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Das interessiert die Internet Briefing Blog Leser tatsächlich

von Reto Hartinger
/2010/02/01/kriterien-fuer-die-suchmaschinenoptimerung/ 539 466 00:04:49 84,67 % 79,04 % 0,00 $
3.
/2009/09/24/die-besten-iphone-apps-was-macht-ihr-reiz-aus/ 352 317 00:05:26 88,85 % 86,65 % 0,00 $
4.
/2007/10/12/ebouticch-exklusiver-einkaufsclub-nun-auch-in-der-schweiz/ 312 253 00:02:03 78,99 % 76,28 % 0,00 $
5.
/2009/10/20/jack-wolfskin-negativwerbung-in-social-media/ 293 223 00:04:03 78,14 % 73,04 % 0,00 $
6.
/2010/03/22/socialmedia/ 245 219 00:02:50 81,25 % 81,22 % 0,00 $
7.
/2010/02/05/gratis-buecher-verhelfen-dem-ipad-zum-erfolg/ 237 224 00:03:10 89,74 % 81,43 % 0,00 $
8.
/2010/03/26/wieso-apple-konkurs-gehen-koennte/ 217 203 00:04:17 86,23 % 75,58 % 0,00 $
9.
/2010/01/10/scheinloesung-nacktscanner-bitte-klaert-das-volk-auf/ 209 181 00:07:35 86,96 % 74,16 % 0,00 $
10.
/2010/01/21/google-was-der-suchmaschinengigant-wirklich-weiss/ 203 183 00:05:15 80,71 % 71,92 % 0,00 $
11.
/2010/01/27/apples-islate-ist-auch-der-totengraeber-der-verlage/ 197 184 00:05:41 90,51 % 81,22 % 0,00 $
12.
/2010/05/27/nzz-verstaerkt-sich-mit-peter-hogenkamp/ 182 164 00:03:31 89,92 % 80,22 % 0,00 $
13.
/category/android/ 180 142 00:01:18 74,79 % 68,89 % 0,00 $
14.
/2010/06/01/warum-apple-handelt-wie-apple-handelt-konkret/ 175 161 00:03:29 73,94 % 71,43 % 0,00 $
15.
Es ist Halbzeit. Werfen wir einen Blick zurück was die Internet Briefing Blog Leser interessiert hat:

Kriterien für die Suchmaschinenoptimerung
Ein Thema das wohl immer für neuen Stoff sorgt. Wir werden dazu vom 13. bis 15. Oktober eine Konferenz abhalten um unsere Mitglieder auf den neuesten Stand zu bringen.
Die besten iPhone Apps, was macht ihr Reiz-aus
Ich habe die Mitglieder befragt, welche Apps sie gebrauchen. Eine spannende Liste ist zusammengekommen. Das werden wir wohl in einem halben Jahr für das iPad wieder machen.

eboutic.ch – Exklusiver Einkaufsclub nun auch in der Schweiz

Thomas Lang berichtet über den Start des Schweizer E-Commerce Ventures

Jack Wolfskin: Negativwerbung in Social Media

Der Markenartickler Jack Wolfskin hat wild begonnen Abmahnungen an Firmen zu versenden, die Pfoten auf irgendeine Art verwenden. Darunter auch DaWanda.de, ein Online Portal für Selbstgemachtes. Die Hersteller erhielten Post von Jack Wolfskin mit einer Rechnung von gegen 1000 Euro und der Aufforderung die Produkte vom Portal zu entfernen. Eine riesige Solidaritätswelle im Web setze ein und hat Jack Wolfskin zur Aufgabe gezwungen.

Gratis Bücher verhelfen dem iPad zum Erfolg

Ich analysiere darin, wie Buch-Verlage mit dem iPad umgehen sollten. Welche Businessmodelle es gibt und welche Auswirkungen sie auf die Branche haben werden.

Wieso Apple Konkurs gehen könnte

Eine gewagte These, die aber etwas für sich hat. Mit dem Produzieren eines eigenen Chips macht sich Apple unabhängig, läuft aber Gefahr, dass sich Apple in eine Ecke stellt und damit scheitert. Spannend.

Scheinlösung Nacktscanner – bitte klärt das Volk auf!

Technik soll ein Problem lösen, dass es gar nicht lösen kann. Wer ruft Stopp? Dani Niklaus warnt vor einer Scheinlösung die auch im Ausland  In Schiphol gab es schon 15 Nacktscanner. Werden wir je erfahren, ob Abdul Farouk Abdulmutallab durch einen Nacktscanner ging?

Google: was der Suchmaschinengigant wirklich weiss

Eine gelungene Zusammenfassung wie Goolge tatsächlich Daten sammel und was Google daraus macht. Danis Artikel will keine Paranoia schüren, sondern nur zeigen, was Google heute schon über uns weiss.

Apples iSlate ist auch der Totengräber der Verlage

Am Titel erkennt man bereits, dass meine Spekulationen zu Apples iPad noch vor dem Produktlaunch stattfanden. Quasi der Vorgängerartikel über den Gratisbücher verhelfen dem iPad zum Erfolg.

Warum Apple handelt, wie Apple handelt – konkret

Messerscharfe Analyse von Dani Niklaus die Apples Strategie-Entscheide begründet. Sehr spannend.

Google me – ein Facebook-Killer?

von Reto Hartinger

Die Gerüchteküche spricht über einen Facebook-Konkurrenten aus dem Hause Google. Es war schon ein bischen beschämend, dass Google im Bereich Social Media nichts zustande gebracht hat. Von Facebook geht eine reale Gefahr für Google aus. Erinnern wir uns, was das Wichtigste für Google ist, nein nicht wieviel Sucheläufe jemand auf Google macht, sondern wieviel Zeit mit Google und seinen Diensten verbracht wird. Darum geht das Internet Game. Facebook ist so stark geworden, dass es “das Internet” sein könnte. Wieso Applikationen ausserhalb von Facebook entwickeln, wenn die Surfer in Facebook sind und Facebook für eine virale Verbreitung sorgt? Dienste wie Youtube braucht es nur noch als Behälter/Speicher für Videos, abgespielt und verbreitet werden sie in Facebook und jettzt wo sich Facebook sogar noch über seine eigenen  Grenzen ausdehnt, wird es immer schlimmer für Google.

Wie ernsthaft kann Google die Stellung von Facebook überhaupt attakieren?

Google hat es mit Buzz nicht geschafft, einen Konkurrenten zu Twitter zu etablieren und Wave ist ein Lüftchen, reisst aber keine  Welle. Collaboration- und Social Media Ansätze sind auch in iGoogle eingebaut, doch niemand braucht sie. Googles Strategie ist glücklos, unbeholfen, könnte man sagen. Sie hecheln dem Markt hinterher. Ein weiteres Problem: die Produkte sind isoliert und nicht von einer Gesamtstrategie getragen. Das hängt mit der Unternehmenskultur von Google zusammen. Nicht das Management welches eine Gesamtsicht auf das Unternehmen und die Produkte hat, gibt vor was gemacht wird, sondern einzelne Ingenieure bringen Ideen hoch. Diese werden aufgenommen oder zurückgewiesen. Meist werkelt ein Team vor sich hin und zeigt, was es in x Monaten gemacht hat. Dann wird entschieden ob das Projekt mehr Ressourcen bekommt. Siehe Wave.

Was müsste bei Google me anders sein?

Mit Google me könnte es klappen, wenn es gelingt, dass wirklich alle Projekt-Teams zusammenarbeiten. Google hat ja jeden Content und kennt seine User. Aber wieso soll das Picasa- (Foto), Youtube- (Video), Buzz- (Twitterkopie), Blogger-, Orkut-,  Apps Engine, Docs-, Google Talk-Team und weiter zusammen arbeiten? Wieso sollen sie ein Produkt machen, das stärker ist als seine Einzelteile?

Google ist auch getrieben von einer Nein-Politik. Wenn jemand no sagt, geht das Ding nicht online. Das kann Security, User Experience oder weiss der Geier was sein. So zögern sich die Projekte endlos hin. Je mehr weiter Teams dazu kommen desto schwieriger wirds, denn jetzt kann jedes Einzelteil das Ganze blockieren.

Ich hoffe, dass Goolge das auf die Reihe kriegt oder es wird ein Schnellschuss auf den die User nicht gewartet haben.

Apple verkauft bald auch Fernsehwerbung

von Reto Hartinger

Noch ein Bereich wo Apple Google aushelbet, bei der Werbung. War doch Google der neue Werbestar mit astronomischen Einnahmen und Ambitionen in Print, Radio und TV-Werbung. Doch Google hat Werbung nie wirklich verstanden. Google ist gut wenn es um Verkaufsleadsgenerierung geht. Aber Werbung beschränkt sich nicht auf das. Werbung beinhaltet auch Meinungsbildung und schaffen von Bedürfnissen. Googles Werbeangebote setzen da an, wo der Entscheid zu kaufen schon gemacht ist und es darum geht, auszuwählen wer den Zuschlag erhält. Eine starke Position

Apple versteht mehr von Werbung als Google

Genau das hat die Werbe- und Verlagsbranche in eine tiefe Kriste gestürzt. Aber, da ist ja noch Steve Jobs, der die Branche rettet. Mit iAd wird endlich wieder Displaywerbung gemacht, Bedürfnisse kreiert und Marken positioniert. Ja, genau so wie das die Werber lieben.

Mobilemarkt ist gross, TV-Markt ist noch potenter

Mit dem Einstieg von Apple in den mobilen Werbemarkt hat Apple die Türe aufgestossen für ein neues Gerät. Schon seit 2 Jahren prophezeie ich, dass Apple ein eigenes TV-Gerät auf den Markt bringen wird. TV-Geräte sind aber margenschwach, weshalb Apple nie eingestiegen ist. Mit iAd hat Apple aber einen Trumpf in der Hand, der den Markt viel verheissungsvoller aussehen lässt.

Apples iTV oder der ultimative Fernseher

Apple wird nicht einfach eine Set-Top-Box anbieten, sondern ein formschönes Geräte. Premium natürlich. Eine Schaltzentrale für das Wohnzimmer. Apple vereinigt TV, Spiel-Konsole,  Internet, Musikplayer in einem Gerät. Der iTV ist selbstverständlich ein Recorder der auch noch alle anderen Geräte steuert und weil das iOs darunter liegt, beherrscht der iTV auch Multi-Touch, iApps und spielt iAds ein. Vielleicht kommt die teurere Version des iTV auch mit einer Frontkamera für FaceTime  Videochat und nachdem das iOs auch Multipersonen-Kalender, Fotoalbum, Videobearbeitung beherrscht, würde das heissen, dass dies Quasi ein iMac wäre. Der iMac würde wegfallen oder bekäme ein Upgrade, da ja noch vieles was auf dem MacOs möglich ist, auf dem iOs noch nicht geht.

Launch schon im Augst?

Normalerweise kommen neue iMacs im August, gerade richtig zum Schulanfang. Der iTV kommt im August wenn er en iMac ersetzt oder Ende September  für das Weihnachtsgeschäft.

Apple wird zum Schwergewicht im Werbemarkt

Es ist nicht auszudenken was für ein Gewicht Apple im Werbemarkt erhält, wenn nochmals mehrere Millionen iTVs pro Monat verkauft werden. Was passiert mit den TV-Vermarktern? Was mit der Fernsehwerbung an sich? Ist es für TV-Stationen unter Umständen nicht besser, Unterbrecherwerbung zu reduzieren und stattdessen die interaktiven iAds zuzulassen? Sollten sich durch solche Geräte Harddiscrecorder sowieso durchsetzen, wird genau das zum Problem und zur Lösung. Die TV-Anstalten werden sich mit Apple zusammensetzen (müssen), um die für beide Seiten beste Lösung zu finden. Apple möchte ja das Geschäft für die Inhalteanbieter lukrativ belassen, sich einfach nur – sagen wir 30 % – davon abschneiden.

Wochenendsurf-Tour

von Daniel Niklaus

Wochenende! Da geht’s auf die Wochenendsurf-Tour. Entdeckungen von bekannten Blogs, Linklisten und Interessantes aus Newslettern. Wer mitkommen will, sei eingeladen und darf im Kommentar gerne den einen oder anderen Link Ausgeben ;-)

Online mehr Verkaufen? Konkrete Beispiele wie Sie dazu Fotos richtig einsetzen. Beispiele von Preistabellen. Der ultimative Guide zum richtigen A/B Testing.

Wie sieht eigentlich Ihre 404 Seite aus? Dazu noch weitere Beispiele. Gleich noch so ein Klassiker: gute und schlechte über uns Seiten und leider immer noch vorhanden. comming soon Pages – wenn sie gut gemacht sind, ist es ja o.k.

LEERRAUM!

Ach ja, Profilbilder von Facebook Fan Pages. Wobei so richtig kreativ sind diese Pages nicht. Darum hier 35 kreative Ergüsse und Blogs mit
tollem Design
.

Immer lernen kann man von Propaganda. Oder von Beispielen wie minimal Design, 55 blaue Websites, 50 rote Websites, von frisch grünen Websites oder von den 48 excellenten Web-Layouts.

Wollt ihr noch etwas über euch erfahren. Was euch motiviert?

Zum Schluss 20 elegante Fonts

Cloud Computing: Hoppla, jetzt steigen grosse Firmen auf!

von Reto Hartinger

Die Cloud wird für Entwickler interessant

Als Entwickler muss man sich heute die Frage stellen, ob man eine Desktopsoftware, eine iPhone bzw. Mobile App oder einen cloudbasierte Software as a Service entwickelt. Für mich ist Desktopsoftware tod. Microsoft hat ein Monopol darauf, wogegen anzutreten sich eine kleine Softwareschmiede nicht leisten kann. Mit einer iPhone App kann man sicher Geld verdienen, aber ist das nicht auch eine Falle? Da bleibt die Cloud und nachdem ja gute Websites auch auf mobilen Devices funktionieren, müsste ein SaaS für Etnwickler die erste Wahl sein. Welche Tücken sich dahinter verbergen, besprechen zwei Vorträge der Cloudkonferenz vom 6.7.

Die Cloud wird für Anwender langsam erwachsen

Cloudsoftware ist doch immer noch eine Nische. Fast niemand wendet sie an. Hm, tatsächlich? Privatanwender setzen kaum mehr auf nicht cloudbasiertes E-Mail. Hotmail, Gmail und Co erobern die Privatanwender im Sturm. David Nücheler, CTO von Day Software meint, dass er für Day schon länger keinen E-Mailserver mehr betreibt. Zu aufwändig, zu teuer. Soll sich Google für ihn mit Viren, Serverkapazitäten, Downtime etc ärgern. Man kann nicht sagen, dass Day dies nicht alles selber könnte, aber es ist einfach zu teuer. Salesforce.com wir oft als das Paradebeispiel eines gut funktionierender Cloudsoftwareangebotes herumgereicht. Sicher, es ist ziemlich verbreitet, aber ich empfinde es für KMUs als zu teuer, wie die meisten B2B Angebote.

Ich selber habe mich von Office schon lange verabschiedet, empfinde aber Google Docs noch als unvollständig (die neue Version bringts aber) in den Features der einzelnen Programme und Docs braucht unbedingt ein File-System. Ich schätze aber die Collaboration-Features und den Umstand, dass ich von  überall her mit den Dokumenten arbeiten und meine Dokumente mit anderen teilen kann. Neuerdings auch auf dem iPad. Cool. Das steigert meine Produktivität enorm. Deshalb verzichte ich trotzdem lieber auf einige wichtige Features.

Jetzt geht auch Ringier den Schritt und ersetzt Office Schritt für Schritt. Die Cloud wird erwachsen, die Produktivitätsfortschritte und die Kosteneispahrung sind gewaltig.

An der Cloudcomputing Konferenz geben wir einen Überblick über den Stand der Dinge. Wir singen kein Loblied, wir stellen die Facts dar und zwar aus Entwickler- wie auch aus Anwendersicht. Da solltest Du dabei sein:

Cloud Computing Konferenz
6.7.2010 – 11.00-20.00
Restaurant Falcone, Zürich

10.45-11.30 Registrierung
11.30-12.15 Planung und Aufbau eines SaaS-Dienstes
12.15-13.15 Diskussion
13.15-13.45 Mittagessen
13.15-14.00 Registrierung
14.00-14.40 Cloudangebote im Vergleich
14.40-15.00 Wer die Finger von der Cloud lassen sollte
15.00-15.30 Cloud Computing juristisches Niemandsland?
15.30-15.50 Pause
15.50-16.50 Software as a Service – Ein Paradigmenwechsel
16.50-17.15 Diskussion
17.15-17.45 Registration
17.45-18.45 Ringier in der Google-Wolke: Wieso sich Ringier von Office verabschiedet
20.00 gemeinsames Essen

Anmeldung Anlass: http://internet-briefing.ch/cloudKonf

Kosten:  Für Mitglieder Fr. 60.-, Gäste bezahlen Fr. 180.- für die Vorträge plus Konsumationen

Planung und Aufbau eines SaaS-Dienstes
Andreas Jacob, Managing Partner, DataInherit
Dr. Tobias Christen, CTO, Datainherit

Der Desktop ist tot! Macht es heute überhaupt noch Sinn, Software für Desktop zu entwickeln? Andreas Jacob und Tobias Christen haben sich dagegen entschieden und schildern uns die Gründe dafür anhand von DataInherit, eines Schweizer SaaS-Dienstes für den weltweiten B2C-Markt

  • Planung/Entscheidung für SaaS statt Software
  • Kostenvergleich bei Entwicklung und Unterhalt
  • Was unterscheidet SaaS- von Software-Projekt
  • Technologien
  • Schwierigkeiten
  • Skalierbarkeit
  • Kundenkontakt/-feedback
  • Internationales Roll-out
  • Akzeptanz der SaaS Idee bei den Kunden

Cloudangebote im Vergleich
Dr. Wibke Sudholt, Associate, Board CloudBroker GmbH

Die Cloud liefert skalierbare Infrastrukturressourcen, Entwicklungsplattformen und Softwareanwendungen nach Bedarf, die nur
nach der tatsächlich genutzten Leistung bezahlt werden. Wibke
beschreibt Anforderungen und Lösungsansätze für Cloud und SaaS und
gibt ein Überblick über verschiedene Cloud Computing-Anbieter.

  • Die spezifischen Probleme und Anforderungen der Cloud
  • Wann normales Hosting, wann Cloud
  • Die Lösungen verschiedener Cloud-Anbieter: Amazon Web Services (AWS), Microsoft, Google, Salesforce.com, Cloud Sigma u.a.

Cloud Computing & SaaS: Wer die Finger davon lassen sollte
Daniel Niklaus, CEO, Netlive

Achtung Gefahr! Die IT-Welt hat ein neues Schlagwort: Cloud Computing. Wir versprechen Ihnen das blaue vom Himmel und lassen Sie von 1′000 Möglichkeiten träumen. Verschweigen tun wir Ihnen, dass der Himmel sich dunkelrot färben kann und 1′000 Fallstricken im Cloud Computing stecken. Werfen Sie einen Blick auf die ungeschminkte Wahrheit hinter dem neuen Schlagwort. Denn die Technik steckt noch in den Kinderschuhen. Den meisten Anbieter fehlt jeder Erfahrungswert und es ist gut möglich, dass Ihr Projekt das lang ersehnte Versuchskaninchen ist, bei dem das Experiment (vielleicht) klappen könnte…

Software as a Service & Cloud Computing – Ein Paradigmenwechsel
Andreas Von Gunten, PARX AG, Cloud Computing Evangelist & Blogger

Sofware as a Service (SaaS) ist nicht ASP, nicht Mietsoftware und ist auch nicht einfach ein Hype, sondern beschreibt einen Paradigmenwechsel in der Informatikindustrie der in vollem Gange und wohl nicht mehr aufzuhalten ist. Andreas erklärt die Gründe für den Erfolg zeigt die Fakten über die Verbreitung des Models, anhand von verschiedenen Beispielen. Insbesondere zeit ger welche Vorteile das Model für Organisationen und Unternehmen jeder Grösse und Branche bringt und auf welche Kriterien bei einer Evaluation besonders zu achten ist.

  • Das SaaS Model, die Unterschiede zu ASP und Mietsoftware
  • Die Multi-Tenant Architektur und die 3 Cloud Computing Schichten
  • Die heutigen Möglichkeiten des Customizings und Integration von State-of-the-Art SaaS Lösungen
  • Beispiele von SaaS & Cloud Computing Anwendungen
  • Erfahrungsberichte aus diversen SaaS & Cloud Computing Projekte

Cloud Computing juristisches Niemandsland?
Lic. iur. David Rosenthal, Counsel, HOMBURGER AG

Immer mehr Unternehmen wollen Cloud-Computing-Dienste nutzen, haben aber rechtliche Bedenken. Wie heikel ist die Cloud aus juristischer Sicht
wirklich?  Welche Verantwortlichkeit übernehmen die Anbieter und was bedeutet das für ihre Kunden? Wie verhält es sich insbesondere mit dem Datenschutz? David Rosenthal gibt Antworten und zeigt Lösungswege für die Praxis auf.

Ringier in der Google-Wolke: Wieso sich Ringier von Office verabschiedet
Samuel Hügli, Group CFO/CIO, Mitglied der Konzernleitung Ringier AG

Immer mehr Firmen verlegen ihre Software in die Cloud. Nach einer einjährigen Evaluation mit dem Einsatz von Prototypen unterschiedlicher Hersteller hat das multinationale Medienhaus Ringier entschieden, weltweit alle 8 unterschiedlichen Mail- und Kalendersysteme mit einem zentralen, web –und cloud-basierten System von Google (GAPS) zu ersetzen. Ringier Group CFO/CIO Samuel Hügli erläutert uns die Beweggründe.

Ringier wird Schritt für Schritt die Office-Applikationen ablösen. Ziel ist es, Informations- statt Dokument-basiert zu arbeiten. Mit diesem Projekt werden in allen 10 Ländern mehr als 8000 Arbeitsplätze umgerüstet, in einer ersten Phase wird das Mail- und Kalendersystem sowie die Handy-Synchronisation ersetzt, später folgen weitere Projekte auf Basis der Technologie-Plattform von Google Apps (www.google.com/a) Nebst der Kosteneinsparungen durch die Vereinheitlichung war ein wesentlicher Grund der „Change of Mindset“, den die Firmenleitung mit diesem Schritt einleiten wollte, hin zu mehr interner und externer Vernetzung, grenzüberschreitender Zusammenarbeit von Experten sowie einer höheren Selbständigkeit der Anwender.

  • Ausgangslage Ringier IT-Landschaft
  • Warum ein Medienhaus Collaboration fördern muss
  • Ringier’s IT-Strategie „asset-less, web-based, cloud-based“
  • Evaluation und Entscheidungskriterien
  • Ziele, Aufbau und Ablauf Change-Management-Projektes
  • Kulturelle und demografische Voraussetzungen für Collaboration
  • Vor- und Nachteile für die Firma, die Benutzer und die IT-Abteilung
  • Do’s and Dont’s Einführung GAPS
  • Einfluss auf Portal-Lösungen und MS Office-Nutzung
  • Wie sieht’s aus mit Datenschutz, Sicherheit, BCM und Skalierung?
  • Strategie Ringier Google Expert Team (Telefonie, Videoconferencing, Redaktionssysteme)
  • Kooperation mit „Mitbewerber“ ja/nein? / Art der Zusammenarbeit
  • Erstes Fazit nach der Migration von 4 Ländern (China, Vietnam, Ungarn, Slowakei)
  • Offene Baustellen (SSO, Einsatz Web-Tools für Produktionsprozesse)

Anmeldung Cloud Computing Konferenz

Wochenendsurf-Tour

von Daniel Niklaus

Wochenende! Da geht’s auf die Wochenendsurf-Tour. Entdeckungen von bekannten Blogs, Linklisten und Interessantes aus Newslettern. Wer mitkommen will, sei eingeladen und darf im Kommentar gerne den einen oder anderen Link Ausgeben ;-)

Starten wir mit 15 Beispielen für faszinierende User Erlebnisse. Wie Kontaktformulare schön gestaltet werden und wie Fotos aus einer normalen Website eine besondere Website machen.

Immer wieder von Kunden gefordert: “Ich möchte gerne eine edle schwarz/weiss Website. Dazu die Anatomie von Schwarz. 50 Designs in Schwarz und 50 Black & White Websites.

Wer seinen Twitterstatus auf der eigenen Website aufmotzen will, erhält hier Inspiration. Wenn wir schon dabei sind, 25 Outstanding Blog Designs und 40 Awsome WordPress Designs ;-).

Wer nicht mehr sicher ist, hier gibt es eine Zusammenfassung, um was geht es im Website Design. Passend dazu 7 Lektionen was Web-Designer von Print lernen und 7 Lektionen was Designer von Girls lernen. Um das eigene Wissen zu vertiefen, 30 Videos um Webdesign zu lernen.

Ein paar Links für unsere E-Commerce-Leser. Mit Fotos von Menschen, die Konversionsrate verdoppeln. 10 Schritte zu einer benutzerfreundlichen E-Commerce Website. Beispiele gut gemachter Warenkörbe . Case Study’s zum “call to action“. Und zum Schluss 30 attraktive Shop-Sites.

Wer sein Webdesign kommentieren lassen will oder selbst Kommentare abgeben möchte: css-tricks.com/quick-critiques.

Neuer Dienst von Google: home view

Wie es sich zum Schluss gehört. Typography Showcase und der Einsatz grosser Schriften.

ps: Neu im SwissITMagazin: Niklaus meint ;-)

Was HTML, Flash und Microsoft Access gemeinsam haben

von Daniel Niklaus

HTML ist Pipifax, Flash ist Spielkram und Microsoft Access ist keine Datenbank.

So das Urteil von Leuten – die aus meiner Sicht – entweder wenig Ahnung haben oder arrogant sind. Wer C++ beherrscht, wird wohl keine Schwierigkeiten haben, eine Auszeichnungssprache wie HTML/CSS in Nullkomanix zu lernen – aber wetten, er oder sie wird an der Umsetzung einer Seite wie oddmolly.com grandios scheitern. Warum? Weil es Übung und ein tiefes Verständnis dafür braucht, um zu verstehen, was man mit HTML/CSS machen kann und welche Fallstricken die einzelnen Browser und Browserversionen für einen bereithalten.

Nur weil eine Sprache einfach zu lernen ist, ist sie noch lange kein Pipifax

Keine Frage. Es gibt viele Flash-Verbrechen da draussen im Internet. Es ist ja auch so einfach eine Flash-Animation zu erstellen und weil es so einfach ist, gibt es auch einen Haufen Schrott da draussen. Aber deshalb Flash als Spielkram abtun? Es gibt kreative Flash Sites und Business-Applikationen, die so viel mehr sind, als Spielkram. Das sind richtig ernst zu nehmenden Applikationen – die es auch gerne mit JAVA-Programmen aufnehmen.

Nur weil es viele schlechte Beispiele mit Flash gibt, ist es noch lange kein Spielkram

Und dann Microsoft Access. Millionen von Access Datenbanken gibt es da draussen und ja, wenn die Datenbank Millionen von Datensätzen hat, dann geht sie womöglich in die Knie – aber die wenigsten Datenbanken haben Millionen Datensätze. Die meisten Datenbanken haben vielleicht 2‘000 Kunden, 100 Produkte und 4‘000 Rechnungen. Damit kann Access locker umgehen. Wenn Access aber doch in die Knie geht, liegt es selten an Access, vielmehr sind es die „Entwickler“ die ein schreckliches Datenbankdesign hinlegten, sodass Access aus dem letzten Loch pfeift, wenn eine Abfrage Millionen von Datensätzen aus falsch erstellten Verbindungen generiert. Nur weil Access einfach ist, bedeutet dies nicht, dass es keine Datenbank ist

Muss ich zum Schluss kommen, je einfacher zu erlernen, desto schlechter das Image?

Ich frage mich, ist eine Sprache, ein Tool einfach zu erlernen und dazu noch erfolgreich, bekommt es automatisch ein schlechtes Image? Muss sich der Softwareproduzent einer Entwicklungsumgebung entscheiden, ob er viele Entwickler haben will und dann hat seine Entwicklungsumgebung ein schlechtes Image oder er hat nur wenige Entwickler und seine Entwicklungsumgebung hat ein gutes Image? Also unterm Strich, die Hürde für die Entwickler hoch legen, damit nur gute Entwickler gute Programme damit schreiben?

Warum stelle ich diese Frage?
Wir entwickelten eine solche Entwicklungsumgebung. Sehr einfach können damit Cloud Applikationen und interaktive Websites erstellt werden. 300 Projekte von der Vereinsverwaltung über TV Stationen bis zu Websites mit Events, Produktverkauf und CRM im Hintergrund setzten wir damit um. Jetzt bereiten wir uns darauf vor, mit der Entwicklungsumgebung in den Markt zu gehen und aktiv Entwickler zu suchen. Ein wenig habe ich „Angst“ davor, dass uns bei einem Erfolg dasselbe Schicksal wie den oben beschriebenen Programmen/Sprachen droht. Weils einfach ist, gibt’s ein schlechtes Image.

Habt Ihr Ideen, wie wir das verhindern können?

Mit was uns Apple überraschen wird

von Reto Hartinger

Katastrophe! Alles was Apple nächte Woche präsentieren könnte ist schon auf dem Tisch. Apple kann nicht mehr überraschen. Kann man sich überhaupt vorstellen, dass Steve Jobs die Bühne betritt ohne einen Hype auszulösen? Steve ist im Hollywoodbusiness – er versteht etwas von Dramaturgie. Wenn ich analysiere was passiert ist mit allen Indiskretionen, muss ich sagen, dass diese benützt werden um die Aufmerksamkeit von etwas abzulenken, das Steve aus dem Ärmel  zaubern wird. Steve ist eben auch ein Zauberer. So schauen wir auf das Apple Portfolio um zu sehen, wo er unbedingt etwas machen muss und sehen sofort: iPod. Wenn da nicht eine Innovation stattfindet, dann bricht dieses Geschäft weg. So was könnte das sein?

iPad kostet etwas mehr als 100 Dollar zu produzieren

Wenn ein iPad gerademal 120 Dollar in der Produktion kostet, dann kann Apple die iPod-Preise nicht beliebig hoch halten ohne eine Lücke für einen Konkurrenten aufzutun. Ich denke, dass Apple die ganze iPod Produktelinie überdacht hat. Vielleicht wird es ein iPod geben, das keinen Harddisk mehr aufweist sondern nur noch ein Modem und die Inhalte aus der Cloud streamt. Vielleicht hat ein solches Geräte eine Kamera dienen dem iPad, dem Mac und /oder der Cloud als Inputdevice. Alles ohne ein Kabel anzuschliessen oder sich um Storage kümmern zu müssen. Man wählt einfach aus, wohin die Bilder gespeichert werden sollen. Ein iPod mit Wifi und Bluetooth oder gar noch 3G? Hat deshalb AT&T die Datenpläne erneuert?

Es braucht die Cloud und neue Input-Devices

Apple mit dem iPad das Ökosystem erweitert. Darin bekommt der iPod eine neue Funktion. Der iPod Touch könnte kanibalisiert werden, die kleineren iPods zu teuer. Wieso ihnen nicht eine andere Funktion zuteilen? Es braucht immer noch ein einfaches Musik-Abspielgerät. Was soll ein solches können? Was wäre reduced to the max wichtig? Grösse? Ohne HD könnte es vielleicht sogar nur ans Ohr gesteckt werden. Ich wähle mir vorher eine Playlist in der Cloud oder auf dem iPad aus oder den Typ Musik den ich abgespielt haben will. Das Teil bezieht die Musik über die Cloud oder über ein anderes Apple Gerät, z.B. das iPhone, iPad oder den Mac in der Nähe. Das wäre die Minimalvariante. Man könnte es natürlich auch mit einem Rückkanal ausstatten, dann hätte es ein Micro und es dient gleichzeitig als Eingabegerät, indem es über Sprechanweisungen die obgenannten Geräte steuert oder um Telefon oder Skype-Gespräche z.B. mit dem iPad!!! oder iPhone oder Mac zu führen. Cool oder?

Wird ein iPod mit Kamera zu gross?

Ein grösseres Gerät hat eine Kamera. Da man damit Musik hören kann, wird das teil nicht in einer Tasche sein, sondern angesteckt wie der iPod. Griffbereiter kann man eine Kamera nicht mehr haben. Wie gesagt, vielleicht geht Apple den Weg, dass eine Lowcostversion kein Harddisc mehr hat, vielleicht auch nicht. Kann sein, dass ich die Grössenverhältnisse der Komponenten falsch einschätze. Vielleicht würde sowas zu gross, zu dick, zu schwer um anzustecken. Es braucht ja schliesslich eine Kamera und ein Display. Bringt man das auf die Grösse eines iPods? Könnte ein solches Gerät ohne Display, nur mit einem Sucher auskommen und man schaut sich das Bild auf dem iPad an?

Ich könnte stundenlang über ein Ökosystem und deren mögliche Produkte spekulieren. Hoffentlich habe ich Euch Stoff zum Spekulieren gegeben und die Vorfreude auf Steves Keynote zurückgebracht.

Spieltheorie in der Praxis

von Daniel Niklaus

Schöne Strategiespiele zwischen Apple und seinen Partnern, aber was bringen diese im täglichen Geschäftsleben? Sehr viel. Egal, ob Klein- oder Grossprojekt. Die Spieltheorie hilft jedem, das Alltagsgeschäft besser zu verstehen und zu steuern. Wie es der Zufall will, habe ich ein aktuelles Beispiel. Gestern erhielt ich eine Anfrage von einem potenziellen Kunden.

Spieltheorie ganz konkret
Es gibt Kunden, die will man unbedingt gewinnen. Weil sie ein Thema abdecken, das einen selbst interessiert, wegen der klingenden Namen oder weil man weiss: Hier kann ich ein ganz tolles Projekt umsetzen. Ein solcher Kunde meldete sich gestern bei mir für eine Angebotsabgabe. Der Kunde arbeitete bis anhin mit einem hervorragenden Grafiker zusammen, der seine Sites in Flash umsetzt. Die Begründung des Kunden für den Wechsel: Wir müssen immer alle Änderungen durch den Grafiker machen lassen, man findet uns nicht bei Google und wir hätten gerne einen Preisvergleich.

Was ist hier passiert?
Der Kunde hat sich in eine Abhängigkeit begeben, die ihm nicht mehr passt. Gerne möchte er einzelne Seiten selbst bearbeiten und er versucht sich gleichzeitig, von der Flash/Grafiker Abhängigkeit zu lösen. Dazu fehlt seiner Site ein entscheidender Mehrwert: die Auffindbarkeit in Google. Und der Kunde macht noch einen weiteren Zug: Er holt sich neue Mitspieler ins Boot, indem er Vergleichsangebote einfordert. Er gewinnt dadurch an Macht, indem jetzt nicht nur ein Lieferant um das neue Projekt kämpft, sondern gleich fünf sich gegenseitig unter- oder überbieten. Es ist zu beachten, dass die vier neuen Mitbewerberangebote nicht dazu führen müssen, dass ein neuer Lieferant nachher günstiger liefert. Durchaus werden von Kunden Angebote eingeholt, damit man diese dem bestehenden Lieferanten unter die Nase reibt, um so bessere Preise zu erzielen. Jeder, der also in diesem Angebotsspiel mitmacht, muss sich überlegen: Was ist mein Gewinn.

Kuchen kleiner machen?
Die dümmste Art, auf eine solche Anfrage zu antworten, ist „nur“ einen tieferen Preis zu bieten. Warum? Weil in jeder Angebotsabgabe 8 versteckte Kosten liegen:

  • 1. Sie können Ihre Zeit nützlicher verwenden, wenn der Kunde Sie nur benutzt, um beim bestehenden Lieferanten einen besseren Preis zu erhalten.
  • 2. Wenn sie mit niedrigen Preisen Kunden gewinnen, verlieren Sie vielleicht Geld.
  • 3. Der bisherige Lieferant rächt sich und jagt Ihnen einen guten Kunden ab.
  • 4. Ihre jetzigen Kunden kennen Ihren neuen Kunden und wollen ebenfalls niedrige Preise.
  • 5. Neue Kunden glauben, Sie sind immer billiger und man „darf“ bei Ihnen die Preise drücken.
  • 6. Konkurrenten werden den niedrigen Preis ebenfalls als Massstab benutzen. Die Preise fallen in den Keller.
  • 7. Es ist nicht gut, den Konkurrenten Ihrer Kunden zu helfen. Nehmen wir an, die Credit Suisse ist ihr bester Kunde und Sie brachten die CS für Betrag X bei Google an oberste Stelle und jetzt helfen Sie einmalig für Betrag X abzüglich Preisnachlass der UBS zur obersten Position. Damit schadeten Sie Ihrem besten Kunden und dieser hat womöglich weniger Geld für Onlinemarketing übrig (oder die CS wechselt gleich, weil sie sauer auf Ihre Aktion ist).
  • 8. Werfen Sie nicht die Glashäuser Ihrer Konkurrenten ein. Denken Sie daran, wenn Ihr Konkurrent zu wenig Geld zum Leben verdient, hat er auch nichts mehr zu verlieren und wird wie wild die Preise drücken und aggressiv Ihre Kunden abwerben.

Kuchen grösser machen!
Versuchen Sie, statt ein günstigeres Angebot zu senden, sich zuerst zu überlegen: Wie gewinnt der Kunde, wie gewinnen Sie und womöglich sogar wie gewinnt auch der bisherige Lieferant. Denken Sie dazu in Mehrwerten. Der Kunde hat bei folgenden Punkten einen Mehrwert:

  • Der Kunde will einzelne Seiten selbst bearbeiten (also weg von Flash)
  • Der Kunde will in Google gefunden werden (also eine Optimierung)
  • Dem Kunden gefällt, was der bisherige Lieferant optisch machte (warum den Grafiker wechseln?)

Was halten Sie von folgendem Vorschlag: Sie arbeiten darauf hin, dass der bisherige Lieferant in Zusammenarbeit mit Ihnen weiterhin das Design macht. Sie liefern die Komponenten, damit der Kunde die Website selbst bearbeiten kann. Und Sie sorgen dafür, dass der Kunde bei Google weiter oben erscheint.

Gewonnen hätten alle
Der Kunde, weil seine Wünsche erfüllt sind und das Projekt wahrscheinlich den Erwartungen entspricht (neue Grafiker sind immer eine Herausforderung).
Der bisherige Lieferant/Grafiker. Womöglich ist er im ersten Moment nicht glücklich – aber er bleibt im Geschäft und vielleicht ist die Zusammenarbeit zwischen ihm und uns so toll, dass wir uns in Zukunft gegenseitig Aufträge zuschanzen.
Wir, weil wir einen tollen, neuen Kunden erhalten.

Ob das Spiel so endet? Ich weiss es noch nicht. Auf alle Fälle sagte ich dem Kunden: Ein Angebot liefere ich nicht ab, ich schlage ein Treffen vor, damit wir sehen, wie Sie als Kunde das bestmögliche Resultat erhalten.

Spiel das Spiel Steve

von Daniel Niklaus

In einem aktuellen FAZ Artikel meinte Woz zu Jobs: «Steve kennt die Regeln, bedient sie und bricht sie, wenn es notwendig ist. Das kann daneben gehen, oder nicht. Doch diese Risikofreude, gepaart mit knallharter Kalkulation im Management, ist sein Geheimnis.»

Schauen wir uns doch einmal näher an, warum Sunrise leer ausging, als das iPhone in der Schweiz startete.

Mehrwert ist das Zauberwort
Warum sollte jemand für sein Apple Notebook 1‘700 Franken mehr ausgeben, als für ein vergleichbares PC-Notebook? Weil für ihn das Apple Notebook einen Mehrwert hat. Dies kann ein messbarer Mehrwert sein: „Ich besitze sonst alles von Apple und muss mich nicht mehr einarbeiten“. Es kann ein gefühlter Mehrwert sein: „Apple ist viel einfacher zu lernen“. Oder es kann ein Ego-Mehrwert sein: „Mit einem Apple-Notebook mache ich mehr Eindruck“. Was auch immer, der Mehrwert entscheidet. Und wenn Steve die Regeln des Spiels kennt, dann kann er gekonnt für Mehrwert sorgen. Manchmal alleine durch Verhandeln.

Warum kein iPhone bei Sunrise?
Zuerst geht es wieder um Macht und bei den Handys liegt die Macht bei den Telefongesellschaften, also der Swisscom, Orange und Sunrise. Nokia, LG, Sony-Ericsson & Co. tun alles, damit ihre Handys von diesen prominent vertrieben werden. Was kann Apple machen, um die Machtverhältnisse umzudrehen? Apple reduziert die Anzahl Spieler. Bevor Apple in die Verhandlungen mit den drei Telefongesellschaften ging, bestimmt Apple die Regeln: „Wir schliessen in der Schweiz nur mit zwei Firmen einen Exklusivvertrag ab“. Damit war Apple auf einmal nicht mehr Bittsteller bei den Dreien, sondern die drei Gesellschaften waren Bitsteller bei Apple. Welcher Telco wollte auf den Start kein iPhone anbieten?
Mit diesem Schachzug schuf Apple auch Mehrwert für die Telcos. Einer der Drei wird leer ausgehen, die anderen beiden würden prominent mit dem iPhone werben können. Auch für den Konsumenten ist dies ein Mehrwert: „Ätschibetsch, ich hab halt ein iPhone. Du mit deiner Telefongesellschaft bekommst keines“.

Swisscom auf Startplatz
Es war zu erwarten, dass Apple mit Swisscom einen Vertrag abschliesst. Als Marktleader musste Apple mit Swisscom starten und Swisscom musste als Marktleader das iPhone haben. Der Kampf war wohl nur zwischen Orange und Sunrise. Als Nummer 3 im Markt hätte Sunrise den grössten Mehrwert mit einem Vertrag gehabt, dennoch bekam Orange den Zuschlag. Eigentlich kein Wunder, wenn Orange richtig verhandelte, verwiesen sie auf die Muttergesellschaft. Orange ist im Besitz der France Télécom, Sunrise im Besitz der dänischen TDC. Die TDC hat etwas mehr als 13 Millionen Kunden, France Télécom über 192 Millionen weltweit. Damit war klar, wer dieses Spiel gewinnt.

Und das iPad?
Bevor sich Apple zu fest in die Macht der Telefongesellschaften begibt, drehten sie das Spiel vorzugsweise um. Statt die Spieleranzahl zu verkleinern: nur noch Orange oder Swisscom. Erweiterte Apple das Spielfeld. Sie brachten den klassischen Detailhandel mit Media-Markt ins Spiel. Ein weiteres Mal sichert sich Apple den längeren Hebel. Denn auf eines dürfen wir uns verlassen, im Media-Markt wird das iPad eine richtig schöne Präsenz erhalten.

Wie Woz sagte: Steve kennt die Regeln, bedient sie und bricht sie, wenn es notwendig ist.

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