Wie beim E-Pass – glänzen wir durch Abwesenheit?
Die aktuelle Session im Parlament ist zu Ende und wie beim E-Pass glänzte unsere Interessensgruppe durch Abwesenheit – obwohl es um Themen wie Registrierungspflicht für Wireless-Prepaid Karten, Killerspielverbot und Internet-Chatroom-Schutz Forderungen ging.
Ein äusserst knappes Resultat beim E-Pass. Hauchdünn nahm die Schweizer Bevölkerung nicht nur den E-Pass mit Biometriedaten, sondern auch die zentrale Datenbank an – 20 Jahren nach dem Fichenskandal. Einen gehörigen Einfluss wird BR Evelyn Widmer Schlumpf gehabt haben. Sie hat sich in ihrer kurzen Zeit ein enormes Vertrauen aufgebaut und bei kritischen Fragen zur Datensicherheit, verwies sie für viele Bürger glaubwürdig auf die Experten. Und was die sagten war Haarsträubend. Sichere Datenbanken und sicheres RFID, da lacht jeder echte Experte. Entweder die Bundesratsexperten durften keine andere Meinung haben, hatten Angst die Wahrheit zu sagen oder sie hatten schlicht keine Ahnung.
Wo waren wir?
Wo waren die richtigen Experten aus dem digitalen Kreis? Jene die selbst einmal hackten oder Hacker jagten? Jene die wissen, keine Datenbank ist sicher und welche Schleusen mit diesem Gesetzt aufgetan wird? Nirgends. Die digitalen Nerds und digitalen Arbeiter haben sich aus der Diskussion verabschiedet oder besser gesagt: gingen nie online.
Frühlingssession 2009
Am Mittwoch 3. Juli ging ein Ruck durchs Parlament. Nicht nur ein Ruck gegen die Kuscheljustiz, sondern auch ein Ruck gegen selbstverständliche Freiheiten in der digitale Welt. So sollen Wireless-Prepaid Karten in Zukunft Registrierungspflichtig werden. Norbert Hochreuter verlangt, dass Killerspiele verboten werden sollen und 127 Nationalräte folgen der Forderung.
Barbara Schmid-Federer scheiterte nur knapp mit ihrer Internet-Chatroom-Schutz Forderung. Dies aber auch nur, weil der Bundesrat auf ihre Motion antwortete “sei daran erinnert, dass momentan die praktischen und konzeptionellen Vorbereitungen getroffen werden, damit ab 2009 ein nationales Programm zum Schutz der Kinder auf der Grundlage einer Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und privater Trägerschaft gestartet werden kann”. Was für eine Gesetzesflut kommt da auf uns zu?
Von der Einführung des Auto-Führerscheins
1905 gab es noch keinen Führerschein für Autos. Keine Regeln über Abgasnormen, Gurtenpflicht oder ähnliches. Neue Technologien benötigen immer eine gewisse Zeit, bis sie reglementiert werden. Meine Mutter raste wohl mit ihrem Mini hochschwanger, mit 170km/h, ohne Gurten auf der Autobahn…damals war das noch legal und auch normal.
Jetzt kommen die Internetgesetze
Gesellschaftlich hat sich das Internet etabliert. Es gibt keinen Grund zu glauben, dass die Politiker keinen Appetit zur Reglementierung haben werden. Hier steckt grosses Potential, die eigenen gesellschaftlichen Vorstellungen zu verwirklichen. Fragen die Beantwortet werden müssen:
- wieso darf an der Tankstelle um 03:00 nichts verkauft werden, aber Leshop hat 24h offen?
- wieso gibt es bei Pornoseiten keinen wirksamen Jugendschutz, aber bei den Rotlichtkinos muss der Ausweis gezeigt werden
- wieso darf auf ausländischen Pokerseiten gezockt werden, aber eine lokale Pokerrunde wird verboten
- wieso darf im Internet jeder seine eigene TV- und Radiostation ohne Lizenz auftun (dürfen wir schon jetzt nicht mehr richtig. Aber wo kein Kläger, da kein Richter)
Alles Fragen die durchaus Sinn machen. Und zugegeben, als mein Junior 13. Jahre alt war, wollte ich auch nicht, dass er auf kino.to surft und sich Saw ansieht. Wie werden diese Fragen in den nächsten Jahren als Gesellschaft beantworten müssen.
Lassen wir die Politiker dumm schwatzen oder reden wir mit?
Wer die aktuelle Zensurella Diskussion in Deutschland verfolgt und dabei glaubt, wir in der Schweiz seien “sicher”, hat sich getäuscht. In der Schweiz ist die DNS-Umleitung teilweise Tatsache. Wir können uns jetzt über “dumme Politiker” lustig machen und Behaupten, dieser Schutz sei wirkungslos ist, weil man einen DNS-Server umstellen kann. Aber, was passiert wenn uns die Politiker die lange Nase drehen und von den Providern verlangen, dass sie den DNS Port 53 umleiten? Dann hätten wir dort ein Räuber & Poli Spiel.
Ausgehend von der Chauvi-Annahme, dass der Grossteil der Admins Männer sind, haben Frauen wohl doch recht, dass Männer nie erwachsen werden ;-)
Wir dürfen unsere Politiker nicht dumm schwatzen lassen. Auf der einen Seite ist es unsere Aufgabe mitzureden, wo die Grenzen zu ziehen sind und dann auch zu sagen, wie diese Grenzen richtig technisch umgesetzt werden können.
Wir sollten uns eine Frage stellen: halten wir es wie beim E-Pass und lassen wir die Diskussion an uns vorbei ziehen oder gehen wir online?
ps: eine Motion kostet uns Steuerzahler ca. 40′000 Franken. Man werfe mal einen Blick auf die Motionenflut im linken Frame…



Reto Hartinger schrieb:
Ich habe mich immer gesträubt, mit dem Internet Briefing auch politische Themen anzugehen. Aber Du hast recht, wenn es die SIMSA nicht macht, als deren Aufgabe ich es ansehe, dann müssen wir wohl doch etwas unternehmen. Es gab ja auch schon manche Stimmen im Internet Briefing die das gefordert haben. Mal sehen ob sich tatsächlich eine Gruppe zusammenstellen lässt.
Die müsste dann aber auch tatsächlich aktiv werden. Reden und machen sind immernoch Unterschiede.
Kommentiert am 13-Jun-09 um 4:23 pm | Permalink
Reto Hartinger schrieb:
Wir werden wohl den geschützen Bereich des Intenet Briefings dafür benutzen, diese Diskussionen zu führen. Was meinst Du? Dann müssten wir uns halt auch ab und zu zu den einzelnen Themen treffen.
Kommentiert am 13-Jun-09 um 4:35 pm | Permalink
Helmuth Fuchs schrieb:
Solange die ICT community sich in zig bedeutungslosen Verbänden tummelt und nicht fähig ist, eine schlagfertige Interessensvertretung mit gezieltem Lobbying zu bilden, wird sie bei politischen Fragen weiterhin in der Bedeutungslosigkeit dümpeln. Stefan Arn von der ICTswitzerland scheiterte leider mit seinem Versuch, genau das zu erreichen an den Partikulärinteressen der anderen Verbände. So droht den ICT SPezialisten das gleiche Schicksal wie den Vertretern der Alternativmedizin. Zersplittert in zu viele Grüppchen wurden sie beim Entscheid zur Alternativmedizin aussen vorgelassen. Die starke Lobby der Ärzte hat sich für die alternativen Heilmethoden das Monopol über die Volksabstimmung geben lassen mit dem Resultat, dass, auch wenn die alternativem Heilmethoden in die Grundversicherung aufgenommen werden, nur die Ärzte diese Leistungen erbringen dürfen. Die Perversion der Alternativmedizin. Man denke sich das gleiche Szenario jetzt für die IT Szene ;-).
Kommentiert am 13-Jun-09 um 6:09 pm | Permalink
Reto Hartinger schrieb:
Ich habe früher die SIMSA als aktiv im Lobbying erlebt. Sie hat an Vernehmlassungen mitgemacht. Aber die SIMSA hat sich durch Fusionen verwässert und ist trotzdem nicht gewachsen. Als SIMSA-Mitglied höre ich auch nichts über die Lobbying-Aktivitäten, über Vernehmlassungen etc.
Schade, ich denke, dass genau das ein Unterschied zum Internet Briefing sein könnte.
Kommentiert am 15-Jun-09 um 8:08 am | Permalink
markus schrieb:
Interessenvertretung wird dann interessant, wenn mit Interessen auch etwas verdient werden kann. Darum gibt es lobbyng um den Geldfluss zu sichern. Da Martyrium ist der Lohn der anderen Interessenvertreter. Es sei denn, man sieht es realistisch… Es gäbe da noch einges zu tun, denn Datenschutz kann nicht der gleichen Institution beauftragt werden, die die Daten sammelt und Auswertet.
Kommentiert am 15-Jun-09 um 9:10 am | Permalink
Ajay Mathur schrieb:
Es ist allerhöchste Zeit, dass wir die ICT/KMUs uns organisieren und politisch bemerkbar machen. Markus hat recht – Lobbying geht’s um Geld. Im Geschäftsleben geht’s ebenfalls ums Geld, um Wachstum oder Überleben. Geld ist in Politus-Bern AG, wenn die “gute Freunde” es brauchen, offenbar in Hülle und Fülle vorhanden – 2-stellige Milliarden (lasst euch die “neun Zeros” auf der Zunge zergehen) für UBS, Tiger Ersatz, um nur einige “Investitionen” der Politus-Bern AG zu nennen. ABER – die ALV muss natürlich über das (noch) arbeitende Volk finanziert werden. Und die KMU’s? Nicht im Denkprozess der “Managers” von Politus-Bern AG vorhanden? Stellt euch vor welche weitreichend positive Auswirkung eine “Finanzspritze” von NUR eine Milliarde CHF (zB. als niedrig Zins Kapital) auf die gesamte Schweizer ICT/KMU-Wirtschaft haben kann. Es ist allerhöchste Zeit, dass auch wir die “Kleinaktionäre” der Politus-Bern AG etwas zu sagen haben. Lasst uns aktiv Lobbieren, mit entscheiden und uns in Bern spürbar machen. Ich bin dabei!
Kommentiert am 15-Jun-09 um 10:39 am | Permalink
Andreas Graf schrieb:
Unsere Aufgabe als Experten ist erklären, nicht Meinungsbildung.
Ich sehe die Aufgabe vom Internet-Briefing nicht darin eine Interessensgruppe zu sein ob Killerspiele gut oder schlecht sind oder wie man Jugendschutz im Internet betreibt, der Staat Daten zentral speichert oder nicht und ähnliche Themen.
Das sind gesellschaftspolitische Fragen.
Ich bin der Meinung, dass man die Zeit besser investiert in Aufklärung und IT-Allgemeinbildung damit die Leute die IT Begriffe rund um diese Themen besser verstehen. IT ist nur das Medium nicht der Inhalt.
Das ist aber offenbar für viele nicht so klar.
Das kann jeder von uns durch unaufgeregtes Erklären tun. Das nächste mal wenn wieder so ein Thema ansteht besser den Bekannten im Umfeld objektiv erklären wie es funktioniert damit die sich selber eine Meinung bilden können, statt als “Experte” “nur” seine Meinung verkünden.
Beim Biometrischen Pass ging es vor allem darum ob Daten zentral gespeichert werden oder nicht.
Die Sicherheit des Chips ist im Vergleich zu anderen Sicherheitsaspekten Online wie Offline (E-Mail,unsichere Passwörter, ungeschützte PC, Memory Sticks, Sicherung Büro, Haus, Auto etc.) unbedeutend wurde aber hochstilisiert.
Mit IT-Themen generell kann man kein Lobbying machen. Ich bin sicher da gehen auch bei Experten die Meinungen genau so auseinander wie bei den “Ahnungslosen” einfach aus anderen Gründen.
Die meisten Bürger inkl. Politiker in der Schweiz sind was IT Themen ausserhalb der gängigen 08.15 Nutzung wie E-Mail, Word, SMS etc. betrifft noch soweit wie die Leute, die im Mittelalter glaubten dass die Sonne die Erde umkreist. Ziemlich unwissend und oft noch von falschen Annahmen ausgehend.
Ich sehe diese Überforderung und falsche Priorisierung/Einordnung als dass grösste Risiko für Fehlentwicklungen in der Gesetzgebung für Dinge bei denen IT als Medium (Transport und Speicherung von Inhalten) eine wichtige Rolle spielt.
Die Situation wird nicht besser wenn z.B. Experten den überforderten Politikern beweisen wie gut Sie doch drauskommen und alles hacken und knacken können.
Um auf die Beispiele von Dani zurückzukommen:
Ob Online oder Offline die gleichen Bestimmungen gelten wie z.B. Jugendschutz etc. kann man festlegen ohne IT-Spezialist zu sein.
Als IT-Spezialisten können wir noch sagen ob es ein technisches Mittel gibt es zu verhindern bzw. bei Missbrauch zu verfolgen.
Man darf ja auch kein Öl in den See giessen aber es hat trotzdem nicht überall Polizisten die genau das kontrollieren. Wieso sollte das eigentlich im Internet anders sein.
Auch kommt wahrscheinlich den wenigsten in den Sinn im Migros oder Coop einfach nicht zu zahlen und das noch zu rechtfertigen, die hätten ja genug Geld. Oder einfach in eine Wohnung reinlaufen weil grad die Tür nicht zugeschlossen ist.
Im Internet ist das aber sehr üblich.
Das ist aber kein technisches Problem sondern ein gesellschaftspolitisches.
Fehlender Respekt von den anderen Mitmenschen und deren Interessen.
Mit Technik kann man die Versuchung minimieren und mit steigendem Aufwand auch den Missbrauch fast ganz verhindern => dann schliesst sich aber der Kreis weil das nur geht mit der totalen Überwachung bzw. zentraler Registrierung
Kommentiert am 15-Jun-09 um 4:48 pm | Permalink
Reto Hartinger schrieb:
Andreas Du hast Recht – aber wieso bekommen wir dann so grottenschlechte Gesetze? Gesetze die einfach nur gut aussehen aber nicht gut sind. Wie sie gemacht sind tönen sie logisch – sie sind es aber eifnach nicht – weil populär noch lange nicht gut ist.
Kommentiert am 15-Jun-09 um 6:56 pm | Permalink
Andreas Graf schrieb:
Es ist leider so das heute vieles nur noch Oberflächlich betrachtet wird und sich niemand mehr die Mühe macht tiefer zu schürfen.
Dies ist aber nicht nur in der IT so.
Sitz mal in den Zug, da lesen alle 20 Minuten und Blick am Abend.
Dabei wird man nicht wirklich schlauer.
Beispiel: Hybrid ist Trumpf man hat ein gutes Gewissen.
Die graue Energie und ob diese Batterien allenfalls hochgiftig sind etc. fragt sich keiner.
Die Gesamt-Ökobilanz bei vielen Dingen die heute von der grossen Masse als ökologisch betrachtet werden sind es es leider nicht.
Kommentiert am 16-Jun-09 um 6:27 am | Permalink
ThomasK schrieb:
Gedanken dazu:
Die Oberflächlichkeit mit der Dinge (beim gemeinen Volk) betrachtet werden liegt massiv an der Reizüberflutung -> Information Overload.
Dinge die nach Politik auch nur riechen laufen Gefahr als uninteressant (von der breiten Masse) ignoriert zu werden. Dazu kommen dann die jeweils eigenen Sorgen und Nöte. Krise und Zukunftsangst gepaart mit Desinteresse und Unwissenheit.
Das ist der selbe Kampf um Aufmerksamkeit, der aus der Werbung bekannt ist. Nur mit dem Unterschied, dass diesmal nichts verkauft wird sondern (ich sag es mal auf meine Art) ein Signal ausgesendet wird auf der Suche nach intelligenten Leben. Mit der Hoffnung auf Realisieren, Reflexion und Resonanz.
In genau jenen Themen wo sich IT-Fachwissen und Politik messerscharf übereinstimmend die Hand geben wird mehr von Nöten sein, als Expertentalk um wirklich zu etwas bewegen! Es geht um die Form und nicht den Inhalt. Es geht um die Zielgruppe und die Anpassung an jene.
Plakativ, anschaulich, verständlich, kurz und knapp und schön visualisiert will die Kern-Botschaft vermittelt werden. (Rhetorische) Fragen können Denkprozesse auslösen.
Sofern mich nicht alles täuscht ist die Zielgruppe eben nicht die eigene Branche. Und wenn ihr dort landen wollt — bitte bitte lasst das übliche Gehabe und Prozedere weg — allem voran die übliche ITler-Sprache voller Anglizismen. Bitte bitte tappt nicht in die Falle der Branche verglichen mit dem Rest der Welt und vergretzt das Publikum mit für sie zu fremder Sprache.
Es gilt nicht der akademische und technisch 100% fundierte Level sondern der des Zuhörers.
Weniger ist mehr — und das wenige muss wirklich gut und greifbar sein — (auch für Laien) verständlich und logisch mit eigenen Gedankengängen nachvollziehbar!
Kommentiert am 17-Jun-09 um 12:13 am | Permalink
Hannes Gassert schrieb:
Schön, dass man sich hier solcherlei Gedanken macht. Komisch (oder typisch?) allerdings, dass auf keine der relevanten Initiativen/Kampagnen/Parteien verlinkt wird, die in jüngster Zeit doch einiges an Aufmerksamkeit erhalten haben:
http://www.digitale-nachhaltigkeit.ch
http://www.epower-initiative.ch
http://www.piraten-partei.ch
Nicht zu vergessen, was SIUG, Digitale Allmend, /ch/open und natürlich allerlei IT-Grossfirmen bereits an diveren Spielarten politischer Einflussnahme betreiben. Und wenn der CCC, der den deutschen “Internetausdruckern” ja so einiges beigebracht hat, nun dank umgezogenem Exponenten hierzulande aktiver wird, dann .. dann braucht es vermutlich nicht noch einmal eine Lobbygruppe.
So oder so: Ja! Bitte! Engagiert euch! :)
Beste Grüsse,
Hannes
Kommentiert am 20-Jun-09 um 10:47 am | Permalink
Andreas Graf schrieb:
Meine Meinung dazu:
E-Power
In der Sowjetunion gab es den optimalsten Schulterschluss zwischen Staat und Wirtschaft. Wie kompetitiv Russland immer noch ist ohne Öl ist offensichtlich.
Das IT-Unternehmen möglichst an den Tropf vom Staat wollen der immer grösser wird ist klar. Ich hoffe man bedenkt die langfristigen Konsequenzen. Die besten Produkte bringt immer noch der offene Wettbewerb.
Ist also mit Schulterschluss “Filz” gemeint. Wohin gehen denn die Aufträge der Verwaltung?
Open Source:
Open Source Software sollte behandelt werden wie jede andere Software.
Man macht einen sauberen Kriterienkatalog und nimmt dann das Produkt dass gesamthaft am besten abschneidet.
Bei den Lizenzkosten setzt man bei OpenSource einfach 0 ein.
Den Rest berücksichtigt man unter den anderen Kriterien (Funktionalität, Support, Wartung, Schulung Unterhalt etc. etc.)
Nur einfach mehr Open Source oder Open Source satt kommerzielle Produkte führt zu absurden Resultaten weil statt Sachlichkeit ein Glaubenskrieg losgetreten wird.
Es gibt bereits viele solche Beispiele von entweder/oder. 2 Lager ganz im Geschmack der Politik. Je klarer die Fronten je einfacher Aufmerksamkeit zu erregen. Differnzierte Überlegungen lassen sich schlecht verkaufen.
Das dieses Thema überhaupt politisiert wird, wird zu massiven Mehrkosten führen egal was es am Schluss ist.
Piratenpartei:
“Die drei Hauptüberzeugungen der Piratenpartei sind die Notwendigkeit des Schutzes der Bürgerrechte, der Wille unsere Kultur zu befreien und die Erkenntnis, dass Patente und private Monopole der Gesellschaft schaden.”
Bei Monopolen geb ich Recht.
Was Patente betrifft, fordere ich alle auf mir Ihre neuesten und coolsten Ideen und Konzepte zu schicken weil wenn ihr sie nicht der Allgemeinheit zugänglich macht ihr der Gesellschaft schadet.
Zurück zur Sowjetunion: Ohne Aussicht auf Erfolg werden keine Investitionen getätigt.
Auch ihm Rahmen dass man heute ja alles regulieren will wegen dem Bankencrash wäre ja eine Liberalisierung der geistigen Rechte auch eine gute Idee.
Meine Schlussfolgerung: wir politisieren
Das ist interessant glaube aber nicht dass das Internet-Briefing ein politisches Forum ist. Weil um politisch was zu erreichen müsste man sich ja für etwas einigen und eine Parole rausgeben.
OpenSource statt kommerzielle Produkte, Biometrischer Pass Ja/Nein, Killerspiele Ja/Nein etc.
Kommentiert am 26-Jun-09 um 4:30 pm | Permalink
Internet Briefing Blog / Nacktscanner für unsere E-Mails: US-Regierung liest bei Gmail mit, China auch schrieb:
[...] Privatspähre völlig aufzulösen – und wir Stimmbürger geben dem mit dem Ja zum Biometrischen Pass und der zentralen Datenbank sogar noch die [...]
Kommentiert am 25-Jan-10 um 6:24 am | Permalink