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Kriterien für die Suchmaschinenoptimerung

von Beat Z'graggen

Das Internet Advertising Bureau Switzerland lud 14 Schweizer Experten dazu ein, über 100 Ranking-Kriterien von Google einem umfassenden Rating zu unterziehen. Im Ergebnis liegt damit ein profunder Überblick vor, was bei einer Suchmaschinenoptimierung zu beachten ist.

Die Studie beschreibt über 100 Kriterien für die Suchmaschinenoptimierung in einer verständlichen Sprache und zeigt auch auf, bei welchen Themen unter den Experten ein Konsens herrscht. Die Kriterien werden in der Studie, welche immerhin 65 Seiten umfasst, auch in einzelnen Kategorien verdichtet und kommentiert.

Die 10 wichtigsten Ranking-Kriterien
Auch wenn sich die Kriterien grösstenteils mit einer internationalen Umfrage bei weltweit führenden Experten für Suchmaschinenoptimierung decken (von SEOMOZ zuletzt im vergangenen Jahr aktualisiert) – es sind doch auch einige Unterschiede zur internationalen Studie sichtbar. Während in der internationalen Studie die drei wichtigsten Kriterien nur mit der Verlinkung zusammenhängen, ist das Top-Kriterium der Schweizer Studie der Inhalt der Seite (Einzigartiger Content; Rating: 4.64 von 5).

Natürlich haben auch bei der Schweizer Studie 7 der Top-10 Kriterien mit der externen Verlinkung zu tun. Es ist aber auffällig, dass neben dem gemäss Expertenpanel wichtigsten Kriterium auch zwei weitere Kriterien in den Top-6 sind, welche nichts mit der externen Verlinkung zu tun haben.

Da ich mich als teilnehmender Experte intensiv mit der Studie beschäftigt habe, kann ich mir den Unterschied zur internationalen Studie nur so erklären, dass von vielen Experten die Kriterien anhand von Schweizer Auftritten bewertet wurden. Im kleinen Schweizer Markt reicht es oft aus, die Inhalte zu optimieren, um besser gefunden zu werden (siehe auch Ranking-Kriterien für Suchmaschinenoptimierung).

Bei vielen Punkten folgt die Einschätzung der Studie aber der internationalen Umfrage. Die neue Schweizer Studie hat vor allem den Vorteil, dass sie eine gute Zusammenfassung über die wichtigen Kriterien gibt.

Die 5 Kriterien mit dem höchsten Konsens
Nicht überraschend war, dass der Keyword-Gebrauch im Meta Keywords Tag den letzten Platz belegte (Rating 1.21, Konsens: 83%). Obwohl es heute noch Webdesigner gibt, welche ihren Kunden erzählen, sie hätten den Auftritt für Google optimiert und damit meinen, sie hätten Meta-Keywords eingetragen – Google ignoriert den Meta Keywords Tag seit 2002 (siehe auch Mythen für die Suchmaschinenoptimierung: Anmelden, Pagerank, Metatags).

Den zweithöchsten Konsens (Rating 4.0, Konsens 79 %) hatte die Keyword-Varianz in externen Links. Den meisten Personen mit grundlegenden Google-Kenntnissen ist klar, dass Links wichtig sind. Wer aber einen künstlichen Link-Aufbau betreibt, tendiert dazu, mit grosser Mehrzahl die paar wenigen, aber sehr wichtigen Keywords in externen Links zu platzieren. Dabei wird die “Intelligenz” von Google oft unterschätzt. Sobald der Linkaufbau von Google als künstlich betrachtet wird, werden die entsprechenden Links abgestraft.

Im weiteren herrschte grosser Konsens beim Keyword-Gebrauch in den ersten 50 bis 100 Wörtern des HTML-Texts (Rating 3,79, Konsens: 78 %), beim Fakt, dass eine Adwords-Kampagne keinen Einfluss auf die Positionen bei den eigentlichen Suchergebnissen hat (Rating 1.29, Konsens: 78%) und dass Links von Social Media Plattformen wie Xing für die Suchmaschinenoptimierung nichts bringen (Rating 2.00, Konsens: 77%).

Die 10 schädlichsten Faktoren
Bei den 10 schädlichsten Faktoren mit grossem Potential, bei Google den Ruf zu verlieren, war der Konsens zwar nicht so eindeutig, aber die Liste von schädlichen Faktoren ist sicherlich lesenswert:

  • Cloaking (Schädlichkeit: 4.50, Konsens: 64%); also alle Techniken, mit denen man den
    Suchmaschinen andere Inhalte liefert als dem normalen Besucher (siehe auch Geolocation – Wie Google unterschiedliche Inhalte für verschiedene Länder akzeptiert).
  • Versteckter Text (Schädlichkeit: 4.14, Konsens: 63%)
  • Link-Kauf bei bekannten Link Brokers (Schädlichkeit: 3.86, Konsens: 56%)
  • Ausgehende Links zu Spam Sites (Schädlichkeit: 3.64, Konsens: 68%)
  • Server Downtime (Schädlichkeit: 3.50, Konsens: 64%)
  • Hohe Keyword-Dichte im sichtbaren Text (Schädlichkeit: 3.43, Konsens: 71%)
  • Hohe Keyword-Dichte im Title Tag (Schädlichkeit: 3.43, Konsens: 68%)
  • Starke Verlinkung mit Domains auf dem selben C-Block (Schädlichkeit: 3.23
    Konsens: 47%)
  • Stark parametrisierte URLs (Schädlichkeit: 3.07, Konsens: 53%)
  • Eingehende Links von Spam Sites (Schädlichkeit: 2.93, Konsens: 59%)

Hier die Ranking-Kriterien für Suchmaschinenoptimierung herunterladen.

Cross-Posting von Studie: Ranking-Kriterien für die Suchmaschinenoptimierung


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7 Kommentare zu “Kriterien für die Suchmaschinenoptimerung”

  1. Daniel Niklaus schrieb:

    Also 53% wissen nicht, dass Google schon lange kein Problem mehr mit parametrisierte URLs hat und Webmaster sogar auffordert, diese nicht umzuschreiben.

    Es gibt selbstverständlich gute Gründe für sprechende URLs. Und mindestens solle man die “schlimmsten” Parameter wie Session im Google Webmaster ausschliessen.

  2. Reisebüro schrieb:

    [...] Internet Briefing Blog / Kriterien für die Suchmaschinenoptimerung [...]

  3. Reto Hartinger schrieb:

    Google selbst sagt auch, dass Links in der Wertigkeit abgenommen haben.

    Irgendwie scheint der Faktor Zeit auch noch nicht in die Studie Eingang gefunden zu haben. Zum Beispiel wie Google mit dem sogenannten Realtieweb umgeht oder die zeitliche Verteilung von Links

    aber zugegeben – ich habe die Studie ja nicht gelesen, nur diesen Blogpost

  4. Beat Z'graggen schrieb:

    Dani, ich gebe Dir recht, dass die Probleme mit parametrisierten URLs in der Umfrage eine zu hohe Bedeutung erhielten. Auch bei der internationalen Umfrage wurde dieser Faktor weniger stark gewichtet als bei der neuen Schweizer Umfrage. Dass aber viele Parameter gar kein Problem mehr darstellen, ist auch nicht korrekt. Sieh Dir einmal die URLs von tel.search an. Google hat 1,96 Millionen davon aufgenommen. Dann sieh Dir die URLs von directories.ch an. Google hat davon 334′000 aufgenommen (ist kein Beweis aber wenn Du öfters solche Beispiele siehst, dann ist die Aussage “kein Problem mit parametrisierten URLs” zumindest fragwürdig).

    Viele Projekte, welche zur Umschreibung von parametrisierten URLs durchgeführt wurden, haben mehr Probleme verursacht als gelöst. Von daher warnt Google davor. Viel wichtiger als allfällige Google Probleme wegen Parametern ist aber die Tatsache, dass Du mehr Klicks auf derselben Google-Position erhältst, wenn Du kurze, aussagekräftige URLs hast. Das wird sogar in dem von Dir verlinkten Dokument bestätigt.

    Reto: Da Thema Echtzeitsuche wird auf Seite 25 erwähnt. Die Wachstumsrate externer Links ist die Nummer 10 der in der Umfrage erwähnten wichtigsten Faktoren.

  5. Stefan schrieb:

    Mich verwundert am ehesten der mit 64% doch unerwartet geringe Konsens zur Schädlichkeit von Cloaking.

  6. Reto Hartinger schrieb:

    tja – das ist halt weil es einige “experten” machen

  7. Internet Briefing Blog / Das interessiert die Internet Briefing Blog Leser tatsächlich schrieb:

    [...] Kriterien für die Suchmaschinenoptimerung Ein Thema das wohl immer für neuen Stoff sorgt. Wir werden dazu vom 13. bis 15. Oktober eine Konferenz abhalten um unsere Mitglieder auf den neuesten Stand zu bringen. Die besten iPhone Apps, was macht ihr Reiz-aus Ich habe die Mitglieder befragt, welche Apps sie gebrauchen. Eine spannende Liste ist zusammengekommen. Das werden wir wohl in einem halben Jahr für das iPad wieder machen. [...]

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