Suchen:

Google Applikationen erfolglos

von Reto Hartinger

Websuche und Youtube sind aus dem täglichen Surfen nicht wegzudenken. Schon mehr Mühe hat maps, das zwar auch noch anständig viel benutzt wird. Als erfolglos kann man aber google Mail bezeichnen. Gerademal 14 % der Deutschen benutzen das mächtigste Mail-System in Deutschland. Micorosoft, GMX und yahoo sind schon viel länger auf dem Markt und Micorosoft sowie yahoo können von ihren Messagingsystemen profitieren (Google Talk bringts auf schlappe 2 %). Noch bitterer wirds für Google Docs, Googles Office Killer. Nix wird daraus. Mit 12 % Nutzer spielt Google keine Rolle in einem Anwendungsbereich, der auch täglich benutzt wird.

 

Google Anwendungen

Es ist also nicht so, dass wenn Google drauf steht, ein Webservice zum Renner wird. Aber noch bitterer ist es für die Konkurrenz. Zoho z.B. ist viel besser und umfangreicher als Google Docs aber noch weniger bekannt und verbreitet. Haben es Applikationen im Web generell einfach noch schwer? Noch kein Grund zur Panik bei Microsoft?

LeShop knackt CHF 100 Mio. Umsatzmarke

von Thomas Lang

LeShop vermeldet heute über diverse Medien (z.B. Handelszeitung), dass bereits per Ende November die CHF 100 Mio. Umsatzmarke geknackt sei. Dies notabene im 10. Geschäfts- und Jubiläumsjahr des Online-Lebensmittelhändlers.

Erwartet wird für 2008 ein Gesamtumsatz von CHF 113 Mio. – ein plus von 23% gegenüber dem Vorjahr.

Gemessen am Gesamtumsatz im Detailhandel aller Migros Genossenschaften (CHF 14.66 Mrd. – ohne Denner, Globus etc.)  entspricht dies jedoch nach wie vor nur knapp 8 Promille, die Migros in diesem Bereich online erzielt.

PS: Ach ja, diese Meldung ist weder auf den offiziellen Seiten bei LeShop noch bei Migros zu finden (…)

E-Commerce weiterhin im Vormarsch

von Thomas Lang

Die aktuelle November-Befragung aus dem deutschen E-Commerce Leitfaden bringt es an den Tag. Immer mehr Händler zieht es ins Internet. Nachdem vor einigen Wochen bereits anderweitig verkündet wurde, dass der Optimismus im E-Commerce anhalte, zollen nun auch die aktuellen Ergebnisse dem Onlinevertriebskanal  positive Zukunftsaussichten.

Einige der wichtigsten Erkenntnisse:

  • Fast die Hälfte der Shops hat pro Woche mehr als 1′000 Besucher.
  • Die Platzierung des Shops in Suchmaschinen rangiert auf der Liste der Marketing-Massnahmen ganz oben.
  • Über die Rentabilität von Marketing-Kampagnen kann nur die Hälfte der Händler Auskunft geben.
  • Immer mehr Händler wollen Kreditkarten, PayPal und Direktüberweisungs-Verfahren akzeptieren.
  • Bei Zahlungen per Rechnung und per Lastschrift treten häufig Zahlungsstörungen auf.

Die Studie kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

(in ähnlicher Form bereits im carpathia e-business.blog gepostet)

Führungswechsel bei XING

von Reto Hartinger

Der XING-Gründer Lars Hinrichs tritt kürzer und gibt die operatvie Führung an einen erfahrenen Manager ab. 

Lars Hinrichs dazu “persönlich werde ich mich wieder stärker auf das zu konzentrieren, was mir als Unternehmer am Herzen liegt: Neue Ideen zu entwickeln und sie mit unternehmerischem Engagement umzusetzen. XING werde ich in der Zukunft als Mitglied des Aufsichtsrates weiter aktiv beratend zur Seite zu stehen. Zudem bin ich größter Einzelaktionär und beachsichtige es auch weiterhin zu bleiben.”

Neuer starker Mann bei XING wird Ebay Deutschland Chef Dr. Stefan Groß-Selbeck. 

Dr. Stefan Groß-Selbeck

XING zählt mittlerweile 6,5 Millionen Mitgliedern, ist in vielen Ländern aktiv, zählt 170 Mitarbeitern und schreibt permanent schwarze Zahlen. Das wird sich nach nicht ändern, denn der Umsatz wird im Vorraus oft für mehrere Jahre kassiert. 

Ich gratuliere Lars zu seiner Leistung und, dass er sich auch rechtzeitig zurückziehen kann.

Wer erinnert sich noch an den New Economy Crash?

von Daniel Niklaus

Nachdem wir für kurze Zeit die Stars der Wirtschaft waren, wurden wir zu den “geprügelten”. Geld haben wir sinnlos verblasen, unrealistische Projekte angepackt und sowieso hätte man uns Turnschuhträgern NIE die Wirtschaft anvertrauen dürfen.

Mit etwas Abstand und mitten in der nächsten Wirtschaftskrise lohnt sich ein Blick zurück. Vor dem Crash 2001/02 surften in der Schweiz knapp 2 Millionen Leute im Internet. Heute sind es über 4.6 Millionen. Tickets, Reisen und Bücher werden über das Internet gebucht. Wohnungen im Internet gefunden, Krankenkassenprämien im Netz verglichen. Das Telefonbuch? tel.search.ch & Co. haben gewonnen. Traditionellen Zeitungen bricht der Umsatz weg und Zeitschriften verschwinden am Kiosk. Die schlimmsten Alpträume der Old Economy werden war. Im Vorzeigeland USA verdienen Firmen wie Google und Microsoft massig Geld, während GM und Ford ums nackte Überleben kämpfen.

Wo war der Crash 2001?
Ja genau, an den Finanzmärkten. Ich meine, wer hat in unserer Branche gewusst, was damals Fantastic für ein Produkt anbot? Der Börse war’s eine Milliarde Wert. Und wie intelligent die dort sind, sehen wir heute täglich. Jeder Statistiker darf mir das untere Bild um die Ohren hauen. Aber ich legte mal kurz Retos Statistik zu den Onlinewerbeumsätzen in den USA über den Chart von Googles Kursentwicklung seit 2004.

Ich startete 1993 mitten in der Rezession in die Selbständigkeit. Damals verspekulierten sich die Banken in der Schweiz und mussten zwischen 40-50 Milliarden im CH-Immobiliensektor abschreiben. Was lernen wir daraus?

  • Die Zocker an der Börse lernens nie.
  • Trends wie das Internet (oder 3D-Welten) werden kurzfristig überschätzt und langfristig unterschätzt
  • Lasst uns die Ärmel hochkremplen, deren Puff aufräumen und die Wirtschaft in Gang halten

Die digitale Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen.
Wir sind immer noch am Drücker ;-)

Onlinewerbung in den USA Robust – Google massiv unterbewertet

von Reto Hartinger

Es gibt noch keine wirkliche Delle in der Onlinewerbung der USA – im 3 Quartal 2008 ist sie gegenüber Vorjahr um 11 und gegenüber dem Vorquartal 2 % gestiegen.

Quelle Interactive Advertising Bureau and PricewaterhouseCoopers (via TechCrunch)

TechCrunch interpretiert das Ergeniss negativ. If you look at the (awfully blurry) graph above, you can see that online advertising revenues have been pretty much flat all year long. Hey Jungs – die Wirtschaft nimmt ab, die Werbeumsätze brechen ein und die Onlinewerbung steigt noch immer. Die Stimmung ist schon so mies, dass man alles nur noch negativ sieht. Im Vergleich, der Aktienkurs von Google hat sich halbiert. So gesehen ein unvernüftig grosser Einbruch des Aktienkurses, steht das Preis/Gewinn Verhältnis Aktuell auf 17.29! (zu diesem Verhältnis wurden lahme Chemie-Titel gehandelt). Der Google Gewinn sollte nicht gross einbrechen, denn Google hat die Kosten im Griff (siehe z.B, Schliessung lively) und sorgt für mehr Werbeeinnahmen um Rückgänge zu kompensieren (siehe Youtube, finance). Google wird diesen Kurs fortsetzen – Resulate von Kosteneinsparungen und mehr Werbeeinnahmen sehen wir im nächsten Quartal.

Leadvermittlung durch help.ch

von Reto Hartinger

Heute bekomme ich das erste Mal ein Leadvermittlungs-Mail von help.ch. Genauso wie swissguide.ch versucht help.ch für die eingetragenen Firmen via Leadvermittlung einen Mehrwert zu generieren. Ich bin mir das von XING gewohnt, war aber angenehm überrascht über das Mail von help.ch

Guten Tag insider.management

Ihre Firma ist in der Suchmaschine www.help.ch eingetragen. Ein Interessent hat via Ihrer Detailseite aufwww.help.ch eine Offerten-Anfrage an Sie gerichtet.

Bitte nehmen Sie mit dem Interessenten direkt Kontakt auf!

OFFERTEN-ANFRAGE

Kapitalsuche für bestehendes Projekt Luxuswohnungen Tessin
Sehr geehrte Damen und Herren,

Im Auftrag meines Kunden suche ich CHF 12
Mio. für die Realisierung eines Projektes
im Tessin. Es werden 24 Luxuswohnungen
gebaut. Businessplan und Schatzung des
Baulandes liegen vor. Mein Kunde will
zuerst Nachbargrundstück erwerben, und
nachher mit Projekt beginnen. Laufzeit
Darlehen/Beteiligung Investor ca. 1 Jahr,
7% Zins. Nachher braucht mein Kunde keine
Bank mehr.
Kontaktwunsch
Email
Liefertermin
-
KUNDEN-DATEN
Adresse
(Der Name der Firma GmbH)

Nun frage ich mich natürlich, ob ich meinen Eintrag auf help.ch verbessern sollte um bessere Anfragen zu bekommen. Als wir mit Zusatzeinträgen bei telsearch experimentiert haben (man konnte seinen eigenen Eintrag mit Logo und Text aufmotzen) habe ich für Uebersetzungen pro Jahr immerhin 3 Aufträge generiert. Leadvermittlung über Verzeichnisse kann also funktionieren. 

Der Tod der 3D-Welten

von Reto Hartinger

Google hat seinen 3D-Dienst lively abgeschaltet. Gestartet als geniale Initiative um 3D-Welten nicht in ein Websitekäfig einzuschliessen sonder überall zugänglich zu mache – d.h. man hätte beim Surfen quasi immer seinen Avatar zur Seite gehabt und hätte jederzeit auf allen Sites wo es den möglich war, mit seinem Avatar auftreten können. Jede Website hätte die Möglichkeit gehabt “auch” eine 3D-Welt zu haben. Ziemlich genial. Nur leider hat es nach einem kleinen Medienhype niemand benutzt.

Auch um Second Life ist es ruhig geworden. Man hört nicht mehr jede Woche eine Story über und aus Second Life. Auch unser letzter Beitrag ist ein Jahr alt. Heisst das, dass auch Second Life am Ende ist?

Keineswegs, die Nutzung hat im September gegenüber Vorjahresseptember um 45 % zugenommen 

User Hours per Quarter

und auch das Wachstum beim Landkauf ist beeindruckend

Total Land Owned by Residents

So ist also lediglich Googles Initiative gestorben, das ganze 2D Web 3Dfähig zu machen. Wäre das gelungen, hätte das auch Chatportalen ziemlichen Aerger bereitet. Die Idee hinter lively erinnert mich an OpenSocial – da wird auch die Economics verändert bzw. aufgebrochen. Auch hier stellt Google der Internetwelt etwas zur Verfügung, das vorher in Sites eingeschlossen war. Ist der Tod von lively der Tod von solchen Konzepten? Ist Google zu wenig kraftvoll um Basistechnologien dem ganzen Web aufzudrücken?

Werbelavine von Google

von Reto Hartinger

Der Google Umsatz droht zu sinken. Google weiss sich zu helfen: an vielen Orten wird neu Werbung platziert. So z.B. neu auch in Google Finance. 

  • Trader Makes $18 Billion

    California trader makes $18 Billion in a single year! Find out How
    www.VirtualinvestingClub.com
  • Is Berkshire a Buy/Sell?

    Is Buffett too old to right this ship. Should BRK be a sell?
    www.MoneyMorning.com/brk_report

Sie sind so geschickt bzw. relevant, dass man sie kaum als Werbung erkennt, wäre da nicht das ads by Google. Google will auch endlich mit Youtube Geld verdienen. Anzeigen erscheinen nach Suchanfragen neben der Ergebnisliste als Bild mit Kurztext. Eigentlich eine gute Sache, schwieriger wird es bei Werbung innerhalb von Filmen.  Anzeigen erscheinen innerhalb von 15 Sekunden nach Start des Videos für 10 Sekunden im unteren Fünftel eines Videos. Der TKP ist auf 20 Dollar angesetzt.  Werbekunden können die Tageszeiten und das Profil der Nutzer wählen. Die Filmehochlader können ihre Videos mit Tags versehen, die dann als Schlüsselwörter gelten welche Adsense zur Einspielung von Werbung innerhalb des Videos verwendet.

Ganz ohne Targeting kommen die grossen Bildwerbungen auf der Youtube Homepage aus, wobei nicht auszuschliessen ist, dass Google dazu nicht ein Userprofil anwendet.

Google experimentiert auch mit  Pre Roll und Post Roll Werbung – also Werbung vor und nach dem Video oder wird auch Kinofilme mit Werbung anbieten. Youtube soll zum Cashbringer werden.

Es ist nicht auszuschliessen, dass auch Google Docs irgendwann mit Werbung versehen wird.

Trotzdem wird Google zu unter 300 Dollar gehandelt (289.35  - 3.59%). Ich glaube, dass Google damit für eine Ueberraschung sorgen kann. Das Potenzial um mit Online-Werbung Geld zu verdienen ist bei Google noch lange nicht ausgeschöpft.

Yahoo Trauerspiel Yang tritt ab

von Reto Hartinger

Der Yahoo Gründer und CEO Jerry Yang tritt ab. Er hat völlig glücklos und gegen die Interessen der Aktionäre gehandelt. Der Druck ist zu gross geworden. Yahoo hat zwar immernoch viele User (die steigeigen sogar) und im Werbemarkt sowie bei gewissen Diensten eine starke Stellung- gegenüber Google hat Yahoo aber einfach den Coolnessfaktor verloren. Yahoos Marke ist immer mehr mit dem Verliererimage behaftet. Dass Microsoft vor einem halben Jahr noch 33 Dollar pro Aktie geboten hat, diese heute aber nur noch knapp über 10 Dollar Wert ist, kommt erschwerend dazu. 

Ein Zusammengehen mit Microsoft wäre eine Chamce gewesen, eine starke No2 im Online-Werbemarkt zu etablieren. Stattdessen hat sich Yahoo in die Arme von Google geworfen, was nur Kosten gebracht hat (allen Parteien). Google hat die aussichtslose Partnerschaft abgesagt.

Balmer verkündet, nicht mehr an einer Uebernahme interessiert zu sein, höchstens an Kooperationen. Stimmt, vertraglich wäre auch zu erreichen was Microsoft will: die Such-Werbung bei Yahoo zu übernehmen. An mehr ist Microsoft nicht mehr interessiert. Zu viele Key Mitarbeiter haben während des Trauerspiels das sinkende Schiff verlassen. Pageviews für Bildwerbung will Microsoft nicht mehr (schade). 

Auch bei Microsoft gibt es immer noch keine richtige online Strategie. Einen Schritt vor, einen Zurück. Es fehlt an der nötigen Vision und am Durchhaltewillen.

Ich wünsche mir ein starkes Gegengewicht zu Google. Damit bin ich aber bald alleine.

Nachtrag: Und die Aktien gehen ob der News gleich 14 % in die Höhe

Recent Artikel

Recent Kommentare

Letzte Trackbacks