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Gewonnen und zerronnen – Ringier stellt Vanilla ein

von Thomas Lang

Die Ringier Konzernleitung hatte gerade Mal knapp 8 Monate Geduld, die mobile Payment, Loyality und Couponing Lösung vanilla am Leben zu erhalten. Heute wurde diese Dienstleistung völlig überraschend eingestellt. 3 Wochen nach der Auszeichnung mit Gold in der Kategorie “Innovation” am Best of Swiss Web 2011.

Wir waren ja von Anfang an kritisch eingestellt gegenüber Vanilla, weil sie keinen klaren Fokus aufwies. Das Konzept war nicht zu Ende gedacht, der Business-Case war nicht schlüssig. Technologisch überzeugend umgesetzt war die Anwendung überladen, sie wollte zu viel. Weniger wäre mehr gewesen. Vor allem aber fehlt ihr eines; die Community!

Vanilla ist war eine “take it or leave it” Anwendung, oder wie es unlängst auch formuliert wurde; “buy or fuck off”. Ganz im Stil von; das ist das Angebot, bedien Dich. Aber sag uns auf keinen Fall, was Du magst, von was Du mehr möchtest und wo wir falsch liegen.

Völlig unverständlich ist das Aus zum jetzigen Zeitpunkt. Um uns herum boomen mobile Couponing Lösungen, Location Based Deals und vieles mehr. Unlängst haben wir an einer Konferenz die Frage aufgeworfen, ob die Groupon-Klone das mobile Rennen machen werden oder doch Facebook mit Deals und Places. Ersteres hat sich zwischenzeitlich konkretisiert, Groupon hat Whrrl übernommen.

Dass Ringier Vanilla den Stecker gezogen hat zeigt einmal mehr, dass man beim Medien Konzern das E-Business einfach nicht verstehen will oder kann. Mit Vanilla war man bzgl. mobile Lösung in der Poleposition, hätte die einmalige Chance gehabt, das Couponing-Geschäft aufzubauen und den Markt strategisch zu besetzen. Mit Ringier einen starken bekannten Partner im Hintergrund der für Vertrauen steht. Man hätte etwas mehr Geduld benötigt – Geduld, die man wohl bei der Lancierung eines Printproduktes gerne mal 3-5 Jahre walten lässt.

Vanilla wurde lanciert als “strategischen Stossrichtung zum Ausbau der Internet-Aktivitäten im Bereich transaktionsbasierter Plattformen”, so der Wortlaut aus der Medienmitteilung vom 15.9.2010. Das Ende nach 8 Monaten zeugt wenig von strategischer Stossrichtung oder vielmehr, dass es nach wie vor keine Strategie beim Medienhaus gibt. Geschenkidee.ch bleibt nach wie vor die einzige funktionierende Transaktionsplattform im Ringier-Portfolio die sich nicht um totes Holz dreht – notabene hat man den Geschenke E-Commerce Pionier für gutes Geld eingekauft. Auch dort muss man aufpassen, dass man den Zug nicht verpasst. Die Plattform mutet immer “Eins-Nulliger” an.

Schade, mit Vanilla vergibt man eine einmalige Chance und wirft eine technologische Innovation weg. Aber evtl. haben wir doch noch recht, und Vanilla wird mit SI-Style verschmolzen, dem Augmented Reality Shop-Finder aus dem selben Haus. Anfangs Oktober 2010 haben wir schon prognostiziert:

“Während die SI-App mehr auf die lokalen Stores und die Integration von Augmented Reality setzt, ergänzt Vanilla das Shopping-Vergnügen mit der mobilen Payment Anwendung. Gut möglich, dass diese Apps in naher Zukunft verschmelzen werden.”

(Crossposting)

Google sperrt QuickTime und Java aus

von Reto Hartinger

Skandal – Apple hatte und hat Flash aus dem iOS verbannt. Entwcheidet Apple,  was das Internet können soll bzw. welche Technologie es unterstützt. Flash geriet in die Kriese und eine breite Absetzbewegung begann. Mit Android ist ein Konkurrent da, der dem User eine Alternative gibt und promt werben die Android-Geräte-Herstelle damit, dass ihre Devices Flash unterstützen (ok, dass das so nicht stimmt ist ne ganz andere Geschichte). Apple bekam das böse geschlossene Image, Google das offene, gute.

Google hat aber seine liebe Mühe das Flash-Versprechen einzuhalten und mit 3.0 wird Android geschlossener. Mit Chrome wendet Google das Apple-Ausschliessverfahren nun selbst an. Chrome wird bei jeder Site die QuickTime oder Java einsetzt jedes Mal fragen ob diese Plug-Ins benutzt werden dürfen oder für diese Site immer zugelassen werden. Ziemlich nervtötend. Möglich, dass es wieder eine Absetzbewegung, von diesen beiden Technologien geben wird, denn im Internet will niemand seinen Usern unnütze Hürden in den Weg stellen. Setzt Google nicht selber auch Java in einigen Produkten ein? Musste zu Beginn nicht alles was für Googles Cloudangebot entwickelt wurde, in Java geschrieben sein? Diese Entwickler werden sich freuen. Wird die Chrome Verbreitung darunter leiden?

Alles Google oder was?

von Reto Hartinger

Ich würd mich sputen mit Anmelden für die Internet Briefings im Mai. Es dreht sich alles um Google.

03.05.2011 Googles neue Rankringkriterien
03.05.2011 Mehr als AdWords-Texte: Anzeigen im Google-Display Netzwerk
04.05.2011 Mobile als Werbe und Verkaufskanal

Den Anfang macht Lukas Stuber der uns die neuen Rangkingkriterien von Google näher bringt. “Qualitätsinhalte” sollen besser gelistet und Linkfarmen abgestraft werden. Der neue Index soll demnächst auch in der Schweiz angewandt werden. In den USA waren davon fast 20 % der Sites betroffen. Das kann also auch hier harte Konsequenzen haben. Welche? Für wen genau? Was müssen wir tun? Das diskutieren wir nach dem Vortrag. Lukas wird auch über +1 sprechen. Wir diskutieren ob es Google diesmal gelingt, endlich eine  Social Media Strategie hinzukriegen. Ich bin gespannt auf Eure Meinungen

Da ich sehr viele Anmeldungen erwarte, ist dieses Briefing nur für Mitglieder. Melde Dich schnell an.

Am Abend sprich Lucia Yapi über Display Adds von Google, ein für noch weitgehend unbekanntes Gebiet für viele Werbetreibenden. Google hat hier in letzter Zeit aber mächtig Gas gegeben und ein ausgeklügeltes System zur Erhöhung der Klickraten entwickelt. So können gerade Frauen ein Lied davon singen, wie sie von gewissen Werbungen geradezu verfolgt werden. Wie das alles funktioniert und wie man als Werbetreibender Erfolg hat, besprechen wir in dieser Session.

Tom Hanan bespricht die Werbemöglichkeiten auf den mobilen Geräten und wie sich Offline- und Online ergänzen sowohl bei Werbung als auch beim Produktverkauf.

Thür schiesst Google Streetview ab

von Reto Hartinger

Google muss alle Gesichter und Autoschilder vor Erscheinen unkenntlich machen – ja 100%. Nein es ist nicht das, was dem Dienst das Genick brechen würde. Das Gericht schätzt den Aufwand für vertretbar an – auch wenn das so nicht stimmt. Was tatsächlich nicht möglich ist, ist folgender Punkt:

Google darf keine Bilder von Privatbereichen wie Gärten oder Höfe machen, «die dem Anblick eines gewöhnlichen Passanten verschlossen bleiben», und müsse «bereits vorhandenen Bilder muss Google Street View entfernen oder eine Einwilligung (der betroffenen Personen) einholen». Das ist gar nicht zu machen. Die Fahrzeuge von Google fotografieren aus einer viel grösseren Höhe die Augen eines Menschen. Somit ist der Blickwinkel immer ein anderer als die eines Menschen.

Google wird das Urteil weiter ziehen. Sollte es so bestehen bleiben und durchgesetzt werden, müsste Google Streetview schliessen. Das Schlimme daran, es schafft einen Präsedenzall für andere Staaten.

Man kann nur hoffen, dass eine höhere Instanz noch Korrekturen am Urteil vornimmt. Aber in der Sache kommt Google kaum ohne Schaden davon.

Interessencluster für Mitglieder

von Reto Hartinger

Mit dem Redesign der Website möchte ich die Flut der E-Mails an die Members einschränken, deshalb werde ich Interessenscluster bilden. Bis anhin habe ich bei der Anmeldung die Interessen abgefragt. Das ist aber ein 6 Jahre alter Blick auf die Branche:

Orientierung
Businessorientiert Technikorientiert
Meine Interessen

Wie würde eine moderne Liste heute aussehen?

Die Abfrage nach Business und Technik wird bestehen bleiben. Man kann auch noch einschränken, wo man die Events besuchen möchte. Viele Zürcher erhalten die Einladungen zu Berner Events – blöd, interessiert viele nicht und Umgekehrtes gilt für Berner.

Dazu gibt es aber auch branchenspezifische Events. So hat sich eine Banking Group etabliert, die sich aber eher unregelmässig trifft. Das könnte man in anderen Bereichen auch schaffen. Auch Englischsprachige Events hat es gegeben und wir könnten mehr davon machen.

Was hälst Du von dieser Liste? Welche Themen/Branchen sollten wir noch aufnehmen oder können wir getrost weglassen?

English Sessions
Bank/Finance
Ecommerce
B2B
Governement/Politics
Health

English Sessions

Bank/Finance

Ecommerce

B2B

Governement/Politics

Health

Ich möchte auch die Mitglieder in zwei Kategorien aufteilen. Es gibt viele, die einfach nur zu den Events kommen und konsumieren. Einige Mitglieder möchten sich aber noch stärker einbringen. Sie möchten Referate halten, im Blog schreiben oder anderen Mitglieder mit Tipps als Ratgeber zur Seite stehen. Diese will Mitglieder will ich den Expertenstatus geben. So wissen die anderen Mitglieder, dass die die Experten zu einem bestimmten Thema mit einer Frage angehen können. Die Experten werden auf der Website auch speziell gefeaturet.
Ich bin auf der Suche nach einer Themenliste für Experten. Zu welchen Themen soll man Experten befragen können?
Bitte schreibe Deine Vorschläge doch hier als Kommentar rein. Wir sind Dir für Deine Mithilfe dankbar.

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