Frauen in Projekten – warum nicht?
Was sind die gängigen Vorurteile? Frauen reden mehr als Männer. Frauen können sich nicht durchsetzen. Frauen sind in technischen Berufen überfordert. Frauen essen immer Salat. Männer essen Salat nur dann, wenn er zwischen zwei Brötchenhälften und einem Stück gebratenen Hackfleisch liegt.
Da fragt sich, warum sollte man eine Frau in einem Projekt haben wollen? Hier ein eindrückliches Argument.
Einer der grössten Vorteile, wenn Frauen in einem Projekt mitmachen, Männer benehmen sich umgänglicher. Allein die Anwesenheit einer Frau genügt, dass sie – aus meiner Erfahrung – weniger drein schwatzen, den anderen auch einmal ausreden lassen, netter sind und konsensorientierter werden. Beweisen kann ich es nicht, aber ich kenne einen Geschäftspartner, der aus Prinzip eine Sekretärin mitnimmt, weil er dann mit weniger nerven durch eine Sitzung führen kann.
Kann eine Frau still sitzen?
Warum sollte sie und vor allem, müsste die Frage nicht umformuliert werden: können Männer still sitzen? Haben Sie schon einmal geachtet, wie schnell in einer Runde, trotz Frauen, die Männer die Gesprächsführung übernehmen? Auch wenn das Gespräch angenehmer wird, so sind es vor allem die Männer, die Reden. Sollten Sie am gängigen Vorurteil hängen, dass Frauen viel mehr schwatzen, klicken Sie nicht auf diesen Link!
Aus meiner Sicht haben Frauen in Projekten einen enorm positiven Einfluss auf den Erfolg. Während Männer ihre Vorschläge meist als “so ist es” präsentieren, stellen Frauen ihre Vorschläge viel mehr als Möglichkeiten dar. Über diesen Vorschlag kann dann debattiert werden und oft ergeben sich daraus bessere Lösungen. Ein interessantes Interview dazu gibt der Kommunikationsforscher Helmut Ebert. Wichtig ist zu beachten, dass diese Vorschlagskultur gepflegt werden muss. Männer verstehen einen Vorschlag oft als direkte Order. Erst wenn sie lernen, dass es sich um einen Vorschlag handelte, kann die Diskussion losgehen. Es sei erwähnt, dieses Vorgehen gehört nicht exklusiv den Frauen. Wir können ebenfalls statt Lösungen Diskussionsvorschläge platzieren…
Frauen und Technik
ist wie Männer und Sex
Beide Geschlechter könnten/können beides. Immer wieder wird bewiesen, dass Frauen und Männer von der Ausgangslage her sehr ähnlich sind. So sind zum Beispiel auch die mathematischen Fähigkeiten von Mann und Frau gleich. Trotzdem nehmen sich Frauen in Projekten oft zurück. Das kann äusserst Mühsam sein. Wenn sie in einem Punkt mehr wissen, heisst das noch lange nicht, dass sie dies auch kundtun. Schade, wenn später die Bemerkung kommt, hättet ihr doch auf mich gehört. In diesem Punkt sollten viele Frauen etwas mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen. Gute Beispiele gibt es heute genügend. Egal, auf welcher Seite man politisch steht, Eveline Widmer-Schlumpf bewies in der Arena, dass sie ihre Frau gegen CH. Blocher stehen kann.
Biologie oder Soziologie?
Bei solchen Diskussionen stellt sich immer die Frage, ist es Biologie oder schlicht das Umfeld und die Erziehung, welche den Unterschied zwischen Männern und Frauen ausmachen. Der letzte TV-Spot aus Thailand soll ein Erklärungsansatz sein.
Teil 1: Der Kunde ist König und warum Projekte scheitern
Teil 2: Alphatiere bringen noch jedes Projekt zu Fall



Internet Briefing Blog / Projektanfänger: Wir müssen mehr kommunizieren schrieb:
[...] erreichten Sie einen Kompromiss. Sie achteten auf die Dynamik zwischen den Alphatieren, zogen Frauen im Projekt mit ein und berücksichtigten die verschiedenen Kommunikationsstile – aber irgendwie, trotzt [...]
Kommentiert am 19-Dez-09 um 4:48 pm | Permalink
Internet Briefing Blog / Akademisches Gesülze ohne praktischen Mehrwert. schrieb:
[...] und warum Projekte scheitern Teil 2: Alphatiere bringen noch jedes Projekt zu Fall Teil 3: Frauen im Projekt – warum nicht? Teil 4: Projektanfänger: Wir müssen mehr kommunizieren Teil 5: Wann Sie im Projekt (doch) [...]
Kommentiert am 27-Dez-09 um 11:45 pm | Permalink