Scheinlösung Nacktscanner – bitte klärt das Volk auf!
Es ist wieder einmal so weit. Technik soll ein Problem lösen, dass es gar nicht lösen kann. Wer ruft Stopp? Wer ruft zur Besinnung auf? Sicher (noch) nicht die Massenmedien. Im Gegenteil, der Blick macht glauben, Nacktscanner helfen, die Sonntagszeitung schreibt unkommentiert, was die SDA sagt. Wenigstens die NZZ gibt einen Hauch von Kritik wider und schreibt: Kritiker der «Nacktscanner» weisen darauf hin, dass diese Geräte den Schmuggel des Sprengstoffpulvers an Bord der Maschine der Northwest Airlines von Amsterdam nach Detroit wohl nicht hätten verhindern können.
Und genauso ist es. Wie so oft hofft man, die Verantwortung an die Technik abzugeben. Sobald es um Sicherheit geht, geben wir allzu gerne Verantwortung ab. Zum Beispiel an Videokameras. Von vielen Politikern und Wählern als die beste Möglichkeit Verbrechen zu verhindern angesehen, zeigt die Videoüberwachung nur eine geringfügige Reduzierung der Kriminalität (was können Kameras).
Und jetzt will man uns im Namen der Sicherheit Nacktscanner aufdrücken. Super. Frei nach dem Motto: “Wer nicht zu befürchten hat, ist einfach prüde” oder “ich will sicher in ein Flugzeug steigen”. Nur genau hier liegt die Krux. Es ist eine vermeintliche Sicherheit. Zum einen warnt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in Deutschland Josef Scheuring, dass heute Hartz-IV-Empfänger, Leiharbeiter und Billiglöhner im Auftrag privater Sicherheitsfirmen für die Sicherheit an Flughäfen sorgen sollen, was nur schief gehen kann. Und zum Anderen warnte der Vater des Attentäters die Geheimdienste – ohne Wirkung (was wenig wundert). Die Nacktscanner lenken nur von echten Lösungen ab.
Es sollten dringend ein paar Schweizer Medien dieselbe Frage stellen, wie derStandard.at
Frage: Hätten Nacktscanner den versuchten Anschlag von Detroit verhindert?
Antwort: Jein: Abdul Farouk Abdulmutallab hatte den Sprengstoff in die Unterwäsche eingenäht. Vermutlich wäre das auch bei einem Nacktscan übersehen worden. Die Verantwortlichen am Amsterdamer Schiphol-Airport sind jedoch überzeugt, dass sie die Bombe in einem Nacktscanner entdeckt hätten.
Das könnte man doch überprüfen?!
ps: In Schiphol gab es schon 15 Nacktscanner. Werden wir je erfahren, ob Abdul Farouk Abdulmutallab durch einen Nacktscanner ging?



tin schrieb:
Und in der Kritik wurden bisher fast nur ethische Bedenken geäussert. Aber von der Strahlenbelastung konnte man noch nichts lesen. Welche Rate wird da einem zugemutet? Was ist für Vielflieger?
Kommentiert am 10-Jan-10 um 6:51 am | Permalink
Daniel Niklaus schrieb:
Die Strahlung könnte ein Totschlagargument sein. Nur zieht es nicht auf der ganzen Linie, zumindest muss man differenzieren. Wenn Röntgenstrahlenscanner eingesetzt werden, besteht ein Gesundheitsrisiko. Dafür liefern diese das beste Bild. Die neuere Generation von Scannern setzt auf Terahertz-Strahlen. Passive Teraherz-Scanner nehmen Teile der menschlichen Wärmestrahlung auf, verursachen also keine Schädigung, liefert aber das schlechteste Resultat. Die aktive Variante verfügt über eine geringe Strahlung. Noch vermutet man, dass sie zu keinem Risiko führt.
web.de
welt.de In diesem Artikel geht man davon aus, dass auch chemische Substanzen gefunden werden. Laut anderen Informationen hätten die aktuellen Inhalte nicht gefunden werden können. Kommentare von Experten sind willkommen.
Kommentiert am 10-Jan-10 um 10:05 am | Permalink
Hugo E. Martin schrieb:
Wie realistisch ist es, dass diese Scanner und die Auswertungssoftware andere Objekte der Neugier z.B. Geld, verbotene oder meldepflichtige Substanzen, Prothesen, Körperschmuck, kosmetische Füllungen”, etc. verschweigen und nur Anschläge im Flugverkehr verhindern bzw. erschweren sollen?
Wenn man schon dabei ist, könnte man auch gleich einen Gesundheitsscheck machen und wenn man dabei ist könnte man eine biofeedback-unterstützte peinliche Befragung anschließen und per Gehirnwellen-Monitor klären, was sich da sonst noch in den „kranken“ Hirnen der Untertanen tut und versteckt …
Kommentiert am 10-Jan-10 um 11:29 am | Permalink
Pascal schrieb:
Tja in letzter zeit geschieht so manches in der Wellt wo man sich fragen muss. Ich bin überzeugt dieser Naktscanner wird schlussentlich für etwas anderes als für das was wir hören gebraucht :-) wie bei dem Ipfstoff Skandal Schweinegrippe, 11 September, Präsidentenwahl (was hat Obama von seinen versprechungen eingelöst-noch gar nichts) etc. Je mehr Die mächtigsten uns durch Technik überprüfen können desdo eingeschränkter ist die Menschheit desdo kontrollierter sind wir. Ich denke das dieser Naktscanner in zukunft unsere RFID CHIPS liest und andere für die neue NWO ( Neue Welt Ordung ) wichtigen Daten :-)
Kommentiert am 10-Jan-10 um 5:10 pm | Permalink
Daniel Niklaus schrieb:
Als Obama antrat, war ich skeptisch. Wie soll einer diese Erwartungen erfüllen? Würde ihn das Carter-Syndrom erfassen? Als Aussenseiter keinen Zugang zur “Maschine” zu erhalten und getrieben von Krieg im Irak, Afghanistan und dem “Terror”? Aus meiner Sicht hat er sich erstaunlich gut geschlagen. Vor allem sein grösstes Versprechen scheint er einzulösen und allen US-Bürgern eine anständige Gesundheitsvorsorge zu bieten. Kommt sie am Schluss ganz durch, ist es eine hervorragende Leistung von Obama.
Kommentiert am 10-Jan-10 um 5:37 pm | Permalink
tin schrieb:
Indiz dafür, dass der sogenannte Nacktscanner für was ganz anderes eingesetzt wird, ist das Resultat von verschiedenen Seiten, dass der Scanner den Sprengstoff beim Nigeriander gar nicht entdeckt hätte. Toll! Richtig – unsere Welt ist zum Tollhaus verkommen.
Kommentiert am 10-Jan-10 um 5:43 pm | Permalink
Pascal schrieb:
@Niklaus ja das finde ich auch eine grosse Leistung. Obama hat es schwierig wo er quasi nur die Marionette ist der Hintermänner, diese immer die selben bleiben und nur den Präsidenten auswechseln. Mir war von anfang an klar das Obama Präsident werden muss da Bush das vertrauen verloren hat und die Menschen nicht mer an das gesprochene von Ihm glaupten. Nun Obama der neue schwarze Präsident hat natürlich wieder Vertrauen gewekt genau dies wollen die Hintermänner (Bilderberger) um das Volk weiterhin manipulieren zu können. Wenn er sagt Nacktscanner das sagen die meisten OK wenn er sagt Schweinegrippe….. Naja es steht nun der NWO nichts mehr im weg und die totale Versklafung wird schneller kommen als sich mancher denken kann hier noch 2 Video Tipps wobei jeder das denken oder halten soll was für Ihn richtig ist ( jeder hat seine Warheit :-) ) 1 Video Die Obama Täuschung Link: http://video.google.de/videoplay?docid=115518968024068011&ei=DwtKS-rFFIzO2wLFydW3Bw&q=die+obama+t%C3%A4uschung+deutsch# 2 Video Endgame Der Film enthüllt die langfristigen Pläne der Elite, was sie wirklich ist und weshalb das künftige Schicksal der Menscheit sich noch zu unseren Lebzeiten entscheiden könnte. Endgame ist der Höhepunkt jahrelanger Forschung in der Geschichte und zeigt, warum die Herrscher der Welt absolut besessen davon sind, die Menschheit zu kontrollieren http://video.google.de/videoplay?docid=-6362976242967048401&ei=bwxKS4vvAqiM2AKmx7DLBw&q=endgame+deutsch#
So wünsche allen eine gute Woche
Kommentiert am 10-Jan-10 um 6:20 pm | Permalink
Reto Hartinger schrieb:
Ich kann in meinen Ferien amerikanisches Fernsehnen schauen. Es ist unglaublich wie Obama richtiggehend fertig gemacht wird. Da sagt einer, dass die obligatorische Krankenversicherung gegen die Verfassung verstösst. Begründung: die Verfassung beruft sich auf Gott und dessen Willen und nicht den Willen des Staates – also darf der Staat niemanden zu etwas zwingen, das kann nur Gott. Solchen Blödsinn muss man sich anhören bzw. ansehen.
Überall dort wo Druck aufgebaut werden kann, tun es die rechten Medien. So auch in Sachen “Abdul Farouk Abdulmutallab” und wieso Obama gescheitert ist. Unter solchem Druck neigt man zu Aktivismus und viele Sicherheitsmassnahmen sind nichts weiter als Aktivismus. Der Nacktscanner wird den Flugverkehr nochmals extrem verlängern. Wie lange wird es gehen bis beim grössten Jet 400 Personen durchgeschleust werden? Absurd, wenn man nur schon das aufrechnet über alle Flugbewegungen.
Kommentiert am 10-Jan-10 um 6:23 pm | Permalink
tin schrieb:
Wenn Obama aber so sehr der Macher sein soll – warum kommt von ihm dann kein Veto für immer neue sogenannte Sicherheitsvorschriften und Sicherheitsmassnahmen?
Kommentiert am 10-Jan-10 um 7:16 pm | Permalink
Daniel Niklaus schrieb:
Ob es die Hintermänner gibt oder der eine den andern aufschauckelt ist mir fast egal. Zauberer, Trickbetrüger und Polizisten wissen, es lässt sich hinters Licht führen, wer es auch zulässt.
Darum ist es die Aufgabe von technikaffinen Menschen, die richtigen Fragen zu stellen und aufzuzeigen, aus welchen Blickwinkeln man diese Diskussion soeben führt.
- Nacktscanner um eine vermeintliche Sicherheit zu gewähren
- Nacktscanner um von den offensichtlichen Fehlern abzulenken
Erneut versagten die Geheimdienste massiv. Sie waren im Vorfeld VOM VATER des Täters gewarnt. Und das Material wäre wahrscheinlich nicht gefunden worden.
Wird dies der Masse bewusst gemacht, dürfte die Diskussion eine andere Richtung nehmen. Ob wir damit Pläne von Hintermännern durchkreuzen oder in eine aufgeheizte Diskussion etwas Nüchternheit rein bringen, ist mir persönlich egal. Hauptsache wir haben keine Scheinlösung.
Kommentiert am 10-Jan-10 um 7:40 pm | Permalink
Pascal schrieb:
Das Bundesinnenministerium bereitet für den Sommer erste Tests der umstrittenen Ganzkörper-Scanner an deutschen Großflughäfen vor. Dies erklärte Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche laut einem Vorabbericht des Focus. Zuvor sollen demnach aber noch Untersuchungen über mögliche Gesundheitsrisiken für Reisende durchgeführt werden. Der CSU-Politiker halte ferner eine Verbesserung der Scanner-Software für nötig. So sollten etwa Gürtelschnallen “herausgerechnet” werden, ohne dass dabei “gefährliche Substanzen” übersehen würden.
Kommentiert am 10-Jan-10 um 7:45 pm | Permalink
tin schrieb:
Welcher Konzern stellt eigentlich diese Nacktscanner her? Hat man da schon mal nachgesehen, wer dort die Verwaltungsräte sind und wo die sonst noch tätig sind?
Kommentiert am 10-Jan-10 um 8:03 pm | Permalink
ThomasK schrieb:
„Ihr braucht uns nicht zu scannen – wir sind schon nackt.“
Unter dem Motto gab es gestern einen Flashmob einiger Aktivisten der Piratenpartei am Berliner Flughafen, in Frankfurt und Düsseldorf.
Ganz hüllenlos waren die allerdings nicht — sie sprangen dennoch aus der Hose.
Artikel bei SpiegelOnline
Kommentiert am 11-Jan-10 um 10:04 am | Permalink
Pascal schrieb:
Wie vorhergesagt, kommt die Flughafentyrannei jetzt auch direkt vor Ihre Haustür
Paul Joseph Watson, Prisonplanet.com, 08.01.2010
Laut einem an die Öffentlichkeit gelangtem Bericht der niederländischen Behörden macht man sich nun daran Bodyscanner auch mobil einsetzen zu können und Sie auf der Straße, bei Fußballspielen und anderen Veranstaltungen mit großen Menschenmassen zu scannen.
Wie wir bereits die ganze Zeit gewarnt hatten, beabsichtigte man von Anfang an die Tyrannei an den Flughäfen auf die Straßen auszuweiten. So wurden im Namen der Beendigung von Messerangriffen bereits an verschiedenen Transportdrehscheiben Großbritanniens mobile Metalldetektoren stationiert.
Jetzt hat die niederländische Polizei angekündigt, dass sie an einem mobilen Scanner arbeitet, der „durch die Kleidung der Menschen sieht um nach versteckten Waffen zu suchen“.
„Der Scanner könnte zuerst als eine Alternative für zufällige Leibesvisitationen in stark gefährdeten Gebieten benutzt werden. Der mobile Detektor würde eine schnellere Durchführung der Suchen ermöglichen und könnte bei Menschen Verwendung finden, die des Tragens versteckter Waffen verdächtigt werden.“ so DutchNews.nl über das vertrauliche Dokument.
Das Gerät würde auch aus der Entfernung zur Durchsuchung von Gruppen von Menschen verwendet werden „und bei Massenscans von Menschenmengen zu Veranstaltungen, wie Fußballspielen.“
„Die größte Herausforderung ist es, das Gerät tragbar zu machen und zu gewährleisten, dass es innerhalb von Sekunden einen Scan durchführen kann.“ so Giampiero Gerini, ein Professor der Universität Eindhoven gegenüber der Zeitung.
Ziel ist es innerhalb der nächsten drei Jahre ein entsprechendes Gerät zu entwickeln. Da die Polizei in großen amerikanischen und britischen Städten bereits unter dem routinemäßigen Bruch der Terrorismusgesetze zufällige Durchsuchungen unschuldiger Menschen durchführt, ist es wahrscheinlich, dass mobile Scanner ihrem Arsenal hinzugefügt werden, besonders dann, wenn die Menschen dazu trainiert worden sind die Verwendung der Scanner an den Flughäfen als Routine zu akzeptieren.
Vor drei Jahren gelangten Dokumente des britischen Innenministeriums an die Öffentlichkeit in denen enthüllt wurde, dass Beamte Großbritanniens an Vorschlägen arbeiteten Laternenmasten mit Überwachungskameras auszustatten, welche Passanten durch Röntgenscans „ausziehen“ würden um „Terrorverdächtige zu ertappen“.
„Die Fragen sind, wann ist dies eine sinnvolle Erweiterung der Sicherheit und wann wird es zu einem unangemessenem Eingriff in die Privatsphäre und beunruhigt die Bevölkerung?“ sagte der Terrorismusexperte Professor Paul Wilkinson.
Da alles, was an den Flughäfen installiert wurde, jetzt schrittweise auf den Straßen eingeführt wird, stellt sich die Frage, wie lange es dauern wird, bevor Gedankenlesegeräte, welche Personen nach Verhaltensauffälligkeiten absuchen und die nun für Flughäfen im Gespräch sind, an jeder Hauptverkehrskreuzung angebracht werden.
Die Technologien die gerade und nicht nur für Flughäfen, sondern für unser tägliches Leben, vorbereitet werden, sind angsteinflößender und technologisch fortschrittlicher als irgendetwas aus George Orwells Buch 1984. Wenn wir uns nicht gemeinsam dagegen erheben und sagen, dass es uns jetzt reicht, wird unsere Welt buchstäblich zu einem Hi-Tech-Gefängnis-Netz mit einem Kastensystem aus Sklaven und Aufsehern werden.
Kommentiert am 11-Jan-10 um 11:47 pm | Permalink
Daniel Niklaus schrieb:
Das Geschäft mit den Körperscannern wird in den kommenden Jahren boomen. Nach einem Bericht des “Handelsblatts” liegt das Marktvolumen für sicherheitstechnische Ausrüstungen und Produkte allein in Europa bei neun Milliarden Euro. In den kommenden Jahren könnten weltweit demnach rund 50.000 neue Geräte geordert werden. Selbst wenn diese Zahlen überzogen wären, ginge es noch immer um hohe Milliardenbeträge.
Für Firmen wie Rapiscan, L3-Communications (beide USA), Smith Group, Qinetiq, Thruvision (alle drei Großbritannien) oder Brijot (Frankreich) ist das eine ebenso angenehme Perspektive…
Quelle
Kommentiert am 12-Jan-10 um 12:05 am | Permalink
ThomasK schrieb:
Oh Mann – wo soll das nur hinführen.
Ich erinnere mich noch gut, als ich Sylvester 2004 mit einer 14 Frau und Mann starken Reisegruppe “meiner” Community per Billigflieger nach Oslo flog. Ja – so weit kann Sozial-Web gehen – man lud uns ein.
Es gab in der Abfertigung einen glücklichen (aber kleineren) Teil Passagiere vor uns und einen größeren und generven nach uns.
Der Metalldetektor (klassich) wollte nicht aufhören zu piepsen. Die Kisten, wo man seine Metallgegestände reinlegt quellen über und sahen aus wie im Schaufenster eines Undergrund-Fashion-Stores. Der Detektor piepte auch nachdem alles tragbare abgelegt war — dann schlug es bei den Piercings an.
Tjaa — jetzt hab ich das mal übertragen fiktiv auf einen typischen Freitag Abend in der Großstadt (in dem Fall die mit den vielen Bankentürmen) im Jahre 201X und stelle mir das recht albern vor mit Scannern an öffentlichen Plätzen.
Gut – ich selbst bin seit Jahren aus dem “Kinder-Faschings-Alter” raus und lieber im Wald als in der Disco und aus unteschiedlichen Gründen der Szene etwas übertrüssig – aber von all denen, die ich (noch) kenne, wird wohl kaum einer dabei sein, der nicht eine verdächtige Ansammlung an Metall am Körper trägt. Das Metall am Körper angeblich etwas mit “möglichen Waffen und Bedrohung” zu tun haben wird und somit ziemlich sicher gescannt wird, ist dann doch klar.
Es wird irgendwann die Frage aufkommen, wie gut so ne Software entwickelt ist, die Scan-Ergebnisse mit riesigen Datenbanken abgleicht und am besten gleich noch mit Gesichserkennung und in wie fern dann Individualismus zu Scoring, Verdachtsmomenten und “Einträgen ins Klassenbuch wegen wiederholtem Verstoß gegen wasauchimmer” führen kann. Still. leise, unbemerkt, ohne Piep und grinsende Flughafenangestellte…
Naja — wenigstens gibt es den Trend zu mehr Plastik und Neon statt wie früher Metall. Aber eines ist klar: Terroristen sucht man wo anders, Extremisten sucht man woanders und Gefährdung der Öffentlichkeit ebenso.
Man darf in dieser Szene fast alles – nur nicht über Musik diskutieren oder IT-Themen. Das artet dann immer aus. In der IT-Politik gibt es m.E. nach aber einen erstaunlich breiten Konsens — hat durchaus auch was mit Kompetenz zu tun.
Andererseits ist es auch nicht soooo die massive Intelligenzleistung, zu realisieren, dass man mit Stopschildern im Web keine Kinderschänder aufhält und mit Nacktscannern keine Terroristen oder organisierte Verbrecher fängt.
Sorry, wenn es dieser Beitrag ausartete — aber die Welt um einen herum wird immer verrückter und paranoider…
Kommentiert am 14-Jan-10 um 1:32 pm | Permalink
ThomasK schrieb:
Für die Beführworter bittere Fakten live am 13.1.10. im ZDF. Es empfiehlt sich, zu sitzen und unter der Kinnlade Raum zu haben, wenn diese herunterklappt.
Der Scanner übersah bei der Testperson nicht nur ein Taschenmesser (wär hat’s erfunden?) sondern einen Zünder, drei Flaschen Thermit, ein verdächtiges Heftpflaster am Schienbein sowie ein Feuerzeug.
Nicht so schlimm — sag ich als Real-Satiriker — es war ja schliesslich kein Nanothermit. (übrigens ein “netter” Suchbegriff).
Die brutalst mögliche Erklärungs-Rhetorik in oben verlinktem Ausschnitt war in der Tat unterhaltsam.
Kommentiert am 17-Jan-10 um 7:39 pm | Permalink
ThomasK schrieb:
Damit niemand behauptet, ich könne nur meckern und wortreich fabulieren hab ich konstruktive Vorschläge als Alternativen zu dieser Scheinlösung:
1. Stellt Sicherheitspersonal nur nach strengen Auswahlverfahren ein!
2. Finanziert ihm eine Basis-Ausbildung in Chemie!
3. Konditioniert mehr Spürhunde auf den Geruch bekannter Sprengstoffe! und setzt diese statt der Pseudo-Scanner ein!
4. Gebt den Sicherheitsangestellten mehr Gehalt, mehr Urlaub und Weihnachtsgeld — aber zieht ihnen welches ab, wenn sie unfreundlich zu den Passagieren sind!
5. Erweitern Sie personelle und räumliche Kapazitäten im Checkin!
6. Gebt verständliches Info-Material in allen erdenklichen Sprachen heraus, was mitzunehmen ist und was nicht und mit welchen Wartezeiten und Prozeduren zu rechnen ist!
7. Wenn technische Geräte zum einsatz kommen, dann bitte Sprengstoff-Spürgeräte.
Bitte aber erst dann, wenn sie mehr taugen, als die gute alte Hundenase! (was noch zu beweisen wäre)
8. Streicht Kurzstreckenflüge zugunsten von Hochgeschwindigkeitszügen!
42. DON’T PANIC!!!
Zu Fragen der Finanzierung überprüfen Sie bitte die Gehalts- und Bonilisten Ihres Aufsichtsrates auf Einsparungen und/oder stornieren Sie einen Flughafenausbau in Ihrer Nähe.
Sollte noch Geld übrig sein, investieren Sie es in Tau-Anlagen auf dem Rollfeld! :-)
Kommentiert am 17-Jan-10 um 9:06 pm | Permalink
Internet Briefing Blog / Das interessiert die Internet Briefing Blog Leser tatsächlich schrieb:
[...] Scheinlösung Nacktscanner – bitte klärt das Volk auf! [...]
Kommentiert am 30-Jun-10 um 9:55 pm | Permalink