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Werbung als Spamschutz die funktioniert

von Thomas Lang

CAPTCHAs gibt es fast so lange wie es Formularspam gibt – diese fast bis zur Unkenntlichkeit verformten Wörter oder Zeichenfolgen, die ein menschliches Wesen nochmals eintippen soll, bevor ein Formular im Internet abgeschickt wird.

Nun gibt es neue Ansätze, diese Funktion zur Trennung von Computern und Menschen beim Absenden von Formularen intelligent und gewinnbringend einzusetzen.

Das Kölner Startup CaptchaAd zeigt nicht kreative Wortdarstellungen sondern streamt kurze Videoclips. Der Anwender beantwortet eine Frage aus diesem Clip und identifiziert sich damit als menschliches Wesen. Die User können sich damit der Werbebotschaft nicht entziehen und zeigen notgedrungen eine hohe Awareness zum Inhalt.

Ein Beispiel:

Werbebotschaft

Weitere Beispiele zu CAPTCHAs allgemein und CaptchaAd im speziellen drüben im carpathia: e-business.blog

(Crossposting)


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5 Kommentare zu “Werbung als Spamschutz die funktioniert”

  1. Gian-Franco Salvato schrieb:

    Naja wirklich toll finde ich den Ansatz nicht, die Leute zum Betrachten von Werbung zu zwingen. Da bevorzuge ich weiterhin reCAPTCHA (http://tinyurl.com/3hcstw), bei dem die Nutzer anstelle von zufällig generierter Buchstaben- und Zahlenfolgen eingescannte Wörter bekommen, die bei der Buchdigitalisierung von Texterkennungssoftware (Optical Character Recognition, OCR) nicht erkannt wurden.

  2. Thomas schrieb:

    Definitiv ist reCAPTCHA die sympathischere Lösung wenn es um das Erkennen von Mensch oder Maschine beim Absenden von Formularen geht. Absolut einverstanden mit Gian-Franco.

    Beispiele zu CAPTCHA, CaptchaAd oder eben auch reCAPTCHA auf dem ursprünglichen Blog-Post.

  3. Rafael schrieb:

    Bei der Sympathie bin ich wohl die Ausnahme. Mir ist so eine Werbebotschaft lieber als eine Zeichenfolge, bei der ich mich z.T. richtig anstrengen muss, um die korrekten Zeichen zu erkennen – mir fällt es wohl leichter Werbung zu verstehen, als Kryptik zu entziffern :-).

    Thomas und Gian-Franco definieren ihre Ablehnung für diese Spamschutzform mit dem Zwang – mir als Marketingmensch gefällt gerade diese Unausweichbarkeit. Ich finde die Idee gut und mit viel Brandingpotential, es ist sogar in meinem Augen eine gänzlich neue Werbeform, die sogar spezialisierte Agenturen oder Teams hervorbringen könnte, welche sich auf 5 Sek.-Spots spezialisieren. Muss aber nicht sein, spannend wäre es mal eine Studie in einem Jahr dazu zu haben.

    Warum bin ich begeistert: Ich glaube, dass ein Werkzeug, welches eine Botschaft exakt zum Abschluss des Bestellvorgangs ((((eigentlich ist die Botschaft sogar Teil des Abschlusses eines bewussten und gewollten Ereignisses welches weitere Ereignisse (Eintreffen der Ware, Ergebnis der Formulareingabe etc.) nach sich zieht und deshalb von unserem Gehirn bevorzugt gespeichert wird)))) in das Bewusstsein transportieren kann, im Bereich “Top of Mind” zu einem Thema sehr grosse Wirksamkeit haben kann.

    Image/TOM-Kampagnen sind meistens der kostspieligste Teil eines Marketing/Kommunikationskonzeptes (TV, Plakate, Events etc. ) – bei diesem technisch neuen Prinzip: “Sag einen Teil meiner Botschaft damit Du was von mir bekommst” sehe ich viel Potential. Dieses Spamschutz-Ding ist für mich erst der Anfang. Man könnte das auch noch an ganz anderen Orten machen. Die Idee ist wirklich gut. Richtig gemacht und stringent eingesetzt bin ich ziemlich sicher, dass sich eine Marke ein paar Schaltungen in klassischen Kanälen inkl. Onlinewerbung sparen kann und trotzdem die Werte bei TOM/Image verbessert – weil bei der Botschaft, der Zeitpunkt, das Bewusstsein, die momentane Tätigkeit etc. besser aufeinander matcht als der Spot vor der Tageschau, als das Plakat im Bahnhof, als das Wettersponsoring im Radio, als das Banner oder die Textwerbung bei einer Suchanfrage – Zwang hin oder her.

    In meinen Augen eine technisch neue, hochwirksame Massnahme um Image- und TOM-Werte zu verbessern. Wer ist anderer Meinung?

  4. ThomasK schrieb:

    /Wer ist anderer Meinung?/
    Ich nicht! Danke an Thomas Lang für den Beitrag.

    Laut Wikipedia zumindest sind die Chaptachs keine 100%ige Sicherheit darstellen. Siehe dort unter “Lösung durch Maschinen”.

    Vielleicht stelle ich mich überdurchschnittlich dusselig an – aber öfters mal brauche ich mehr als einen Anlauf für Captchas und mehr als 5 Sekunden. Viel lieber wäre mir da ein Filmchen am besten von einer netten Dame (bzw. Babe :-) vorgetragen mit der kleinen Frage im Anschluss.

    Wenn ich mal Rafales kreative Begeisterung weiterspinnen darf: Avatare (gerne auch gefilmte nicht nur aus der 3D-Kiste) als Medium wären auch ne feine Sache!

    Nach dem Motto:
    Avatar: “Wie heisst mein Lieblingsprodukt, das ich eben vorgestellt habe?”
    User: “Ist doch egal, frag einfach nochmal was!”
    Avatar: “Okay, bist ein Mensch…”

  5. ThomasK schrieb:

    sorry… Ich meinte : Laut Wikipedia zumindest sind die Chaptachs keine 100%ige Sicherheit .

    Noch der Link dazu : http://caca.zoy.org/wiki/PWNtcha

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