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Wieso wir mit Google nicht zusammenarbeiten wollen

von SandroGraf

Sandro Graf

Google hat 1 Milliarde Nutzer, rund die Hälfte sämtlicher (geschätzten) 2 Milliarden Internet-Nutzer, die es weltweit gibt. Facebook wird hier mit rund 700 Millionen Usern noch eine Weile zurück liegen. Ein Blick auf eine andere Grafik zeigt aber ein empfindliches Problem des Suchmaschinen-Giganten: Die durchschnittliche Verweildauer der Google-Nutzer liegt deutlich hinter derer der Facebook-Nutzer zurück. Soziale Netzwerke trumpfen mit längerer Verweildauer der User. Das ist nicht nur wichtig fürs Werbegeschäft.

Google hat ein Social Media-Problem

Und das ist Google alles andere als egal. Jüngst musste der frühere Google-Chef Eric Schmidt in einem Interview zugeben, dass er mit google im Bereich Social Media keine überzeugende Value Proposition für seine Kunden hat: “Ich wusste, ich muss etwas tun — doch ich habe es nicht hingekriegt.” Und auch Steve Ballmer von Microsoft bekommt sein Fett weg. Jüngst wurden fehlende Initiativen u.a. im Bereich der sozialen Netzwerken von einem Investor auf Steves “Charlie-Brown-Management”-Stil zurückgeführt.

Aber wieso Vertrauen so viele Leute ihre Daten Facebook an undwollen nicht mit Google zusammenarbeiten?

Blicken wir auf die klassische Ökonomie und lehnen uns an den Homo oeconimiucs, der nur zu seinem eigenen Nutzen handelt, finden wir keine Antworten. Weiter helfen die Erkenntnisse aus der Verhaltensökonomie, die nachweisen konnten, dass ein Grossteil der Menschen sehr wohl auch die Auswirkungen auf andere in ihr Handeln miteinbeziehen: Sie sorgen sich um das Wohl anderer, reagieren auf Unfairness äusserst stark und sind bereit, viele Aufgaben und Verantwortungen zu übernehmen, ohne unmittelbar eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Menschen kooperieren auch dann, wenn dies kurzfristig einen Verzicht auf eigene Vorteile mit sich bringt.

Gegenseitige Kooperation macht die Musik

Scheint uns die Bereitschaft zu kooperieren unter Freunden über Plattformen wie Facebook naheliegend, ist diese Aufgabe für Unternehmen eine Herausforderung. Denn oft erwidern die User die Einladung zur Kooperation nicht. Dies bedeutet bereits in einem frühen Stadium, dass hoffnungsvolle Social Media-Pläne scheitern, ehe sie begonnen haben (siehe Google Wave).

Am meisten profitieren können Unternehmen von sozialen Netzwerken, wenn die Bereitschaft miteinander zu kooperieren, gegenseitig ist. Der Aufbau dieser so genannten „Kooperationsräume“ bedeutet viel Arbeit; trotzdem handelt es sich um ein zerbrechliches Gleichgewicht, das durch unbedarfte Managemententscheidungen schnell wieder in sich zusammenbrechen kann. Es braucht die Überzeugung der Kunden, dass Unternehmen ihren Kooperationswillen auch erwidern. Nur diese Überzeugung ermöglicht es, dass Kunden den Firmen im Social Web den Zugang zum persönlichen Netzwerk öffnen.

Erwartungen erfüllen

Die Überzeugung, dass das Unternehmen die Kooperation längerfristig erwidert, darf auf keinen Fall enttäuscht werden. Hinzu kommt natürlich noch, dass der User einen Sinn hinter der Kooperation sehen will. Der Nutzer gibt nur dann von seinen Daten etwas preis, wenn er glaubt, dass er damit, nicht heute, aber möglicherweise in der Zukunft, etwas Sinnvolles zurückbekommt.

Wenn Kunden prinzipiell mit einem Unternehmen kooperieren, ist bei ihnen bereits die Überzeugung gereift, dass das Unternehmen kooperationsbereit ist. Nur dannwerden User unter anderem “liken”, weiterempfehlen und ihren digitalen Freunden von ihrer positiven Erfahrung erzählen. Und dies, ohne zusätzliche monetären Anreize zu setzen oder zusätzlichem kommunikativenAufwand betreiben zu müssen.

Wenn Du mehr zum Thema wissen möchtest, besuche das nächste Internet Briefing. Sandro spricht über Verhaltensökonomie und Social Media

DeinDeal: Exit nach nur 15 Monaten

von Reto Hartinger

Das ist wohl ein Traumstart: DeinDeal erreicht nach 15 Monaten bereits einen Exit. Ringier beteiligt sich mit 60 % am Unternehmen. Auch in der Schweiz hypt der Internet-Markt. Gut so. Start-ups bekommen jetzt leichter Geld, so leicht wie noch nie und mit dem DeinDeal Beispiel gibt es auch eine Erfolgsstory die es auch für Investoren anschaulich macht, dass man in der Schweiz und mit schweizer Startups reales Geld verdienen kann.

Es ist auch dem unglaublichen Team um Amir Suissa zu verdanken, dass es so schnell geklappt hat. In amerikanischen Stil und Tempo haben sie DeinDeal in den Markt gedrückt und gewonnen. Bravo.

Ich hoffe, dass sich das Gründerteam demnächst einer weiteren Idee widmet. So wie es aufgezogen ist, kann das Ringier auch selber betreiben.

Lesetipp: iLeadership

von Daniel Niklaus

Mit offenen Augen rannte er direkt in die Pleite. Vom gefeierten Rockstar der Computerszene zum grössten Looser aller Zeiten. 300’000 Dollar pumpte Steve Jobs Monat für Monat in die unrentable Firma NeXT und seine Investition in die Firma Pixar kostete auch nur Geld und weit und breit kein Blockbuster in Sicht. Nachdem sein Projekt der Macintoshcomputer floppte und er bei Apple abdanken musste, scheint ihm nichts mehr zu gelingen.

Selbst als 1996 Apple das veraltete Betriebssystem Mac OS ersetzen musste, dachte man nicht an Jobs. Es hätte Sun sein sollen, die für Apple ein neues Betriebssystem entwickelten – aber deren Vorstand sagte ab. Jobs bekam Wind davon und setzte alles daran, um wieder CEO “seines” Unternehmen zu werden. Der Start zu einem phänomenalen Comeback. (Dereinst wird die Verfilmung seines Lebens zu einem riesigen Hollywood-Blockbuster werden und “The Facebook” in den Schatten stellen.)

Dies ist nur eine Episode aus iLeadership, geschrieben von einem alten Weggefährten von Steve Jobs. Keinem Journalisten oder Beobachter, sondern von Jay Elliot einem frühen Management-Mitarbeiter von Apple. Das Buch hat Gossip drin, aber vielmehr ist es aus der Perspektive eines Managers geschrieben, der die Anfänge der Computerindustrie hautnah miterlebte und Steves Merkwürdigkeiten in die richtigen Verhältnisse setzt. Er zeigt auf, wie Steve ein Team formt und motiviert. Welche Managementüberlegungen beim Comeback eine Rolle spielten und was die Erfolgsfaktoren von Apple sind.

Ich empfehle dieses Buch jedem Unternehmer und Manager, der in eine spezielle Arbeitskultur eintauchen möchte. Es fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite und darüber hinaus regte es mich an über Produkte, Abläufe, Absatzkanäle, Märkte und über die eigene Firma nachzudenken. Es hilft, ein tieferes Verständnis der Computerindustrie und der Geschäftswelt zu erhalten.

Ich bin selbst eher kein Apple Kunde, weil ich mich von Jobs Regeln ungern bevormunden lasse. Aber mein Respekt gegenüber Steve Jobs ist enorm gestiegen.

How Safe are the new Facebook Messages?

von Markus Hegi

Facebook heavily advertises its new private messaging features. But how safe are these messages? The many current hacking cases and a recent NZZ article about fake identities with FB messages made me think, and the below experiences leaves some doubts: is it possible, that FB messages are read by someone else? What are your views?

We were looking for a new name for followerrate.org. We are extending features and the current name doesn’t fit anymore. After a brainstorming a small group of us decided to go ahead with one name. I wanted to double check the name with @hofrat - he knows followerrate well & I wanted an outside opinion on the name. I DMed the name to him, and for clarification, I wrote him a Facebook message & explained him the changes & extensions of services we are working on.

Someone else registered the Twitter name

Tuesday morning, we started the registration process and were very surprised, that the Twitter handle was not available anymore: A new account was created just a few hours after I sent the FB message.

What may have happened?

- It can probably not be a coincidence -
- The second thought is, that an employee of us (Colayer India) registered or leaked the name. For a number of reasons I think this is unlikely. Only a few knew about it. And it would not be of any use to them, as they know, that we would not go ahead without the twitter handle. Also, the registration time was 2.45am local Indian time – unlikely, as all of them were at work in the morning.

- More likely is a registration in Europe (23.15) or US (early evening). But neither me nor @hofrat talked about the name with anyone else.

- Or is it possible, that someone else, a spammer or hacker has read the twitter DM or the FB message? – In my FB message, I mentioned that we plan to register the url, but nothing about Twitter. A reader could  have thought, it would be smart to register the Twitter handle – If he would have registered the url, we would probably have gone for a different name. A plan could have been, to let us build our app on the new name & then sell us the Twitter handle, or use it for spamming.

But is this likely? -

Just a few days ago, @hofrat was the target of a spammer attack – a different case and probably not related – but the amount of recent cases in the world as well as in my network is increasing: and most of the cases are not even public!

Access to message content is not just possible, if someone has a password or a troyan. Also some FB apps are able to read messages in inboxes – Which gives employees (and alumnis?) not only of Facebook, but of many app companies the possibility to get access to messages – Could it be that someone scans messages & tries to use information? -

What would you do?

The twitter account is registered without any public information. No tweets, no bio, no location, no following, no followers. Would you contact Twitter and try, if they re-assign the handle to us? Or would you contact both, Twitter & Facebook because there may be hacking involved, and ask them to investigate the case further? They could see the IP & location of the registrant & ev find out his identity – and in case it was an employee or someone related to us, we should know! -

iTV kommt mit iCloud

von Reto Hartinger

Es war schon erstaunlich wie ruhig es war um Video-Content bei der Vorstellung von iCloud. Da ging es nur um Musik. Hm. Dabei wurde gemunkelt, dass Apple mit ganz Hollywood Verträge unterzeichnet hat. Das besträckt mich zur Annahme, dass der iTV von Apple diesen Herbst endlich kommt.

Das Offering von Apple schien eigentlich nie den TV zu konkurrenzieren. Es gab einfach nichts Neues. Auch mir ist die Revoltion nicht wirklich in den Sinn gekommen. Bis jetzt. Aber schauen wir doch einmal an, was der iTV bis jetzt leistet

1. Apps. Damit wird der TV zur Arbeits- und Spielkonsole

2. TV mit Hard-Diskrecording

3. Hollywood – man kann die Filme mieten

.4 Internet kommt ins Wohnzimmer und kann mit der ganzen Familie geteilt werden

5. iCloud. Alles kann aus der Cloud bezogen und mit allen anderen Devices geteilt werden. Also ich kann ein Film auf dem TV sehen, dann fahre ich zur Arbeit und schaue mir den Film an der Stelle wo ich angehalten habe auf dem iPhone weiter an.

6. und …. das erkläre ich gleich

Das hatten wir doch alles irgendwie schon. Das gibt mir zwar ein nettes Gefühl, ändert aber nicht so wahnsinnig viel für mich.

Jetzt hat Apple aber die Voraussetzungen, dass sich doch etwas entscheidendes ändert. Nachdem nun alle Software auf iOS übertragen sind, könnte der iTV dazu genutzt werden die eigenen Filme zu schneiden und diese auf die iCloud zu laden und mit anderen zu Teilen. Es wäre in Youtube Konkurrenz mit voller Länge und HD Qualität geboren.

Was die Konkurrenz nun wieder nicht machen könnte, wäre die Videoschnittsoftware und die Verteilplattform zur Verfügung stellen.  Das Geschäftsmodell von Apple ist wieder einmal viel einfacher als jenes von Googles Youtube. Youtube ist fast nicht mehr zu gebrauchen, dermassen zugepflastert von Werbung. Apple braucht keine Werbung, die Hardware birgt genügend Marge. Die Konkurrenz schaut wieder einmal in die Wäsche, weil ein entsprechnd umfassendes Angebot fehlt. GoogleTV ist ja glänzend gescheitert und die entsprechende Hardware dazu auch.

Mit dem iPad hat Apple erstmals auch die Massenmarkt-Vermarktung begriffen. Was Premium ist, muss keinen Premium-Preis haben. Alle Komponenten zusammen kosten bei der Konkurrenz heute 2000 Dollar, Apple könnte den iTV zum selben Preis anbieten. Die Konkurrenz wäre auch da machtlos. Apple verdient am Oekosystem. Es wird wieder extrem lukrativer für die iOS Plattform zu entwickeln. Noch mehr Software für iOS verkauft auch mehr andere iOS Devices.

Faules Geschacher um Werbegelder

von Daniel Niklaus

Verlegerpräsident Lebrument haut heute im Sonntagsblick auf die Pauke. Dabei ist offensichtlich, entweder er versteht nichts vom Onlinemarkt oder er kämpft für die Pfründe seiner Klientel. Dass der erfolgreiche Lebrument nichts von online versteht, glaube ich nicht…im Gegenteil, hier geht es um die Verteilung von Milliarden.

Ausgangslage

Der Reihe nach. Auf sf.tv und drs.ch gibt es heute keine Werbung, weil sie per Gesetz verboten ist. Die SRG möchte dies aus verständlichen Gründen ändern. Davon halten aber die Verleger nichts – ebenfalls verständlich. Denn wenn heute – geschätzt von Herr Lebrument – Ringier, Tamedia und die NZZ pro Jahr 100 Millionen Franken einnehmen, gibt es keinen Grund, der SRG etwas vom Kuchen zu überlassen. Also wird mit grossen Kanonen gegen die SRG geschossen.

Vom Bund verordnete Übereinkunft

Wie es sich gehört, sucht man in der Schweiz gerne den Kompromiss. Entsprechend will der Bundesrat, dass sich die SRG und die Verleger einig werden, wie alle Parteien in der Zukunft von der Verteilung profitieren. Beide Seiten gehen in Stellung und versuchen die beste Ausgangsposition für die Verhandlungen zu erlangen. Dabei werden durchaus auch schräge Zahlen gehandelt. Lebrument geht davon aus, dass bis 2020 der online Werbemarkt auf 500 Millionen wächst und die SRG die Hälfte davon “abkassiert”. Er kommt zum Schluss:

    “Die SRG kann mit den Gebühren und diesen zusätzlichen Werbemillionen einen wesentlich besseren Internetauftritt als die privaten Medien anbieten. Letztlich würden die Privaten aus dem Markt gedrängt.”

Realitätscheck

Wenn im Jahr 2020 der Onlinewerbekuchen bei 500 Millionen ist, dann hat die Internetwirtschaft versagt. Aktuell werden etwas mehr als 200 Millionen umgesetzt. Eine Verdoppelung bis 2020 wäre ein Armutszeugnis für uns Onliner. Heute noch geben die Werber knapp 50% der 4 Milliarden Werbefranken für Zeitungsinserate aus und nur 5% für Onlinewerbung. Dies, obschon die Menschen mehr Zeit im Internet verbringen, als mit Zeitunglesen.

Kommt dazu, wenn die Privaten sich die Hälfte der Werbeeinnahmen von der SRG wegschnappen lassen, sind sie schlicht unfähig. Das Ringier/Scout24-Netzwerk hat pro Monat knapp 600 Millionen Pageviews. Newsnetz mit 20 Minuten kommt auf 380 Millionen und da ist search.ch & Co. noch nicht eingerechnet. Gegen diese über eine Milliarde Pageviews pro Monat macht sf.tv 75 Millionen und drs.ch schlappe 7 Millionen. Wie sollen die Privaten da die Hälfte an die mickrige SRG verlieren?

Nationaler Verlegerschutz zulasten der Schweizer

Im TV-Bereich gab es ein ähnliches Geschacher um Werbegelder. Die Verleger wollten an die Gebührentöpfe der SRG und sich nicht dem freien Wettbewerb stellen. Dazu einigten sie sich mit dem Staatsbetrieb, dass einzelne Verleger Konzessionen für Regionalfernsehen erhalten. Im Gegenzug erhielt die SRG eine “Garantie”, dass kein Verleger eine grosse TV-Station gegen die SRG stellt. So haben wir heute ein paar mehr oder weniger gute Regionalstationen mit je einem 5-15 Millionen Budget. Zwei/drei nationale TV-Sender, die sich in etwa derselben Grösse über Wasser halten und ausländische TV-Stationen, die mit ihren Schweizer Werbefenster schönes Geld verdienen.

Anstatt einen starken Gegensender zur SRG zu lancieren, leben die Regionalfürste vom Gebührentopf der SRG. In schöner Regelmässigkeit rufen sie zwar lautstark aus, aber das gehört wohl eher zum Spiel. Es scheint, als ob die Schweizer Verleger im Internet dieses Spiel nochmals durchziehen wollen.

Erbärmlich.

Wer verdient im hart umkämpften CMS Markt für KMU?

von Daniel Niklaus

Waren vor kurzem typo3 und Joomla im Open Source Umfeld die Platzhirsche, heizen heute Tools wie Wordpress, drupal und couchCMS den angestammten mächtig ein. Aber nicht einmal die sind sichere Gewinner. Während Wordpress immer mehr zum Homepagetool wird, stösst Tumblr das einstige Blog-Tool in den USA vom Thron. Ohne die privaten Installationen gezählt, hostet tumblr mehr Blogs als Wordpress.com.

Wer verdient?

Verdienen konnten in diesem Spiel bis jetzt die Hoster. Trotz Preiskampf pendelten sich die Hostingpreise einigermassen ein. Aber der Markt ist nie sicher vor “verrückten”. Bei ueberspace.de bezahlen die Kunden nur, was ihnen die Domain Wert ist. Die Untergrenze liegt bei einem Euro pro Monat und das Angebot ist fantastisch.

Entsprechend versuchen die Hoster Mehrwert zu bieten und die Ausstiegshürden für ihre Kunden zu erhöhen. Ein Weg ist der Einsatz von Web-Baukasten. CM4all nutzt diesen Kanal und erreichte in den verschiedensten Ländern über lokale Provider mit ihrem Web-Baukasten eine hervorragende Position. In der Schweiz setzen Swisscom, Sunrise, vtx und Hostpoint dieses einfache Tool zur Websiteerstellung ein. Namhafte Kunden in Deutschland sind die Telecom und Strato (Strato entwickelte jetzt eine eigene Version). CM4All verfügt über eine hervorragende Ausgangsposition, um das eigene Tool weiterzuentwickeln.

Es ist auch eine Frage des Vertriebswegs

jimdo.com wählte eine clevere Strategie, hatte ein hervorragendes Timing und präsentierte ein modernes Produkt. Sie verschenken ihr Webtool direkt an die Endkunden mit einer Subdomain und konvertieren die Kunden anschliessend zu Hostingzahler. Sie umgehen die Provider und die Webdesigner/Agenturen. Mit 3′500′000 jimdo-Seiten verfügen sie über ein tolles Potenzial.

Bis jetzt sprachen wir noch nicht von den schlafenden Riesen.

Microsoft bietet mit Office Live für 8 Franken im Monat und User nicht nur eine Website mit richtig starkem Template und Bearbeitungstool. Im Preis inbegriffen sind auch E-Mails, Kalender, Office Apps und ein erweiterter Instant Messanger. Schaut man sich dieses Angebot an, fällt einem fast der Kiefer runter. Ich hätte nie gedacht, dass ich so etwas schreibe, aber Microsoft hat richtig tolle Web-Produkte, sie verstehen es aber schlicht nicht, diese an den Mann zu bringen.

Adobe richtet sich gezielt an Webdesigner und bietet mit businesscatalyst.com ein starkes Tool zum Erstellen von Websites, Newslettern, Onlineshopping und Kundendatenbanken an. Adobe hostet die Seiten selbst und zahlt den Webdesigner 20% Provision auf die laufenden Kosten.

Google macht’s wieder einmal gratis. Mit Google Apps bieten sie nicht nur ein online Office an, sie verschenken auch gmail und google Sites für die eigene Domain. Google Sites ist ein einfaches Tool für das Erstellen von Websites. In Zukunft ist zu erwarten, dass sie ihre Shop- sowie Paymentfunktionen einbauen und einen Appstore für Erweiterungen anbieten…

8 spannende ICT Start-ups

von Reto Hartinger

Der Dritte ICT Investor’s Day findet am 04.07.2011 um 17:00 im Hub Zürichstatt. Teilnehmer sind wieder acht spannende Startups aus der ICT-Szene:

16:00 Eintreffen der Startups und Einrichten der Tischmesse
17:00 Eintreffen aller Teilnehmer
17:15 Start mit Kurzpräsentation zum HUB

17:25

Pitches (90 Sekunden) von acht Jungunternehmern:

17:40 Investoren wählen vier Jungunternehmen für eine ausführlichere Präsentation (mit Q&A) aus
18:00 Kurzvorstellung der Investorenplattform cofundit.com
18:10 Vier Jungunternehmer-Präsentationen (jeweils 10 Minuten), gefolgt von Q&A (maximal 10 Minuten)
19:40 Apéro und Tischmesse für alle Jungunternehmen

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie Organisator Jan Fülscher die Jungunternehmer ausspührt. Zu den Veranstaltungen kommen ca 40 Business Angels und Venture Capitalists.

Suchst du Beteiligungsmöglichkeiten an spannenden ICT-Start-ups, solltest Du da dabei sein. Aber auch wenn Du Geld suchst, lohnt sich ein Besuch. Lerne die Plattform und Ablauf des ICT Startup Day kennen, damit Du bei einer eigenen Präsentation erfolgreich bist.

An diesem Startup Day stellt sich auch die Cloud-Financing-Organisation cofundit,com vor und wir erfahren Hintergründe zum HUB ZURICH.

Programm und Anmeldungwww.ict-investors-day.ch/3rd-ict-investors-day-ablauf-und-anmeldung.

Always logged-in

von Reto Hartinger

Ich bin eigentlich immer in Facebook, Google und Skype eingeloggt und dies auf mehreren Computer, nein, mehreren Devices. Ab und zu kommen noch andere dazu. Nach dem Always on kommt das Always logged-in. Inskünftig kann nur wer immer eingeloggt ist auch von der vollen Kraft des Internets profitieren oder besser gesagt von er Kraft seines Social Graph. Das Internet braucht inskünfitg Identität – dazu muss man eingeloggt sein.

Inskünftig werden wir wohl ständig in 4 – 5 Diensten eingeloggt sein und vielleicht mit dem Handy noch mehr. Es wird also ein Kampf sein, wem wir die Gunst des alwaysälogged-in geben werden. Wahrscheinlich gehören Micrsoft und Apple dazu. Werden sie das alwaysälogged-in auf Betriebssystemebene einführen? Google macht dies mit dem Chrome Computer. Er startet gar nicht auf wenn man sich nicht bei Google einloggt. Weiter gedacht, könnte Google gar den PC gratis abgeben wenn Google dafür die ganze eingeloggte Zeit über Werbung einblenden könnte. Folgt auf Gratis-Software nun die Gratis-Hardware?

Zürcher Coding Dojo

von Jens-ChristianFischer

Wenn Kampfkünstler trainieren, gehen sie in ein Dojo – einen Ort, in dem sie in Ruhe ihre Kunst verfeinern können. Software-Entwickler sind ebenfalls Künstler, die ein beeindruckendes Repertoire von Techniken kennen (müssen). Leider bleibt im täglichen Arbeitsleben oft nicht genug Zeit zu trainieren oder neues zu probieren. Das Coding Dojo hilft: In lockerer Atmosphäre, mit Gleichgesinnten trifft man sich regelmässig um an der “Kunst” zu feilen, neue Techniken (und Technologies) zu erproben oder bestehendes verfeinern.

Aikikai Zürich Dojo
In Zürich allerdings, fehlt bislang ein solcher Ort. Mit dem Zürcher Coding Dojo habe ich dieses Manko nun erstmals behoben. Am 16.6.2011 treffen sich interessierte Entwickler zum gemeinsamen “trainieren”. Die Regeln sind relativ einfach: Anhand eines einfachen Problems wird in 2-3 Stunden live Software geschrieben. Dabei arbeiten wir mit Pair Programming (immer zwei Leute entwickeln gleichzeitig) und verwenden Test-Driven-Development (TDD) – erst einen Test schreiben, dann den Code, der diesen Test erfüllt. Nach 5-7 Minuten wechselt das Paar und ein neuer Entwickler aus der Gruppe kommt dazu und entwickelt weiter. Die “Zuschauer” schauen natürlich nicht nur zu, sondern denken mit, diskutieren mit und lernen nebenbei neue Sichtweisen, neue Techniken, neue Technologien.

Das Dojo ist Sprach-Agnostisch – zu Beginn legt man sich auf eine Sprache fest (und lernt so nebenbei vielleicht gerade noch eine neue Programmiersprache) und steht allen offen, egal wie fortgeschritten sie sind. Aus meiner Erfahrung weiss ich, dass ausnahmslos jeder bei solchen Anlässen profitiert und dazu lernt!

Das erste Dojo findet in den Räumen der InVisible GmbH an der Erlachstrasse 25 in 8003 Zürich statt und dauert von 18:00 bis ca. 21:00. Für Getränke und viel Lernen ist gesorgt – ich freue mich über rege Teilnahme. Weitere Infos (und Details zur Anmeldung) unter http://zurichdojo.ch.

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