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Projektanfänger: Wir müssen mehr kommunizieren

von Daniel Niklaus

Es mag etwas böse klingen, aber wenn jemand im Projekt sagt: „Wir müssen mehr kommunizieren“ ziehen sich bei mir die Augenbrauen zusammen, in der Magengegend kommt ein flaues Gefühl auf und ich muss meist einen sarkastischen Kommentar runter schlucken. Mehr kommunizieren, ist das Letzte, was wir in einer Welt brauchen, die vollgestopft ist mit Sitzungen, CC-Mails und Twitter. Es genügt, wenn wir besser kommunizieren.

Wer mit wem macht den Unterschied

Kennen Sie das? Projektteams debattieren stundenlang, wie unvernünftig die Geschäftsleitung ist, dass die Ziele absolut unrealistisch sind, die da oben keine Ahnung haben und Mayer fährt wieder einmal in die Ferien, wenn Hochbetrieb herrscht. Wollen Sie da wirklich mehr Kommunikation? Besser ist es, wenn sie solche Diskussionen als dass entlarven, was sie sind: Geschwätz. Zwischendurch ist Geschwätz nötig und trägt zur Psychohygiene bei. Fallen Projektteams aber ins Schwatzen, statt die Realisierung der Ziele anzupacken oder der Geschäftsleitung klar zu machen, dass die gesetzten Ziele unrealistisch sind, wird kein Projekt in der gewünschten Zeit fertiggestellt.

Von der Transaktionsanalyse über Debattierstile zu den Verhandlungstypen

Im obigen Beispiel kommunizieren die Projektteilnehmer im kritischen Eltern-Ich. Diese Bezeichnung kommt aus der Transaktionsanalyse, einem Zweig der Psychoanalyse. Die TA hilft uns zu verstehen, wie wir miteinander kommunizieren. Dazu hat sie 5 Ich-Zustände definiert, auf denen wir sprechen. Wenn Sie einmal verstehen, wie sich die verschiedenen Kommunikationskanäle auf Projekte auswirken, hilft dies enorm, die nutzlosen Diskussionen zu eliminieren und mit Fragen/Feststellungen die nutzbringenden Diskussionen in Bewegung zu bringen. Dann wird statt über die unrealistischen Ziele darüber debattiert, ob die Ziele tatsächlich unrealistisch sind und welche Alternativen es gibt.

Stellen Sie sich vor, statt einer 60 Minuten Bla-Bla-Diskussion wird ernsthaft über mögliche Alternativen gesprochen. Und stellen sie sich vor, diese Alternativ-Lösungen werden der Geschäftsleitung vorgetragen. Welche Geschäftsleitung zieht da nicht mit?

Ein guter Start die Transaktionsanalyse kennen zu lernen, ist diese Beschreibung und dieser Selbsttest. Lernen Sie sich selbst besser kennen und versuchen Sie, durch Beobachtung herauszufinden, wie in ihrem Projekt diskutiert wird. Sind es vor allem langatmige, wiederholende kritische Eltern-Ich’s die da schwatzen oder sind es ergebnisorientierte Diskussionen auf der Ebene des Erwachsenen-Ich.

Kleiner Tipp zwischendurch

Ingenieure entwerfen geniale Produkte, CEO’s fällen weise Budgetentscheidungen, die Produktion setzt zuverlässig das Produkt um und die Marketingabteilung plant einen Geniestreich zur Einführung. Das Produkt muss ein Erfolg werden. Jetzt wird die Verkäufertruppe auf die Kunden losgelassen. Die Grenadiere einer jeden Firma.

Erfolgreiche Verkäufer lernen in der Schlacht um Kunden eine Lektion sehr schnell: Der Köder muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken. Diese Regel sollten Sie auch in jeder Projektdiskussion immer präsent halten. Damit Sie überzeugend argumentieren, sollten Sie verstehen, wie die Anderen funktionieren, was sie motiviert und welche Ziele sie verfolgen. Aber aufgepasst – manchmal gibt es Leute, an denen Sie sich die Zähne ausbeissen. Da finden Sie auch nach langem Suchen nicht den richtigen Köder.

Mann nervte mich der eine Blogger

Nicht wegen seinen Ansichten oder wegen seiner Person. Im Gegenteil, ich finde ihn ganz o.k. und mir gefällt sein Blog-Einsatz. Aber so etwas von stur, wie er ist, sah und sehe ich selten. Meist schreibt er Provokant und in den folgenden Diskussionen verschliesst er sich Andersdenkenden vollständig. Nicht nur meinen Ansichten ;-)

Normalerweise mache ich nach kurzer Zeit einen grossen Bogen um solche Leute. Aber bei ihm wollte ich es wissen. So versuchte ich über einen längeren Zeitraum durch Beobachtung, mit Kommentaren, Argumentationen und Hinweisen herauszufinden, wie er funktioniert. Warum verschliesst sich ein intelligenter Mensch vollständig guten Gegenargumenten. Kurz bevor ich aufgab, kam mir das Buch Komm zum Punkt zwischen die Finger. Und ich verstand ihn! Er gehört zu den Meinungs-Diskutierern. Ihm geht es weniger um Tatsachen, viel wichtiger für ihn ist, dass er seine Meinung durchsetzen kann. Wie dieser Typ im Buch beschrieben ist:

    Kern des Denkmusters “Meinen” sind Überzeugungen. Im Unterschied zu Tatsachenbehauptungen sind Meinungsäusserungen nicht beweisbar. “Städtereisen sind die beste Form von Urlaub” ist eine Meinungsäusserung – sie ist nicht beweisbar. Verschiedene Menschen sehen das anders. Um jemanden zu einer Überzeugung zu bringen, sind keine Beweise nötig, sondern Argumente. Wer im Denkmuster “Meinen” denkt, hält seine Auffassung gerne für “richtig”. Obwohl “richtig” und “falsch” Kategorien aus dem Denkmuster “Wissen” sind. Und hier liegt das Problem der meisten Anhänger von Meinungen: Sie beanspruchen die Beweisbarkeit ihrer Ansichten für sich, und entsprechend erbittert sind Meinungskämpfe oft.

Diese Spezies findet man in konzentrierter Form freitagabends im Schweizer Fernsehen, dann, wenn Politiker ihrem fröhlichen Schlagabtausch frönen. Sollten sie das nächste Mal die Arena schauen, achten sie bewusst darauf, wie wenig die Politiker auf die Aussagen der Anderen eingehen. Stattdessen verteidigen sie hartnäckig ihre ein bis zwei Positionen. Damit kann man Abstimmungen gewinnen, Waffenexport sichert Arbeitsplätze, und Projekte zielsicher zum Scheitern bringen.

Der vollständigkeitshalber. Es gibt die Wissens-Denker, welche nach beweisbaren Fakten suchen. Die Glaubens-Denker, die eine religiöse Überzeugung haben und weder beweisbar noch argumentierbar ist. Und die Fühlen-Denker, die sich auf ihren Bauch und ihre Intuition verlassen.

Jede dieser Denkarten hat Vor- und Nachteile. Zu erkennen, wie man selbst denkt und wie die anderen Projektteilnehmer denken, hilft das Verständnis untereinander zu fördern.

Ich sage ja aber meine Nein

Gut schweizerisch erreichten Sie einen Kompromiss. Sie achteten auf die Dynamik zwischen den Alphatieren, zogen Frauen im Projekt mit ein und berücksichtigten die verschiedenen Kommunikationsstile – aber irgendwie, trotzt vertraglicher Abmachung, wehren sich die Einen gegen die Einhaltung der Abmachungen.

Dazu empfehle ich Ihnen eine vergnügliche Lektüre: Verhandeln nach Drehbuch. Auch hier finden Sie wieder verschiedene Grund-Typen mit unterschiedlichem Verhandlungsverhalten. Was sind Projekte anderes, als andauernde Verhandlungen um Ziele, nächste Schritte und Aufgabenverteilung? So brauchen gewisse Leute den grossen Auftritt. Lassen Sie ihnen diesen und nutzen Sie die Gelegenheit, dass sie sich dabei auf ihre eigenen Aussagen verpflichten. Wiederum andere brauchen Konsistenz und Integrität. Bei diesen Personen kann ein nicht eingehaltenes Versprechen irreparablen Schaden anrichten. Ganz anders bei den freiheitsliebenden Typen, diese helfen Ihnen gerne aus der Patsche. Aber wehe, sie versuchen, einen Freiheitstypen vertragliche Fesseln anzulegen. Dann wendet er mehr Energie dafür auf, aus dem Vertrag raus zu kommen, als für die Erfüllung der abgemachten Ziele.

Es ist ein Balanceakt, zu entscheiden, wann ist der richtige Moment auf die einzelnen Projektteilnehmer einzugehen und Rücksicht zu nehmen und wann sollten Sie Härte zeigen. Diese Kunst unterscheidet den sehr guten Projektleiter vom guten Projektleiter.

Besser ist es aber, wenn Sie nicht in schwierige Situation geraten. Um diese zu umschiffen und direkt auf den Projekterfolg zuzusteuern, hilft es Ihnen, wenn Sie erkennen, auf welchem Kanal die Projektteilnehmer miteinander sprechen (Transaktionsanalyse), von welchen Denkmustern sie geleitet werden und was ihnen bei Abmachungen wichtig ist.

Teil 1: Der Kunde ist König und warum Projekte scheitern
Teil 2: Alphatiere bringen noch jedes Projekt zu Fall
Teil 3: Frauen im Projekt – warum nicht?

Printmedien: 20 Prozent Auflagenschwund

von Michael Gisiger

Die Zeitungsbranche steht am Ende des schlechtesten Jahrzehnts innerhalb der vergangenen 60 Jahre. Über die Dekade hinweg sind die Verkaufszahlen kontinuierlich und dramatisch gesunken. Im November 2000 beispielsweise kamen die zehn nationalen britischen Tageszeitungen gemeinsam auf über 12.5 Mio. verkaufte Exemplare. Neun Jahre später liegt die Zahl bei nur noch 10 Mio. Stück, berichtet der “Guardian”. Damit musste die Branche innerhalb eines Jahrzehnts ein Minus von knapp 20 Prozent verkraften.

Die überwiegende Mehrheit der Journalisten machte in den vergangenen Jahren in erster Linie das Internet dafür verantwortlich, dass es den gedruckten Zeitungen zunehmend schlecht geht. Wir kennen die Litanei zur Genüge. Doch letztlich müssen die Ursachen anderswo gesucht werden. Schliesslich begann der Auflagenschwund noch bevor sich das Web durch die Breitbandverbreitung auf ein Massenpublikum ausgeweitet hatte.

Immer das Internet

Ein einzelner, einfacher Grund für die Krise der traditionellen Medien lässt sich nicht festmachen – so gerne das die Branche auch hätte. Klar, das in letzter Zeit eingebrochene Werbegeschäft tut sein Übriges, aber die Ursachen für das nachgelassene Kaufinteresse liegen tiefer: kulturelle Veränderungen, gesellschaftlicher Wandel und veränderte Arbeitsbedingungen sowie die zunehmende – soziale wie mediale – Fragmentierung sind die wirklichen Gründe. Diese Phänomene setzten grösstenteils schon lange vor dem Internet in den 1980er-Jahren ein. So ist das Internet nicht Auslöser der Print-Misere, sondern viel mehr Audruck eines tiefgreifenden Wandels.

Die Auflagen brechen weg

Nicht nur in den USA, wo die Printkrise am heftigsten spürbar wurde, oder in Grossbritannien haben die Tageszeitungen zunehmend an Verkaufszahlen eingebüsst. Auch in Deutschland haben die Auflagen der gedruckten Zeitungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich leicht abgenommen – zwischen eineinhalb und zwei Prozent, so der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV). Da helfen dann auch keine Paywalls mehr.

(Crosspost von www.wortgefecht.net)

Roger Seeli: Neu Technologien brauchen neue Gewänder

von Reto Hartinger

Roger gib uns Stichworte zu Deiner Person:roger

Themenübergreifende Systeme wecken meine Neugier besonders. Mit diesem Mindset überlebe ich seit sechs Jahren als selbstständiger Ingenieur. Vorher habe ich sieben Jahre lang verschiedenste technologische und organisatorische Aufgaben bei der heutigen OC Oerlikon Corporation AG wahrgenommen. Kern der Aufgaben war die schnellstmögliche Umsetzung von Projekten. Ob Technologietransfer, Neuentwicklung von Produkten oder TurnAround einer BusinessUnit, stets stand für mich die Aufgabe im Zentrum, die richtigen Kompetenzen zu finden und einzusetzen. Da die Aufgabe, diese Kompetenzen zu finden, sehr umtriebig und (letztendlich) zu wenig erfolgreich war, habe ich mich entschieden, eine Internetplattform in diesem Tätigkeitsfeld aufzubauen. Privat geniesse ich gerne ein leckeres Essen in tollem Ambiente mit Freunden. Um doch noch ein wenig fit zu bleiben, rattere ich gerne mit den Blades um den Greifensee oder gehe im Fitnesscenter Hanteln-Schwingen oder ‘Body-Pumpen’. Design und die Schönen-Künste interessieren mich genauso wie das Erforschen von Neuem.

An was arbeitest Du gerade?

An einer Plattform, welche transdisziplinäres Wissen verbindet. Es handelt sich um eine Mischung aus Wikipedia, Xing und Google. Der User steht dabei im Mittelpunkt. Tönt spannend, kannst Du mehr darüber sagen?

Einer der USP’s der Plattform ist es, das Wissen und deren Inhaber zu finden. Dies geschieht, ohne dass dabei sensitive Informationen des Wissens-Anbieters freigegeben werden müssen. Des weiteren funktioniert das Matching von Suchbegriffen mit Wissens-Elemten mit evolutionären Algorithmen. Ich behaupte, Ameisen sind die besseren Schnüffler um etwas zu finden, als Hunde!

Wo sind die grössten Probleme bei der Umsetzung?

Darstellungen und Workflows, welche intuitiv klar sind.  Neue Technologien brauchen neue Gewänder. Die Erfahrung zeigt, dass User beim Besuch einer umfassenderen Website gleich wieder abhauen. Bei Offline-Lösungen ist diese Toleranzgrenze sehr viel höher. Dem User eine Online-Umgebung im Web schmackhaft zu machen, welche von der Usage her wirkt wie eine Offline-Lösung, ist derzeit eine unserer grossen Aufgaben. Wir versuchen, dies mit ausführlichen Hilfestellungen und Beispielen sowie mit einem stark integrierten Support Forum zu bewerkstelligen.

Macht ihr Usability Tests? Oder wie stellt ihr sicher, dass Eure Site auch verstanden wird?

Die Möglichkeiten mit Usability-Test im professionellen Sinne haben wir aus finanziellen Gründen vorerst nicht. Wir testen die Applikation mit unbedarften Benutzern und sehen ihnen über die Schulter, während wir ihnen Aufgaben stellen. Das ist zwar relativ primitiv, aber wir sind im Moment noch so weit von einem Optimum entfernt, dass dies zur Zeit genügt. Die Usability wird durch die Erfahrungen mit den Testbenutzern Stück um Stück optimiert.

Welche Technologien behält ihr im Auge?

AJAX Frameworks :: HTML5 * AJAX Frameworks: Ich selber verwende Mootools als JavaScript Framework. Die Tools Google GWT und GWT-Ext finde ich sehr spannend – allerdings noch ein wenig eingeschränkt. Da Google grosse Teile des SourceCodes, welchen sie für Gmail, Spreedsheet usw. verwendet haben, öffnet, erhoffe ich einen Innovations-Schub bei den JavaScript-FrameWorks. Interessieren würde mich, wie Google sein neues Angebot ‘Wave’ technologisch umgesetzt hat.

Welche Features von HTML5 findest Du am besten und wo gedenkst Du diese einzusetzen?

Für uns sind die Structural Tags in HTML5 interessant um den Suchmaschinen mehr Informationen über die Plattform und deren Struktur zu geben.

Was hältst Du von den neuen grafischen Möglichkeiten in HTML5 und was davon, dass man auf der Clientseite eine Datenbank zur Verfügung hat?

Dynamische Bilder (Canvas) verwenden wir in verschiedenen Applikationen vor allem zur Visualisierung von grafischen Schnellübersichten (Vorschau) oder für Bewertungen und zum Teil, um semantische Zusammenhänge darzustellen.

Clientseitige Datenbanken habe ich bisher nicht getestet.

Was sind Eure grössten Herausforderungen in nächster Zeit?

Starke und ansprechende Show-Cases für mindestens drei Zielgruppen zu finden. Eine Organisationsstruktur zu finden, welche es ermöglicht, eine Glaubwürdigkeit wie bei Wikipedia aufzubauen und trotzdem monetäre Interessen nicht auszuschliessen.

Suchst Du Betatester?

Gerne. Ab dem Q2/10 sind BetaTester sehr willkommen. Wenn ich darf, komme ich diesbezüglich gerne auf Dich und die Community zurück.

Wie wird sich der Markt entwickeln. E-Commerce, Investitionen, Innovationen, Start-ups?

Ich hoffe, dass man sich wieder auf ‘geerdete’ Businessmodelle besinnt, also nicht primär im Businessplan mit grossen Zahlen jongliert sondern echte Werte schafft, welche vom User erkannt werden können, sodass dieser bereit ist, dafür Geld auszugeben.

Der Transfer im Web soll von Information zu Interaktion stattfinden. Das ist DIE Gretchenfrage im Hinblick auf die Wissensgesellschaft. Meiner Meinung nach gelingt dieser Sprung mit einem – im übertragenen Sinn – „Frage & Antwort Spiel“. Mit der Essenz aus diesem Interaktions-Spiel kann dem User eine deutlich bessere Information angeboten werden. Um dieses Interaktions-Spiel zu ermöglichen braucht es Vertrauen. Dieses Vertrauen wird meiner Ansicht nach einer der wichtigen Bestandteile für zukünftige Geschäftsmodelle im Web.

Urs Bucher ist hoffnungsloser Optimist

von Reto Hartinger

Urs gib uns Stichworte zu Deiner Person: 67af40e18.367891
Schon ein bisschen was gesehen im Leben [wichtigste Stationen mit der IT Hersteller-Brille: www.microsoft.ch 1993 – 1999; aus der Online Dienstleister-Perspektive www.namics.com 2000 – 2008], jetzt auf der Kundenseite bei KPMG; verantwortlich für die Online Aktivitäten der Ländergesellschaften von KPMG Europe LLP [www.kpmg.eu]. In Zürich lebend, aber öfters frühmorgens/spätabends am Flughafen anzutreffen.

Geniesse gerne: Familie, Zusammensein mit Freunde, gut essen/trinken, lesen, Musik, [etwas] Sport.

Gut vernetzt, off- und online.

Hoffnungsloser Optimist……

An was arbeitest Du gerade?

Migration von Länder Websites auf eine einheitliche Plattform, gerade fertig geworden ist www.kpmg.co.uk, die nächsten Länder/Sites stehen an. Koordination der Teams in den verschiedenen Ländern. Ein weiterer, wichtiger Bereich ist die„Sanfte Annäherung“ einer Grossfirma an Web 2.0 / User-Generated Themen.

Welche Technologien behältst Du im Auge?
Pflicht: SharePoint, Windows Client OS, Office et al.

Kür: Technologie-News [TechCrunch lesen reicht eigentlich, dort schreiben eh alle ab…], Kollaborations-Tools generell, das Twitter-Universum im speziellen. Gadgets.

Was sind Eure grössten Herausforderungen in nächster Zeit?

Nur bedingt technisch, unsere Kernfrage ist mehr: wie schnell / fest kann eine eher konservative Organisation in einem regulierten Umfeld disruptive technische Erneuerung absorbieren; respektive sie gewinnbringend / kostensparend einsetzen? Also: Change, Change, Change.

Dazu & daneben: zwingende Investitionen trotz Kostendruck durchboxen.

Wie wird sich der Markt entwickeln. E-Commerce, Investitionen, Innovationen, Start-ups?

E-Commerce: Für mich eigentlich schon ein no-brainer, das scheint mir allgemeine Akzeptanz gefunden zu haben.

Investitionen: Irgendwann kommen wir wieder aus der Krise raus, die Finanz- und Realwirtschaft wird sich erholen. Ich hoffe, die zwingenden Investitionen fliessen bis dann immer noch und danach wird [sinnvoll] aus dem Vollen geschöpft.

Innovationen & Start-Ups: Nun; die Start-Ups von heute, also die Wualas, Amazees und Doodles der Welt Schweiz werden hoffentlich prächtig gedeihen und ich gehe davon aus, dass neue Start-Ups nachkommen werden; der eine oder andere steht ja schon in den Startlöchern. Es wäre schön, wenn auch in der Zukunft Schweizer Start-Ups geboren werden.

Frauen in Projekten – warum nicht?

von Daniel Niklaus

Was sind die gängigen Vorurteile? Frauen reden mehr als Männer. Frauen können sich nicht durchsetzen. Frauen sind in technischen Berufen überfordert. Frauen essen immer Salat. Männer essen Salat nur dann, wenn er zwischen zwei Brötchenhälften und einem Stück gebratenen Hackfleisch liegt.

Da fragt sich, warum sollte man eine Frau in einem Projekt haben wollen? Hier ein eindrückliches Argument.

Einer der grössten Vorteile, wenn Frauen in einem Projekt mitmachen, Männer benehmen sich umgänglicher. Allein die Anwesenheit einer Frau genügt, dass sie – aus meiner Erfahrung – weniger drein schwatzen, den anderen auch einmal ausreden lassen, netter sind und konsensorientierter werden. Beweisen kann ich es nicht, aber ich kenne einen Geschäftspartner, der aus Prinzip eine Sekretärin mitnimmt, weil er dann mit weniger nerven durch eine Sitzung führen kann.

Kann eine Frau still sitzen?

Warum sollte sie und vor allem, müsste die Frage nicht umformuliert werden: können Männer still sitzen? Haben Sie schon einmal geachtet, wie schnell in einer Runde, trotz Frauen, die Männer die Gesprächsführung übernehmen? Auch wenn das Gespräch angenehmer wird, so sind es vor allem die Männer, die Reden. Sollten Sie am gängigen Vorurteil hängen, dass Frauen viel mehr schwatzen, klicken Sie nicht auf diesen Link!

Aus meiner Sicht haben Frauen in Projekten einen enorm positiven Einfluss auf den Erfolg. Während Männer ihre Vorschläge meist als “so ist es” präsentieren, stellen Frauen ihre Vorschläge viel mehr als Möglichkeiten dar. Über diesen Vorschlag kann dann debattiert werden und oft ergeben sich daraus bessere Lösungen. Ein interessantes Interview dazu gibt der Kommunikationsforscher Helmut Ebert. Wichtig ist zu beachten, dass diese Vorschlagskultur gepflegt werden muss. Männer verstehen einen Vorschlag oft als direkte Order. Erst wenn sie lernen, dass es sich um einen Vorschlag handelte, kann die Diskussion losgehen. Es sei erwähnt, dieses Vorgehen gehört nicht exklusiv den Frauen. Wir können ebenfalls statt Lösungen Diskussionsvorschläge platzieren…

Frauen und Technik
ist wie Männer und Sex

Beide Geschlechter könnten/können beides. Immer wieder wird bewiesen, dass Frauen und Männer von der Ausgangslage her sehr ähnlich sind. So sind zum Beispiel auch die mathematischen Fähigkeiten von Mann und Frau gleich. Trotzdem nehmen sich Frauen in Projekten oft zurück. Das kann äusserst Mühsam sein. Wenn sie in einem Punkt mehr wissen, heisst das noch lange nicht, dass sie dies auch kundtun. Schade, wenn später die Bemerkung kommt, hättet ihr doch auf mich gehört. In diesem Punkt sollten viele Frauen etwas mehr Selbstbewusstsein an den Tag legen. Gute Beispiele gibt es heute genügend. Egal, auf welcher Seite man politisch steht, Eveline Widmer-Schlumpf bewies in der Arena, dass sie ihre Frau gegen CH. Blocher stehen kann.

Biologie oder Soziologie?
Bei solchen Diskussionen stellt sich immer die Frage, ist es Biologie oder schlicht das Umfeld und die Erziehung, welche den Unterschied zwischen Männern und Frauen ausmachen. Der letzte TV-Spot aus Thailand soll ein Erklärungsansatz sein.

Teil 1: Der Kunde ist König und warum Projekte scheitern
Teil 2: Alphatiere bringen noch jedes Projekt zu Fall

GRYPS Offertenportal geht in die Registrierungsphase!

von GabyStaeheli

GRYPS Offertenportal sucht Anbieter von professionellem  IT & Office Equipment, sowie von Dienstleistungen für KMU in der Schweiz. Der Startschuss für die Lancierung des neuen Offertenservices ist für Ende Januar 2010 geplant.

Das Geschäftsmodell von GRYPS basiert auf der Vermittlung von Leads. Sucht ein Unternehmer z.B. eine Webagentur zur Erstellung  einer neuen  e-commerce Site,  so gibt er sein Kaufinteresse in wenigen Minuten kostenlos bei GRYPS ein.  Durch einen kurzen Online-Fragebogen, sowie einen Rückruf von GRYPS wird die Kaufabsicht verifiziert und qualifiziert.  Dieses sog. “Lead” wird dann an 3 passende Anbieter vermittelt, damit diese dem Kaufinteressent ein individualisiertes Angebot erstellen können.

Anbieter der verschiedensten Kategorien von Webservices über Telefonanlagen bis hin zu ERP-Software können sich kostenlos bei GRYPS registrieren und bezahlen nur für die gewünschten Leads (nach vorheriger Einsicht in den ausgefüllten Fragebogen). Die Kaufabwicklung selbst erfolgt nicht über die Plattform.

Der Nutzen für den Einkäufer liegt in der Zeitersparnis bei der Recherche nach geeigneten Anbietern und in der Möglichkeit rasch gleichwertige massgeschneiderte Offerten zu erhalten um damit auch das beste Preis-Leistungsverhältnis zu erzielen.
Der Nutzen für die Anbieter liegt in der Erschliessung neuer Absatzwege, sowie dem Erhalt von vorqualifizierten, konkreten Leads ohne Streuverlust.

Interessierte Anbieter, die sich bis zum 31.12.2009 unter www.gryps.ch registrieren erhalten Leads in den ersten 2 Monaten kostenlos. Die Anmeldung ist ebenfalls kostenlos und unverbindlich.  Testet uns! Weitere Infos gibt’s auf unserer Homepage www.gryps.ch oder direkt von mir: gaby.staeheli@gryps.ch

Alphatiere bringen noch jedes Projekt zu Fall

von Daniel Niklaus

Die Menschheitsgeschichte wurde von Alpha-Männern geschrieben – den unverzichtbaren Machern, die die Initiative ergreifen, neue Welten erobern und Himmel und Erde in Bewegung setzen, um ihre Ziele zu erreichen. Ob sie Stammeskrieger anführen, ein revolutionäres neues Produkt auf den Markt bringen, eine Mannschaft zum Sieg führen oder einen Grosskonzern leiten, Alphas sind auf Leistung gepolt und stürzen sich auf Herausforderungen, vor denen andere zurückschrecken. Dabei erregen Sie Ehrfurcht und Bewunderung, aber auch Angst und Nervosität. Wo sie auch sind und was sie auch tun, stets heben sie sich von der Masse ab und hiterlassen unauslöschliche Spuren im Leben der Menschen um sie herum.
In der Geschäftswelt wimmelt es förmlich von Alpha-Männern.

So beginnt Kapitel 1 – Alpha-Tiere: Der schmale Grat zwischen Erfolg und Absturz im Management.

Das Wort Management im Titel hätte auch durch Projekt ersetzt werden können. Alpha-Männchen bringen bei Bedarf jedes Projekt zu Fall. Nehmen Sie den ca. 42-jährigen Aufsteiger mit brillantem CV. Ein hohes Tier im Militär, nach dem Studium Stufe um Stufe nach oben geklettert und jetzt hat er zum ersten Mal den COO Posten einer grösseren Firma inne. Bis anhin wurde er immer von einem Förderer begleitet, doch für diesen Posten wechselte er in eine neue Firma und er hatte die ersten Projekte “alleine” zu leiten. Er weiss, wie man Projekte erfolgreich zu Ende bringt und wie man Leute führt – nur dumm, dass ihm, zumindest mental, alle Leute davon liefen und ein Projekt ums andere ins Desaster schlingerte. In einem dieser Projekte war ich dabei.

Als Psychiater – ähhh – Lieferant hat man eine privilegierte Situation. Die Mitarbeiter erzählen einem die Sorgen mit dem Management und das Management die Sorgen mit den Mitarbeitern. In diesem Fall war der Chef auf verlorenem Posten. Er fühlte sich von allen verlassen und die Welt war nur noch böse. Wenn die Leute doch nur fähig wären und auf ihn hören würden, dann würde alles 1A funktionieren. Aber die sind alle unfähig und machten nicht, was er sagte. Als ich ihn auf seine Führungsmethoden ansprach, tat er mir alle Bedenken durch, schliesslich hatte er schon früh im Militär Leute geführt. Er wusste, wie Leute geführt werden. Wie die Geschichte endete? Keine Ahnung. Wir beendeten unseren Teil ziemlich schnell und ich hatte kein Interesse an einem Nachfolgeauftrag. Er versuchte, seinen Führungsstil auch bei mir anzuwenden. Er gehörte zu den Alpha-Macher und wird im obigen Buch beschrieben. Ein Typus der nicht delegiert, sondern Aufgaben verteilt und diese peinlich genau kontrolliert. Ein Typus mit dem ich überhaupt nicht klarkomme, denn ich bin auch so ein Alpha-Männchen, dass alles besser weiss und dann auch noch das Heft in die Hand nimmt…

Die grösste Stärke wird zur grössten Schwäche

Alpha-Tiere können ein Segen für eine Firma sein, sie bringen den nötigen Drive mit und ziehen ein Projekt gegen alle Widerstände durch. Das ist die positive Seite. Gleichzeitig können Sie auch blind sein und erkennen nicht, wann sie stoppen oder ihr Verhalten ändern sollten. Damit bringen sie jedes Projekt in Gefahr.

Zwei Alpha-Tiere und mehr

Heutige Projekte gehen oft über mehrere Abteilungen und manchmal sogar über mehrere Firmen hinaus. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass in einem Projekt mehrere Alpha-Tiere aufeinanderprallen. Je nach Konstellation ist dies ein tödlicher Mix für den Erfolg eines Projektes. Laut dem Buch Alpha-Tiere gehöre ich zu den Alpha-Visionären und funktioniere um 180 Grad anders, als der oben beschriebene Alpha-Macher. Während für mich genauen Angaben und eine detaillierte Planung ein Graus sind, benötigt er genau diese Informationen, damit er sich sicher fühlt. Ich ziehe es vor, die grosse Linie zu bestimmen und vertraue auf die Fähigkeiten meiner Leute, während er eine grundsätzliche Skepsis allen gegenüber mitbringt und in Panik gerät, wenn etwas für ihn nicht unter Kontrolle ist. Das kann zu fürchterlichen Missverständnissen und blutigen Alpha-Kämpfen führen. Um dies zu verdeutlichen, ein Beispiel von vor nicht allzu langer Zeit.

Ausgangslage: Das Projekt läuft aus meiner Sicht o.k. Ich sehe, dass auf beiden Seiten die Mitarbeiter an einem Strick ziehen und jeder gibt sein Bestes. Aus seiner Sicht hätte alles viel weiter, günstiger und schneller sein müssen. Wie auch immer, es ging um eine Funktion, die eine technische Herausforderung darstellte. Folgendes Telefongespräch fand statt:

    Er: Wie sieht es aus, bringen wir das hin
    (Er ist kritisch eingestellt)

    Ich: Es wird eine Herausforderung und ich kann dir den Termin nicht versprechen, aber wir bekommen das hin, dafür stehe ich gerade.
    (Ich biete eine vertrauensbildende Geste an und verbürge mich, dass wir das Teil auf die Beine bringen)

    Er: (Aha, er will mir keinen Termin nennen, hab ich es doch gewusst)
    Aber ich muss einen Termin haben
    (Wenn er mir diesen nicht gibt, dann liege ich mit meinen Bedenken richtig)

    Ich: (Hä? Jetzt habe ich ihm doch gesagt, ich kann keinen Termin versprechen. Was will er? Ich stehe ja gerade dafür)
    Hör zu, ich verspreche dir, dass wir das hin bekommen. Ich kümmere mich persönlich darum.
    (Jetzt darfst du mir wirklich vertrauen)

    Er: (AHA – er verheimlicht mir etwas)
    Das genügt mir nicht

    Ich: (Geht’s noch gut? Vertraust du mir nicht?)
    Weisst du was, wir sind fertig, sobald wir fertig sind.

Ich war so ein Dummkopf! Ihm fehlte das technische Verständnis abzuschätzen, was passieren wird. Er war Nervös. Anstatt das ich realisierte, welche Sicherheiten er benötigte, machte ich einen auf “Gekränkt”, weil ich mit seiner Art nicht klarkam und ging in den Infight. Alpha-Männchen sind manchmal furchtbar blind und stur. Das kann die besten Projekte zum Scheitern bringen. Ja sogar den Platz um die Nr. 1 kosten. Hier ein hervorragender Artikel zum Scheitern von Myspace. Achten Sie darauf, wie sich die Gründer und die Käufer gegenseitig verhielten und wie die Aufmerksamkeit und die Zielsetzungen von Murdoch die gesamte Dynamik im Unternehmen veränderte.

Wie kommt man aus der Alpha-Falle raus?

Wenn Sie selbst ein Alpha-Männchen sind, lernen Sie die anderen Alpha-Männchen besser kennen. Lesen Sie dieses Buch. Nicht wegen Ihnen, sondern damit Sie die anderen besser für Ihre Ziele nutzen können. Sollten Sie dabei über sich selbst etwas erfahren, ist dies ein reiner* Zufall.
*beabsichtigter

Das oben beschriebene Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen. Aber nicht ohne viele Mails, Telefonate und Sitzungen. Es wurde mit Diskussionen sinnlos Energie und Zeit verschwendet. Zur Verstärkung der Argumente entstand dann ein Nebenschaukriegsplatz nach dem anderen. Mir persönlich half dieses Buch, mein Gegenüber und meine eigenen Reaktionen in dieser Situation zu verstehen. So konnte ich auch einmal aufs Maul hocken und nervte mich weniger und wir brachten das Projekt gemeinsam ins Ziel.

Wenn Sie kein Alpha-Männchen sind, kann Ihnen dieses Buch ebenfalls helfen. Sie verstehen besser, wer in einem Projekt wie funktioniert. Alpha-Männchen müssen manchmal von ihren Mitarbeitern geführt werden (vermeiden Sie aber bitte tunlichst, dass sie es merken).

Alpha-Männchen, die die Kurve kriegen – heben die Welt aus den Angeln

Seine Eigenen stärken und schwächen zu kennen und diese bei den anderen Teammitgliedern zu erkennen, hilft in jedem Projekt enorm. Qualitäten der Projektmitarbeiter werden nicht addiert, sondern multipliziert. Für mich persönlich bedeutet dies, ich brauche Alpha-Männchen die zur Sorte der Strategen gehören. Solche die sich selbst womöglich keine hochtrabende Ziele setzen, aber wenn Sie ein kühnes Ziel vorgesetzt bekommen, finden sie den richtigen Weg, die Ziele zu verwirklichen.

Alpha-Männchen, die die Kurve kriegen, können die Welt aus den Angeln heben. Ein paar Beispiele.

Steve Jobs wurde in den 80er aus seiner eigenen Firma geworfen, weil er mit dem neu eingestellten Pepsi-Manager nicht klarkam. Mit seiner Firma Next scheiterte er kläglich. Was oft unbekannt ist, bevor er zu Apple zurückkehrte, fand er sich mit einem anderen Alpha-Männchen John Lasseter und gründete die höchst erfolgreiche Firma Pixar. Wenn Alpha-Männchen miteinander klarkommen, können sie die Welt bewegen und realisierten die kühnsten Visionen. Auf jedem Schreibtisch ein PC. Bill Gates und Steve Balmer. Schlagen sich innert 20 Jahre vom Nobody in die erste Liga der Computerverkäufer. Michael Dell und Kevin Rollins. Oder feiern Meistertitel um Meistertitel Gigi Oeri und Christian Gross.

Für alle Alpha-Männchen einer meiner Favoriten zum Thema Führung

Teil 1: Der Kunde ist König und warum Projekte scheitern

Der Kunde ist König und warum Projekte scheitern

von Daniel Niklaus

Der Kunde ist König und ich der Kaiser? Oder etwa der Untertan? Der Kunde ist König ist Quatsch und führt im Projektmanagement direkt ins Verderben. Teilte der Lehrer zu Zeiten meines Grossvaters eine Ohrfeige aus, gab’s zu Hause eine weitere, wenn er es erzählte. Heute wird der Lehrer bei einer Ohrfeige von der Schule verwiesen. Wer glaubt, mit Befehl und lautem Gebrüll kommt er im Jahr 2010 weiter, verliert ganz schnell seine besten Mitarbeiter, Lieferanten und Partner. Wenn nicht physisch, dann zumindest deren 100%-Einsatz.

Über 500 Projekte durfte ich die letzten 16 Jahre für Kunden und Partner durchführen. Selbstverständlich sind ein paar gescheitert, richtig den Bach runter gegangen, mit Fanfaren, Trommelwirbel und grandiosem Totalcrash. Aber die grosse Mehrheit der Projekte kam erfolgreich ins Ziel. Vor Kurzem traf ich eine meiner ersten Kundinnen, ihr erstellte ich 1993 eine Access-Lösung für die Verwaltung von Kleidungsstücken. Sie setzt diese heute noch ein. Ein richtig erfolgreiches Projekt.

Wie wir lernen

Erinnern Sie sich daran, wie Sie schreiben lernten? Als Erstes stellten Sie einen Haufen Wie-Fragen. Wie halte ich den Bleistift. Wie funktioniert das ABC und wie die Grammatik. Was Sie schrieben, interessierte (noch) niemanden: “Ich wohne im Haus” und für Ihre Eltern waren Sie der nächste Hemingway. Das reichte natürlich nicht lange und so kamen die Was-Fragen. Auf einmal mussten Sie schlaue Dinge schreiben. Was machten Sie in den Ferien, was zeichnet die Schweizer Demokratie aus und viele schlaue Texte mehr. Ob Sie heute noch schreiben, hängt wahrscheinlich von Wer-Fragen ab. Braucht der Sportverein an der GV einen Protokollführer: “Wer hat keine Ausrede”?

Was hat das bitte mit Projektmanagement zu tun?

Projektmanagement wird auf dieselbe Art gelernt. Zuerst kommen die Wie-Fragen. Wie funktioniert Projektmanagement? Wie kann ich Aufgaben koordinieren, wie setzte ich MS-Project ein. Wie führe ich…und viele Wie-Fragen mehr. Sind die wichtigsten Wie-Fragen beantwortet, kenne ich die Instrumente und kann ich damit umgehen, kommen die Was-Fragen. Was muss ich machen? Was setzen wir ein MS-Project, Google-Sheet oder basecamphq.com? Was ist besser CMMI, Six Sigma oder lassen wir die Leute an der langen Leine?

Diese zwei Fragen (wie und was) sehen viele Projektleiter. Und viele Mitarbeiter und Chefs sehen diese zwei Fragen ebenfalls. Ob ein Projekt aber scheitert oder ein Erfolg wird, entscheiden aus meiner Sicht erst die nächsten zwei Fragen:

  • Wer
  • In welcher Konstellation

…der Kunde ist König

Anfangs Internetzeit hatte ich viele Werbeagenturen, die bei mir für die Umsetzung von Websites anklopften. Mit einigen wenigen funktionierte es hervorragend und es entstanden Freundschaften, die bis heute anhalten. Mit den meisten Werbeagenturen endete es aber im Desaster. Nach deren Verständnis waren sie die Könige und ich der ausführende Untertan. Das funktionierte bei mir nicht und endete jedes Mal im Desaster. Ich nahm neue Werbeagenturen nur noch mit folgender Warnung an: “Wenn Sie uns als ausführende Druckerei sehen, suchen Sie bitte eine andere Agentur. Ich werde Ihre Konzepte infrage stellen, versuchen diese zu verbessern und, wenn aus meiner Sicht etwas nicht funktioniert, weigere ich mich dies auszuführen”. Ja, ich war Jung und ein richtiger Dickkopf ;-)

Die richtige Person(en) und es funktioniert – auch in einer Grossbank

Rückblickend hätte es nie funktionieren dürfen. In einer Grossbank sollte eine Projektleiterin für eine Aufgabe eine bestehende Software einsetzen und diese durch den Lieferanten anpassen lassen. Sie hatte dabei aber mit dem bestehenden Lieferanten ein “ungutes Gefühl” und entschied gegen die eigene Führungsetage eine Neuentwicklung zu starten. Sie selbst hatte noch NIE ein Softwareprojekt durchgeführt. Sie musste zwei Lieferanten finden, die das Projekt annahmen und ihr versprachen, es in 3 Monaten durchzuziehen. Sie musste die IT-Abteilung überzeugen, dass wir dort externe Server einstellen durften und wir benötigten den Zugang zu sensiblen Mitarbeiterdaten.

Diese Dame brachte mit Ihrer Art Dinge fertig, die nur sehr selten funktionieren. Wer als Begründung die Macho-Antwort sucht – nein. Sie wählte für die Umsetzung die richtigen Personen, fand den richtigen Ton und motivierte uns alle zu Höchstleistung. Sie brauchte keine Milestones, kein MS-Project, kein Mengengerüst und kein detailliertes Anforderungsprofil. Stattdessen stellte sie die richtige Frage für erfolgreiches Projektmanagement: wer. Nach 3 Monaten stand das Projekt im abgemachten Budgetrahmen und die Software wurde Jahre später noch eingesetzt. Sogar von anderen Abteilungen mit dem Segen ihrer Vorgesetzten.

Die selten gestellten Fragen im Projektmanagement

In einer kurzen Serie gehe ich darauf ein, welche Schäden Alphatiere in Projekten anrichten können. Auf was Sie bei Ihrem Team achten sollten und wie Konstellationen noch vor Beginn des Projektes über Niederlage oder Sieg entscheiden.

Internet-briefing.ch ist 270 000 CHF wert

von Reto Hartinger

Es wäre doch spannend zu wissen, wieviel die eigene Website wert ist. Ziemlich schwierig herauszufinden – es bräuchte dazu einen Kaufinteressenten oder man müsste wissen wieviel die Konkurrenz bei einem Verkauf wert war. Das wird aber leider nie verkündet.

Bizinformation.org schafft abhilfe. Du musst einfach Deine URL eingeben und erhälst sofort ein Resultat. Es ist zwar wohl grottenfalsch aber es gibt dir immerhin einen Hinweis wenn Du auch Deine Konkurrenz ansiehst. Nicht der Preis ist dabei interessant sondern die Preisdifferenz und was Bizinformation.org über die Bewertungskriterien sagt. Hier Internet-Briefing.ch

http://bizinformation.org/ch/www.blog.internet-briefing.ch

Internet-briefing.ch Bewertung 271′358.93 CHF

Webseite Wert 271′358.93 CHF
Seitenabrufe Täglich 3′301
Besucher Täglich 1′287
Weltweit Rang 192′962
DMOZ Kategorien Diese Domain ist nicht in einem DMOZ Kategorien.
Pagerank 5
Seitenanzahl 0
Externe Links 4′550
Reddit 0 submissions
Stumbleupon 0 reviews
Digg 1 submissions
Delicious 3 bookmarks

Und der Blog bringt es immerhin auf 280 000 CHF Bewertung

Blog.internet-briefing.ch Bewertung 288′112.34 CHF

Webseite Wert 288′112.34 CHF
Seitenabrufe Täglich 2′701
Besucher Täglich 1′505
Weltweit Rang 204′797
Suisse Rang 2′542
Website-Typ Blog
Seitenanzahl 1′728
Externe Links 9′750

Spannend – jetzt bin ich doch versucht, meine beiden Site zu verkaufen. Aber spannend ist jetzt der Blick auf die SIMSA Site

Simsa.ch Bewertung 14′394.12 CHF

Swissict.ch Bewertung 31′059.18 CHF

Sapperlot damit hätte ich nicht gerechnet. Schauen wir uns doch mal die grösseren Sites der Schweiz an:

Search.ch Bewertung 7.63 Mio CHF

Bluewin.ch Bewertung 10.81 Mio CHF


Und wie siehts bei Deiner Firma aus?

Desperate Mousewife

von Reto Hartinger

Vielen ist Susann Klossek als Journlistin des früheren IT-Resellers bekannt. Ein scharfe und humorvolle Feder, die ich immer gerne gelesen habe. Nich gewusst habe ich, dass sie bereits fünf Bücher geschrieben hat:

Nichts und wieder nichts
Männer
Berührung im Dickicht
Besser dümpeln – Ratgeber zur Lebens(ver)planung
Tropenfieber

Mitte Dezember erscheint im Novum Publishing Verlag ihr neuestes Buch

“desperate mousewife”- das Tagebuch der Roswitha Koslowski
Das besorg ich mir doch für  35,40 Franken (zzgl. Porto). Hier was sie zum Inhalt sagt:
<<Als Journalist kriegst du einen Arschtritt, wenn du falsch liegst und du kriegst einen Arschtritt, wenn du richtig liegst. Auch der Weg des Buchautors ist steinig. Leider will für die Poetenlaufbahn keiner mit dir ins Bett. Das erschwert die Sache ungemein. Momentan befinde ich mich, wie es so schön heisst, “in den besten Jahren”, ich frage mich was nachkommt, wenn die erstmal vorbei sind.>> (Roswitha Koslowski, mindererfolgreiche Schrifstellerin und Chefredakteurin eines IT-Magazins)
Du kannst Dir  hier im Blog Dein Exemplar via Kommentar bestellen. Die Lieferung erfolgt durch die Autorin, sobald die Bücher vorrätig sind, mit einem Einzahlungsschein. Bitte in Bemerkungsfeld die komplette Lieferadresse angeben.
Ein Erlebnis wird sicher auch ihre Buch-Lesung im Januar:
 22. Januar – 20:30 Uhr – Kulturlabor, Gotthardstrasse 62, 8800 Thalwil

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