Neues Geschäftsmodell für Apple
1. März 2011
Apple hat mit iTunes und den AppStores ein geniales Oekosystem über alle seine Devices aufgezogen. Ausser den kleinen iPods. Schön. Nun hat Apple aber ein neues Geschäftsmodell entdeckt, das die grössten Probleme des Handymarktes lösen könnte.
Vielleicht zuerst die Vorgeschichte: Apple hat ein vertragsfreies Handy gebaut, bei welchem der User selber ad hoc von einem Anbieter zum anderen wechseln kann. Das ist vor allem auf Reisen ein Segen. Kein teures Roaming mehr, man wählt sich einfach in das Handynetz des lokalen Anbieters ein und kauft sich dort Minute, Monate, oder was weiss immer. Aufschrei der Carrier – so nicht. Schliesslich subventionieren sie das iPhone mit langen Aboverträgen. Kundenbindung ist das A und O im Markt. Also niet.
So schnell gibt Apple Pläne nicht auf, die ein zentrales Bedürfniss des Kunden befriedigen. Kann der Kunde einfach von einem Anbieter zum nächsten switchen, geraten auch die Datentarife ins Rutschen. Viele User in den USA möchten nicht 60-120 Dollar pro Monat für ihr Abo bezahlen. Damit ist das iPhone nur für die Besserverdiener. Mit einem Billig-iPhone könnte Apple seinen Marktanteil, das Oekosystem und den Hallo-Effekt für Macintosh PCs verstärken.
Der Plan ist, dass Apple im ganz grossen Stil weltweit Daten und Telefonminuten einkauft und somit ein günstiges prepaid iPhone Nano auf den Markt bringt. Das Mobile könnte sich via iTunes automatisch wieder aufladen sobald der Kredit aufgebraucht ist. Das iPhone würde auch automatisch nach dem günstigsten Anbieter suchen.
Apple setzt seine Einkaufsmacht ein. Genügend Geld in der Portokasse wäre vorhanden. Zudem da Prepaid, gäbe es kaum eine grosse Finanzierungslücke. Ich vermute mal, dass Apple eine Marge von sagen wir einmal 30 % auf die Tarife rechnen könnte, vielleicht sogar via Tarife die Hardware subventionieren könnte.
Damit das angestammte Geschäft nicht gefährdet wird, muss es ein anderes iPhone sein – was genau wird Apple weglassen? Die Kamera. Hm, nein – Facetime soll ja ein Hit werden. Kleinerer Screen? Doof, denn dann müssten die Entwickler ihre Produkte wieder neu Designen. Wer hilft spekulieren?
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