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Patrick Price: Wir generieren 85% de Traffics mit nicht-bezahlten Traffic-Quellen

von Reto Hartinger

Patrick, gib uns Stirchworte zu Deiner Personme_vergleiche
Amerikaner, Schlangen-Halter, Online- und Medien-Zauberer
An was arbeitet Du gerade?
Momentan arbeite ich an 3 Projekten: www.vergleiche.ch ist eine Consumer-orientierte Meta-Vergleichsplattform. Mit www.swissblog.ch stelle ich eine Wordpress-basierte Blog-Plattform für rund 8′000 bloggende Schweizer zur Verfügung und mit www.flohmarkt24.ch betreibe ich einen kostenlosen Gratis Inserate Marktplatz.
Welche Technologien behälst Du im Auge?
Wir haben begonnen unsere Plattformen in die “Cloud” zu verlagern, um besser auf Wachstumspeaks eingehen zu können. Technologisch arbeiten wir mit dem PHP-cake Framework, das uns erlaubt mit verschiedenen Entwicklern weltweit zusammen zu arbeiten und eine einheitliche Entwicklungs-Struktur einzusetzen, anstelle einer proprietären. Darüber hinaus interessieren uns die Themen Data-Aggregation und Data-Collection.
Data-Aggregation und Data-Collection tönt spannend – wie setzt ihr das konkret ein?
Wir betreiben neben SwissBlog.ch auch www.blogverzeichnis.ch /.eu. /.at wobei wir via RSS-Feed die Blog-Beiträge aus etwas über 25′000 deutschsprachigen Blogs bei uns aggregieren. Innerhalb dieser Daten können wir thematische Feeds generieren, die wir in unserer Vergleichsplattform integrieren.
Was sind Eure grössten Herausforderungen in nächster Zeit?
Als Startup die nächste Finanzierungsrunde abzuschliessen … ;-)… Nein, ernsthaft, die Positionierung unserer Dienste bei den End-Konsumenten, sprich Usern. Da wir selbst über keine grossen Werbebudgets verfügen, arbeiten wir mit Social Media Kanälen und viralen Massnahmen um uns bekannt zu machen. Das ist sehr herausfordernd, macht aber auch jede Menge Spass.
Was waren Eure learnings beim Einsatz von Social Media Kanälen als Trafficbringer?
Wir generieren heute über 85% unseres Traffics mit nicht-bezahlten Traffic-Quellen. Unser Learning aus dem Einsatz mit Social Media-Kanälen ist noch nicht abgeschlossen… ;-)
Ich glaube es ist wichtig, dass man von Social Media nicht als “Instrument” oder “Tool” spricht und denkt, sondern dass man versucht Social Media als eine Denk-Haltung anzusehen. Wir öffnen uns dem direkten Dialog gegenüber unseren verschiedenen Stake-Holders. Wir nutzen Social Media als Kommunikations-Kanal in dem wir kanal-gerecht Informationen zur Verfügung stellen. Beispiel: YouTube als Social Media Kanal nutzen bedeutet nicht, dass man seine Werbespots auf YouTube lädt und dann meint, man habe jetzt auch YouTube eingesetzt. Kein Schwein interessiert sich für Deine Videospots, ausser dein Mitbewerber vielleicht. YouTube einsetzen würde bedeuten, in Videos aufzuzeigen, wie man Dein Produkt einsetzt, evtl. alternativ nutzen kann. Schulungsvideos dazu zu haben und die User zu ermutigen, zu zeigen, wie sie Dein Produkt nutzen, oder auch Ihre Probleme mit Deinem Produkt zu dokumentieren.
Twitter ist ebenfalls ein cooles Medium, doch wer nur einen RSS-Feed einsetzt um seine Headlines in Twitter zu stellen, hat Twitter ebenfalls nicht begriffen, da es sich um einen Zwei-Weg-Kommunikationskanal und nicht um einen Ein-Weg-Kanal handelt.
Nichts desto trotz generieren wir bereits einen interessanten Anteil unseres Traffics aus Social Media Kanälen und planen dies inskünftig weiter auszubauen oder weitere Tools wie unseren Link-Kürzer: www.krz.ch hierzu zur Verfügung zu stellen.
Wie wird sich der Markt entwickeln. E-Commerce, Investtionen, Innovationen, Start-ups?
Wir werden einen verstärkten Trend hin zu performance-basierten Werbemodellen erleben, wie Affiliate Marketing. Die Messbarkeit der Online-Werbung wird deren Werthaltigkeit an vielen Stellen kritisch hinterfragen und zu verstärktem Druck führen. Je länger der konjunkturelle Abschwung anhält, desto stärker wird der Druck auf die Marketing-Leiter traditioneller Unternehmen, mehr aus ihrem geringeren Budget rauszuholen. Reichweite ohne messbare Resultate wird an Wert verlieren, weshalb sich viele reichweitenstarke Player wie Verlags-Portale werden überlegen müssen, wie sie die Werthaltigkeit Ihrer angebotenen Werbeformen steigern können.
Wir haben in der Schweiz recht innovative Startups, wenn ich beispielsweise an Amazee oder Wuala denke, die beide sehr grosses Internationales Potential haben. Die Schweiz ist ein gutes Startup-Land, einzig auf Seiten der Finanzierung könnten wir etwas mehr Business Angels gebrauchen. Das Institut für Jungunternehmer macht hier schon viel Gutes und bietet diesbezüglich interessante Kontaktmöglichkeiten, dennoch glaube ich, dass in der Schweiz grundsätzlich mehr Kapital für Startups vorhanden wäre, als derzeit am Markt zirkuliert.
Bezüglich Innovationen werden wir in den nächsten 4-5 Jahren noch vieles erleben, das wir derzeit wohl noch als “mind-blowing” bezeichnen würden. Ich denke bspw, an die Verschmelzung von Smartphone, Beamer und laser-basierter Tastatur zu einem Gerät, das mir erlaubt in HD-Qualität an jede beliebige Fläche zu projezieren und via “touch-screen” darin zu blättern, zu schreiben und zu navigieren, womit ich beispielsweise auf einen Kindle oder andere e-book Reader verzichten kann. Anders gesagt, wir leben in einer sau-spannenden Zeit.

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