige dort eingezeichnet, keine Linien, keine Fahrpläne.
Ich weiss, dass es 4 Bussteige gibt und das Gelände um den HBF recht weitläufig ist mit großen Straßenkreuzungen, mehrern Ausgängen etc.

Google-Maps kann mir helfen dachte ich –- von wegen. Hier grinst mich ein Bus-Icon an — mitten auf einer zentralen Kreuzung platziert es sagt “Hauptbahnhof”. Von Bussteigen, Linien, Fahrplänen keine Spur… aber man sieht einen Gelenkbus gerade rumkurven. Woher und wohin weiss niemand. Egal.

Fündig wurde ich letztendlich auf der Hompage des ESWE-Verkehrsverbundes – Rubrik “Umsteigehaltestellen” (viel Spaß beim Suchen!). Eine wohl eingescannte s/w-Karte mit Bussteigen.
“Du musst durchen den Haupteingang raus dann gerade aus auf die andere Straßenseite – Bussteig B, Linie 8″

Ich dachte mir so etwas ähnliches schon, habe Ihr den betreffenden Teil der Innenstadt der Ziel-Adresse von Google-Maps als Screenshot samt Fahrplanauskunft (ebenfalls) extra für sie in ein Indesign-Dokument gepackt (Drag-n-drop aus dem Finder, so muss das sein!) und ausgedruckt. Google hat wenigstens die Icons der Bushaltestellen eingezeichnet und eine Karte, die die Bezeichnung auch verdient. Was fehlt : die Haltestellennamen! *grrr*

Man kann zwar auf diese Icons klicken (das geht nur in Wiesbaden in Frankfurt ist man wohl noch nicht so weit, ist ja auch ein anderer Betreiber im Verbund) und sieht die ensprechenden Buslinien und den Haltestellennamen. Man sieht keine Fahrpläne, keine Zeiten nur die Linien. Schön bunt aber eben nicht zu Ende gedacht. Ich war dann so frei und habe ihr die Haltestellen im Indesign beschriftet mit kleine Pfeilen dran.

Es kommt noch schlimmer. Die Rückfahrt. Wieder die Straßenadresse als Ausgagspunkt in die RMV-Abrage eingegeben und unseren S-Bahnhof als Ziel. Diesmal soll sie von einer anderen Haltestelle abfahren. Willhelmstraße. Auch so ein Knotenpunkt. Der Witz ist: die Willhelmstraße ist sehr lang und hat viele  Haltestellen. Eine davon ist nach ihr benannt — keine Ahnung welche. Die steineitliche RMV-Umgebungskarte protzt mit einer gigantischen Stecknadel mit ebenso gigantischer Beschriftung und verdeckt ausgerechnet den Teil, der wichtig wäre — den genauen Ort. Die Haltestelle “Willhelmstraße” liegt nämlich leicht versetzt in der Luisenstraße. Das weiss ich von Google, nachdem ich sämltiche Icons (ohne Beschriftung) durchgeklickt habe.

“Zu Deiner Linken sollte ein Park sein! Du musst die Straße immer gerade aus laufen, zwei große Kreuzungen weit”.

Sie wetzt die elend lange Willhelmstraße entlang und hofft den stündlich fahrenden Bus noch zu erwischen. Leider um wenige Sekunden verpasst. Was jetzt fehlt sind die Messer-und-Gabel-Icons auf der Map. Ein Käffchen in Ehren wäre echt angemessen…. nur wo? Was hiflt es mir da die Dächer bis ins letzte Detail architektonisch zu bewundern, wenn ich nicht weiss, wo was ist -– liebe Welt-Suchmachine!?

Sie möge doch die Bus-Linie 22 nehmen. Doch halt — was meint die Fahrplanauskunft da:
“Niederflurbus Richtung: Niedernhausen-Oberjosbach Rathaus
ACHTUNG! Diese Fahrt wird von L.21 ausgeführt, mit Anschluss an Naurod Fondett er Str. zu L.22 nach Oberjosbach”

Ja was denn nun? Sonst ist diese Auskunft doch nicht um die verqueresten Umsteigemöglichkeiten (aber hallo — es macht Sinn die Funktion “via” zu benutzen, Ortskenntnis natürlich vorausgesetzt) verlegen und nun eine Geisterlinie als eine Linie, die eigentlich zwei sind.

Meine Korrespondentin vor Ort meldet mir gerade Verspätung bei der Abfahrt in Wiesbaden und dass der Busfahrer nur gebrochenes Deutsch versteht und ihr nicht wirklich weiter helfen kann.
Sie muss wohl tatsächlich umsteigen. RMV heisst nämlich “rechne mit Verspätung!” (es gibt noch mehr passende V-Wörter, die ich jetzt besser weg lasse).

Der Busfahrer kann vielleicht kein gutes Deutsch, das ist aber nicht schlimm, er kann gut Gaspedal!

So konnte sie den Anschluss-Bus noch bekommen und sogar die S-Bahn nach Hause. Wow! Die ist sogar pünktlich. Ein happy End.

— Denkpause —

Liebe Eidgenossen,

Bitte wisst es zu schätzen, was Ihr an Eurer MAP-API an Zeitersparnis habt!
Ich will auch so was haben!!!

Liebes passioned Engeniering Team, die Ihr Eure wirlich geile API produziert habt (und vermutlich leider immer noch nicht genau wisst, wo Euch zu Zukunft hinführen will), währet Ihr bitte so freudlich Euch clonen zu lassen?!

Denn hier im (in jüngster Vergangenheit nicht gerade mit den positivsten Schlagzeilen auffallenden) Nachbarland besteht noch ein dringlicher Bedarf an genau dieser API, die nur deshalb so werden konnte weil hier 5 Minuten weiter nachgedacht wurde!

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