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Apple und AMD – Übernahme?

von Reto Hartinger

Es gehen Gerüchte, dass Apple auf AMD Prozessoren umsteigen könnte, weil AMD Leute auf dem Apple Campus gesichtet wurde. OK, kann sein. Ich denke aber, dass Apple versucht sein könnte AMD gleich zu kaufen und nicht einfach die Chips einzukaufen. Wieso? Apple wird das sicher prüfen auch wenn die wahrscheinlichkeit klein wäre. Apple kann im Chipdesign von AMD in den Gesprächen lernen. Aber Apple hat ein tatsächliches Interesse.

Mit dem eigenen Chip kann Apple ein OEM-Geschäft aufziehen. Apple würde den Chip und das Betriebssystem beherrschen und damit die teuersten Komponenten eines PCs. Für Apple ist es nicht wichtig im PC-Hardwaremarkt Geld zu verdienen. Wenn man aber den Marktanteil des Mac-OS Signifikant steigern könnte und am Verkauf des Chips und des Betriebssystems verdienen könnte, wäre das Signifikant interessanter als mit marginalen Marktanteilen mit eigenen Geräten herumzudümpeln. Schliesslich kann Apple ja auch den Appstore und Konsorten so besser vertreiben und nochmals Kohle machen. Übrigens, egal ob dann Windows oder MacOs auf der AMD bzw Apple betriebenen Kiste laufen.

Ganz abwägig sind meine Gedanken also nicht. Verfügt Apple über den nötigen Cash?


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3 Kommentare zu “Apple und AMD – Übernahme?”

  1. iReview 15/2010 | ApfelBlog schrieb:

    [...] Apple und AMD – Übernahme? – Apple auf Einkaufstour? [...]

  2. westernworld schrieb:

    apple verfügt locker über den nötigen cash bei ca.40mrd.dollar barreserven.

    ein blick auf die wachstumsraten von apple und seine geradezu obszöne profitabilität würde ihnen zeigen das von ”herumdümpeln” nun wirklich keine rede sein kann. apple verdient mit einem marktanteil von ca.5% 35% der profite der branche.

    abgesehen davon würde apple niemals auf das windows modell der lizensierung von osx umsteigen. bei apple geht es um kontrolle, um die kontrolle der gestaltung des gesamten produkts und nicht darum möglichts jedem alles zu verkaufen.

    zum besserenverständnis.

    apple ginge es bei einer akquise von AMD vor allem darum mittels eigner maßgeschneiderter lösungen seine alleistellungsmerkmale besser pflegen zu können und einen know-how-verlust wie er bei lohnfertigung oft vorkommt, nicht selten tauchen neuerungen von apple in in produkten der konkurrenz auf weil der lohnfertiger das know-how anderen kunden anbietet, zu minimieren.

    gut für apple, nicht so gut für die branche an sich und ihren fortschritt.

    wenn auch aus völlig anderen gründen war es auch mein erster gedanke als ich von den verhandlungen erfuhr das apple AMD aufkaufen will, vor allem weil jobs unlängst in einem interview nach dem sinn der absurd hohen barreserven gefragt wurde und meinte man bräuchte diese um in zukunft ein wirklich großes risiko eingehen zu können. der kauf von amd wäre ein solches.

  3. Reto Hartinger schrieb:

    Wenn Apple die AMD Chips nur für sich bräuchte, wäre AMD zu gross um die Firma zu kaufen. Die machen einfach noch viel zu viel für Andere. Dann wären nur die besten Ingenieure spannend.

    Wer Chip Betriebssystem und den Softwaremarkt beherrscht, der braucht nicht 100 % aller Geräte selber herzustellen um die Kontrolle über die Qualität der Plattform zu behalten. Apple würde ja auch als Hardwareproduzent bestehen bleiben. Voraussichtlich.

    Die Frage ist eh, wird das normale Betriebssystem und damit die normalen Chips nicht zum Auslaufmodell? Wird es in 5 Jahren noch diese schweren Betriebssysteme mit den massigen Chips geben? Wenn nicht, lohnte sich ein Kauf auch weniger.

    Apple könnte aber trotzdem die Strategie AMD fahren und damit Microsoft in die härteste Kriese stürzen – ihr Stammgeschäft angreifen. Ich bin überzeugt, dass die Apple OS Plattform innerhalb von 3 Jahren 30 % Marktanteil erreichen könnte. Apple könnte dann von diesen 30 % auch den Software/Inhaltemarkt dominieren.

    Das wäre auch die Möglichkeit, Intel/Google Paroli zu bieten. Alleine schafft das Apple nie und nimmer.

    Intel ist der Königsmacher. Erinnern wir uns. Intel liess IBM fallen und hat sich Microsoft (und in dessen Schlepptau Compaq) angelacht. Der Platzhirsch IBM musste gar aus dem PC-Geschäft aussteigen. Dasselbe könnte nun Microsoft passieren. Die Intel/Google Allianz kann stark werden. Android könnte die führende Plattform für Mobiltelefone und Chrome für die neue Art von Computer sein.

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