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Warum der Heisshunger uns auszuspionieren?

von Daniel Niklaus

Justizministerin Simonetta Sommaruga will mehr über uns wissen. Internetprovider und Portale sollen dem Bund in Zukunft Einsicht in den gesamten Datenverkehr ermöglichen. Nachdem wir freiwillig unsere Spuren überall hinterlassen und Google beinahe unser gesamtes Surfverhalten kennt, zeigt auch der Staat einen Heisshunger auf unsere Daten. Eine SP-Verschwörung?

Ist es die Macht?

Für den ersten grossen Datensammelskandal in der Schweiz sorgte die FDP. Die Bundes- und kantonalen Polizeibehörden legten über 900′000 Karteikarten zu “gefährlichen” Personen in der Schweiz an. Mit grosser Empörung wurde im gleichen Zug auch die Existenz der Geheimorganisation P-26 aufgedeckt. Moritz Leuenberger wurde als Nationalrat mit der Leitung einer PUK beauftragt. Diese trug massgeblich dazu bei, dass er später Bundesrat wurde. Als solcher durfte man von ihm erwarten, dass er sensibel auf dieses Thema reagiert. Doch weit gefehlt.

Am Mittwoch, dem 13. August 1997, tagte der Bundesrat mit Leuenberger. In der Besetzung Moritz Leuenberger (SP), Jean-Pascal Delamuraz (FDP), Kaspar Villiger (FDP), Arnold Koller (CVP), Flavio Cotti (CVP), Ruth Dreifuss (SP), und Adolf Ogi (SVP). Ogi, der damalige Wehrminister, brachte den hochgeheimen Antrag ein, es sei das «Projekt Satos 3» zu starten, die dritte Stufe eines seit Anfang der neunziger Jahre laufenden militärischen Geheimprogramms. «Satos 1» und «Satos 2» waren Systeme, mit denen die Kommunikation per Kurzwellen, Richtfunk und Faxsignale abgefangen werden konnte. Nun sollte Satos 3 die vollständige «elektronische Aufklärung von Satellitenverbindungen» ermöglichen, genau wie das grosse Vorbild, das «Echelon»-System der USA.

Es braucht halt richtige Männer vom Volk – Blocher ist so einer!

Oder doch nicht? Kaum war Blocher an der Macht. Forderte er im Juli 2005 die Telefonüberwachung und im Oktober 2007 wollte er unsere PC’s mit einem Trojaner ausspionieren.

Und jetzt ist Sommaruga an der Spitze des Justizdepartements. Die ehemalige Konsumentenschützerin hat es auf was abgesehen? Auf unsere Überwachung. Es schleicht sich in mir der Verdacht ein, dass man den Pazifist Joe Lang an die Spitze befördern könnte und auch er würde die Überwachung fordern.

Wer zieht die Strippen an der Spitze des Justizdepartements? Und warum der Heisshunger uns auszuspionieren?

Auch für Google ist Android nicht mehr gratis

von Reto Hartinger

Google entwickelt ein Produkt welches es daraufhin verschenkt, einzig, damit darauf die Google Suche läuft. Leider ist nicht einmal dies garantiert. Android Lizenznehmer können das Produkt selber ändern und manch ein Handyhersteller hat daraufhin nicht Google sondern Bing als Defaultsuche eingestellt. Für die Handyhersteller ist Android nicht Lizenzfrei, sie drücken für jedes verkauftes Gerät bereits harte Dollars an Microsoft ab und wohl bald auch an Apple. So verdienen an Android alle. Alle? Google wird von Oracle mit einer Patent-Klage eingedeckt und Google muss in teuren Auktionen Patente kaufen, um gegen weitere Klagen geschützt zu sein. Die 600 Nortel-Patente hat ein Konsortium rund um Apple teuer erworben. Ganz einfach weil Apple mit verschiedene Firmen eine Anti-Android Allianz geschnürt hat. Jetzt steht das nächste Patentepaket zur Auktion. Es wird sicher noch teurer. Es könnte sein, dass es für Google so teuer wird, dass Android einfach kein Geschäft mehr ist. Die Anti-Android Allianz kann Google aus dem Geschäft bieten, denn am Schluss werden die Patente vom Konsumenten bezahlt, ausser es gewinnt Google. Gewinnt Google und ist der Preis exorbitant hoch, wird auch Google Lizenzgebühren verlangen oder Android einstellen müssen. Das wäre es der Android Allianz allemal wert, hoch zu pokern. Google wird deshalb jede Patentauktion verlieren und die Anti-Android Allianz wird immer höhere Lizenzgebühren verlangen.

Eine persönliche Genugtung ist diese Entwicklung auf jeden Fall für Steve Jobs. Der damals Apple-Verwaltungsrat und Google CEO Eric Schmidt wusste von Apples iPhone Plänen und hat innerhalb von Google gleichzeitig Android entwickeln lassen. Voila, die Quittung. Vielleicht sollte Larry Page einfach einmal zum Infinite Loop herüberspatzieren und sich bei Steve entschuldigen. Vielleicht könnte dann eine Lösung gefunden werden. Sonst dreht sich das Patentkarusell ewig im Kreis herum. Noch besser wäre natürlich, die USA würden endlich einmal ein anständiges Patentgesetz durchs Parlament bringen. Aber die Herren dort sind ja zurzeit dabei das Land zu ruinieren und wollen dabei nicht gestört werden.

Wieso Google+ für viele Sites eine Gefahr ist, ausser Facebook

von Reto Hartinger

Ja, Google+ wird es wahrscheinlich schaffen. Nicht weil es in irgendeiner Weise überwältigend wäre oder revolutionär oder irgendwas kann, was es noch nicht gibt. Die neuen Facebook Gruppen können das was Circles bei Google+ können (nur weiss es niemand) und mehr. Entscheidend ist, dass Google+ für das Google Oekosystem wichtig wird, also die Suchmaschinenresultate z.B. beeinflusst und was angezeigt wird. Das merken die User und werden deshalb Google” & Co entsprechend willig füttern.

Erste Reaktion von Google war, Twitter nicht mehr instant einzubinden. Dazu gibt es google Buzz und den Google+ Stream. Zudem gleicht Google+ eh mehr Twitter als Facebook. Twitter wird Mühe bekommen. Twitter lebt von den Nerds und Earlyadopters. Kennst Du einen von denen die nicht auf Google+ sind? Irgendwann muss man sich entscheiden, wo man seine Freunde aufbaut und wo man liest. Twitter zu lesen ist schon lange sehr aufwändig geworden. Twitter, Google+ und Facebook zu lesen wird es noch mehr sein.

Überall dort, wo Google bis anhin externe Quellen für die Rangierung benutzt hat oder Contenteinbindungen gemacht hat, wird Google diese durch das eigene Oekosystem ersetzen. In Google gemachter Content und +1 muss gefördert werden. So schmeisst Google neuerding Fremdcontent bei Google Places raus.

Wenn sich die Webgemeinde Sorgen gemacht hat, dass Google bestimmt was Existiert, was von Bedeutung ist, dann hat sich dieser Punkt mit Google+ und +1 akzentuiert. Nach dem Pagerank gibts den +1/Google+ Rank.

Man ziehe sich warm an.

SVOX wird in die USA verkauf – weiterer erfolgreicher Exit

von Reto Hartinger

Schon wieder ein erfolgreicher Exit. Das ehemalige ETH Spinnoff Svox von Volker Janzen und Christof Traber, geht für über 100 Millionen an die amerikanische Firma Nuance. Wenn in einem Gerät eine Computerstimmt ertönt und diese klingt als spreche ein Mensch, steckt Svox-Technologie dahinter, zum Beispiel im Navigationssystem TomTom. Wobei Svox nicht nur in Sprachausgabe führend ist sondern auch in Spracheingabe. Der mit 100 Mitarbeitern starke Schweizer Hauptsitz wird als Forschungsstandort weiter bestehen bleiben. Die Svox hatte auch schon schwierige Zeiten hinter sich, weshalb ich Investoren und Gründern mein Hochachtung ausspreche.

Facebook als Collaboration Tool

von Reto Hartinger

Ich spreche zurzeit mit einem Start-up über seine Strategie, Finanzierung etc. Plötzlich bekomme ich eine Einladung in eine geschlossene Facebook Gruppe. Ich war etwas verwundert. Dann entdeckte ich, dass sich darin alle über den neuesten Stand der Dinge informieren. Ich war sofort begeistert. Total übersichtlich, total gewohnt. Mit allen anderen Startups mit denen ich arbeite, bekomme ich immer eine Einladung in irgendein proprietäres Tool das ich lernen muss. Ich muss daran denken dort einzuloggen, mich durch Informationen durchzuwühlen. Bei Facebook können Diskussionen innerhalb des Kontextes geführt werden, man kann Objekte sharen und chatten – äh, kommt uns das nicht von Wave und Colayer her bekannt vor? Vor allem hat es eine unschlagbare Usability. Von Facebook bekomme ich auch immer ein Mail wenn sich etwas Neues tut und es ist für alle Beteiligten gratis. Liebe Startups und andere, Facebook ist ein Gedanke wert.

Das Internet killt Tag für Tag einen Dienstleistungsjob

von Daniel Niklaus

Für den Wochenendtrip nach London braucht es keinen Reisebüro-Angestellten – Ebookers.ch genügt. Postangestellte, die Ende Monat Zahlungen entgegen nehmen? E-Banking ist Realität. Und wer ein Buch kauft, surft zu Amazon, und mit Kindle und Co. braucht es nicht einmal mehr den UPS-Boten, der das Buch vier Tage später nach Hause liefert. Ein Klick genügt, und wieder stehen ein paar Leute auf der Strasse. Sie sehen, das Internet zieht die Pistole an allen Ecken und Enden und richtet ein Blutbad unter den Zombie-Jobs an.

Selbst die IT-Industrie hat es erfasst. Verdrängte der Media Markt einst den Fachhandel, kämpft der Grossverteiler heute selbst einen tödlichen Kampf mit Vergleichs­portalen wie Toppreise.ch. Mit 5 Prozent Marge ist jede Frage des Kunden zu teuer. Auch der gut bezahlte Exchange-Admin wird durch die Umstellung auf Google Apps überflüssig. Mailkonten kann auch der billigere 2.-Jahr-Lehrling installieren, und lokal installierte Server braucht es sowieso nicht mehr. Und wer einen Entwickler für zehn Dollar die Stunde benötigt, surft zu Odesk.com.

Müssen wir Angst haben?

Wenn die Schweiz nicht reagiert, müssen wir uns zu Tode fürchten. Die Ostschweiz hatte einst eine blühende Textil-Industrie. Auf die Veränderung in der Branche hat die Region zu spät reagiert. Die Jobs wurden erbarmungslos ausgerottet. Heute gibt es noch einen einzigen Handsticker, der seine Maschine (Baujahr 1870) professionell einsetzt. Sollen wir die Jobs subventionieren? Das machen wir schon bei den Bauern. Die Produkte bleiben trotzdem zu teuer und sind international bedeutungslos. Oder sollen wir das Internet verbieten? Als die Schweizer Uhrenindustrie in den 80er-Jahren am Boden lag, hätten wir die Japaner auch bitten können, dass sie aufhören, Digitaluhren zu produzieren. Sinnlos. Branchenveränderungen sind nicht aufzuhalten. Wollen wir dagegen erfolgreich bleiben, gibt es nur eine Antwort: Stellen wir uns der Herausforderung.

Wir brauchen die beste Infrastruktur

Es sind Autobahnen und Bahnhöfe, die ganze Regionen an den Wirtschaftsstandort Schweiz anschliessen. Es sind Bergbahnen, die aus einem verschlafenen Dorf einen attraktiven Touristikort mit tausenden von Jobs machen. Und es sind schnelle Internetleitungen, die uns in eine wohlhabende Zukunft führen. Wir Schweizer glauben gerne, dass wir die beste Infrastruktur haben, aber das ist Selbstbetrug. Die Schweiz wird von Ländern wie Schweden, Rumänien und Südkorea abgehängt. Singapur hat ein ehrgeiziges Ziel: In jedem Haushalt Internetleitungen mit einem Durchsatz von 1 Gbps, welche unsere «High-Speed»-Internetanschlüsse wie Trabis aus der DDR-Zeit aussehen lassen.

Wollen wir an die Spitze, braucht es eine nationale Anstrengung. In den 60-er-Jahren forderten deutsche Politiker für jedes Haus alle 20 Kilometer eine Autobahnauffahrt, und US-Präsident Kennedy rief seinen Landsleuten zu: «In zehn Jahren auf den Mond». Zu solch einem mutigen Schritt müssen wir fähig sein. Ich fordere bis 2017 in jedem Schweizer Haushalt 1 Gbps Up- und Download. Wenn wir das schaffen, warten hunderttausende neue und besser bezahlte Jobs in der Telemedizin, in der Software-Industrie, im E-Learning, in der Biotechnologie und in den Zulieferindustrien der Welt auf uns Schweizer.

Es gibt einen Grund, warum wir als eines der wenigen Ländern einen Handelsbilanzüberschuss mit China aufweisen: Weil wir Herausforderungen annehmen und Spitzentechnologie liefern. Nehmen wir auch die Internet-Herausforderung an, und katapultieren wir die Schweiz bis 2017 an die internationale Spitze. Sehen wir es als nationales Pflichtprogramm an, in jedem Haushalt für 1 Gbps Up- und Download zu sorgen.

Quelle: Kolumne SwissITMagazine

George Orwell hatte keine Ahnung…

von Daniel Niklaus

Wikipedia: Das Glastonbury Festival of Contemporary Performing Arts ist ein auf einer Farm bei Pilton, nahe der Stadt Glastonbury in Somerset im Südwesten Englands, stattfindendes Festival für Musik und darstellende Kunst. Während des Festivals treten Musikgruppen aus allen Bereichen der zeitgenössischen populären Musik auf, von Rockmusik, über Folk, Weltmusik und Jazz, bis hin zu Hip-Hop, Drum ’n’ Bass und anderen. Daneben gehören auch Aufführungen aus Theater, Tanz, Comedy und Zirkus zum Programm. Die Veranstaltung findet meist am letzten Wochenende im Juni statt, dauert drei Tage und ist heute eines der weltweit größten Open-Air-Musikfestivals (Besucherzahl 2008: rund 177.000[1]).

Man nehme eine hochauflösende Kamera, mache ein paar tolle Fotos, stelle sie ins Internet und verbinde das Foto mit Facebook-Tags. Fertig Privatsphäre.

glastonbury

Serial Entrepreneur David Marcus macht wieder Kasse

von Reto Hartinger

Der Genfer David Marcus hat sich spezialisiert in Mobile und Bezahlsysteme. Sein erstes Unternehmen, die Echovox, hat er Anfang 2000 in Genf gegründet. Echovox befasste sich mit mobilem Datentransfer, inklusive Gebührenerfassung und -verrechnung. Reuters,  RTL und Edipresse gehörten zu den Kunden, die  Inhalte gegen Bezahlung in TV-Shows, Dating, Ratespielen  und Chats anboten.  Es zog David Marcus 2008 ins Silicon Valley um seine Beziehungen in der Telcowelt  weiter zu entwickeln und besser vermarkten zu können. Daraus entstand die Firma Zong, welche das Einkaufen via Handyrechnung ermöglicht. So können innerhalb einer Facebook-App oder von Online-Spielen in zwei Schritten digitale Güter gekauft werden. Ebay übernimmt für 240 Millionen Dollar Zong vollständig und nutzt Zong für den Bezahldienst Paypal.

Aus der Schweiz heraus wäre ein solcher Deal mit Paypal kaum möglich gewesen. Den Schritt über den Teich kann sich lohnen.

Tanze Microsoft oder gehe unter

von Daniel Niklaus

Lange bevor Apple das iPad herausbrachte und Google mit Android nachzog, verkaufte Microsoft Tablet PCs. Auch Handy Betriebssystemen hatte Microsoft vor den beiden Rivalen erfolgreich im Angebot. Heute scheint es dagegen so, als ob Microsoft abgehängt wird und schon bald, wie IBM zum “alten” Eisen gehört. Um zu verstehen, was abgeht, hilft ein Blick wie und bei wem diese Firmen ihr Geld verdienen. Sie sind in derselben Branche, verdienen aber auf unterschiedlichste Art und mit einem unterschiedlichen Zielpublikum ihr Geld.

Microsoft: Kauft unsere Produkte und macht Geschäfte damit
Interessanter als Ihrer und mein Kaufentscheid für ein Betriebssystem ist für Microsoft, wie sich die Einkäufer von HP, Acer und Dell verhalten. Diese Drei verkauften im ersten Quartal 2011 über 33 Millionen PC’s mit Windowslizenzen. Damit sind sie die wichtigsten Hebelkunden für Microsoft. Auch ist für Microsoft nicht entscheidend, ob Sie für Ihren Privatgebrauch ein Office lizenzieren, wichtiger ist, dass Novartis, GE und die UBS Microsoft Produkte lizenzieren. Microsoft-Kunden machen in erster Linie Geschäfte mit den Produkten von Microsoft. HP verkauft Computer, weil die HP-Kunden Windows-PCs wollen und die Novartis setzt auf Sharepoint, weil sie damit ihre Projekte besser verwalten können. Dafür möchte Microsoft Geld sehen.

Apple: Habt Spass mit unseren Spielzeugen – und bezahlt uns dafür
Mit Legos können wir Männer als Erwachsene nicht mehr spielen, mit iPhones schon. Apple ist längst kein Computerhersteller mehr. Im zweiten Quartal verkaufte Apple 3,76 Millionen Computer. Viel? Im selben Zeitraum verkauften sie 18,65 Millionen iPhones, 4.7 Millionen iPads und beim iPod mag die Talfahrt anhalten, dennoch verkaufte Apple immer noch 9 Millionen Stück des Musikplayers. Dazu verkauft Apple Apps von Fremdanbietern und Musik sowie Filme.

Apple schaltet gleichzeitig den Zwischenhandel aus. Als Jobs 1997 zurückkam, war einer seiner ersten Handlungen einen Onlineshop aufzuschalten. Er wollte direkt zum Kunden. Danach kam iTunes (kein Laden mehr für CD’s) und dann die Apple Stores. Heute arbeiten 40% der Apple Mitarbeiter im Verkauf. Der Verkauf hat nur eine Aufgabe, den Kunden beizubringen, dass sie Apple Produkte kaufen und damit Spass haben.

Google: Nutzt unsere Produkte – wir schauen dann schon, wie wir damit Geld verdienen
Google war nicht die erste Suchmaschine und Google hat auch die Ad-Words nicht erfunden. Aber keine andere Firma hat so zielsicher verstanden, wie man mit Websurfern Geld verdient. Mit Werbung. Und wie sie den Dreh raus haben. Google setzte im Jahr 2010 knapp 30 Milliarden Dollar um und verdiente dabei 8.5 Milliarden. Wann haben Sie je für ein Google Produkt Geld bezahlt? Die Nutzung der Suchmaschine ist gratis, Analytics geschenkt, gmail sowieso, maps, translate, picasa, youtube und das Android Betriebssystem – alles kostenlos.

Nicht die Produkte von Google sind für Microsoft gefährlich, es ist das Geschäftsmodell. Was denken Sie geschieht, wenn die Leute von Microsoft bei HTC vorstellig werden und all die tollen, schönen und grossartigen Funktionen von Windows 8 für Tablets vorstellen und sagen, es kostet sie nur $50 pro Maschine und nachher die Google Vertreter dieselbe Präsentation machen und sagen, unser Betriebssystem ist gratis?

IBM: Wir lösen dir deine Geschäftsprobleme
IBM hatte einst dieselben Sorgen, mit denen sich Microsoft heute herumschlägt. Newcomer haben nicht die besseren Produkte, aber die besseren Geschäftsmodelle und keine Altlasten. Für IBM war der Erfolg des PC’s eine Tragödie. Sie haben ihn zwar erfunden, aber nie damit Geld verdient. Im Gegenteil, sie verloren den Markt für Grosscomputer. Jeder verkaufte PC machte potenziell eine AS/400 überflüssig. Genauso kann jedes Google-Mail einen Exchangeserver potenziell in die ewigen Jagdgründe schicken.
Big Blue musste reagieren. CEO Louis V. Gerstner fragte: Wer sagt, Elefanten können nicht tanzen? Und erfand IBM neu. Heute löst IBM auf der ganzen Welt IT Probleme für Grossfirmen und wird für diese Dienstleistung bezahlt.

Apple verdient Geld mit den Konsumenten. Google holt die Umsätze bei Firmen, die Werbung schalten wollen. IBM lässt sich von den Firmenkunden für das Lösen von Problemen bezahlen und Microsoft bedient sich bei Firmen, die mit Microsoft-Produkten Geld verdienen wollen und/oder Geschäfte machen. Dumm für Microsoft ist, dass der Erfolg von Google mit Google Docs und Apps die Gewinnquelle von Microsoft trocken legt. Wer Google Office nutzt, braucht keines von Microsoft und wer seinen Firmenmailserver von Google betreiben lässt, braucht auch keinen Windowsserver auf dem Exchange installiert ist.

Ob Microsoft sich neu erfinden kann? IBM und Apple machten es vor. Beide mussten aber dafür vorher durch das Tal der Tränen.

Bitte noch diese Abstimmungs-App herunterladen

von Reto Hartinger

Während des Vortrag “Verhaltensökonomie und Social Media” musst Du mehrmals abstimmen, wie Du Dich in gewissen Situationen verhalten würdest. Bitte lade dazu diese App herunter. Du wirst an Deinem eigenen Verhalten die Muster erkennen, wie und wann Menschen bereits sind mit anderen zu Kooperieren. Wer auf den Sozialen Medien erfolgreich sein will, muss genau dies erreichen. Sandro wird darauf eingehen, wie sich Dein Unternehmen verhalten muss um kooperativ zu sein.

Google+ hat in den letzten Tagen auch einige Wellen (nein kein Wave) geworfen und ist ziemlich überschwänglich aufgenommen worden. Sandro bespricht, wieso es Google schwer haben könnte, mit Google+ einen Volltreffer zu landen. Danach gibt es auf jeden Fall eine gute Diskussion. Ich habe die Slides gesehen und kann dir versprechen, dass das ein erkenntnissreicher Abend wird.

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