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Referate an der ONE Konferenz

von Reto Hartinger

Es soll mich einer, nein lieber eine ganze Horde, zurückhalten. Die ONE Konferenz, vom 9. und 10. Mai 2012, ist auf gutem Wege und ich bin so dermassen von den Referatseingaben besoffen, dass ich zusätzlich am 1. Tag Abendtracks von 16.15-19.15 eingeführt habe. Zum Beispiel zum Thema Intranet, das wir gar nicht im Programm hatten. Aber was soll ich machen, wenn die besten Referenten gute Themenvorschläge machen? Für einige Themen reichen die 3 Stunden nicht aus, um all die guten Referate unterzubringen. So werde ich wahrscheinlich diese in den Sessions der Abendtrack unterbringen. Das Programm wird sich also demnächst nochmals erweitern. Hier siehst Du wie sich das Porgramm entwickelt

Zu den Firmen die gleich mehrere Referatsvorschläge eingereicht haben, gehören (Auszug, nicht vollständig) zum Beispiel:

Blogwerk, Crealogix, Edorex, Infocentric Research, INM, Microsoft, Namics, Netcetera, PriceWaterhouseCoopers, SAS Institute, Unic, Zeix

Möchtest auch Du in diesem Umfeld vortragen? Traust Du Dir zu, einen Vortrag vor einem fachkundigen Publikum zu halten? Kannst Du Deine Erkenntnisse anhand von konkreten Fallbeispielen mit Zahlen oder Fakten aus Studienresultaten belegen? Bergen Deine Erkenntinisse  Überraschendes und kannst DuHandlungsanweisungen geben, welche die Zuhörer am nächsten Tag in ihren Projekten umsetzen können? Dann wäre ich interessiert, wenn auch Du einen Referatsvorschlag einreichen würdest. Aber beeilde Dich, die verfügbaren Slots pro Thema schliessen sich.

Schau Dir das Konferenz-Programm an und sag mir was Du davon hälst

Die ONE Konferenz

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Google was?

von Reto Hartinger

Die meisten User von Google+ sind nur selten drauf. Gähnende leere herrscht. Es sind die Geeks und Journis, genau die die auch zu Beginn bei Twitter waren. Eine grosse Welle hat Google+ nicht ausgelöst. Trotz gigantischem Marktanteil von Google gelingt es dem Konzern nicht, einen, seinem Marktanteil entsprechenden, viralen Effekt auszulösen. Was keinen Einfluss auf das Suchresultat hat, wird von den Usern weitgehend ignoriert. Es war vorauszusehen, dass Google+ irgendeinmal bevorzugt in die Resultate integriert wird. Spätestens als der Vertrag mit Twitter nicht mehr erneuert wurde (anscheinend weil Twitter nicht mehr wollte). Google+ personal Search soll es nun richten. Deutlicher kann man Google+ nicht in den meistbenutzten Google Dienst einbauen.

Ich frage mich, ob dies genügt. Social Media für Google Suche hätte es gebracht. Aber solange niemand auf Google+ publiziert, erscheint auch nichts in den Google Resultaten und damit ist Google+ für  die Google Suche auch nicht interessant. Google+ für personal Search wird keine grosse Welle auslösen. Die Idee dahinter ist gut, aber gefunden kann nur das werden was existiert. Wie oft geht man in einen Laden nicht das drin hat was man möchte? Eben.

Google hat einen langen Weg vor sich. Aber auch Facebook scheint mir am Ende angelangt. Es könnte wieder ein neues Soziales Netzwerk geben. Facebook hat sich aus dem Rennen gefiltert und sollte die Welle bei Google+ tatsächlich kommen, dann wird Google+ auch unbrauchbar. Es wird zu einem reinen Publishing-Kanal und niemand liest mehr darin. Man wird von noch unrelevanteren Leuten als heute eingekreist. Google+ ist zu offen, Facebook zu geschlossen.

Wieso wird die ONE Messe anders?

von Reto Hartinger

Messen werden von Messeveranstalter gemacht. Dagegen war nichts einzuwenden, solange diese Erfolg hatten. Und sie hatten Erfolg, grossen sogar. Leider sind diese Zeiten vorbei. Die grossen Messen haben so lange es ging Standflächen verkauft. Das war das Ziel, daran wurden sie gemessen, damit haben sie ihre Kohle verdient. Bei schrumpfendem Besucherinteresse ging die Rechnung für die Aussteller immer weniger auf. Diese beurteilen ihren Erfolg am Franken pro Lead. Und am Jahresende am Umsatz den die Messe ergeben hat. Bei einem auf Quadratmeter ausgerichteten Businessmodell müssen die Branchenleader dabei sein, sonst kommen die Besucher nicht.

Die ONE Messe interessiert sich nicht für die Anzahl verkaufter Quadratmeter. Wir orientieren uns  radikal an den verschiedenen Zielgruppen. Wir überlegen uns zuallererst wie wir diese ansprechen und wie die Aussteller mit ihnen ins Gespräch kommen. Wir schaffen Gesprächs- und Begegungsmöglichkeiten. Besucher können sich vorab zu Experten-Interviews und Beratungsgesprächen anmelden. Wie habe ich es immer gehasst an den riesigen Ständen vorbeizulaufen und nicht eine kompetente Person anzutreffen. Ich habe Messen als Aussteller immer geliebt und als Besucher gehasst.

Als Besucher ist es egal, wie viele Aussteller er an einer Messe antrifft, wichtig ist, dass die Wertschöpfungskette vollständig vorhanden ist. Ist dem so, spart er viel Zeit. Dann ist eine Messe viel effizienter als das Rumwühlen im Internet. Wenn der Besucher alles an einem Ort hat und sofort mit Anbietern in ein Beratungsgespräch kommt, dann ist das sehr attraktiv.

Wenn das das Ziel ist, braucht es beim Aussteller keine beeindruckenden Stände sondern kompetentes Personal. Es braucht keine Tänzerinnen und Showeinlagen um die Massen zum Stand zu locken und mit Goodies abzuspeisen.Das ONE Konzept wird normierte Stände haben, die bezugsbereit aufgestellt werden. Als Aussteller hinkommen, Prospekte und Visuals aufstellen und fertig. Am Morgen des ersten Messetages.

Wieso soll ein Spezialist die Messe überhaupt besuchen? Früher war das einfach. Wenn alle Branchengrössen da waren und er von allen ein Gratis-Eintritt erhalten hat, dann ging er hin. Das hat aber rein gar nichts mit dem erwähnten Konzept und Gründen zu tun. Die Qualität der Aussteller wird der ONE Besucher an der Qualität der ONE Konferenz messen. Wenn dort die interessanten Themen mit exzellenten Referenten behandelt werden, geht er davon aus, dass die Qualität der Beratungsgespräch auf demselben Level sind. Der Kongress ist das Marketinginstrument für die Messe. Die Qualität der Konferenz bestimmt, wer in der Hierarchie der Unternehmen an die Messe geht. Deshalb werde ich für ein sensationelles Konferenzprogramm sorgen. Ich bin überzeugt, dass wir die meisten Sessions ausbuchen können.

Dann wäre ja alles geritzt. Nein. Soweit so gut aber wer nur das macht, der verpasst eine grosse Chance. Eine Messe gibt den Ausstellern die Möglichkeit mit seinen Kunden und mit potenziellen Kunden nochmals drei Touchpoints zu haben. Man darf diese zur Messe einladen und bei dieser Kommunikation seine Kompetenz herüberbringen. Vor der Messe zwei Mal, nach der Messe noch ein Mal, ohne dass dies als Spam beurteilt wird. Dabei kann man zwischen Papier und E-Mail variieren und zusätzlich die Sozialen Medien einbinden. Damit wird die Messe als Instrument wirklich günstig.

So dürfen die Internet Briefing Mitglieder ihre Kunden und Prospects vergünstigt zum Kongress einladen. Man macht ihnen ein Geschenk und findet  dabei heraus, wer sich in einer Firma gerade mit welchem Thema befasst. Unbezahlbar diese Info. Man kann seine Kunden und Prospects zu Beratungsgesprächen einladen und weiss so schon vor Messebeginn ob die Messe zu einem Erfolg wird oder nicht. Nach der Messe kann man ein Fazit ziehen. Zum Beispiel das hat unsere Kunden am meisten Interessiert, das waren die meistgestellten Fragen etc. Das interessiert auch die, die nicht an der Messe waren.

Messe machen macht Spass, wenn man die Anliegen der Besucher im Auge hat.

Das neue Ausstellungskonzept wird für eine übersichtliche Präsentation sämtlicher Komponenten entlang der Internet-Wertschöpfungskette sorgen. Nebst dem Content- und dem Ausstellungsbereich wird es eine Meeting-Area geben die zu 1:1-Gesprächen, Networking oder einfach zum Relaxen lädt.
Wir stehen am Anfang einer neuen Messe-Plattform und möchten diesen Zeitpunkt unbedingt nutzen um von Dir zu erfahren, welche Anforderungen und Wünsche bezüglich Standbau, Rahmenveranstaltungen, Auftritt, Kommunikation etc. bestehen.Wertschöpfungskette sorgen. Nebst dem Content- und dem Ausstellungsbereich wird es eine Meeting-Area geben die zu 1:1-Gesprächen, Networking oder einfach zum Relaxen lädt.

ONE Messe: RoundTable mit potenziellen Ausstellern

von Reto Hartinger

Auch das Interesse an der ONE Messe ist riesig, nicht nur in der Schweiz, wir bekommen sehr viele Anfragen auch aus Deutschland.  Es geht in riesigen Schritten voran, ich bin überwältigt. Einen solchen Zuspruch hätte ich nicht erwartet.

Die Organisatoren laden am Montag, 16. Januar 2012 (16 Uhr) in Zürich (City) zu einem RoundTable mit potenziellen Ausstellern ein.  Melde Dich an, gestalte die Messe mit. Das Standkonzept ist noch nicht definitiv fixiert. Sicher ist, dass es Standardmodule geben wird. Das heisst, wir bauen alle Stände bezugsbereit auf. Als Aussteller brauchst Du Dich nicht um Fragen des Standbaus zu kümmern. Vielmehr kannst Du Deine Ressourcen so gezielt in die Inhalte des Auftritts investieren.

An der Messe können sich Besucher vorab zu Experten-Interviews und Beratungsgesprächen anmelden.  Zudem wird  der erste Swiss E-Commerce-Award verliehen.

Das neue Ausstellungskonzept wird für eine übersichtliche Präsentation sämtlicher Komponenten entlang der Internet-Wertschöpfungskette sorgen. Nebst dem Content- und dem Ausstellungsbereich wird es eine Meeting-Area geben die zu 1:1-Gesprächen, Networking oder einfach zum Relaxen lädt.

Wir stehen am Anfang einer neuen Messe-Plattform und möchten diesen Zeitpunkt unbedingt nutzen um von Dir zu erfahren, welche Anforderungen und Wünsche bezüglich Standbau, Rahmenveranstaltungen, Auftritt, Kommunikation etc. bestehen.

Ja?

Dann melde Dich  bitte jetzt zum Gespräch am “runden Tisch” an. Wir freuen uns auf Dich! Anmeldeformular

Möchtest Du an der ONE einen Vortrag halten, dann fülle bitte das Formular Call for Speakers aus.

Der ONE Kongress wird konkret

von Reto Hartinger

Ich habe begonnen die One Konferenz zu skizzieren und sie wurde gleich ganz konkret. Fünf dreistündige paralelle Sessions von 08.45-11.45 am Morgen und 13.00-15.45 am Nachmittag während zweier Tage. Pro 3-Stunden-Track gibt es drei bis vier Speaker. Das sind insgesamt 100 Einzel-Referate (maximal). Die ONE Konferenz wird eine grosse Kiste. Ich bin bereits dabei Speaker zu verpflichten. Es haben schon viele Hochkaräter zugesagt. Das Programm  wird frühzeitig stehen, damit wir die Marketingmaschine für Messe und Kongress entsprechend früh ankurbeln können. In den meisten Tracks habe ich bereits Abstracts von guten Referenten. Ich bin sicher, dass wir einige Tracks ausverkaufen werden. Da musst Du als Speaker oder als Teilnehmer dabei sein

9.5.2012

8:45-

11:45

Social Media Security Technologie

Trends

Start-up

Finanzierung

Banking 2.0
13:00-

15:45

Online Marketing

Trends

Eccomerce Projekt-

Management

Cloud

Computing

Medien 2.0

10.5.2012

8:45-

11:45

Blogging Suchmaschinen

Marketing

Web-Development Mobile

Management

Business Intelligence
13:00-

15:45

E-Mail

Newsletter

Suchmaschinen

Optimierung

Web-Design

Challenges 2012

Mobile

Development

IT für Manager

Es würde mich freuen, wenn Du  für diese Themen einen Themen oder konkreten Referatsvorschlag machen würdest. Egal ob Du selber Referent zum Thema sein könntest. Oder schlage mir einen Speaker vor, den Du hören möchtest. Solltest Du zu einem Thema einen Beitrag leistnen wollen, fülle bitte das Formular Call for Speakers aus. Oder sag mir, ob Du das Programm gut findest, was Dir noch fehlt. Bitte mailen an insider@vtx.ch

Facebook hat Dich ins Aus gefiltert

von Reto Hartinger

Soziale Medien sind Dialoge. Ha, diese Binsenweisheit wissen wir schon lange. Leider stimmt es nicht (mehr). Wäre das so, müsste man so viele Fans wie möglich ergattern und die Hebelwirkung steigert sich mit jedem neu dazugewonnenen Fan. Reto komm zur Sache, das ist bekannt. Bekannt ist es, es stimmt leider nicht (mehr) oder wenigstens nicht im vermuteten Ausmass. Facebook hat mit der Zeit immer bessere Verbreitungsmechanismen eingeführt. Wobei besser nicht heisst, dass sich Messages noch breiter, noch viraler verbreiten. Das Gegenteil ist der Fall. Damit User nur Relevantes zu sehen bekommen, wird die Flut, die der Einzelne von seinem Sozial Graph zu Gesicht bekommt, eingedämt, gefiltert. Erster Filtermechnismus. Private Posts werden besser verbreitet als Posts von Firmenfanpages. Eine Firmenfanpage kann 2000 Likers haben, ein Post wird trotzdem nicht mehr angezeigt als der einer Privatpweaon mit nur 300 Freunden. Aber Facebook unterschlägt auch Posts von Freunden und zwar je mehr Freunde du hast desto mehr unterschlägt es. Hat jemand 30 Freunde, bekommt er wahrscheinlich die Posts von all seinen Freunden zu Gesicht. Bei 500 sind es schon nur noch die Hälfte und bei 1000 vielleicht noch ein Drittel (reine Schätzungen). Bei 2000 sind es nur weniger als 20 Prozent. Früher konnte man den Link alle Aktualisierungen anzeigen klicken und es gab mehr zu sehen, es waren trotzdem nicht alle. Heute kann man diese Einstellung pro Freund machen. Könnte man. Soll ich jetzt alle meine 2000 Freunde durchgehen und bei ihnen “alle Aktualisierungen” anklicken? Nein Danke. Ich habe Gott sei Dank früher bereits meine Freunde getagged und kann mir die Post in Facebook ganz Google+ like Gruppenweise ansehen z.B. von den Journalisten, von Privat-Freunden, von VCs etc. Das löst aber immer noch nicht mein Problem der Verbreitung meiner Posts. Früher hat es immer eine Diskussion zu jedem Post in meinem Privatprofil gegeben. Heute ist diese Aktivität eingebrochen, wohl weil Facebook auch jenen Leuten meine Posts nicht mehr zeigt, die früher häufig kommentiert haben. So hat mir kürzlich Peter Helfenstein geschrieben, endlich sehe ich wieder einen Post von dir. Er war einmal einer meiner regelmässigen Kommentatoren. Facebook hat mich bei ihm ausgefiltert. Wie der Mechnismus genau funktioniert ist wohl genauso schwierig zu ergründen wie der Rankingalgorythmus von Google. Ich werde jetzt mehr in Google+ posten. Dort ist der Filter noch nicht so ausgeklügelt.

Leshop mit Gewinn und Bremsspuren

von Reto Hartinger

Im letzten Jahr hat Leshop 106′000 Haushalte beliefert. Das entspricht dem Grossraum Bern oder 150 Mio Umsatz. 15 Jahre hat Leshop gebraucht um Gewinn zu erwirtschaften. Bemerkenswert ist, dass bereits 11 % aller Bestellungen mittels Smartphone oder Tablet erfolgen. Im 2010 waren es noch 5 Prozent. Leshop gehört zur Migros-Gruppe (Hotelplan, travel.ch, ExLibris, Migrol, Denner, OfficeWorld, Micasa), diese setzt heute rund 3,2 Prozent oder 660 Millionen Franken online um.

Leshop in Zahlen:
Umsatz (Millionen CHF)
2010 151
2011 150
Entwicklung 10/11 – 1Mio / – 1%
Erstes Semester 2010/11 + 5 Mio / + 7%

Durchschnittlicher Bestellwert (CHF)
2010 235
2011 235
Entwicklung 10/11 + 0% / + 0 %
Erstes Semester 2010/11 + 1 / + 0 %

Neukunden Zuwachs
2010 38′100
2011 30′800
Entwicklung 10/11 – 7′300 / – 19%
Erstes Semester 2010/11 – 600 / – 3 %

Anteil Mobil-Bestellungen
2010 5 %
2011 11 %
Entwicklung 10/11 + 6 % / + 120%
Erstes Semester 2010/11 + 6% / + 150%

iTV – das ist zu erwarten

von Reto Hartinger

Jetzt hat bald jeder über das TV-Set von Apple berichtet und dennoch ist fast nichts konkret. Ich schaue auch in die Kristallkugel:

Bedienung

Apple kann kaum mit einem besseren Display punkten. Der iTV müsste auch mehr als 3 Geräte in einem sein. Es muss eine bessere, einfachere Bedinung her. Das kann über Gesten oder Sprache geschehen. Eine Fernbedienung entfällt, aber jedes iOS Device kann diese Funktion übernehmen, so gewünscht. Der iTV erkennt über die Kamera und Gesichtserkennung wer vor dem Fernseher sitzt. Mit Gesten wie flippen kann von einem zum nächsten Kanal gezappt werden oder man sagt einfach zdf und  siri lässt den TV zum richtigen Sender springen. Multitouch Apps können sich mit Gesten bedient werden. So ist es möglich, dass zwei Personen gleichzeitig eine App bedienen (vielleicht noch nicht in Version 1). Ich kann einen Film am iTV ansehen, muss aus dem Haus und sehe an der gleiche Stelle auf dem iPad oder iPhone unterwegs weiter. Am neuen Ort angekommen schaue ich auf dessen iTV oder PC weiter.

So hässlich wird der iTV kaum aussehen. Aber mit diesem Gerät beherrscht Apple das die Wohnung

So hässlich wird der iTV kaum aussehen. Aber mit diesem Gerät beherrscht Apple das die Wohnung

Hardware

Der iTV kommt mit einem eigenen Chip. Entweder eine abgespeckte Version derer, die zurzeit in den iOS Geräten sind oder gleich der neueste Chip. Eine Preis/Feature-Frage. Er kann mit allen anderen Geräten kommunizieren, diese steuern oder von diesen gesteuert werden. Der Sound des iTVs lässt sich so über die Stereoanlage hören und das auch in anderen Zimmern. Umgekehrt können alle anderen Devices Daten und Befehle an den iTV übergeben. Natürlich kann der iTV alles was ein iOS Gerät kann, also Harddsicrecording, Internet , iOS-Apps und FaceTime. Man kann gleichzeitig fernsehen und eine App ein einem Fenster laufen lassen (z.B. FaceTime). So wird der TV auch zum live Kommunikationskanal mit dem Sender.

Content

Es ist davon auszugehen, dass Apple auch hier unique sein will. So kann man nicht nur aus zig Sendern auswählen, sondern sich Kanäle selber zusammenstellen. Z.B. eine Serie von CBS zwei andere von ABC und so weiter und das für eine monatliche Gebühr. Das Problem ist, dass die Leute dann nur noch die Renner schauen und die Sender auf dem weiteren Mist hocken bleiben. Das wollen sie natürlich nicht und daran klemmts. Das müssten sich die Sender hoch entschädigen lassen oder ablehnen und Apple im Gegenzug will eine günstigen Montasgebühr. Apple hätte die Möglichkeit solche TV-Shows zeitversetzt anzubieten. Dann könnte Apple diese werbefrei oder mit eigener Werbung bespielt in eigenen Sende-Gefässen streamen. Apple hat den Sendern angeboten, ihre Inhalte via Werbeeinnahmensplitting zu refinanzieren. Mit der Gesichtserkennung weiss das iAd wer und wieviele Personen das jeweilige Programm ansehen. Ein starkes Angebot für Werbetreibende. Der TV wäre plötzlich noch messbarer als das Internet. Sender können den Screen splitten und eine eigene App laufen lassen. Z.B. mit Hintergrunddaten während eines Tennis-Matches oder man zeigt sowas wie eine Twitterwall mit dem was Andere über die Sendung meinen. Das hätte über Apple PING gehen können. Schade, dass PING im Musikbereich gefloppt hat. Vielleicht ist Apple klug genug um fremde Apps zuulassen. Auch diese Interaktivität könne sich messen lassen und den Profilen der einzelnen Zuschauern zugeordnet werden. Profile wie wir sie im Internet kennen, wären nur noch ein Abklatsch der iTV Möglichkeiten. Die Werbeprofile könnten auch die anderen iOS Devices übertragen werden. Damit würde iAd endlich abheben. Man sieht, iTV hat noch viele Baustellen, die nicht mit der Hardware zutun haben. Erinnern wir uns an den Launch des iPhones. Da gab es noch gar kein Oekosystem, keine Apps und trotzdem hat das Teil abgehoben. Eine erste Version muss noch nicht alles können.

Preis

Billig kann das iTV nicht sein. Zurzeit werden in den USA 44 Mio TVs verkauft, meist 38 Zoll TVs, durchschnittlich kostet ein TV 460 Dollar.  Der iMac startet bei 1200 Dollar mit 21 Zoll Bildschirm und  2000 Dollar für 27 Zoll. Ein iTV könnte in verschiedenen Grössen zwischen 1500-3000 Dollar kosten. Ich glaube nicht, dass Apple mit einem 3D Bildschirm kommt. Es braucht noch Raum für den iTV 2.

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One more Thing zu Steve Jobs Geburtstag? Apple wird bis April 2012 alle Geräte generalüberholt haben.

Verfügbarkeit

Von der Hardware her gibt es keinen Grund wieso man das Teil nicht bereits im März anbieten könnte. Quellen meinen dass es Herbst oder gar Ende 2012 wird. Augst/September war früher der Termin um Fernseher zu lancieren. Noch rechtzeitig für den Handel um im Weihnachstgeschäft voll abzuschopfen. Heute ist der Treiber nicht mehr der Weihnachtsmann, es sind sportliche Grossanlässe wie die Olympiade in Londen im 2012 oder eine Fussball-WM so das Gerät international einschlagen soll. Ist eine Lancierung erstmal für die USA vorgesehn, müsste der iTV vor dem SuperBowl kommen. Im 2012 wird Apple  a l l e  Geräte generalüberholt haben. Sie alle werden in die “Wir sind zu einem Oekosystem verschweisst” Strategie eingepasst. Die neuen Intel-Chips sind im April verfügbar. There is one more Thing könnte dannzumal der iTV sein oder, meine Vermutung, Apple bringt das iPhone 5 bereits im Januar und den iTV zu Steve Jobs Geburtstag am  24. Februar zusammen mit dem iPad 3 und neuen iPods. Hätte Steve in seinen Memoiren den iTV erwähnt, hätte nicht ein fixer Termin bestanden? Zudem hat Apple einen Pressetermin für Ende Januar in New York reserviert. New York ist eine Neuheit (könnte auch bedeuten, dass Siri für andere Sprachen lanciert wird. Drum mit New York die Nähe zu Europa).

Was heisst das für die hiesige TV-oder gar Medien-Industrie?

Ganz streng genommen entstehen neue Sendeplätze. War es früher wichtig bei der Cablecom auf den ersten 4 Plätzen zu sein, wird hier ein neues Gerangel losgehen, das eher der Suchmaschinenoptimierung ähnlich ist als dem Verhandeln mit der Cablecom. Der User entscheidet, wo ich lande oder vielleicht noch Apple. Die Auswahl von den Chanels wird so laufen wie die Vorschläge im App-Store, nach Themen und Beliebtheit und mit Genius-Vorschlägen. Es wird eine Boggisierung des TVs stattfinden. Wenn einzelne Sendungen und nicht mehr Sender wichtig werden, können sich plötzlich spezialisierte Kleinstanbieter einen Platz an der Sonne ergattern. Wieso muss das unbedingt TV sein. Eine Tageszeitung kann genauso in den Newskanal kommen wie 10vor10. Es gibt ein ganz neues Wettrennen und die Grossen werden nicht unbedingt die Gewinner sein. Tamedia hat rechtzeitig das Lokalfernsehen verkauft, ob sie aber in ihrer Strategie bereits soweit sind, interaktives Community-Fernsehen anzubieten, wage ich zu bezweifeln. Heute ist erst Joiz.ch bereit. Fernsehen der Zukunft muss für jede Zielgruppe kultig sein! Und Fernsehen wird nicht mehr gleichzeitig geschaut. Ein Kanal kann wochenalte Sendungen beinhalten, die ich jederzeit abrufen kann.

Eine oder doch mehr Fragen an den Leutschenbach.

Ist SF darauf vorbereitet, dass z.B. die Abteilung Unterhaltung gar nicht mehr in Konkurrenz mit der gleichzeitig ausstrahlenden ARD steht sondern vielleicht sogar mit sich selber, Sendung A die erstmals am Mittwoch im Abendprogramm war mit Sendung B die jetzt gerade läuft? Wie geht man mit Communities um? Pflegt man die? Wie? Könnte es sein, dass plötzlich Verlage doch zur Konkurrenz werden?

Eine Frage an die Publigroup: Nachdem man die letze Reorganisation verdaut hat und die nächste vorbereitet, verfügt man über das Personal um mit den Kunden über solche interaktiven Konzepte zu diskutieren?

Im Druckgewerbe musste man alle 4 Jahre einen neuen Beruf erlernen, weil es den alten einfach nicht mehr gab. Jetzt geht dasselbe bei den Inhalten los. Lieber Journalist, lieber Verlagsleiter, lieber Produzent, lieber Werbeverkäufer etc dein Wissen, deine Erfahrung und dein Instinkt darfst du vergessen, je schneller desto besser. Die Zukunft wird gerade erfunden und sie wird maximal vier Jahre gültig sein. Du wirst sie mitgestalten oder andere werden es tun. Welche Strategie sticht, ist im nachhinein sehr logisch erklärbar. Zurzeit tüfteln noch alle am Businessmodel herum. Paid versus Free oder zieht Freemium? Unabhängig vom Businessmodel muss sich das Angebot an die sich ändernden technologischen Möglichkeiten und den sich daraus ergebenden neuen Verhalten der Konsumenten richten.

Ich werde mit dem Internet Briefing diese Entwicklung begleiten. Ein erstes Event wird es am 9. und 10. Mai dazu an der ONE Konferenz geben. Stay tuned.

Googles neuer Konkurrent ist ein API

von Reto Hartinger

Es gibt viele Entwürfe für Google-Killer. Nur schon beim Wort Killer kommt mir ein müdes Lächeln über die Lippen und meine Ohren beginnen einzudösen. Es gibt kein Konzept das besser ist als jenes von Google oder es bekommt nicht die Aufmerksamkeit, um Google auch nur im Ansatz einzuschüchtern.

Welches Konzept könnte besser sein als die 10 000 Programmierer, die sich schon jahrelang um die Qualität der Trefferlisten von google.com kümmern? Ganz einfach. Google ist mit einer besseren Trefferliste nicht zu schlagen. Durch keine Methode. Es geht nur, wenn man die Trefferliste ganz weglässt. Auch den Suchschlitz.

Die Kombination von Wolfram Alpha und Siri macht Google obsolet und man merkt es gar nicht, dass man Google nicht benutzt hat. Ich habe dieses Jahr einen 24 Zoll Bildschirm, der sich drehen lässt, gesucht. Ich hatte keinen blassen Dunst, welche Kriterien wichtig sind und wie ich suchen soll. So habe ich 24 Zoll Bildschirm gesucht und dann in der Google Trefferliste nach Testberichten durchstöbert. Ich hätte natürlich auch (zurzeit nur in Englisch in den USA) einfach in ein iPhone 4S sagen könen: “Welches ist der beste 24 Zoll Bildschirm bis 300 Franken” und Siri hätte mir das mitgeteilt, basierend auf einer Wolfram Alpha Suche. Wolfram Alpha bietet ein API mit dem Shops struktuiert Daten liefern können. So könnte ich auch zusätzlich sagen, welche innerhalb von 3 Tagen lieferbar sind und vieles mehr. Kein Durchwühlen der Webseiten mehr. Auf Wolfram Alpha hätte ich das nie gesucht. Wäre mir nie in den Sinn gekommen. Da aber Siri sowas wie eine Maus ist, die ich ständig als Interface benutze, stelle ich ihm diese Art von Fragen. Siri wird das Interface zu Informationen beim iOS.

Anbieter von Produkten und Dienstleistungen werden gerne auf diesen Zug aufspringen und Wolfram Alpha via APIs mit Produktdaten füttern. Statt Suchmaschinenmarketing wird plötzlich die automatisierte Datenlieferung wichtig.

Google sieht Siri als Bedrohung. Nicht nur für die Suchmaschine sondern die Attraktivität von Android und ist dabei einen Konkurrenten zu Siri zu entwickeln. Google hat nurn selber ein Kanibalisierungsproblem. Google VR-Präsident Eric Schmidt geht davon aus, dass in Bälde 50 % der Suchanfragen über portable Devices erfolgen werden. Siri und Androids Siri Konkurrent könnten also das angestammt Google-Geschäft tatsächlich bedrohen.

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