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Bringt Google Buzz in die Social Communities?

von PhilippSauber

phil1Letzte Woche erschien bei website-marketing.ch ein Artikel von Yves Moret zu Google Buzz, den ich euch nicht vorenthalten will.

In diesen Tagen lancierte Google einen neuen Dienst namens Buzz. Nach einem eher mässigen Erfolg mit Orkut ist dies ein weiterer Versuch von Google, einen Fuss in die Social Communities zu bringen. Heute will ich aufzeigen, warum Google unbedingt einen Fuss in diese Türe bringen will.

Bei Google Buzz handelt es sich um einen neuen Dienst von Google, der den normalen GMail Account zu einem Social Network macht. Neu lassen sich Statusmeldungen absetzen und lesen, Google Reader, Picasa, Twitter etc. sind mit eingebunden, können aber individuell zu oder abgeschaltet werden. Das ganze wirkt auf den ersten Blick wie eine Mischung aus Google Wave, Facebook, Twitter und Mailprogramm. Sieht auf den ersten Blick ein wenig verwirrend aus, aber ich bin sicher, wenn man sich an Twitter und Facebook gewöhnt hat, kommt man mit Google Buzz ziemlich schnell zu Recht.

Nun, wo liegt der Nutzen für Google? Wie meist bei Google spielt der soziale Gedanke wohl nicht die Hauptrolle. Für Google ist es in erster Linie wichtig, zu erfahren, was die Internet User in den Social Communities bewegt. Bisher war es für Google schwierig, die Inhalte zu indexieren, die in den geschlossenen Communities ausgetauscht wurden. Immer mehr Inhalte, werden ja von den Usern z. B. in Facebook publiziert. Auch wenn jetzt z. B. ein Bild oder ein Link Millionenfach in Facebook geshared wird, kann es sein, dass Google dies gar nicht registriert oder ganz falsch gewichtet, da sich dieser Austausch vielleicht im “offenen” Web gar nicht niederschlägt.

Ich bin mal gespannt wie Google Buzz bei den Leuten ankommt. Mir persönlich gefällt der Ansatz mal nicht schlecht, muss das ganze aber erst mal auf mich wirken lassen. Bin gespannt was ihr dazu meint. Wird das auch so ein Rohrkrepierer wie Wave?


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3 Kommentare zu “Bringt Google Buzz in die Social Communities?”

  1. Reto Hartinger schrieb:

    Google muss Twitter eine erkleckliche Summe Geld herüberschieben um die Tweets realtime indexieren zu dürfen. Twitter ist in einer guten Ausgangslage – würde es diese Daten nur Microsofts zur Verfügung stellen, hätten diese mit Bing die bessere Suchmaschine. Gefährlich. Umgekehrt muss es Google wurmen, für etwas zu bezahlen was gratis im Netz verfügbar ist, nur damit man es schneller und umfassender hat.

    Buzz trickst das aus. Mit Buzz gibt der Nutzer Google das Recht, seine Tweets realtime zu übernehmen. Das sind zwar vorerst nur die Google Mail User – aber immerhin, Google bekommt eine bessere Verhandlungsposition. Kohle wird wohl immer noch an Twitter fliessen, aber Google wird weninger leicht gegenüber Microsoft auszuspielen sein.

  2. Daniel Niklaus schrieb:

    Mir gefällt Buzz zurzeit überhaupt nicht. Es ist mir zu persönlich.

    Wenn ich in Blogs auch eher offen bin, so will ich viele meiner Privatsachen nicht preisgeben. Es geht niemanden etwas an, wann und wo ich bin und was ich dort mache. Meine Geschäftsmailkunden sind auch nicht zwingend Personen, die an meinem Privatleben teilhaben sollen und ich will auch nicht zwingend an deren Privatleben teilnehmen. Mein Twitter-Account ist kein: “So geht es mir”, sondern die beste Art, wie ich Kalendersprüche und Gedanken aus Büchern, Filmen und Zeitschriften speichern kann. Followers brauche ich nicht und will sie auch nicht bei Buzz. Genausowenig will ich einen Beziehungsstatus auf Facebook veröffentlichen und noch weniger, dass all das ein Dienst ohne mein Fragen zusammen fasst.

    Aus technischer Sicht, finde ich Buzz spannend. Aus meiner persönlichen Sicht, tritt es mir aber zu Nahe. Irgenwo lass ich eine passende Beschreibung: Buzz ist der Ansatz von Nerds, die sich auf den Abschlussball vorbereiten. Dabei übertretten sie jede soziale Gepflogenheit.

  3. ThomasK schrieb:

    Was in dieser kurzen Zeit an Feedback kam, spricht für sich.

    Es ist für jeden eine Katastrophe, der sich auch nur einen Rest an Privatsphäre halten möchte. Entschuldigung aber man überlässt doch keiner Maschine, mit wem man öffentlich in Verbindung gebracht werden möchte. Das geht einfach mal gar nicht. Die Maschine kann nämlich nicht wissen, wie ich zu einer Person stehe, der ich häufig maile.

    Das kann im Grunde nur von Nerds kommen, die noch nie ne Ex-Beziehung im virtuellen Raum direkt nebenan im selben Dunstkreis hatten.

    Ihr wollt nicht wissen, was ich schon alles an Mobbing, Rache-Aktionen und Dingen miterlebt habe. Nein – nie persönlich — aber teils als Community-Moderator, teils einfach nur so “da draussen”.

    Social Networks sind zwischenMENSCHLICHer als der Nerd aus seiner abstrakten technischen Sicht glauben mag. Eifersucht ist immer noch das top Mord-Motiv. Und Buzz ist das perfekte Tool für Rufmord.

    Ich bin niemand, der sich auf das Negative versteift oder immer nur Paranoides von sich geben möchte. Die “kranken Aktionen” machen nur einen winzigen Bruchteil des Social-Live aus — man kann und darf sie aber nicht ignorieren. Aber man muss schon aufpassen, wie weit die (reine) Technik die Transparenz zu weit treibt.

    Böse gesagt kann das auch daran liegen, dass so mancher Hardcore-Nerd nur eine Frau im Leben kennt : Mami.

    Eigentlich müsste da der Elmo (siehe Kommentar von Rafael im Nachbar-Thread) einen Buzzer in der Hand haben.

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