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Die ersten Internet Briefing Mitglieder

von Reto Hartinger

Ich war grad auf der Benutzer-Administrationsseite des Internet Briefings und habe die Mitglieder nach Datum registriert. Siehe da das erste registrierte Mitglied war Jörg Eugster am 24. Januar  2005 gefolgt von Ueli Weber am 27. sowie Andreas Krumes am 28. Jörg ist auch das fleissigste Mitglied – hat bis jetzt nur schätzungsweise 4 Meetings ausgelassen. Von den ersten 50 Mitgliedern sind 36 immernoch dabei. Sieben der 14 ausgetretenen haben das Tätigkeitsfeld verlassen, einer ist wegen des Efficiency Clubs nicht mehr dabei und drei fanden die Briefings zu wenig gut. Am 10. Februar hat sich das 50. Mitglied angemeldet, Claude Chautems, gleichentags sind aber noch fünf weitere dazugekommen.

Bis zu unserem ersten Meeting am 1. März 2005 mit Samy Liechti, CEO, blacksocks.com (hatte diesen Titel) waren bereits 96 Mitglieder registriert (Peter Stevens). Zum ersten Treffen sind 67 Personen gekommen, neun waren oder wurden nie Mitglieder, 24 sind irgendwann später ausgetreten. 34, also die Hälfte der Anwesenden sind nach knapp 4 Jahren noch Mitglied.

Beim zweiten Treffen vom  5. April, Technologische Trends die Ihre Firma verändern werden mit Jürg Stuker, sind bereit 80 Personen erschienen. Wiederum sind 10 Anwesende nie Mitglied geworden, 46 sind immer noch dabei, 24 sind später wieder ausgetreten (praktisch Deckungsgleich zu den ausgetretenen Personen des ersten Meetings).

Wieso es 2009 vorinstallierte Google Chrome Browser geben wird

von Reto Hartinger

Bis jetzt war den PC-Herstellern eigentlich egal, welcher Browser auf ihren Kisten lief. Das könnte sich 2009 ändern, wenn Google den Herstellern den gleichen Deal offeriert wie Mozilla bzw Firefox. Jede Suchabfrage aus dem Firefox-Browser wird entgelted. Statt Mozilla zu bezahlen, könnte das Geld wegen Vorinstallation des Chrome-Browsers an die PC-Hersteller fliessen. Alle verdienen daran – ausser Mozilla und Microsoft. Bei den harten Margen im PC-Geschäft ein willkommener Zuschuss. 

Dazu muss Google seinen Browser aber nochmals kräftig aufrüsten, aber das werden sie sowieso machen. Microsoft kann kaum nachziehen, denn Microsoft verdient an den Suchen nicht viel oder weit weniger Geld als Google. (Wieviel?). Hier eine Suche nach Bank auf live search und dasselbe bei Google. Microsoft hat keine Werbung, Google bietet mir eine Privatkredit und Tagesgeld (6% in Euro, wow) an.

Wieso Webanalytics nicht weiter hilft

von Reto Hartinger

Ob eine einzelne Webseite Traffic hat oder nicht sagt doch überhaupt nicht aus, ob sie für die Zielgruppe relevant ist oder nicht! Meine Behauptung die ich gerne beweise. Irgendwie war mir der Blick in die Statistik von Webseiten immer etwas ungeheuer, weil sie zwar aussagt was die Leute von meiner Site zu sehen bekommen – mehr nicht – aber nicht unbedingt was sie wirklich wollen. Wieso?

1. Da der meiste Traffic eh von Suchmaschinen kommt ist es die Relevanz der Seite für Suchmaschinen die den Traffic bestimmt und nicht die Relevanz die er für meine Zielgruppe hat.

2. Weil die Struktur der Website bestimmt, ob die Zielgruppe relevanten Content überhaupt zu sehen bekommt. Wenn die Navigation kompliziert ist, bekommt eine relevante Seite kaum Traffic von der Homepage. Würde ich diese weil sie kein Traffic hat einfach löschen, würde ich also vordergründig das Richtige machen, für meine Zielgruppe aber genau das Falsche. Es ist in diesem Falle eben nicht der Traffic der über Relevanz bestimmt.

Gerne nehme ich ein Beispiel aus dem Blog auf. Da wird ja jede Seite gleich behandelt. Der Artikel 1,8 %  von Harald Taglinger bringt es auf eine ansehliche Leserschaft:

1.542 Seitenzugriffe   
1.123 Eindeutige Zugriffe   
00:00:46 Besuchszeit auf einer Seite   
66,94 % Absprungrate   
72,44 % % Ausstiege
   

Toll. Die Absprungrate zeigt, dass auch Viele weitere Artikel gelesen haben, was auch die Besuchszeit andeutet, denn dieser Artikel wird in viel weniger als 46 Sekunden gelesen:

 

1,8 %

von Harald Taglinger

Hammse nu, oder hammse nich? Sie hamm. 1,8% aller US-Handy-Verkäufegingen auf Apples Konto. Allerdings liegt der Marktanteil von Apple-Notebooks bei derzeit 17,6 Prozent. Da hamma noch was an Arbeit vor uns.

 

Man kann mir nicht sagen, dass der üppige Inhalt entscheidend war, um in Suchmaschinen hochzuklettern und der aussagekräftige Titel hat wahrscheinlich auch nicht viele zum Klicken verleitet. Woher kam der Traffic tatsächlich?

1.
images.google.de
           
  26. September 2007 – 26. Dezember 2008 1.119 833 00:00:43 67,35 % 73,91 % $0,00
               
2.
images.google.ch
           
  26. September 2007 – 26. Dezember 2008 101 68 00:01:12 56,72 % 66,34 % $0,00
3.
images.google.at
           
  26. September 2007 – 26. Dezember 2008 83 65 00:00:10 75,38 % 78,31 % $0,00
4.
msn
           
  26. September 2007 – 26. Dezember 2008 79 43 00:00:53 67,44 % 54,43 % $0,00
5.
images.google.com
           
  26. September 2007 – 26. Dezember 2008 67 47 00:00:33 61,70 % 70,15 % $0,00
6.
live
           
  26. September 2007 – 26. Dezember 2008 42 28 00:00:54 65,38 % 61,90 % $0,00

Aha, von der Bildsuche. Haralds Bild kommt also in den Suchmaschinen an! Wie steht es mit dem Text? Mit welchen Suchbegriffen sind die Surfer gekommen?

Keyword Seitenzugriffe Eindeutige Seitenzugriffe Besuchszeit auf einer Seite Absprungrate % Ausstiege $Index
1.
elvis
58 32 00:01:06 65,62 % 55,17 % $0,00
2.
elvis presley
32 21 00:00:27 76,19 % 65,62 % $0,00
3.
fat elvis
11 5 00:00:22 80,00 % 45,45 % $0,00
4.
fat
6 5 00:02:54 33,33 % 50,00 % $0,00
5.
“joel janser”
4 4 00:01:06 50,00 % 50,00 % $0,00
6.
elvis imagesize:large
3 1 00:00:10 0,00 % 33,33 % $0,00
7.
elvis photos fat
3 1 00:00:08 0,00 % 33,33 % $0,00
8.
elvis presley imagesize:large
3 2 00:03:46 50,00 % 66,67 % $0,00
9.
elvis fat
2 2 00:00:00 100,00 % 100,00 % $0,00
10.
fat elvis picture
2 1 00:00:09 0,00 % 50,00 % $0,00

 

Sorry Harald – ich weiss nicht wieso Elvis mit dir assoziert wird. Die Lösung ist in den Kommentaren zu finden – an 6. Stelle schreibt Josel Janser (auszugsweise):

Joel Janser schrieb: (Auszug)

Aber ich sehe auch nirgends eine Revolution. Microsoft wird hat immer fetter, langsamer und älter… und sie schaffen es nicht alte Zöpfe (z.B. kerntechnologie von windows) abzuschneiden um vorwärts zu machen.

http://www.rockabilly-wildstreak.de/Bilder/Gestaltungs-Pics/Elvis-fat.jpg

Ich hoffe ich komme an den Vortrag von Steve Ballmer ran. Vor 2 Monaten war ich an einem Vortrag von Steve Wozniak in Zürich. Er hat einen sehr intelligenten und inspirierenden Eindruck gemacht. Aber Steve Ballmer ist sicher lustig…

Die gute Nachricht dabei: Kommentare sind durchaus relevant! 

Mich hinterlässt Google Analytics ratlos. Das Ziel von Haralds Artikeln ist, kurz zu informieren, auf Entwicklungen aufmerksam machen und auf weitere Seiten zu verlinken. Gut, wenn sich daraus auch noch eine Diskussion entwickelt wie in diesem Fall.

Die Analyse des Beitrags via Google Analytics bringt mir sehr wenig Erkenntnisse. Die Frage, ob dieser Artikel für die Zielgruppe relevant war oder nicht, in welchem Verhältniss zu anderen? Die relevanteste Messmethode bleibt, wieviele Rekationen hat ein Beitrag ausgelöst – dazu brauche ich allerdings kein Webanalytics Tool. Ein möglicher Schluss wäre gewesen, dass auch kurze Beiträge viel Traffic bringen können. Das stimmt hier bei näherer Betrachtung sicher nicht – ohne die Kommentare wäre weniger gar kein Traffic von Suchmaschinen gekommen. Der Haupttraffic kam vom Bild und nicht vom Text. Und der Texttraffic kommt gar nicht vom Text sondern von einem Text in einem Link! Hm, eine Knacknuss für Suchmschinenoptimierer: Wieso ist das so? Wieso Google Image das Bild so hoch ratet kann ich mir allerdings auch nicht vorstellen. Wieso die Suchbegriffe von Google Image nicht ausgewiesen werden auch nicht.

Ich möchte hier nicht gegen Webanalytics sprechen, nur die Probleme aufzeigen, die ich damit habe. Sicher geht es vielen so. Ich habe nachher immer mehr Fragen als vorher. Was machen wir falsch? Google Analytics sollte doch Fragen beantworten statt neue stellen.

 

 

 

Twittern und Social Networking

von Reto Hartinger

Vor 6 Monaten habe ich ein Twitter-Account eingerichtet und unter http://twitter.com/RetoHartinger zu twittern begonnen.

Was sind meine Erfahrungen damit und wie hat sich meine Beziehung zu anderen Social Network Aktivitäten verändert?

1. Endlich kann ich mal Gedanken jenseits der Internetthemen loswerden. Z.B. einfach kurz etwas Wirtschaftliches oder Politisches loswerden. Oft einfach nur ein Link auf das was mir aufgefallen ist. Ich hüte mich, zu kommentieren was ich gegessen habe und wo ich mich gerade aufhalte und wie das Wetter ist. Man schlage mich – genau das habe ich in den letzten Tagen (Ferien) aber gemacht. 

2. Ich kann sofort mit vielen kommunizieren. Ein Satz geht an knapp 200 Personen und wird manchmal kommentiert. Auch wenn ich etwas an eine bestimmte Person schreibe oder auf etwas was diese geschrieben hat, lesen Andere mit und greifen es vielleicht auf. Finde ich angenehm. Oft ist was ich sage für mehr als eine Person bestimmt.

3. Es hat sich ein Kreis gebildet von Personen die ich aus dem Internet Briefing oder aus meinen früheren Tätigkeiten kenne. Ich lerne diese privater kennen – das ist spannend, auch wenn mich Belangloses in Häufigkeit nervt. Drum versuche ich genau dies nicht zu tun (bin aber wie gesagt der Versuchung unterlegen). Twittern ist of ein Befindlichkeitsgelabber. 

4. Oft bekomme ich wertvolle gedankliche Inputs oder Links die mich zu einem Blogpost inspirieren. Nachrichten und Hintergrundwissen erreicht mich schneller als meine RSS Feeds dies tun können. Ich lerne kennen, wer über was nachbrütet und wie die Leute denken.

5. Twittern ist genauso ein Zeitfresser wie er auch ein Zeitsparer ist. Kann ich eine Nachricht in 140 Zeichen mehreren Insidern mitteilen, so erspart mir das unter Umständen ein Massenmail. Zeit frisst es aber alleweil, da ich mindestens jede Stunde einmal reinschaue und nachlese was abgeht. Die News habe ich von 20min (nzz habe ich über den RSS-Feed und würde mich nerven die Quelle 2x zu haben).

6. Der Aufbau der Community ging für meine Begriffe langsam von statten. In Zürich bin ich mit 164 Followern der 7. wichtigste Twitterer. In XING habe ich 1548 Kontakte und auf Facebook bringe ich es auf 438 Freunde. und in Linkedin.com sind es 297. Friendster benutze ich gar nicht – habe zwar auch ein Account eingerichtet. Wegen Twitter habe ich die Lust an Facebook verloren – gehe fast nie mehr hin. Meine Tweets erscheinen auch nicht automatisch in Facebook – ich weiss nicht wie das geht und ob ich das wirklich will, ich will irgendwie die Netze eher trennen als alle verbinden. XING bleibt mein favorit network, Linkedin beachte ich praktisch nicht mehr obwohl es mein erstes network war.

7. Ich selber verfolge 144 Personen auf Twitter – fast niemand aus den USA, die meisten aus der Schweiz, meist Internet Briefing Mitglieder. Aber die 144 sind schon fast zu viel. Ich muss vielleicht nochmals abbauen, sonst kann ich die Nachrichten nicht mehr lesen und beantworten.

8. Auf XING habe ich eine Internet Briefing Gruppe eingerichtet – dasselbe auch auf Facebook Die XING-Gruppe bearbeite ich regelmässig. Wer drin ist bekommt jede Einladung an die Internet Briefings und Techtalks. Einen Newsletter schreibe ich nicht. Auf Facebook bin ich mit Eventeinladungen sehr zurückhaltend. Beide Gruppen sind klein Facebook bingt es auf 182 Mitglieder. Ich habe erwartet, dass sich das irgendwie schneeballmässig verbreitet – nix da. Wahrscheinlich komme ich einfach zuwenig drus um diesen Effekt erzielen zu können. Auf XING hat die Gruppe immerhin 413 Mitglieder – es sind aber bei weitem nicht alle 600 Internet Briefing Mitglieder drin – weil ja auch nicht 100 % der Mitglieder ein XING Profil haben und einige die eins haben sind nicht mit mir verbunden. 

9.  Reaktionen provoziere ich rein über die Masse am meisten bei XING – ändere ich dort etwas in “ich suche” oder “ich biete” – habe ich innerhalb von Sekunden Antworten. Bei Twitter dauert es zwar auch nicht viel länger, aber es sind wesentlich weniger. Facebook bringt noch weniger Reaktionen auf Aenderungen in der Statuszeile. Wahrscheinlich hat jeder auf Facebook so viele solche Meldungen aus dem Netzwerk, dass sie nicht mehr gelesen werden. Ich lese die Statusänderungen in XING.

Web 2.0 hat mich erreicht – aber ich bin noch lange kein Virtuose. Sonst hätten meine Gruppen mehr Mitglieder und ich würde virales Marketing auf Facebook beherrschen. Sicher entfalte ich auf Sozialen Netzwerken mehr Wirkung als Andere – das hängt aber eher damit zusammen, dass ich in der realen Welt besser vernetzt bin als manch anderer und nicht damit, dass ich die Tools besser beherrsche.

20 % Gewinn mit Online-News

von Reto Hartinger

Bemerkenswert: Spiegel Online macht 20 Mio Umsatz und 4 Mio Gewinn! Dafür arbeiten 100 Mitarbeiter. Es gibt anscheinend keine grössere Onlinekampagne die auf Spiegel Online verzichten will. Kein Wunder bei 5.28 Mio Unique Usern. Für die Verlage ist die Zukunft nicht einfach. Wie lautet die Zauberformel? Gratiszeitung/Online/Abo? Gratiszeitung/Online? Online/Abo? Cash hat den ersten Versuch mit einer multimedialen Zeitung gemacht. Mit Erfolg? Anscheinend nicht, den Blick hat das Konzept bis jetzt “noch” nicht übernommen.

Zurzeit kaufen die Schweizer Verlage die Internetszene auf, egal ob Portal-, E-Commerce- oder Community-Site. Es werden Pageviews gekauft. Ist das die Lösung? Bis anhin haben die Verlage nicht als gute Verkäufer von Onlinewerbung bewiesen. Viele erfolglose Strategiewechsel. Mal Eigenvermarktung, dann wieder Pachtvertrag.

Nachtrag

Das Web löst auch langsam aber sicher die Zeitung als Informationsquelle ab. Wir sind aber auch bei Internet und Video und Internet und TV erst am Anfang der Entwicklung. Internet wird der Transportkanal auch für das bewegte Bild werden.

:

Die Entwicklung lautet: Papier wird als Distributionskanal abgelöst. Papier ist zurzeit aber ein gutes Push-Medium. Erst mit dem “physischen” E-Paper (damit ein Gerät gemeint und nicht der doofe PDF-Reader für Zeitungen. Beispiel von Sony Philipps ) wird auch das Internet über einen Pushkanal verfügen.

Das war das Internet Briefing 2008

von Reto Hartinger

Fast ist das Jahr wieder vorbei und Weihnachten steht vor der Türe: Ich wünsche allen ein fröhliches Fest und einen guten Rutsch ins 2009. Werfen wir einen Blick auf das 2008, bevor wir uns dem neuen Jahr widmen und gute Vorsätze machen. 

Internet Briefing ist in der Branche eine feste Grösse, nicht mehr wegzudenken. Einige Mitglieder sind seit Beginn dabei – auch solche, die eben keine Internet Profis waren. Heute haben sie dank des Internet Briefings ein profundes Wissen und ein gutes Netzwerk in der Branche. Zwischen Mitgliedern passiert viel – das ist das Ziel den Internet Briefings: Ein starkes Netzwerk von Freunden zu bilden. Für mich ist jedes Jahr igendwie anders aber ich möchte keines missen oder weniger oder besser als die anderen bewerten. Das Internet Briefing lebt durch und von seinen Mitgliedern und diese sind toll und bereiten mir stets Freude. Auch ich lerne immer wieder spannende Persönlichkeiten kennen und vertiefe mein Wissen in den Treffen.
Blicken wir zurück:
- Internet Briefing ist von über 500 auf über 600 Mitglieder gewachsen. Das Wachstum ist nicht mehr so steil wie in den vergangenen Jahren, aber wir wachsen munter weiter.
- Die Veranstaltungen waren gut besucht, einige sogar aus- und überbucht. Neben den TechTalks und Internet Briefings haben wir in Bern eine Konferenz “Internet Briefing@Bern” mit grossem Erfolg durchgeführt. Das Internet Briefing@Bern hat 294 Business-Entscheider aus der ganzen Schweiz angezogen. Ist das Programm gut, komme die Besucher von weit her. Die Zusammenarbeit mit TopSoft und OpenExpo hat das Internet Briefing@Bern ideal ergänzt. Am 1. und 2. April 2009 wiederholen wir die Konferenz mit Ausstellung in den BEA Hallen in Bern.
- Erstmals haben wir eine Veranstaltung bei einem Mitglied bzw. Referenten durchgeführt. Tim Dührkoop hat uns in die Kantine der Publigroup eingeladen und einen sehr guten Apéro offeriert. Ein rundum gelungener Anlass. Ich kann mir vorstellen, dass wir sowas 2009 mehr machen werden. Wer einen Raum für ca 100 – 130 Personen hat, kann sich bei mir melden.
- Die Untergruppe Banking hat keine Fortsetzung gefunden und es ist auch keine weitere dazugekommen. Untergruppen haben nur dann Bestand, wenn sie einen oder mehrere Treiber haben. Das hat schlicht gefehlt. Aber das können wir immer wieder aufnehmen – kein Problem. Ich möchte das nicht erzwingen, bin aber jederzeit bereit.
- Mit der Brasserie Lipp und dem Zunfthaus zum Grünen Glas haben wir zwei gute Veranstaltungsorte gehabt. Bei zwei Veranstaltungen war sogar das Zunfthaus zum Grünen Glas zu klein. Veranstaltungsorte mit über 120 Personen sind schwer zu finden. Im Februar kehren wir wieder ins Zunfthaus zur Schmiden zurück. Ich bin gespannt wie das wird. Der Veranstaltungsort trägt ziemlich viel dazu bei, wie sich die anschliessende Diskussion entwickelt. Das Lipp und das Grüne Glas sind kleiner als die Schmiden und deshalb konnte ich nicht mehr durch die Anwesenden wandern und diese interviewen. Ich freue mich auch wieder auf die runden Tische. 
- Erstmals war ein TechTalk qualtitativ schlecht. Der Speaker hat am Thema und am Level der Anwesenden vorbeigeredet. Schade. Muss ich aber auf meine Kappe nehmen, da hat die Qualitätskontrolle nicht gestimmt. Dafür war dann die anschliessende Diskussion sehr sehr gut, weil eben sehr viele gute Mitglieder anwesend waren.
- Der Blog hat sich gut entwickelt, obwohl ich mir noch mehr Mitschreiber wünschte. Die Themen werden oft heiss diskutiert und mit viel Fachkompetenz in den Antworten unterstützt. Wer will, dass seine Beiträge eine hohe Resonanz erzielen, sollte diese hier publizieren. Oft ist es z.B. bei Crosspostings so, dass im Internet Briefing Blog mehr diskutiert wird als im Originalblogeintrag. Man muss ja auch nicht unbedingt regelmässig schreiben. Einfach dann, wenn man etwas mit der Community teilen möchte.
- Das Redesign der Website fand leider nicht statt. Schade, wir wollten eine tolle Web3.0 Site machen. Blöd ist, das wir deswegen auch die alte Site nicht ausgebaut haben. 
Gerne kannst Du hier Input liefern, wie Du das Internet Briefing erlebt hast und was Du Dir für 2009 wünscht. 

 

Kein neues iPhone zur MacWorld

von Reto Hartinger

Heute hatte ich fast einen Herzstillstand. Steve Jobs wird an der nächsten MacWorld die Keynote nicht halten. Ins Rennen wird Philip Schiller, Senior Vice President Worldwide Product Marketing, geschickt. Das heisst nichts Gutes für die Proudktepräsentationen. The next big thing wird wohl nicht darunter sein. Würde sich das Steve Jobs entgehen lassen. Anscheinend kommt ein iPhone G4 erst gegen April auf den Markt. Wie peinlich für Steve, wenn er eine Keynote hielte und nicht “just another thing” ankündigen könnte.

Apple will auch 2010 nicht mehr mit einem Stand dabei sein. Die offizielle Begründung:

Apple erreicht immer mehr Menschen über immer vielfältigere Wege, sodass Messeauftritte – wie für andere Unternehmen auch – nur noch einen sehr kleinen Anteil an der Kundenansprache von Apple haben. Die stetig wachsende Popularität der Apple Retail Stores, die mittlerweile mehr als 3,5 Millionen Besucher jede Woche verzeichnen, als auch die Website Apple.com ermöglichen es Apple auf innovative Art und Weise Hunderte von Millionen Kunden auf der ganzen Welt direkt zu erreichen.

Apple hat seine Beteiligung an Messen in den letzten Jahren systematisch zurückgefahren, unter anderem auf Messen wie der NAB, Macworld New York, Macworld Tokyo oder der Apple Expo in Paris.

Mit eigenen Events glaubt Apple grössere Wirkung erzielen zu können. Das wiederum glaube ich nicht. Schon eher, dass Apple einfach nicht auf den Termin einer Messe gebunden sein will um neue Produkte auf den Markt zu bringen. Eine Messe kann zu früh oder zu spät sein. Es ist doch tödlich, ein iPhone anzukündigen, dass man erst 2 Monate später liefern kann. Der Umsatz sackt völlig ein.

Messen sind ein teures Instrument. Aber gerade für Apple lohnt sich die San Francisco MacWorld wie für keine andere Firma oder andere Messe. Die Lancierung des iPhones hätte niemals so viel Aufmerksamkeit an einem eigenen Event erhalten. Nie wären so viele Journalisten gekommen, niemals wäre so massiv darüber berichtet worden.

Apple kauft sich bei noch einem Chiphersteller ein

von Reto Hartinger

Es wird immer wahrscheinlicher, dass Apple die Chips für das iPhone selber herstellen will. Apple kauft 3.6% des Britischen Chipherstellers Imagination Technologies Group plc für 4.8 Millionen Dollar. Vor allem aber erwirbt Apple damit eine Lizenz auf deren Produkte.

Imagination macht Chips für mobiles Internet, Navigationssysteme und ultramobile PCs sowie Digitalfernseher und Settop-Boxen. Hm, das lässt nun einen weiten Spielraum, wo Apple diese Produkte einsetzen könnte. Das könnte ja auch für ein iTV-Gerät sein. Nicht einmal 10 %, das ist ziemlich wenig als strategisch zu sein und Lizenzen kann man auch ohne Beteiligung beziehen. Apple hat dies aber bereits einmal mit Adobe gemacht, als Apple die Adobe Schriften für den Macintosh lizenzierte. Es ging darum, einfach mitzuverdienen wenn ein kleiner Player gross ins Geschäft kommt. Vielleicht spekuliert Apple auch mit einem Einsitz in den Verwaltungsrat und kann damit in die Zukunft der Chipherstellung sehen.

Der Deal lässt mich etwas ratlos zurück.

Erfolgreich werben mit Social Medien

von Daniel Niklaus

Warum hat Andreas Göldi eine treue Fangemeinde? Weil er seit Jahren messerscharfe Analysen zum Internetmarkt liefert. Aktuell im Artikel das Komplexitätsproblem von Social-Media-Marketing. Er bringt es treffsicher auf den Punkt: Social Media ist ein so fundamental neuartiges Medium, dass wir noch Jahrzehnte brauchen werden, um die richtige Form von Kommerzialisierung zu finden.

Die Lösung liegt nicht bei den Marketingleuten
Marketer beherrschen 1:n Kommunikation. Ein einzelner Sender (z.B. eine Zeitung, ein Fernseh- oder Radiosender, eine klassische Website) übermittelt seine Inhalte an viele Empfänger, die darauf normalerweise nicht direkt reagieren können oder wollen.

Soziale Netzwerke wie Youtube, Facebook und Xing dagegen sind m:n Kommunikation. Das heisst jeder kann mit jedem sprechen und in beliebig vielen Gruppen teilnehmen. Eine Firma kann also keine Kampagne planen und sicher sein, dass sie in der gewünschten Art von den Empfängern angeschaut wird. Empfänger können Kampagnen kommentieren, lächerlich machen usw. Erschwerend kommt hinzu, dass einmal eine abgespeicherte Information Jahrelang gespeichert bleibt. Wie soll man in einem solchen Umfeld also eine „gesicherte“ Kampagne starten?

Die Lösung liegt auch nicht im Vergleich mit den TV Sendern
Bei der ganzen Diskussion um Werbung in sozialen Netzwerken habe ich immer das Gefühl, dass die Auftraggeber zu einem “Social Medium” gehen wollen, um wie bei einem TV Sender Spots zu buchen. Die Analogie “Social Medium” / TV Sender will mir aber nicht in den Kopf.

Viel mehr Vergleiche ich zum Beispiel ein Youtube mit einer Veranstaltung wie der Olma oder sonst einem grossen Herbstmarkt in irgendeiner Stadt. Die Leute kommen um alte Freunde zu treffen, neue kennen zu lernen, zu quatschen, sich zu ärgern, sich zu unterhalten, sich zu verlieben – um zu sehen und gesehen zu werden.

Wer sich auf die Analogie mit der Messe einlässt, für den wird die Vorstellung vom werben in sozialen Netzwerken ein Vielfaches einfacher. Denn an Messen geht man zum Kunden ran und verkauft direkt. Dazu gibt es auch schon erfolgreiche Onlinebeispiele „will it Blend?“. Vor dauerhafter Speicherung muss man auch keine grosse Angst haben. Jeder gute offline Marktschreier weiss, dass seine gemachten Versprechen und die Produkterfahrungen der Kunden jahrelang in den Köpfen der Messebesucher bleiben. Man muss mit Einwänden „einfach“ richtig umgehen. Das gebe ich zu, muss gelernt werden. Und am besten lernt man dies von den Verkäufern.

Verkäufer könnten die Lösung sein
Wer erfolgreich in sozialen Netzwerken werben will, soll nicht zu Marketinggenies gehen und am Besten hält er sich auch von BWL’ern fern. Dafür soll er Verkäufer fragen. Marketingleute beherrschen das Handwerk 1:n. Verkäufer dagegen wissen, wie man 1:1 und m:n kommuniziert. Die wissen, wie man Kunden im direkten Gespräch gewinnt und wie man sie dazu bringt, dass sie deren Freunde begeistern.

Lange bevor die Marketingleute anfingen erfolgreich zu vermarkten, beherrschten die Klinkenputzer das Feld – they are back!

Daniel Niklaus
Eidg. dipl. Verkäufer
;-)

Regelmässige Internet Briefings in Bern

von Reto Hartinger

Im Zusammenhang mit dem Kongress und Ausstellung Internet Briefing@Bern habe ich nun viele Referatsvorschläge von Berner Firmen. Spannende Themen, die ich nicht alle im Kongress unterbringen kann. Deshalb, und weil das Internet Briefing doch bereits ziemlich viele Berner Mitglieder aufweist, möchte ich ab April monatliche Internet Briefings in Bern abhalten. Ich suche dazu

- geeignete Lokale: Restaurant mit Saal-Kapazität 80-120 Personen, Firmen welche die Treffen in ihren Räumen hosten könnten

- Lokale Partner, welche die Treffen promoten

- Mithilfe bei Registrierung der Anwesenden

- Moderatoren, wenn ich das nicht übernehmen kann

 

Hast Du Lust in Bern eine aktive Rolle zu übernehmen? Das würde mich freuen. Die Berner Szene ist äusserst aktiv und attraktiv. Vielleicht hast Du ja auch ein Referatstheme beizusteuern. Melde Dich bei mir insider@vtx.ch

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