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Offen gegen geschlossen. Welches Marktprinzip gewinnt

von Reto Hartinger

Als Apple das iPhone vorgestellt hat und Google mit Androide nachgezogen ist, gab es in diesem Blog eine heftige Diskussion. Würde Apple mit seinem geschlossenen System in iPod-Manier den Markt dominieren können oder würde Androide in Microsoft-Manier Apple abhängen?

Gewonnen hat bekanntlich das offene System weil eben viele Anbieter viel Shelfspace einnehmen. Ich lag mit meiner Qualität wird siegen Einstellung falsch. Wie immer. Qualität hat sich noch nie durchgesetzt gegenüber Preis und Verfügbarkeit.

Würde ich diese Zeilen schreiben, wenn da nicht doch noch etwas wäre? Der Hartinger haut sich doch nicht ohne Not selber in die Pfanne. Tatsächlich. Die Warner meinten, Apple habe sich schon einmal mit einer solchen Strategie an den Rand des Abgrundes gedrängt. Heute bücken sich Apples Konkurrenten über diesen Abgrund und sehen einfach keinen Apfel. Sie tun dies nicht aus Mitleid sondern aus Ratlosigkeit. Microsoft und Google müssen, um dem geschlossenen System beizukommen nämlich ihre treuesten Verbündeten verraten.

Microsoft muss das auf Windows 8 basierende Tablet selber produzieren und brüskiert damit die traditionellen Hardwarepartner. Google macht es zwar besser und entwickelte das NEXUS Tablett zusammen mit ASUS (keine Anspielungen auf den Namen bitte) welches sogar in den USA produziert wird. Schönheitsfehler: Es wird ohne jegliche Marge an den Konsumenten weitergereicht. Hallo? So wird niemand in diesem Markt Geld verdienen. Ausser ASUS und Microsoft kommen alle anderen zu spät. Ok, kann ja auch sein, dass ASUS und Microsoft auch schon zu spät sind. Aber so ruiniert sich die PC-Branche als Ganzes. Schon an den Dünn-Notebook verdient sie nix mehr und der Absatz von Desktop-Rechner verdünnisiert sich immer mehr.

Apple hat es fertig gebracht mit 4 % Marktanteil die Hälfte der Gewinne der Handybranche für sich zu beanspruchen. Seither werden es immer mehr, Gewinn und Marktanteil. Droht uns dieses Szenario auch in der PC-Welt? Wenigstens im Heimmarkt?

Sind Google und Microsoft an den Abgrund gegangen um zu sehen, ob er genug tief ist, um all die Herstellerleichen die sie produzieren aufnehmen zu können? Eines ist klar, Microsoft und Google haben immer noch die Möglichkeit sich in ein geschlossenes System zu retten, HP und Co nicht.


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2 Kommentare zu “Offen gegen geschlossen. Welches Marktprinzip gewinnt”

  1. holzmarkt eugendorf  schrieb:

    nette Post,
    Apple ist einer der führenden it-Unternehmen der Welt.Ich nehme die Weste wissen über iPhone und Google.Ich denke, dass Apple und Google besser Flut für uns nimmt. Danke
    für Ihren Beitrag.

  2. Thomas Kolb schrieb:

    Ein sehr spannendes Thema, dass uns noch über Jahre begleiten wird.

    Ich bin kein Prophet und kann nicht sagen, ob oder wenn dann welches Prinzip gewinnt.

    Was man anerkennen sollte, ist welche Dynamik ein offenes Prinzip bzw. Open Source entwickeln kann.

    Schon an den Dünn-Notebook verdient sie nix mehr und der Absatz von Desktop-Rechner verdünnisiert sich immer mehr

    Warst es nicht sogar Du, Reto, der mal vor einiger Zeit hier die Idee in den Raum warf, dass es sogar sein kann, dass man die Geräte VERSCHENKT?

    Warum? Na – um einen VERTRAGSkunden zu gewinnen.

    Am der Hardware lässt sich so gut wie kein Geld mehr verdienen – aber an Gesprächseinheiten, an mobile-Verträgen und an User-Profilen.

    Was man auch nicht vergessen darf in diesem kalkulatorischen Wahnsinn.
    Es geht auch darum, die Konkurrenz platt zu machen und die Claims abzustecken.

    Und es gibt ja noch “Sekundär-Märkte” wie z.B. den App-Store oder dessen Entsprechungen.

    Wenn an jeder Kauf-App 30% verdient wird, dann lohnt sich jedes Gerät, das im Umlauf ist. Auch wenn man an dem Gerät nichts mehr verdient.

    Das fiese ist, dass die Marge dann bei den wirklich armen Schweinen in China reingefahren wird und zwar konkret bei Foxconn und den Produktionsbedingungen in diesem Land. In dem Fall dürfte es sogar Marken übergreifend sein.

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