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Der Tod der 3D-Welten

von Reto Hartinger

Google hat seinen 3D-Dienst lively abgeschaltet. Gestartet als geniale Initiative um 3D-Welten nicht in ein Websitekäfig einzuschliessen sonder überall zugänglich zu mache – d.h. man hätte beim Surfen quasi immer seinen Avatar zur Seite gehabt und hätte jederzeit auf allen Sites wo es den möglich war, mit seinem Avatar auftreten können. Jede Website hätte die Möglichkeit gehabt “auch” eine 3D-Welt zu haben. Ziemlich genial. Nur leider hat es nach einem kleinen Medienhype niemand benutzt.

Auch um Second Life ist es ruhig geworden. Man hört nicht mehr jede Woche eine Story über und aus Second Life. Auch unser letzter Beitrag ist ein Jahr alt. Heisst das, dass auch Second Life am Ende ist?

Keineswegs, die Nutzung hat im September gegenüber Vorjahresseptember um 45 % zugenommen 

User Hours per Quarter

und auch das Wachstum beim Landkauf ist beeindruckend

Total Land Owned by Residents

So ist also lediglich Googles Initiative gestorben, das ganze 2D Web 3Dfähig zu machen. Wäre das gelungen, hätte das auch Chatportalen ziemlichen Aerger bereitet. Die Idee hinter lively erinnert mich an OpenSocial – da wird auch die Economics verändert bzw. aufgebrochen. Auch hier stellt Google der Internetwelt etwas zur Verfügung, das vorher in Sites eingeschlossen war. Ist der Tod von lively der Tod von solchen Konzepten? Ist Google zu wenig kraftvoll um Basistechnologien dem ganzen Web aufzudrücken?


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3 Kommentare zu “Der Tod der 3D-Welten”

  1. Internet Briefing Blog / Onlinewerbung in den USA Robust - Google massiv unterbewertet schrieb:

    [...] Der Google Gewinn sollte nicht gross einbrechen, denn Google hat die Kosten im Griff (siehe z.B, Schliessung lively) und sorgt für mehr Werbeeinnahmen um Rückgänge zu kompensieren (siehe Youtube, [...]

  2. Internet Briefing Blog / Wer erinnert sich noch an den New Economy Crash? schrieb:

    [...] wie das Internet (oder 3D-Welten) werden kurzfristig überschätzt und langfristig [...]

  3. styropor.digital » Blog Archive » Ist Second Life jetzt endlich tot? schrieb:

    [...] obige Grafik zeigt die «Monthly User Hours». So hat etwa die Nutzung im September 2008 gegenüber Vorjahresseptember um 45 % zugenommen. Und: die drei im Artikel vorgestellten Marketing-Cases zeigen das Potenzial deutlich auf. Klar, [...]

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